Mittwoch, 31. Oktober 2012

Reformationstag, Sixtinische Kapelle und eine Begegnung die leider nie stattfand

Heute ist Halloween, wo die Kinder durch die Gegend laufen und Süßigkeiten schnorren.
Heute ist Reformationstag und der 500. Jahrestag der Enthüllung der Malereien Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle.
Manfred Lütz hat sich in der FAZ absolut genial, zu der leider wohl nicht  nicht stattgefunden habenden,  echten Begegnung zwischen Luther und Michelangelo, geäußert.
Ach hätte Luther es doch verstanden, dass die Schöpfung nicht böse ist, das Freude und Vergnügen, Kunst und Luxus auch eine Art sind Gott zu preisen.
Hätte er doch verstanden, was Chesterton sagt "Die Katholische ist die einzige Religion , die keinen Widerspruch zwischen einem Bierglas, einer Pfeife und dem Kreuz sieht."
Warum ich so rumschwalle? Nun ich will unsere Leser dazu bringen, unbedingt diesen Link anzuklicken, um den Artikel von Manfred Lütz zu lesen.
Der Titel lautet: 
500 Jahre Sixtinische Kapelle Hätte Luther ihn doch nur verstanden!

Hallo Wien !

Und abends geht's zum Heurigen, wo die alten Lieder gesungen werden. Hans Moser hat die passende Antwort zum Auftritt von Kardinal Lehmann in München,  wenn er singt "Wenn der Herrgott ned will - nutzt das gar nix" - auch nicht, wenn man auf den Tisch haut!

Beitrag der deutschen Kirche zu Halloween (nicht ganz ernst gemeint)

Um mal was Prinzipielles loszuwerden:
Es  ist schon richtig, dass das Halloweenfest schwer an germanische Mythen, die ja seher düster sind erinnert.
Es handelt sich bei Halloween auch nicht darum, dass irgendwelche heidnischen Mythen sozusagen getauft wurden (Inkulturiert nennt man das in der Fachsprache), sagen die Kritiker,  oder vielleicht doch?
Schließlich gibt es in Sardinien einen ähnlichen, dezidiert christlichen Brauch und irgendwo habe ich mal gelesen, dass Halloween von den Iren nach Amerika gebracht wurde, und die Iren sind katholisch, daran dürfte wohl kein Zweifel herrschen, auch wenn nicht alle Iren lebende Heilige sind, aber das sind wir ja auch nicht.
Man könnte also all diesen Leuten, die vergessen haben, dass der Teufel das Weihwasser fürchtet und man ihn deshalb an den Kathedralen als Wasserrinne gebildhauert hat, entgegenhalten, dass ja schließlich die Ostereier, die Lebkuchen und selbst die Lichter am Weihnachtsbaum schwer heidnisch sind.
Aber das hier ist der Satirethread unseres Bootes und so präsentiere ich stolz, den Beitrag der katholischen Kirche zu Halloween:
Unsere Meenzer Karlsche äußert sich zu alten Hüten:
http://de.radiovaticana.va/articolo.asp?c=634207
Um allerdings im Bereich des Heidnischen zu bleiben so ist laut der Apostelgeschichte (16,16ff),  Hellsehen was heidnisches Ungutes, verursacht durch einen Dämon, den es auszutreiben gilt.
Trotzdem haben wir es gewusst, schon am 26 Oktober wussten wir, was er sagen wird.
Aber das ist wohl kein wirkliches hellsehen , sondern eher Erfahrung.

Hallo Wien!

Um die Kalorien wieder loszuwerden, hat der Wiener sein ganz eigenes Fitnessprogramm:



Die Wirkung auf Figur und Haltung kannten schon Kaiser Franz und Sissi:

Hallo Wien!

Weil die Würstchen bei uns "Wiener" in Wien aber "Frankfurter" heißen, lassen wir zum Thema "Abendsnack" mal die Amerikaner zu Wort kommen:

Hallo Wien !

Und schon lockt der Nachmittagskaffee: Dazu gibt's ein Stück Sachertorte und ihre Geschichte gleich oben drauf:

Wenn Araber nach Bayern kommen ...

ist eines der beliebtesten Ziele auch der höchste Berg. Die Zugspitze! Hinauf kann man klettern oder aber angenehm reisen.
Dafür gibt's die Zugspitzbahn. Ganz ohne Mühe lässt sich damit der höchste Gipfel Deutschlands erreichen und die Gäste aus dem Süden haben ein vergnügliches Erlebnis im Schnee.
Deshalb hatte die Zugspitzbahn einen Prospekt aufgelegt, der zwar den Gipfel, aber nicht das Gipfelkreuz zeigte. Das hat natürlich zu großen Irritationen geführt. Wollten die Geschäftsführer der Zugspitzbahn damit bewusst unsere Kultur und unseren Glauben verleugnen? Geht gar nicht, sagten sich viele und auch das Erzbistum München und Freising bat um Aufklärung. Die ist wohl jetzt erfolgt, wie das Münchner Kirchenradio und das Bayerische Fernsehen berichten:

Hallo Wien !

Nach einem deftigen Mittagessen braucht's natürlich einen Verdauungsspaziergang:
Folgen wir dem "Dritten Mann" auf seinem Weg durch die Wiener Straßen und Gassen:

GA

In seiner Katechese bei der heutigen Generalaudienz auf dem Petersplatz sprach der Hl. Vater über das "ich glaube" im "wir glauben". Er sagte daß Glaube nur in der Gemeinschaft entstehen und bestehen kann- in der Gemeinschaft mit unserer Mutter, der Kirche.






Hallo Wien !

Es ist Mittagszeit - da strömen nicht nur die Wiener ins Restaurant, um sich ein echtes Wiener Schnitzel schmecken zu lassen:
Und so geht's:

Schatzkammer der Katholischen Christenheit und stupor mundi - die Sixtina

Papt Sixtus IV -della Rovere- ließ von 1477 bis 1483 die Capella Magna del Papa di Roma, einen befestigten mittelalterlichen Saal, geschaffen für die Versammlungen des päpstlichen Hofes, umbauen.
So sollte ein würdiger Raum für die Andachten und Treffen der Kurie geschaffen werden.
Der Architekt  Baccio Pontelli erhöhteu.a. die Seitenwände um ein Drittel und versah sie im oberen Drittel mit Fenstern.
Mit ihren Maßen 40,23 m Länge, 13,40m Breite und 20,70m Höhe zitiert sie die Maße des 70 n. Chr. zerstörten Salomonischen Tempels in Jerusalem, so wie sie in der Bibel überliefert sind.
Papst Sixtus IV rief die bedeutendsten Maler seiner Zeit zusammen, um die Seitenwände mit biblischen Szenen zu schmücken, unter ihnen Ghirlandaio, Perugino, Boticelli, Pinturicchio.
Pier Matteo d`Amelia malte die Decke als mit goldenen Sternen übersäten Himmel aus.
Die neue Kapelle war auch als Signal an 2 Gegenspieler gedacht:
die florentinische Signoria und die Familie Medici sowie das osmanische Reich, das unter Mohammed II die italienische Ostküste bedrohte.
Die Sixtinische Kapelle wurde nach ihrer Fertigstellung am 15. August 1483 vom Pontifex in einer feierlichen Messe  geweiht und der Hl. Jungfrau gewidmet.

Papst Julius II, Giuliano della Rovere und Neffe von Sixtus IV,  1503 als Nachfolger Petri gewählt, beauftragte Michelangelo mit der Ausmalung der Decke mit  " Der Geschichte der Menschheit vor der Ankuft Jesu Christi" ( was auch die Anwesenheit der diversen "heidnischen" Sibyllen erklärt)
Michelangelo, der sich als Bildhauer sah und auf die Malerei als nicht so bedeutende Kunst herabsah, nahm diesen Auftrag eher widerwillig an.



Der Titel des Videos stimmt so natürlich nicht, die Sixtina ist so wie sich als Bau jetzt 
präsentiert, 529 Jahre alt und ist  ja ein Umbau der noch älteren Cappela Magna del Papa.

Er wählte dazu die Freskentechnik, was ihm wegen der Bausubstanz der Kapelle noch viele Probleme machen sollte, von der Arbeit in der gegebenen Höhe auf einem Gerüst nicht zu reden.
In 4 Jahren vollendeten er und seine Helfer das große Werk, bei dem der Pontifex ihm weitgehend freie Hand gelassen hatte und der sich an das Verbot des Künstlers hielt, den Fortgang der Arbeiten nicht zu überwachen, sodaß er bis zu ihrer Enthüllung  nur kleine Teile der Decke gesehen hatte.

Hallo Wien!

Exkurs nach Rom

Die einzige Messe, die Mozart in Wien komponierte ist die "Große Messe in C-Moll" KV 427. Sie entstand 1782 und wurde leider nicht vollendet - dann hat er sich für's erste von der geistlichen Musik verabschiedet.

Zum 500. Jahrestag der Sixtinischen Kapelle  hier das Kyrie aus dieser Messe - ein Konzert der Regensburger Domspatzen vor dem Papst in der Sixtinischen Kapelle

Päpstliche Vesper in der Sixtinischen Kapelle

Genau heute vor 500 Jahren, am 31.Oktober 1512,  enthüllte Papst Julius II die von Michelangelo in seinem Auftrag in 4- jähriger Arbeit freskierte Decke der Sixtinischen Kapelle und zelebrierte zur Feier dieses Ereignisses und am Vorabend von Allerheiligen die Vesper an ihrem Altar.
In Erinnerung an dieses denkwürdige Ereignis, das die Kunstwelt revolutionierte, der Kirche ein einzigartiges Meisterwerk schenkte und bis heute von universaler Bedeutung geblieben ist- und um Gott für die Gabe des Genies  Michelangelo zu danken, tut das heute auch der Hl Vater.
Um 18:00 feiert Papst Benedikt XVI - durch eine Konferenzschaltung mit den Pilgern in Lourdes verbunden- die Vesper und betet anschließend des Rosenkranz.

CTV überträgt um 18:00

.

Hallo Wien!

Die ganze Welt "feiert" mit Gruselmasken und macht sich hässlich. Wir leisten uns einen weiteren Thementag den wir einer der schönsten Städte Europas widmen:
Hallo Wien!
Beginnen wir mit dem Getränk des Morgens, das über Wien seinen Siegeszug durch Europa nahm:
Denn bei ihrer Flucht nach der Schlacht am Kahlenberg ließen die Türken alles zurück, was ihnen lieb und teuer war, unter anderem auch den Kaffee, der die Wiener Kaffeehauskultur begründete:

Dienstag, 30. Oktober 2012

Was wollt ihr denn?


Auf der Suche nach unterhaltsamer Lektüre hat's mich nach einem Hinweis von Mitbloggerin Ester auch mal wieder auf die wunderschön gestalteten Seiten von katholisch.de verschlagen. Wenn man sich dort von der Hauptseite aus in die Tiefen der „Dossiers“ begibt, kann man tatsächlich das eine oder andere „Schmankerl“ finden.

Da gibt es z.B. unter dem Oberbegriff  „Bischofssynode“ den Unterbegriff „Dialogprozess“ . Was das eine mit dem anderen zu tun hat,  wissen wir auch nicht. Aber wird sind auch nicht so intelligent, dass wir um mehrere Ecken denken können.

Unter den ganzen Beiträgen innerhalb des Dossiers gibt es einen sehr unterhaltsamen Beitrag zum Thema „Die Glaubenskrise verschärft sich“. Da wird tatsächlich ganz offen davon geschrieben, dass eben doch nicht alles Gold ist, so wie man es doch so gerne nach außen darstellt. Offensichtlich wollte der Autor  Ludwig Ring-Eifel uns mit diesem Artikel darauf aufmerksam machen, dass es dringend noch mehr Dialog und noch mehr SchiSchi, noch mehr Räte, noch mehr Gremien, noch mehr Liberalität und noch mehr Modernität und „wie binde ich die Gläubigen ein“  und dafür aber viel weniger Papst geben muss, denn seine Vorgaben in Sachen Katechismus etc. seien für die deutsche Kirche doch völlig unerheblich.

Leider hat ihm dann aber die Statistik einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn er schreibt:


Allerseelen- "su mortu mortu" oder was lange vor Halloween war

Weil uns morgen das exzessiv geschmacklose und bis in Letzte kommerzialisierte Fest des Grauens, der wildgewordenen Horrorkürbisse -kurzum Halloween- ins Haus steht, sei hier einmal auf eine seiner uralten- leider so pervertierten- Wurzeln  hingewiesen:  das "Su mortu mortu"  auf Sardinien, das zu Allerseelen begangen wird.
An Allerseelen ziehen die Kinder Sardiniens als Stimmen und Stellverteter der Seelen der Verstorbenen von Haus zu Haus, klopfen an und bitten im Namen der Toten "su mortu mortu" um eine möglichst süße Gabe- um ihrer zu gedenken und die Zeit im Fegefeuer zu versüßen.
Seit jeher bekamen die Kinder je nach Reichtum oder Armut der Gegend Rosinen, Mandeln und Walnüsse  und auch Gebäck ( "Ossus de mortù", hartes Mandelgebäck in Knochenform)
Das Ethnologische Institut der Insel bemüht sich nach Kräften um die Erhaltung dieses alten Brauchtums und der blogger von Cantuale Antonianum, dem ich den Hinweis auf su mortu mortu verdanke, wundert sich, wieso die Kirche, die das heidnische Treiben an Halloween so beklagt und verurteilt, hier nicht mitzieht.
Das Institut setzt seine Hoffnung auf die Kinder als die jüngsten Träger und Bewahrer der Tradition und verteilte deshalb Säckchen mit dem traditionellen Inhalt und einem erklärenden Begleittext an die Kleinen.

Dazu ein leider in Intalienisch verfügbares Video



Quelle CantualeAntonianum

Zu den wiederverheirateten Geschiedenen

Wie man ja immer wieder hört, ist das brennende Thema, betreffs der Ehen,  keinesfalls die Tatsache, dass es selbst katholische Ehepaare mit dem zweiten Ehezweck nicht so haben, was zu der von Lebensrechstgruppen schon lange vorhergesagte, immer ignorierten und jetzt nicht mehr zu leugnenden Überalterung der Gesellschaft führt. (Ich war übrigens neulich mit meiner Tochter, zum Zwecke der Berufsberatung, auf dem Arbeitsamt, da meinten die ernsthaft, der Beruf mit Zukunft sei Altenpfleger).
Es sei hier mal auf den KKK verwiesen, wo es in NR. 1601 hießt:
 Der Ehebund, durch den Mann und Frau unter sich die Gemeinschaft des ganzen Lebens begründen, welche durch ihre natürliche Eigenart auf das Wohl der Ehegatten und auf die Zeugung und die Erziehung von Nachkommenschaft hingeordnet ist, wurde zwischen Getauften von Christus dem Herrn zur Würde eines Sakramentes erhoben

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Von Natur aus ist die Ehe auf das Wohl der Ehegatten hin ausgerichtet, und der Zweck ist die Zeugung und Erziehung von Nachkommen.
Nix Pille, Abtreibung, und Kleinkinderhort mitsamt Tagesmutter, auch wenn letzteres  hier von offiziell katholischer Seite angepriesen und gelobt wird.
Ist natürlich absolut out und uncool, kann man ja heutzutage nicht mehr so sehen und so weiter. Weiß ich auch, leb ja nicht hinter dem Mond.
Aber es sei die, zugegeben ketzerische, Überlegung erlaubt, ob nicht deshalb soviele Ehen kaputt gehen, weil die Leute gar nicht mehr wissen, warum sie verheiratet sind?
Auf jeden Fall besteht, wie unser großer Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz nicht müde wird zu behaupten, die große Sorge keineswegs darin, den Leuten beizustehen, die heiraten und sich in dem Stand herumplagen,der laut Franz von Sales schon Buße genug ist. Nein, es geht immer und immer wieder um die Alleinerziehenden, die Wiederverheirateten Geschiedenen u.s.w..
Das sind natürlich keineswegs Leute mit Probleme, nein, die sind alle glücklich ,gut drauf, engagiert, erfolgreich im Beruf und erfolgreich im Management der Patchworkfamilie. Und weil ja im Bild der Sozialvereinskirche ja keineswegs die gescheiterten Existenzen (der Schatz der Kirche wie der heilige Laurentius dem empörten Kaiser, erklärte) dazugehören, sondern nur die tollen, ist es für all unsere Kirchenmanager völlig unverständlich, dass man nahe an Gott sein kann, wenn man unter seiner eigenen Sünde leidet, wie der Papst in Freiburg ausgeführt hat. 

Fotos von der Synode

Es gibt noch einige schöne Fotos von der Synode- u.a. Farbkompositionen mit Bischöfen.... hier der link

Gestern hat der Erzbischof von Toronto, der irischstämmige Kardinal Thomas Collins seine Titularkirche in Rom, St.Patrick, übernommen und ist so nun auch Teil der römischen Kirche geworden.


Grün betet

In USA wütet derzeit ein Tropensturm und die deutschen Katastrophen-Journalisten und ihre Profiteure steigern sich im Live-Ticker-Rausch in das Großkatastrophen-Szenaro. Nahezu apokalyptisch muss es in New York zugehen: Die Innenstadt sei von der Außenwelt abgeschnitten.... Wie das? Gerade wird gemeldet, dass alle Brücken in New York noch stehen und überflutet sind sie auch nicht. Auch die Explosion in einem Umspannwerk wird zum Schreckgespenst hochstilisiert, da es wohl in einigen Stadtteilen von NY keinen Strom gibt. Die Medien suggerieren aber: Ganz ohne Strom. Ein paar Leserkommentare haben in WOn darauf hingewiesen, dass die meisten Webcams in New York funktionieren, und dass man sehen kann, dass selbst in Downtown New York (z.B. Ground Zero) Licht brennt. Das könnte sich aber auch um Windenergie oder Wasserkraft handeln .....

Ursache der Katastrophe: Ein Tropensturm mit 130 km/h Windgeschwindigkeit. Da sei ein kleiner Ausflug ins Jahr 1999* gestattet: Da wütete am Jahresende der Sturm "Lothar" und erreichte in den Schweizer Alpen Geschwindigkeiten von über 240 km/h. Im Flachland wurden in Karlsruhe 151 km/h gemessen. Karlsruhe stand auch nach dem Sturm noch und die umliegenden Atomkraftwerke verhielten sich diszipliniert und ruhig.

Papst Johannes Paul I, 100. Geburtstag

Heute begeht Venedig feierlich den 100. Geburtstag seines ehemaligen Patriarchen Albino Luciani, der in den 33 Tagen seines Pontifikates als Papst Johannes Paul I die Herzen der Menschen gewann. 
In der Markusbasilika feiern Patriarch F.Moraglia und Kardinal A.Scola zusammen mit den Bischöfen Venetiens eine Hl.
Messe zu seinem Gedenken.

                                                                   

Es schließt sich ein Konzert mit Werken Giovanni Gabrieles, der bis 1612 -seinem Todesjahr- Domkomponist der Basilika war, und des zeitgenössischen polnischen Komponisten Mikolaj Zielinski an. In den 3 vorgesehenen Konzertpausen sind Lesungen von Texten Albino Lucianis geplant.
Das Konzert wird von der Procuratura von San Marco zusammen mit dem Polnischen Institut in Rom und der Capella Cracoviensis aus Krakau veranstaltet.

Montag, 29. Oktober 2012

Don Giovanni-Tag - Teil 8

Das Ende:
Fahr zur Hölle - du Verführer! Oder?

War gar nicht so leicht, eine Version zu finden, in der es wenigstens andeutungsweise noch eine Hölle gibt. Man muss schon weit zurückgehen. Dank an damasus für den Tip: Hier ist der Höllensturz aus Salzburg mit Cesare Siepi in der Titelrolle und Wilhelm Furtwängler am Dirigentenpult. Die härteste Hölle für Don Giovanni gibt's allerdings in der Version von Peter Sellars ... aber die vielen barbusigen keifenden Frauen wollte ich hier nicht reinstellen - auch wenn man sich vorstellt, dass vielleicht Claudia und Renate eines Tages unter ihnen sind ... und eine solche Hölle muss für einen Don Giovanni wirklich die Hölle sein.




Don Giovanni-Tag - Teil 7

Der "brave" Don Ottavio darf auch mal zu Wort kommen - und wenn Rolando Villazon singt, bringt "Il mio tesoro intanto"  alle Herzen, außer dem von Donna Anna zum schmelzen ....

Don Giovanni-Tag - Teil 6

"Deh vieni alla finestra".

Der "Schmachtfetzen" aus dem Beginn des zweiten Aktes - wieder mit Samuel Ramey





Was heute in Oltretevere geschah


Zum Tag der Flüchtlinge und Migranten sagte der Hl. Vater:
das primäre Recht eines jeden Menschen ist das, nicht fliehen zu müssen. Bezüglich der stillen Migration genüge es aber nicht, die Grenzen zu schließen.
Kein Staat habe das Recht, Flüchtlinge abzulehnen und Immigranten müssten sowohl volle Rechte als auch Pflichten eines Staatsbürgers  zuerkannt werden.


Der Hl. Vater hat heute den kroatischen Premierminister Zoran Minaovic empfangen- heute vor 20 Jahren waren diplomatische Beziehungen zwischen Kroatien und dem Hl. Stuhl aufgenommen worden. Der Vatican unterstützt die Bemühungen Kroatiens  um eine volle europäische Integration des Landes.

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Auf Einladung der italienischen Regierung und der Nachrichtenagentur ADKronos sind 20 irakische Journalisten, 3 Frauen und 17 Männer , nach Rom gekommen. Heute besuchten sie das Vaticanische Presseamt, wo sie von Pater Lombardi in der Sala Stampa empfangen wurden. Er erklärte ihnen die Arbeitsweise der Informationsmaschinerie des Hl. Stuhls.
Muamal M.Hameed sagte in einem Interview : " Der Besuch in der Sala Stampa war ein einmaliges Erlebnis und zu sehen, wie der Vatican für die Kommunikation auch mit nichtkatholischen Ländern sorgt, war sehr interessant. (......)Seit 2003 ist uns irakischen Journalisten bewußt geworden, daß man nicht immer unbeteiligt bleiben kann und auch mal Stellung beziehen muß."

Don Giovanni Tag - Teil 5

Partystimmung!

"Fin ch’han dal vino"



Ildebrando D'Arcangelo in einer Aufführung aus der Mailander Scala 2011

Don Giovanni-Tag - Teil 4

"La ci darem la mano"
Der absolute "Welthit" aus dieser Oper.
Aber man glaubt es nicht, wie viele Videos man anschauen muss, um ein schönes zu finden, das nicht eher in einen Pornofilm passt ... andere sind von der Tonqualität her schlecht, oder es fehlt ein Teil oder es ist zu viel drumherum ....
...dann lieber Thomas Hampson im Schlafanzug .... denn auch dann ist er unwiderstehlich!



Gottes Straßenkehrer

so überschreibt der Spanier Anselmo Puelles seinen Artikel

oder was nicht nur Kardinalstaatssekretär  Bertone denkt

Im Rahmen der päpstlichen, auch von den säkularen italienischen Medien bestaunten -zwar leisen aber umso beharrlicheren Reinigungsaktion innerhalb der Kirche, haben Kleriker jeden Ranges nicht  nur wg. moralischer Verfehlungen im sexuellen Kontext ihr Amt verloren- sondern auch wg. finanzieller "Ungereimtheiten" in den ihnen anvertrauten Gemeinden und Diözesen und wegen "offener Rebellion gegen die Doktrin, wie der Papst sie lehrt.".
Man wisse nicht genau- so Puelles-wieviele der in den letzten Jahren von ihren Ämtern Zurückgetretenen vom Staatssekretariat zur Einreichung ihrer Demission genötigt wurden, sei es aus Gesundheits- oder anderen Gründen. In dem Artikel wird auf die Dauer des Pontifikats bezogen jedenfalls für alle 36 Tage ein solcher Rücktrítt errechnet.
Bei besonders schweren Verfehlungen konnte das sehr schnell gehen, da wurde dann auch kein Rücktrittsgesuch abgewartet sondern geich gehandelt.
Dieser Ämterverlust hat Verdruss geschaffen. Und so hält wohl auch Tarcisio Bertone und mit ihm so mancher Journalist es durchaus für möglich, daß dieser Ärger im Hintergrund den Urboden von Vatileaks bereitet hat.
Glücklicherweise wurde das Ziel, den Hl. Vater und seine engsten Mitarbeiter durch den Dolumentenklau bloßzustellen, in keiner Weise erreicht. Im Gegenteil.

Quelle: Diariocuyo/Anselmo Puelles

Don Giovanni Tag - Teil 3

Solche Männer soll es auch heute noch geben:

"Madamina il catalogo è questo"



Auch diese Szene entstammt der Salzburger Aufführung von 1987 unter Herbert von Karajan




Das Schweigen


vor ein paar Tagen haben wir uns so sehr über die Priesterinitiative 2025 im Bistum Augsburg gefreut, dass wir gleich einen Artikel und einen Link zu Zenit auf unseren Blog stellten.

Jetzt sind es ein paar Tage her und wir stellen fest, dieser Artikel wird sehr stark nachgefragt und es wird viel nach dieser Initiative gegoogelt.

Das freut uns natürlich sehr – und deshalb habe ich mal im Netz gesucht, wo sonst noch Berichte über diese Initiative noch zu finden sind.

Und  wie immer findet man dazu nur Beiträge in den katholischen Medien wie Zenit oder kathnet oder in der Blogözese.


Don Giovanni-Tag - Teil 2

Es folgt ein furioser Auftakt mit dem Klagelied aller Linken:
"Ich möchte Edelmann werden, ich will kein Diener mehr sein",
(Ferruccio Furlanetto singt natürlich "non voglio piu servir")
dann geht's Schlag auf Schlag weiter mit Sex and Crime ....



Greatest Hit of 1787 !

Am 29. Oktober 1787 standen die Prager Kopf:

Ihr beliebtester aller Komponisten, Wolfgang Amadeus Mozart hatte die Uraufführung seiner neuesten Oper "Don Giovanni" dem gelangweilten Wiener Publikum vorenthalten und sie für die Prager komponiert. Denn der Figaro war erst in Prag zu einem wirklichen Erfolg geworden. Hier liebte man die eingängigen Arien sogar so sehr, dass sie auf den Straßen gepfiffen und in den Biergärten gespielt wurde.
Da blieb es nicht aus, dass "Don Giovanni" bei den Pragern genauso gut ankam. Und weil der Don Giovanni ja nun wirklich eine der größten Mozart-Opern überhaupt ist, feiern wir den 225. Jahrestag der Erstaufführung mit einem Don Giovanni-Tag. Los geht's mit der Ouvertüre:


Sonntag, 28. Oktober 2012

Atheistische Medien und die Hölle: Da wird’s der SZ ganz heiß.


Draußen schneits und wenn ich früher gefroren haben, sagte meine Mutter immer:
"Mach Dir warme Gedanken." Das hat meistens nicht geklappt und ich habe weiter gefroren.

Im SZ-Hochhaus in Zamdorf, das ja dort einsam über alle anderen Industriebauten ragt und wo der Wind ordentlich pfeifen wird, ist der Wintereinbruch auch zu früh gekommen. In den oberen Etagen des Hochhauses scheint es sehr sehr kalt zu sein und heiße Getränke zum Aufwärmen gibt es dort wohl auch nicht.  Wegen des CO2 dürfen sie auch die Remittenden nicht verbrennen und deshalb machen sie sich so ihre „warmen“ (oder besser heißen) Gedanken:

Heute lesen wir nun den dritten Artikel über die evangelische Lukasschule. Gott sei Dank sind wir also diesmal nicht „dran“ - im Gegenteil, wir kommen sogar gut weg, weil wir Katholiken nicht so zerstreut, sondern eine Einheit sind.

Angelus

Beim Angelus forderte der Hl. Vater die zahlreich auf dem Petersplatz versammelten Christen dazu auf, Christus mit Mut, Begeisterung und Freude zu verkünden.


Aktuelle Erscheinungsformen der Klimaerwärmung, oder warum ein X in Wirklichkeit ein U ist.

Nachdem es mir gestern nicht  gelungen ist , den verzuckerten Wald hinterm Haus (besonders die Esskastanienbäume, die ja bekanntlich nur da wachsen, wo es warm und fast mediterran ist; das Klima) zu fotografieren, verweise ich auf folgenden Link von wegen Schneechaos auf deutschen Straßen und die aktuellen Bilder mitsamt  dem Artikel unserer Mitbloggerin Cinderella
Ich möchte jetzt einfach mal drauf hinweisen, dass wir noch im Oktober sind und es seit Jahren heißt:
"Die Kimaerwärmung, heul, schlucks, ach wie schlimm......"
Ich kann ja nun auch nix dafür, dass ich ein bisschen was von Geologie versteh und deshalb weiß, dass der Wandel zur Erde gehört.
Ich meine überall da, wo Kohle und Erdöl zu finden ist, waren mal gigantische Wälder, die versunken sind. Heute ist da meist Wüste drüber (über dem Erdöl), da wo Kalkstein zu finden ist, war mit Sicherheit mal Meer und die Experten streiten sich wieviele (sind sich aber sicher, dass es mindestens 7 waren) Wechsel von Warm- und Eiszeiten die sogenannten Rheinterassen geformt haben.
Das die Ostseeküste und auch das Alpenvorland geformt wurde von vorrückenden, bzw. wieder abrückenden  Gletschern (man überlege sich das mal, Klimerwärumg vor 45.000 Jahren, ohne Autos, Industrie und FCKW haltige Deodorants, ja wer war damals wohl schuld?? Der homo sapiens, erklärt uns Wikipedia, erreichte erst vor 41.000 Jahren den Südzipfel Europas und die katholische Kirche, die ja an allem Schuld ist (wie praktisch), gab es damals auch noch nicht.)

Brrrrr ... Global Warming

Jetzt wissen wir's genau. Gestern abend in der HeuteShow Ääääh heutejournal erklärte der Moderator, warum es bei uns schon im Oktober schneit:
Weil es auf der ganzen Welt wärmer wird, wird es bei uns kälter. Denn die kalte Luft aus der Arktis, die aber schmilzt, weil es dort wärmer wird, kommt zu uns und lässt es bei uns schneien. Alles klar?

So sah es übrigens bei uns am 22. April 2012 aus:


... und heute am 28. Oktober:





















Dazwischen lagen dann 6 Monate Global Warming - mehrfach unterbrochen durch Kälteeinbrüche im Mai, Juni, Juli, August und September.

Wer wohl diesmal beim ZDF angerufen hat und verlangt hat, eine Nachricht genau in dieser Form zu senden? Die CSU war's jetzt mal sicher nicht. Die hat zuviel Angst, dass sie nochmal einen Pressesprecher entlassen muss ...
Oder glaubt der Herr Kleber das wirklich selbst, was er uns da erzählt?

Credo in Unum Deo,

aber ich glaube nicht an die die Klimakatastrophe.






Hl. Messe zum Abschluss der Bischofssynode

Zusammen mit den Synodenvätern hat der Hl.Vater heute im Petersdom die feierliche Abschlussmesse der Synode zelebriert.
In seiner Predigt zum heutigen Evangelium sprach er über den letzten Pilgerweg Jesu Christi vom Jordantal nach Jerusalem und nach Golgotha, der ihn über Jericho führt und auf dem ihm nicht nur die Jünger sondern auch,wie der Hl. Evangelist Markus berichtet, eine große Menge folgen. Bei Jericho trifft er auf den blinden Bettler Bartimäus, den er mit den Worten: "Dein Glaube hat Dir Heilung gebracht" heilt.
Bartimäus, der wieder sehen kann, folgt ihm auf seinem Weg.





Samstag, 27. Oktober 2012

Heute in Rom, mehr vom Tage

Synode
Heute trafen sich die Synodenteilnehmer zu ihrer letzten Vollversammlung, auch der Hl. Vater nahm teil. Er sagte :
"Die Synode ist ein wahrhaft katholisches Treffen gewesen, von dem ich mich ermutigt fühle."
Die Kirche spüre manchmal Gegenwind -fügte er hinzu-vor allem aber das Wehen des Heiligen Geistes.
Er kündigte an, daß alle 58 Propositiones in das Instrumentum Laboris aufgenommen und veröffentlicht werden.
Er teilte den Synodenvätern weiterhin mit, daß es in der Kurie demnächst zu Verschiebungen der Kompetenzen in 3 Dikasterien, die neu geordnet werden, kommen werde.
So wechselt  u.a.die Verantwortung für die Ausbildung der Seminaristen von der Kongregation für die Katholische Erziehung zur Kongregation  für den Klerus, die für die Katechese von  der Kleruskongregation zum neugegründeten Dikasterium für Neuevangelisierung

Sixtinische Kapelle
am 31. Oktober, dem Tag an dem einige das Reformationsfest feiern, andere Halloween, hat der Hl. Vater Besseres zu tun.
Um 18:00 steht er der Feier der Vesper vor und betet anschließend - in einer Konferenzschaltung mit den betenden Pilgern in Lourdes vereint,- den Rosenkranz.
CTV überträgt.

Synode
Es lohnt sich, noch einmal einen Blick auf Tommaso Spinelli zu werfen, den jüngsten Synodenteilnemer, über dessen bemerkenswerte Ausführungen bei der Synode wir schon berichteten.
Spinelli ist 23 Jahre alt und arbeitet als Katechet für junge Katechumenen in der Diözese Rom.

Halloween, zum Dritten!


Es darf weiter gegruselt werden: In München spielt sich derzeit eine verbale Tortenschlacht über die Rechtmäßigkeit von Pressesprechern, ihren Beruf auszuüben, ab. Wieder mal hat es der Möchtegern-Messias Ude,  der zwar Ministerpräsident werden will, aber keine entsprechenden Leistungen vorweisen kann (sogar das O’zapft is auf der Wiesn war getürkt) geschafft, sich über seinen ehemaligen Arbeitgeber Süddeutsche Zeitung in die Schlagzeilen zu katapultieren. Und zwar mit dem, was die Roten am besten können: Denunziantentum .... Jetzt geht es rund im Staate Bayern und die aus Berlin gesteuerten Medien liefern auch noch ihren Senf dazu.

Das ZDF hat inzwischen ein Gedächtnisprotokoll des Telefongesprächs veröffentlicht, war ja alles ganz harmlos. Und auch in der Redaktionskonferenz wurde das Thema besprochen – und vor allem wurde vereinbart, dass nichts davon nach außen dringt.

Deshalb: Das Wunder von Zamdorf

Aktuelles aus Rom

Die Priesterbruderschaft FSSPX hat  in einem Schreiben an die Päpstliche Kommission Ecclesia Dei um die Gewährung eines  Zeitaufschubes gebeten, um ihre Antwort auf das vaticanische Schreiben zum Wiederannäherungsprozess zu formulieren.

Quelle: Offizielles Bulletin des Hl. Stuhls

Wie es aussieht, hat man von Seiten der KommissionVerständnis dafür, daß nach einem so langen und schmerzlichen Trennungsprozess mehr  Zeit zur Entschlussfindung und zur Formulierung einer von der ganzen Bruderschaft getragenen  Antwort benötigt wird.

Synode, eine Nachlese

Leitmotiv der Erklärung der Synode ist : " Der Mut zum Glauben"

Kardinal G.Betori, EB von Florenz hat gestern die Botschaft der Bischöfe an das Volk Gottes der Presse und der Öffentlichkeit vorgestellt und gab noch einige Erklärungen zum Text.
"Alles entsteht aus dem Geist, wird Verkündung, wird Begegnung und wird so Evangelisierung  gegenüber dem Nächsten."
Diese Botschaft, die das Tun der Bischöfe, der Experten und Auditoren wiederspiegelt, sei mehr in biblischer als in theologischer Sprache geschrieben und in einem auffordernden aber besonders in einem ermutigenden Ton gehalten und soll daran erinnern, daß Gott mit seinem Hl.Geist die Geschichte lenkt und mit dem Auferstandenen auf der Straße der Menschen unterwegs ist. Das gibt Mut. Wir können also gar keine Angst haben, wir würden sonst die Präsenz Christi und des Hl. Geistes in der Geschichte leugnen und so hat der Optimismus uns nie verlassen.
Kardinal Tagle, der ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesend war:
"Die Botschaft der Synode zeigt in vielen Teilen eine demütige Kirche, manchmal sogar mit verwirrtem Gesichtsausdruck, die unter den Veränderungen leidet und die Verletzungen der Menschen teilt, sie spricht die Sprache der Menschen und wendet sich - der Verschiedenheit und Vielfalt Raum gebend, an die Gläubigen aller Kontinente. Die Demut ist keine Strategie sondern die Methode Jesu Christi.
In vielen Wortmeldungen haben wir vom Glaubensschwund gehört, von geschlossenen Pfarreien, daß der Sinn für´s Religiöse abhanden kommt, in Asien sind wir Minderheit- aber wir sehen die Vitalität der Kirche, die Zeugnis gibt,
Es ist kein Platz für Pessimismus."

"Priester habt den Mut Ihr selbst zu sein !"
Eine der besten Wortmeldungen während der Synodensitzungen kam von Tommaso Spinelli, Katechet der jungen Katechumenen der Diözese Rom.
"Zwei der Hauptgründe für die Notwendigkeit einer verstärkten Jugendkatechese sind die Instabilität der Familien und daß sie- als Folge davon-ihre Aufgabe,die Kinder zu erziehen praktisch aufgegeben haben.
Die Priester müssen den Jungen die Treue zur Berufung vorleben ebenso wie die Möglichkeit einen anderen Lebensentwurf zu wählen, der schöner ist als die, die Gesellschaft anbietet.
Viele Priester haben das Vertrauen in die Wichtigkeit ihres Amtes, das Charisma und ihre Kultur verloren.
In der Liturgie hat die Versuchung, originell sein zu wollen, zur Bedeutungslosigkeit geführt.
Geistliche ich rufe Euch auf, habt den Mut Ihr selbst zu sein!

Die geistige Macht der Landschaft (Teil 48)


P. Eugen Mederlet OFM

Der Hochrhein

Wie sollen wir aber konkret die Erde behandeln? Wir müssen doch leben und für unsere Nachkommen sorgen und fortschreiten. Sicher darf und muss die Erde auch dem Nutzen des Menschen dienen. Christus sagt, das Wesentliche sei das Gottesreich, der Nutzen komme hinzu.

Fortsetzung folgt.

Freitag, 26. Oktober 2012

Gedanken zum Evangelium vom Tage

Heute, war im Evangelium die Rede von den Galiläern die Pilatus hat beim Opfern umbringen lassen, und Jesus sagt zu den Leuten "Meint ihr dass nur diese Galiläer Sünder waren?............."
Zu dieser Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern, die Pilatus beim Opfern umbringen ließ, so daß sich ihr Blut mit dem ihrer Opfertiere vermischte. 2 Da sagte er zu ihnen: Meint ihr, daß nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht? 3 Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt. 4 Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms von Schiloach erschlagen wurden - meint ihr, daß nur sie Schuld auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner von Jerusalem aber nicht? 5 Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt. 6
Je nun da sind wir im Gegensatz zu den Juden  zur Zeit Jesu beim anderen Extrem angekommen.
Galten den Juden, zur Zeit Jesu, alle Opfer von Katastrophen und Unglücken, als "selber schuld", so ist dem heute genau umgedreht, alle diese Leute gelten als per se unschuldig und nur die Lebenden sind die Schuldigen.
Wobei die öffentliche Meinung, da allerdings eine Ausnahme macht, nämlich bei den Märtyrer, aber das ist eine andere Sache.

Allerdings bleibt die öffentlichen Meinung da auch wieder inkonsequent, weil, auch wenn alle Opfer irgendwelcher Katastrophen und wenn es auch der Tod ist, der die alte Tante im zarten Alter von 97 ereilt, per se als gute Menschen gelten, für die natürlich nur unverbesserliche, vorkonziliare Fanatiker an Allerseelen beten, weil wir ja alle, alle in den Himmel kommen; so bleibt immer noch die beunruhigende Tatsache, dass trotz Demokratie, Schulpflicht, Antibiotika, Jugendämtern, elektrischen Heizkissen, Kühlschränken für alle,  und all den anderen Errungenschaften der Moderne, es immer noch (und wenn wir ehrlich sind, immer bedrängender) Not, Leid. Elend, Schuld, Versagen, Tränen, Verzweiflung und Irrtum und eine fast schon bedrückende Freudlosigkeit, gibt.

Heute in Rom

Kunst und Glaube
Nach der Vorführung des Dokumentarfilmes " Kunst und Glaube. Der Weg der Schönheit ", der er beigewohnt hatte, sagte der Hl. Vater:
"Kunst und Glaube sind eng miteinander verbunden, sie begleiten die Kirche und den Hl. Stuhl seit 2000 Jahren. Auch heute müssen wir diese Verbindung in unserem Bemühen den Männern und Frauen unserer Zeit die Botschaft des Evangeliums, die Botschaft Gottes, der die unendliche Schönheit und die unendliche LIebe ist, nahe zu bringen, in höchstem Maß wertschätzen-"
Die Dokumenatation wurde von den Vatikanischen Museen in Kooperation mit einem polnischen Fernsehsender  gedreht. Anlaß war der 500. Jahrestag der Fertigstellung der Deckenfresken Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle. Der Film zeigt die stakre Verbindung zwischen Kunst und Glaube, und dokumentiert, welchen Einfluß durch die Jahrhunderte die Päpste auf die Kunst hatten

             


Synode
heute wurde in der Sala Stampa die Abschlußverlautbarung der Synode zur Neuevangelisierung vorgestellt.

             

"Die Kirche schaut mit heiterem Mut auf die Zukunft der Evangelisierung, auch wenn sich in unserer modernen Welt Widerspruch und Unglaube häufen. Die Schöpfung Gottes, die Welt, ist zwar vom Bösen verwundet, aber es ist immer noch die Welt , die Gott liebt. Es ist kein Raum für Pessimismus."
So beginnt das Scheiben der Bischöfe.

Die Frauen und Männer werden gebeten "Jesus in allen Teilen der Welt gleichermaßen zu verkünden."
Es gehe nicht darum, "neue Strategien zu entwickeln, so als sei das Evangelium ein Produkt, das vermarktet werden müsse, sondern wieder zu entdecken, wie Jesus die Menschen für sich gewann."

Es wird auf die Begegnung des Glaubens mit der Wissenschaft, auf die Lage der Menschenrechte- besonders die Religionsfreiheit, auf die Herausforderung und Chancen durch die neuen Medien und die Glaubensunterweisung in den Schulen eingegangen.

Um zu evangelisieren, muß man selbst evangelisiert sein. Die Evangelisierung beginne mit der Umkehr der Kirche selbst und dem Erkennen und Bekennen ihrer Schwächen und Fehler .

Gedenktag

Heute gedenkt die Kirche des Hl Witta, des Hl.Amandus und des Hl. Gerwich.

Der Hl. Witta oder Wittanus wurde vom Hl. Bonifatius als Bischof des Missionsbistum Büraburg (bei Fritzlar) eingesetzt. Er war anwesend, als Bonifatius Willibald zum Bischof von Eichstätt weihte.
Mit ihm zusammen gehörte er zur vom fränkischen König Karlmann im Jahre 742 einberufenen fränkischen Nationalsynode. 743 bestätigte Papst Zacharias Wittanus als Bischof- der "ecclesia barbarana". Nach der erfolgreichen Evangelisierung der Sachsen und der Neuordnung der Bistümer wurde das Bistum Büraburg aufgehoben.

Der Hl. Amandus war der erste Bischof von Straßburg. Er wird in den erhaltenen Texten der Synoden 343/44 und 345 erwähnt , die sich mit dem Kampf der Kiche gegen den Arianimus beschäftigten. Er starb 355 vermutlich in Straßburg. Dort ist sein Grab in der Kirche Alt St. Peter auch heute noch zu finden.



Der Hl. Gerwich war als Herr von Volmestein von edler Herkunft, er wandte sich dem geistlichen Leben zu und lebte zunächst als Benediktiner Mönch in Siegburg.
1126 kam er mit Bischof Kuno nach Regensburg. Dort erbat er nach einiger Zeit vom Bischof die Erlaubnis, ein Kloster  abseits aller menschlichen Ansiedlungen gründen zu dürfen.
Er stiftete die Abtei Waldsassen , nachdem ihm vom Benediktinerorden keine Mönche zugeteilt wurden fand er schließlich 3 Zisterzienser, die mit ihm das Klosterleben teilen wollten. Er trat zum Zisterzienser-Orden über und die Abtei Waldsassen wurde ( wahrscheinlich) im Jahre 1134 geweiht. Dort lebte er fortan und befolgte streng die Ordensregeln. Schon zu Lebzeiten war er für sein vorbildliches Leben bekannt.

Heiliger Witta, Heiliger Amandus , Heilger Gerwich bittet für uns !

Halloween II, die Provinz will auch nicht zurückstehen

Nicht nur in München hat Halloween in diesem Jahr schon viel früher begonnen, als der Kalender uns glauben machen will, sondern auch in Gleisweiler in der Pfalz
Dort versucht Heiner-ich -bin Jesus-Geißler auch noch einmal Angst und Schrecken zu verbreiten! Und das ist ihm auch gelungen- allerdings wohl nicht im erhofften Sinne,
Jetzt ist er es in eigener Person, der shock and awe auslöst. Da gibt es nichts Süßes- nur Saures.
Man muß ihm lassen, daß es ihm- wenn auch in immer schrilleren Aktionen- wieder und wieder gelingt, sich ins Rampenlicht zu drängeln, mediale Aufmerksamkeit herbeizuzwingen. Aber das hat seinen Preis- einen sehr hohen.
Mittlerweile muß man sich ernsthaft fragen, ob er nicht einen amtlichen Betreuer braucht, der ihn vor sich selbst und uns vor ihm schützt.
Was hat er diesmal getan? Wie wir bei SpOn lesen dürfen, vergleicht er die Pussy Riot Mädels mit Jesus ( darunter tut er´s nicht, anscheinend kennt er inzwischen keine andere biblische oder außerbiblische Person mehr, die sich als Vergleich anbietet- was wiederum die schon oben gestellte Frage nach einer Betreuung aufkommen läßt).
Sein auf Restfunktion reduzierter Gedankengang: Pussy Riot= Jesus Christus= gut, deshalb müsse man ihnen dringend den Luther-Preis der Stadt Wittenberg zuerkennen.
Ganz nebenbei verleumdet und beleidigt er auf seine unnachahmliche Weise ( für diese Unnachahmlichkeit sei Gott ausdrücklich gedankt) die gesamte Russisch Orthodoxe Kirche als korrupt, Putin-hörig und was dergleichen uralte, kolportierte  Revoluzzerfloskeln aus der Lenin-Ära mehr sind, ganz im Sinne von "Ökumene jetzt !" wie er es versteht....
Daß er den biblischen Text von Jesus im Tempel auch nicht wirklich kennt, wundert da nicht mehr, auch wenn man ihm- dem alten Propagandaschlachtschiff ( nicht umsonst hat ihn ein politischer Gegner mit dem Reichspropagandaminister verglichen) durchaus zutraut, diesen Text für seine eigene Masche der Aufmerksamkeitserzwingung zu verfälschen.
Ob man versuchen sollte, den entfesselten Heiner durch großzügige Gaben von Süßem ruhigzustellen, wie es bei den von Tür zu Tür ziehenden Kindern an Halloween der hilfreiche Brauch ist ?

Halloween oder Hallo Wien?


Fangen wir mal mit Halloween an. Das beginnt in diesem Jahr in München schon etwas früher. Und damit es richtig gruselig wird, sogar schon an diesem Freitag Nachmittag.

Dann trifft sich am Starnberger See der Münchner Katholikenrat. Na, das wird ein Fest, denn es werden prominente Gäste erwartet. Damit sich die Katholiken, die zum Rat gehören, mal so richtig gruseln können:
Unter dem Schwerpunktthema 
„Transparenz, Beteiligung, Mitentscheidung. Anspruch und Macht des Bürgerwillens und Verantwortung des mündigen Christen“ 
werden Thomas von Mitschke-Collande, ehemaliger Direktor der Unternehmensberatung McKinsey und Theresa Schopper, Landesvorsitzende der bayerischen Grünen diskutieren.
Dass solche Leute noch nie was von der Liebe zu Christus und der Macht des Gebetes gehört haben, und nur über Macht (anstatt Demut) und Bürgerwillen (anstatt Gottes Willen) diskutieren können, wundert uns nicht. Da werden die Teilnehmer der Veranstaltungen wahrscheinlich nicht mal ins Gruseln sondern eher ins Gähnen kommen, weil sie mit solchen Themen ja tagtäglich aus dem politischen Raum berieselt werden.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Filmtip

"Ein griechischer Sommer"
ein französischer Film in griechischer Co-produktion - der ein bißchen wie ein Märchen für Erwachsene ist.
Die Geschichte eines einsamen Jungen im Teenageralter und seiner Freundschaft mit einem Pelikan- wird von ihm selbst erzählt. Auf einer kleinen griechischen Insel- abseits aller Fährrouten- lebt er mit seinem Vater, einem Fischer, der nach dem Tod seiner Frau in seiner Trauerwelt versunken ist und unnahbar für den Sohn. Bis der eines Tages ein desolates, krankes Pelikanküken findet...
keine Action, große Erzählbögen, wunderschöne Landschaftsaufnahmen ( man möchte sofort losfahren) , Kirchenmänner die keine ( unfreiwilligen) Lachnummern sind.....kein Sex & Crime ( letzteres nur als Hintergrundbild- ohne daß man Näheres erfährt).

Der Trailer täuscht durch den Zusammenschnitt sogar ein im Film nicht vorhandenes hohes Tempo der Handlung vor-aber trotzdem:


Update - "ein Rabe hinter Gittern "

Um 15:00 Uhr hat Paolo Gabriele seine Haftstrafe in der Kaserne der Vaticanischen Gendarmerie  angetreten.

Heute in Rom



Die Synode 
und der deutsche Sonderweg-auch außerhalb der Synodenaula hat man in Rom zur Kenntnis genommen, daß einige der deutschen Delegierten auf das Thema "Wiederverheiratete Geschiedene" geradezu fixiert sind und fordern es müsse etwas geschehen und zwar schnell.
Allerdings wird von den Beobachtern und Vaticanisti keine größere Überraschung auf diesem Gebiet erwartet.

Das Konsistorium
immerhin ein außerplanmäßiges- das bei uns mit Gleichmut und Desinteresse quittiert wird- schägt in Italien hohe Wellen
zunächst weil es überhaupt stattfindet,  dann weil kein Italiener und kein Europäer unter den Anwärtern ist ( was es noch nie gab) und dann weil der Präfekt der Casa Pontificia  aus dem Vatican entfernt wird- er hatte Gabriele empfohlen und protegiert- er wird  nach 14 Jahren Dienst in unmittelbarer Nähe des Ponitfex (auch schon seines Vorgängers) nicht nur Kardinal sondern auch Erzprediger der Basilics S. Paolo fuori le mura.
Auch EB L.Müller, Präfekt der Glaubenskongregation nicht unter ihnen ist, was es anscheinend auch noch nie gab.
Noch nie sei ein Präfekt des Sant´ Uffizio nicht zeitnah Kardinal geworden. ( das wird er dann wohl beim nächsten planmäßigen Konsistorium werden).
Quelle:  VaticanInsider

Treffen
der Hl. Vater hat heute den Präsidenten der Republik Zypern Dimitris Christophias nebst Gefolge empfangen. Bei ihrem Gespräch ging es u.a. um die Lage im Mittleren Osten und um Fragen europäischer Politik.


Priester 2025: Gutes aus Augsburg!

Wie schön !!!

Gerade das Bistum Augsburg ist ja in diesem Jahr durch diverse vorlaute Initiativen zu trauriger Berühmtheit gelangt. Da schien es, dass mit Bischof Zdarsa etwas Ruhe eingekehrt sei. Doch schon ein halbes Jahr später machten sich die ersten Protestierer auf den Weg, um wieder Forderungen zu stellen. Wir erinnern uns an die Großaktion "Kirche umarmen", die sehr viel Resonanz ein den einschlägigen Linksmedien brachte, bei der aber trotzdem nur 1,4 % der Katholiken im Bistum Augsburg mitmachten. Ähnlich "gut" besucht waren auch die diversen Demos ...
Vor ein paar Tagen hat sich dann eine neue "Priesterinitiative" als Resterampe der sog. "Pfingsterklärer" gegründet und ist mit großem Getöse an die Öffentlichkeit gegangen.

Doch das können wir jetzt endgültig abhaken. Denn Zenit meldet heute, dass sich in Augsburg eine weitere Priesterinitiative gegründet hat:

"Unter dem Namen „Priester 2025“ [Positionspapier hier] hat sich diese Woche eine Gruppe von Augsburger Priestern zusammengeschlossen. Ziel dieses Zusammenschlusses ist die Vernetzung der Geistlichen untereinander, der gemeinsame Einsatz für die Neuevangelisierung und ein priesterliches Leben und Handeln nach dem Verständnis der Römisch-Katholischen Kirche im Einklang mit dem Papst in Rom und dem Bischof in Augsburg."

Ein Briefwechsel zwischen Josef Ratzinger und Karl Rahner

zu Zeiten des Zweiten Vatikanischen Konzils ist eines der sehenswertesten Dokumente in einer Ausstellung, die derzeit in der ehemaligen Münchner Karmeliterkirche stattfindet.
Noch bis zum 9. Dezember kann man diese Ausstellung täglich besichtigen, neben dem Briefwechsel gibt es viele weitere Dokumente, Filme und Bilder zu sehen.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Ora et labora in Nursia

Nachdem die Benediktinermönche vor einigen Jahren in das Stammhaus, Geburtsort des westlichen Mönchstums, nach Nursia zurückgekehrt sind , haben sie sich nun auch für das labora! ein neues, altes Betätigungsfeld ausgesucht. Seit Mitte August wird in Nursia Bier gebraut. Das Klosterbier trägt den Namen "Nursia"
Hier ein Video mit einer Führung durch das Brauhaus und seiner feierlichen Einweihung, Segnung und offiziellen Eröffnung..



Und ewig stricken die Liesln

oder - wenn die Strickwut unkontrollierbar wird....

Daß sie auf die eines Odysseus würdige List , den wahlkämpfenden Kombattanten der Linkspresse mal den "G" zu zeigen, ein bißchen über dessen mögliche Rückkehr zu sinnieren und sie so in einen hysterischen Hühnerhaufen zu verwandeln, hereingefallen sind  und es verabsäumten mit Hosiannarufen die Inthronisation des Christian Ude zum Spitzenkandidaten der bayrischen Sozialdemokraten jubelnd zu untermalen, läßt unsere wackeren Meinungsmacher in SZ, SpOn, Stern und wie die Folia e. alle heißen, verbal Amok laufen und ihre auf Teufel -komm- raus postenden Hilfstruppen in ihren Foren an dieTastaturen einberufen - als ob es um das letzte Gefecht ginge. Zu den Tasten !

Sie werkeln unermüdlich und im Akkord an immer neuen Versionen von Verschwörungstheorien, Skandälchen, Leaks etc., scheinen ungehinderten Zugang zu allen Telefongesprächen von Fernsehredaktionen zu haben und münzen ganz ungehemmt ihr "Wissen" nach dem Motto "Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt" unüberprüfbar in Brandartikel um.
Natürlich wäre Frau Leuthäuser-Sch. nicht Frau Leuthäuser- Sch., wenn sie nicht versuchte, sofort aus der Situation Kapital für sich und ihre totkrank darniederliegende Partei zu schlagen, sich zu auch mit bloßem Auge erkennbarer Größe aufzublasen und die Rachegöttin zu geben - eine eindeutige Fehlbesetzung.
Ob die alte Volksweisheit" wer strickt, sündigt nicht"  in diesem Falle auch gilt- kann man noch nicht sagen.

Das Linke Strickerkränzchen strickt und strickt und strickt ....


Strickliesel
Bild: public domain via Wikimedia commons
Strickerkränzchen nannte man das früher, wenn sich die Frauen am Nachmittag zum Kaffeetrinken trafen, ihr Strickzeug dabei hatten und über das Dorf und die Welt tratschten.
Berufstätige Frauen haben heute keine Zeit mehr, deshalb scheinen diese Kränzchen etwas aus der Mode gekommen ...
Aber der Schein trügt, denn in den deutschen Zeitungsredaktionen wird diese Tradition munter fortgesetzt.
Derzeit können wir mal wieder so eine „lustige Runde“ live beobachten. Allerdings dürfte es diesmal zum „Stricken“ nicht beim Kaffee geblieben sein.

Was war geschehen:
Am letzten Wochenende hatte die CSU in München einen Parteitag.
Gleichzeitig hatte sich die bayerische SPD in Nürnberg aufgemacht, „König Christian“ zu krönen, der, so träumen sie, mit geballter Hilfe der Medien demnächst das Bayernland regieren soll. Eigentlich hatte man erwartet, dass diese „Krönung“ mit einem entsprechenden Echo in den Medien gewürdigt wird, um so den CSU-Parteitag vergessen zu machen.

Doch dann ging alles schief.

Vorbilder

Es ist schon wieder ein paar Wochen her, als wir in unserer Kirche St. Michael eine Primiz mit unserem Pater Pater Deyvi Astudillo Torres SJ feiern durften.
Pater Deyvi ist bei uns in München an der Hochschule für Philosophie. Er feierte in seiner Zeit als Diakon sehr oft die Heilige Messe mit uns und verlas das Evangelium.
Im Juli diesen Jahres wurde er in seiner peruanischen Heimat Lima zum Priester geweiht, von Bischof Pedro Ricardo Barreto Jimeno.
Nach der Feier seiner Heimatprimiz in Peru kehrte er nach München zurück, wo er, da er ja „zu uns gehört“ auch mit uns seine Primiz-Messe feierte.
Er ist noch nicht so lange in Deutschland, deshalb hatte er für seine erste Predigt Hilfe von Pater Martin Maier SJ, der sehr lange in Südamerika war und mit Pater Deyvi in einem deutsch-spanischen Dialog predigte. Das war sehr beeindruckend, denn Pater Maier kennt die Situation vor Ort sehr genau und ist mit Bischof Jimeno befreundet, so wie es auch der Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof Müller ist.
In dieser Interview-Predigt erfuhren wir auch, dass Bischof Jimeno sich in Peru sehr stark für die Menschen dort einsetzt, weil sie von den mächtigen Minenbetreibern nicht nur schlecht bezahlt und ausgebeutet werden, sondern auch noch in einer total verseuchten Umwelt leben und arbeiten müssen.

GA

Bei der Generalaudienz sprach der Hl. Vater über den Glauben
"Der Glaube verwandelt das Leben und macht es reich an Freude und Hoffnung. Er ist ein Ausgang, um aus uns selbst herauszutreten, aus unseren eigenen Sicherheiten und Denkschemata, um uns dem Handeln Gottes anzuvertrauen."
Zu der säkularisierten Welt, die nur das mit Händen Greifbare, das mit den Augen Sichtbare und mit den Ohren zu Hörende glaubt-aber keine der die Menschen bedrängenden Fragen -wie was ist der Sinn des Lebens, was passiert nach dem Tode- beantworten kann, sagte er:
"Trotz des wissenschaftlichen Fortschritts ist der Mensch nicht freier geworden."
Diese essentiellen Fragen der Menschen kann nur der Glaube beantworten.



Der Hl. Vater kündigte vor den auf dem Petersplatz versammelten 20.000 Teilnehmern für den 24. November ein Konsistorium an, in dem 6 neue Kardinäle kreiert werden sollen:

Richard Williamson aus der FSSPX ausgeschlossen. Ist das ein Hoffnungszeichen?

Mit aller gebotenen Vorsicht übernehmen wir von den blogs Cantuale Antonianum und  Le salon beige die Nachricht, daß  Msgr. Fellay FSSPX den querulatorischen "Bischof"  R.Williamson aus ihren Reihen ausgeschlossen hat.
Ob sich weitere Mitglieder der Bruderschaft dem Engländer anschließen, muß sich zeigen.

Up-date: inzwischen wurde heute morgen  diese Meldung durch eine öffentliche Bekanntmachung der Bruderschaft bestätigt.
Aus dem Text:
"Nachdem er sich seit mehreren Jahren von der Führung der Priesterbruderschaft S.PiusX entfernt und ihr den gebührenden Respekt und Gehorsam verweigerte, wird Msgr. Richard Williamson für aus der FSSPX ausgeschlossen erklärt (....)  gemäß eines Beschlusses des Generalsuperiors und des Rates, 4.10. 2012 .
Diese schmerzliche Entscheidung hat sich für das allgemeine Wohl und zur Wahrung der Autoriät der Bruderschaft und ihrer Führung als notwendig erwiesen."

Quelle: TMNews

Synode & Jahr des Glaubens

Während der 19. Vollversammlung der Synode kündigte zunächst Kardinalstaatssekretär Bertone an, daß die Abreise der päpstlichen Delegation nach Syrien verschoben wurde und erst nach dem Ende der Synode stattfinden wird.
Der Generalsekretär der Synode Erzbischof Eterovic gab dann bekannt :

1. die Wahl der neuen Mitglieder des ständigen Synodenrates, der u.a. die nächste Synode vorbereitet
für Afrika: die Kardinäle Napier, Turkson und Monsengwo Pasinya
für Amerika : die Kardinäle Dolan und Scherer sowie Erzbischof Silva Retamales
für Asien und Ozeanien: die Kardinäle Gracias und Pell sowie Erzbischof Tagle
für Europa: Erdö, Schönborn und Bruno Forte

2. Die Botschaft der Synodenbischöfe an die chinesischen Bischöfe, denen von der Volksrepublik China die Ausreise nach Rom verweigert worden war- als Antwort auf ihr übersandtes Glaubenszeugnis. Der Hl. Vater fügte der Botschaft seinen speziellen Segen hinzu.

Erzbischof Eterovic stellte den Teilnehmern die aus 326 Vorschlägen von den einzelnen Arbeitsgruppen erstellten 57 Propositiones ( zur Neuevangelisierung, Mission, Familienpastoral etc.) vor, über die von der Generalversammlung abgestimmt wird.

Am Ende der Sitzung gab er bekannt, daß der Hl. Vater allen Synodenteílnehmern ein silbernes Pectoralkreuz schenkt, in das Jahr des Glaubens sowie Anfangs-und Enddatum der Synode eingraviert sind.

Quelle: Osservatore Romanum

Dienstag, 23. Oktober 2012

Fundstück

Bei Geistbraus gefunden: ein Kommentar zur kollektiven Pyrophobiker-erklärung (Mit brennender Sorge) der Augsburger Altpfarrer- der alles , was gesagt werden muß, sagt. Hier geht´s zum Text
Eines aber doch noch:  es ließ sich wohl kein perfiderer, infamerer Titel für die Augsburger Kampfschrift denken und diese beweist geradezu idealtypisch - was wir heute schon über die antirömischen Affekte germanisch-stämmiger Kleriker geschrieben haben.

"Wozu dient die Vergangenheit ?" Lesenswertes von Rémi Brague

Ratzinger-Preisträger Prof. Rémi Brague hat dem Journalisten Paolo Viana von Avvenire ein sehr lesenswertes Interview gegeben, in dem beide über die Bedeutung der Vergangenheit und der Tradition sprachen

Philosophieprofessor Brague betont darin, daß die Vergangenheit nicht, wie viele glauben (wollen) aus einer ununterbrochenen Kette von Verbrechen besteht- was als Grundirrtum aller Revolutionäre zur Idee der tabula rasa führte, auf der dann die Zukunft konstruiert werden sollte.

Frage:
"Professor, zu was dient die Vergangenheit?"

Antwort:
" Nicht dazu in ihr zu verharren. Man soll nicht in der Vergangenheit bleiben, sondern dem, was sie hervorgebracht hat, treu bleiben, weil wir ihr Produkt sind. Wir müssen mit ihr verbunden bleiben, weil auch wir Vergangenheit werden wollen. Wir werden die Vergangenheit der Zukunft sein.
Man muß akzeptieren, daß die Vergangenheit Auswirkungen hat. Burke sagt dazu: "wer nie auf seine Vorfahren zurückblickt, wird auch nie seine Nachkommen sehen."
Auch die alten Römer assoziierten die Ehrung der Vorfahren mit der Frömmigkeit."

Frage
"Ist es nicht ein Problem des "Nichtkönnens", wenn unsere Zeitgenossen nichts mit der Vergangenheit zu tun haben wollen?"

Antwort:
" Der intellektuelle Mensch des Westens hegt ein sehr negatives Bild der Vergangenheit und stellt sie sich als ununterbrochenes Serie von Verbrechen vor. Es ist ein Teil Wahrheit in dieser Haltung, die zum Selbsthass des Westens führt.
Es ist wahr.: wir haben den Rest der Welt entdeckt, erobert, unterjocht und kolonisiert. Unser Hauptproblem ist das einer Beichte ohne Vergebung, die in eine perverse Reaktion mündet, die uns lähmt.
Um dieser Situation zu entkommen, muß die Beichte komplett werden, es muß die Absolution folgen- aber die kann nur Gott geben."

Brav! Es bleibt kuschelig im Ländle...

... denn wer kuscht, dem kann auch nix passieren.

Stuttgart ist jetzt grün und sie glauben jetzt, sie seien moderne, urbane Menschen ....
und alle machen mit - sogar die katholische Kirche, wenn man dem katholische Stadtdekan Christian Hermes glauben darf. Und da ist es doch mal schön, dass wenigstens einer vorausdenkt. Er meint in einem Interview mit domradio.de, die CDU sei dem "urbanen Lebensgefühl der Städter einfach nicht gerecht geworden".
Aha, Hauptsache, die Kirche in Stuttgart ist diesem "urbanen Lebensgefühl (was immer das auch ist) gerecht geworden, denn sie hat sich im vorauseilenden Gehorsam schon auf den Sozialverein reduziert, den die Grünen so gerne in ganz Deutschland aus der Kirche machen wollen:
Im O-Ton sagt er: "Insbesondere im Sozialbereich übernehmen wir ganz wesentliche Aufgaben. Wir haben mit unserem Stadtcaritasverband über 100 Einrichtungen. Die Kirche ist also wichtig für den Oberbürgermeister ...."

Weil es so schön ist...

noch einmal die Ölbäume von Gethsemane.



Vor ein paar Tagen hatten wir ja bereits darüber berichtet, aber weil es seit heute auch ein deutsches Video gibt, hier noch mal ein Link dorthin.

Heute in Rom und noch einmal Vatileaks

Vatileaks und die Folgen

In einem offiziellen Bulletin hat der Hl. Stuhl heute mitgeteilt :
Der zuvor vom Gabriele-Verfahren abgetrennte Prozess vor dem Vaticanischen Gericht gegen Claudio Sciarpelletti wegen Begünstigung beginnt am Montag, 5.November um 9:00 Uhr.
Leitender Richter wird wiederum Prof. G.Dalla Torre sein

Der hat heute die Urteilsbegründung im Gabriele-Prozess  der Öffentlichkeit  bekannt gegeben. In einer Pressekonferenz der Sala Stampa nahm Pater F. Lombardi dazu Stellung.
Paolo Gabriele sei des schweren Diebstahls  ( ausdrücklich nicht der unberechtigten Aneignung) schuldig- so das Gericht- das bleibe das fundamentale Element des Urteils. Das Gericht hat zwar sein untadeliges Vorleben zu seinen Gunsten berücksichtig, aber als erschwerend gewertet, daß er sowohl persönliche als auch offizielle  Briefe und Dokumente des Hl. Vaters- auch Originale- entwendet hat, daß er - dafür habe das Gericht eindeutige Beweise- genau um das Illegale seiner Tat wußte und diese sorgfältig geplant habe. Er habe sehr wohl Profit aus diesem Tun geschlagen- wenn auch (noch) keinen materiellen so doch ideellen.
Da der Exkammerdiener keinen Widerspruch gegen das Urteil eingelegt hat, wird es vollstreckt.
Er wird seine 18monatige Haftstrafe im Gefängnis der Vaticanischen Gendarmerie verbüßen.
Auf Fragen der Reporter nach einer Begnadigung sagte Pater Lombardi, diese sei möglich. "Wenn der Hl.Vater sie beschließt, dann entscheidet er auch über das wann und wie."



Der antirömische Affekt, eine lange Geschichte.

" Rom solle sich bitte nicht in die Angelegenheiten der deutschen Ortskirchen einmischen, es verstehe von den hiesigen Verhältnissen nichts"  ließen die katholischen Bischöfe Deutschlands das Caput Mundi wissen.
Wer nun glaubt, es handele sich um eine Botschaft der DBK, der von ihr geduldeten Abtrünnigen-Initiativen im deutschen Sprachraum oder der Neokonziliaren um den selbstgekürten Gegenpapst Johannes XXIV (vulgo Hans Küng) , der irrt sich.
Das war die Anwort, die man in der frühen Neuzeit - als man nördlich der Alpen selbst dem "Inbegriff des pathologischen Irrglaubens" ( wie Peter Stephan es in seinem sehr lesenswerten Artikel " Das Das Feuer des Glaubens im Licht der Vernunft" im aktuellen Vatican-Magazin ausdrückt) - dem Hexenwahn anhing.
Aus einer fatalen Mischung aus atavistischem, vorchristlich-germanischem Aberglauben und falschverstandener "Vernunft" speiste sich diese Pervertierung des Glaubens.
Aus Rom kamen mahnende Stimmen.
Besonders die Jesuiten versuchten, gemeinsam mit der päpstlichen Inquisition  ( ja, richtig gelesen) und den Diplomaten des Hl.Stuhls dem Treiben Einhalt zu gebieten und wurden dann von den deutschen Bischöfen mit dem oben zitierten Satz abgefertigt.
Uns bleibt nur, verwundert festzustellen, daß die deutsche Schwerhörigkeit und Hartleibigkeit gegen päpstliche Wünsche aus Rom sich bis zum heutigen Tage erhalten hat und uns immer wieder zu Déja-vue-Erlebnissen verhilft.

Quelle Peter Stephan/ Vatican-Magazin

Montag, 22. Oktober 2012

Was sagt der Dichter?

Wozu? Zu den Drohungen der Claudia Roth nach Stuttgart nun auch Bayern erobern zu wollen und nach schwäbischem Vorbild einer Gehirnwäsche zu unterziehen....

Die Grünkönigin  ( frei nach J.W. von Goethe)

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist die Bavaria mit dem Wählerkind.
Sie hält den Bayern wohl in dem Arm,
sie faßt ihn sicher, sie hält ihn warm.

Mein Bayer, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst Bavaria du die Grünen nicht?
Die Grünkönigin mit Kron und Schweif?
Mein Bayer- das ist ein Nebelstreif!

Du lieber Wähler, komm geh mit mir,
gar grüne Spiele spiel ich mit Dir,
ich, Claudia, hab´ manch grelles Gewand,
manch klappriges Windrad steht an dem Strand.

Bavaria, Bavaria und hörest du nicht,
was Claudia Roth mir leise verspricht?
Sei ruhig , bleibe ruhig mein Wähler-Kind
in den Windkraftwerken raschelt der Wind.

Willst holder Wähler du mit mir gehn,
meine Grünen werden Dich schröpfen schön,
meine Grünen tanzen den nächtlichen Reih`n
und täuschen und belügen und lullen dich ein.

Bavaria, Bavaria und siehst du nicht dort
Renate und Jürgen am düsteren Ort?
Mein bayrischer Wähler, ich seh es genau,
es ist das uralte Wahlprogramm, es ist schon ganz grau.

Du schöner Wähler, mich reizt Deines Wahlzettels Gestalt
und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.
Bavaria, Bavaria jetzt faßt sie mich an
Claudia Roth hat mir ein Leids getan.

Bavaria grauset´s
sie reitet geschwind,
hält in den Armen
das bayrische Kind.
Doch Rettung naht, sie erreicht das Tor-
dahinter wartet Karl Theodor.

Man sieht der Erlkönig eignet sich für fast alle Gelegenheiten- allen die Panikräume aufsuchenden Grünlinken ins Poesiealbum.

Heute gehört uns Stuttgart und morgen .....

Das hätten sie wohl gerne, die Grünen ....

Nachdem Fritz Kuhn den Stuttgarter OB-Posten erobert hatte, jubilierte Claudia R. lautstark im SpOn, dass das erst der Anfang sei und man sich jetzt daran machen würde, "Bayern zu erobern." Nun ja, das hat mich zuerst mal an den Sommer 2002 erinnert, als Links-GrüneChaoten aus der ganzen Republik anreisen wollten, um in München "Chaos-Tage" zu veranstalten. Es ging dann so aus, dass wir in München von den Chaostagen gar nichts mitbekommen haben und es für alle ein wunderschönes sonniges Wochenende wurde.
Genauso sollte es ausgehen, wenn die Grünen Bayern erobern wollen - aber wir müssen auf der Hut sein und dürfen im Gebet nicht nachlassen.
Vor ein paar Tagen gab es einen Artikel über die Besetzung des Diözesanrates des EB München und Freising. Und wer sitzt da seit neuestem drin: Theresa Schopper, Vorstandsmitglied der bayerischen Grünen. Sie hat ja schon beim Grünen Parteitag 2010 in Würzburg mal in einem BR-Interview die Katze aus dem Sack gelassen, in dem sie ihre Strategie offenlegte, dass sie durch betont "katholisches Auftreten" der CSU Stimmen abnehmen wolle.

Wie Gebete wirken

Wir haben uns ja in den letzten Monaten schon einige Male mit dem Wirken der Gebete beschäftigt - und dabei sehr tief in die Historienkiste gegriffen. 
Aber am 15. August haben wir auch nach Frankreich geblickt, wo Kardinal Vingt-Trois anlässlich des Feiertags Maria Himmelfahrt zu einer Gebetsinitiative für die Familien aufgerufen hatte - unberührt von den Protesten, die ihm von seiten der neuen Regierung und der Linken entgegenschlugen.

Heute dürfen wir in Welt Online folgendes lesen:

"Die breite öffentliche Debatte um die Homo-Ehe angestoßen hat der Pariser Erzbischof André Vingt-Trois mit einem Gebet für die traditionelle Familie bei einer Messe an Mariä Himmelfahrt. Inzwischen haben sich protestantische Föderation sowie jüdische und muslimische Institutionen dem Nein zur Homo-Ehe angeschlossen ........ 

Zur Heiligsprechung von Anna Schäffer

sind auch 2000 Pilger aus dem Bistum Regensburg mitgereist.
Der private TV-Kanal TVSMB hat die Pilger nach Rom begleitet.
Hier ein paar Eindrücke:




Das Fanone und die Folgen.....

Es ist auch von eher kirchenfernen Medien und Zuschauern bei der gestrigen Hl. Messe und der Kanonisierung der 7 Heiligen nicht unbemerkt geblieben, daß der Hl. Vater das in der Liturgiereform "abgeschaffte" Parament des Fanone* trug.
So hat die Internet-Zeitung OrticaLab den langjährigen und guten Freund des Papstes Don Nicola Bux dazu und zu einigen Änderungen der päpstlichen Liturgie interviewt

Überschrift: "Heiliges gehört nie ins Museum"
Warum hat der Hl. Vater das Fanone zum erstenmal wieder in dieser Messe getragen? Die Heiligsprechung fand vor der eigentlichen Eucharistischen Messe Messe statt.  Warum diese Änderungen?

Don N.Bux:
Absicht war, die Differenz zwischen dem Ritus der Eucharistischen Messe und den Ausnahmen deutlich zu  machen. Heute werden allzu häufig andere sakramentale Elemente in den Messrítus eingeführt, das endet dann damit, daß die Gläubigen nicht mehr klar zwischen dem Eucharistischen Opfer und anderen Sakramenten unterscheiden können und daß die Hl. Messe zu einer Art Programmschema mutiert, das man nach Belieben ausfüllen kann.

Frage: 
besteht nicht das Risiko, daß die Wahl " abgeschaffter" Paramente das Bild eines antiquierten Papstes entstehen  läßt, der die musealen Bräuche liebt?

Don N.Bux 
Überhaupt kein Risiko ! Aber das Zeichen, daß in der Kirche Kontinuität herrscht. Was heilig war bleibt heilig. Das Fanone ist von Johannes Paul II, Paul VI, Johannes XXIII und Pius XII getragen worden. Wir müssen heute verstehen, daß die Paramente nicht menschlichen Moden folgen, sondern Gott ehren sollen. Priester,  Bischöfe und der Papst sind Diener Gottes, der Hl. Vater Diener der Diener.
"Der Reichtum der Paramente kann nie groß genug sein" so schrieb der Hl. Franziskus in einem Brief an die Gläubigen  "sie sollen mit der Reinheit des Herzens und der Keuschheit des Körpers des Zelebranten korrespondieren."
Das Heilige bleibt heilig und kommt nicht ins Museum!
Der heutige Trend, "aus der Mode Gekommenes" zu musealisieren hat etwas Pathologisches, wenn er nicht dem Zweck der Bewahrung dient. Die Paramente sind großenteils Geschenke des Volkes Gottes, das dazu beitragen möchte, der Liturgie Glanz zu verleihen.

Gedenktag

Heute vor 34 Jahren fand auf dem Petersplatz die feierliche Inaugurationsmesse des gerade gewählten neuen Papstes , des seligen Johannes Paul II, statt und heute ist sein liturgischer Gedenktag als Seliger, der in der Basilika mit einer Messe am St..Sebastiansaltar, dem Platz seines Grabes, gefeiert wurde.
Seliger Johannes Paul, bitte für uns!




Herzliches Beileid, Stuttgart!


Jetzt ist es bewiesen, auch das Stuttgarter Wasser ist mit Happy Pills verseucht, deshalb haben sie jetzt einen Grünen Bürgermeister. Die schwäbische Spießigkeit hat gesiegt und die armen Stuttgarter werden weiterhin die Lachnummer der Nation bleiben.

„Wir können alles außer wählen“ oder heute hat es einer noch  deutlicher ausgedrückt „außer denken“. Aber das ist wohl den „Happy Pills“ geschuldet ...

Der Fußballer Thomas (was erlaube) Strunz hat vor Jahren mal gesagt:

„Das beste an Stuttgart ist die Autobahn nach München!“:

Um dem Mief von Stuttgart , Ulm und Biberach zu entfliehen, tut's aber auch die "Schwäb'sche Eisebahn"





Vom Dienen und der Predigt des Papstes ohne Worte

Heute am 29ten Sonntag nach Pfingsten wird im Evangelium (Mk 10, 35-45)  eindeutig das Dienen, dem Herrschen und Bedientwerden vorgezogen.
In völliger, je nun, wie sag ich das nur, Antizipation dessen was man heutzutage so für richtig hält, habe ich mir in der Predigt diversen Unfug über das Thema anhören müssen.
Nebenbei, ein kluger Mann hat mal festgestellt, der absolute Witz unserer Tage sei, dass die Leut' einerseits riesige Egoisten seien,  aber andereseits den Heiligen Martin als nicht so richtig almosengeberisch empfänden, weil er den Mantel nur geteilt und nicht hergegeben hätte.
So habe ich  eine Predigt über die "Verwerflichkeit des Bedientwerdens", gestern im Altersheim gehört, wo halt die Mehrzahl der Gemeinde überhaupt nicht mehr dienen kann,. selbst wenn sie wollten, weil sie einfach  nicht mehr können und teilweise sogar in den Gottesdienst und zurück gebracht werden müssen.
Die andere Predigt fand in unserer Pfarrgemeinde statt, wo ebenfalls die Mehrheit in Sozialwohungen lebt, oder es zu einer Eigentumswohnung in umgewandelten Sozialwohungen gebracht hat bzw, wenn sie ganz gut dastehen, es zu einer bescheidenen  Reihenhaushälfte gebracht haben.
Es gibt allerdings einige gemeindenahe  Honoratioren, die in freistehenden Einfamilienhäusern im Bungalowstil mit umgebenden Gärtchen wohnen, und mal "Herr bzw Frau Wichtig" waren, aber auch diese Gemeindemitglieder sind mittlerweile schon lange in Pension.
Es war also weit und breit keiner da, der sich von der wilden Geißelung des Machtmissbrauchs, getroffen hätte fühlen können.
Etwas unzufrieden, weil das Evangelium offensichtlich nix mit mir zu tun hatte, schob ich die ehemalige Vorsitzende des Seniorenclubs, die früher alle herumkommandiert hat und dabei Vieles und Gutes  auf die Beine gestellt hat    ("Katholisches Schlachtschiff"  hat mein Mann immer gesagt)   und nun selber Hilfe braucht und das sehr gut trägt, in ihrem Rollstuhl nach Hause.
Dort angekommen, nötigte sie mich in den Fernsehsessel  und sagte "Komm wir guggen noch schnell Rom, den Rest der Messe mit der  Seligsprechung der Anna Schäffer. das musst du  sehen"
Justament bei der Kommunionausteilung schalteten wir uns zu.
Ich fand es ergreifend, wie Papst Benedikt da ganz zum Schluß gestützt werden müssend, ob der schweren Paramente, wie meine virtuelle Namenspatronin, Ester, als sie zum König ging, die Stufen am Petersdom heruntergeholfen wurde, um einigen Personen- im Rollstuhl die Kommunion zu reichen.
Ja und das schien mir die Stelle eindeutig zu beleuchten.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Kirta !


Am 3. Sonntag im Oktober wird in Bayern traditionell landesweit „Kirchweih“ gefeiert.
Bis ins Jahr 1866 wurde die Kirchweih auch in Bayern zum Weihetag der Kirche oder aber zum Fest des Namenspatrons gefeiert. Das führte dazu, dass die Bevölkerung sich auch gerne an den Feiern der Nachbargemeinden beteiligte und in den Augen der Obrigkeit die Zahl der Vergnügungsveranstaltungen und der damit verbundene Alkoholkonsum überhand nahm.
In Zeiten von Flatrateparties und Komasaufen kann man aber sehen, dass die "Obrigkeit" damals nicht viel bewirkt hat und heute völlig machtlos ist.

Nichtsdestotrotz hat der „Kirta“ einen festen Platz im bayerischen Kirchenjahr und wird in allen Kirchen mit einer besonderen Festmesse gefeiert. Und nach der Messe geht man ins Wirtshaus, wo traditionell eine Gans gegessen wird.


Zum heutigen Angelus

bat Papst Benedikt alle, für die Opfer der Flut im Umkreis von Lourdes zu beten.

Hier sind jetzt die englischen Videos. Die italienischen kann man weiterhin unter unserem Beitrag zur heutigen Messfeier "genießen".



Die Rückkehr des "Fanone"

Wer heute die Übertragung der Hl. Messe in Rom gesehen hat, dem ist vielleicht aufgefallen, wie mir auch, daß er Hl. Vater eine Art gestreifter Mozzetta trug.
Wie ich im blog Cantuale Antonianum ( Dank dafür)  fand, handelt es sich um das Fanone, zuletzt 1984 gesehen, als Papst Johannes Paul II es trug.

Hier eine summarische Übersetzung und Zusammenfassung des italienischen Textes:

"Das Fanone wurde bereits im Ordo Romanus des VIII. Jahrhunderts erwähnt, erst ab dem 12. JH - nach einer Entscheidung Papst Innonzenz´  III  blieb es allein den Päpsten vorbehalten. Nach den Worten von Innozenz sollte es an die Paramente der alttestamentarischen biblischen Priester erinnern. Das Fanone ( zu seiner Zeit noch Orale genannt) so sagte er, sei dem Ephod des hebräischen Hohepriesters gleich."

"Romanus Pontifex post albam et cingulum assumit orale (fanone) quod circa caput involvit et replicat super humeros, legalis pontificis sequens, qui post lineam strictam et zonam induerunt ephod -id est superhumerale."
Innocentius III.De Myst.Missae,I,c.53 *


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Bis ins 16. JH war es quadratisch, seither ist das Fanone rund.
Er gehört auch zu den Paramenten, mit denen ein verstorbener Pontifex bekleidet wird, wenn er in der Petersbasilika zum letzten Gruß der Gläubigen aufgebahrt wird."

Heute also trug der Hl.Vater es erstmals. Will er, wie der italienische Autor des Artikels glaubt, damit sagen: "Der Papst, das bin ich!" ?

Quelle: Cantuale Antonianum

"Möge ihr Zeugnis heute für die ganze Kirche sprechen"

Das sagte der Hl. Vater heute auf dem Petersplatz über die Sieben, die er heute vor 80.000 Pilgern und Gläubigen heiliggesprochen hat.
Unter ihnen, die fast aus allen Kontinenten stammten, waren auch

Die Heilige Anna Schäffer
sie, die aus armen Verhältnissen kam, hatte, um ihren Traum einem Missionsorden beitreten und die dafür erforderliche "Mitgift" aufbringen und als Missionarin in Afrika wirken zu können, als Dienstmagd gearbeitet. Bei dieser Arbeit verunglückte sie und erlitt so schwere Verbrennungen, daß sie für den Rest ihres Lebens ans Bett gefesselt blieb.
Dort fand sie in der inneren Zwiesprache mit dem Herrn heraus, daß das Leiden mit ihm ihre Berufung war.
Zu ihrer heutigen Heiligsprechung sind zahlreiche Bayern aus ihrer Heimatgemeinde und dem Bistum Regensburg angereist.




Der Heilige Pedro Calungsod
war ein 17-jähriger Missionar und Gehilfe des heiligen Pater Diego L. de San Vitores. Beide erlitten den Märtyrertod gemeinsam. Bevor sie starben, hatten sie gerade noch Gelegenheit, sich gegenseitig die Absolution zu erteilen. Ihre Leichen wurden ins Meer geworfen- genau bei den Inseln, die die Jesuiten kurz vorher zu Ehren der Hl. Jungfrau und der spanischen Königin Maria Anna - in Marianen umbenannt hatten.

Samstag, 20. Oktober 2012

"Die Chinesen werden uns überrollen..."

schrieb Abtprimas Notker Wolf schon 2006 in seinem Bestseller "Worauf warten wir".
Die ganze Zeit haben wir das ja nicht so wahr genommen. China ist weit weg und solange sie unsere Produkte kaufen, ist doch alles in Butter ....
Aber seit heute ist es amtlich, und wir sehen, dass Abtprimas Notker mit seiner Prognose richtig lag:
Der YouTube Vatican-Channel "sendet" ab heute auch auf chinesisch! Und ist damit dem deutschen Channel "um Lichtjahre voraus". Während das aktuellste deutsche Video eine Zusammenfassung der Generalaudienz vom Mittwoch ist, haben die Chinesen schon das neueste Video von der heutigen Ratzingerpreis-Verleihung "On Board":



Da zeigt sich's mal wieder, wie wichtig die "Deutsch-katholische Kirche" inzwischen im Vatikan ist ...

Jetzt sollte der Alois aber wirklich mal intervenieren. Mal sehen, ob der auch sinnvolle Forderungen stellen kann ;-)