Donnerstag, 28. Februar 2013

Hommage an einen Pontifex

17:00  Der Hl. Vater verläßt den Vatican



und landet einige Zeit später in Castel Gandolfo, wo nicht nur die ganze Stadt vor dem Apostolischen Plast versammelt ist-auch aus den benachbarten Castelli Romani sind die Gläubigen zu Fuß gekommen, um von ihrem Papa Benedetto Abschied zu nehmen.



Zu den vor dem Apostolischen Palast versammelten Gläubigen sagt der Hl. Vater:

"Ich bin einfach ein Pilger, der die letzte Wegstrecke seiner Pilgerschaft auf der Erde beginnt. Aber ich will noch mit meinem ganzen Herzen, meiner Liebe, meinem Gebet, meinen Reflektionen, mit meinen ganzen inneren Kräften für das gemeinsame Wohl der Kirche und der Menschheit  arbeiten."

Auf der Website des Vaticans steht ein virtuelles Buch mit dem Titel  "Benedictus XVI"  zum blättern
-hier der Link

20:00 die Sedisvakanz hat begonnen
Der Hl. Vater ist jetzt Papst emeritus oder Pontifex emeritus, wird mit Sua Santita angesprochen und trägt weiterhin den schlichten weißen Talar.
Die Kirche wird bis zum Ende des Konklaves von den Kardinälen Sodano und Bertone geleitet.

München, Dom 28. Februar 2013, 20:00 Uhr

Dafür gibts bestimmt keinen Oscar, die Bildqualität ist schlecht, aber trotz gegenteiliger Ankündigung, passierte um 20 Uhr das hier


Dann begann das zweite Geläut (kriegt auch keinen Oscar):



Es wäre doch auch überhaupt nicht gegangen, unseren Papst ohne Geläut zu verabschieden.

Internet-Läuten: Danke Benedikt XVI !

Die Abschiedsworte des Dekans des Kardinalskollegiums Angelo Sodano an den Hl. Vater

                                                            "Heiligkeit,
Mit großer Betrübnis scharen sich die hier in Rom anwesenden Kardinäle um Sie, um Ihnen noch einmal ihre lebhafte Dankbarkeit für Ihr Zeugnis und für Ihren apostolischen Dienst  zu bezeugen, den Sie jetzt zum Wohl der Kirche aufgeben.
Letzten Samstag, am Ende der Fastenexerzitien im Vatican, haben Sie den Kardinälen und Ihren Mitarbeitern in der Kurie mit diesen bewegenden Worten gedankt, die ich noch einmal wiederhole:
"Meine Freunde, ich möchte jedem einzelnen von Euch nicht nur für diese Woche sondern auch für diese 8 Jahre danken, die Ihr mit mir das Petrinische Amt getragen habt- mit großer Kompetenz, Zuneigung, Liebe und mit großem Glauben."
Ähnliche und ebenso bewegende Worte  haben Sie gestern dem Volk Gottes und Ihren Mitarbeitern gesagt.
Geliebter und verehrter Nachfolger Petri, wir sind es, die Ihnen danken müssen für das Beispiel, das Sie uns in den 8 Jahren Ihres Pontifikates gegeben haben.
Am 19. April 2005 haben Sie sich der langen Kette der Nachfolger des Apostels Petrus angeschlossen und heute am 28. Februar 201213 schicken Sie sich an, uns zu verlassen in der Erwartung, daß das Steuerruder des Schiffleins Petri in andere Hände wechselt.
So setzt sich die Apostolische Sukzession fort, die der Herr seiner Kirche versprach,  bis auf der Erde die Stimme des Engels ertönt " das Ende der Zeiten ist gekommen- das Mysterium Gottes ist vollendet."
Dann - mit dem Kommen eines neuen Himmels und einer neuen Erde- enden die Geschichte der Kirche und die Geschichte der Welt.
Heiliger Vater, mit großer Liebe haben wir immer versucht, Sie auf Ihrem Weg zu begleiten und das Erleben der Jünger von Emmaus nachzuerleben, die-nachdem sie ein gutes Stück Weges mit Jesus gegangen waren, sagten " Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er mit uns auf dem Weg ging und mit uns redete?"
Ja Heiliger Vater, auch unsere Herzen brannten als wir mit Ihnen diese letzten Jahre gegangen sind.
Heute wollen wir Ihnen noch einmal unsere ganze Dankbarkeit ausdrücken.
Im Chor wiederholen wir ein für Ihre liebe Heimat typisches Wort:  Vergelt´s Gott ! "
Quelle: Radio Vatican


Abschied von den Kardinälen

Bevor Papst Benedikt heute abend den Vatikan verlassen wird,
verabschiedete er sich von den Kardinälen.

Was Manfred Lütz zu sagen hat


Beginnen wir den letzten Tag dieses großen und erleuchteten Pontifikates eines kleinen, alten Mannes in Weiß, der mit seiner häufig brüchígen Stimme aber oftmals so  noch nie gehörten Botschaften die Herzen der Menschen für den Glauben gewinnen konnte, mit einer weiteren Lektüre.
Lesen wir, was  Manfred Lütz zu sagen hat. Hier der Link



Tweet zum Tage

"Zu rein, zu unschuldig zu heilig...."

Auch Paul Badde war auf dem Petersplatz. Hier der link  zum Artikel  "Zu rein, zu unschuldig, zu heilig."
Lesen !

Quelle: Die Welt

Danke Heiliger Vater!

"Ich verlasse das Kreuz nicht, ich bleibe beim gekreuzigten Herrn, auf andere, neue Weise."

Ein zentraler Satz der Katechese des Heiligen Vaters bei der heutigen Generalaudienz, der letzten dieses Pontifikates.
Aus allen Erdteilen, aus aller Herren Länder waren die Gläubigen angereist, um ihm ein letztes mal zuzuhören, ihm zu danken und Abschied zu nehmen- etwas, was bisher bei Päpsten zu Lebzeiten nicht möglich war.
Eher mehr als 200.000  waren auf dem Petersplatz versammelt, mit Spruchbändern - in vielen Sprachen las man da ein "Danke", Fahnen , die  zeigten, die Kirche ist universal- der Ferne, der Mittlere, der Nahe Osten waren präsent, mehrere afrikanische Länder, Nord-&-Südamerika, und fast alle europäischen. Das wurde auch bei der Begrüßung der Pilgergruppen in den Sprachen der GA deutlich.
Halb Bayern war anwesend und wie es aussah ganz Traunstein mitsamt seiner Blaskapelle, die die Bayernhymne aus Schönste intonierte. Sicher auch -zumindest für lange Zeit- zum letzten mal auf dem Petersplatz.
In diesem katholischen Völkergemisch, in dem auch Mitbloggerin Cinderella und ich standen, waren Wellen von Emotionen geradezu physisch zu  spüren: Dankbarkeit, Zuneigung & Liebe, leise Traurigkeit und Melancholie und eine große spirituelle Nähe.
Nach einem Dank an den Herrn für das wunderbare Frühlingswetter, das die so kurzfristig  nach draußen verlegte Audienz nach Kräften verschönerte, nahm  Papst Benedikt das Wetterbild gleich auf und sagte über sein Pontifikat:  oft sei das Schifflein Petri in den 8 Jahren in ruhigen Gewässern gefahren, man habe einen guten Fischfang gehabt- aber es habe auch schwierige Zeiten gegeben, unruhiges Wasser, schweren Gegenwind, die das Schiff durchrüttelten.
Aber er habe immer gewußt: der Herr ist mit an Bord und er bleibt es. " Es ist nicht mein Boot, nicht unseres- es ist das Boot Jesu Christi - er führt es."
Dann sprach er über seine Entscheidung, zu der er durch Gebet und Reflexion gelangt sei- er habe den Herrn gebeten, ihm den Weg zu zeigen, der für die Kirche der beste sei.
Und so werde er nun : das Kreuz nicht verlassen, beim gekreuzigten Herrn bleiben, nur auf andere Weise.
Danach hielt es keinen mehr auf seinem Stuhl.  Pilger wie anwesende  Kardinäle und Bischöfe spendeten nicht enden wollende Standing Ovations- von vielen Viva-il-Papa und Benedetto und immer wieder Danke-rufen begleitet.



Hier ein Link zu einem interessanten ital. Video  der Rai ( unübersetzt und leider mit Werbung-aber naja...)
Titel des Filmberichtes: " Die Welt umarmt Papst Benedikt XVI "

Bevor die letzte Generalaudienz begann

Mittwoch, 27. Februar 2013

Questa Fortuna!

So rief eine Frau die hinter uns stand laut aus, und dann sahen wir, was die Frau gemeint hatte: Zum zweitenmal an diesem Vormittag fuhr Papst Benedikt "zum Greifen nah" an uns vorbei. Er winkte und segnete uns, während er von den mehr als 200.000 auf dem Petersplatz bejubelt wurde.
Alles hat gepasst an diesem Tag. Das Wetter, über das sich nicht nur die Pilger freuten, auch der Papst freute sich über den strahlenden Sonnenschein und die wärmenden Sonnenstrahlen.
Und dabei schien gestern alles noch so grau und trostlos. München versank im Schnee und es war fast keine Aussicht, dass auch nur ein Flieger pünktlich landete oder abflog. Aber es klappte. Unsere bis auf den letzten Platz besetzte Alitalia-Maschine hob wegen der langen Enteisungszeit mit etwas Verspätung ab, landete aber fast pünktlich in Rom. Was für ein Segen: klarer Himmel in Rom und ein ganz warmer Empfang in der "Casa Tutzing", wo wir von den Nonnen herzlich aufgenommen werden.

Ein frühes Frühstück an diesem Morgen und los geht's in Pilgerbüro, wo die Tickets für die Generalaudienz auf uns warten. Wir waren früh genug dort, und so bekamen wir die Tickets ausgehändigt, bevor sich eine Warteschlange bilden konnte. Es schien unser Tag zu werden.. Auf dem Weg von San Angelo zum Petersplatz wurden wir nur von einigen roten Ampeln aufgehalten - als wir dort ankamen, waren noch viele gute Plätze frei. Wie schön! Fast an der Absperrung, wo der Papst ganz sicher vorbeikommen würde! Schnell füllte sich unser "Quadrat - mit Franzosen, Italienern, Portugiesen, Slowaken, Japanern und natürlich ganz vielen

Die Bayernhymne auf dem Petersplatz

Wir waren dabei! Später mehr!!

Hier ist schon mal das erste Video von TV Bayern:



Das Team von TV Bayern (St. Michaelsbund) saß direkt vor uns und sie haben schon während der Audienz fleißig Kommentare und Bilder Richtung Heimat geschickt. Danke, dass sie diese großen Momente festgehalten haben.

Der Kreuzknappe hat auch noch was schönes gefunden, Danke dafür:


Das Ländle, die Grünen und die Bildung

Wie vielleicht schon der eine oder andere mitgekriegt hat, wohnen wir im Ländle und haben dortselbst seit der letzten Landtagswahl einen grünen Ministerpräsidenten.
Der natürlich tapfer dafür sorgt, dass keine Tsunamies den Rhein oder den Neckar oder die Donau hinauftoben und an dortigen gerade still gelegten Atomkraftwerken größere Schweinereien verursachen.
Ja da sind sie erfolgreich die Grünen seitdem sie an der Macht sind hat sich in der Tat kein einziger Tsunami an der Oberläufen besagter Flüsse blicken lassen.
Den Seitenhieb das ich mir nie hätte träumen lassen, dass die Ökopartei gegen's Bahnfahren ist, den spar ich mir jetzt.
Weiter ist ja bekanntlich das Anliegen linker Politik an den Schulen, Lehrer, Schüler und Putzfrauen aufzuhetzen, damit die dafür sind, dass mehr Lehrer eingestellt werden, es kleinere Klassen gibt und gaaaaanz viel Raum für irgendwelche supertollen obercoolen Bildungsprojekte geschaffen wird.
Seitdem, das schon in Zeiten vor Kretschmann, auch die CDU Landesregierung infizierte, muss ich mir auf  jedem Elternabend anhören wie obercool und neu und "Freiarbeit und Gruppenarbeit und selber und auch selber festlegen des Lehrstoffes, eigene Lernkontrolle der Schüler, Klassenübergreifender Unterricht, Projektkompetenz, Integration vor allem und jedem" und das immer mehr und immer begeisterter verkauft wird, als ob die Menschheit bis dato dumm und blöd in irgendwelchen Höhlen gehockt hätte.

Dienstag, 26. Februar 2013

Die Grünen

Also passend zum Frühling der sein blaues Band langsam auspackt, gibt es von der Naturpartei der grünen einen neues Statement via Alpius 
und via Kreuzknappe Die grüne Jugend erklärt klar und deutlich, "Ja wir wollen die Ehe abschaffen"

Tja ist ja nett, das sie es wenigstens sagen, aber sooooooo originell auch wieder nicht.
Vor über 35 Jahren (also nach Ansicht meiner Kinder im Neandertal, als man noch ÖL mit einer Kanne aus dem Tank im Keller holte und die Jeans noch nciht prewashed waren, sondern so hart, dass mir bei neuen Jeans immer die Knie weh taten) haben wir schon in der Schule Texte von Valerie Solames über ihre Idee der "Society for cutting up men" gelesen.

was rund um den letzten Angelus auf dem Petersplatz geschah

Hatte am vorletzten Sonntag noch die Trauer überwogen, waren zahlreiche Tränen geflossen und waren Spruchbänder mit " Bleibe" von den zahlreichen Gläubigen auf der Piazza gezeigt worden, überwog beim letzten Angelus des Pontifikates die Zuversicht, es gab weniger Tränen, viele Spruchbänder, auf denen in allen Sprachen Dank ausgedrückt wurde, "Dein Werk endet nicht hier", das "Wir haben Dich verstanden" der Jugend und die Gebete und Gesänge der Papaboys.
Die Papaboys ( von den deutschen Medien aller Art geflissentlich und akribisch totgeschwiegen) hatten schon die Nacht singend und betend auf dem Petersplatz verbracht- nach einiger Zeit war ein päpstlicher Zeremoniar erscheinen und "hat uns vom Papst gesegnete Rosenkränze als Dank für unsere Gebete gebracht" erzählt Daniele Venturi, einer von ihnen " wir haben alle angefangen zu weinen. Das ist das Feingefühl des Menschen ( Benedetto), unmöglich ihn nicht zu lieben."
In Deutschland liest man´s anders, wobei es allerdings nicht um den Menschen, die Person Papst Benedikt XVI geht, sondern um einen selbsterdachten Popanz, den sie so nennen und zu einem ihrer Lieblingssündenböcke erkoren haben- wenn sie auch sonst die Existenz der Sünde strikt leugnen.

Quelle: Messagero

Montag, 25. Februar 2013

Das Geheimpapier zur Vatileaks-Affäre ...

... bleibt geheim.

Papst Benedikt XVI hat sich entschlossen, dass die Inhalte des Dossiers, das in seinem Auftrag von den 3 Kardinälen Julián Herranz, Jozef Tomko and Salvatore De Giorgi erarbeitet wurde, unter Verschluss gehalten werden und erst an seinen Nachfolger ausgehändigt werden sollen.
Die Gerüchte, die zwischenzeitlich über die Inhalte des Papieres gestreut wurden, entbehren somit jeder Grundlage. Auch die kurzfristige Mitteilung, dass die Mitglieder des Konklave vor der Wahl Informationen über die Inhalte bekommen sollen, hat sich nicht bestätigt.

Da waren´s nur noch 115

115 Papstwähler sind es zur Zeit, bis gestern waren es doch noch 116 ?
Kardinal O´Brien, ranghöchster schottischer Erzbischof und Primas der britischen Kirche hat beim Hl. Vater seinen Rücktritt eingereicht und dieser hat ihn angenommen.
Warum so plötzlich- so kurz nachdem sich der Purpurträger mit einer medienwirksamen Forderung nach Aufhebung des Zölibates in die Schlagzeilen brachte?
Kardinal O `Brien hatte, da er im März das 75. Lebensjahr vollendet , wie üblich- bereits  vor kurzem dem Hl. Vater seinen Rücktritt eingereicht. Den hat der Hl. Vater heute mit sofortiger Wirkung angenommen, was O´Brien definitiv von der Teilnahme am Konklave ausschließt. Er hat aber-wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht- auch selbst darauf verzichtet und will die Papstwahl nun mit seinem Gebet begleiten.
Der so zölibatskritikfreudige Hirte wird der sexuellen Belästigung bezichtigt, was seine Forderung natürlich auch in einem ganz anderen Licht erscheinen läßt.

up-date die Vorfälle, auf die sich die Belästigungsvorwürfe beziehen, fanden in den 80-er Jahren statt und liegen somit 30 Jahre zurück, bei den Opfern handelt es sich um 3 Priester und einen Ex-Priester (bzw. damalige Seminaristen).



Das wirft natürlich ein besonderes Licht einerseits auf das reflexhafte Zuschlagen der deutschen Medien- die sofort einen "neuen" Skandal, der den Vatican erschüttert, ausgemacht haben wollen und ohne weitere Informationen ihre üblichen Anwürfe verbreiten.

Das Motu Proprio "Normas nonnullas"

das einige Änderung zur Konstitution zur Wahl eines neuen Pontifex beinhaltet,  ist da.
Der Wortlaut wird im Laufe der nächsten Stunden veröffentlicht.
Nach den Informationen, die Pater Lombardi bereits gab, kann der Beginn des Konklaves nun vorgezogen werden.

Hier ist die erste Pressemitteilung von RadioVatican - leider nur in Englisch, wir bleiben aber am Ball sobald es weitere Informationen gibt

Quelle Radio Vatican/ Corriere

Hier ist jetzt auch eine entsprechende Meldung auf katholischde


Die letzten Tage des Pontifikates von Papst Benedikt sind angebrochen.

Das veranlasst auch die deutschen Medien einmal mehr das Pontifikat Benedikts XVI von allen Seiten zu beleuchten.
Und wir können uns denken, was wir da von einigen Sendern zu erwarten haben.
Zum Glück gibt es das Bayerische Fernsehen, das in einer "langen Papstnacht" am Dienstag 26.2. Benedikt XVI würdigen wird.
Es beginnt mit einer Münchner Runde, an der u.a. Sigmund Gottlieb, Peter Seewald und Pater Bernd Hagenkord teilnehmen werden.
Danach wird es mehrere Filme über das Leben und Pontifikat Papst Benedikts geben.
U.a. zu sehen sein wird dort das Interview, das BR und ZDF vor der Bayern-Reise des Papstes machten. Und es gibt einige Berichte über die Reisen des heiligen Vaters.
Wir dürfen uns hier auf viele schöne Momente freuen.

Weniger empfehlenswert dürfte dann die darauffolgende Papst-Nacht werden: auch das ZDF versucht sich an einer "Würdigung". Man liest schon in der Vorschau, dass es um Missbrauchsfälle und sonstige "Skandale" geht, und auch die "Weggefährten" à la Küng zu Wort kommen werden. Diese mediengemachte Parallelwelt müssen wir uns nicht antun, da können wir die Glotze an diesem Tag kalt lassen und in der gewonnenen Zeit Papst Benedikt im Gebet folgen.




Ein Wunder, eine erneute Schwalbe und das in "Christ in der Gegenwart"

es gibt so Zeitschriften, die liest man als papsttreuer, marianischer, eucharistischer katholischer Fundi (im Sinne vom "auf dem Fundament das Christus durch die Apostel gelegt hat" stehend, einfach nicht.
Dazu gehört die Zeitung "Christ in der Gegenwart" Modernistenblättchen sag ich immer dazu.
Deshalb war ich erstaunt,. als im Pfarrblättchen ein Abschnitt aus besagter Zeitschrift abgedruckt war, wo ich nur sagen konnte  "Whow!"
Leider find ich den Artikel nicht online, deshalb kurz um was es geht.

Der Spiegel hat wohl neulich moniert, dass der Staat den Familien irre viel Geld in den Rachen schmisse, dazu kräftig gehetzt gegen das katholische Milieu mit der treu sorgenden Mutter und der traditionellen Normalfamilie (dabei wohl geflissentlich übersehen, dass unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund, die traditionelle Normalfamilie  genauso sehen und dazu noch, im Gegensatz zu Katholens, das Verlassen der traditionsgegebenen  Sphäre als todeswürdige Sünde betrachten).
Dazu stimmte der Spiegel wohl das Loblied auf der Homo-Hetero-Patchwork-Vierer-Verbindung (Original Zitat aus CIG) an.
Nun der Knüller, nach dem was uns seit Jahren in offiziellen und offiziösen Publikationen geboten wird, sollte man nun erwarten das der CIG das gut findet was der Spiegel gut findet und irgendwas von "offen nach allen Seiten", "neue Zeit" und gaaaaanz viel Toleranz blubbert.
Nein der CIG bezeichnet das, was aktuell auf dem Sektor Familie geschieht, als Kulturkampf.
Dann folgt ein Abschnitt, wo es um die psychischen Folgen der "unbehüteten Kindheiten" geht und dann kommt der nächste Knüller Satz "Etwas ist faul im Staate Deutschland. An allerfaulsten ist die Dauer-Demontage der verbindlichen Ehe.....Dann folgt ein Abschnitt, wo die üblichen  Verdrehungen von wegen Familie ist teuer entlarvt und richtig gestellt werden und dann in Verbindung mit der Feststellung das Eltern Unbezahlbares leisten, weil sie dafür sorgen, dass es noch eine Generation gibt, die sich um die von uns hinterlassenen Lasten kümmert,  der  Schlusssatz eingeleitet, der da lautet [die Mehrleistung der kinderreichen Familien werden nicht in Gutachten (über die Familien) eingerechnet und nicht finanziell abgegolten] denn der Staat weiß- und jeder verlässt sich drauf:  Ehe, Familie, Liebe und Kinder, sowie deren Erziehung sind unbezahlbar. Quelle "Christ in der Gegenwart" Herder Verlag Nr 7 13.2.2013).
Gerade der letzte Satz hat es in sich.
Einerseits ist  Familie unbezahlbar.

Sonntag, 24. Februar 2013

Nachträgliches zum Tage

Rom
Heute war auch das Samttuch mit dem päpstlichen Wappen zum letzten mal am Apostolischen Palast zu sehen. Als es nach dem Angelus eingeholt wurde, riefen die Menschen, die auf dem Petersplatz ausharrten, u.a.  "Verlass´ uns nicht !" und "Benedetto XVI von Neuem Papst!"

Hier eine  Fotostrecke dazu (Repubblicca) und  hier noch eine (ANSA)
Auf den Spruchbändern und Plakaten standen Sätze wie:
"Wir werden dich vermissen"  "Lieber Papst du wirst uns fehlen" und besonders schön das einer Gruppe von jungen Gläubigen  ( Foto 6 /30 ANSA):
"Wir haben dich verstanden. Wir werden fortfahren dich zu lieben. Danke, deine Jugendlichen"

Schade, daß man das von der Mehrzahl der verantwortlichen Meinungsmacher in den Medien nicht behaupten kann. Sie haben nicht verstanden und sie haben es nicht einmal versucht.

London
Unter der Leitung von Erzbischof Vincent Nichols, dem Primas der Kirche von England und Wales, wurde heute in der Kathedrale von Westminster eine Dankesmesse für den Hl. Vater gefeiert.
Erzbischof Nichols strich noch einmal die zentrale Bedeutung der persönlichen Beziehung zu Gott in der Theologie und Verkündigung Benedikts XVI heraus und erinnerte die Gläubigen an die unvergessliche Messe und Eucharistiefeier mit den 90.000 im Hyde Park im September 2010.
"Dort" so sagte er " in dieser tiefen Stille hat er uns zum Herrn getragen."
Am Ende seiner Predigt dankte EB Nichols dem Hl. Vater " für alles, was er uns gegeben hat" und lobte Gott "für den Segen seines Pontifikats" " Der Herr möge ihn segnen und behüten. Der Herr möge seine Heilige Kirche segnen."

Quelle Radio Vatican

Das Licht der Welt - Teil 4

Schööööööön

Ein Moment mit Maria

Der tägliche Rosenkranz vor dem Petersdom

Auch heute versammeln sich viele Menschen um 16:00 auf dem Petersplatz, um den Rosenkranz für Papst und Kirche zu beten - für die letzten Tage bis zum Beginn seines Rücktritts.

Mit dem Start des "Jahres des Glaubens" begannen verschiedene Gruppen mit dem Rosenkranzgebet auf dem Petersplatz. Sie versammeln sich täglich um 16:00 Uhr um das Weltjugendtagskreuz, das zu zu diesem Anlass auf den Platz getragen wird.

"Seit der Bekanntgabe des Rücktritts von Papst Benedikt sei es wichtig, besonders viel für den Heiligen Vater zu beten."  sagte Carly Andrews, die Initiatorin der Gebetsstunde in einem Interview mit Radio Vatikan.

Um die Wirkung dieses Gebetes zu verstärken, schließen wir uns dieser Initiative an und werden die nächsten Tage bis zum 28. Februar um 16.00 Uhr für den Heiligen Vater den Rosenkranz mitbeten.

Tweet zum Tage

Angelus

Vor rund 200.000 Menschen auf dem Petersplatz sagte der Hl. Vater bei seinem letzten pontifikalen Angelusgebet- auf das heutige Tagesevangelium von der Verklärung Christi auf dem Berg Tabor und eine Interpretation des H. Augustinus eingehend:
" Heute ist die Aufforderung auf den Berg zu steigen, um dort betend dem Herrn zu begegnen und nahe zu sein, auch besonders an mich gerichtet. Der Herr hat mich gerufen, auf den Berg zu steigen- dort kann ich ihm und der Kirche im Gebet besser und so dienen, wie es den Kräften meines Alters entspricht."
Nach dem Angelus dankte er allen Anwesenden für ihre spirituelle Nähe, ihre Gebete, die Zeichen ihrer Liebe.





Hier ist noch ein Link zum BR-Bericht mit der Begrüßung der deutschen Gäste

und ein Video der Repubblicca

Rom ist unterwegs

zum Petersplatz. Die römischen Verkehrsbetriebe haben Sonderfahrzeuge eingesetzt, um alle, die ein letztes mal den Angelus mit dem Hl. Vater beten wollen, zum Vatican zu  befördern. Es sind bereits viele Mitbeter auf der Piazza vor Dem Fenster versammelt.

Samstag, 23. Februar 2013

Noch eine gute Nachricht

Das morgige letzte Angelusgebet unseres Heiligen Vaters wird

ab 12:00 Uhr
live vom Bayerischen Fernsehen übertragen ...





Heute in Rom




Ende der Exerzitien
heute morgen beendeten der Hl. Vater und die Kurie ihre von Kardinal Ravasi gehaltenen Fastenexerzitien.`
Nach einem speziellen Dank an Kardinal Ravasi sprach der Hl. Vater noch einige abschließende Worte:
"... Der inkarnierte Logos ist mit einer Dornenkrone gekrönt- in diesem Bild des leidenden Sohnes Gottes beginnen wir die tiefere Schönheit unseres Schöpfers  und Erlösers zu sehen.



Glauben heißt nichts anderes als in der Finsternis der Welt Gott mit der Hand zu berühren und so in der Stille SEIN Wort zu hören und die Liebe zu sehen."
Am Ende dankte er allen Anwesenden " Euch allen, die Ihr mit mir das Gewicht des Petrinischen Amtes mit großer Kompetenz, mit Zuneigung und Liebe und Treue getragen habt. In mir bleibt die ankbarkeit, auch wenn das äußerlich sichtbare Zusammensein endet, es bleibt die spirituelle Nähe, eine tiefe Einheit im Gebet. Mit dieser Sicherheit " so schloß er " gehen wir vorwärts, des Sieges Gottes sicher und der Wahrheit, der Schönheit und der Liebe sicher."


Abschied von Staatspräsident Napolitano
wie man hört-ein sehr emotionales Treffen - bewegend für alle drei Teilnehmer, den Hl. Vater, Präsident Napolitano und dessen Gattin . Sie würden in Verbindung bleiben, sagte der demnächst ebenfalls aus dem Amt scheidende Präsident.
Papst Benedikt und Giorgio Napolitano dankten sich gegenseitig für ihre freundschaftliche Verbindung und der Papst sagte zum Abschied: er werde für Italien beten.



Und in diesem italienischen Video der Repubblicca kann man etwas mehr vom Gespräch hören, bspw. wie der Hl. Vater Präsident Napolitano nach seinem kurz zurückliegenden USA-Besuch fragt


Mitteilung an die Einflussnehmer
Das Staatssekretariat protestiert gegen die massiven Versuche von Medien und Pressuregroups auf das Kardinalskollegium bzgl. der Papstwahl Einfluss zu nehmen



Übersetzung folgt später.....

Outing
Vaticanista Ingrao /Panorama it. sagt: " wie meine Information von der Repubblicca verfälscht wurde, um einen Schlag gegen den Papst zu führen..."
Jetzt ist es ausgesprochen. Dieses Verdrehen, Verfälschen und Manipulieren liegt auch allen Kampagnen, Angriffen, An-und Vorwürfen zugrunde, die von deutschen MSM sowohl der schreibenden Zunft als auch der elektronischen gegen die Person des Hl. Vaters, gegen das Lehramt und die Institution des Papsttums geführt wurden.
Aber liebe Verehrer der Lüge und der Verleumdung zu eigenen politisch-ideologischen Zwecken, Ihr werdet nicht siegen.
Heute sagte Papst Benedikt XVI, langjährige Zielscheibe für Eure Schmutzanwürfe- etwas, was Ihr Euch ins Stammbuch schreiben solltet:
" Das Böse will immer das beschmutzen, was schön ist. Die Wahrheit ist schön und die Schönheit ist das Siegel der Wahrheit."

Und noch ein kleiner Gruß an das ZDF
staunend berichtet es im Teletext, der Papst habe das Böse ( natürlich in Anführungszeichen) beklagt.
Das "Böse" also, eine den Meinungsmachern in Mainz völlig unbekannter Begriff, das es wohl gar nicht gibt, genau so wenig wie das Gute....aber dazu hat ja schon Pater Lombardi heute das seine gesagt. "wer nur Geld, Sex und Macht kennt, kann nirgends etwas anderes wahrnehmen." So ist es.

Kardinal Meisner und die "Päpstin"

Chapeau Eminenz!


In der ZDF heuteShow wollte sich eine junge "Reporterin" bei Kardinal Meisner als "Päpstin" bewerben: Der Kardinal hat Schlagfertigkeit bewiesen und die Dame einfach mal voll abgewatscht:



Freitag, 22. Februar 2013

Die Umarmung der Italiener im Zeichen des Gebets

-auch eine Antwort auf den "Italienspezialisten" B.Jürgens, der in seinem Beitrag ( den ich lieber nicht näher charakterisiere ) auf katholisch.de zur Wertschätzung der Italiener für den Hl. Vater, zu dessen Charisma und historischer Bedeutung die Maßeinheit "Verkaufszahlen von Schlüsselanhängern und Kitschziertellern mit Papstkonterfei" einführt.

Avvenire beschreibt, was sich derzeit in Italien bei den Katholiken tut:
" Eine einzige, große, betende Umarmung. Ganz Italien vom Norden bis zum Süden schart sich um Papst Benedikt XVI, um ihm Dank zu sagen, ihm nahe zu bleiben und  ihm nicht die Unterstützung zu versagen, um die er gebeten hat."
Der Stupor über den angekündigten Rücktritt hat sich sogleich in Gebet umgewandelt. So hätten sich in allen Diözesen der Halbinsel die Initiativen und Einladungen für den Hl. Vater zu beten und ihm ihre Nähe und Zuneigung zu bekunden multipliziert.
So haben sich heute am Fest Cathedra Petri - einem in diesem Jahr ganz besonderer Tag- viele Gemeinden zum Gebet versammelt, die Augen fest auf Christus gerichtet, in Gedanken in Rom.
Von Trient bis Salerno Momente des Glaubens , Betens und der Danksagung an den Herrn für das Geschenk dieses Pontifikates.(....)
Am Ende in Castel Gandolfo, wo ihn die Gemeinde erwartet, kommen aus den umliegenden Orten der Albaner Berge und der Castelli Romani die Gläubigen zu Fuß um sich zur Verabschiedung des Papstes, zu einem Fackelzug und dem anschließenden stillen Gebet mit den Castelianern zusammen zu schließen.

Quelle: Avvenire/Careddu

Was hat das Webportal "katholisch.de" eigentlich mit unserer Kirche zu tun?

Wir hatten es ja schon zu Beginn vermutet: Die wegen der Pleite der Frankfurter Rundschau arbeitslos gewordenen "Journalisten" haben allesamt im "katholischen" Portal katholisch.de eine neue Aufgabe erhalten. Anders lässt sich dieser Artikel nicht erklären!

Liest man Sätze wie "Benedikt XVI., der Theologe, war als Schlüsselanhänger und Kapselheber nie ein Verkaufsschlager." oder "Mangel an Charisma: Das sagen sie überall in den Andenkenläden, im Borgo, bei Savelli am Petersplatz, auch an der Piazza Citta Leonina, wo Joseph Ratzinger früher wohnte. So groß der Respekt vor ihm als Gelehrten ist - in der Kategorie von Ziertellern und Wandkalendern blieb er bis zuletzt im Schatten seines Vorgängers."

muss man sich tatsächlich fragen, ob sich SpON oder SZOn zwischenzeitlich einmal einen neuen Look verpasst haben. Oder schielt Burkhard Jürgens, der Autor des Schmäh-Artikels bereits auf einen Job bei einem der besagten Medien?


Kathedra Petri

Heute feiert die Kirche das Fest Kathedra Petri. Es erinnert an die Berufung des Apostels Petrus zum Lehramt in der Kirche und an seine Übernahme des römischen Bischofsstuhls.
Am 22. Februar 2006 hat unser Heiliger Vater, Papst Benedikt während der Generalaudienz eine wunderbare Katechese zu diesem Thema gehalten und den anwesenden Gläubigen die Bedeutung dieses Festtages erklärt. 

Aber:
Dieser Festtag hat auch für die Wetterregeln eine Bedeutung und das klingt nicht besonders gut:

Ist Petri Stuhlfeier kalt, hat der Winter noch vierzig Tage Gewalt.





Auch das noch!
Bei uns hat es 5 Grad Minus und es schneit schon seit Stunden. Und das deutet doch sehr auf weiße Ostern hin ...... 

Immer, wenn man mal eine Erderwärmung braucht, ist sie nicht da !

Bischof em. von Rom und Sua Santita

Der Präsident des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, Kardinal Coccopalmerio, hat in einem Interview mit dem Corriere d. Sera auf die Frage nach dem Status des Hl. Vaters nach seinem Amtsverzicht geantwortet:
Im Augenblick des Amtsverzichtes ist er Bischof emeritus von Rom , wird aber weiter mit Sua Santita  (Heiligkeit, Heiliger Vater) angesprochen.
Kardinal Coccopalmerio wurde von der Rücktrittsankündigung des Hl. Vaters in Lourdes überrascht. Er hält eine Vorverlegung des Konklaves für möglich, sogar wahrscheinlich.

Voraussichtlich Montag, 25.2. wird Papst Benedikt XVI das Kardinalstriumvirat empfangen, das mit der Untersuchung der Vatileaksaffäre innerhalb der Kurie beauftragt war. Sie hatten um die 50 Kleriker vom Priester bis zum Kardinal befragt und das Dossier mit dem Ergebnis ihrer Recherche -"sub secreto pontificio" - direkt und nur dem Hl. Vater übergeben. Das Dossier wird an den Nachfolger weitergereicht werden.




up-date
gerade kommt aus Rom die Meldung, daß die 3 Kardinäle das Dossier dem Kardinalskollegium, wenn es versammelt ist, vorlegen werden. Falls also einer der ihren in die Vatíleaksaffäre verwickelt sein sollte, wird das den Wählern vor den Wahlgängen bekannt.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Die Pille, die Medien und der Eiertanz offizieller Erklärungen

Also es gibt ja , was diese ganzen Geschichten mit der Verhüterei angeht schon immer, auch zu Zeiten, als für mich Kirche und Lehramt absolut uninteressant waren, eines was mich verwundert.
Da wird die Kirche angegriffen wegen ihres generellen Verbots künstlicher Kontrazeption und so getan, als sei sie deswegen an der Ausbreitung von Aids schuld.
Als ob der praktizierende Schwule oder der fremdgehende Ehegatte zu seinem Lover sagen täte "Also Schatz ich gehör zwar nicht in dein Bett, aber wegen dem Papst nehm ich kein Kondom"
Ich nenne sowas Doppelmoral und wenn die Leut ihr schon fröhnen, so muss die Kirche da nicht noch mitmachen, indem sie leicht zwinkernd sagt "Hey Leute ihr wisst schon Ehebruch ist nicht und vorehelich auch nicht und gleichgeschlechtlich, schon dreimal nicht, aber wenn schon, dann bitte, bitte denkt an die Verhütung, sonst kommt ihr in die Hölle. Und zwar im Fall eins und zwei in die Hölle kleiner, schreiender, süßer, knuddeliger Babies."
Würde die Kirche so argumentieren, dann würde sie das tun, was man ihr immer und immer wieder vorwirft, nämlich scheinheilig daherreden.
Aktuell ist man die Sache anders angegangen.

Kurzmeldungen aus Rom

Beim heutigen Pressebriefing sprach Pater Lombardi über die letzte Generalaudienz und ihr etwas vom üblichen Procedere abweichendes Programm , er gab bekannt, daß für die Sitzplätze auf der Piazza bisher 30.000 Bestellungen bei der Präfektur eingegangen seien.
Inzwischen ist in Vorbereitung des kommenden Konklaves ein zweiter Pressesaal eingerichtet worden, weil nicht alle akkreditierten Journalisten im vorhandenen Saal Platz finden.


Der Hl. Vater wird in den letzten Tagen seines Pontifikates keine tiefgreifenden oder weitgehenden Entscheidungen treffen.
Ob es noch ein Motu Proprio zum Beginn des Konklaves geben wird oder nicht, ließ der Pressesprecher offen.
Wie weiter mit der FSSPX vorgegangen werden soll, wird dem nächsten Papst überlassen.
Der Hl. Vater geht bis zum 28.2. weiter wie üblich seinen Amtsgeschäften nach, nach Beendigung der Fastenexerzitien am Samstag, empfängt er den italienischen Staatspräsidenten G.Napolitano mit seiner Frau zu einem Privatbesuch.
Die Zahl der Papstwähler ist auf 116 gesunken, weil einer der Kardinäle wg. einer schweren Erkrankung nicht reisefähig ist. Bei zwei weiteren Purpurträgern ist ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen die Reise nach Rom noch nicht gesichert.

Frei

Der Hl. Vater hat über seine Demissionsabsicht  diesen bedeutsamen  Satz gesagt :

"In diesem Augenblick bin ich wirklich frei, ich entscheide nach meinem Gewissen vor Gott.
Es ist keine Entscheidung des Zurückweichens oder der Schwäche - sondern der Freiheit."

Er hat als freier Mensch entschieden, solange er die körperliche und geistige Kraft für eine wirklich freie, nicht von den Umständen diktierte Entscheidung hatte. Zum Besten der Kirche- wie er auch sagte.
Quelle: Ansaldo/Repubblicca

 

Das letzte Gefecht oder Illusionen...

und enttäuschte Hoffnungen 2.0
Wie wir mit Blick auf unsere MSM schon schrieben, es geht immer noch schlimmer und das beweisen sie ganz freiwillig mit großem Eifer. Müde nicken wir dazu : q.e.d.
Wenn man ihre sich überstürzenden Wortmeldungen zum Thema Papstrücktritt betrachtet, kann man nur zu einem Schluss kommen: sie wähnen sich im letzten Gefecht
Damit haben sie nicht ganz Unrecht. Nach dem Konklave sinkt ihre Bedeutung auf Null-was die Weltkirche angeht. Der Hl. Vater hat mit seiner historischen Ankündigung nicht nur die Kurie auf Null zurückgesetzt sondern auch die deutschsprachigen Obengenannten .
Inzwischen hat aber auch jeder des Schreibens halbwegs Kundige auch noch der letzten Kaninchenzüchtervereinspostille, bis hin zum Putzpersonal der ÖRM sein Scherflein beigetragen, um sein Schwarzlicht in die Dunkelheit zu bringen.
Je kirchenferner desto besser, je ahnungsloser was Kirchengeschichte, Religion & Katholizismus angeht, dafür aber je vorurteilsbeladener - desto nützlicher.
Desto genauer glauben sie zu wissen und hoffen sie, ihre dito Leser, Hörer, Zuschauer von ihren paradoxen, abstrusen und schlicht absolut falschen Meinungen  und Propagandamitteilungen überzeugen zu können.
Heute Abend darf Panorama mal ran. Wollen doch mal sehen, ob wir nicht noch einen schönen Zusammenhang Kapitalismus und Kapitalistenknecht Kirche zusammenmontieren können, die Hintergründe der Papstdemission klären wir-die ihn ja so gut kennen, und die wir uns für ihn und sein Lehramt, sein Predigten und Wortmeldungen immer so brennend interessiert haben, ganz nebenbei auch noch auf.
Nein, gespannt brauchen wir darauf nicht zu sein.
Auf die Zusammenarbeit der diversen Lobbys und Interessenverbände der Antikirchenpropagandafront können wir uns 100%  und blind verlassen.
Danke ARD! Dafür geben wir unsere Gebühren doch gern.
Weiteres und Detaillierteres wie wir schon sagten ab dem 1.März.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Das Licht der Welt - Teil 3

Zum weinen schön:



So wird's nie wieder .... seufz!

Dank per Twitter


Wem danach ist, kann per Twitter dem Hl. Vater seinen Dank ausdrücken.

Auf dem Weg nach Rom

sind jetzt nicht nur die Kardinäle sondern auch 1800  an den Hl. Vater adressierte Briefe aus Mexiko.
Absender sind Kinder, die am Kongress " Missionarische Kindheit und Adoleszenz" teilgenommen haben.
Sie drücken dem Hl. Vater ihren Dank aus und bitten ihn, für die Kinder der Welt zu beten.
Pater Aldo I.Estrella Carara, einer der Leiter des Kongresses, teilt der Presse mit, sie hätten nicht mehr gewußt  wohin mit den Briefen, die aus Kartons und Schubladen quollen und täglich mehr wurden und hätten deshalb beschlossen, sie per Post an den Papst, für den sie ja auch geschrieben wurden, zu schicken.

Wir sagen mit dem Hl. Vater: " Die Zukunft ist unser!"

Ein letztes Motu Proprio ? up-date

Nach einer weiteren Pressekonferenz- nur noch ein: vielleicht. Die Entscheidung für ein solches päpstliches Schreiben sei noch nicht endgültig gefallen .

Wie Vaticanista Andrea Tornielli in VaticanInsider berichtet, wird der Hl. Vater in einen letzten kurzen Motu Proprio, in einer letzten Amtshandlung seine Pontifikats, die Konstitution "Universi Dominici gregis", in der das Konklave und die Wahl des neuen Pontifex geregelt sind, dahingehend ändern, daß die Kardinäle den Beginn des Konklaves vorziehen können. Vor die bisher geltenden 15 Tage nach Beginn der Sedisvakanz.
Diese Änderung ist die zweite, die der Hl. Vater während seiner Amtszeit an dieser Konstitution vornimmt.
In der ersten Änderung war die für eine Papstwahl erforderliche Zweidrittelmehrheit für alle Wahlgänge eingeführt worden.

Quelle: Andrea Tornielli/VaticanInsider, LaStampa

Wie Tornielli dazu in seinem Artikel bemerkt, seien der Pariser Erzbischof. Kardinal André Vingt-Trois. und der New Yorker Erzbischof, Kardinal Timothy Dolan, gegen einen vorverlegten Wahltermin, weil vor Beginn des Konklaves noch sehr viel Arbeit zu erledigen sei und viele Themen-auch über den zukünftigen Weg der Universalen Kirche- diskutiert werden müßten.


Castel Gandolfo bereitet sich vor

Eine betende Stadt- so will Castel Gandolfo den Papst empfangen, der sich zum Gebet zurückzieht.
Das sagte der Gemeindepfarrer Don Pietro Diletti  im Interview mit Radio Vatican.

"Wir wollen ihn vor allem im Gebet begrüßen, weil wir wissen, daß er ein Mann des Gebetes ist, daß er betend unter uns sein wird, auch wenn ab einem gewissen Zeitpunkt unsichtbar.
Am 28. Februar treffen wir uns um 16:00 , um 17:00 beginnt der Rosenkranz -von kleinen Ausschnitten aus Reflexionen des Hl. Vaters unterbrochen.
Und wenn er dann kommt, wahrscheinlich um 17:30 und sich zeigt, unterbrechen wir das Gebet und versammeln uns alle mit Fackeln auf der sicher überfüllten Piazza.
Wir mobilisieren alle und wissen, daß viele auch von außerhalb kommen werden.
Es wird wirklich eine Manifestation der Liebe, der Wertschätzung und der Solidarität für diesen Pontifex."

Frage RV :  "Was werden Sie ihm persönlich sagen, wenn Sie ihn treffen?"

Antwort Diletti :
" Ich hoffe ihn zu treffen, wie ich ihn immer getroffen habe, in 2 Sommern 12 mal.
In kurzen und auch langen Begegnungen haben wir sehr viel gesprochen. Er fragt nach allem. Er ist ein Mann, der sich für Einzelheiten interessiert. Er fragt präzise und will präzise Antworten.
So schaute hat er auf unsere neue Glocke und fragte, in welcher Tonart sie gestimmt sei. In F.
Und so auch in anderen Dingen. Das ist wirklich sehr schön.
Obwohl ich hier in Castel Gandolfo erst seit kurzer Zeit bin,  2 Jahre und einige Monate, haben wir schon Freundschaft geschlossen. (....) "


Quelle Radio Vatican

Licht der Welt - Teil 2

Dazu muss man nichts mehr sagen

Dienstag, 19. Februar 2013

Wünsch Dir was!

Ouvertüre!

Die älteren von uns können sich sicher noch erinnern: 1969 startete das ZDF die Samstagabendshow "Wünsch Dir was!" Da kämpften jeweils 3 Familien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz um den Sieg und die Siegerfamilie durfte sich etwas wünschen, was dann in Erfüllung ging. Es war ein ziemlicher Straßenfeger damals, aber die Programmauswahl war ja zu dieser Zeit auch noch sehr gering. Höhepunkt war in jeder Sendung der sog. Lichttest: Hier mussten die Zuschauer einer Stadt alle Stromquellen einschalten, wenn sie der einen oder anderen Familie Punkte zukommen lassen wollten. Diesen politisch unkorrekten Lichttest hat man heute durch sog. Meinungsumfragen ersetzt, bei denen aber am Schluss immer das rauskommt, was der Auftraggeber gerne hören würde.
Und um der Bedeutung des ZDF als "Wünsch dir was"-Pionier gerecht zu werden, hat man diesmal eine Umfrage gemacht, was sich die deutschen (Katholiken?) so alles von ihrer Kirche wünschen.
Ich muss jetzt erst mal drauf bestehen, dass ich nicht befragt wurde, und deshalb konnte das Ergebnis nur so ausgehen:
Mit großer Mehrheit wünschen sich die Deutschen (Katholiken?), dass (Gäääääähn) Priester heiraten dürfen, Frauen Priester werden können, Geschiedene erneut kirchlich heiraten dürfen und natürlich wollen sie auch mitreden, wann ein Papst zurücktreten soll oder nicht. Und nun? Warum wurde diese Umfrage nun gemacht? Wegen des Unterhaltungswertes oder des Neuigkeitswertes? Da beides gegen Null tendiert, muss es einen dritten Grund geben. Das ZDF will noch mal die Muskeln spielen lassen und Bedeutung simulieren, die es gar nicht hat.
Was soll das also werden? Ein eindeutiges Signal nach Rom, nach dem Motto, wenn ihr nicht macht, was wir uns wünschen, dann? Ja, was dann?


Illusionen und enttäuschte Hoffnungen

Wer nach den ersten Tagen, die der Demissionsankündigung des Hl.Vaters folgten und den ersten Reaktionen und Meldungen in ARD, ZDF & co gedacht hatte, die Berichterstattung unserer ÖR-Medien werde nun vom Kampagnenmodus auf eine moderatere, unmanipulierte Informationstätigkeit wechseln,  muß sich jetzt eingestehen, einer - wenn auch schönen und wünschenswerten- Illusion aufgesessen zu sein- alles ist wie immer, wenn nicht sogar schlimmer.
Es werden absichtsvoll nur gezielt und selektiv Meinungsäußerungen und Berichte gesendet, die in das Konzept: bringt-die-Kirche-endlich-auf-das-Schrebergartenvereins-& Soziologinnenstuhlkreis-format-runter passen, das die EKD schon inne hat und das sie für uns, unsere Wünsche und unserem Meinungsdiktat verfügbar macht.
Wir sind nicht mehr Papst aber wir-die ÖRM- sind Lehramt.
Da werden schon vom Vatikan ihrer Titel entledigte österreichische Pfarrerinitiativler zur Beurteilung der Vollversammlung der Deutschen Bischöfe befragt, stellvertetende Vorsitzende z.B. der Schlachterinnung befragt, welche Eigenschaften der neue Papst haben müsse.
Wir fragen: geht´s noch?
Da macht das ZDF ( mit welchem Mandat?) ein Umfrage unter Katholiken ( behaupten sie)-deren Ergebnis schon vorgefertigt in der Schublade des Redakteurs lag.
Im Vorfeld des Konklaves scheinen einige der Meinungsmacher-( ist ihre im Grundgesetz festgelegte Aufgabe nicht die der Information? und eben nicht die der Meinungsmache ?) realitätsfern zu glauben, sie könnten die Kardinalsversammlung mit ihren Forderungen veranlassen, die Hl. Katholische Kirche in allen Punkten der deutschen Protestantischen Denomination anzugleichen und das im vollen Wissen, daß diese weder durch Pastorinnen, noch Bischöfinnen, verheiratete Pastoren ( auch gleichgeschlechtlich), Akzeptanz von jeder Art von Verhütung & Abtreibung noch durch den Verrat an der Familie  vor dem absoluten Verlust ihrer Funktion einer Kirche, noch vor dem Massenexodus ihrer Gläubigen gerettet wurde?
Nein- wir haben umsonst auf Selbsterkenntnis der gebührenalimentierten Meinungsmanipulateure gehofft , wir hatten kurz eine Illusion.
Was wir sonst noch zu diesem Thema zu sagen haben, werden wir nach Beginn der Sedisvakanz ausführlich  in Würdigung der Protagonisten und in Einzelheiten hier in den blog stellen.

Montag, 18. Februar 2013

Das Licht der Welt

Hier ist jeder weitere Kommentar überflüssig:



außer: Heul ... Schluchz ......

...und damit, dass ich froh bin, dass ich trotz Warnhinweisen im Radio (zu voll, Verkehrsbeschränkungen, usw.) fast 4 Stunden in brütender Hitze meinen Platz auf dem Marienplatz verteidigt habe, obwohl ich eigentlich nicht mehr stehen und nicht mehr sitzen konnte.
Was war das schön, als wir über die Videowände sehen konnten, als der Flieger in München landete und dann fingen in der ganzen Stadt die Glocken an zu läuten ... Unvergesslich!

Dankesrekordversuch

Eine spanische Jugendgruppe hat, nachdem sie von der Demissionsabsicht des Hl.Vaters erfuhr, beschlossen, ihm durch den längsten Applaus ever zu danken- dabei wollen sie auch den Guinnessbuchrekord um mindestens 10 Minuten überbieten. Diese Aktion  "El Aplauso Más Largo" wird über den Twitter-account der Gruppe vorgestellt, dort wird auch zum Mitmachen aufgerufen.
Kontakt über twitter :  #elaplausomaslargo   oder #thelongestapplause
Also die Ärmel hochgekrempeln und mitmachen.
Hier ist noch die Blogadresse der Initiatoren incl. mailadresse, wo man die fertigen Videos hinmailen kann:
http://elaplausomaslargo.blogspot.com.es

Alipius weiß Rat

Er hat die stillen Tage dazu genutzt, sich mal über die Welle der Ratgeber herzumachen, die auf dem Buchmarkt mit mehr oder weniger Erfolg angepriesen werden und für uns eine kleine Auswahl zusammengestellt. Die Titel sind so gut, dass man sich gar nicht entscheiden kann, welches von diesen Büchern man zuerst lesen sollte.

Das zweite Super-Fundstück des Tages! Einfach Genial!


Unbedingt ansehen!

Römische Fastenexerzitien

Gestern  begannen unter der Leitung von Kardinal G. Ravasi mit der Vesper die Fastenexerzitien für den Hl. Vater und die römische Kurie in der Cappella Redemptoris Mater im Apostolischen Palast.
In der zweiten Vesper wurde zunächst das Allerheiligste ausgesetzt. In seiner ersten Meditation zur diesjährigen Fastenzeit, die unter dem Motto ars orandi ars credendi  dem Beten mit den Psalmen gewidmet ist, nannte er die zukünftige Anwesenheit im Verborgenen eine  "kontemplative Präsenz in der Kirche" so wie einst Moses auf den Berg zog, um für das Gottesvolk zu beten, während dieses Volk im Tal gegen die Amalekiter kämpfte.





Fundstück des Tages : das copyright am Papst

Echo Romeo hat das unsterbliche Verdienst erworben, uns auf das copyright-geschützte Anforderungsprofil für den neuen Pontifex, das die Pfarrer-Initiative (auch als PI berüchtigt) als conditio sine qua non erstellt hat, aufmerksam zu machen. Dank dafür !
Wo zu lesen? Bei Echo Romeo- hier der link- und sehr empfehlenswert.
Bevor man sich versieht, hat man sich ohne Kenntnis dieses einmaligen Kulturdokumentes aus der Hand einer dauerpubertierenden Hirten(?)gruppe sehr leicht einer copyrights-Verletzungsklage ausgesetzt.
Und keine Plagiate bitte ( da schließen wir uns ganz Bastian an) !

Sonntagssplitter

Heute hatte die Klimakatastrophe mal wieder richtig zugeschlagen. 10 cm Schnee waren auf den vorhandenen noch mal drauf gefallen und so war es besser, in den Dom zu gehen, denn hier fängt die Heilige Messe erst um 10.00 Uhr an. Und die Chancen, dass wenigstens die Hauptstraßen geräumt sind, stehen besser. Außerdem hatte ich die Hoffnung, dass wir hier etwas mehr für den Heiligen Vater beten würden ... Leider nicht, lediglich zum Eingangsgruß gab es eine kurze Anmerkung, dass die diesjährige Fastenzeit wegen des Rücktritts des Heiligen Vaters eine besondere Herausforderung für uns sei. Nun gut, das wissen wir. Neben mir saß eine junge Frau mit einem älteren Paar - vermutlich aus Amerika, die mich beim "Vater unser" etwas überraschte und einfach meine Hand ergriff ... Ich habe inzwischen gelernt, die machen das dort tw. so..

Zurück zu Hause war es Zeit für den Angelus - aber es war kein Durchkommen auf die news.va-website. Offensichtlich wollten so viele wie nie online mit dem Heiligen Vater beten. Glücklicherweise hatte der BR ein großes Bild des heiligen Vaters auf seiner Startseite, so dass ich einfach mal den Fernseher einschaltete. Und - welche Freude, der BR übertrug des Angelus-Gebet live und hatte mit Pater Albrecht sogar einen Übersetzer dabei, was aber ziemlich nervt, wenn er dann immer wieder das Gebet aus dem Lateinischen übersetzt. Ich denke, auch die bayerischen Katholiken können den lateinischen Text mitbeten. Wenigsten hat er den Segen nicht übersetzt. Wie schön, dass das auf einmal geht. Sind es doch fast 8 Jahre, wo man es hätte auch machen können ...
Hier ist noch eine Zusammenfassung des gestrigen Angelusgebetes mit Interviews von Teilnehmern und einem Blick in die Lateranbasilika, wo viele Menschen, wie in ganz Rom, für den Papst beteten.

Sonntag, 17. Februar 2013

Tweet zum Tage

Angelus

Beim heutigen Angelus -vor mehr als 100.000 Gläubigen, unter ihnen auch der Bürgermeister und der Stadtrat von Rom,die sich mit Spruchbändern und Plakaten, auf denen sie dem Pontifex ihre Dankbarkeit und Liebe ausdrückten, versammelt hatten, sprach der Hl. Vater darüber, was wir in der Fastenzeit tun sollen:  " ...gegen das Böse kämpfen, umkehren zu Gott und die Wahl zu treffen zwischen dem Ich und Gott."
Er dankte allen für ihre Gebete und ihre Zuneigung und bat sie, weiterhin für ihn und die Kirche zu beten.
In allen römischen Kirchen wird heute ein spezielles Gebet für den Hl. Vater gebetet. Dieses Gebet, das auch auf Wunsch zahlreicher römischer Gläubigen, aber auch als Herzensangelegenheit aller vom Kardinalvikar initiiert wurde, soll ein Zeichen des Dankes der Diözese für ihren Bischof sein








Das Bayerische Fernsehen übertrug das Angelusgebet live aus Rom mit deutschem Kommentar . Hier der Link zu einer kurzen Zusammenfassung inkl. der deutschen Ansprache.

Und die Nachrichtenagentur ANSA hat eine Fotostrecke vom Petersplatz. Hier der Link

Samstag, 16. Februar 2013

Heute in Rom


up-date. Video von der Audienz für den italienischen Ministerpräidenten M.Monti

Audienz für Ministerpräsident Monti
Ebenfalls in Audienz hat der Hl. Vater heute den italienischen Ministerpräsidenten Monti empfangen, der ihm für seine große Nähe und Liebe zu Italien und zum italienischen Volk dankte. Er habe dem Hl. Vater, für dessen Entscheidung, aus dem Amt zu scheiden, er größten Respekt empfinde auch seine Hoffnung ausgedrückt, auch in Zukunft Gelegenheit zu Gesprächen zu haben. Hier der Link zu einem Video (ital.) der Rai




Ad-limina Besuch der lombardischen Bischöfe unter der Leitung des Mailänder Erzbischofs Kardinal Scola.
Auch hier ein letztes Mal.
Kardinal Scola beschreibt das Treffen so:
"Wir waren alle sehr bewegt, jeder einzelne der anwesenden Bischöfe. Der Hl. Vater hat uns praktisch zweimal begrüßt, am Anfang und am Ende. Er hat uns ein Pektoralkreuz geschenkt und wir haben ihm unsere guten Wünsche und die unsere Gläubigen überbracht. Ich würde sagen, daß der Heiterste von allen der Papst war."


"Es war sehr schön, auch diese besondere familiäre Nähe. Wir haben ihn am Ende daran erinnert, daß wir die Verantwortung tragen, die letzten zu sein, die zu einem Ad-Limina-Besuch empfangen werden, er hat gesagt: " Diese Verantwortung bedeutet, daß Ihr ein Licht für alle werden müßt." Hoffen wir, daß wir dazu fähig sind."
Weiter sagte der Hl. Vater: "Die Lombardei muß das glaubende Herz Europas sein."
Das ist die Aufgabe die Papst Benedikt XVI den lombardischen Bischöfen anvertraut  und hinterlassen hat.

Letzter offizieller Staatsbesuch in diesem Pontifikat:  der Präsident von Guatemala, Otto Perez Molina



Außer über politische Themen, spezifische Probleme Guatemalas und die Lage in seiner Kirche, wurde auch über den bevorstehenden Rücktritt des Hl. Vaters gesprochen, Präsident Molina sprach dem Hl. Vater auch im Namen des guatemaltekischen Volkes seine Hochachtung und seine Respekt aus. Eines der Gastgeschenke aus Guatemala war ein kostbarer handgearbeiteter Rosenkranz aus Jade.

Was Peter Seewald zu sagen hat

Peter Seewald, der gerade an einer Papstbiographie schreibt, und den Hl. Vater voriges Jahr in Castel Gandolfo interviewte, hat im Focus einen kurzen Artikel zur Demission des Pontifex geschrieben, der so manche der Verschwörungstheorien  und wilden Spekulationen zu dem Nichts zusammenschrumpfen läßt, das sie sind. Hier der Link

Freitag, 15. Februar 2013

Heute in Rom

Audienz
Der Hl. Vater, der seinen täglichen Pflichten nachgeht, hat den rumänischen Staatspräsidenten In Audienz empfangen. Außerdem traf er 6 ligurische Bischöfe unter ihnen Kardinal Bagnasco anläßlich ihres ad-limina-Besuches und eine Delegation der Benelux-Länder.




Fastenexerzitien der Kurie
Ab Montag nehmen der Hl. Vater und die Kurienkardinäle an den Fastenexerzitien teil, die von Kardinal Ravasi geleitet werden. Als Texte hat er die Psalmen ausgesucht.





Neuer Präsident der Vaticanbank IOR  wird Ernst von Freyberg, Mitglied des Malteser Ordens

Danken wir Gott für dieses Pontifikat

Der Abt von Montecassino, Don Pietro Vitorelli, hat noch am 9.2. am ad Limina-Besuch der Bischöfe aus Latium teilgenommen. Was er uns zu sagen hat:

"Nie hätte ich gedacht, daß das unsere letzte Begegnung sein würde. Ich habe seine große Aufmerksamkeit bemerkt, die er jedem und allen Themen entgegenbrachte, die wir anschnitten und  aus unseren Diözesen mitgebracht hatten. Gleichzeitig  ist  mir aufgefallen, wie zerbrechlich  er war, wie geschwächt und geprüft er aussah, dieses Bild ist mir ins Herz gedrungen und hat bewirkt, daß ich mich ihm spirituell sehr nahe fühle.
(....) Für uns Katholiken ist jetzt nicht die Zeit auf die Jagd nach Motivationen, Geheimnissen und Vorhersagen zu gehen, wie wir es in allen Zeitungen und Fernsehsendungen sehen müssen, für uns ist jetzt die Zeit des Betens. Die Fastenzeit helfe uns, zu reflektieren und zu beten, um Gott für das Pontifikat zu danken, das sicher noch wertvoller ist, als wir im Augenblick schon zu erfassen vermögen."

Wenn Lächerlichkeit töten könnte, hätte es in den letzten Tagen in deutschen Redaktionsstuben ein epidemisches Massensterben gegeben

Jeder, der die klugen, durchgeistigten Worte des Hl. Vaters bei der Lectio Divina für die Seminaristen, bei der Predigt am Aschermittwoch, beim Treffen mit dem römischen Klerus gehört oder gelesen hat, kann nur über den unendlich großen Abstand staunen, der sich da zu den oft so beschämend dummen wie  überflüssigen Wortmeldungen jedes viertklassigen Medienzuarbeiters, jeder ebenso viertklassigen Doppel-Bindestrich-Namen-Dame aber leider auch einiger ehemaliger Theologieprofessoren und Pastoren zeigt.
Äonenweite Entfernungen tun sich da auf. Immer wieder staunend muß man feststellen: sie haben nichts begriffen, nicht, was die Kirche ist, nicht was katholisch ist, nicht was wahrer Glaube ist- einfach nichts.
Sie wissen nicht, daß es einen Unterschied zwischen der von Jesus Christus grundgelegten Kirche und einer beliebigen politischen Partei, einem Schrebergartenverein oder einem Soziologinnen-stuhlkreis gibt..
Sie kennen die Glaubensinhalte nicht, wissen nicht, daß sie im Gegensatz zu Inhaltsangaben auf Fertiggerichten- nicht beliebig austauschbar sind, wissen nicht, daß die Kirche die weiß Gott bewegten Zeitläufte der vergangenen 2000 Jahre nur überstehen konnte, weil sie der Fels war, sich nicht anpaßte, sich nicht jedem kleingeistigen Modelüftchen anpaßte.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Heute in Rom

 "Lectio Monumentalis" für den römischen Klerus
Der Hl. Vater hat sich heute von den Bischöfen und Priestern der Diözese Rom verabschiedet  und sie an seinem Erleben des Konzils teilhaben lassen.
Maria Galluzzo schreibt über die frei gehaltene Rede des Hl. Vaters.
"Ein Bericht über das 2.Vaticanische Konzil, wie man ihn nie hörte. (....) Er nannte das eine "kleine Plauderei"  ich nenne das eine Lectio Monumentalis. Um die Atmosphäre der damaligen Zeit lebendig werden zu lassen, erzählte der Papst zunächst in einer kleinen Anekdote davon , wie der Kölner Kardinal Frings ihn als Mitarbeiter gewann und nach Rom mitnahm. Er erzählte vom Enthusiasmus und den genauen Vorstellungen, die am Anfang besonders die Deutschen, Belgier, Niederländer hatten , wie alles werden müsse. Wie dann die Konzilsteilnehmer der anderen Länder das ihre beitrugen, wie sie alle die Welt und die Kirche in Einklang bringen wollten, in allen wichtigen Fragen- der liturgischen, der ökumenischen und der interreligiösen."



Dann sprach er von dem "anderen Konzil", dem der Medien, das quasi ein Konzil für sich gewesen sei- aber von der Welt als das Eigentliche wahrgenommen wurde. Er forderte die Anwesenden auf, das ihre zu tun, um dem "wahren Konzil"  Beachtung und Geltung zu  verschaffen. Wie schon gestern blieben auch bei disem Treffen nicht viele Augen tränenleer.
Die Abschiedsworte für den römischen Klerus sprach Kardinalvikar Vallini


In allen Kirchen Roms
Die Diözese Rom hat für den kommenden Sonntag zu einem Gebet für den Hl. Vater in allen römischen Kirchen  aufgerufen. Damit habe man dem Wunsch vieler Gläubiger entsprochen, die ihrem Bischof ihre Nähe, Liebe und Einheit im Gebet bezeugen wollen. "Sie wollen unserem Herrn Jesus Christus für das Geschenk dieses Papstes danken, für seine Lehre und sein Beispiel eines tiefen Glaubens." sagte der Direktor der Liturgischen Amtes der Diözese, Pater Giuseppe Midili .
                             "Per il nostro Vescovo, il Papa Benedetto XVI
                              perché specialmente in quest´ora
                              sperimenti la forza della grazia di Dio
                              e l´affetto filiale di tutto i credenti, preghiamo !"

Für unseren Bischof, Papst Benedikt XVI,  beten wir, daß er besonders in dieser Stunde die Gnade Gottes und die kindliche Lieber aller Gläubigen erleben möge!

Pressekonferenz von Pater Lombardi
Zunächst gab Pater Lombardi einiges bekannt:
Das Konklave werde gemäß der Konstitution zwischen dem 15,. und 20. März beginnen.

Eine schwere Prüfung

für uns alle ist nach anfänglich sachlicher und sachdienlicher Berichterstattung ( erstaunlich!) die nun einsetzende schier unerträgliche Vewurstung des Papstrücktrittes durch die ÖR-Medien.
Man kann es nicht anders sagen: jede und jeder noch so Ahnungslose, Ungeeignete , Inkompetene wie die übliche Talk-show-moderatorenschar,  erdreistet sich, dem zwangszahlenden  Publikum Schwatz-und Schwadronnierrunden zu  diesem Thema aufzuzwingen.
Man weiß vorher, daß sie nichts- genau Nullkommanichts  auch nur annähernd Relevantes zu sagen haben,  man weiß vorher,  wen sie je nach persönlicher Präferenz und Krawallaffinität als Gäste laden. Daß da moderatorenseits wieder auf der Schleimspur der Meinungshoheitsinhaber gekrochen wird, daß sich jede Schnecke vor Neid gelb färbt.
Ich sage: eine Maybritt Illner (andere auch nicht)  hat zum Papst und seiner Demissionsabsicht nichts zu sagen. Warum hält sie nicht den Mund?
Man kann natürlich auch fragen, ob diese verblödete Dauerkommentierung durch inkompetente "Ich will auch-noch" Fernsehschaffende der für uns vorgedachte Kreuzweg ist, den die Fastenzeit 2013 für uns bereit hält?
Sie haben sich vorher keinen Deut um den Papst geschert, warum jetzt? Sie halten die Katholische Kirche für eine kleine, unbedeutende Sekte- warum also sich mit dem Papst beschäftigen?
Als willkommene Möglichkeit zur Selbstdarstellung im gehabten Stil? Als Bühne für die allfälligen Narzissten und Neurotiker mit antiklerikalem Furor?
Dann müssen  wir dieses Kreuz auf uns nehmen und es stolz tragen .

Darunter setze ich jetzt das Fundstück des Tages, das wir Pro Spe Salutis als Finder ( Dank & Lob!) und J.H.Cardinal Newman als Urheber verdanken und das haargenau ausdrückt, was uns da von Bildschirmen, aus Radiolautsprechern, aus Zeitungsseiten und aus den Jauchegruben der online-foren entgegensickert :

Seele:
Welch ekelhafter Mißklang, roh und schrill !

Dämonen:
Niedrig Gezücht,
Aus Erde gemacht,
Streben sie,
Götter zu sein. 

Die Zukunft von Erzbischof Georg

liegt in Gottes Hand

Zur Zeit läuft eine Pressekonferenz in der Sala Stampa. Pater Lombardi beantwortete u.a. auch eine Frage nach der Zukunft von Erzbischof Georg Gänswein:
"Georg Gänswein hat sich entschieden, dem Heiligen Vater zu folgen - zuerst am 28. Februar nach Castel Gandolfo und dann in die neue Residenz innerhalb des Vatikan. Er wird den Heiligen Vater (oder Joseph Ratzinger) im Gebet für die Kirche begleiten. Und er wird Präfekt des päpstlichen Haushaltes bleiben. Die weitere Zukunft liegt in Gottes Hand".

Später bestätigte Pater Lombardi, dass auch die Memores Domini - also seine päpstliche Familie - ihn  nach Castel Gandolfo und ins Kloster begleiten und ihn weiter versorgen. 

Es war leider die einzige Frage, die er auf englisch beantwortete. Für die Übersetzung aus dem italienischen brauchen wir noch etwas.


Treffen mit den Priestern von Rom

Heute traf sich der Papst mit den Priestern von Rom - er sprach mit ihnen über das zweite Vatikanische Konzil und die Resultate.
Natürlich wurde er auch von den römischen Priestern mit viel Beifall bedacht.
Bemerkenswert war der Schluss des Vortrages, in dem er auf die doppelte Wahrnehmung des Konzils in der Welt einging:
Einerseits die innere Wirkung in der Kirche - die Intensivierung des Glaubens,
andererseits die Tatsache, was von den Medien mit großer Macht nach draußen getragen wurde und was am Ende dazu führte, dass die Priesterseminare immer leerer werden und viele Klöster keinen Nachwuchs mehr haben.
Er forderte die anwesenden Priester auf, das inneres Konzils wieder zu beleben und es nach außen und oben zu tragen.
Hier sind die ersten Videos





Die größte Sensation der Veranstaltung war aber, dass sie komplett live vom Bayerischen Fernsehen übertragen wurde incl. Übersetzung und Kommentar.

Nach Abschluss der Live-Übertragung gab es noch einen kurzen Film über die wissenschaftliche Tätigkeit des Papstes. Ich denke wir dürfen uns in den nächsten Tagen noch über weitere Sondersendungen des BR freuen.



Ein Papstfan verabschiedet sich:

Wie Matthias Matussek seinen Schock überwindet

letzte Termine

Die Termine der letzten Tage dieses Pontifikates:
es gibt morgen noch die jährliche Begegnung mit dem römischen Klerus, einige Audienzen, den Angelus und als "Abschied" die Generalaudienz am 27.2., zu der viele Tausende erwartet werden



Am 28. Februar um 17:00 wird der Hl. Vater zum letzten mal als Papst den Helikopter besteigen, der ihn nach Castel Gandolfo bringt.
Ab 20:00 Uhr, dem normalen Ende der täglichen päpstlichen Arbeitszeit, beginnt die Sedisvakanz.

Das Jahr des Glaubens, der Rosenkranz und was uns Papst Benedikt fürs Jahr des Glaubens an Hausaufgaben aufgegeben hat

Zur Sache (dem Papstrücktritt selber) mag ich nichts schreiben, weil es mir immer noch unwirklich vorkommt.
So fang ich anders an. Im Laufe meines Lebens habe ich immer wieder feststellen müssen, dass Dinge die man begeistert begonnen hat, in ihrem Verlauf  oft schwieriger wurden (um es vornehm auszudrücken) , als man dachte.
So dachte ich, damals, als das Jahr des Glaubens ausgerufen wurde spontan. "Mal sehen was in dem Jahr für Katastrophen über die Kirche hereinbrechen".
Trotzdem haben wir zu Beginn des Jahres des Glaubens eine Aufgabe bekommen, nämlich zu beten und zwar den Rosenkranz!
So haben wir am 7. Oktober beim Angelus den Auftrag gekriegt zum Jahr des Glaubens den Rosenkranz neu zu entdecken
Und schon vorher gab es eine Initiative des "Vatikan Magazin"s jeden Tag um 18:45, zusammen mit dem Heiligen Vater, Papst Benedikt, den Rosenkranz zu beten.

Hier noch mal das Video mit der Aufforderung des Papstes im Jahr des Glaubens Rosenkranz zu beten.





So wollen wir eben beten und wagen weiter zu glauben.
Der liebe Gott weiß, was er macht!

Mittwoch, 13. Februar 2013

Stationen eines Abschieds

So Vieles haben wir heute zum letzten mal gesehen und erlebt und wir wünschen uns, daß wir es nie vergessen.




Heute sind in Rom viele Tränen geflossen, schon heute morgen bei der Generalaudienz und wieder am frühen Abend im Petersdom, bei Zelebranten, Klerus und Gemeinde gleichermaßen und bei vielen ( wie man besonders  im italienischen blog "amici di Papa Ratzinger" lesen konnte ), die per live-stream die Messe am PC mitgefeiert haben.

Die letzte Messe

Die uralt-alte Zeremonie, die Bußprozession von San Anselmo zur Ascheauflegung in Santa Sabina auf dem Aventin  fand heute im Petersdom statt.
Die Prozession der Mönche- am Schluß der Hl. Vater - zog in die Vorhalle des Domes und dann zum Altar über dem Apostelgrab .
Papst Benedikt ging mit einigen Worten auf seine bevorstehende Demission ein und dankte noch einmal
Mitstreitern und Gläubigen, besonders denen der Diözese Rom- und für ihre ihm jetzt erwiesene Zuneigung.
"Im Vertrauen auf unseren Obersten Hirten Jesus Christus" bat er, für die Kirche zu beten.



In seiner Predigt- der letzten- nahm der Hl. Vater Bezug auf die erste Lesung des heutigen Tages, auf die Aufforderung des Propheten Joel , alles Volk, alle Priester zusammenzurufen, Buße zu tun und umzukehren. Zerreißt nicht eure Gewänder, zerreißt eure Herzen- so Joel.
."Kehrt mit ganzem Herzen um zu mir" sagt Gott seinem immer wieder strauchelnden Volk.
"Ist das möglich?" fragte Papst Benedikt . " Ja, aber es geht nur von Gottes barmherzigen und gnädigen Herzen aus"



"Christus sagt, (....) worauf es ankommen beim Bußetun: das Almosengeben, das Beten und das Fasten.
- aber im Stillen, ohne Aufmerksamkeit zu erregen, nicht zur Schau gestellt. Der wahre Diener Gottes will nicht nach außen wirken, sucht nicht den Beifall der Welt, er ist auf Gott ausgerichtet."
"Viele sind heute bereit, ihre Gewänder zu zerreissen und sich skandalisiert laut über die Fehler anderer zu empören, sehr viel weniger aber tun das über ihren eigenen Verfehlungen."

Nicht unerwähnt bleiben , soll eine der heutigen Fürbitten: " Erleuchte die Theologen und ermutige die Zweifelnden."

Am Ende der Messe herrschte ein so tiefes Schweigen, wie ich es in Rom nie "hörte".
Dann dankte Kardinalstaatssekretär T.Bertone sichtlich und hörbar bewegt dem Hl. Vater für das nun zuende gehende Pontifikat und seinen so kostbaren Dienst an der Kirche.
Und dann brandete ein nicht endenwollender Beifall auf. Nach dieser letzten Hl. Messe, der letzten Predigt, der letzten großen Zeremonie dieses Pontifikates.

Der Dank eines demütigen Beters

Wir können unseren Dank vorerst nicht in Worte fassen, weil wir noch um sie ringen und nach ihnen suchen müssen, damit sie wirklich ausdrücken können, was wir fühlen.




nicht nur wir ....

Tweet zum Tage

Generalaudienz

Der mit großem Jubel in der Aula Paolo VI empfangene Hl. Vater hat, nachdem er noch einige Worte zu seiner Entscheidung zurückzutreten gesagt und für die " fast physisch" gefühlten unterstützenden Gebete gedankt hatte,  in seiner Katechese zum Beginn der Fastenzeit über das heutige Tagesevangelium von der Versuchung Christi durch den Teufel am Anfang seines öffentlichen Wirkens gesprochen.
Nach 40 tägigem Fasten in der Wüste verspürte Jesus Hunger, antwortete aber dem Teufel, der ihn aufforderte, doch einen Stein in Brot zu verwandeln, wenn er Gottes Sohn sei: "Nicht nur von Brot lebt der Mensch".
"Was ist der Kern der 3 Versuchungen ?" fragte der Hl. Vater . " Gott für sich selbst zu instrumentalisieren und sich an seine Stelle zu setzen."
Das sei es, was wir in der Fastenzeit auch erkennen müßten , was uns zur Umkehr zum Herrn hin bewegen müsse.

 








Bei Laudetur Jesus Christus ist der gesamte Wortlaut zu lesen. Hier der Link

Doch ein Vorbild- Coelestin V


Vor 2 Jahren, im Juli 2010,  bei seinem Besuch in Sulmona,  wo er in der Kathedrale vor den Reliquien des Heiligen Papstes betete, sprach der Hl. Vater über dessen asketische Lebensweise und sagte:


" Er wußte nach seinem Gewissen und im Gehorsam zu Gott zu handeln, ohne Angst und mit großem Mut auch in schwierigen Zeiten während seines kurzen Pontifikates. Er fürchtete nicht, seine Würde zu verlieren, er wußte, daß die im Sein in der Wahrheit liegt."

Diese Worte kann man unverändert auch über Papst Benedikt XVI sagen.

Dienstag, 12. Februar 2013

Einmal noch - up-date

Einmal werden wir während der Sedisvakanz noch vom Hl.Vater als Papst Benedikt XVI hören. Wie Pater Lombardi mitteilte, wird die neue Enzyklika über den Glauben nicht mehr in der verbleibenden Zeit bis Ende Februar gedruckt und auslieferungsbereit sein.
Auch wenn es vielleicht nicht so geplant war- so wird diese Enzyklika doch eine Art Vermächtnis, ein Schlußwort unter dieses lichtvolle Pontifikat sein.

Korrektur: die Enzyklika wird nicht mehr veröffentlicht.

Peter Seewald

im Interview mit dem Corriere Della Sera

Frage:
Mit wem hat sich der Hl. Vater beraten, bevor er diese Entscheidung traf?
Seewald:"Mit Jesus Christus"

Frage:
Wie schwer haben Gesundheitsprobleme bei diesem Schritt gewogen?
Seewald: " Man kann Benedikt XVI im streng medizinischen Sinn nicht als krank bezeichnen. Er ist alt und hat die üblichen Alterserscheinungen, Kraftverlust, Probleme mit einem Auge, er kann nur schlecht gehen.....augenscheinlich hat er verstanden, nicht mehr weitermachen zu können"

Frage :
Was sind die Charakteristika seiner Persönlichkeit?
Seewald: "Der Mut und die Genialität mit denen er Spirituelles einfach erklären kann, er ist eine Person von enormer Autorität, aber auch großer Leichtigkeit. Er macht es einem leicht, mit ihm ein Gespräch zu führen. Sein Pontifikat wird als das erinnert werden, das die absolute Zentralität Gottes wieder herausgestellt hat.
Das wird für immer bleiben, weit über alle Skandale hinaus , mit denen es belastet war."

Frage:
Wie wird man ihn erinnern?
Seewald: " Als einen großen Erneuerer, der die Kirche gelehrt hat, ihre Überlieferung in eine neue Epoche mit hinein zu nehmen. Kein Papst hat so wichtige und tiefe Schriften, keiner hat ein so wichtiges Werk über Jesus Christus hinterlassen wie er."

Frage:
Und doch war sein Pontifikat kein Leichtes. Hat Benedikt XVI etwas gefehlt?
Seewald:  "Er fand sich in einer schwierigen Zeit vor die Aufgabe gestellt, regieren zu müssen.
Wenn er sich entscheiden hatte zu handeln, handelte er. Aber er hätte mehr Unterstützung aus dem          Inneren der Kurie und aus der deutschen Kirche bekommen müssen."

Frage:
Was sind Ihre persönlichen Gefühle an einem Tag wie diesem?
Seewald: "Ich bin zwischen Traurigkeit und Dankbarkeit für alles, was dieser Papst getan hat, hin und her gerissen. Sein Konzept die Kirche nur mit Blick auf die spirituelle und religiöse Dimension zu führen, diese Modernität charakterisiert ihn und sein Pontifikat."

Abschied am 27.2. auf dem Petersplatz

Bei der Generalaudienz am 27.2. auf dem Petersplatz werden die Gläubigen und Pilger in der Ewigen Stadt den Hl. Vater verabschieden und ihm danken können.
Er wird bis zum 28.2. um 20:00 alle vorgesehenen Termine wahrnehmen. Die morgige Zeremonie der Ascheauflegung wird seine letzte offizielle Messfeier sein. Wegen des größeren Platzangebotes ist diese vom Aventin in den Petersdom verlegt worden, ab 16:30 überträgt CTV.



Bereits gestern Nacht- haben sich trotz Kälte und Regen zahlreiche Menschen auf dem Petersplatz versammelt , um für den Pontifex zu beten und ihm ihre Nähe und Treue zu bekunden, hier der Link zu einem kurzen Bericht des BR

Reaktionen, Erinnerungen

So haben wir die Worte über den Hl.Petrus auf dem Weg nach Rom und über Rom, als erstem Ort der universalen Kirche, das immer auch ein Ort des Martyriums war, nicht verstanden, die der Hl. Vater letzte Woche seinen Seminaristen in seiner letzten Lectio Divina sagte. Aber vielleicht sagten sie doch nicht nur etwas über den Apostelfürsten sondern auch über seinen Nachfolger aus, der noch bis zum 28. Februar auf der Cathedra Petri sitzt.

Der Corriere della Sera hat eine schöne Fotostrecke (hier der link) zu diesem von der Glaubensfreude so durchdrungenen Pontifikat



noch mehr Fotos

und noch mehr 

Matthias Matussek 
Sogar bei SpOn veröffentlichte man etwas Lesenswertes über die angekündigte Demission des Hl. Vaters, natürlich aus der Feder von Matthias Matussek. Hier der link

Und in dieses Kloster wird der Hl. Vater sich demnächst zurückziehen. Hier der link


Vaticanista Vittorio Messori zur Rücktrittsankündigung-
"....er  ( der Hl. Vater)  hat ein nicht weit vom Grab des Hl. Petrus entferntes Refugium gesucht, ein Kloster in den Mauern des Vaticans und nicht beispielsweise in seinem geliebten Bayern .
Wiederholt sagte er " Das Herz der Kirche schlägt nicht dort, wo sie sich darstellt, wo sie regiert wird, sondern dort wo gebetet wird."  Und so setzt sich sein Dienst an der Kirche nicht nur fort, aus der Perspektive des Glaubens wird er sogar noch relevanter, er beweist auch durch seine physische Nähe zum Grab des Apostels und dieser  Kirche, daß er sich ihr bis zum Letzten hingeben will."
Quelle: Corriere della Sera

Interview mit Erzbischof Schick


Kardinal Dolan: Hoffnung !

Eberhard Habsburg tweetete heute früh und ich denke, das können wir unkommentiert weiterleiten!



Dieser Meinung von Eduard Habsburg ist nichts mehr hinzuzufügen und
Das Video ist wirklich sehr sehenswert!


Der Blitz aus heiterem Himmel. Der Rücktritt, das Wetter heute in Rom und

am Ende des Tages schlug ein veritabler Blitz in die Kuppel des Petersdomes ein.

Ich bin immer noch der Ansicht in einem seltsamen Traum gefangen zu sein,  in dem es um den Rücktritt Papst Benedikts geht.
Es kam für mich wie der sprichwörtliche Blitz aus heiterem Himmel.
Nun hat zum Abschluss dieses seltsamen Tage, dem 11. Februar, dem  Tag unserer lieben Frau von Lourdes, an dem der ersten Erscheinung  in Lourdes gedacht wird, doch glatt noch der Himmel gesprochen.
Ein Blitz schlug in den Petersdom ein und es tobte ein Gewitter.
Hier der Link zum Bild.
Wie das zu interpretieren ist, weiß ich nicht.

Beim BR gibt's noch eine Zusammenfassung des heutigen Tages, die mit dem Blitz-Bild beginnt.

Und hier das BBC-Video

Wir bleiben ihm im Gebet verbunden

Kardinal Marx in der heutigen Pressekonferenz zum Rücktritt von Papst Benedikt
Sichtlich bewegt trat der Erzbischof von München und Freising heute mittag vor die Kameras:



Ich denke der Aufruf des Kardinals sollte uns daran erinnern, weiter den Rosenkranz mit Papst Benedikt zu beten.

Montag, 11. Februar 2013

Was Präsident Simon Peres sagte

Der 89 jährige israelische Präsident  Simon Peres, einer der Großen Alten der internationalen Szene zeigte sich traurig über die angekündigte Demission Papst Benedikts XVI.
Er sagte: "Papst Benedikt XVI hat die Tiefe des großen Denkers, die Ernsthaftigkeit  des großen Glaubenden, die Leidenschaft des Friedensstifters und den Mut, sich des Wechsels in der Geschichte bewußt zu sein, ohne seine Werte zu ändern."

Wohl gesprochen- und man muß an das Wort vom Propheten im eigenen Lande denken.

Papst Benedikt XVI bleibt in der Umarmung der Ewigen Stadt, des Landes und der Welt

Das schreibt der Direktor der Katholischen Nachrichtenagentur SIR Paolo Buffala :

"Rom kam mir heute ein bißchen fremd vor, heute Abend am  11.2. 2013.
Vielleicht weil ich die Stadt in Gedanken versunken durchquert habe, die mich bei meiner Anreise aus dem Norden begleiteten, seit die Agenturen die ersten Meldungen von der Demission herausgaben.

Aber Rom ist die Ewige Stadt, ihr Herz hat nie aufgehört, für Petrus zu schlagen und ihr Herzschlag - in welchem Rhythmus auch immer- wurde immer schnell zu einer Welle heiterer Gedanken.
Rom hat wegen seiner grenzenlosen Menschlichkeit, die es zur Ewigen Stadt macht, immer -auch in schwierigen Zeiten und im Leiden eine Botschaft der Hoffnung gefunden.

Der Heilige Vater geht fort?
Die Frage wirkt zuerst wie ein Erdbebenstoß, aber bald wird auch aus ihr eine Welle guter Gedanken.
Der Papst geht nicht weg, er bleibt im Herzen der Stadt, der Kirche und der Welt.
Er bleibt im Gebet anwesend und wird mit der Zärtlichkeit und der Festigkeit eines Vaters das Wichtigste im Leben in Erinnerung rufen.
Ja, jetzt steht er vor dem Schritt sein Amt ganz an Gott zu verlieren, sein Amt, das sich im Jahr des Glaubens wie ein Leuchtturm der Geschichte erhebt.
Dieser Schritt, diese Wahl, die er getroffen hat, wird von Tausenden von Experten und Kommentatoren untersucht und interpretiert werden- aber die Armen und Einfachen haben seine Botschaft von der Barmherzigkeit und der Gerechtigkeit schon gehört und verstanden und die Intellektuellen seine Gedanken über Vernunft und Glaube.
Der Papst geht nicht fort, er hat alle mit seinem Entschluss überrascht, sich ganz Gott zu weihen, aber sich ganz Gott zu weihen, bedeutet nicht, die Menschen zu verlassen.
Er lehrt uns, daß er- Pilger des Absoluten- jetzt ganz Gebet sein wird.