Dienstag, 31. Juli 2012

Wenn Wisiki-ler zu viel dichten

Als ob ihre üblichen Verlautbarungen nicht schon schlimm genug wären, sind die Wisikiler jetzt dazu übergegangen ihre Anwürfe gegen den Hl. Stuhl in Reimform zu pressen, geradezu zu zwingen und das ganze dann "Gedicht" zu nennen.
Was dabei rausgekommen ist, kann man auf dem blog Invenimus Messiam bewundern.
Sie unterbieten mit allergrößter Leichtigkeit jedes noch so unterirdische Gereime auf Kegelclubniveau ( nichts gegen Kegelclubs) und selbst die nach unten offene Bewertungsskala kann die Abgründe des Reim-dich-oder-ich-fress-Dich-Produktes von wahrhaft wisikihafter Geistes"größe" nicht abbilden. Daß dieses Poem von seinem Dichter (einem Peter Sutor) oder von einem seiner Bewunderer auch noch für wert befunden wurde, es der Öffentlichkeit zur Kenntnis zu bringen, läßt für deren geistige Gesundheit fürchten.
Abgesehen von einem tiefen Mitleid, das man für sie empfinden muß, kann man sich beruhigt Intelligenterem zuwenden, von so einer Komiker-Truppe- geht keinerlei Gefahr für die Kirche und den Glauben aus.
Aber für den diesjährigen Darwin-award ( der für auf den untersten Stufen der Evolution Steckengebliebene als Ansporn dient, sich anzustrengen, doch noch die ein oder andere Sprosse  zu erklimmen) gehen sie als heiße Favoriten ins Rennen....insbesondere weil sie sich auch weiterhin dem heiteren Zwangs-Reim-Gekrampfe hingeben und mittlerweile noch einige ebeno wertvolle Beiträge deutschen Lied- und Gedankengutes hinzugefügt haben.

Wer sich die Lektüre antun möchte, muß bei invenimus messiam etwas nach unten scrollen

Die Jesuiten – Oh, Schreck

... das war meine erste Reaktion, als ich, um in die katholische Kirche einzutreten, mit der Katholischen Glaubensinformation in Frankfurt Kontakt aufgenommen hatte. Meine erste Anfrage „Was muss ich tun, um in die katholische Kirche einzutreten“ endete in einer e-mail mit der Adresse und Telefon der Glaubensorientierung  in St. Michael in München, die von den Jesuiten geleitet wird. Eigentlich hatte ich ja gar keine Ahnung, wer oder was Jesuiten sind oder was sie tun. Aber in jungen Jahren hatte ich ein großes Faible für die irischen Autoren entwickelt, die ja fast überwiegend von Jesuiten erzogen wurden. Denen hat es, wie vielen, in der Schule nicht gefallen und deshalb haben sie in ihren Büchern ihre negativen Erfahrungen mit den Jesuiten verarbeitet. Allen voran James Joyce, der in vielen Werken seinen Hauptfiguren die jesuitische Erziehung übergestülpt hat . Sowas prägt, auch wenn man es fast vergessen hat. Und so begann ich, mit zitternden Fingern eine e-mail an die Münchner Glaubensorientierung zu formulieren und ich war fest davon überzeugt, dass ich wahrscheinlich gar nicht in die Kirche aufgenommen werde, weil die Jesuiten ja so streng sind.

Zum Namenstag des Ignatius von Loyola

heute ist Igantius von Loyola der Gründer des Jesuitenordens.

Der Orden ist berühmt und berüchtigt, hat schon immer genug mächtige Feinde und mächtige Freunde. Ist  schon immer und ewig umstritten und  auch heute soll es angeblich total unmögliche Jesuiten (von wegen Jesus Ashram)  geben, wo man das Gefühl hat, die sind ihrer eigenen Schläue auf den Leim gegangen.  und trotzdem noch genug solche, die die Kirche am Leben halten.
Wobei man diese Dinge auch so deuten kann, die Spiritualität der Jesuiten läuft daruf hinaus an vorderster Front zu kämpfen. Und wer an vorderster Front kämpft, der hohlt sich leicht Blessuren, auch wenn er den geistlichen Kampf kämpft.
Ich kann mich noch erinnern, wie mein Vater zum 50jährigen Priesterjubiläum des verstorbenen Paters Albert Keller SJ R.I.P. nach München reiste, irgendeinen modernen Gottesdienst mit viel Gerede erwartete und mit dem Zitat seines Banknachbarn wieder nach Hause kam das da lautete
"heut' worn mer mol widder so rischdisch remisch katholisch!"
Darin liegt der Schlüssel! im "rischdisch remisch kaddholisch" und das sieht halt teilweise so unterschiedlich aus, das schon der Heilige Augustinus feststellte "liebe und dann tu was du willst".

Im übrigen waren noch 2 andere berühmte heilige Zeitgenossen des Heiligen Ignatius von Loyola und zwar der Heilige Phillip Neri und der heilige Karl Borromäus.
Festzustellen ist, das alle drei sich nicht leiden konnten.

Diese Zauberflöte ruckelt

(so schrieb die österreichische Zeitung Die Presse ) oder von den Freuden des "modernen Regietheaters".
Die konnte man heuer bei der Eröffnungsvorstellung* der Zauberflöte bei den Salzburger Festspiele erleben.
Es scheint da ein kleines, verbindliches Manual für Opernregisseure zu kursieren, in dem die essentiellen Schritte, die zur Adelung durch dieses Etikett führen, aufgelistet sind.
Natürlich gibt es da absolute No-Go s , die zum sofortigen Ausschluß vom Wettbewerb führen, wie z.B. Werktreue  und Texttreue. , die ich deshalb nur ganz klein schreibe, weil sie so schlimme Begriffe sind, die unter ein absolutes Tabu gestellt wurden.
Falls da jetzt jemand auf die Idee kommt, auf einen der allfälligen Tabubrecher zu warten: der soll das sofort vergessen. Davor steht mit einem Flammenschwert das deutsche Feuilleton und davor steht die Do-it-yourself-Gehirnwäsche, der sich alle Regieanwärter freiwillig unterzogen haben.
Nun also zum Handbuch:
das to do listet kurz auf, wie man sein Ziel kräftesparend in kurzer Zeit und wenigen Schritten erreicht.
- Szenenbild und Kostüme sollen so wenig wie möglich oder besser noch gar nichts mit der Zeit, dem Ort  in denen es spielt, oder dem Inhalt  des Stückes zu tun haben



Termine

Ab morgen werden die wöchentlichen  Generalaudienzen wieder aufgenommen und wie immer bei CTV übertragen.

Am Freitag, 3.8. steht der Besuch der Erzdiöze München und Freising in Castel Gandolfo auf der Agenda. Ab 17:00  überträgt CTV das bayrische Programm zu Ehren des HL. Vaters ( siehe cinderellas Beitrag "Der countdown läuft").
Samstag, 4.8. folgt als weiteres Geburtstagspräsent das  Konzert, das die Caritas Regensburg dem Hl. Vater schenkt.
Ob auch das von CTV übertragen wird, ist noch nicht bekannt.

Der Countdown läuft

Morgen, am 1. August startet ein Sonderzug in Landshut und macht auf seinem Weg nach Roma Ostiense u.a. in Freising, München, Rosenheim, Prien und Traunstein Station. Zusteigen werden 1000 Pilger, unter ihnen 450 Gebirgsschützen und 150 Trachtler. Und am Abend des 3. August werden diese 1000 Pilger aus dem Heimatbistum dem Papst sein offizielles "Geburtstagsgeschenk" überreichen. Es wird ein bayerischer Abend werden in Castel Gandolfo, wenn dort für etwa zwei Stunden bayerische Töne erklingen und bayerisches Brauchtum gepflegt wird. 
Auf dem Programm stehen der Haushamer Bergwachtgesang, Rupertiblech, die Laubensteiner Bläser, Walter Vasold, der Trachtenverein Hinterskirchen, die Gaugruppe des Chiemgau-Alpenverbandes, die Innleitn-Geigenmusik, die eigens ein Orgelportativ mitbringen wird, sowie die Familie Rehm, darunter

Montag, 30. Juli 2012

Herzlichen Glückwunsch !

Heute feiert Prälat Georg Gänswein seinen 56. Geburtstag. Dazu unsere Herzlichen Glück-und Segenswünsche !

Lutherjahr und Käsefrauen

es war ja klar, es dräute schon seit langem am Horizont und es rückt immer näher.
Nein, nicht der große Crash und auch nicht die nächste Kirchenspaltung in Deutschland,
Nein, groß gefeiert werden soll die erste große Kirchenspaltung auf deutschem Boden, wobei man sich schon fragt, warum sowas denn bitte schön groß gefeiert werden soll??
Auf jeden Fall ist  die allseits bekannte Pillenverehrerin M. Käsefrau, pardon Käßman, schon vor längerem zur Sonderbeauftragten der EKD ernannt worden.
In dieser Eigenschaft fordert sie mal wieder, gähn, langweil die allseitsbekannten Unmöglichkeiten.
Pater Hagenkord, der Leiter der deutschsprachigen Sektion von Radio Vatikan hat auf seinem Blog eine so geniale Antwort darauf gegegeben, das man dem eigentlich nix mehr hinzufügen soll und kann.
Eine Bemerkung noch.

Rio de Janeiro, WJT-Probe

Schon 1 Jahr vor dem nächsten WJT gibt es einen Freiwilligen-boom.
Die Organisatoren können sich über eine sehr hohe und noch ständig wachsende Zahl von Jugendlichen, die als freiwillige Helfer tatkräftig zum Gelingen des großen Ereignissees beitragen wollen, freuen.
Anmeldeschluß für die Bewerbungen ist Ende August.
In Rio gab es in den letzten Tagen schon eine Art Generalprobe-unter dem Titel " Den Weg bereiten", die am 27. Juli von Erzbischof D´Anello mit einer Heiligen Messe eröffnet wurde.

Quelle: Radio Vatican

Modern samma, Grün samma, Party samma

Das Glockenbachviertel ist Münchens Partymeile – und das steckt an

Auch und besonders den über die Grenzen der Stadt hinaus berühmten Pfarrer Schießler , der "Chef" der Partykirche St. Maximilian. Er passt sich seiner Umgebung an und lässt den Zeitgeist wehen. Ob als unkonventioneller Sozialarbeiter, als Wiesn-Kellner, oder als Kämpfer gegen Rom, er ist der Liebling der Medien.
Gerne präsentiert er sich in Feierlaune. Denn Party ist der Sinn des Lebens. Und dem hat er auch seine Kirche St. Maximilian untergeordnet. Berühmt sind deshalb die alljährlichen „Festwochen“, die immer Mitte Juli stattfinden. Da freut sich das Kirchenvolk, denn hier ist richtig was los:
Die Festwochen begannen dieses Jahr am 15. Juli mit der „Viecherlmesse“. Hund, Katze, Maus, aber auch Schildkröte und Hamster stehen hier im Mittelpunkt, natürlich inklusive ihrer „Dosenöffner“. Die heilige Messe im Rahmen von BOW-WOW. Wo gibt’s das sonst in dieser Welt? Arche Noah reloaded:

Sonntag, 29. Juli 2012

Schöne Bilder aus Castel Gandolfo

Das heutige Angelusgebet aus Castel Gandolfo in voller Länge

Zum Ignatiusfest ...

... das in St. Michael traditionell am Sonntag vor dem eigentlichen Festtag am 31. Juli gefeiert wird, fand heute die letzte große Musikmesse vor der Sommerpause statt.
Mit Anton Bruckners "Missa in d" zeigten Solisten, Chor und Orchester von St. Michael noch einmal vollen Einsatz und ihr ganzes Können. 


Bruckner war ein tiefgläubiger Mann. Seine demütige Liebe zu Gott wird aus seinen zahlreichen Kalendernotizen über täglich gesprochene Gebete ersichtlich. Er führte genau Buch darüber, wie oft und wie viel er täglich gebetet hatte. Er lebte sehr bescheiden, fast wie ein Mönch und bezog Kraft und seine Kreativität aus seinem Glauben. Das zeigte sich auch in der Tatsache, dass er seine 9. Sinfonie Gott widmete, „wenn er sie nehmen mag“, wie der Komponist dazu sagte. 


Sein "Locus iste" gab es zwar heute nicht, aber weil es so schön ist:

Es gab eine Zeit ..

... vor Smartphone, iPad, vor e-mail und SMS, vor e-Book und Hörbuch. Ja es gab sogar eine Zeit vor dem gedruckten Buch.
In dieser Zeit - dem Mittelalter - entstanden in den Klöstern Europas die ersten handgeschriebenen Bibeln. Bücher, die heute zu den kostbarsten zählen und die nur noch im Museum zu bewundern sind.
Mit welchem Arbeitsaufwand diese Bücher entstanden. Wie anstrengend und gleichzeitig kreativ die Arbeit an diesen alten Bibeln war, konnten Kinder jetzt in einem Workshop in Freising selbst erfahren:



Den Kindern hat's offensichtlich gefallen, sich mal für kurze Zeit in das Leben und Arbeiten im "finsteren" Mittelalter einzufinden. Denn solche Praxiserfahrungen werden im normalen Geschichtsunterricht eher selten bis gar nicht vermittelt.

En Vogue und In Style ...

... was zieht Frau zur Papstaudienz an.

Stylingtips von Romereports

Samstag, 28. Juli 2012

Der Ü-ber-Bär

Der Papst-Teddy wurde anlässlich der Wahl Benedikts XVI
in mehreren Sprachvarianten in jeweils 265 Stück
aufgelegt. Die Lateinische Version ging in denVatikan
© Spielwaren Hermann, Coburg.
 Manchmal ist man im Internet unterwegs, weil man irgendetwas sucht und nicht findet. Und dann findet man Sachen, die einfach nur nett sind:
Auf der Suche nach Bildern von Papst Benedikt ist mir vor einigen Wochen dieser Bär entgegengefallen. Es stand neben dem Verkaufsangebot eines solchen Bären bei e-bay. Einfach goldig, dachte ich - und wie wertvoll so ein Teddybär werden kann. Natürlich spukte das Bild die ganze Zeit in meinem Kopf herum, aber ich wollte es nicht veröffentlichen, um das Copyright nicht zu verletzen.
Also habe ich mir ein Herz gefaßt und beim Hersteller angefragt, ob ich das Bild evtl. auf unserem Blog veröffentlichen dürfte, habe ihm einen Link zu unserem Blog geschickt und gewartet. Warten musste ich nicht lange, denn schon am nächsten Tag hatte ich nicht nur eine

Grüß Gott aus der Nachbarschaft (2)

Parallel zur Autobahn A99, direkt an der B471 liegt der Ort Keferloh. Hier steht einer der bekanntesten Biergärten Münchens. Unter dem Namen "Kreitmeir" genoss die Lokalität einen guten Ruf weit über München hinaus. Inzwischen hat das "Gut Keferloh" seinen ursprünglichen Namen zurückerhalten. Hier riechts nach Schweinswürstln, Hendln, Kraut und Bier - aber auch nach viel Geschichte, die hier mit viel Glaubenstradition verbunden ist. Wie oft schon bin ich hier vorbeigefahren oder war im Biergarten oder im Restaurant. "1000 mal berührt" und doch nichts wahrgenommen. Aber heute morgen habe ich mal bewusst angehalten.
Das Kreuz an der Parkplatzeinfahrt
zum Biergarten "Gut Keferloh"

Der Parkplatz zum Biergarten war noch ziemlich leer und so konnte ich direkt an der Einfahrt unter dem Holzkruzifix parken. Ausgerichtet ist das Kreuz auf die B471. Und von hier herab segnet der Herr unermüdlich die vorbeieilenden Autofahrer. Eine gute Startposition also für einen "Streifzug" durch den kleinen Ort:

Keferloh ist älter als München und seine Gründung geht auf den Sieg der Schlacht am Lechfeld 955 zurück. 1158 übernahmen die Prämonstratenser aus Schäftlarn den Ort. Darauf entstand die Kirche St. Ägidius. Sie ist heute eine der wenigen erhaltenen romanischen Kirchen im süddeutschen Raum. Im Laufe ihrer Geschichte musste sie einige Umbauten und "Modernisierungen"

Nachhilfe für Nichtwissende. ZEIT und Repubblica erhalten eine Gratislektion

Das Opus Dei Italiens hat auf das unterirdische Gemeinschaftswerk von Repubblica (Ansaldo) und ZEIT (Finger & Storn), über das wir gestern berichteten, geantwortet und den Dreien eine kleine Gratisnachhilfestunde erteilt.

Bruno Mastroianni, Kommunikationsdirektor des OD Italien, sagt:
"Die Aussage, die dem Opus Dei untergeschoben wurde, das Ende des Vaticans sei nicht das Ende der Kirche, entspringt einer gewaltsamen Verdrehung und passt nicht zum Denken der Institution.
Was die Treue zum Papst betrifft, ist sie nichts anderes als genuin christlicher Geist. Es kann keine Kirche ohne Heiligen Stuhl geben, es kann keinen Heiligen Stuhl ohne Vatican geben, der dessen Souveränität und Unabhängigkeit garantiert.....und diese Aussage fußt auf dem Glauben und dem Geist des Glaubens."

Diese Erklärung wurde dem italienischen blog gegeben, der zuerst über den Artikel in beiden Journalen berichtet hatte und es nicht an einem kritischen Kommentar fehlen ließ.

Quelle: blogdegliamici

Leider muß man davon ausgehen, daß die Angesprochenen kein Wort davon verstehen und wahrscheinlich umgehend Polizeischutz beantragt haben.

Los Sommerlochos, Teil 3

21.7.: Die Süddeutsche Zeitung hat ein Interview mit Erzbischof Müller geführt, das zusammengefasst, Online gestellt wurde und dann natürlich gerne von allen MSM inhaltlich übernommen wurde. Ob Focus-Online, Spiegel-Online, Zeit-Online, Welt-Online liest man den gleichen Schmarrn, dass der "böse" Erzbischof Müller sich gegen alle stellt, die "Reformen" wollen. Das betrifft Reform-Priester, aber auch die Tatsache, dass er bei Grüppchen wie Wisiniki "umstritten" ist.
Dass der Erzbischof Müller aber auch "lieb" (d.h. Medienkonform) sein kann, zeigt sich in den Bemerkungen, dass Erzbischof Müller auch von den Pius-Brüdern die Akzeptanz des II Vatikanums erwartet. Die Schreiberlinge lernen's halt nicht, dabei müssten sie merken, dass Erzbischof Müller jetzt für ihre "Kritik" unerreichbar ist, so wie der Mond, der vom Hund angebellt wird.

Hier muß ich mich einmischen:  leider verabsäumten unsere je ahnungsloseren desto redseligeren, unisono kirchenfeindlichen Schreiber aller oben genannten Blätter, über den Tellerrand deutscher Befindlichkeit zu schauen (was sie allerdings eh fast nie tun) - sonst hätten sie lesen können, daß in den südeuropäischen Ländern mit der viel längeren katholischen Tradition ziemlich einhellige Begeisterung über den neuen Präfekten herrscht.  So schreibt ein spanischer Journalist einer katholischen Webzeitung: " Habemus praefectem", singt ihm Lobeshymnen- und trifft damit so ziemlich den Ton der meisten Verlautbarungen.
Und was unseren so nachdrücklich um sich selbst kreisenden o.g. Schreibern gar nicht klar ist - Präfekt EB Müller ist ihrer Einflußsphäre komplett entzogen, er spielt jetzt in einer Liga - zu der sie keinen direkten Zugang und keinen Passierschein mehr haben. Und ihre Lieblingsgespächspartner und Ideengeber vom ZDK und von Wisiniki auch nicht.
Danke für die Erlaubnis mitzumischen- cinderella!

Freitag, 27. Juli 2012

Beschneidung, Körperverletzung und das Recht der Kinder auf Unversehrtheit

Ich muss ehrlich sagen, das ich immer noch fassungslos vor dem Beschneidungsurteil stehe.
Ich gehöre leider zu den Leuten die unter gutem Gedächtnis leiden und weiß deshalb noch um viele der  Faschismuskeulen, die in der Vergangenheit so gerne geschwungen wurden.
Ich weiß noch wie ich damals auf dem Höhepunkt der Williamson Affäre dachte.
Naja, so wie die Medien und alle anderen bekannten Leute sich nun eindeutig pro Israel, und anti- antisemitistisch geäußert haben, das wird ja noch lustig mit der drohenden Islamisierung, wo der Zoff zwischen Moslems und Juden ja auf Isaak und Ismael zurückgeht.
Und dieser Zoff keinesweg harmlos ist.
Prinzipiell sehe ich schon, dass die Beschneiderei uns Christen nix angeht,
Aber wer war das nochmal, der schon mal alle jüdische Kultur als sehr ungut betrachtet hat???
Ich wundere mich schon sehr über den Umschwung der öffentlichen Meinung und bin im Nachdenken mal wieder bei Hegel gelandet, der feststellt :
"Aus der Geschichte lernt man nur, dass man aus der Geschichte nix lernt."

Hitzekoller oder Sommerloch?

Repubblica und ZEIT veröffentlichen gemeinsam eine angebliche "Bombe" allerbrisantesten Inhalts zu Vatileaks. Was sie zu sagen haben, läßt einen allerdings eher an einen Hitzekoller mit Totalzusammenbruch der Denkfähigkeit durch innerzerebrale Schmelzprozesse denken.
Was haben unsere Hobby-Sherlocks herausgefunden, welche garstige Melodie  hat ihnen ihr Gemeinschaftsinformant im Rabenkostüm ins Ohr gekrächzt?

Ein angeblicher Prälat aus der Kurie, der angeblich ungenannt und ungesehen bleiben muß hat ihnen angeblich die Augen geöffnet und angeblich aus dem innersten Schatzkästlein geplaudert.
" Es sind die vatikanischen Finanzen. Ich bete jeden Tag, daß ich die Gelegenheit bekomme, das dem Hl. Vater zu erklären"  tiriliert der Rabe in Soutane.
Wow- die Finanzen! Da sind wir aber überrascht!
Weiter gibt er seinem Mitteilungsbedürfnis nach:
" Leider spricht der Papst seit Wochen nur noch mit seinen vertrautesten Kardinälen. Man müßte die Post benutzen, aber die öffnet der Hl. Vater sicher nicht persönlich. ( Nee das hat bis vor kurzem Paoletto getan) Wer hätte gedacht, daß der letzte sicher Weg, mit dem Oberhaupt der Kirche zu kommunizieren, die Zeitungen sind?"
Da wirft sich das Autorentrio in die Brust: " deshalb sind wir hier- der Prälat und die Presse"
( Wenn das mal nicht massiver Größenwahn ist....)



Vatileaks

In Ergänzung unseres Updates zum Besuch der Beteiligten der Vatileaks-Untersuchung hier noch eine kurze Video-Zusammenfassung.

Die Froschprinzessin

Unsere Sommertelenovela - Teil 2 

(Fortsetzung von hier)
Des Wartens und Alleinseins müde, hatte sie sich dann ein paar Spiel-Gefährten in ihren Schlossteich gerufen, die auch mit Begeisterung und Vehemenz mit ihr spielten, weil sie froh waren, in einer so erhabenen Gesellschaft mitspielen zu dürfen. Sie dachten sich fleißig neue Spiele und Geschichten aus, um die Prinzessin zu unterhalten. Sie ertrugen geduldig ihre wechselhaften Launen und gaben ihr immer recht, damit das gemeinsame Spiel nicht gefährdet war. Das war manchmal für die Spielgefährten nicht sehr leicht, denn die Bedingungen waren hart: Sie durften, um am Schlossbrunnen bleiben zu dürfen, nicht mehr mit den anderen Fröschen spielen, mussten still sein, wenn die Prinzessin es befahl und vor allem mussten sie immer zu allen Taten der Prinzessin Beifall klatschen. Denn die Prinzessin hatte sich die Gefährten ja in erster Linie deshalb an ihren Schlossteich geholt, damit ihr immer wieder bestätigt wurde, wie schön und klug sie sei.

Fortsetzung folgt .

Neues aus Castel Gandolfo

und von  anderswo

In seiner Sommerresidenz in Castel Gandolfo hat der Hl. Vater gestern vormittag die Vatileaksuntersuchungskommission empfangen, ihr für ihre bisherige Arbeit gedankt und sie mit der Weiterführung der Untersuchung beauftragt.
Die 3 Kardinäle Herranz, Tomko und De Gorgi wurden von Pater L.Martignani OFM, Untersuchungsrichter Prof. Bonnert und dem Vorsitzenden des Vaticanischen Gerichtes  Prof. Picardi begleitet.
Anwesend waren außerdem Msgr. Becciu für das Staatssekretariat, Papstsekretär Gänswein, Dr.D.Grani, Kommandant der Vaticanischen Gendarmerie und Greg Burke als Kommunikationsbeauftragter des Vaticans.

In den Tagen zwischen  6.-11. August wird die Entscheidung über das weitere Vorgehen im Falle Paolettos bekannt gegeben.

In Paginasdigital , einem spanischen blog, schreibt José Luis Restans  unter dem Titel " Präfekt mit offenem Herzen. Das ist schön"  voller Begeisterung über den neuen Präfekten der Glaubenskongregation EB Müller und das Interview, das der dem Osservatore Romano vor einigen Tagen gab ( wir haben berichtet).
"Habemus praefectum"  fährt er fort  "aber nicht nur den, sondern auch einen wichtigen Tribut an den Papst, das Zeugnis eines Glaubens, der Freund der Vernunft ist und einen Mann, der die Stürme der Zeit nicht fürchtet."
Da ist es wieder, das Bild vom Propheten, der im eignenen Land nichts gilt.

Der Fliegende Holländer oder sie versuchen´s noch einmal

Der Fliegende Holländer macht heuer viel von sich reden, in Bayreuth hauptsächlich wegen der überstochenen Runen-Tattoos eines russischen Baßbaritons.
Aber nun ist auch der Fliegende Holländer2, der einstmals auf den stolzen Namen Titanic-Satiremagazin hörte, wieder aus den trüben Fluten aufgetaucht und sein glückloser Kapitän will, obwohl schon  der erst kürzlich angestrebte Rettungsversuch kläglich mißlang, es erneut mit Bahnhofsklohumor versuchen.
Was treibt ihn zu einer so verzweifelten, von vornherein zum Scheitern verurteilten Maßnahme?
Die Untoten des Fliegenden Holländers2 ( vulgo Titanic) wissen, daß ihnen der unvermeidbare und endgültige Untergang droht, wenn sich bewahrheitet, daß einige Kenner und Könner die pardon neu aufleben lassen wollen.
Da lockt der verottete Strohhalm - es erneut mit einem Papsttitel zu versuchen  und vielleicht so noch einmal 10- 20 Hefte mehr zu verkaufen- wie ein funkelnagelneues Rettungsboot.
Und wenn dieser Verzweiflungstat statt der erhofften Rettung das juristisch geldstrafenmäßig untermauerte Aus folgt, dann möchte man wenigsten mit pomp & circumstance und Großfeuerwerk untergehen und wenn alles ganz gut läuft, sogar in die Reihen der gar unschuldigen Opfer der Inquisition eingereiht werden- zur ewigen Verehrung durch alle Kirchenfeinde.
Diese Aussicht kann einen Selbstmord aus Trotz schon mal ganz schön attraktiv erscheinen lassen.

Eine bayerische Nonne als Fackelträgerin für Olympia.


Das bayrische Fernsehen brachte kürzlich einen Bericht über Claudia Rieß, eine Franzsikanerschwester aus Dillingen. Sie hatte sich für eine besondere Aufgabe bei den olympischen Spielen in London beworben: Sie durfte als Fackelläuferin das olympische Feuer Richtung London tragen. Natürlich musste sie dafür eifrig trainieren. Und am BR-Bericht kann man gut erkennen, dass es einiger sportlicher Anstrengungen bedarf, bevor man eine solche Aufgabe übernehmen kann.
Das Münchner Kirchenradio berichtet, dass die Nonne in der vergangenen Woche die Olympia-Fackel über rund 300 Meter durch das englische Brighton tragen durfte. Die Atmosphäre bei ihrem Lauf vor „zehntausenden Menschen“ sei „gigantisch“ gewesen. Viele Menschen hätten sich mit der Klosterschwester und der Fackel fotografieren lassen wollen.

„Es war atemberaubend schön“, sagte Rieß dem Münchner Kirchenradio.

Da freuen wir uns doch mit Schwester Claudia Rieß für dieses schöne Erlebnis und dass sie damit unsere Kirche in die Olympischen Spiele eingebracht hat.


Allen Teilnehmern frohe und erfolgreiche Spiele und eine gesunde Wiederkehr!







Donnerstag, 26. Juli 2012

Karneval im Sommer..

... oder Kleider machen (nicht immer) Leute.


Es hat sich zwar schon in der Blogozese herumgesprochen - aber wir wollen auch noch unseren Senf dazugeben.

Vor ein paar Tagen wurde bekannt, dass in Rom zwei Frauen aufgefunden wurden, die sich offensichtlich während des Karnevals so tüchtig verlaufen hatten, dass sie gar nicht mitbekommen haben, dass der Karneval (alternativ Fasching, Fassenacht) bereits seit ein paar Monaten zu Ende ist.

Was war geschehen? Nach langer Suche sind endlich die beiden vermissten österreichischen Hausfrauen und Lehrerinnen, die seit dem letzten Karneval verschwunden waren, ganz unversehrt wieder aufgetaucht. Wie im nachhinein bekannt wurde, hatten sie sich nach einem Ausflug nach Köln, wo sie sich in Priester*innen-Kleidung unter das feiernde Volk mischten, die Gelegenheit ergriffen, sich heimlich mit dem Kölner Dreigestirn zu einer Audienz bei Papst Benedikt zu begeben. Leider wurden die blinden "Passagierinnen" auf halber Strecke erwischt und im kalten Winter kurz vor dem Brenner ausgesetzt. Das war wirklich nicht nett von den Kölner Karnevals-Profis, aber irgendwie kann man

Wo ist das Ozon geblieben?

Es war einmal in den 90ern des letzten Jahrhunderts, da zog für die Deutschen eine neue Gefahr am Horizont herauf. Gerade hatte man erleichtert festgestellt, dass es mit dem Baumsterben nun doch nichts wird, aber wie aus dem Nichts tauchte plötzlich das Ozon auf - nein, nicht das aus dem gleichnamigen Loch.
Es war vorher ein gesundes Gas, dem man vor allem auf hohen Berggipfeln begegnen konnte, ja es gab sogar Ozon-Kuren in den Bergen.
Das änderte sich aber schnell, als man plötzlich feststellte, dass das Zeug ja furchtbar gefährlich ist, Atemnot hervorrufen könne und - natürlich waren mal wieder die Autos schuld. Diese bösen technischen Ungeheuer bliesen doch aus ihrem Auspuff einfach so Ozon raus ... Und wenn es heiß wurde, was früher auch ohne Klimakatastrophe hin und wieder mal vorkam, wurde das Ozon in Verbindung mit der heißen Sonne plötzlich extrem gefährlich. So gefährlich, dass am 26. Juli 1994 in Hessen (damals rot-grün-regiert) erstmals Ozonalarm ausgerufen wurde, was so viel bedeutete, dass die

Neuigkeiten aus Oltretevere

Geistlicher Beistand in den Vaticanischen Museen
Ab August werden in den Vaticanischen Museen zwei Geistliche Dienst tun .
Jeweils mit einem Tisch und zwei Stühlen ausgerüstet -an zwei strategischen Plätzen des kilometerlangen Weges durch die Schätze positioniert-  stehen sie antwort-rat-trost-& hilfesuchenden Besuchern zur Verfügung.
Angesichts des schier überwältigenden Angebotes an Schönheit und Interessantem wird wohl mancher ihre Wegweisung in Anspruch nehmen.


"Der Sturm auf dem Weg nach Damaskus"
Da sich die Lage in Syrien nicht entspannt- im Gegenteil , sich die Kampfhandlungen ausweiten und die Nachbarstaaten zunehmend in Mitleidenschaft ziehen, wird im Vatican erstmals darüber nachgedacht, unter welchen Umständen der für September geplante Papstbesuch wg. unabschätzbarer Risiken abgesagt werden müßte.

Kein Wunder in Hamburg

Wunder gibt es immer wieder -  so der Schlagertext- aber, wie man gerade wieder erleben kann, nicht in der vorurteilsfixierten deutschen Presse.
Da fühlt sich die Wochenzeitung ZEIT bemüßigt, nun auch zu Vatileaks Stellung zu nehmen. Sie werden doch nicht unvoreingenommen berichten ?
Nein - werden sie nicht.
Sie waren, wie man im nicht lesenswerten Artikel mit dem Titel "Der Anschlag" sehen kann, nicht in der Lage, das vor ihren Köpfen festbetonierte Brett des alten Bismarckschen antirömischen Affektes auch nur um Millimeter zu lösen.
Ein Eingehen auf den unglücklichen Kammerdiener und sein Tun- das alsbaldige Versiegen der erhofften Quellen, hätte ihr ärmlich-eindimensionales, instabiles "Gedanken"gerüst zum verdienten Einsturz gebracht, sie hätten vielleicht sogar- horribile dictu-ihre eigenen Vorurteile in Frage stellen und selbst nachdenken(!) müssen.
Das aber erlaubt der ererbte, einzementierte Antikatholizismus nicht.
Und so kommt ein desolates Stück Journalismus heraus: nicht aktuell, dafür werden wir mit den ältesten, antikurialen Vorurteilen, wie sie Dan Brown auch nicht platter formulieren könnte, abgespeist.
Jetzt weiß ich wieder- wie Recht ich vor etlichen Jahren hatte, mein ZEIT-abo zu kündigen, sehe wieder, welchen rasanten intellektuellen Abtieg dieses Blatt seit den Zeiten eines J. Müller Mareins durch die bedingungslose Unterwerfung unter den Mainstreamzeit-un-geist durchgemacht hat.
Nein, kein Wunder in Hamburg

Die Wiederverheirateten Geschiedenen, das Konradsblatt und prinzipielle Überlegungen zu Liebe und Treue

Vor mir liegt das allerneueste Konradsblatt, die Hauspostille der Erzdiözese Freiburg und schon auf der Titelseite wird dem geneigten Leser verkündet, was ihm im Inneren auf 3 Seiten berichtet wird, dass die Erzdiözese neuen Wege (gähn, langweil) im Umgang mit den wiederverheiraten Geschiedenen, die ja in rauen Mengen, wahren Scharen, beim Kommunionempfang sitzen bleiben, während die paar noch vorhandenen normal Verheirateten bzw, gar nicht Verheirateten bzw Verwitweten in dünnen Rinnsalen zur Kommunion gehen..........
Ach ja, es heißt übrigens nicht mehr "Wiederverheiratete Geschiedene", es heißt jetzt "Paare in zweiter ziviler Ehe."
Also um es kurz zumachen, es ist das übliche Gesumms,aber  am Schluß wird ein bekannter katholischer Moraltheologe zitiert, der feststellt:
"der Schritt der Wiederverheiratung stellt kein Zustand schwerer Sünde dar, sondern ist ein Akt der Verantwortungsübernahme"
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen.
Korrekt ist, wenn Leute nur so zusammen leben und dann heiraten, so begeben sie sich vom objektiven Zustand der Sünde, in die geordneten Bahnen der Verantwortung füreinander, vor Gott und den Menschen.

Also meine Tochter hat mich die letzten Tage furchtbar genervt, weil sie beständig Schillers "Bürgschaft" rezitiert hat.
Zum Schluß spricht bekanntlich der Tyrann, angesichts der Treue des Damon zum Freund, die der Damon  durchhält, auch wenn alles sinnlos und  vergebens erscheint,, die berühmten Worte:
"Die Treue sie ist doch kein leerer Wahn!................................."

Genau das isses.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Was der Präfekt sagt. Interview des Osservatore mit Erzbischof L.Müller

Der Osservatore Romano, vertreten durch Chefredakteur G.M. Vian und Journalistin Astrid Haas,  hat ein Interview mit dem neuen Präfekten der Glaubenskongregation EB Müller geführt. Hier einige Ausschnitte

Über den Glauben:
"Der Gaube wird durch eine maximale Offenheit charakterisiert. Er ist eine persönliche Beziehung zu Gott und trägt in sich alle Schätze der Weisheit.
Deshalb ist unsere endliche Vernunft immer auf dem Weg zum unendlichen Gott.Wir können immer Neues entdecken, immer tiefer den Reichtum der Offenbarung verstehen. Wir können sie nie ausschöpfen."

Nach den Lefebvrianern ( Piusbruderschaft) befragt sagte EB Müller:
" Für die Zukunft der Kirche ist es wichtig , die ideologischen Frontstellungen,woher sie auch kommen, zu überwinden.
Es gibt nur eine Verkündigung Gottes in Jesus Christus, die der ganzen Kirche anvertraut wurde.
Deshalb gibt es über das Wort Gottes keine Verhandlungen, man kann nicht gleichzeitig glauben und nicht glauben..... man kann sich nicht auf die Tradition der Kirche berufen und sie dann nur zu Teilen akzeptieren.
Der Weg der Kirche führt nach vorn, alle sind eingeladen, sich nicht in einem selbstreferentiellen Denken einzuschließen, sondern das volle Leben und den vollen Glauben der Kirche zu empfangen."

Zum Tag des heiligen Jakobus

... ein Rückblick auf den Besuch von Papst Benedikt in Santiago de Compostela im November 2010.

Interessante Kleinigkeiten aus Rom und Umgebung

Mit dem heutigen Tage dauert das Pontifikat des Hl. Vaters länger als durchschnittlich. Die durchschnittliche Amtsdauer seiner Vorgänger betrug bisher 7,19 Jahre.
Hatten nicht die einen oder anderen- mit schlecht verhehlter Hoffnung- von einem Übergangspapst gesprochen?
Ad multos annos!

Bei seinen täglichen Spaziergängen in Castel Gandolfo besucht der Hl. Vater auch regelmäßig den landwirtschaftlichen Teil der päpstlichen Güter, die Tiere - seien sie im Freien oder in den Stallungen und die Pflanzungen. Der Betrieb liefert die nach biologischen Kriterien erzeugten Nahrungsmittel für die pästliche Tafel.

Bisher habe sich der Hl. Vater geweigert, Paoletto, den untreuen Kammerdiener, zu sehen, vermerken die italienischen Journale.

Kann die Alleintäterthese überzeugen?

Auch nach dem Dementi von Pater Lombardi verstummen die Flüsterer nicht.
Keiner  in der Italienischen Öffentlichkeit glaubt, daß Paoletto ganz allein auf die Idee kam, sich aller Dokumente und Briefe zu bemächtigen, die er in die Hände bekam und diese dann nach und nach in die Öffentlichkeit zu lanzieren.
Es gibt einen vorläufigen Untersuchungsbericht der 3 Kardinäle- in nur einer Ausfertigung- und die habe bisher ausschließlich der Hl. Vater zu Gesicht bekommen.
Was inzwischen  geklärt ist- ist, wie und wann der Kammerdiener an die Papiere gekommen ist: während der ausführlichen Spaziergänge des Hl. Vaters mit seinen Sekretären ( was die Feststellung zuläßt, daß das Appartamento in dieser Zeit nicht überwacht wird.....mit allen sich daraus ergebenden Möglichkeiten).
Was war am Anfang? Es ging um die Ernennung von Msgr. Vigano zum Nuntius in den USA - augenscheinlich gegen dessen Willen- dem Paoletto direkte Informationen beschaffen und helfen wollte. Der "Informationstranfer " hatte geklappt und das mag Begehrlichkeiten geweckt haben . Das kleine Rinnsal am Anfang wurde zu einem nicht versiegenden Fluß und der Kammerdiener verlor Überblick und Steuerfähigkeit- das Ganze lief aus dem Ruder und wuchs sich zur Affäre Vatileaks aus.
Was ebenso sicher ist: es gab von Anfang an abnahmewillige Partner - nicht nur in der Presse.

Quelle:
Ignazio Ingrao für den Blog URBI ET ORBI auf  PanoramaIT.

Jahrestag einer prophetischen Schrift

Heute vor 44 Jahren hat der Diener Gottes, Paul VI  die berühmte, viel geschmähte Enzyklika "Humanae Vita" herausgegeben.
Ich glaube. es gibt keine andere päpstliche Enzyklika, die bei den eigenen Leuten so auf Widerspruch stieß, (von den anderen mal ganz zu schweigen).
Pillen Paule nannte man ihn und ich erinnre mich noch an den empörten Ausspruch, "was geht denn den Papst mein Schlafzimmer an!"
Die deutschen und österreichischen Bischöfe haben sich ja gleich bemüht, die Sache abzumildern, in dem sie mit der "Königsteiner Erklärung" bzw der "Mariatroster Erklärung" den besorgten Schäfchen erklärten, die höchste Instanz sei für den Katholiken ja das Gewissen und nicht der Papst ,wobei diese Unterscheidung ja Schwachsinn ist, weil ein gut und richtig gebildetes Gewissen nie gegen  päpstliche Anordnungen, die auf den beiden Säulen des Katholischen ( Schrift und Tradition) basieren, entscheiden kann.
Und man kann es drehen und wenden wie man will, diese Verhüterei widerspricht aller Tradition und der Schrift schon dreimal! Wird da doch beständig die Fruchtbarkeit gefeiert und Unfruchtbarkeit als Strafe Gottes gesehen und beschrieben. Ja es ist doch so, dass in allen Kulturen und Religionen (zumindest bis zu den frühen 60ern) Kinder als was Gutes, Positives. Wichtiges galten.

Credo


Bouguereau The Virgin With Angels
Die Jungfrau mit dem Kind
und Engeln
William Adolphe Bouguereau [Public domain],
via Wikimedia Commons

am Sonntag im Choral-Amt durften wir es wieder singen:



"Credo in unum Deum Patrem omnipotentem, factorem cæli et terræ, visibilium omnium et invisibilium;....."

.. und wenn unser Glaubensbekenntnis Geburtstag feiern könnte, dann könnte es heute seinen 1687. Geburtstag feiern. Mit der Unterzeichnung der Verträge des Konzils von Nicäa am 25. Juli 325 erhielt dieses Glaubensbekenntnis seine Gültigkeit für die ganze Christenheit und es wird seitdem nahezu unverändert gebetet.
In einigen Kirchen knien sich alle hin, wenn der Chor singt "...et incarnatus est de Spiritu Sancto... ", um die Ankunft unseres Herrn ganz intensiv mitzuerleben. In anderen Kirchen wird man dafür eher komisch angeguckt.

Dienstag, 24. Juli 2012

Grüß Gott aus der Nachbarschaft (Teil1)

... oder warum in die Ferne schweifen?


Gerade mal 5 km von meiner Wohnung entfernt liegt die Barockkirche St. Michael in Berg am Laim.
Sie ist das "Kind" bayerisch-kölnischer Verbundenheit aus den Jahr 1735 - 1751. Clemens August I, ein Sohn des bayerischen Kurfürsten Max Emanuel, der als Kurfürst und Erzbischof von Köln in München die Hofmark Berg am Laim besaß, ließ diese Kirche von Johann Michael Fischer errichten.
Berg am Laim war damals ein kleines Dorf außerhalb Münchens. Inzwischen liegt es zwar außerhalb des mittleren Rings, aber mittendrin im Stadtgebiet. Die Bewohner dieses Stadtteils haben viel Glück, dass sie in so einer schönen Kirche den Rosenkranz beten oder die Heilige Messe feiern dürfen:

St. Michael Berg am Laim-7
Die Barocke Fassade von St. Michael in Berg am Laim
© I, Rufus46 [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0
(http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) oder CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0
(http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5-2.0-1.0)], via Wikimedia Commons













Informationen aus erster Hand

Wie jedes Jahr vor Beginn der Sommerferien gibt der Münchner Erzbischof der Münchner Kirchenzeitung ein langes Interview.


Natürlich beantwortet er dazu auch die Fragen zum letzten Besuch in Rom, zur Vatileaks-Affäre sowie zum Bayerischen Abend, den das Erzbistum Papst Benedikt zum 85. Geburtstag geschenkt hat:


"MK: Wenden wir den Blick nach Rom. Papst Benedikt XVI. hatte im April seinen 85. Geburtstag. Sie waren in Rom mit dabei. Wie war dabei Ihr Eindruck vom Heiligen Vater?

Marx: Er war guter Dinge, aber als er von der »letzten Wegstrecke, die vor mir liegt« sprach, hat uns das alle sehr bewegt und angerührt. Der Papst ist eben ein gläubiger Realist. Ich habe aber keinerlei Anzeichen von Resignation oder Ermüdung festgestellt.


Das Jahr des Glaubens

kommt mit schnellen Schritten. In drei Monaten sind wir schon "mittendrin".
Auch die Erzdiözese München und Freising wird dabeisein.
Reinhard Kardinal Marx lädt alle Katholiken im Erzbistum dazu ein:




Ich gebe aber zu, dass mir das "Programm zum Jahr des Glaubens"von Prälat Imkamp, das "Frischer Wind" heute auf ihrer Seite veröffentlicht hat, doch besser gefällt.....

Castel Gandolfo, Ansichten und Geschichten

Castel Gandolfo rückt wg. der Berichterstattung über den sonntäglichen Angelus und die päsptlichen Ferien auch näher in den Blickpunkt vieler Italienreisender- sicherlich zu Recht.



Und nicht nur die Schönheit des Ortes und seiner Umgebung versprechen einen lohnenden Ausflug- auch die Geschichte der päpstlichen Villen am Kraterrand des antiken Godia Albano bietet viel Erfahrenswertes .
Dazu hat die Rai ein kleines Video gesendet, das sich mit einer der vielen Geschichten befaßt, die sich hinter den Mauern der Sommerresidenz der Päpste seit 1626, als Papst Urban VIII hier zuerst den Sommer verbrachte, zugetragen haben.
Das sollte man unbedingt anschauen.


Stille Post oder ?

Paul Badde flüstert in der Welt bzgl. Vatileaks von den deutschen Verrätern aus dem engsten Vertrauenskreis des Hl. Vaters, das vernimmt die Repubblica in Italien und flüstert es weiter - Pressesprecher Lombardi widerspricht und dementiert heftig- nun kommt das Geflüsterte nach Deutschland zurück und erreicht das Ohr der Bildzeitung, die heute unter dem Titel  : "Wurde der deutsche Papst von seinen deutschen Vertrauten verraten?"  das veröffentlicht, was sie verstanden zu haben glaubt.
Inzwischen haben sich- wie das bei Stille Post so ist- einige Fehler eingeschlichen.
So z.B. daß Msgr. Gänswein erst nach der Papstwahl Ratzingersekretär wurde.
Immerhin haben sie zu zweien der namentlich Beschuldigten Kontakt aufgenommen:
Bischof Clemens ( Exsekretär) sagt- das sei alles frei erfunden und den berüchtigten Papstbrief, in dem der ihm die alte Freundschaft aufkündigt- gäbe es schlicht nicht. Ingrid Stampa, die in jedem Artikel etwas schlechter wegkommt als im vorherigen, lehnt jedes Gespräch mit Pressevertretern ab.
Bleibt noch das , was angeblich ein nicht namentlich genannter alter deutscher Bischof den Bildleuten als Ratschlag für den Hl. Vater mitgab:
"Ubi pus ibi evacua"  ( aus dem Schatzkästlein der römischen Wundärzte der Antike) "wo Eiter ist- entferne ihn !"

Für uns stellt sich nun die Frage: Stille Post oder nicht? Gestern haben wir absichtlich darauf verzichtet, von diesem Flüsterspiel, das sich von Rom ( groß aufgemacht in der Repubblica)  aus ausbreitet, zu berichten, aber wie man sieht- kann man es so nicht daran hindern.
Wie recht doch der Textdichter der Arie " Die Verleumdung -sie ist ein Lüftchen...."  ( Barbier von Sevilla) hat. Daran glauben wir, was die Beschuldigten angeht - bis zum Beweis des Gegenteils.


Wir sagen Danke!

Wir freuen uns wirklich riesig über die Nominierung zum Robusta Preis in der Kategorie "Papsttreue".
Wir freuen uns, dass wir Blogozesen-Neulinge, die über Nacht "ins kalte Wasser gesprungen" sind und  sich erst mal freischwimmen mussten, so schnell überhaupt wahrgenommen wurden.
Danke dafür! Das motiviert uns ungemein!
Gerade heute habe ich hier ein schönes Interview mit Notker Wolf gehört, wo er u.a. sagte "Man darf sich den Mund nicht verbieten lassen" und er sich selbst als "Bömbchenleger" bezeichnete. So sehen wir uns auch und deshalb werden wir im gleichen Stil weitermachen für Papst und Kirche!

Montag, 23. Juli 2012

Willkommen, Pimpfe!

Gerade haben wir gesehen, dass sich die Pimpfe in unserem "Freunde-Club" eingetragen haben. Das freut uns außerordentlich, dass wir bei der Jugend so gut ankommen!
Und da ich gerade gelesen habe, dass Max auf Horrorfilme steht, trau ich mich jetzt einfach mal, ihn mit einem solchen willkommen zu heißen. Allerdings können wir weniger mit Blutspritzern dienen, dafür umso mehr mit Psycho-Horror. Also Vorsicht! Wer das nicht aushalten kann, sollte besser nicht hinschauen.



Ernennung

Heute hat der Hl. Vater Msgr. Pier Luigi Celata zum Vice Camerlengo di Santa Romana Chiesa ernannt . Celata war bisher Nuntius- u.a. in San Marino,der Türkei, Slowenien, Belgien und Luxemburg.
Er wird mit dem Camerlengo, Kardinal T. Bertone , zusammenarbeiten, dem im Falle einer Sedisvakanz die Administration der Kurie und des Kirchenstaates zufällt.

Was uns besonders freut

Wenn ich samstags mit dem Auto unterwegs bin, höre ich gerne auf Bayern 4 Klassik "Meine Musik". Eine gut gemachte Interviewsendung, in der Musiker  eine Stunde lang über ihr Leben befragt werden, und zwischendurch ihre Lieblingstitel gespielt bekommen. Gestern war, wie so oft vor Eröffnung der Festspiele, der neue Intendant der Salzburger Festspiele an der Reihe. Alexander Pereira erzählte dort vom diesjährigen Festspielprogramm, was alles zur Aufführung kommt, dass es ein spezielles Programm für Kinder gibt. Dann erzählte er, dass es in diesem Jahr eine "Ouverture spirituelle" geben wird. Ich dachte erst, ich hätte mich verhört....

Hilft Überangepaßtsein an den Zeitgeist , die Geister der Vergangenheit zu vertreiben?

Zum mehr schlecht als recht getarnten Rausschmiss des russischen Sängers des Fliegenden Holländers durch den im Wagnerclan doch recht neuen Kampf gegen rechts der verschworenen Wagnerschwestern hat Geistbraus in seinem blog die passenden Worte geschrieben. "Die Großen Geistbraus-Gedenkwochen!! oder:Christus kam nur bis Lohengrin"

Verbaler Krieg um ein Stück Haut

Nachdem die Diskussionen nicht abebben - doch noch ein Kommentar zu der immer unsäglicher werdenden Debatte.

Es sieht so aus- als hätten die  ewigen Antisemiten und die Atheistischen Extremisten im Lande nur auf ein Signal gewartet, um der Welt ihre Ansichten kundzutun.
Dieses ersehnte Signal hat nun das Kölner Landgericht mit seinem Beschneidungsurteil geliefert. Staunend steht der Rest der Republik vor einem Tsunami an wütenden, irrationalen Wortmeldungen wildgewordener Vorhautfreunde, die wie man ihren wirren Elogen auf ein Stück Haut entnehmen kann, selbiges anscheinend für das wichtigste Organ des männlichen Körpers halten.
Sie werfen sich für die körperliche Unverehrtheit jüdischer Knaben in die Bresche. deren Ableben durch terroristische Anschläge sie sonst keine Silbe widmen. Keines der alten Nazistereotypen ist ihnen zu abgeschmackt, zu dumm, zu haßverzerrt als dass sie es nicht gegen den uralten Ritus zum Beitritt in den Bund Abrahams benutzen würden. Je ahnungsloser sie sind, desto lauter tröten sie in den Blätterwald bzw. überschwemmen die onlineforen der Medien mit dem Schaum, den sie vor dem Mund haben.
Dass in den USA auch sehr viele nichtjüdische, nichtmoslemische Knaben gleich nach ihrer Geburt aus Hygiene-und Präventionsgründen beschnitten werden, wissen sie nicht. Darum geht es den Kämpfern für die Vorhaut auch gar nicht. Endlich - und das ist das Neue - können sie völlig ungehemmt ihre antijüdischen Ressentiments, ihren antijüdischen Haß ungeschminkt artikulieren - das erklärt dann auch Wortwahl und Argumentation ( wenngleich das, was sie als Argumente anführen, diesen Namen nicht verdient).

Ich liebe weiße Katzen!

Die Tierschützer - können die sich denn gar nicht freuen?

In Kempten, wo gerade der Circus Krone gastiert wurden von einer Zirkus-Löwin 6 junge geboren.
Das besondere daran: sie sind weiß.:

Hinreißende weiße Löwenbabys im Circus Krone:

Circus-Löwen? Das ruft natürlich auch die Tierschützer auf den Plan. Laut wird protestiert, dass die Tiere nicht "artgerecht" gehalten würden. Sie seien in einem Käfig eingesperrt und hätten zu wenig Freiraum. Außerdem würden die Löwenbabys dazu "benutzt", Besucher in den Circus-Zoo zu locken.
Was die die Tierschützer nicht wissen:
Weiße Löwen können in freier Wildbahn gar nicht überleben, weil sie durch ihre außergewöhnliche (Nicht)-Färbung von den Beutetieren schon von weitem zu erkennen seien. Deshalb würden sie wenig Futter erjagen und leicht verhungern (Das ist den Tierschützern aber egal).

Gerne möchte ich die Tierschützer auch mal wieder drauf aufmerksam machen, was Weihbischof Laun letztens in seiner Katechese in St. Peter in München sagte:
Wir sollten uns nicht so sehr um die artgerechte Tierhaltung kümmern, sondern uns mehr um die "artgerechte Menschenhaltung" sorgen. Dazu gehöre auch, dass Kleine Kinder "artgerecht" bei ihren Eltern aufwachsen ...

Heute wechselt der Kalender in das Tierkreiszeichen Löwe - dem absoluten Sommerzeichen. Vielleicht lässt sich der Sommer ja damit hervorlocken.


Sonntag, 22. Juli 2012

Papst Benedikt XVI, der Revolutionär

So betitelt Jacques de Guillebon seinen in der katholischen Zeitung "Temoignage Chrétien" erschienenen Artikel, der sich mit der angekündigten Erhebung der Hl. Hildegard von Bingen und des Hl. Juan d'Avila zu Kirchenlehrern befasst.
Wörtlich schreibt er:
"Zwei  Heilige werden demnächst vom Papst zu Kirchenlehrern erhoben. Wer?
Eine Nonne, die über Natur und Physiologie des weibl. Orgasmus geschrieben hat und ein Prediger, der die reichen katholischen Antisemiten in Spanien kritisierte.
Dieser alte deutsche Papst, Theologe und Autor von 250 Schriften, hat nie aufgehört uns zu überraschen....
Während er sich einerseits - nicht ohne Schmerzen und Tränen - der Piusbruderschaft  (wörtlich schreibt er Lefebvre-Bande) annähert, um sie zur Annahme der Konzilsinterpretation durch das Lehramt zu bewegen, entwirft er andererseits größte revolutionäre Gedankenpanoramen. Eine stumme Revolution, das ist wahr. Aber man muß die diskreten Hinweise erkennen. So erklärt er, als niemand damit rechnet, die Hl. Hildegard von Bingen und Juan d´Avila zu Kirchenlehrern erheben zu wollen.

Hildegard von Bingen
Die deutsche Benediktinerinnen-Äbtissin Hildegard war umfassend gebildet, was ihr erlaubte, sowohl medizinische Traktate (u.a. über die Entdeckung des Blutkreislaufes weit vor Harvey)  zu verfassen als auch Musikstücke zu komponieren......man vergißt manchmal den Zorn ihres Bischofs über ihren gerade für eine Frau ihrer Zeit einzigartigen Ton. Es war ein Papst, der sie unter seinen Schutz stellte und ihr erlaubte, ihre außerordentlichen Studien forzuführen....

Los Wochos

Bücher für die Ferienzeit


Da schließen wir uns doch gerne "Pulchra ut Luna" an, als "Los Wochos-Aktion" katholische Bücher für die Urlaubszeit zu empfehlen.
Natürlich könnte ich zuerst mein Lieblingsbuch "Worauf warten wir?" von Notker Wolf empfehlen. Aber da regt man sich nur auf und das will ja niemand im Urlaub.

Deshalb hier ein paar "Leichte Kost-"Tips. Bücher, die man immer zwischendurch mal aus der Hand legen kann, denn im Urlaub gibt's ja auch viele andere Dinge zu tun.
Da ist natürlich Wilhelm Imkamps "Fit für die Ewigkeit", das in gewohnter Imkamp-Sprache die Lesungen des Evangeliums erklärt.
Schön zum Lesen und Vorlesen sind die Märchensammlungen von Heinrich Dickerhoff, z.B. "Trau Deiner Sehnsucht mehr als Deiner Verzweiflung". Mit Märchen aus aller Welt, die nicht jeder kennt. Heinrich Dickerhoff ist katholischer Theologe und Präsident der Europäischen Märchengesellschaft. Er möchte mit seinen Büchern aufzeigen, wie der Glaube hilft, sich selbst und das eigene Leben zu verstehen.

Samstag, 21. Juli 2012

Neues aus Rom und Castel Gandolfo

Schülerkreis
Thema des diesjährigen Treffens des Ratzinger Schülerkreises, das für Anfang September vorgesehen ist, werden die Beziehungen der Kirche zu  Protestanten und Anglikanern sein. Als diesjähriger Gastreferent wurde Kardinal Kasper eingeladen.




Neues von Vatileaks:
Wie die vatikanische Untersuchungskommission bekannt gab, ist Paoletto, kommunikationsfreudiger ExKammerdiener des Hl. Vaters, heute aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Bis auf Weiteres steht er unter Hausarrest. Er wird noch immer als einziger Verdächtiger in der Vatileaksaffäre bezeichnet.

Seligsprechungen

Der emeritierte Präfekt der Seligsprechungskongregation,  Kardinal Saraiva Martinez hat sich zum Seligsprechungsprozess für die Diener Gottes Paul VI und Johannes Paul I geäußert .

Damals eine Weltsensation - heute fast vergessen

Meine Güte, wie haben wir damals mitgefiebert. Mitten in der Nacht sind wir aufgestanden, damit wir das miterleben konnten:

Am 21. Juli 1969 

betraten die ersten Menschen den Mond. Es waren die Amerikaner Armstrong und Aldrin, die diesen großen Schritt für die Menschheit live in die Wohnzimmer der Welt übertrugen.
Leider konnten wir von diesem Ereignis keine Fernsehbilder mehr finden.
Als Ersatz bieten wir aber bewegende Bilder von der Landung der ersten Deutschen auf dem Mond an - was ja in der damaligen Euphorie komplett untergegangen war.

Euthanasie und Humanae vita, oder warum Paul VI ein Prophet war.



Immer wieder kommt sie hoch, die Diskussion um Hirntod, aktive und passive Sterbehilfe.
Auch wenn da vieles durcheinandergeht, gefährlich ist es schon und andererseits auch irgendwie logisch.
In ca. 10 Jahren ist laut Statistik ein Drittel der Bevölkerung über 60 und das ist, man kann es drehen und wenden wie man will, nicht normal.
So richtig die Haltung der Kirchen, die da lautet "aktive Sterbehilfe nicht mit uns", ist, so sehr bleibt der Fakt der lange geleugneten, von den Lebensrechtsgruppen schon lange vorhergesagten,  demografischen Katastrophe.
Teuer sind die kranken, siechen (heiß das früher) Alten geworden, auch wenn man nicht leugnen kann, dass all diese Intinsivstmedizin, Therapien und Hilfsmittel, (von Brille über Hörgerät, Rolatoren, Sauerstoffversorgung, Massagen, Diäten undsoweiter und so weiter) einen erklecklichen Anteil der Bevölkerung in Arbeit und Brot erhalten, also all diese teuren Dinge auch wieder zur Steigerung des Bruttosozialproduktes beitragen,.

Aber es ist irgendwie doch normaler, wenn ein erklecklicher Teil der Bevölkerung damit beschäftigt ist, die Jungen hochzupäppeln.  Aber, seien wir ehrlich, soviele Jungen haben wir gar nicht mehr und  ich persönlich halte all diese Ganztageschulerei für den verzweifelten Versuch, all diese beamteten Lehrerinnen zu beschäftigen, weil ja die Schülerzahlen stetig sinken.


Los Sommerlochos – Teil 2

14.7.: Der Donaukurier will Karriere machen – als neues Süddeutsches Antikirchenblatt. Deshalb gibt’s hier hin- und wieder mal ein bisschen Antikirchenpropaganda. Diesmal darf sich eine Wiederverheirate Geschiedene ausweinen, die von der bösen Kirche nicht als Erzieherin eingestellt wird. Natürlich Anonym erzählt sie, „dass sie sicher längst verbrannt worden wäre, wenn sie im Mittelalter gelebt hätte“. Und diese Frau mit so geringem Wissen über die Kirche meint aber, sie könnte Kinder im christlichen Glauben erziehen ...
14.7.: Der Tagesspiegel musste die Titanic-Affäre auch noch mal kommentarmäßig aufwärmen. Er hätte es besser gelassen. Es war nur peinlich.
15.7.: WOn-Korrespondent Paul Badde berichtet aus dem Intrigantenstadl „Vatikan“: Eifersucht und Missgunst als wahrer Hintergrund der Vatileaks-Affäre?
16.7.: Der Fettnapf der Woche gebührt dem FDP-Politiker und Menschenrechtsbeauftragten Markus Löning. Er hat auf seiner Facebook-Seite alle Gläubigen als „dumm“ bezeichnet und dadurch nur gezeigt, dass die hellsten Köpfe offensichtlich nicht mehr in die Politik gehen.
Wenn man – wie ich ein paar Jahre SPON-Forum hinter sich hat, könnte man vermuten, dass der Herr Löning einem Mitglied des Linken-Callcenters die Phrasendreschmaschine geklaut hat – weil er auch mal „modern“ sein wollte. 

Hände und Hoffnung

Im Dürerjahr betrachtet die BR-Sendung "Stationen" das wohl bekannteste Werk von Albrecht Dürer:

Die betenden Hände


Albrecht Dürer: Betende Hände
Public domain via Wikimedia commons

Freitag, 20. Juli 2012

Brutkästen

Dem Blog St. Christinas Ofenbank verdanken wir den Tip, einen Artikel in TheEuropean zu lesen. Dank dafür !
Birgit Kelle schreibt unter dem Titel : "Ich bin kein Brutkasten"  die Replik, die Frau Schwesig verdient hat.
Die sollte jeder gelesen haben, der die Familie nicht als brutttosozialproduktschädliche Kapitalismusbremse oder wenn vom p.c.Zeitgeist gehirngewaschen oder noch DDR-sozialisiert ( als auch die Kinder zwangsverstaatlicht wurden) - als "Steinzeitmodell" betrachtet.

Ausgeflogen!

Die Münchner Turmfalken haben ihr Nest verlassen und freuen sich jetzt an der Freiheit in den Isar Auen. Hier kann so ein Jungfalke viel Spaß haben beim Fliegen und beim Mäusejagen.

Doch manchmal kommen sie noch in ihr Nest zurück, gerade so, als ob sie sich mal ein bisschen von der "bösen Welt da draußen" erholen wollten.

Und wenn man Glück hat, erwischt die Webcam genau einen solchen Moment.

Die jungen Münchner Turmfalken ruhen sich vom Fliegen
und Jagen in ihrem Nest aus.
Quelle: www.Muenchen.de, Corporate Commons-Lizenz
mit freundlicher Genehmigung des Webseitenbetreibers

Unser Sommermärchen:

Weil es gerade Sommer(loch) ist- allerdings ohne Sommerwetter, und es zwar viele saure Gurken gibt, es jedoch in der katholischen Welt etwas ruhig geworden ist, haben wir uns entschlossen, unsere geneigten Leser mit einer Telenovela zu unterhalten, die allerdings nicht regelmäßig sondern nur sporadisch fortgesetzt wird.

Die Froschprinzessin oder Romeo und Julia auf dem Dorfteich.*Teil I


"... da saß sie nun die stolze Prinzessin. Einmal vom falschen Prinzen geküsst und schon war sie zur Froschprinzessin geworden, immer noch wunderschön und die klügste von allen. So dachte sie und so erzählte sie es sich jeden Tag selbst. Der tiefe grüne Brunnen auf dem Schlossberg war ihr neues Zuhause geworden, und sie fühlte sich wohl, weil sie auch ganz grün anzusehen war und bald hatte sie sich an ihren neuen Zustand gewöhnt.


1984!

Echo Romeo 

hat einen genialen Artikel zum Thema "Newspeak" verfasst.

1984 war es das Thema und es wurde viel geredet über die Welt von George Orwell.



Und alle atmeten auf, als das Jahr um war.... zu früh gefreut! Es geht jetzt erst richtig los.

Wunder!


Wenn man manchmal am Morgen durch die Provinzpresse streift, findet man dort in der Regel, was unsere Kirche betrifft, immer die gleichen, kaum erwähnenswerten Artikel von Nachwuchsredakteuren_innen, die sich an der Kirche „abarbeiten“. Und ich denke oft, es lohnt sich gar nicht, da zu lesen.

Doch heute ist mir eine wirklich schöne Geschichte „begegnet“, die man schon fast als kleines Wunder im Alltag bezeichnen kann:
Da berichtet der evangelische Pfarrer Oliver Albrecht im Wiesbadener Tagblatt, dass er hin und wieder eine heilige Messe besucht:

„Ich habe in den vergangenen Monaten öfters in einer kleinen katholischen Kapelle das Abendmahl gefeiert, die Messe oder Eucharistie, wie unsere römischen Geschwister sagen. Aus Respekt davor, dass die katholische Kirche kein gemeinsames Abendmahl wünscht, bin ich in meiner Bankreihe sitzen geblieben und habe im Gebet teilgenommen.
Ich kann es kaum in Worte fassen, was mich da so berührt hat. Vielleicht ein Gefühl der Selbstverständlichkeit, das von der Feier ausging. Der Priester war konzentriert und liebevoll bei der Sache, aber er war nicht so bemüht darum, dass es jetzt auch allen gefällt. Man spürte: Gott war ihm jetzt in diesem Moment unendlich wichtig.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Nicht genehmigte Rabatte der deutschen Filiale

Bei den Rabatten fiel mir spontan der immer wieder aufflammende Versuch der Deutschen Katholiken ein,  die wiederverheirateten Geschiedenen doch bitte, bitte, ja zur Kommunion zuzulassen.
Also erstens kenne ich einen einzigen Fall, wo ich das Gefühl hatte, es gehe der Frau echt um den Herrn und nicht darum, bei der Erstkommunion des Großneffen, am Ritual teilnehmen zu dürfen.
Wobei man sich des Eindrucks, gerade  bei Erstkommunionen nicht erwehren kann, dass die meisten der strömenden Volksmassen besser nicht strömen würden, weil die Sonntagspflicht immer noch Kirchengebot ist und die Verletzung selbiger nicht gerade zum Empfang der Kommunion disponiert.
Will heißen, die meisten, die da so, locker flockig zur Kommunion strömen, müssten, genauso wie die wiederverheirateten Geschiedenen erstmal beichten gehen.
Nun haben die Deutschen ja zum hundertausendsten Mal sich für die Kommunion der Wiederverheirateten stark gemacht und auch im neuesten Konradsblatt fordern die Leserbriefschreiber Rom auf, doch endlich zu erlauben, was Rom nicht erlauben kann.
Der Knüller ist folgende Argumentation:

Neues aus Rom

Die FSSPX Bruderschaft hat in einer vorab veröffentlichten Mitteilung zu ihrer Antwort an den Hl. Stuhl erklärt, die Autorität des Papstes anzuerkennen und die Diskussion mit dem Lehramt fortsetzen zu wollen.
Ein kleiner oder ein großer Schritt? Man wird sehen.

Neue Besen, die Fortsetzung

Der neue Umgang mit den Kommunikationsmitteln in Oltretevere macht sich bemerkbar:
Der Vatikan hat für die Kirche, für Diözesen, Klöster und angeschlossene Institutionen die website-domain ".catholic"  erworben.


und ab August wird der Osservatore Romano in den USA erscheinen. Die Catholic Publishing Company in Indiana hat Marketing, Kundenservice  und den Vertrieb übernommen.

Kalenderblatt

Aus dem Wiki-Kalender für heute:

19. Juli 64:  In Rom wütet ein Großbrand, der mehrere Tage anhält und drei Stadtteile komplett in Asche legt. Am Brand von Rom gibt der römische Kaiser Nero den Christen die Schuld und lässt etliche von ihnen hinrichten.


Vielleicht das berühmteste Beispiel, dass die Mächte der Unterwelt die Kirche nicht überwinden werden. 

Räumungsverkauf! Rabatte! Sonderangebote!

Wenn ich sonntags zur Kirche gehe, komme ich immer an einem Kindermodengeschäft vorbei. Das ist eigentlich nichts besonderes, denn in der Innenstadt gibt es viele Geschäfte.
Aber dieser Laden hat eine ganz besondere Strategie, die man sonst eigentlich nur von Teppichhändlern kennt:

An der Eingangstür und an den Schaufenstern prangen große Schilder  „Räumungsverkauf nur noch bis zum ... 50% Rabatt ... alles muss raus.“ Nun, es kommt schon mal vor, dass ein Laden dicht macht und dass er vorher noch alles verkaufen will, was er auf Lager hat, ist auch irgendwie klar.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Unter dem Zeichen von Kreuz, Zeder und Friedenstaube

Die Organisatoren haben das offizielle Logo und die spezielle Website für den Libanonbesuch des Hl. Vaters im kommenden September, bei dem auch das Synodendokument für den Mittleren Osten unterzeichnet werden wird, vorgestellt :




 
unter  lb.papalvisit.com  kann man sich über die Reise infomieren.

Zum Ende

dieses Tages der politischen Unkorrektheit wollen wir auch politisch unkorrekt enden:
Wir widmen dieses Lied von Chris de Burgh aus dem Jahr 1980
Gottfried von Bouillon der am 18. Juli 1100 zu unserem Herrn zurückkehrte.

Medienwatch nicht nur im Sommerloch. Eine Kampagne?

Nun haben sie sie wiederentdeckt unsere Qualitätsmedien: die Bevölkerungsexplosion .
Da tourt eine gelangweilte Milliardärsgattin über den Globus, weil Friseur, Maniküre, Modestudiobesuche, Partys am Geldbunker einfach den Tag nicht ausfüllen können und verkündet, dass doch bitte alle davon absehen möchten, Kinder in die Welt zu setzen.
Sekundiert von unseren Medienschaffenden (die auch nicht gerade für ein geordnetes Familienleben mit mehr als 1,2 Kindern bekannt sind), in diesem Falle z.B. der WELT, diagnostiziert die selbsternannte Spezialistin für Erdbevölkerung in Afrika eine Bevölkerungsexplosion.
Man kann ihr nicht ganz widersprechen- dort explodiert tatsächlich  und im wahrsten Sinne des Wortes ein Teil der Bevölkerung - z.B. der christliche in Nigeria, der ständigen Terrorangriffen mit Bomben und Sprengmitteln ausgesetzt ist und sein Leben mitsamt dem seiner Kinder  auf diese Weise einbüßt.
Hat Frau Gates diese Verluste gemeint?
Nein, sie hat einen anderen Sündenbock ausgemacht- wiederum sekundiert von unseren Medien (ebensowenig für ihr umfassendes Wissen über die katholische Kirche und ihre Lehre bekannt): die Katholische Kirche.
Sie stellt sich quer -und das ist etwas, was unser Zeitgeist und seine Doktrinäre  am allerwenigsten tolerieren. Schuldig !
An den Pranger mit ihr !
Und man darf eines auch nicht vergessen, die Beglückungsversuche der Frau Gates fußen auf dem von M. Singer für die UNO erdachten sozialen Eugenikprogramm- nach dem die Bewohner armer Entwicklungsstaaten sich nicht oder nur möglichst wenig fortpflanzen sollten, weil sie es "nicht wert" seien..
Um diese schönen Ideen in die Tat umzusetzen, wird auch schon mal zum Mittel der platten Erpressung gegriffen: Entwicklungshilfe und Geld nur gegen Verhütungswohlverhalten.

Gedenkenswert

Heute ist einerseits der Todestag von Gottfried von Boullion, der trotz seines wohlschmeckenden Namens der modernen Kirche schwer im Magen liegt, andererseits wäre Georg Kreisler heute 90 Jahre alt geworden.

Kreisler war zwar Anarchist und hätte die das Abendland rettenden Aktivitäten des Gottfried von Bouillion bestimmt nicht gut gefunden, aber Kreisler hat sehr, sehr gut die Mechanismen der Massenmedien durchschaut, auch wenn er selber auch drauf reingefallen ist.
Deshalb hier zur allgemeinem Belehrung und Belustigung im Sommerloch:



Geschichte vom Dachboden.


Letztes Jahr nach Weihnachten hatte ich ein wenig Zeit, um im Haus meines Vaters nach meinen alten Kinderbüchern zu suchen. Ich wollte einfach die noch nicht an moderne Sprache angepassten „Jim-Knopf“, „Das doppelte Lottchen“ retten. Leider waren sie nicht mehr da.

Aber wenn man schon mal am Suchen ist, findet man auch. Wahre Schätze lagen dort auf dem Dachboden einfach so herum, gut verpackt und fasst staubfrei: Geschichts- und Lesebücher aus den frühen 60ern, die uns dann irgendwann in den 70ern „übereignet“ wurden. Wie klug das war, sich ausgerechnet die Geschichtsbücher mitzunehmen (obwohl man doch die Geschichte eigentlich nicht mehr verändern kann?), zeigte sich dann:
Ich war total faszinziert vom Schmökern in diesen alten Büchern und irgendwie ist das auch verständlich. Z.B. fand ich folgendes über die Zeit der Kreuzzüge:
Auszug aus dem Aufruf Papst Urbans zum ersten
Kreuzzug - beim Draufklicken wird's größer


La calunnia è un venticello

La calunnia- die Verleumdung sie ist ein Lüftchen...und steht kaum wahrnehmbar am Anfang so mancher Intrige. Das war nicht nur zu Zeiten Rossinis so und nicht nur in Sevilla.

Dienstag, 17. Juli 2012

und ewig singen die Wälder...

oder sitzen Zölibat und Priesterberufung und Weihe wie dicke, widerhakenbewehrte Stacheln im Fleische der Medienschaffenden. Sie können das alles weder begreifen noch ertragen und müssen geradezu zwanghaft versuchen, mit ihren Mitteln diese ihnen so fremden Regeln und Lebensentwürfe auf ihr Niveau herunterzubrechen.
Deshalb wimmelt es in Fernsehfilmen von der Telenovela bis zum abendfüllenden Dramolett von zölibatbrechenden Klerikern jeglicher Stufe der Hierarchie.
Nach Dafürhalten der Fernsehmacher kann es keinen Zölibat geben, der mit Überzeugung gelebt wird, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Es wäre anscheinend eine direkte Beleidigung und Bedrohung der Welt der Hedonisten.
Gerade lief im ZDF wie zum Beweis eine Sequenz "Soko Köln" mit dem vielversprechenden Titel "Die Berufenen" ( die es natürlich auch nicht geben kann, das wäre ja u.a. eine politisch absolut unkorrekte Diskriminierung aller Nichtberufenen) , in der auch nicht eines der üblichen Klischees ausgelassen wurde.
Vor der Diakonatsweihe stehender Seminarist wird Vater, wird ermordet, andere Seminaristen sind schwul und schreiben sich gegenseitig Liebesbriefe etc., keiner vom Regens bis zu Ordenschwestern ist wirklich fromm und tief gläubig- alles nur show .
Gut, daß uns das ZDF sagt, wie´s wirklich ist- sie sind die wahren Katholikenkenner . Danke!

Caritas im Herzen Afrikas

Der 96-jährige Kardinal Fiorenzo Angelini ist letzten Sonntag nach dem Angelus vom Hl. Vater in Castel Gandolfo empfangen worden und hat ihm voller Stolz ( wie er selber im Interview mit dem O.R.sagte) Fotos von der "Zitadelle der Nächstenliebe"  in Butendo im Kongo gezeigt.
Dort im bürgerkriegsgemarteterten Kongo ist mit Hilfe der Benediktinerinnen des Hl. Antlitzes unseres Herrn Jesus Christus aus der Abtei in Carsoli, die vom Diener Gottes, Abt Ildebrando Gergori gegründet wurde (dessen geistiger Ziehsohn eben Kardinal Angelini ist) und deren Grundstein der Hl. Vater bei seinem Besuch 2010 segnete, die Zitadelle der Nächstenliebe entstanden.
Sie besteht aus 7 Gebäudeteilen: der Kirche, dem Haus der Ordensschwestern, dem Gesundheitsszentrum und medizinischen Ambulatorium, der Grundschule und  der Höheren - dem Papst gewidmeten- Schule, dem Waisenhaus, dem Heim für alte und kranke Priester und einem Empfangsgebäude.
In Butembo leben ca. 1 Million Menschen.
"Wir haben ihnen" - so Kard.Angelini- "das Trinkwassser gebracht, das vorher aus 12 km Entfernung geholt werden mußte und Straßen gebaut.

Von Hennen und Hähnen.

Die Kirche – ein Tummelplatz für Karrieristen?


„Ich wollt, ich wär ein Huhn“ sangen die Comedian Harmonists sehr erfolgreich in den 20er Jahren. In dieser Zeit war das Thema Karriere auch noch nicht so wichtig. Man machte einfach die Arbeit, die einem zugewiesen wurde und freute sich, wenn der Chef zufrieden war und man selbst auch.

Diese Zeiten sind anders geworden. Heute fängt das Berufsleben mit einem „Titel auf einer Visitenkarte" an. Ein normaler Verkäufer wird da schon schnell mal zum „Key Account Manager“.  Sekretärinnen werden zu „Management Assistants“. usw. Personalfachleute sind vielfach damit beschäftigt für die einfachen Berufsbezeichnungen immer neue Titel zu erfinden. Ist ja auch billiger, als eine gute Gehaltserhöhung und so sind alle zufrieden.

Wie aber sieht das nun in der Kirche aus?

Gibt es auch hier eine Karriereleiter, die man erklimmen kann, wenn man nur laut genug Forderungen stellt, sich durchboxt oder durchsetzt? Besonders die immer mehr werdenden Altarraum-Amazonen scheinen das zu glauben. Sie haben durch die einschlägige Literatur verinnerlicht, dass es wichtig ist, auf den gewünschten Berufsfeldern „Karriere zu machen“.

Hilfe für alle Hitzegeplagten

Es ist Sommer und wir alle wissen ja, dass es in dieser Jahreszeit heiß wird.
Aber dieser Extrem-Sommer ist ja nicht mehr auszuhalten, und nur ganz langsam erhalten wir von einigen Medien Zuspruch.
Das tut doch mal so richtig gut, wenn so ein Klimageplagter, uns erklärt, warum wir diesen heißen Sommer als zu kalt empfinden. Danke Herr Martenstein, dass Sie uns hier auf die Sprünge helfen.

Das bringt uns jetzt allerdings etwas ins Grübeln, ob wir mit ihrem Kollegen Neuhof nicht vielleicht doch etwas zu hart umgegangen sind. Vielleicht waren ja seine Ausfälle einfach nur die Folgen der durch die augenblickliche Hitzewelle hervorgerufenen Dehydrierung.

Nachschlag:
Auch der Kollege Geistbraus hat sich des Themas angenommen, da die in Berlin wegen Dauerregens abgesagte Klimakonferenz ihm einen "inneren Weltjugendtag" bescherte ....

Montag, 16. Juli 2012

Die Eifersucht ...

... ist eine Plage.
Irgendwie kann man es nicht glauben und es klingt nach Sommerloch, was Paul Badde in seinem Artikel in WOn aus dem Vatikan berichtet: Ist der Vatikan wirklich eine Hochburg für Intrigen und Eifersüchteleien?  Als Laie, der weit von diesem Ort entfernt ist, kann man sich gar nicht vorstellen, dass im heiligen Herzen unserer Kirche ein derartiger Sumpf aus Machtansprüchen und Beinstellertum etc. herrscht. Sind denn diese Menschen, die dort im nächsten Umfeld des Papstes arbeiten, nicht in den Vatikan gekommen, um Gott und in diesem Zusammenhang auch dem Papst treu und in Demut zu dienen, zu gehorchen und ihren Arbeitsplatz, an den Gott sie gestellt hat, mit Liebe und Fürsorge auszufüllen?
All denen, die vergessen haben, dass Neid und Eifersucht noch niemandem genutzt und noch niemanden weitergebracht haben, sei dieses Lied gewidmet.




Ich habe das als Kind immer gesungen, weil ich so gerne Opernsängerin geworden wäre. Nun, mit der Sangeskarriere hat’s nicht geklappt, aber den Titel des Liedes habe ich durch das dauerhafte Wiederholen verinnerlicht. Das hat mich doch weitgehend von diesem Gift befreit und ich bin ohne Eifersucht und Neid gut durchs Leben gekommen.

Wieder die großen Ereignisse...

und die Schatten, die sie vorauswerfen, wie beispielsweise die im September bevorstehende Libanonreise des Hl.Vaters.  Libanon ist das Land des Mittleren  Ostens, in dem die meisten Katholiken leben, alle Christen zusammen stellen 40% der Bevölkerung. Und seine christlichen Traditionen reichen bis in die allerersten Anfänge zurück.

Gestern in Frascati / update

Hier eine Fotostrecke von VaticanInsider zum gestrigen Pastoralbesuch in Frascati.
Und nun  gibt es auch ein Video von der Messe in Frascati



Vom Angelus in Castel Gandolfo gibt es dieses Video

Sonntag, 15. Juli 2012

Überirdisch!

ist wahrscheinlich noch untertrieben. Ich und noch viele andere hatten heute in unserer Kirche das Gefühl, dass wir bereits im Himmel sind – wenn nicht nach kurzen 10 Minuten der Choral zu Ende gewesen wäre. Viele hatten feuchte Augen, denn es war wirklich engelsgleich, was wir heute zum Auszug zu hören bekamen.

Das Collegium Monascence ist ein professionelles Ensemble innerhalb der Kirchenmusik von St. Michael. Sie feierten heute ihr 5jähriges Bestehen und gestalteten deshalb heute das Hochamt.
Zur Messfeier gab es die „Missa Alleluja“ von Heinrich Ignaz Xaver von Biber, einem böhmischen Komponisten  (1644 – 1704), der lange Zeit in Diensten des Erzbischofs von Salzburg stand.

Heute in Frascati

Der Hl. Vater hat heute der Bischofsstadt Frascati einen apostolischen Besuch abgestattet, als 4. Pontifex in neuer Zeit , nach Johannes XXIII, Paul VI und Johannes Paul II.
Er wurde von Bischof R.Martinelli, seinem langjährigen Mitarbeiter in der Glaubenskongregation , dem apostolischen Nuntius in Italien A.Bernardini sowie den Vertretern zahlreicher ziviler Institutionen begrüßt.
Wie S.Izzo für VaticanInsider schreibt, sind weit mehr Menschen aus diesem Anlaß nach Frascati gekommen, als erwartet. Lange Kolonnen von vor den Toren der Stadt abgestellten Autos und Bussen wiesen darauf hin.
Viele der Teilnehmer an der Hl. Messe vor dem Dom waren schon in frühesten Morgenstunden aufgebrochen, um den Hl. Vater sehen und hören zu können.
In seiner Predigt ging der Papst u.a. auf die Aussendung der Apostel ein und sagte: " als Verkündiger Christi dürfen wir nicht nach dem Erfolg schielen...die Gesandten Gottes werden auf der Erde nicht gut empfangen"
Es sei schön zu sehen, fuhr er fort, daß man auch noch nach 2000 Jahren von einem prägenden Einfluß Christi sprechen könne.
"Alle sind wir verantwortlich, alle sind wir mitveratwortlich, der Herr ruft alle und verteilt die verschiedenen Gaben für die verschiedenen Aufgaben in der Kirche. Er ruft den Priester zum geweihten Leben, die Laien zur Ehe....
Seid untereinander einig und gleichzeitig offen, seid Missionare. Bleibt fest im Glauben und in Christus verwurzelt...."

Samstag, 14. Juli 2012

Seilschaften

Dieser Kommentar ist speziell Herrn Jost Müller Neuhof vom Tagesspiegel gewidmet.
Kloakenseilschaften & Geisteszwerge.
Am Bahnhofsklohumor der Titanic2  scheiden sich die Geister: auf der einen Seite die ob dieser in der analen Phase steckengebliebenen Fäkal"spässchens" peinlich Berührten und auf der anderen Seite die Sympathisanten, die die Darstellung von Urin und Kot tatsächlich für Satire halten, gar eine gesellschaftskritische - wie beispielsweise der Herr Müller Neuhof, die sich voller frühkindlicher Lust an Körperausscheidungen ergötzen und sich präpotent mit dem Fischer-Leo solidarisieren ( und sei es auch nur, weil es gegen den Papst geht und man sich als Schreibtischtäter relativ sicher fühlen darf).
Und nun quetscht sich der Herr Redakteur ein paar Krokodilstränchen ab, weil der Papst, der böse,  sich gegen diese fundamentale Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte wehrt. Das dürfen nur Linke, Atheisten, bestimmte Genderuntergruppen und eben Geisteszwerge - alle anderen, insbesondere Katholiken haben jede Beleidigung und komme sie auch im Stürmerstil daher, klaglos zu ertragen.
So sieht es aus das Berufsethos der journalistischen Seilschaftler.

Ein Krokodil im Baggersee

Man merkt’s. Es ist Sommer und in einigen Bundesländern sind ja auch schon Ferien.
Irgendwann werden auch Regierungen und Parlamente in Urlaub sein und dann wird die Luft dünn für die Journalisten, ihre Blätter oder Internet-Portale mit aktuellen Informationen zu füllen.
Deshalb werden wir diese Sommerloch-Schnipsel jetzt einmal in der Woche "frisch auf den Tisch" servieren. Für einen eigenen Artikel geben sie meistens nix her, aber so bleibt man auf dem Laufenden.
Das bereits erwähnte Krokodil wird wohl nie gefunden werden (wir sind jetzt nicht so boshaft, darüber nachzudenken, wer an seiner Stelle in den Baggersee gefallen sein könnte).
Aber die Medien nutzen auch sehr oft die Kirche für den einen oder anderen Aufreger.
Am 10.7. musste der Papst mal wieder herhalten, um Schlagzeilen zu produzieren. Über die erwirkte einstweilige Verfügung gegen das Titanic-Magazin tönte aus den linken Gazetten der Aufschrei „Meinungsfreiheit“, wie gehabt, wenn’s mal nicht nach ihrer Denke geht.