Montag, 13. Mai 2013

Mission, Neuevangelisierung, Ja, Nein oder soll jeder nach seiner Facon selig werden?!?

Zu den Dingen die nicht nur beim Bloggertreffen, sondern immer dort wo katholische Überzeugungstäter auf, ja wie sag ich es nur? normale Katholiken treffen, gibt es ein Minenfeld, dessen Hochgehen regelrecht gefürchtet wird, das ist das "Problem" Mission.
Nein, missionieren wollen wir nicht, heißt es dann und ich erinnere mich an eine Veranstaltung, hier in der Gegend, wo katholischen Ordensfrauen von ihrer verkleideten (= in Zivil)  Tätigkeit unter irgendwelchen Indios in irgendwelchen Dschungeln berichteten.
Es wurde berichtet von Alphabetisierungsgeschichten, medizinischen Stationen, Hygienekursen und so und als dann wer die Frage in den Raum stellte, ob man nicht all das tue, um neue Christen zu gewinnen?!?;  wurde voller Stolz! berichtet, man sei schon fast 10 Jahre vor Ort, aber es habe sich noch keiner taufen lassen!

Ich reite jetzt nicht daruf herum was Jesus zu dem Thema zu sagen hat und auch nicht, dass es am Ende der Messe heißt "Ite missa est".

Also denken wir jetzt mal solche Leute, wie die beiden Ewalde, Pirmin, Meinrad, Kilian, Bonifatius, Gallus, Kolumban und wie all diese frühen Missionare sonst noch heißen, hätten einfach gesagt, "Missionieren tun wir nicht!" ich meine, sie wären bestimmt dann alle friedlich im Bett gestorben und wir wären die alten Heiden geblieben.


Ich möchte an dieser Stelle einfach mal feststellen, dass es Deutschland vor 80 Jahren mit neuem  Heidentum probiert hat und auf das lesenswerte Büchlein Guardinis "Der Heilsbringer" hinweisen,  wo er sich mit der Frage "Wie konnte es zur NS Diktatur  kommen?" auseinandersetzt. (Das Buch gibt es natürlich nur noch antiquarisch).
Guardini sagt (um es zusammenzufassen, was ihm nicht gerecht wird): alles Streben der Menschen richtet sich auf Gott und seine Wahrheit hin. Alles Heidentum versucht diese Wahrheit, die Gott ist, zu ertasten und  erahnt sie. Die Wahrheit  kann der Mensch aber nicht klar erkennen,  sie muss ihm offenbart werden. Wenn aber Gott bewusst abgelehnt wird, dann kippt das Heidnische  ins Dämonische.
Das Heidnische ist zunächst die Ahnung des Eigentlichen, da wo Christus noch nicht hingekommen ist, es ist also das Leben im "Advent" auf Christus hin,. aber wo der Mensch jedoch wieder Heide werden will aus bewusster Ablehnung Christi, da verkehrt sich der Advent (in dem auch der Christ ja noch lebt. Ihr seid gerettet, aber in der Hoffnung, sagt  Paulus) in den Advent des Antichrists.
Jedoch das, was Europa ausmacht, ist Christus, es hat die germanischen Völker  die das Erbe Roms antraten geprägt, lehnt man das ab, lehnt man sich selber ab.

Weil es nun gut ist, das was die Mission uns gebracht hat, (auch wenn nicht alles reines Gold war, was glänzte, aber das muss man der Kirche der Beichtstühle (Chesterton) ja wahrhaftig nicht erzählen), so sollten wir es doch weitergeben, was uns gut getan hat.
Sonst gleichen wir doch Leuten die dem Besuch Brot und Wasser kredenzen und selber hinter verschlossenen Türen schlemmen.
Nur scheint die Verrücktheit der Zeit darin zu bestehen, dass wir der Ansicht sind, Brot und Wasser sei viiiiiiiiiiiiiel, viiiiiiiiiiiil  besser, als Nudelsuppe,  Schnecken in Kräuterbutter, Frascati, Schnitzel, Pommes, Pilsner Bier, Vanilleeis mit Himbeersoße und Schlagsahne, Cappuccino  und Campari Soda.
Bekanntlich lässt sich über Geschmack trefflich streiten, aber langsam denke ich, Davila hat Recht damit, dass wir über Geschmack diskutieren müssen, weil die Wahrheit nicht hässlich sein kann.
Das stellt z.B Martin Mosebach wundervoll in seinem Buch Häresie der Formlosigkeit fest.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.