Sonntag, 29. April 2012

Trier, Heilig Rock Wallfahrt, ein erster, spontaner Kurzbericht.



So sind auch wir gestern nach Trier gefahren um uns den Heiligen Rock anzuguggen.
Sagen muss ich zunächst, dass die Herren und Damen Super-  und nicht so super, Modernisten auch in Trier eifrigst am Werk waren,  ich aber denke, dass deren Zeit abläuft.
Vor dem Dom waren so seltsame Kunstarrangement aufgebaut, davor stand eine Gruppe echt gestylter japanischer und amerikanischer Studenten in Anzug und Krawatte und lachte sich schief.
Die Messe hielt, man höre und staune und wundere sich, Bischof Haas.




Nachdem man schon die Ecclesia Dei Gemeinschaften mit Kardinal Brandmüller http://www.gloria.tv/?media=281621 zwar nicht (für die Messe, sonst schon) in den Dom gelassen, ihnen aber trotzdem aus Anlass der Heilig Rock Wallfahrt, eine Messe im außerordentlichen Ritus erlaubt hat, ein erneutes Zeichen für Tauwetter.
Als Bischof Haas an die Wandlungworte kam, hielt der ganze Dom den Atem an, er hat sich dann aber doch nicht getraut "Viele" zu sagen.
Dann aber kam in dem Gebimmel der Wandlungsglöckchen ein Tatütata (wohl von einem Krankenwagen) und die Leute haben sich alle geräuspert.
Darauf hat er den Schlußsegen auf Latein erteilt
Ich bin, im Gegensatz zu dem, was man mir gerne unterstellt, kein Rubrikenreiter, und die ganze Diskussion ist mir auch egal, aber man merkt an so Sachen, dass die Leute sich im Westfernsehen informieren und sich längst nicht  mehr für blöd verkaufen lassen.
Es gab auch ein Infozelt, wo kritische Fragen zur Wallfahrt gefragt werden konnten (in Trier hat den Part der nachhaltigen, ökologischen, linken u.s.w  die Kirche, wohl wegen des Mangels an echten Linken, übernommen).
In dem Infozelt herrschte gähnende Leere.
Am Karl Marx Geburtshaus sind wir auch vorbei, da hatten sie dann im Schaufenster die "Unterhose von Karl Marx " ausgestellt.
Man merkte in Trier, dass die Kirche Weltkirche ist, und es ändert sich vieles, die Priester z.B. laufen, erfreulich häufiger als noch vor 5 Jahren, als solche erkennbar, herum.
Wir haben einige Bischöfe gesehen die als solche kenntlich mit Trupps von Jugendlichen zur Katechese gegangen sind.
Es waren ganze Dekanate in Prozessionen unterwegs und beten konnte man in den Kirchen in der Altstadt von Trier  auch gut, die waren alle offen. Auch Beichtgelegenheit gab es..............

Der Trierer Dom ist übrigens eine lustige Sache;  Man stelle sich eine riesige romanische Halle vor,  (die mal mit wundervollen Fresken bemalt gewesen sein muss, die aber kaum mehr sichtbar sind), in der jede Stilepoche an irgendeiner Ecke herumgebastelt hat und das Ganze überhaupt nicht zusammenpasst, obwohl die einzelnen Elemente schön sind, 
So ist der Altar Barock, die Apsis klassizistisch, ansonsten überall Bischofsgräbern in allen möglichen Stilen.
So war  an einer Säule  links ein barockes Grabmal, rechts eines dessen Stilrichtung ich nicht kenne  und obendrüber eine Jugendstilorgel mit japanisch anmutenden Blumenmustern.
Kurz mir erschien weniger  der Heilige  Rock, sondern eher der  Trier Dom, Zeichen zu sein für die Kirche in D.
Ach und eine Menge Orthodoxer Christen waren da.
Wir hörten  arabisch sprechen und fragten die Gruppe (ein Priester, mehrere Laien) dann, wer sie seinen.
Es waren Kopten, aus Ägypten die uns erklärten, das sie Deutschland ja wunderschön fänden, wegen dem vielen Grün und den blühenden Bäumen und Sträuchern, aber die Deutschen selber für blöd heilten, wegen deren Haltung zum Islam.
Wenn wir nicht zur Vernunft kämen, würde es uns gehen wie in Nigeria, (das ist übrigens das frühere Biafra), dem Sudan, Teilen der Philippinen und eben den Kopten.
Wobei sie meinten, ich müsse sie nicht bedauern, sie würden auf Gott vertrauen.


Ansonsten waren viele Georgspfadfinder da, im Gegensatz zu früher wieder komplett in Kluft, mitsamt Abzeichen, nur der Oberguru musste in sein Mikro von Konstantin Wecker "...es ist mir längst klar, das nichts bleibt wie es war...." trällern.
Komisch war es schon, die Gruppe war auf dem Weg zum Dom, wo das zu verehren ist, was das bezeichnet was immer bleibt, das Gott in Christus Mensch geworden ist und ein für alle Mal gelitten hat für unsere Sünden.
Da könnte man doch was besseres singen, oder?
Dann war da ein Trupp US Army auf dem Weg zum Dom und Unmengen von Menschen, Menschenmassen!
Und der Heilige Rock umlagert, man konnte die Platte darüber anfassen und viele haben Rosenkränze und Medaillen drangehalten, manche haben die Platte auch geküsst.


Da fällt mir nur ein, den unvergessenen Adalbert  Seipold, leicht abgewandelt zu zitieren:
"gegen soviel Volksfrömmigkeit kämpft jeder Modernist vergebens"
Und das wo wir in der giftigen Soße schon seit Jahrzehnten schwimmen.
Wahrhaftig ein Wunder!












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