Samstag, 31. März 2012

Neues und nicht ganz Neues aus der Kirche

Der cubanische Staatspräsident Raoul Castro hat, wie der Hl. Vater es wünschte, den 6.April 2012,  Karfreitag- zum Feiertag erklärt.
Noch nicht ganz klar ist, ob damit der Karfreitag schon dauerhaft als Feiertag festgelegt worden ist.

In der St.John-Kathedrale in Portsmouth ist der sechste frühere Anglikanische Bischof, Robert Mercer, 77, für das Ordinariat Our Lady of Walsingham von Weihbischof Alan Hopes , ebenfalls Konvertit aus der Anglikanischen Kirche, zum Priester geweiht worden.
Mercer, der in Zimbabwe geboren wurde, wurde erstmals 1970 bekannt, als er wegen seines Widerstandes gegen die Apardheit aus Südafrika deportiert wurde. Mehr dazu hier

Der Erzbischof von Boston, Kardinal Sean O´Malley, der mit einer Delegation den Hl. Vater bei seiner Cuba.-Reise begleitete, hat in seinem blog cardinalseansblog, seine Eindrücke beschrieben und durch zahlreiche Fotos illustriert. Die Diözese Boston hat den Bau eines neuen Priesterseminars in Cuba finanziert . Titel seines blog-Eintrages :  "With the Holy Father in Cuba" . Mehr dazu hier

Als Soforthilfe für die Christen in Syrien hat der Hl. Vater über Cor Unum 100.000 Dollar anweisen lassen.



Kreuzweg in Rebibbia

Hoch erfreut über die Initiative der Strafgefangenen in der Vollzugsanstalt Rebibbia mit Betreuern, Wärtern und Gemeindemitgliedern verschiedener Pfarreien einen Kreuzweg zu gestalten und zu beten, hat der Hl. Vater als Bischof von Rom seinen Vikar, Kardinal Agostino Vallini, mit dessen Leitung beauftragt und ihm einen persönlichen Brief an die Gefangenen mitgegeben.
Darin schreibt er  u.a. :

"Ich bin glücklich zu erfahren, daß Ihr einen Kreuzweg plant und fühle mich Euch in dieser Initiative besonders nahe, auch weil die Erinnerung an den Besuch im Gefängnis von Rebibbia in meinem Gedächntis so lebhaft sind, die Gesichter, die ich sah, die Worte, die gesprochen wurden.....
Wenn wir Jesus auf seinem Kreuzweg ein-zwei-dreimal fallen sehen, verstehen wir, daß er mit uns unser Menschsein teilte. Das Gewicht unserer Sünden hat ihn fallen gemacht- aber dreimal ist er wieder aufgestanden und hat seinen Weg zum Kalvarienberg fortgesetzt.
Und so -mit seiner Hilfe-können auch wir von unserem Fall wieder aufstehen und hoffentlich auch einem anderen, einem Bruder, helfen, sich wieder zu erheben.
Aber was gab ihm die Kraft, vorwärts zu gehen?
Es war die Gewissheit, daß der Vater mit ihm sein werde-auch wenn in seinem Herzen die Bitterkeit des Verlassenseins war.
Jesus wußte, daß der Vater ihn liebt und diese unmeßbar große Liebe und die unendliche Barmherzigkeit des Himmlischen Vaters tröstete ihn, sie waren gößer als die Gewalt und der Haß, die ihn umgaben.


"Mensajero de amor", noch einmal Mexiko

Hier das Video mit der offiziellen Hymne zum Papstbesuch in Mexiko und einigen sehr schönen Bildern

Räte und ihre Tücken

Ich wollte das ja schon immer mal schreiben und aktuelle Entscheidungen bzw Nichtentscheidungen aus dem nicht mehr ganz so glücklichen Österreich Austria (von wegen Tu felix Austria....) haben mir jetzt den letzten Schubs gegeben.
Das erste Mal, dass mir diese Räte begegnet sind, war in der Schule (nein, jetzt nicht diese Klassensprecher, die von den Lehrern ausgeguggt werden)
Ich meine einen Text von Rudi Dutschke über "Berlin als Räterepublik", der mich damals als 16 jährige Schülerin total begeistert hat.
Es war eine relativ ausgefeilte Idee von Räten der Häuser die dann wieder Delegierte in den Straßenrat und dann in den Bezirksrat u.s.w  entsenden, dazu Räte in den Schulen und Fabriken..........
Bei Tisch abends war  ich völlig am schwärmen und diskutieren...
Mein Vater, ehemaliger begeisterter Junge Unionler,, immer noch aktiv in der CDU, politisch sehr interessiert, (als Kinder konnten wir immer drohende väterlichen Donnerwetter besänftigen,wenn wir ihn was politisches gefragt haben), zunächst völlig begeistert, dass sich in seiner Familie jemand mal ernsthaft für Politik interessiert, auch wenn Dutschke nun nicht gerade sein Fall ist, lässt sich auf die Diskussion ein und schließt sie mit den Worten:
"Ist ja echt gut, was der Dutschke da ausgearbeitet hat, das Ganze hat nur einen Fehler, es funktioniert nicht, weil es von  Menschen ausgeht, die es so nicht gibt."

Freitag, 30. März 2012

Kommen die bösen Mädchen wirklich überall hin?


Vor ein paar Jahren schrieb die Autorin Ute Ehrhard das Buch „Gute Mädchen kommen  in den Himmel, böse überall hin“.
Der Buchtitel klang vielversprechend - wie eine Anweisung, in Beruf und Leben schneller nach „oben“ zu kommen.
Es enthielt zwar nur die üblichen Allgemeinplätze, entwickelte sich aber trotzdem zu einem Bestseller.
Aber viele Frauen dürften die Tipps, wie man sich selbst rücksichtslos nach oben katapultieren kann, mit Freuden angenommen haben.

Päpstliche Post für die Gefangenen

Schon  heute hat der Hl. Vater seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen. So nahm er an den letzten Exerzitien der Fastenzeit unter der
Leitung von Raniero Cantalamessa teil.


    

Und er hat den Strafgefangenen des kürzlich von ihm besuchten Gefängnisses in Rebibbia, die den Kreuzweg beten wollen, einen Brief  geschrieben.
"Dieses, liebe Freunde, ist das große Geschenk, das Christus uns mit seinem Kreuzweg gemacht hat: in dem er uns enthüllt, daß Gott die Liebe ist, unendlich und barmherzig. Und er trägt das Gewicht unserer Sünde bis zum Ende, damit wir wieder aufstehen,uns versöhnen und Frieden finden können.
Auch wir sollten daher keine Angst haben, unseren persönlichen Kreuzweg zu gehen und unser Kreuz zusammen mit Jesus zu tragen."

"Die Liebe eint"

Der Hl. Vater hat für die Menschen in Cuba den Glauben in all seiner Schönheit erstrahlen lassen-aber er wollte sie auch  mit einem ganz konkreten Hilfsangebot unterstützen. Deshalb gehörte auch  Kardinal Robert Sarah, Präsident des Pontificio Consiglio Cor Unum zu seiner vatikanischen Begleitung. Cor unum stellt dem Papst Gelder zu Verfügung, mit denen er Hilfsprojekte seiner Wahl unterstützen kann.
Kard. Sarah hat zusammen mit den cubanischen Bischöfen zwei landwirtschaftliche Projekte ausgewählt, die nun von Cor Unum finanziert werden.

Nachbereitungen

Wir haben gesehen, daß die Vorbereitungen auf den Palmsonntag in Rom auf dem guten Weg sind.
Bevor wir uns dem Osterfest widmen, ist  für uns noch Zeit für eine Nachbereitung der Südamerikareise des Hl. Vaters.
Dank der fast nahtlosen Übertragungen von CTV -und den vielen Videos  konnten wir uns alle ein Bild machen vom Verlauf der Reise, von der überschäumenden Begeisterung der Gläubigen, der Liebe der Mexikaner zu ihrem obersten Hirten, der großen Freude und der Erwartung der Cubaner an den Papst, an seine Botschaft und die liturgischen Feiern unter seiner Leitung sowie die Hoffnung auf Wegweisung .
Wir alle? Nein-die medialen Ratzingerfeinde nicht.
Während es einigen von ihnen ob der überwältigenden Akzeptanz des Hl.Vaters in beiden Ländern lediglich die Sprache verschlug , so daß sie gar nicht berichteten, rettete sich der Rest in sein seit Tag 1 des Pontifikates stereotyp wiederholtes Vor-Urteil " Chance vertan".
Zu dieser durch Dauerbenutzung völlig bedeutungslos gewordenen Phrase greifen unsere Freunde in den Medien immer, wenn es nichts- aber auch gar nichts zu bemängeln gibt.
Anläßlich der Cuba-Reise wurde sie reaktiviert, weil der Hl. Vater es versäumt hat, das Castro-Regime innerhalb der 3 Tage seines Aufenthaltes auf der Karibikinsel aus dem Amt zu jagen . Jaja- Glaube , Katholische Kirche schön und gut- aber- warum ist Raoul Castro immer noch im Amt?
So fragen sie- die galligen Damen Miosga und Slomka als weibliche Vorhut- ARD und ZDF in Giftspritzerei froh vereint und der ein oder andere schreibende Kollege folgt errötend ihren Spuren.
Aber seit wann hätten die Dauerbenutzer dieses Phrase je in der Person des Hl. Vaters eine Chance gesehen oder sich im Zweifelsfalle für die Belange der Bevölkerung Cubas interessiert ?
Ganz nebenbei bemerkt, darf  man die Enttäuschung der Carmen Miosga über den nichterfolgten Sturz des Regimes in Havanna als indirekten oder eigentlich schon direkten Aufruf zum Kreuzzug verstehen?

Vorbereitungen

Rom rüstet sich für den Palmsonntag

Donnerstag, 29. März 2012

Pastorale Räume und die Gemeindetheologie

It isn't that they can't see the solution. It is that they can't see the problem. (Chesterton)
Mittlerweile kommen sie überall, die pastoralen Räume, die  Superseelsorgeeinheiten, kurz der ultimative Aufbruch hin zu neuen und deshalb selbstverständlich besseren  Ufern.
Mir fällt da immer wieder der alte Kalauer ein der da lautet
"Gestern standen wir am Rande des Abgrundes, heute haben wir den entscheidenden Schritt vorwärts gemacht"
Schon schizophren das Ganze.
Da heißt es einerseits seit Jahrzehnten: "Die Gemeinde", "die Gemeinde ist alles, der Priester ist dagegen nix"
Kirche bedeutet, in der modernen Logik,  in erster Linie Gemeinde vor Ort, die sich versammelt und aus deren Mitte alles Mögliche kommen soll, und auch angeblich kommt, nur scheinbar  keine Priester, aber auch das ist ein anderes Thema.
Nun, aktuell interessiert die Gemeinde, die Pfarrei keinen mehr, alles wird aufgelöst umgewandelt,
Plötzlich lautet das Gebot der Stunde Leitungsteam und alles wechselnd, Mobilität und Auflösung.
Selbst dem eingefleischtesten progressiven Priester dämmert langsam, dass da was schief läuft!
Offensichtlich führt die jahrzehntelange Betonung der Gemeinde (die de facto,  so schon lange nicht mehr existiert), in einem dialektischen Prozess dazu, das sie sich selber negiert.
Nur wie alle dialektischen Prozesse der letzen 200 Jahre kommt mir das doch sehr von "oben" aufoktroyiert vor.

Tweet zum Tage

Aufeinander achten, bedeutet auch das Gute, zu erkennen, das der Herr in den anderen wirkt.

Bentornato Santita ! Zurück in Rom



bentornato = herzlich willkommen zu Hause

Die Cubaner? Von der Schönheit erobert.

Der Hl. Vater ist am Morgen wieder in Rom eingetroffen.

Da bietet sich ein Vergleich an: wie haben kleine Gemeinden in Cuba auf den Besuch des Papstes reagiert und wie war das in Freiburg?
Dazu gibt uns Msgr.Pierluigi Manenti, Missionar in San Antonio del Sur ,  Auskunft. Er beschreibt seine Eindrücke so:

Cuba? Von der Schönheit erobert.
Msgr. Pierluigi Manenti ist Pfarrer einer kleinen Stadt in der Provinz Guantanamo. Für den 26. März ist die Hl. Messe mit dem Papst in Santiago geplant.
In Antonio -sagt Don Pierluigi- waren wir 530 , die teilnehmen wollten, aus der Provinz Guantanamo kamen noch 110 Personen dazu, die alle mit Lastwagen und Bussen nach Santiago aufbrachen.
" Wir sind um 2:00 morgens am 26. losgefahren und waren am nächsten Tag um 5:00 früh zurück. Zuerst hatten die staatlichen Autoritäten versucht, die Pilger zu entmutigen. Sie sagten: wer wegen des Pasptbesuches nicht zur Arbeit erscheint, bekommt Probleme.
Aber dann -einen Tag vor der geplanten Fahrt-plötzlich die Kehrtwende, da haben sie dann alle ermutigt teilzunehmen.
Nun wollten alle mitkommen- seien sie Gemeindemitglieder oder nicht, seien sie in der Kirche oder nicht.
Wegen der physischen Strapazen haben wir nur die Kinder und Alten ausgeschlossen."

Hasta siempre Cuba

Der Hl. Vater hat Cuba verlassen, das ihm zumindest was den Regen angeht sozusagen seine Abschiedstränen hinterherschickte.
Während der Hl. Messe in Havanna hat der Hl. Vater dem persönlich anwesenden Kardinal O´Malley, Erzbischof von Boston , für die Spende gedankt, die den Neubau des Priesterseminares Santi Carlo e Ambrogio bei Havanna ermöglichte.
Diese Großzügigkeit verdient auch deshalb besonfere Aufmerksamkeit, weil Kard. O´Malley für die Emtschädigungszahlungen an die Opfer pädophiler Priester in seiner Diözese das Geld nicht irgendwelchen Fonds für Evangelisierung oder Armenhilfe entnommen sondern seine bischöfliche Residenz verkauft hat und seitdem im Priesterseminar wohnt.
Kapuzzinerpater O´Malley ist einer der dem Hl. Vater am nächsten stehenden Purpurträger, den er zuletzt auch mit der Apostolischen Visitation in Irland beauftragt hatte.

Hier das Video von der Abreise des Hl. Vaters:

Mittwoch, 28. März 2012

Libertad!

Ohne Worte

Unser Mann in Havanna und der Maximo Lider

Obwohl er krank und gebrechlich ist, hat der Exrevolutionsführer Fidel Castro um die Begegnung mit dem Hl. Vater gebeten und sich auf den Weg in die Nuntiatur gemacht.Vor dem Treffen sagte er, er wolle für die Seligsprechung von JP II und Mutter Theresa danken.
Im Gespräch am Kaffeetisch ging es auch um das Alter und seine Beschwernisse, es wurde aber auch darüber gescherzt. Castro ist cirka 3/4 Jahr älter als der Hl. Vater. Der sagte: "Ich bin zwar alt, aber meine Pflicht kann ich noch erfüllen."
Frage Fidel C. : " Was macht ein Papst?"  Antwort Hl. Vater." Er dient der Kirche."  

Freude

Lt. eines Bild-Artikels sagte die Tochter von Fidel Castro im Vorfeld des Treffens zwischen Papst Benedikt und Fidel Castro:
"er entdecke zum Ende seines Lebens den Glauben wieder."
Wenn das nicht ein Grund zur Freude ist!
Offensichtlich ist aber genau das der Grund für das Schweigen der deutschen Medien. Während von Australien bis Amerika sämtliche Medien als TopNews über den Papstbesuch berichten, schweigt sich die deutsche Journaille aus. Man muss schon sehr suchen, um in SZ oder SPON den einen oder anderen Artikel zu finden.
Offensichtlich hat der Papst alles richtig gemacht. Wie er ja immer alles richtig macht.

Unser Mann in Havanna , Aktuelles

Die Begegnung des Hl. Vaters mit dem 85 jährigen Ex-Revolutionsführer Fidel Castro hat nach Angaben von Vatican Insider in der Nuntiatur stattgefunden und 30 Minuten gedauert.
copyright raffaella

Heute auf dem Weg von seiner Unterkunft zur Plaza de la Revolucion wurde dieses Bild vom Papamobil gemacht, das wie ein Schiff im Meer der Menschenmenge zu schwimmen scheint:, das Schiff Petri









copyright Il Foglio
                                  



Hier ein Ausschnitt aus der Predigt, die Papst Benedikt heute morgen während der Hl. Messe in Havanna hielt

Tango Catolico

Bevor gleich in Havanna die Hl. Messe auf der Plaza de la Revolucion (!) beginnt, hier noch eine musikalische hommage an die tapferen Cubaner , die zu ihrem Glauben stehen:  der tango catolico


gestern hat der Hl. Vater die Ordensschwester getroffen ,die seit 20 Jahren für ihn betet und die ihn mit einem Blumenkranz begrüßte.

Lichter für die Freiheit, Fortsetzung...

Die Exilkubaner haben wie geplant ihr Feuerwerk an der Grenze  zu den kubanischen Hoheitsgewässern zu Ehren des Hl. Vater abgebrannt ( leider gibt es noch keiner Bilder- die folgen, sobald verfügbar). Die Junta reagierte nervös, bezeichnete die Aktion als Provokation und sperrte die Strandpromenade, an der sich eigentlich die Dissidenten mit Fackeln und Kerzen treffen wollten-wg. angeblicher Überflutungsgefahr. Sicherheitskräfte in Zivil hinderten viele Einwohner Havannas daran, an den Strand zu gelangen. Bereits seit Freitag sind die Telephone vieler Dissidenten blockiert, wohl mit dem Ziel, daß sich diese nicht gegenseitig über die Verhaftungen und die geplante Aktion der Exilcubaner-Flottille informieren konnten. Die Schiffe sind aber immer doch da- weil die wackeren Seefahrer per Videoübertragung an der Hl. Messe die aussagekräftigerweise auf der Plaza de la Revolucion gefeiert wird, teilnehmen wollen.

Unser Mann in Havanna

Heute trifft sich der Heilige Vater auf dessen Wunsch mit Fidel Castro. Das kündigte der ehemalige Revolutionsführer sowohl auf seinem blog als auch auf der offiziellen homepage Cubas mit den Worten "lo incontrero" -ich werde ihn treffen- an.
Bei seinem gestrigen Höflichkeitsbesuch bei Bruder Raoul, der übrigens-  auch nach Aussagen Pater F. Lombardis-außergewöhnlich lange dauerte, hat Papst Benedikt u.a.  darum gebeten, den Karfreitag wieder als kirchlichen Feiertag zuzulassen, eine Liste mit den Namen der zu Unrecht Inhaftierten übergeben und gesagt:" Ich bete für die Freiheit Cubas", ebenso hat er die Lage der Dissidenten, besonders  noch einmal die, der aus weltanschaulichen Gründen Gefangenen, angesprochen.
Der Hl. Vater überreichte seinem Gastgeber als Gastgeschenk ein Faksimile des im 16. Jahrhundert erschienenen Buches "Die Geographie des Ptolemäus" aus der Vatikanischen Bibliothek, in dem auf einer 1530 gezeichneten Weltkarte auch der amerikanische Kontinent und die Insel Cuba zu sehen sind.

vor 50 Jahren

Nach Aussagen seines damaligen Privatsekretärs Msgr.Capovilla hat Papst Johannes XXIII Fidel Castro 1962 ( wie seit damals die Medien nicht müde werden, immer wieder zu behaupten) nicht exkommuniziert. Der hatte 1962 Cuba zu einem atheistischen Staat erklärt.Auch in den inzwischen vollständig editierten Tagebüchern des damaligen Pontifex, in denen er jeweils sein Tagesgeschehen festhielt, findet sich nicht der kleinste Hinweis auf eine Exkommunikation des Maximo Lider.

Eventgottesdienste und ihre Hintergründe oder mit Esoterik gegen Trient

Am Sonntag fragte ich mich, ob heute nicht  der Tag der seltsamen Gottesdienste sei.
http://beiboot-petri.blogspot.de/2012/03/war-heute-der-tag-der-seltsamen.html.
Nachdem  der Crashkurs im Handlinienlesen (hier ist meine Herzlinie, sehen Sie! und da oben die Kopflinie....), der als Teil der Predigt erfolgte, mir  keine Ruhe gelassen hatte, machte ich mich auf die Strümpfe und habe einfach gefragt!
Die Antwort bestärkt mich in meiner alten These, dass wir dringender als den Dialog mit Hinz und Kunz, exotischen oder nicht so exotischen anderen Religionen beginnen, forcieren und als das Gebot der Stunde verkaufen,  erst mal lernen sollten, miteinander zu reden.
Zunächst  dachte ich mir "Frau sei nicht so negativ, vielleicht war das eine spontane Idee des Priesters! Gugg deine eigenen spontanen Ideen an, die sind auch oft schwer daneben!"
Ich wandere also ins Pfarrhaus, treffe Hochwürden auch an und frage.
"Ja" sagt Hochwürden "ich wollte keine Werbung fürs Handlesen machen, habe sogar woanders davor gewarnt und den Kindern gesagt das sei Humbug"
Naja, es war mir noch nicht klar, dass alle Kommunionkinder unserer Stadt mittels morphogenetischer Felder sozusagen alle an dem partizipieren, was andere irgendwo gesagt kriegen.
Also auf jeden Fall meinte er (man höre und staune und verwundere sich), er wolle, dass die Kinder ehrfürchtiger zur Handkommunion gingen und nicht die Hände vorstrecken sollen wie in der Schlange bei Mac Donalds.
Und dann kam der Satz der dem armen Priester wahrscheinlich die Versetzung nach Sibirien einbringen wird.
"Wissen Sie bei der Mundkommunion ist klar, das ist was Besonderes, was man da empfängt!"

Dienstag, 27. März 2012

Aktuelles aus Cuba

Kein Wunder beim ZDF

Die Phase der unvoreingenommenen, fairen Berichterstattung über die Papstreise war dann doch nur von sehr kurzer Dauer. Heute war sie schon wieder zuende.
ZDF-Frontblondine Slomka berichtete -schmollend, soweit das Botox das denn zuließ- der Hl. Vater habe Raoul Castro keinen klaren Tadel erteilt und das Regime auf der Insel immer noch nicht gestürzt, obwohl er doch schon seit gestern dort weilt.
Ein passend enttäuschter "Vorzeigedissident" ließ sich auch gleich aus der ZDF-Requisite zaubern und fertig war das Urteil: Daumen nach unten!
Daß diese Dame den Unterschied zwischen einem Politiker und einem Nachfolger Petri nicht kennt- ist dann aber doch bedenklich und stützt eigentlich die These von den zweifelhaften Hirntodkriterien.
Auch andere Organe des linken Meinungsspektrum tun sich sehr schwer mit dem herzlichen Empfang, den jetzt auch die kubanische Bevölkerung dem Pontifex bereitet.
Sie schwanken zwischen ebenso verzweifelten wie durchsichtigen ( und durch Augenschein ad hoc widerlegbaren) Manipulationen der Menschenmengen am Straßenrand und bei den Messen , einem angestrengten Wegschauen und Verschwörungstheorien, die diesen Namen nicht wirklich verdienen.

Lichter für die Freiheit

Auch die Exilcubaner wollen den Hl. Vater in Havanna willkommen heißen. 
Sie sind mit 7 Schiffen von KeyWest /Florida aufgebrochen und wollen bis an die Grenze der kubanischen Hoheitsgewässer vor Havanna fahren, um dort heute abend um 19:00 Ortszeit  ein Feuerwerk in den vatikanischen Farben gelb und weiß zu Ehren des Papstes abzubrennen und mit diesem pyrotechnischen Spektakel gleichzeitig gegen die Repression auf Cuba zu protestieren..
Gleichgesinnte  und Dissidenten auf der Insel wollen sich- wenn die Behörden und Sicherheitskräfte  das zulassen- als Antwort darauf am Ufer mit Fackeln und Kerzen einfinden- zu einem Fest des Lichts und einer symbolischen Umarmung.
Die Flottille aus Florida geht dort  über Nacht vor Anker und die Teilnehmer dieser besonderen Kreuzfahrt werden dann morgen via Übertragung auf einer Großbildleinwand, die auf einem der Schiffe montiert ist, an der Papstmesse in Havanna teilnehmen.
Anschließend wollen sie ihren Landsleuten einen Lichtgruß schicken: das mit großen Spiegeln eingefangene Sonnenlicht und Hunderte von Blumen ins Wasser werfen- zum Gedenken an die boatpeople, die bei ihrem Versuch mit einem Boot von Cuba in die USA zu fliehen, ums Leben kamen.

Hirnlos in Deutschland- keine Hirnströme nirgends

Auch wir haben in letzter Zeit über den Hirntod geschrieben und diskutiert.
Ist der Hirntod mit dem Leben vereinbar- eine schwer zu beantwortende Frage. Nun kommt uns von unerwarteter Seite ein einfacher Test zu Hilfe.
Wolfgang Paulus, Tagespostmitarbeiter , der sich selbst bescheiden " ungelenker Philosophieamateur " nennt, zeigt uns in seiner Glosse "Hirnlos, kopflos,zweifellos" den Weg.
Er schreibt: " Wie kommt man darauf, daß Hirntote nicht mehr leben?
Ein Blick ins Fernsehprogramm zeigt doch: da tummeln sich viele Menschen ohne jegliche Hirnaktivität und bekommen für ihre hirnlosen Shows auch noch Applaus vom Publikum. Über die Hirnleistung der Zuschauer  ist nichts bekannt. Aber man muß davon ausgehen, daß sich auch da kaum Hirnströme messen lassen."
Und als Beweis, daß auch ohne jedes Aktivitätszeichen, ohne jeden meßbaren Hirnstrom noch munter weiter gelebt werden kann, dient ihm Heiner Geißler.
Er fährt fort:
"Schwer zu sagen, warum uns in diesem Zusammenhang ausgerechnet Heiner Geißler einfällt. Vielleicht liegt es daran, daß auch seine immer wieder vorgetragene Kirchenkritik wie ein Argument gegen das Hirntod-Kriterium wirkt" . Und angesichts des Geißler-Ausfluges in die Publizistik , Geißler ereiferte sich in "Cicero online" erneut über die politische Bedeutungslosigkeit der katholischen Kirche und behauptete:
"Die tiefe Ursache für den Bedeutungsverlust liegt in der Rückständigkeit des Vatikan" Alles könnte so einfach sein- "die Kirche müsse lediglich ihre Ethik und ihre Dogmatik aufgeben-und schon wäre sie gegenwartstauglich.  Das kapieren die Jungs im Vatikan nicht- Heiner Geißler aber schon"- trotz O-Linien EEG. Und das ist - wir sagen das ganz neidlos- ein reife Leistung.
W.Paulus fährt fort: "Während die Kirche glaubt, daß es eine Wahrheit über Gott und den Menschen gibt, glaubt Geißler an die Mehrheit. Aber wir schweifen ab. Wie kamen wir doch gleich noch auf Geißler? Ach ja, wir sinnierten über Hirnaktivitäten. Kein Zweifel: Das Hirntodkriterium muß überdacht werden."
Ja- dem stimmen wir vollinhaltlich zu.
http://www.die-tagespost.de/politik/Glosse-Hirnlos-kopflos-zweifellos;art315,132801
und zur Tagespost Homepage geht´s hier:    http://www.die-tagespost.de/

Jubel, nichts als Jubel

Zehntausende jubeln Papst Benedikt während seiner Fahrt vom Flughafen ins Centrum von Santiago de Cuba zu



.... und sehr gekauft oder bestellt sehen diese Menschen auch nicht aus.
Die Seattle Post berichtet in ihrer Online Ausgabe:
"Roman Catholic youth held a prayer vigil Sunday night to celebrate the pontiff's arrival, and workers buzzed about Revolution Square putting final touches on the stage, testing power cables and setting out chairs under the direction of priests. Some people hung welcome posters for the pope in their windows.

"As a Santiagan, I am very proud to be able to receive him with joy," said 35-year-old Luzmilka Barza. Although she described herself as only "a little bit Catholic," she said that "it will be something that moves us all for a person such as him to visit."




Wir wollen dabei gar nicht an den eiskalten Empfang in Berlin denken, wo Polizisten am Straßenrand standen, um die Menschen, die dem Papst zujubeln wollten, abzudrängen.
Wo nirgendwo Willkommensposter hingen und keine Fahnen oder Spruchbänder mit ins Stadion genommen werden durften.
Berlin war wirklich peinlich. Sie könnten von den Kubanern lernen, aber das schlimme ist, die werden sich diese Bilder aus Kuba nicht mal ansehen.

Weil er es uns wert ist

Matthias Matussek hat einen wunderbaren Gastkommentar bei kath.net verfasst.
Über seine vielen Begegnungen der dritten Art mit diversen (auch katholischen) Medien.
Unter anderem wurde er dort als "Krawallkatholik" bezeichnet.
Willkommen im Club!

Das Bild des Tages


Bruder Raul

© Screenshot aus dem Video der Heiligen Messe in Santiago de Cuba
von Vatican.va
Nach der heiligen Messe in Santiago de Cuba betritt der kubanische Präsident Raoul Castro die Altarbühne, um sich bei Papst Benedikt zu bedanken. Er verbeugt sich dreimal, ergreift beide Hände des Papstes. Eigentlich war sein Besuch der Messe gar nicht vorgesehen.
Sogar der Spiegel berichtet heute positiv darüber.

Wunder gibt es immer wieder.....

Ob während des Cuba-Besuches des Hl. Vaters noch Zeichen und Wunder geschehen, wissen wir nicht- manches wird sich auch erst später manifestieren. Man wird sehen.
Ein kleines jedenfalls hat sich schon in den Redaktionen des ZDF zugetragen- gestern las und hörte man nur noch Positives über die Lateinamerikareise des Hl. Vaters. Da wurde sogar  im Teletext ausführlich über die außerprotokollarische Begegnung des sichtlich erfreuten Papstes mit den Mariachis, die ihm ein mitreißendes Ständchen brachten  und den Tausenden die vor dem Collegio Miraflores unermüdlich ihrer Begeisterung  freien Lauf ließen, berichtet.
So glücklich lief es allerdings nicht in allen Redaktionsstuben- die armen Seelen vom Spiegel bspw. machten sich große Sorgen um die an den Straßenrand beorderten Papstzujubler.
Wenn man davon ausgeht, daß sie keinen  Undercovermitarbeiter in der Junta  haben und wie sicher sie im Vorfeld schon waren, diese Menschen seien bestellt und bezahlt ,  könnte man zu  dem Schluß kommen: in Wirklichkeit war der Spiegel ihr Auftrag-  und Geldgeber.
Über die Gründe für ein so selbstloses Handeln darf spekuliert werden. Vielleicht werden an ihnen gerade die Medikamente getestet, die für das Human- Engineering zur Verbesserung von Empathie und Mitleid erdacht wurden. 

400 Jahre Virgen de la Caridad de Cobre

Mit cirka 250.000 Cubanern ( unter denen unerwarteterweise auch Raoul Castro  war) hat der Hl. Vater zum 400. Jahrestag der Virgen de la Caridad de Cobre auf der Plaza Antonio Maceo in Santiago de Cuba die Hl. Messe gefeiert. Im Anschluß übergab er der Hl. Jungfrau von Cobre  eine goldene Rose.


Montag, 26. März 2012

Cuba- eine historische Aufnahme ?

Der Hl. Vater ist in Cuba gelandet. Schon weil dieses Video später wohl eine historische Aufnahme werden wird- wo man Soldaten wie aus der Frühzeit der russischen Revolution sehen und militärische Vorgesetzte schnarren hören kann. Leider (?) hier nur in einem kleinen Ausschnitt. Absolutes Kontrastprogramm zu  Mexiko und ein absoluter Gegenpol zum Breschnew-Ton von Raoul Castro auch die Begrüßungsrede des Hl. Vaters.

Adios Mexico



Diese so gnadenreiche  Mexikoreise ist heute zuende gegangen- der Hl. Vater ist nach Santiago di Cuba aufgebrochen. Hier das Video:

ach ja und liebe ZDF-ler,  Praktikanten und Altgediente, hier noch einmal extra für Euch: nach Angaben des zuständigen Gouverneurs  haben 3,4 Millionen Menschen an den Ereignissen des Papstbesuches in Mexiko teilgenommen.

Benedito hermano ya eres mexicano

Gestern abend, nach der Vesper, gab es einen festlichen Salut der Mariachis für den Hl. Vater. Nach dem musikalischen Gruß präsentierte sich Papst Benedikt mit Sombrero und sichtlich von der Welle der Begeisterung mitgerissen, der vor dem Collegio Miraflores wartenden Menge. Er sagte: " meinen herzlichsten Dank für Euren Enthusiasmus. Ich bin sehr  glücklich bei Euch zu sein. Auf keiner meiner zahlreichen Reisen bin ich mit einer solchen Begeisterung empfangen worden. Die Eindrücke dieser Tage werde ich immer im Herzen tragen, Mexiko bleibt immer in  meinem Herzen.Schon seit Jahren bete ich täglich für Mexiko- ab jetzt werde ich das noch viel mehr tun.
Jetzt kann ich verstehen, warum Papst JP II sagte: Ich bin ein mexikanischer Papst."
Und dann übertönten Emotionen und Jubel der Menge die Mariachimusik. Der Hl. Vater ist schon ein mexikanischer Papst.



und auch wenn die Qualität nicht so gut sit- es lohnt sich dieses Video von den Mariachis und ihrem Ständchen anzusehen

 


Krokodile und ihre Tränen

allen Krokodilen auf  zwei Beinen gewidmet, besonders denen bei Presse, Funk & Fernsehen tätigen. Genannt seien da  stellvertetend für viele ZEIT, Spiegel, SZ, ZDF nebst Linksaußenanhängseln

Krokodile und ihre Tränen

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©von Lilyu (Eigenes Werk) [Public domain], 
via Wikimedia Commons

Hier soll es jetzt einmal nicht um das kleine Krokodil gehen, das dem Papst schon nach Cuba vorausgereist ist sondern um die Vertreter dieser Echsengattung auf zwei Beinen mit deutlichem Hang zum Tränenvergießen.
Eines muß man unseren linken Sozialismusgläubigen aller Schattierungen und den Kommunistenverstehern ja zugestehen: sie sind unermüdlich.
Auch auf verlorenem Posten- wie jetzt angesichts der schier überbordenden Begeisterung der Mexikaner für ihren "Bruder" Papst -geben sie nicht auf.
In ihrer aktuellen Antipapstkampflage, die man wohl zu Recht als verzweifelt bezeichnen kann, versuchen sie nun etwas, was unseren ungeteilten Respekt und unsere Bewunderung verdient.: die Quadratur des Kreises !
Oder auch den Parforceritt auf der Rasierklinge. Wie das?
Nach Agenturmeldungen wurden jetzt im unmittelbaren Vorfeld des Papstbesuches in Cuba Bettler von Havannas Straßen "entfernt" und in Lager (?) verbracht und Dissidenten verhaftet- allerdings großenteils inzwischen wieder freigelassen. Glasklare Menschenrechtsverletzungen.
Und nun  wird´s schwierig. Menschenrechstverletzungen im Gelobten Sozialistenland? Was also tun?

Die Mexikoreise aus einer anderen Perspektive

Es ist sicher erhellend, zu lesen, was ein nicht von den üblichen antirömischen Reflexen, und nicht von anhaltenden persönlichen Antipathien und erbittert verteidigten , blindmachenden Vorurteilen gegen die Person des Hl. Vaters ( die geradezu das unwandelbare Markenzeichen so mancher Redakteure und Medienschaffenden im deutschsprachigen Raum sind)  sehunfähig gemachter italienischer Journalist und profunder Kenner der Materie über die Mexikoreise des Hl. Vaters  zu sagen hat. Besonders im Hinblick auf die erneut zu einer Allzweckwaffe instrumentalisierten Mißbrauchsfälle-  auch da hat sich u.a. , wundert das noch jemanden ?- erneut das ZDF besonders hervorgetan.


Speziell zu Pater Maciel schreibt Andrea Tornielli ( Herausgeber von "La Stampa" und ausgewiesener Vaticanista) :
"Die causa Maciel ist eine zugleich traurige und schreckliche Angelegenheit, weil diesem Mann auch Deckung von hoher Stelle zuteil wurde, die es ihm erlaubte praktisch bis zum Ende seiner Tage schwere Verbrechen, Übergriffe und Mißbrauch zu begehen. "
Man lese über den Kampf des damaligen Präfekten der Glaubenskongregation Ratzinger für eine Verurteilung des Gründers der Legionäre Christi nach, die erst gelang, als er die Verfahren ganz in seinen Kompetenzbereich verlagerte - und ich gehe mal davon aus, daß selbst ZDF-Redakteure des Lesens mächtig sind.

ZDF- Leaks die Dritte

Ein bißchen besser war sie ja zwischenzeitlich geworden die ZDF-Berichterstattung zur apostolischen Reise des Hl. Vaters nach Mexiko und Cuba.
Heute hat man sich damit begnügt,die Zahl der Gläubigen,die an der Messe teilnahmen,von 500000  auf 350000 herabzusetzen, das ist doch schon ein Fortschritt! 
Aber zu mehr Fortschritt reichte es dann leider doch nicht und es schlichen sich wieder die alten Gilfbeimischungen ein.
Naja,  das Mißbrauchsthema mußte dann schon noch plakativ zwischen die  suggestiven Bilder gerammt werden- soviel Harmonie zwischen dem Pontifex und den Mexikanischen Gläubigen war dann den Nachrichtenmachern doch zu viel.
Und damit die Freude über diesen außerordentlich gelungenen Anfang der Südamerikareise nicht allzu üppig ins Kraut schießt , hat man im Teletext mit der aparten Meldung " keine Vorfreude auf den Papstbesuch in Cuba "  schon mal hoffnungsvoll den Hut in den Ring geworfen.
Motto: wollen wir doch mal sehen, ob nicht wenigsten die Atheisten auf der Karibikinsel Desinteresse demonstrieren und dann -mittlerweile fällt es ob der langweiligen Wiederholungen schwer , den immer drängender werdenden Gähnimpuls zu unterdrücken- wurde noch das ultimative Verdikt ausgegraben, das alle unter der Leitung von Charly vereinigten Mitarbeiter immer einsetzen, wenn ihnen gar nichts mehr einfällt, es nichts zu kritisieren gibt: der Satz  " aber Papst Johannes Paul II......."  auch wenn der zu Lebzeiten nicht in diesem Teil Mexikos war- war sein ( phantasierter ) Besuch besser, erfolgreicher,länger, höher, größer.
Allerdings wollen wir nicht vergessen, daß der selige Amtsvorgänger ihnen erst seit seinem Ableben so ans trügerische Herz gewachsen ist.

In Aktion fotografiert:
"Unser Charly", der "Chef vom Dienst" der 
Kirchenredaktion des ZDF

Sonntag, 25. März 2012

Hl. Messe im Parce Bicentenario

War heute der Tag der seltsamen Gottesdienste, oder tanzten nur die Mäuse, weil die Katze in Mexiko ist?

Man ist in deutschen Landen ja mittlerweile schon sehr bescheiden geworden, was die rechte liturgischen Gestaltung des Gottesdienstes angeht und schon froh, wenn wenigstens der Priester  predigt und nicht die Putzfrau, und als Lesung aus der Schrift gelesen wird und nicht aus Winnie Puh und wenn die Wandlungsworte von der Stricksucht am Hochgebet verschont werden.
Ehrenhalber und anerkennend muss auch gesagt werden, das seit der Wahl Kardinal Ratzingers zum Papst vieles besser geworden ist.
Aber wie sagt das Sprichwort. "wenn die Katze aus dem Haus ist, dann tanzen die Mäuse"

Helicopter & Sombrero

Den Weg vom Collegio Miraflores .zum Parce Bicentenario legte der Hl. Vater mit dem Hubschrauber zurück, dabei umflog er auch den
Cubiletehügel mit der Statue des Cristo Rey- der dort auf dem Mahnmal zu Ehren der für ihren Glauben getöteten Christeros steht




Den letzten Teil des Weges zum Altar , wo 500000  Gläubige auf ihn warteten, wurde dem Hl. Vater ein Sombrero ins Papamobil gereicht, den er zur Freude der Menge sogleich aufsetzte.
copyright La Repubblica

Schlüsselübergabe

Die Schlüssel der Stadt für den, der die Schlüssel Petri in treuen Händen verwaltet

Die Kinder sind die Freude Gottes

Nach dem offiziellen Teil mit den Notablen von Staat und Stadt wandte sich der Hl. Vater an die jubelnde Menge :
Ich bin  gekommen, damit ihr meine Liebe spürt.
Wenn wir Gottes Liebe unsere Herzen verändern lassen, können wir die Welt verändern. Das ist das Geheimnis eines authentischen Glückes.

Zu den Kindern sagte er:
Die Kinder sind die Freude Gottes.
Meine kleinen Freunde, ihr sei nicht allein. Zählt auf die Hilfe Christi und seiner Kirche.



Wenn man dann dieses Video anschaut- das einen guten Eindruck von der Atmosphäre vermittelt- ein Gefühl des Glückes- mag man nicht an die Verbissenheit, Krittelei und Unfähigkeit -nicht zu trauern aber zu lieben- beim Besuch des Hl. Vaters in D denken.
Bitte sich nicht an der kurzen Werbung am Anfang zu stören.

Mexico siempre fidel

durch ein immer enger werdendes Spalier unzähliger Jubelnden - die "Mexico siemper fidel"  Mexiko bleibt immer treu skandierten, fuhr der Hl. Vater zunächst in die Casa del Conde Rui in Guanajuato, wo er vom Staatpräsidenten Felipe Calderon und den Notablen des Staates  und der Stadt  empfangen wurde.
Der Bürgermeister von Guanajuato überreichte die Schlüssel der Stadt , es wurden Geschenke ausgetauscht , anschließend betrat der Hl. Vater den Balkon um zu den im Hof versammelten Kindern zu sprechen, die die Zeit von der Ankunft des päpstlichen Konvois und des Empfanges durch unermüdliche Gesänge füllte, die sich mit Darbietungen des eigens gegründeten Jugendorchesters abwechselten- wobei sogar die Beethovensche Egmont-Ouvertüre einen schmissigen Touch bekam, der die unbändige Freude besonders gut ausdrückte. 


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Samstag, 24. März 2012

Aktuelles

aus Mexiko hört man, daß in Guanajuato, wo der Hl. Vater den Staatspräsidenten Felipe Calderon und anschließend 3000 Kinder treffen wird, bereits die ganze Stadt auf den Beinen ist, während aus allen Teilen des Landes schon die Menschen zusammenströmen , die im Parce Bicentinario an der morgigen Hl. Messe teilnehmen wollen.
Die Wechselwirkurng des Empfanges auf das Agieren des Papstes auf dem Flugfeld hat nicht nur außenstehende Beobachter erstaunt sondern auch die päpstliche Entourage, die statt eines nach 14-stündigem Flug ermatteten Pontifex einen energiegeladenen sahen, der nicht müde wurde die Menschen, die zu seinem Willkommen erschienen waren, zu begrüßen und  jedem einzelnen Kind die Hand zu schütteln und einige Worte  zu sagen.


CTV u.a. übertragen ab 01:00  Uhr die Ereignisse des heutigen Nachmittags

jetzt noch mal zum ganz genauen Hinsehen

für alle Praktikanten und Redakteure, die vielleicht an Dyskalkulie leiden oder aus sonstigen Gründen die Zahl der Menschen auf dem Flugfeld und an den Straßen von Leon kleinschreiben müssen, ein Video von der Fahrt des Papamobils. Bitte genau hinsehen liebe Praktikanten- da kann man was lernen!
Vielleicht lindert es doch auch etwas die Angst des Spon-Redakteurs, der Hl. Vater reise nur nach Kuba, um dort mit den Castro-Brüdern fotografiert  zu werden ( der Preis für die originellste Schnaps-Idee gebührt diesem Hirnprodukt zweifellos ).

Aber alle anderen, die sich mit dem Hl. VAter freuen, dürfen das Video natürlich auch ansehen und genießen.

ZDF-Leaks, die Zweite:


„Beam me up Scotty“

Während selbst die Deutschen Printmedien diesmal fast keine Haare in der Suppe gefunden haben und einhellig von begeisterten Hunderttausenden berichten, die den Papst bei seiner Ankunft in Mexiko empfangen haben, berichtete das ZDF heute früh von „Zehntausenden“.
Gut dass es auch beim ZDF „Leaks“ gibt, die auf die eine oder andere Sensation schließen lassen.

Bendito hermano ya eres mexicano....

Vaticanista S.Izzo berichtet von einer Geste des Hl. Vaters, mit der er, ohne es zu beabsichtigen, Mexiko erobert habe.
Als er nach der langen Reise, der Begrüßungszeremonie und der 35 km langen Fahrt durch die jubelnden Massen in Leon am  Collegio Miraflores , das einer Kongregation Missionierender Schwestern gehört und in dem er während seines Aufenthaltes wohnt, ankam, wartete dort eine Gruppe behinderte Jugendliche auf ihn.
Er umarmte und küßte jeden von ihnen ( wie Izzo betont auch einen durch einen Unfall Entstellten) und nahm sich die Zeit, jedem Trost und Ermutigung zuzusprechen.
Quelle: Salvatore Izzo (AGI)

"Bendito hermano ya eres mexicano"

Pater Federico Lombardi spricht von 600.000-700.000 Menschen, die dem Hl. Vater -zu dessen sichtbaren Freude- heute Nacht am Flughafen von Leon ( 16:20 Ortszeit)  und entlang der Straßen einen begeisterten Empfang bereiteten. Auf dem Rollfeld des Flughafens trug die Mariachi-Musik das ihre zur fröhlichen- fast ausgelassenen Stimmung bei.
foto: copyright yucatan.com.mx
Unter " Bendito hermano ya eres mexicano" Rufen ( Benedikt, Bruder, du bist schon Mexikaner) die unablässig das Geschehen begleiteten, erklärte der Hl. Vater in seiner Begrüßungsansprache, er sei als "Pilger der Hoffnung" gekommen.
Die Hoffnung des Glaubenden sei es, die auch wenig erfreuliche aktuelle Zustände und Vorkommnisse, die unabänderlich und unüberwindbar erschienen, ändern könne.
"Ja die Hoffnung" fuhr er wörtlich fort " kann die konkrete Existenz jedes Mannes, jeder Frau auf reale Weise verändern. Dieses Land, dieser Kontinent sind gerufen, die Hoffnung auf Gott als tiefe Überzeugung zu leben, sie in eine Haltung des Herzens zu verwandeln , in einen konkreten Impuls und gemeinsam in Hoffnung und Glaube in eine bessere Welt aufzubrechen.

Quelle: korazym.org.mx

Mexiko

Die Begrüßungszeremonie in Leon, unkommentiert und unübersetzt

angekommen

Nach rund 14 Stunden Flug landete der Hl. Vater pünktlich auf dem Flughafen von Leon

Freitag, 23. März 2012

Peinliche Panne beim ZDF:


Teile der Heute-Show versehentlich am Nachmittag gesendet.

Das passiert, wenn man die Praktikanten ranlässt:
Wie wir aus einer zuverlässigen Quelle erfahren konnten, ist ein Film, der eigentlich heute in der Satire-Sendung „heute-show“ gezeigt werden sollte, versehentlich als Tatsachenbericht ins Nachmittagsprogramm "heute in Europa" gerutscht.
Der Moderator Andreas Klinner bemerkte von der Sache nichts, da er seinen Text ja vom Teleprompter abliest, und ihm deshalb das falsche Video gar nicht aufgefallen ist.
Hintergrund der Sache ist ein Fall von „ZDF-Leaks“. Eigentlich sollte der Plan, dass das ZDF in Eigenregie einen familientauglichen Vatikanthriller drehen will erst heute abend zu später Stunde in der "heute-show" verkündet werden. Der Film war als Überraschung für Weihnachten gedacht.
Das Konzept, so sickerte durch, solle in Dan Brown-Manier zu einer Familiensendung werden, an der die beliebten und bekannten Serienstars aus „Unser Charly“, „Hier kommt Kalle“, „Hallo Robbie“,  „die Rosenheimcops“ usw. beteiligt werden.

mehr Aktuelles

Bei seiner "flliegenden" Pressekonferenz sagte der Hl. Vater u.a.  :

Die Kirche ist immer auf der Seite der Freiheit, auf der Seite der Freiheit des Gewissens und der Religionsfreiheit.
Die Kirche ist keine politische Macht, sie ist keine Partei sondern eine moralische Realität und eine moralische Macht.

Bei manchen katholischen Politikern gibt es eine Art Schizophrenie zwischen öffentlichem umd privatem Leben. Man muß die Idolatrie des Geldes demaskieren, die den Menschen versklavt.   

Zu Gewalt und Drogenkrieg in Mexiko :
Wir müssen unser Möglichstes gegen dieses zerstörerische Übel, das die Menschlichkeit unserer Jugend zerstört, tun.

Zur Situation in Cuba. wo "seit dem Besuch JP II ein Weg des Dialogs  und der Zusammenarbeit beschritten wurde, der Geduld verlange":
Die marxistische Ideologie ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

copyright: korazym org., Redazione

und noch ein  kleines statistisches Schmankerl: der Hl. Vater ist der älteste Papst der Kirchengeschichte, der eine Auslandsreise antritt.


Aktuelles

Der Hl. Vater ist zusammen mit 116  weiteren Fluggästen, der päpstlichen Entourage und den begleitenden Journalisten , nach Mexiko abgeflogen. Er wurde zu seinem 14-stündigen Flug an Bord einer Boing 777 der Alitalia von Ministerpräsident Monti am Flughafen Fiumicino verabschiedet
Wir können bei CTV, Ktv etc. um  23 :20 Uhr  an der Willkommenszeremonie in Leon teilnehmen.

Hier gibt's noch ein paar bewegte Bilder von Republicca.it



.. und hier noch ein paar Bilder (ebenfalls von repubblica.it) aus Leon, die zeigen, wie sich die Stadt auf den Papstbesuch freut:

Mein Medienbischof und ich

Manchmal denke ich, ich bin im falschen Film, wenn ich mir so anhöre ,was unsere unteren Oberhirten teilweise so laut vor  sich hin denken.
Vorhin bin ich über folgende Meldung gestolpert:
http://kirchensuchmaschine.diomira.de/beitrag_269_blogger_sind_kein_verlaengerter_arm_der_hierarchie.htmk 
Ja was denn sonst???
Doch Herr Bischof! genauso versteh zumindest ich mich.
Nicht, dass ich dem Papst intellektuell das Wasser reichen könne. 
Auch vom CIC und irgendwelchen philosophisch, theologischen Begriffsbestimmungen habe ich keine Ahnung.
Auch finde ich Konzilstexte, egal ob vom 2ten Vatikanum oder dem Konzil von Trient oder dem von Wasweißichwo und Wasweißichwann langweilig, genauso langweilig und für mich unverständlich wie Abhandlungen über chinesische Grammatik in der Ming Dynastie.
Kurz, von dem echten theologischen Fachchinesisch habe ich wenig Ahnung,
Aber dem Lehramt will ich folgen und so gut es geht diese Kirchentreue, die für mich identisch ist mit Papsttreue (ubi Petrus, ibi Ecclesia) auch über die Bloggerei "unters Volk" bringen.
In dem Bericht steht dann noch wörtlich:
Die kirchlichen Institutionen sollten die Blogger bei ihrem publizistischen Ehrenamt begleiten .
Nun, sollen se halt machen, vielleicht lernen se ja noch was, weil,

Donnerstag, 22. März 2012

Zur Einstimmung auf die morgen beginnende apostolische Reise des Hl.Vaters nach Mexiko:

Heute ist Weltwassertag

Mt. 13 Zu dieser Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. 14Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müsste von dir getauft werden, und du kommst zu mir? 15 Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn nur so können wir die Gerechtigkeit (die Gott fordert) ganz erfüllen. Da gab Johannes nach. 16 Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. 17 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.





Mittwoch, 21. März 2012

Vorbereitungen

Auch die musikalischen Vorbereitungen auf den Papstbesuch laufen auf Kuba auf Hochtouren.

Heiliger Bonifatius, bitte für uns

Heute ist der „Tag des Waldes“:


Bonifacius by Emil Doepler
Mit der Kraft des Kreuzes:
Bonifatius fällt die Donareiche und bringt den Germanen den christlichen Glauben
Da liegt sie, die "mächtige Donareiche" und kein mächtiger Wotan hat Blitze oder sonstige "Strafen" vom Himmel geschickt.  
Und die Germanen staunen darüber, dass der Christengott stärker ist.
© Gemälde von Emil Doepler (Emil Doepler [Public domain], via Wikimedia Commons)
Völlig unbemerkt vom Großteil der Bevölkerung haben sich in unser Leben wieder heidnische Vorgänge eingeschlichen.
Die Verehrung der Natur als „Ersatzgott“ ist in viele Bereiche unseres Lebens vorgedrungen. Plötzlich wird modern, was noch vor allzu langer Zeit gar nicht möglich erschien.
Die Neuheiden beten die Bäume an und umarmen sie, deuten Runenzeichen und kommen sich dabei „tres chic“ vor.

Der Heilige Josef und die katholischen Wahrnehmungsstörungen

Es ist ja schon viel über die Krise der Kirche geschrieben worden zum einen um selbige zu benennen, zum anderen um selbige wegzureden.
Aber manchmal erfasst man in einer Winzigkeit das ganze Ausmaß der Krise.
Also da kommt der Katholikentag unaufhaltsam in unser Bistum und selbst der skeptischste Katholik kann sich dem ventilierten Optimismus (wir sind ja so viele und wir sind alles soooooo toll) nicht entziehen.
Meiner ganz bescheidenen Meinung nach, liegt ein Gutteil der Krise darin, das man die Dinge der Welt, den Menschen und Gott durch eine wie auch immer gefärbte Brille betrachtet und sich einfach weigert die Realität zu sehen so wie sie ist.

Das Parfum

Ein Fortsetzungsroman von Cinderella und Damasus

Es ist schon spät. Ganz München schläft.  Ganz München? In der Hultschiner Straße in Zamdorf sitzt der diensthabende Praktikant der SZ vor seinem Bildschirm und wacht.
Da- zuerst will er seinen Augen nicht trauen. Was er dort in seiner Auslandspresseschau als verborgene, kleine, nach außen bescheidene Meldung aus dem Vatikanumfeld liest, konnte eine Nachricht von äußerster Brisanz sein.
Aber der Chef, so nannten alle Heribert P., hatte sie ja gewarnt.
Trauen konnte man nur dem Wir-wären-gerne-Kirche-Zweig, den Memorandisten und den angenehm servil dem Zeitgeist unterworfenen, protestantisierten Los-von-Rom-Kirchenvertretern in Deutschland.
Den Romtreuen, noch mehr den im Vatikan Tätigen musste man mit äußerstem Misstrauen begegnen, das hatte schon Dan Brown genau erkannt, als er in seinen nach eigenen Angaben gut recherchierten Büchern einige der Verschwörungen im Kirchenstaat aufdeckte.
Apokalypse im wahren Wortsinn.
Nicht umsonst sind seine Bücher als Nachschlagewerke in der Redaktion unentbehrlich.
Da schweifen die Gedanken des Praktikanten etwas ab und er wünscht sich für einen Moment, auch einmal so gründlich recherchieren zu dürfen wie Kirchenhistoriker D.Brown, wenn der Chef ihm den Auftrag erteilt, einen Artikel zu schreiben.
Nach einem kleinen, bedauernden Seufzer kehrt er zu seinem Bildschirm zurück, da war sie - seine Gelegenheit nach journalistischem Ruhm und Lorbeer zu greifen.

Montag, 19. März 2012

Raumschiff Breakup

Bei Echo Romero finden wie es,  das  Raumschiff breakup, gezeichnet  von Peter Esser der Text von einem facebook Freund.  , für Leute wie mich, die als Kinder, immer Samstag nachmittag "Raumschiff Enterprise" guggten, damals als es nur 3 Fernsehprogramme gab und die auch erst nachmittags anfingen und um Mitternacht aufhörten, ein Bild voller nostalgischer Erinnerungen.
Auf jeden Fall habe ich mich mit unserem Beiboot hin in die unendlichen Weiten des Katholikentags begeben und mich auf der zugehörigen  Homepage umgeguggt.
Nun, es ist ja Fastenzeit und da kann man ja nicht den halben Abend kichernd vorm Computer hocken, oder etwa doch?
Auf jeden Fall entnehmen wir der Homepage, dass es einen Eröffnungsgottesdienst gibt, was wir sehr, sehr löblich finden und was doch eigentlich selbstverständlich sein sollte.
Hier erfahren wir, dass der Hauptgottesdienst den Titel hat "Gott bricht zu uns auf!" je nun, ob er das wirklich tut? Oder ob er eher flüchtet?
Interessieren würde mich das schon mit dem Aufbruch Gottes. Ich dachte, er sei schon immer da!

Tweet zum Tage

Der Apostel Paulus fordert dazu auf, nach dem zu streben ,was zum Frieden und zur gegenseitigen Erbauung beiträgt.  (vgl. Römer 14 , 19 )

Fundstück!

Eine wundervolle herrliche wahre Replik auf all die Heulerei über Bischof Huonder ist dieses Plakat von Echo Romero.
Dank an Echo Romero!
Und er hat gleich noch mal nachgelegt mit dem Raumschiff Breakup!! Unbedingt ansehen!


Angst essen Freiheit auf.....

Wunder dauern etwas länger.... wie es aussieht, hat jetzt die Angst die kubanische Junta übermannt, der Papst könne von den politischen Dissidenten Dinge erfahren, die lieber unter dem Teppich bleiben sollen oder die Regimegegner könnten aus dem Besuch des Hl. Vaters Hoffung schöpfen , die Angst vor den allfälligen Repressionen überwinden und einen Aufbruch wagen , in eine Zukunft der Meinungsfreiheit und der Freiheit der Religionsausübung.
Das geht der Uraltrevoluzzerriege in Havanna denn doch zu weit.
Man sah sich veranlaßt -auch eine kleine PR-Showeinlage- eine Massenverhaftung von Regimekritikern vorzunehmen. Nicht  daß nachher einige  auf die Idee einer Revolution gegen ein vergreistes, versteinertes und völlig abgewirtschaftetes System kommen!
Nein das Recht auf Revolution hat man sich urherberechtlich und beim Patentamt schützen lassen.

Inzwischen sind die meisten Verhafteten, vor allem die Frauen der Bewegung " Damen in Weiß" , Angehörige inhaftierter politischer Gefangener, wieder auf freien Fuß- aber das Regime hat ihnen die Instrumente gezeigt.

"Irland, steh auf!"

Die irischen Gruppe " Ireland Stand Up "  , die in Irland für die Wiedereröffnung der irischen Botschaft beim Hl. Stuhl kämpft, war gestern mit einer Abordnung zum Angelus auf dem Petersplatz erschienen- mit irischen Fahnen, orangenen, grünen und weißen Luftballons und Spruchbändern. Anschließend demonstrierten sie vor der von der jetzigen irischen Regierung geschlossenen Botschaft.

copyright Vatican Insider

St.Joseph

Dem Heiligen Vater zu seinem heutigen Namenstag unsere herzlichen Glück- und Segenswünsche.
Seine Bitte um Gebete für das Gelingen seiner Reise nach Mexico und Kuba wollen wir gern erfüllen.
Möge der Heilige Joseph ihn behüten.

Sonntag, 18. März 2012

Die Fastenzeit, Aldi und politisch korrektes Handeln

Wie jeder weiß, geht das heutzutage mit der Fastenzeit nicht mehr so einfach, wie in der, je nach Couleur, als gut oder böse titulierten Zeit, vor dem 2ten Vatikanischen Konzil.
Damals war die Sache einfach.
Die Kinder verzichteten auf Süßes, die Erwachsenen auch und diese versuchten dazu noch ihre sonstigen Laster,  wie zuviel Alkohol, Tabak und schlechte Laune, einzuschränken.
Gefeiert (Taufen, Hochzeiten und runde Geburtstage der Erwachsenen) wurde zwischen Fassenacht und Ostern nicht, nur Beerdigungen mit nachfolgendem Leichenschmaus, - der dann oft damit endete, dass die Trauergemeinde bier - und weinseelig sang "so ein Tag, so wunderschön wie heute..."- gab es.
An Ostern wurde gefeiert und die Ärzte hatten dann auch gleich wieder was zu verdienen, wegen den verdorbenen Mägen.
Heutzutage geht das, wie gesagt, so einfach nicht mehr.

Star der Woche!



Große Pläne:
Angelika weiß, was sie will. Sie träumt von einer Karriere als Politikerin und will 2067 in die Fußstapfen der Bundeskanzlerin treten. Wenn sie weiterhin so fleißig übt, werden ihr die Wähler in "Scharen zulaufen".

Namenstag

zu seinem morgigen Namenstag hat der hl. Vater alle, die ihn dazu beglückwünschen möchten, gebeten,  doch für das Gelingen seiner Südamerikareise zu beten. Das wollen wir gern tun.
Zum Beispiel das hier:
Litanei zum heiligen Josef:

Samstag, 17. März 2012

der Heilige Joseph

zum bevorstehenden Namenstag gratuliert der Osservatore Romano dem Hl Vater mit diesem Bild der Heiligen Familie.  Das Bild (Glasmalerei) das "Sacra Famiglia" heißt und aus dem 19.Jahrhundert stammt , ist Teil der Sammlung des Centro di studi  devozioni popolari in Canicattini Bagni Siracusa
copyright: Osservatore Romano , 18.3.2012

Hail, Glorious Saint Patrick


dear Saint of our Isle,
on us thy poor children,
bestow a sweet smile;
now thou art high in the
mansions above ,
on Erin’s green valleys
look down in thy love



Heute feiern die Iren ihren Nationalheiligen und gleichzeitig auch ihren Nationalfeiertag.
Mit großen Paraden, vielen Festen – und auch mit heiligen Messen zu Ehren des heiligen St.Patrick, der nicht nur den Iren das Christentum brachte. Ihm folgten viele Missionare, die dann von Irland aus dem Norden Europas den Glauben brachten.

Freitag, 16. März 2012

aktuelle Kurzmeldung

Der Hl. Vater wird  vom 14. bis 16. September in den Libanon reisen.

Buchpräsentation der besonderen Art

Gestern abend hat Papstsekreträr Georg Gänswein im Münchener Presseclub sein neues Buch vorgestellt. Ein Buch über den Papst, "seinen"  Papst. Und  er hat Fragen beantwortet, beipielsweise zum Befinden des Hl. Vaters und sich kritisch über die mediale Darstellung der Person Joseph Ratzinger geäußert. Hier mehr und hier auch.

Dunklen Machenschaften auf der Spur!

Dankenswerterweise wurde der  Versuch alter, finsterer, blutrünstiger Ritterorden, weiter im Dunkeln zu wirken und ihrem finsteren Handwerk nachzugehen enttarnt.
Wir danken Bischof Huonder in der Schweiz für seinen mutigen Einsatz sowie der Schwester Informata für ihren Mut zur Undercover Agententätigkeit.
Ich darf diesen tollen Blogbeitrag von Echo Romero herzlichst empfehlen.

Donnerstag, 15. März 2012

Ökumene

Heute traf der Hl.Vater den melkitischen Patriarchen von Antiochia  Gregorio III Laham bei einer Privataudienz im apostolischen Palast.
Begleitet wurde der Patriarch von Mtanius Hadad, dem Rector der Patriarchalkirche Santa Maria in Cosmedin in Rom.

Mittwoch, 14. März 2012

Der Kirchentagsrucksack und die Unfähigkeit keine Satire zu schreiben

Bekanntlich ist ja demnächst der Kirchentag in Mannheim und Symbol bzw Logo ist der rote Rucksack.
Nun hat Echo Romero ja dankenswerterweise gezeigt wie das mit dem Rucksack und dem zu erwartenden Aufbruch zu verstehen ist und hat  eine wunderbar witzige Analyse der geistlichen Symbolik des Rucksackes geliefert.
Wundervolle Satire, aber wie das Leben so spielt, toppt die Realität mal wieder jede Satire.

und sie bewegt sich doch...

wer? Die kubanische Regierung und die Geschichte der kubanischen Revolution. Die hat nämlich- was einer kleinen Sensation gleichkommt- Jaime Kardinal Ortega von Havanna erlaubt, im Staatsfernsehen zum bevorstehenden Besuch des Hl. Vaters auf der Karibikinsel zu sprechen und den Zuschauern zu erklären, der Papst komme als Pilger ,um den Glauben der Kubaner zu stärken und wieder zu erwecken. Seit der Revolution 1959 wurde die Medienpräsensz der Kirche vom Castro-Regime massiv eingeschänkt und überwacht. Von 1962 bis 1992 war die Republik offiziell für atheistisch erklärt worden. Jetzt schreiben sogar die regierungsnahen Zeitungen über den Papstbesuch, der eine Ehre für Kuba sei und heißen den Hl. Vater willkommen.

Generalaudienz

Dienstag, 13. März 2012

Der Tanz um den Goldenen Neidhammel

Weil wir mitleidige Menschen sind und uns um unsere Nächsten, die in Not sind, in seelische Tiefen abgestürzt und seit Jahren von Neid zerfressen sind, sorgen und mit ihnen leiden, haben wir einen Preis ausgelobt: den "Goldenen Neidhammel".
Der soll die Preisträger ein wenig trösten. Heuer nun haben es zwei Kandidaten bis in die Endauswahl unserer " Beiboot sucht den Superneidhammel "-casting-show geschafft. BSDS.
Die SZ und Hans Küng.
Die paritätisch besetzte Jury konnte sich nicht auf einen Sieger einigen und beschloss daher, beiden Anwärtern den Preis zu gleichen Teilen - also je einen halben Neidhammel- zuzuerkennen.

Tweet zum Tage

Es ist wichtig, sich wieder auf diese Dimension der christlichen Nächstenliebe zu besinnen.

Für alle "Diskriminierten"

Dieses Video widmen wir allen, die sich innerhalb unserer Kirche und innerhalb unserer Gesellschaft permanent "diskriminiert" fühlen. Die deswegen immer lautstark Toleranz einfordern und immer noch mehr Privilegien und Rechte wollen, als sie der große Rest der Gesellschaft hat.

Buuussssi, Herr Fleischhauer!

Ein Atheist in Sachen Ökoreligion!
Für diesen Artikel müsste er einen Pulitzerpreis bekommen!
Unbedingt lesen!

Hintergrund für diesen Artikel, der inzwischen auch ein Pendant bei Welt Online gefunden hat, ist das Buch "Ökofimmel" von Alexander Neubacher, das wir natürlich gerne weiter empfehlen.

Stellt sich jetzt die Frage, was wird denn jetzt aus all den schönen Wasserspar- und CO2-Fastenaktionen, wenn sich dann doch herausstellt, dass das weitgehend Unfug ist?

Gott hat uns auf die Erde verbannt - deshalb ist sie nun mal kein Paradies. Und bisher sind alle Paradiesbaumeister kläglich gescheitert.

Bayrische Geburtstagsgrüße

Während Vatican.va und die website des Hl. Stuhles immer noch von einer kriminellen Pseudorebellenvereinigung  lahmgelegt sind -können wir ja mal schauen, was die Heimat des Hl. Vaters zu seinem 85. Geburtstag vorbereitet hat.

Nicht nur Bruder Georg wird nach Rom reisen, um mit dem Jubilar zu feiern - Ministerpräsident Seehofer und Kardinal Marx werden die Grüße der Bayern überbringen.
Wenn am 20. 4. Leipziger Gewandhausorchester  und -chor in Rom zum Geburtstags-ständchen aufspielen, spendiert  Bischof Müller vor dem Westportal des Regensburger Domes den Regensburgern Freibier.
Die Heimatgemeinde Pentling hat für den großen Tag einen Sonderstempel aufgelegt.
Von  den Grüßen, die Deutschland pro Papa in Regensburg geplant hat, haben wir ja schon gehört.

Montag, 12. März 2012

Audienz

Und auch von der Privataudienz für Bischof Rowan Williams und sein Gefolge gibt es ein bißchen was zu sehen :
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