Joh 20, 19; 21, 26 und Joh 14, 27
Nachschrift der Osterpredigt 1983 von
Das ist der Friede, den die Welt anbietet, und da müssen wir
doch eigentlich bekennen, dass von diesem Frieden noch vieles in uns ist, dass
wir eigentlich noch weitgehend diesen Frieden meinen. Ja, selbst wenn es um das
Gebet geht: wann sind wir mit unserem Gebet zufrieden? Doch wohl dann, wenn wir
wenig Zerstreuung hatten, wenn es uns nicht langweilig wurde, wenn wir
getröstet wurden. Dann finden wir: das war ein gutes Gebet. Sind wir dann
eigentlich zufrieden, weil Gott damit verherrlicht wurde, weil Gott uns damit
bezeugt, dass seine Liebe uns umfängt und dass wir Ihn lieben? Ist nicht oft
auch da noch eine Übertragung ins Geistliche von dem, was wir als Frieden der
Welt erkannt haben? Da mischt es sich doch noch ein. Wenn Jesus also einen
anderen Frieden verheißt, muss das viel tiefer liegen und viel göttlicher sein.