Montag, 25. Juni 2012

Wir gehören in die „Komposition“ Gottes hinein. (Teil X und Schluss)


Pater Eugen Mederlet OFM

2. Lesung: Eph 4, 2-6:

Ein Leib und
ein Geist ... ,
ein Gott und Vater aller,
der über allen und durch alle und in allen ist.“

Pfingstmontag

31. Mai 1982

Auf das hin sollten wir doch alles wagen: Endlich gehorsam sein. Endlich diese Rebellion in uns bändigen unter den Gehorsam Jesu, des Sohnes Gottes, gehorsam bis zum Tod am Kreuz. In diesen Gehorsam sind wir hineingetauft, hineingetaucht worden, in den Tod Jesu, um im Todesgehorsam sterben zu wollen. Dass wir doch bereit wären, diese mühe-, diese notvolle Verwundung anzunehmen, in der der neue Klang, das neue Lied ertönt! Die Wunden Jesu, aus denen die ganze Welt lebt, wie wir singen in dem Marienlied.  Aus den fünf Wunden Jesu strömt diese ganze Symphonie, strömt diese ganze herrliche Welt! Wenn wir es doch endlich wagen würden, unseren Stolz zu beugen, dieses falsche Selbst, das sich selbst als Ausgangspunkt setzt, zu verleugnen, zu zerstören, es kreuzigen zu lassen, es zerschlagen zu lassen von eben diesen Nöten, von den Wunden, die gerade uns zum Heile führen, wenn wir sie annehmen.

Dann würde unser Leben zu strahlen anfangen; dann würde es Wunderkraft erhalten; dann würde es verborgen sein, verachtet, verspottet und heimlich die Welt retten.

Amen.

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