Donnerstag, 19. April 2012

Der brennende Dornbusch.


Über Ostern zeigen die TV-Kanäle immer wieder gerne alte Hollywood Filme, die sich mit Bibelthemen befassen. Nun dieses Jahr war’s kalt und regnerisch und da bin ich mittags auch mal durch die Kanäle gezapped und am Film „Die 10 Gebote“ hängen geblieben. Das hat jetzt nicht unbedingt viel mit Ostern und Christentum zu tun (woher soll ein atheistischer Redakteur das auch wissen), aber die Szenen sind sehr imposant und der Auszug aus Ägypten ist ja auch eine Lesung in der Osternacht.
Jeder kennt die Schlüsselszene des Films, als Mose im brennenden Dornbusch Gott begegnet und dann völlig verklärt und überwältigt zu seiner Frau zurückkehrt.

Als ich diese Szene sah, musste ich an den 19. April 2005 denken:

Ich war am Abend auf dem Weg zum Zahnarzt, als im Radio erste Live-Schaltungen nach Rom gingen und gemeldet wurde, dass „Weißer Rauch“ aufgestiegen war. Mehr bekam ich erst mal nicht mehr mit, denn ich hatte einen Termin und saß dann erst mal gut zwei Stunden beim Zahnarzt rum.
Als ich zurück war, stürzte ich mich erst mal an den Computer, um online nachzusehen, wer denn nun der neue Papst geworden ist. Dort stand auf allen Seiten:
Josef Ratzinger ist Papst Benedikt XVI !!
Ich schaltete sofort den Fernseher ein, um diese Bilder zu sehen:


Es war dieser Moment, als Papst Benedikt auf den Balkon trat, dass ich Gott begegnet bin. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich diese Bilder an diesem Abend gesehen habe. Aber danach war alles anders. 
Dieser wunderbare Papst hat meine Welt verändert und mich zum Glauben gebracht. Es hat dann noch fast ein Jahr gedauert, bis ich in die Kirche aufgenommen wurde.  Dank sei Gott, dass ich dazu gehören und Teil seiner Kirche sein darf.
Dank sei Gott für diesen Papst. Denn mit seinen ersten Worten auf dem Balkon hat für mich das Leben im Glauben begonnen.

Und hier ist noch eine schöne Zusammenfassung der Ereignisse vom 19. April 2005

Kommentare:

  1. Entschuldige, daß ich das anmerke: die 10 Gebote sind sogar sehr österlich: sie zeigen unter anderem den Durchzug durch das Rote Meer (mit dieser ganz reizenden Tricktechnik, bei der das Wasser tatsächlich "wie eine Mauer stand") – die einzige alttestamentarische Lesung, die in der Osternacht immer gelesen werden muß.

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  2. Das hatte ich doch geschrieben, dass es in der Osternacht gelesen wird.
    Aber Ostern ist für mich Christus, Auferstehung (in der Filmsprache z.B: "Die größte Geschichte aller Zeiten" oder "Quo vadis").

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  3. Du hast völlig recht, ich bin unausgeschlafen und hatte erst nach dem Abschicken des Kommentars gesehen, daß du die Lesung erwähnt hattest. Die ganze Thematik des Wortgottesdienstes ist halt ein einziger Durchzug vom Dunkel zum Licht. – Quo vadis? Wegen Petrus und Paulus?

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  4. "Quo Vadis" - wegen Petrus und Paulus, aber auch wegen Nero, der so fassunglos vor dem Verhalten der frühen Christenheit steht. "Ich schicke sie in den Tod ... und sie singen".
    Und dieser Film zeigt, wieso diese Christenheit 2000 Jahre "überlebt" hat und weiterwächst... Trotz allem. Ein echter Mutmacher.

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