Donnerstag, 2. August 2012

Vom Leben und Sterben und den fruchtbaren Schößen

Immer wieder kommen Meldungen , unschöne Meldungen, besorgniserregende Meldungen über das Thema Euthanasie, die aber offensichtlich keinen aufregen.
Waren Meldungen, die sich bei Google über Euthanasie finden liesen, bis vor eignen Jahren noch soche, die irgendwelche alten, irgendwo aufgestöberten Naziverbrecher betrafen, so hat sich der Tenor der Meldungen doch in den letzen 2- 3 Jahren besorgniserregend geändert.
Es ging zunächst um die Schweiz und das liberale Holland, um Dignitas und mobile Euthanasie Kommandos in Holland.
War zunächst klar, in D geht sowas gar nicht, überhaupt nicht, so weicht die Front (leider erwartungsgemäß) langsam auf.
Hier berichtet kath.net über einen Gesetzentwurf der sicherstellen soll, dass der das Leben beendente Mord solange straffrei bleibt, wie er nicht kommerziell ist.
Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde die Saure Gurkenzeit, die wir medienmäßig gerade haben, immer wieder durch  Meldungen wie diese aufgepeppt:
"Schwester XY der eiskalte Engel von Station 9. 
Aus Barmherzigkeit soll sie mehrere Patienten umgebracht haben"
War also vor einigen Jahren noch klar, das ist keine Barmherzigkeit, wenn Pfleger Z im Altersheim seinen Schutzbefohlenen Strychnin in den Kartoffelbrei mischt, so soll jetzt das Verabreichen von Arsen im Schlummertrunk kein Verbrechen mehr sein, wenn der Pfleger das unentgeltlich tut.
Herr im Himmel, wo leben wir denn???




Ich versteh schon, das die zunehmende Menge alter Leute ein Problem ist.
Heute morgen saß ich beim Arzt im Wartezimmer, und blätterte aus lauter Langeweile in "Medical Tribune" da war eine  kurze Meldung, das offensichtlich ein neuer demografischer  Faktor bei der Berechnung der zulässigen Niederlassungen von Ärzten, eingeführt werden soll.
Je mehr alte Menschen wo wohnen, umso mehr Ärzte beschäftigen die halt auch und dass die Gesundheitsreligion ihre Versprechen nicht hält, nicht halten kann und der Kult nicht mehr zu finanzieren ist, auch wenn dadurch wieder viele Leute einen Job haben, das weiß jeder, der mal Manfred Lütz zugehört hat, bzw. in einer stillen Stunde drüber nachgedacht hat.
Es ist schon klar, Lehre der Kirche ist "Geht nicht mit der Euthanasie, der Herr über Leben und Tod ist der HERR"  jedoch äußert die  Kirche  sich aktuell sehr, sehr leise.
Zum Einen liegt es wohl daran, dass die echten und vermeintlichen Skandale und deren genüssliche mediale Aufarbeitung, frei nach dem Motto "haltet den Dieb" ihre Wirkung getan haben, anderseits, aber hat die Kirche mitgemischt (ich sag nur Beratungscheine!) als die Quellen (Brunnenstuben des Lebens) vergiftet wurden und jetzt ist die vergiftete Flut halt an der Mündung der Lebensflüsse angelangt.

Ich muss ehrlich sagen, als ich damals von Nathanson "Der stumme Schrei"  las und er, Nathanson, meinte die Euthanasie wäre die logische Folge der Abtreibung, dacht ich "Je nun jetzt übertreibt er, der Nathanson, typisch Ami!"
Ich habe mich geirrt!
(übrigens habe ich versucht einen Link zu dem Buch zu finden, aber das gibt es nicht im Buchhandel und nicht im Antiquariatsbuchhandel,  deshalb der Link zum Film).
Wahrhaftig die alte Antifaparole von dem "Schoß der immer noch fruchtbar ist" ist wahr, viel wahrer als die, die diese Parole jedem entgegenbrüllten, der wagte zu behaupten das Deutschland ein schönes Land ist.



1 Kommentar:

  1. Auch wenn man den Worten neue Namen gibt: Mord ist Mord und dafür steht das 5. Gebot: "Du sollst nicht töten".

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