Pater Eugen Mederlet OFM
2. Lesung: Eph 4, 2-6:
„Ein Leib und
ein Geist ... ,
ein Gott und Vater aller,
der über allen und durch alle und in allen ist.“
Pfingstmontag
Auf das hin sollten wir doch alles wagen: Endlich
gehorsam sein. Endlich diese Rebellion in uns bändigen unter den Gehorsam Jesu,
des Sohnes Gottes, gehorsam bis zum Tod am Kreuz. In diesen Gehorsam sind wir
hineingetauft, hineingetaucht worden, in den Tod Jesu, um im Todesgehorsam
sterben zu wollen. Dass wir doch bereit wären, diese mühe-, diese notvolle
Verwundung anzunehmen, in der der neue Klang, das neue Lied ertönt! Die Wunden
Jesu, aus denen die ganze Welt lebt, wie wir singen in dem Marienlied. Aus den fünf Wunden Jesu strömt diese ganze
Symphonie, strömt diese ganze herrliche Welt! Wenn wir es doch endlich wagen
würden, unseren Stolz zu beugen, dieses falsche Selbst, das sich selbst als
Ausgangspunkt setzt, zu verleugnen, zu zerstören, es kreuzigen zu lassen, es
zerschlagen zu lassen von eben diesen Nöten, von den Wunden, die gerade uns zum
Heile führen, wenn wir sie annehmen.
Dann würde unser Leben zu strahlen anfangen; dann würde es
Wunderkraft erhalten; dann würde es verborgen sein, verachtet, verspottet und
heimlich die Welt retten.
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