Mittwoch, 31. Dezember 2014

Silvester 2014

       
              WIR WÜNSCHEN ALLEN EIN GESEGNETES NEUES JAHR 2015!

           

George Weigel: Zwischen zwei Synoden, Parallelen zum II Vaticanischen Konzil, das deutsche Problem und die Rettung kommt aus Afrika

das Kardinal Kasper ins purpurne Poesiealbum.

Auf dem blog "first things"  klicken  schreibt George Weigel über kommende Herausforderungen für die katholische Kirche

"Am 19. November 1964 wurde der Textentwurf des Konzilsdokumentes "Erklärung zur Religionsfreiheit" abrupt von der Tagesordnung des Konzils entfernt und die Abstimmung darüber um 1 Jahr verschoben. Die Ankündigung dieser unerwarteten Entscheidung, auf Verlangen der italienischen und spanischen Bischöfe, die man für Gegner der Deklaration hielt, führte zu etwas, was dem Chaos sehr nahe kommt. Eine Petition an Paul VI wurde hastig zusammengeschrieben und von Hunderten von Konzilsvätern unterschrieben, in der der Papst um die Erlaubnis gebeten wurde, die Abstimmung über die Erklärung zu erlauben, bevor die 3. Konzilsperiode in 2 Tagen enden würde. Paul VI entschied, daß trotz der Beschwerde der Mehrheit der Konzilsväter die Konzilsordnung nicht verletzt worden war, deshalb verschob er die Abstimmung auf die 4. Sitzungsperiode im Herbst 1965, wo- das versprach Paul VI- die Deklaration der erste Programmpunkt der Agenda würde.

Nichts derartiges wie der legendäre "Schwarze Donnerstag" ( den der Patristiker und Latinist John C. Murray den "dies irae" zu nennen beliebte) wurde seit der Intervention vor 50 Jahren in der Katholischen Kirche gesehen bis zu diesem anderen Donnerstag, am 16. Oktober 2014, kurz vor dem Abschluss der außerordentlichen Familiensynode, die von Papst Franziskus einberufen wurde, um die Agenda für die für Oktober 2015 geplante Familiensynode vorzubereiten.
Das Synodentreffen im vorigen Oktober, an dem Vorsitzende nationaler Bischofskonferenzen rund um die Welt und andere hochrangige katholische Offizielle teilnahmen, war in der Tat außerordentlich, nicht zuletzt weil sie am 16. Oktober Schauplatz einer Massenrevolte in der Synodenaula wurde.
Dort-unter anderen dramatischen Szenen, eingeschlossen laute und ärgerliche Stimmen, zwangen die Väter die Synodenleitung, den vollen Text der Wortmeldungen ihrer Diskussiongruppen (nach Sprachgruppen geordnet) zu veröffentlichen, die sich teilweise hochkritisch zum Zwischenbericht zur 1. Woche der Generaldebatte äußerten. Diese Revolte der Mehrheit, setzte einen Prozess in Gang, der zu einer stark veränderten und auch erheblich verbesserten Schluss-Relatio für die Synode 2014 führte.

Dienstag, 30. Dezember 2014

Über Gott sprechen. 2 Päpste - 2 Antworten


Wie soll die Kirche heute über Jesus sprechen? Die Antworten der beiden Päpste zu dieser Frage würden wohl sehr unterschiedlich ausfallen, darüber hat sich  A.Gagliarducci  anhand der Wahl des Schülerkreisthemas für 2015 Gedanken gemacht.  klicken

Im Interview, das er kürzlich gab, sagte Pater Horn dazu:
"Normalerweise schlägt der Schülerkreis während des Treffens in Castel Gandolfo 3 Themen und die Namen mehrerer Personen für das nächste Jahr vor. Nach dem Treffen suche ich den Hl. Vater auf, um sie ihm zu präsentieren. Dieses mal, hat der emeritierte Papst Benedetto Ende November, nach langem Überlegen, das Thema "Wie in der heutigen Welt über Gott sprechen" ausgesucht, zu dem wir Professor Tomás Halik, einen tschechischen Priester, der als Spezialist Erfahrung mit der modernen Welt hat, eingeladen haben"

"Heute wie gestern ein Muss: über Gott im Licht von Papst Franziskus´ missionarischem Schub sprechen. " 

"Am 26. Februar 2013, 2 Tage vor dem Ende des Pontifikates Papst Benedikts XVI, veröffentlichte der tschechische Priester Tomás Halik in Rom die italienisches Ausgabe seines wichtigsten Buches "An die nahen Fernen". Und am 13. März 2014- als Jorge Mario Bergoglio den ersten Jahrestag seines Papsttums feierte, gewann eben dieser Halik die fast 2 Millionen $ Preisgeld des Templeton-Preises, der jenen verliehen wird, die dazu beigetragen haben, das spirituelle Profil der Welt zu schärfen.
Am Ende des nächsten Augusts wird er wieder in der Gegend Roms sein und in Castel Gandolfo einen Vortrag über das Thema "Wie in der heutigen Welt über Gott sprechen?" halten. Zuhören wird ihm der Ratzinger Schülerkreis, zu dem seit 2 Jahren auch junge Theologie-Studenten, die die Theologie Ratzingers studieren, gehören.
Benedikt XVI selbst hat das Thema aus 3 Vorschlägen, die seine früheren Schüler ihm jedes Jahr für das kommende jährliche Treffen vorlegen, ausgesucht. Das berichtete Pater Stephan Horn, der Ratzingers Assistent an der Universität Regensburg war und derzeit Koordinator des Schülerkreises ist. Der Papa emeritus nahm sich dieses mal länger Zeit zum Nachdenken und übermittelte das Thema des Treffens Ende November. War das eine prophetische Wahl?

Noch ein Fundstück, diesmal aus der FAZ zur Lage des Glaubens

In der FAZ von heute findet sich ein interessanter und richtiger Artikel über die Zustände in der Spätzeit des Christentums, wie der Autor es nennt.
Davon mal abgesehen, dass das Christentum keine Spätzeit hat, und demnächst untergehen wird, auch wenn es so aussieht, hat der Autor mit seiner Analyse durchaus recht und unsere kirchlichen Jubelperser von der Laien- und von der Klerikerfraktion täten gut daran, sich endlich mal einzugestehen, dass es nun mal so ist, wie es nun mal ist.
Was bedeutet, sich einzugestehen, dass die Kulisse noch steht, aber und da hat der Autor Michael Günther durchaus recht, einen vieles in der Kirche an die spätere DDR erinnert, wo sich die Funktionäre echt was vorgemacht haben.
Ich erinnere mich noch an Bilder, wo das Honecker-Regime erklärt hat, dass Republikflucht nicht mehr als Verbrechen gälte und die via Ungarn und sonstwie Geflohenen gerne zurückkommen könnten und willkommen wären.
Man richtete Schnittchen und Kaffee um die Heimkehrer zu begrüßen, alleine die kamen nicht.

Montag, 29. Dezember 2014

Fundstück zu den klerikalen Krankheiten

Früher sprach man diejenigen Katholiken, die auf dem Fundament der Kirche standen, heilig, heute beschimpft man sie als Fundamentalisten.

Wenn ich mir so die Biografie des Heiligen Thomas Becket zu Gemüte führe, frage ich mich, wie heute mit ihm umgesprungen werden würde.

Um es kurz zu machen, was haben sich die Zeiten gewandelt und im Grunde wartet man fast drauf, dass Thomas Becket,  Bernhard von Clairveaux, Thomas Morus, John Fischer und überhaupt alle Heiligen, die der Ansicht  waren, dass es eine Wahrheit gibt und selbige eine Person ist, nämlich Jesus der Christus, der seine Kirche gestiftet hat am Kreuz und diese Kirche, zwar aus Sündern besteht und das nicht zu knapp, aber dennoch göttliche Stiftung ist, und als solchen behandelt werden muss und soll mit allen Extrawürsten, Privilegien und Alleinstellungsmerkmalen, die in so einem Fall gut und richtig sind.
Dass also all diese in einem kirchlichen Akt offiziell unter dem Beifall der Medien und aller Leute, die eh nie in die Kirche gehen, und das selbst in Todesgefahr nicht tun würden, aus den Heilgenkalendern gestrichen werden.

Soweit sind wir nun noch nicht, aber zum angewöhnen klicke man hier, beim Geistbraus und lasse sich sagen, an welcher klerikalen Krankheit man selber leidet!

Viel Vergnügen und hier noch mal der Link

Hl. Thomas Becket, Mord im Dom:

Heute feiert die Kirche das Fest des Heiligen Thomas Becket

Der Hl. Thomas Becket, Märtyrer und Erzbischof von Canterbury wurde am 21. Dezember wohl 1118 geboren und am 20 Dezember 1170 in seiner Kathedrale ermordet.
Seine Eltern waren als Siedler aus der Normandie nach England gekommen, die meisten der eher bösartigen Legenden, die sich um seine angeblich nicht standesgemäße Kindheit ranken, sind nicht glaubwürdig-wie z.B. die Behauptung, seine Mutter sei sarazenischer Herkunft gewesen. Er erhielt eine gute Ausbildung zunächst in Merton Abbey und studierte dann in Paris.
Danach war er zuerst Mitarbeiter von Osbert Huitdeniers, einem Verwandten, der Justiziar von London war. Um das Jahr 1141 herum trat er in den Dienst von Theobald, Erzbischof von Canterbury ein, dessen engster Mitarbeiter er bald wurde. Theobald, der seine Fähigkeiten erkannte, setzte ihn für delikate Verhandlungen ein, nachdem er ihm gestatte hatte, für ein Jahr in Bologna und Auxerre Kirchenrecht zu studieren.
1154 weihte er Thomas zum Diakon und vertraute ihm das Erzdiakonat von Canterbury an.
In dieser Zeit starb König Stephan und der junge Heinrich II folgte ihm auf den Thron Englands.  Er ernannte Thomas von London-wie er damals genannt wurde- zu seinem Kanzler und so wurde Thomas Heinrichs mächtigster Untertan.
Die Chroniken berichten über eine enge Beziehung der beiden, der Kanzler und der 12 Jahre jüngere König seien "ein Herz und eine Seele gewesen". Der König und sein Minister hätte sich oft wie spielende Schuljungen benommen, aber obwohl sie gern ritten und jagten, waren beide harte Arbeiter, denen das Wohl des Landes am Herzen lag. Beide liebten den Luxus und den Pomp und als Thomas zur Aushandlung eines Ehevertrages nach Frankreich reiste, sagten die Leute: "Wenn das nur der Kanzler ist, wie muß dann erst die Glorie des Königs selber sein?"
1159 scheint Thomas der Hauptorganisator der Expedition Henrys nach Toulouse gewesen zu sein, auf der er ihn auch begleitete, manche Quelle berichten über Mißstimmungen. Klar ist wohl nur, daß Thomas auf Tributzahlungen der Kirche an Stelle des Militärdienstes drängte und sie gegen den Widerstand des Klerus erzwang. Dem folgten bittere Klagen über die schwere Bürde, die diese Zahlungen der Kirche auflasteten. Thomas war als Soldat ein guter Kämpfer, die Chronik berichtet von vielen von ihm aus dem Sattel geworfenen französischen Rittern und- obwohl er Diakon war- führte er persönlich waghalsige Angriffe an, und auch er ließ-wie andere Heerführer seiner Zeit- das Feindesland mit Feuer und Schwert verwüsten. Den Forderungen der Kirche leistete er Folge-sowohl  was seinen Lebenswandel anging als auch in der Einhaltung der Prinzipien der Lehre. So stellte er sich der Dispensierung Heinrichs entgegen und versuchte, die Ehe der Äbtissin von Romsey, Mary, mit Matthieu von Boulogne zu verhindern. Aber soweit sein Gewissen es ihm erlaubte, identifizierte sich Thomas mit den Interessen seines Königs.
So läßt Tennyson ihn sagen:
"I served our Theobald well when I was with him:
I served King Henry well als Chancellor:
I am his no more, and I must serve the Church."

                             Buchmalerei, Ende des 12. Jahrhunderts: Thomas' Martyrium vor dem Altar in der Kathedrale von Canterbury

Prophetische Worte. Aus einem Gespräch von Abbé Barthe mit Kardinal Ratzinger

Abbé Barthe  interviewt Joseph Ratzinger   hier geht´s zum ursprünglich 2001 bei  "Spectacle du Monde" erschienenen Original  klicken,  das wir dem blog "Benoît XVI-et-moi" verdanken.

Abbé Barthe:  Msgr. Billé, der Präsident der Französischen Bischofskonferenz hat im Verlauf der letzten Versammlung ( Nov. 2001) von der Radikalisierung der Angriffe gesprochen, denen die Kirche ausgesetzt ist, "Anschuldigungen, Verdunkelung, Scherbengericht".
Er hat dieses Phänomen, das in den letzten 12 Jahren sehr relevant war, mit der liberalen und individualistischen Mentalität, die "wir wie Luft atmen", in Beziehung gesetzt. Und als Beispiel die Rezeption Ihres Dokumentes "Dominus Jesus" über die Einzigartigkeit der Rettung durch Jesus Christus gewählt, das leidenschaftlich von Leuten zurückgewiesen wurde, die es zwar nicht gelesen hatten, aber für die die Tatsache, daß die Kirche etwas anderes als den Pluralismus predigt, inakzeptabel ist."

Kardinal Ratzinger:
"Sicher, allem Augenschein nach handelt es sich um eine Radikalisierung des Laizismus, des Säkularismus, die die Gegenwart des Glaubens in unserer Gesellschaft ablehnen. Laizismus und Säkularismus wollen den Katholischen Glauben zu einer Sekte erklären und man kann deshalb sagen, die katholische Kirche zu einer Sekte reduzieren. Die vorherrschende Mentalität im Westen entfernt sich immer weiter von der Kirche. Das ist eine Tatsache.
Es ist bemerkenswert, daß man "Dominus Jesus" angreift, als ob es der Ausdruck der Intoleranz sei, in Wirklichkeit ist es genau umgekehrt, man toleriert nicht mehr, daß die katholische Kirche über ihre eigene Identität, über ihren Glauben spricht, den sie niemandem aufzwingt, sondern den sie ausdrückt und verteidigt.
Was die Toleranz angeht, scheint mir das Minimum dessen, was man sagen können muß, zu sein, daß die Gemeinschaft, die definitiv den Westen geformt hat, ihren eigenen Glauben ausdrücken dürfen muß. Andererseits zeigen diese heftigen Attacken, daß der Glaube-auch im Inneren dieser Marginalisierung-eine starke Realität bleibt.
Man würde die Notwendigkeit, die Kirche oder den Glauben anzugreifen, nicht fühlen, wenn sie eine vergangene Wirklichkeit oder kurz davor es zu werden, wäre. Man kann also sagen, daß diese Attacken auch ein Zeichen von Vitalität des Glaubens und der Kraft sind, die in der spirituellen Welt bewahrt werden.

Sonntag, 28. Dezember 2014

Wozu ist Christus Mensch geworden?

Diese Frage stellen sich aufmüpfige getaufte Heiden schon länger und den einzigen Grund, den sie zulassen ist, "um die Armen und Entrechteten ans Licht zu holen, damit ihnen Gerechtigkeit widerfährt und sie aus ihrem Elend erlöst werden" wie Kardinal Marx und andere, das ja seit Franziskus nicht müde werden zu erklären.
Hat natürlich was für sich und erlaubt einem auch in der logischen Verlängerung des Grundgedankens sich keine Sorgen machen zu müssen wegen der Entchristlichung des Abendlandes.
Weil, wenn Christus gekommen ist um zur Solidarität mit den Armen u.sw. aufzurufen, dann haben wir einfach in Europa keine eigenen Armen mehr, weil, es muss mal festgestellt werden, dass in weiten Teilen der Welt sich ein Arbeiter nicht den Komfort leisten kann, den ein Hartz IV Empfänger sich bei uns leisten kann.
Das ist mit einer der Gründe warum die Leute zu uns kommen wollen.
Auch wenn um der Gerechtigkeit willen gesagt werden muss, dass das was sich der Hartz IV Empfänger leisten kann nicht das ist, was man in unserem Teil der Welt als unbedingt notwendig erachtet, als da ist ein eigenes kleines Häuslein  mit Gärtchen und eventuell Sauna, 2 mal im Jahr Urlaub, sofort nach dem Führerschein ein Autolein für das Kindelein, naja wir wissen das ja alles.

Also Arme haben wir schon, wenn man den Maßstab des Massa Eigenheim-Katalogs zugrunde legt, aber so richtig Arme, wie aus einer Dickens Geschichte, davon haben wir nicht so viele.
Versteht man das mit der Armut so, wie es seit Franziskus dem Ersten verstanden wird, so geht es um das Geld und sonst nix.

Samstag, 27. Dezember 2014

Kontraste: Franziskus, Benedikt, Augustinus

Gefunden bei rorate caeli   ( hier das Original : klicken) und machen wir doch gleich mit Augustinus weiter

"Eine Studie der Kontraste: Franziskus, Benedikt, Augustinus"
In seiner Rede am Ende der Synode sagte Papst Franziskus etwas Rätselhaftes. Wieder erwähnte er den "Gott der Überraschungen", dieses mal mitten in einer starken Gegeneinanderstellung des "Buchstabens" mit "dem Geist".

"....die Versuchung zur feindlichen Inflexibilität, das heißt man will sich im geschriebenen Wort einschließen ( dem Buchstaben, der Schrift) und sich selbst nicht erlauben, von Gott überrascht zu werden (dem Geist) innerhalb des Gesetzes, innerhalb der Sicherheit dessen, was wir wissen und nicht dessen, was wir noch lernen und erreichen müssen. Seit der Zeit Christi ist das die Versuchung der Eifrigen, Ängstlichen, der Besorgten und heute- der sogenannten Traditionalisten- und auch der Intellektuellen."

Wenn ich das lese, kratze ich mich am Kopf und erinnere mich an die Art, in der sein Vorgänger Benedikt XVI vom Geist und Buchstaben des II. Vaticanischen Konzils in der Rede vom 22. Dezember 2005 gesprochen hat.

Damian Thompson, der Papst, die Liste der Krankheiten und der Hl. Geist

Damian Thompson, kein ausschließlicher Kritiker von Papst Franziskus, macht sich Gedanken über die Weihnachtsgrüße an die Kurie, über die Synode und sein schwindendes Zutrauen zum Pontifex:  klicken

"Papst Franziskus: trotz der leuchtenden Schlagzeilen, die Jury berät noch"
"An wie vielen der von Papst Franziskus aufgezählten geistigen Krankheiten leiden Sie? Der Pontifex breitete beim Austausch der Weihnachtsgrüße (mit der Kurie) nicht weniger als 15 Diagnosen aus. Sie schlossen geistiges Alzheimer, existentielle Schizophrenie,  zuviel arbeiten-zu viel planen, unkoordiniertes Arbeiten und- alles übersteigend den "Terrorismus des Geschwätzes" ein.

Ich machte einen Schnelltest und fand zwei darunter,  an denen ich definitiv nicht leide: "zu viel arbeiten" und "mich unsterblich, unangreifbar und unersetzbar zu fühlen". Das erinnert mich an den Erzähler von "Drei Männer in einem Boot", der, als er das Medizinwörterbuch in der Bibliothek des Britischen Museums durchblätterte, entdeckte, daß er an jeder schrecklichen Krankheit litt, außer dem "Dienstmädchenknie".

Du könntest denken: eine merkwürdige Art Deinen Mitarbeitern "Frohe Weihnachten" zu wünschen,  aber das hier ist Franziskus, deshalb sind die Medien voller Lobpreis für seine vernichtende Kritik der korrupten Kurie. Eine Ausnahme machte der Veteran (und berühmte Nicht-Kombattant) und Vaticanexperte John Allen jr., der fragte, ob diese scharfen Kritiken geholfen haben, seine (des Papstes) Erwartungen zu erklären und gleichzeitig seine Helfer um sich zu scharen, oder ob sie Gefahr laufen, genau die Leute zu demoralisieren, die er am meisten braucht."

Sicher ist die Kurie voller fauler Schwätzer und machiavellistischer Opportunisten, aber da sind auch gute Leute, und sie sind es leid, von Papst Franziskus rüde behandelt zu werden. Einige von ihnen werden die Liste der spirituellen Krankheiten durchgegangen sein, um zu sehen, welche von ihnen vielleicht den Hl. Vater befallen haben könnten.
Schaut man genauer hin, ist er nicht so unbeschwert gutmütig wie die Fotos suggerieren, charismatische Personen sind das selten. Einige Kleriker in Argentinien erinnern ihn als nicht-lächelnden "in-den Hintern-Treter" man kann sich also vorstellen, wie sie über ihren Kumpel schimpften, als sie lasen, das eine von Franziskus´ neuen Kardinalsünden : das  "Begräbnisgesicht" (Leichenbittermiene) ist.

Bisschen Augustinus zum Abschluss der Weihnachtsfesttage

Augustinus ist nicht jedermanns Sache, aber vorhin bin ich auf die Rede Papst Benedikts zur Entweltlichung gestoßen und diese Rede redet von der Unendlichkeit Gottes, z.B in dieser Passage hier

Sagen wir es noch einmal anders: Der christliche Glaube ist für den Menschen allezeit, nicht erst in unserer Zeit, ein Skandal. Dass der ewige Gott sich um uns Menschen kümmern, uns kennen soll, dass der Unfassbare zu einer bestimmten Zeit fassbar geworden sein soll, dass der Unsterbliche am Kreuz gelitten haben und gestorben sein soll, dass uns Sterblichen Auferweckung und Ewiges Leben verheißen ist  –  das zu glauben ist nun einmal für uns Menschen eine Zumutung....

Und ja in der Rede kommt auch das andere in den Blick unsere eigenen Skandale, die den eigentlichen Skandalon des Kreuzes, der unsere Erlösung ist,  so verdunkeln, dass die eigentliche Botschaft nicht mehr gesehen wird, und immer wieder die Forderung nach Entweltlichung, weil wir eben Christus her gerufen sind.

Gerade an den Predigten und Fürbitten an diesem Weihnachten, habe ich oft und oft an Papst Benedikt denken müssen, dessen Reden ja immer unter dem  Spannungsbogen des Katholischen, dem berühmten et...et (sowohl.... alsauch) standen.
Einige der Fürbitten und Predigten und sonstige Ausflüsse der ortsüblichen Rederitis hatten es mit dem Frieden, aber irgendwie flach, so mit einem  absolut negativen Beigeschmack,. weil sie die Gottesdienstbesucher beschimpften, weil die eben nicht in Wellblechhütten hausen und auch nicht bedroht werden von wildgewordenen Dschihadisten, und deshalb wenigstens anständig spenden sollten, damit sie überhaupt Christen genannt werden können.......

Naja man versteht die Intention und schluckt den Ärger hinunter, ist ja schließlich Weihnachten!

Aber auch angesichts der Reaktion auf Weihnachtswünsche, die mir zu Ohren gekommen ist, die sich zusammenfassen lassen mit
"wenn der der da geboren ist, dieser Christus, wirklich den Frieden bringen soll, ei dann soll er halt mal mache. Aber wenn man sich die Geschichte so anguckt, hat er mit seiner Kirche mehr Unheil angerichtet, als gut gemacht" bin ich dann doch auf den Punkt gekommen der mir schon lange subkutan zu schaffen macht und der mich an der offiziellen Verkündigung landauf landab schwer nervt.

Ja es gibt diese ergreifenden Predigten, die der staunenden Gemeinde erzählen, wie toll alles ist, wie gut Gott ist, und wie richtig, richtig gut alles geworden ist seit er Mensch geworden ist.
Ein einfacher Blick in die Nachrichten und die Geschichtsbücher zeigt dass das sooooo einfach nun auch nicht ist.

Nein das Paradies wurde nicht mit der Geburt Christi als weltweiter Garten Eden mit aller Wellness und allem was man sich sonst noch als gut vorstellt, wieder eröffnet.
Der Kerub steht nicht mehr dafür heißt es im Lied, aber der Weg dahin ist immer noch ein schmaler und es ist nicht von dieser Welt, wie das Reich Gottes nicht von und in dieser Welt ist.
Abundan berührt das Göttliche die Welt in jeder Eucharisti tut es das und manchmal begegnet man auch Leuten, die einem  etwas spüren lassen vom göttlichen das in der Welt ist.
Abundan berührt einem eine  Landschaft, ein Bild, eine Musik, ein Lächeln, ein durchgetragenes Leid, mit so einem freudigen Weh, dass man darin das göttliche, oder auch die Sehnsucht danach spürt.

All das aber ist nicht von Dauer, es ist wie ein ferner Blick auf ein noch fernes, unbekanntes  Ziel das jedoch nach tiefer, wahrer Heimat, schmeckt.

Es ist was in der Kirche, in den Sakramenten, in den Texten der Liturgie, dass wahr und göttlich ist und sobald man das zu sehr in den Alltag holt, wird es flach und billig.

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Adeste fideles!

                 

                

"Ein Leben mit Ratzinger" Pater Stephan Horn erzählt.


Pater Stephan O.Horn: "Ein Leben mit Ratzinger"
"Benoît-et-moi" veröffentlichte ( als Weihnachtsgeschenk) dieses ausführliche Interview mit Pater Stephan Horn, Salvatorianer-Pater, Ex-Doktorand und Ex-Assistent von Professor Ratzinger in Regensburg und heute u.a. Präsident des Schülerkreises.   Hier geht´s um Original     klicken
                                                 
                                                "Une Vie avec Ratzinger"

                                   
"Es gibt Begegnungen, die das  Leben verändern. Das war bei Stephan Horn, Salvatorianer-Pater, der Fall, als er 1970 den Theologieprofessor Joseph Ratzinger kennenlernte, der sehr bald "Vater einer theologischen-ja sogar spirituellen Familie" wurde. 
Pater Horn, der in Regensburg Student und Universitäts-Assistent von Ratzinger war und der jetzt mit der Aufgabe betraut ist, Arbeit und Gedankengut des emeritierten Papstes bei ihrer Nutzung in all den Institutionen, die seinen Namen tragen, zu schützen, beschreibt diese Begegnung und das Eintreten in den Kreis der Studenten als "eines der größten Gnadenschenke meines Lebens."
In diesem Interview, läßt Pater Horn, Professor emeritus der Fundamentaltheologie, seine Erinnerungen an die Universitätsjahre und die Entstehung des Schülerkreises wieder lebendig werden; um zuletzt beim theologischen Erbe Benedikts XVI anzukommen.
  
Frage: "Pater Horn, wie haben Sie Professor Ratzinger kennengelernt? "
Pater Horn: "Ich habe in Passau studiert, einer schönen Stadt an der Grenze zu Österreich, wo die Salvatorianer der Kongregation, zu der ich gehöre, studieren. Mein Dogmatikprofessor dachte, daß ich sein Nachfolger werden könnte...als ich nach Regensburg ging, um zum ersten mal Professor Ratzinger zu begegnen, wußte der nicht , daß ich in München Doktorand bei Prof. Schmaus war, der ihm so enorme Schwierigkeiten gemacht und versucht hatte, seine Habilitation zu verhindern. Das war eine der großen Krisen im Leben des jungen Ratzingers gewesen, der sich immer gewünscht hatte, Professor zu werden. Aber es ist ihm gelungen und er hat sogar eine gute Beziehung zu Schmaus herstellen können. Als ich zu ihm gegangen bin, war ich über alle diese Dinge nicht auf dem Laufenden, ich habe mich vorgestellt und wir haben über meine These gesprochen."


Christmetten

Einmal Benedikt's letzte Christmette



  und einmal und JPII's letzte Christmette



Gesegnete Weihnachten

Mittwoch, 24. Dezember 2014

FROHE WEIHNACHTEN !

   Wir wünschen allen unseren Lesern und Mitbloggern ein frohes und gesegenetes Weihanchtsfest!                      
                 

                                            ein Kind ist uns geboren!

Päpstliche Weihnachtswünsche an die Kurie.....vorher und nachher

Die in Windeseile um die Welt verbreiteten Worte des aktuellen Nachfolgers Petri-in seiner Weihnachstansprache an die Kurie- haben, wie man sieht einen nachhaltigen Eindruck auf einen Zuhörer gemacht......
Es war aber auch erschreckend, zu höre, wie multimorbide die römische Kurie ist, die da kollektiv an echten Krankheiten wie Schizophrenie und (spirituellem) Alzheimer leidet aber auch sonst ein abstoßendes Sammelsurium sündhaften und tadelnswerten Verhaltens (Hochmut, Narzissmus, Ehrgeiz, Oberflächlichkeit, Insensibilität, ...Rache, Launen, Stolz, Geltungssucht, Sittenlosigkeit, Verleumdung, Hofschranzentum, Geiz, Egoismus, Exhibitionuismus (???) Machthunger) an den Tag legen.

Aber da der Doktor aus Argentinien als highlight die letzte Diagnose bekann gab, "spirituelle Alzheimer-Erkrankung" besteht die Hoffnung, daß die purpurtragenden Patienten die Weihnachtsbeschimpfung schnell wieder vergessen. rorate Caeli gratuliert zu seiner, wie sie es interpretieren, Selbstkritik:     klicken
Sandro Magister nennt diese Weihnachtsbotschaft "die Weihnachtsohrfeige"......










Dazu schreibt John Allen : "Papst Franziskus´ riskante Haß-Liebe zum Vatican : klicken "  und wie man hört, haben nur sehr wenige der so Angesprochenen gelächelt und es gab kaum Applaus. Kann man verstehen, wer hört als Weihnachtsgruß schon gern, als Exhibitionist bezeicehnet zu werden.....aber einige MSM sind begeistert, stellvertretend für alle jubelte Atheo-Scalafaris Repubblicca:" Bravo Papst, Nieder mit der Kurie! Das nächste Jahr wird zeigen, ob diese Art öffentlicher Demütigung die vom Pontifex benötigten Unterstützer in der Synode auf seine Seite bringen wird.


Wir war das vordem? So z.B. 2010 (dem annus horribilis)

                      

hier geht´s zur deutschen Fassung der Rede, die La Santa Sede zur Verfüguing stellt:  klicken

Die Ansprache an die Kurie beginnt so:

"Mit großer Freude komme ich zu dieser traditionellen Begegnung mit Ihnen, liebe Mitglieder des Kardinalskollegiums und Vertreter der Römischen Kurie und des Governatorats. Von Herzen begrüße ich jeden einzelnen, angefangen bei Kardinal Angelo Sodano, dem ich für die Worte der Ergebenheit und der Verbundenheit sowie für die freundlichen Glückwünsche danke, die er im Namen aller an mich gerichtet hat. Prope est jam Dominus, venite, adoremus! Wie eine einzige Familie betrachten wir das Geheimnis des Immanuel, des Gott-mit-uns, wie der Kardinal Dekan gesagt hat. Gerne erwidere ich die Glückwünsche und möchte allen, einschließlich der Vertreter des Heiligen Stuhls in aller Welt, aufrichtig danken für den kompetenten und großherzigen Beitrag, den ein jeder für den Vicarius Christi und für die Kirche leistet.
“Excita, Domine, potentiam tuam, et veni” – so und mit ähnlichen Worten betet die Liturgie der Kirche wiederholt in den Tagen des Advents. Es sind Gebete, die wohl in der Zeit des untergehenden Römischen Reiches formuliert worden sind. Die Auflösung der tragenden Ordnungen des Rechts und der moralischen Grundhaltungen, die ihnen Kraft gaben, ließ die Dämme zerbrechen, die bisher das friedliche Miteinander der Menschen geschützt hatten. Eine Welt war im Untergang begriffen. Häufige Naturkatastrophen verstärkten noch diese Erfahrung der Ungeborgenheit. Es war keine Macht in Sicht, die dem hätte Einhalt gebieten können. Um so dringender war der Ruf nach Gottes eigener Macht: daß er komme und die Menschen gegen all diese Drohungen schütze." (....)


wer lesen will was rorate zu dieser Weihnachstansprache schriebt kann hier weiterlesen

Dienstag, 23. Dezember 2014

christliche Zeichen in der hochtechnisierten Welt

Kollege Geistbraus hat damit angefangen und nach dem, was mir heute morgen geschehen ist, fühle ich mich berufen die "Serie" fortzusetzen.
Hatte ich gestern hier weihnachtsgeputzt und dabei auch den Router etwas entstaubt, mit dem Nebeneffekt, dass Internet und Telefon nicht mehr funktionierten.
Das übliche Notfallmittel, Netzstecker ziehen, warten,  und dann wieder einstöpseln, funktionierte nicht.
Zunächst dachte ich, "Die B...männer von  der Telekom machen da bestimmt wieder was am System, morgen wird es wieder in Ordnung sein, ärgerte mich und begab mich zur Ruhe.
Am Morgen funktionierte es immer noch nicht.
Daruf rief ich  bei der Telekom an und ein netter Mensch erklärte mir, dass ich wohl bei dem unsachgemäßen Rumgefummel am Router selbigen resettet habe und den jetzt neu konfigurieren müsse.

Das habe ich dann mit seiner Hilfe getan und bin jetzt in der Lage selbigen Post zu schreiben und ins Netz zu stellen.
Weil ja die Weihnachtsstimmung in der Luft liegt, dachte ich mir, so ähnlich ist das auch mit der Erlösung.
Die Analogie ist die Form, das Muster, nicht die Qualität und Quantität des Vorgangs, damit mich keiner falsch versteht.

Die Bedeutung der Menschwerdung Gottes. Eine Katechese.

Die Geburt Jesu Christi- Generalaudienz vom 23.12.2009

"Gott macht sich zu einem wehrlosen Kind, um den Hochmut, die Gewalttätigkeit und die Habgier der Menschen zu besiegen."


               

Hier ein Ausschnitt aus der deutschen Katechese:

"....Um die Bedeutung des Weihnachtsfestes besser zu verstehen, möchte ich einen kurzen Blick auf die historische Entstehung dieses Hochfestes werfen. Das Festjahr der Kirche hat sich zunächst nicht ausgehend von der Geburt Christi, sondern vom Glauben an seine Auferstehung her entwickelt. So ist das älteste Fest der Christenheit nicht Weihnachten, sondern Ostern. Die Auferstehung Christi hat den christlichen Glauben begründet, sie ist die Grundlage für die Verkündigung des Evangeliums, und sie läßt die Kirche entstehen. Deshalb heißt Christsein österlich leben, indem wir in die Dynamik eintreten, die aus der Taufe entsteht und die uns für die Sünde tot sein läßt, um mit Gott zu leben (vgl. Röm 6,2–4).
Daß Jesus am 25. Dezember geboren wurde, hat mit Sicherheit zum ersten Mal Hippolyt von Rom in seinem etwa im Jahr 204 n. Chr. geschriebenen Kommentar zum Buch des Propheten Daniel bejaht. Bekannte Exegeten haben dann darauf hingewiesen, daß an diesem Tag das von Judas Makkabäus im Jahr 164 v. Chr. eingeführte Jerusalemer Tempelweihfest begangen wurde. Die Übereinstimmung des Datums sollte symbolisieren, daß sich mit Jesus, der als Gottes Licht in der Nacht erschienen ist, die Tempelweihe – Ankunft Gottes auf dieser Erde – wahrhaft verwirklicht." ....
Quelle: La Santa Sede, LEV, Papst Benedikt XVI

Und hier geht´s zum Gesamttext:      klicken

Montag, 22. Dezember 2014

Gender und die Realität

Vorhin habe ich mit meiner Tochter und ihrer Freundin Mathe gelernt.
Es ging schwierig, irgendwann einmal versuchte ich die Damen zu motivieren und sagte Verständnis suggerierend "Naja manchmal kann  man den römischen Soldaten, der den Archimedes  erstochen hat schon verstehen!"
Die Damen hatten noch nie was von Archimedes  gehört, und auf die Idee freiwillig über Kreise und Geraden nachzusinnen, kämen sie bestimmt nicht.
Ich versuchte die Wissenslücke zu füllen und erwähnte dabei gesprächsweise, dass in der Antike mal eine Mathematikerin von wildgewordenen, irregeleiteten Christen erschlagen worden wäre, weil diese der Ansicht waren, Frauen sollten nicht Mathematik treiben.
Ich erzählte das mit dem Subtext, "Ach schaut mal wie gut ihr es habt!"

Aber leider war die Reaktion nicht die der Solidarität mit der armen Frau, sondern ein echtes, aus der Tiefe kommendes Verständnis für die wildgewordenen.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Auf den Punkt gebracht

Achse des Guten ist  einer der wenigen Lichtblicke im journalistischen rosarote Brillen verteilenden Medienacker. (Acker deshalb, weil es einfach kein Dschungel ist, sondern eine Monokultur).

So setzen die sich seit längerem mit der seltsamen Blindheit unserer Politker und, dem Herrn sei's geklagt  manchem Kirchenfürst, in Anbetracht der nicht mehr zu leugnenden Schrecken wildgewordener Dschihadisten auseinander.
Erschreckend ist die Blindheit deshalb, da ziehen Leute in den Irak um sich aufzuführen, als hätten sie nie gelernt, dass der andere ein Mensch ist, dass man nicht sinnlos (und noch nicht mal sinnvoll) zuschlagen darf .
Als hätte ihnen keiner beigebracht dass Frauen keine Objekte sind, und keine Ware die gefangen und verkauft werden kann!
Die Leute die ich meine, die sind hier bei uns aufgewachsen, die sind hier zur Schule gegangen.........

Maria hat geholfen.

Die Versuchung ist ja immer groß, Dinge, die auf der Welt geschehen, immer auch irgendwelchen Menschen zuzuordnen.
An eine Hilfe aus dem Himmel glauben ja nicht einmal mehr unsere Bischöfe und da ist die Versuchung groß, es den Säkularen gleichzutun, und Ereignisse gerade den Leuten zuzuschreiben.

Es gibt immer Leute, die sich die Verdienste anderer gerne an die Brust heften. Das ist im täglichen Politikgeschäft ja gang und gäbe. Und die fremden Federn sind ein beliebtes Accessoroire in diesen Zeiten.

Ja, mit Gott rechnet heute niemand, das hat ja Friedlon in seinem Blog auch sehr schön beschrieben, auch wenn es da um etwas ganz anderes ging.

Denn auch die positiven Dinge, die von diesem Gott der Liebe und seinen Heiligen ausgehen, will man in diesen Zeiten gerne ignorieren.

Deshalb wundert es uns nicht, dass man gerade wieder einmal stark damit beschäftigt ist, die Aufhebung des Kuba-Embargos durch die USA an den weltlichen Beteiligten festzumachen.


Und bevor hier wieder Legenden gestrickt werden ... wollen wir doch mal die Chronologie bemühen:

Es war 1997, die Mauer, die Ost und West trennte, war gefallen, der Kommunismus in Ost-Europa und Russland lag in Scherben, auch die chinesische Führung befand sich bereits auf dem Weg zur ungezügelten Marktwirtschaft. Da wurde es um das noch immer kommunistische Kuba ziemlich einsam. Die Gebete des hl. Johannes Paul II hatten also weltweit gewirkt. Auch auf Kuba gab es ein Wunder: Im Vorfeld seines Besuches im Januar 1998 erklärte Fidel Castro erstmals das Weihnachtsfest zum Feiertag für Kuba.
Ein großer Moment war das Zusammentreffen von Johannes Paul II und Fidel Castro




Samstag, 20. Dezember 2014

Auch Le Figaro interviewt Kardinal Burke

Genauer gesagt der Vaticanist des Figaro, Jean Marie Guénois für das Figaro-Magazin:    klicken
Hier geht´s zur englischen Übersetzung des französischen Originals von rorate caeli:   klicken

Titel:                         "Der heimliche Krieg im Vatican" 
                                "Wie Papst Franziskus die Kirche erschüttert"

Frage: "Kann ein Kardinal  uneins mit dem Papst sein?"

Kardinal Burke: "Es ist sicher möglich, daß ein Kardinal mit dem Papst bzgl. des Procedere oder einer bestimmten pastoralen Ausrichtung uneins ist. Andererseits ist es unmöglich, daß es eine Divergenz in Dingen der Doktrin und Disziplin der Kirche gibt. Das bedeutet, daß ein Kardinal -in bestimmten Situationen- die Pflicht hat, dem Papst zu sagen, was er wirklich denkt. Natürlich muß er sich immer respektvoll ausdrücken, weil der Papst das Petrinische Amt repräsentiert. Aber wenn der Papst Kardinäle um sich hat, ist es völlig in Ordnung, ihm Ratschläge zu erteilen."

"Ist den Differenzen bei der Synode zu viel Aufmerksamkeit gewidmet worden?"

"Was dabei seltsam ist, ist dass die, die das unterstützen, was die Lateinische Kirche schon immer gelehrt hat, beschuldigt wurden, gegen den Hl. Vater und nicht im Einklang mit der Kirche zu sein...
Das ist erstaunlich! So, nachdem das gesagt ist: die Kirches hat immer theologische Dispute und starke Konfrontationen gekannt, in denen Theologen und Kardinäle ihre Meinungen vertraten. Wenn ich also mit anderen Kardinälen eine Studie veröffentlicht habe, um meine Meinung zu diesem Thema zu artikulieren, geschah das im Geist einer wahren theologischen Diskussion mit dem Ziel.die Wahrheit zu erreichen."

"Waren Sie über das, was bei der Synode passierte, geschockt?"

"Die Synode war eine schwierige Erfahrung. Da gab es die Linie von Kardinal Kasper, man könnte sagen, hinter die sich jene stellten, die die Synode leiteten. Tatsache ist, dass die Relatio post disceptationem bereits vor den Wortmeldungen der Synodenväter geschrieben worden ist. Und das einer bestimmten einzelnen Meinung folgend, die die Kasper-These favorisierte....
Die Frage der Homosexualität wurde auch eingeführt, die in keinerlei Verbindung zur Ehefrage steht, um nach möglichen positiven Elementen zu suchen. Ein anderer sehr verstörender Punkt ist, dass die Relatio post disceptationem keinerlei Bezug zur Heiligen Schrift, zur Tradition der Kirche und zur Lehre Johannes Pauls II über die ehelichen Liebe hat. Sie war daher sehr demotivierend. Genau wie die Tatsache, daß in der Relatio Synodi Paragraphen zur Homosexualität und den wiederverheirateten Geschiedenen verblieben sind, die keineswegs die erforderliche Stimmenmehrheit der Bischöfe erreicht hatten."

"Was steht auf dem Spiel in dieser Kontroverse?"

"In einer Zeit voller Konfusion, wie wir sie z.B. in der Gender-Theorie sehen, brauchen wir die Lehre der Kirche zur Ehe. Dennoch werden wir im Gegenteil in Richtung der Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion gedrängt. GAr nicht zu reden von dieser Obsession zur Erleichterung der Ehe-Annullierung. Alles das wird zu einer Art "katholischen Scheidung" führen und der Schwächung der Unauflöslichkeit der Ehe, deren Prinzip nichtsdestoweniger bestätigt wird. Aber die Kirche muß die Ehe verteidigen und sie nicht schwächen. Die Unauflöslicheit der Ehe ist keine Strafe, kein Leid. Sie ist etwas sehr Schönes, für die, die sie leben und ein Quell der Freude. Ich bin deshalb sehr verwirrt, und rufe die Katholiken, Laien, Priester und Bischöfe auf, sich von jetzt an bis zur kommenden Synode einzumischen, um die Wahrheit über die Ehe zu beleuchten."
Quelle: rorate caeli, Le Figaro magazine, J.M. Guénois


Freitag, 19. Dezember 2014

Zur Lage der Nation, eine Adventsbetrachtung

Superpellicum schreibt anders als ich,  elsa schreibt anders als ich, auf Achse des Guten schreiben sie anders als ich, Geistbraus ebenfalls, aber alle versuchen sie, dieses merkwürdige Schweigen, diese seltsame Verlogenheit, die in  unserem Lande "west" um es altmodisch auszudrücken, aufzubrechen.

Dieses merkwürdige Schweigen z.B. angesichts der Taten des IS; dem man mit  Säbelrasseln gegenüber Russland, begegnet, wobei ich Putin bestimmt nicht, für einen Guten halte, auch nicht für einen Schlechten, ich halte ihn schlicht für einen Politiker.
Dann, ja es ist alles geschrieben, da behauptet der Westen, das Frauen und ihre Emanzipation von ihrer klassischen Rolle das nonplusultra seien, ein absolut zu verteidigender Wert, mit Zähnen und Klauen und die Kirche sekundiert mit der Aussicht, das dem echt auch so sei.
Und gleichzeitig behandeln Leute, vor den Augen der Öffentlichkeit, Frauen so, dass diese bestimmt froh wären, sich glücklich schätzen würden, wenn sie nur ne Ohrfeige kriegen würden wie das ungezogene Gör auf dem Altar des Kolner Doms, das aber prompt beleidigt und getroffen war, das sich aber nicht traut, gegen die wahre Versklavung der Frau zu protestieren.

Katholische Leute kommen sich eh schon länger vor wie im falschen Film und fühlen sich fremd und heimatlos, aber das freut die anderen, jedoch ist deren Freude nicht zu vergleichen mit der Freude über den, der umkehrt.

Ich muss ehrlich sagen, mir kommt in letzter Zeit oft ein russisches Märchen in den Sinn, von einem Land, das von einem großen und schrecklichen Riesen, der in einem Baum wohnt, geschützt wird.
Irgendwann einmal merken die Leute, dass der Riese nur der Wind im hohlen Baum war, überfallen das Land und vernichten es.
Mir kommen langsam all unsere Werte, die von Demokratie, Meinungsfreiheit, Denkfähigkeit, als Folge der allgemeinen Schulpflicht, der Wert der Solidargemeinschaft, der Wert der Gleichheit aller Menschen, der Wert des sich öffentlich Empörens, der Wert der Hilfsbereitschaft, der Wert des Diskurses, der Wert keine Denktabus zu akzeptieren, vor wie der Riese im Märchen.
Ich fürchte es kommt kein Kind, das sagt "der Kaiser ist nackt" es kommen andere, die sagen "das ist nur ein hohler Baum!"

Trotzdem gerade im Hinblick auf Weihnachten, sollte man das Dunkel der Zeit sehen, und getrost sein, dass doch das göttliche Kind kommen wird, das uns alle retten wird, aus Sünd und Tod, wenn wir denn gerettet werden wollen.


Kardinal Brandmüller besucht (inoffiziell) das FSSPX-Seminar

Wie rorate caeli -auf französische Quellen gestützt - berichtet und die SSPX heute bestätigte klicken    hat sich Kardinal Walter Brandmüller -als erste Konsequenz des Treffens zwischen Kardinal G.L.Müller und den Oberen der FSSPX am vergangenen 23. September, mit dem Superior der Bruderschaft, Bischof Bernard Fellay im deutschen Seminar der Gesellschaft in Zaitzkofen, Bayern getroffen. Zwei weitere Seminarbesuche sind für die kommenden Monate vorgesehen.

Informelles Treffen mit Kardinal Brandmüller
"Am 5. Dezember 2014 hat Kardinal Walter Brandmüller, emeritierter Präsident des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaft sich mit Bischof Bernard Fellay, dem Generalsuperior der Priesterbruderschaft St.Pius X, der von mehreren Priestern begleitet wurde, getroffen. Das Treffen fand im Herz-Jesu-Seminar in Zaitzkofen in Bayern statt.

Diese Begegnung war eine Folge des Treffens vom 23. September in Rom, während dessen Verlauf alle darin übereinstimmten, die doktrinale Diskussion in einem breiteren, weniger formalen Rahmen als die bisherigen fortzuführen. Thema waren das Konzil und seine lehramtliche Autorität.

Ziel dieser Treffen ist es, die Kirchenautoritäten für die Gesellschaft und die Werke der Tradition aufmerksamer werden zu lassen und ihnen gleichzeitig die ernsthaften Entgegnungen und Meinungsverschiedenheiten  zu zeigen, die bezüglich des II. Vaticanischen Konzils und seiner Reformen bleiben. In dieser Perspektive  sind zwei weitere Treffen in den kommenden Monaten gepant, eines im St.Curé d´Ars-Seminar in Flavigny (Frankreich) und das andere in St.Thomas Aquinas Seminary in Winona (USA)."
Quelle: SSPX, District USA



Sandro Magister: "Bergoglios Pendel zwischen Kapitalismus und Revolution"

Über eines der Rätsel um die Standpunkte des Papstes hat sich Sandro Magister  im L´Espresso Gedanken gemacht:   klicken    

Titel:     "Bergoglio’s Pendulum, Between Capitalism and Revolution"

Marxist, Libertärer, Peronist. Man hat ihm die verzweifeltsten Etiketten aufgeklebt  Die widersprüchlichen Urteile des Acton-Institutes und der "Freunde von Papst Franziskus".

"Ein weiteres Geheimnis des Papstes betrifft seine Sicht der Weltwirtschaft.

Es gibt Menschen, die ihn unter die unbelehrbaren Marxisten eingeordnet haben, nachdem sie das die Agenda seines Pontifikates vorbereitende Dokument, die Apostolische Exhortation "Evangelii Gaudium" gelesenen hatten. Dann sind da jene, die aus dem selben Dokument den entgegengesetzten Schluß gezogen haben, daß Jorge Mario Bergoglio ein großer Freund des Freien Marktes sei.

Der Papst hat sich wiederholt von dieser ersten Definitionen, ein Kommunist zu sein, bis zu dem Punkt darüber zu scherzen, distanziert. Vom zweiten, prokapitalistisch zu sein nicht. Aber es idt nicht sicher, daß das mit seinem Denken korrespondiert.

Franziskus wurde von manchen als Champion der Freien Wirtschaft identifiziert, und zwar nicht von irgendwelchen isolierten exzentrischen Geistern, sondern vom Acton-Institut, einem der geachtetsten Think-tanks der USA, deren Kern-Idee ist, dass der Kapitalismus umso besser funktioniert, je freier und je religiöser die Gesesllschaft ist, in der er wirkt.

Am vergangenen 4. Dezember hat das Acton Institut seine höchste jährliche Ehrung einem brillanten jungen finnischen Wirtschaftswissenschaftler, Oskari Juurikkala, verliehen, der für seine Dankesrede das Thema: "Die Wertschätzung des freien Marktes durch Papst Franziskus" wählte.
Der Preis wurde in Romm an der Päpstlichen Heilig-Kreuz-Universität verliehen, der Akademie des Opus Dei, wenige Schritte vom Vatican entfernt.

Nach Juurikkalaas These sind die Botschaft Bergoglios und seine Emphase für die Armen nicht nur kein Widerspruch zum Freien Markt sondern unterstützen diesen, weil sie helfen, ihn zu "reinigen und zu bereichern."

Juurikkalas These hatte- beim gleichen Ereignis- ihren Widerpart in der Rede Carlo Lotteris, eines Rechtsphilosophens und Mitglieds des Bruno-Leoni-Institutes, einem anderen sehr libertären Think-tank.
Lotteri, der an der Universität von Siena und in der Schweiz an der Theologischen Fakultät von Lugano lehrt, bleibt bei seiner Überzeugung, Franziskus nicht als Freund sondern als Feind ökonomischer Freiheit zu sehen, nicht zuletzt wegen des Peronistischen Experimentes, dessen Zeuge er in Argentinien war und "das nie wirklich abgeschlossen wurde und als Ganzes katastrophal war."

Aber das ist nicht alles. Vor einigen Monaten wurde in Rom der "Kreis der Freunde von Papst Franziskus" gegründet, der mit seinen eifrigsten Mitgliedern, den Kardinälen Kasper und Coccopalmero, Angelo Spadaro, dem Direktor von "Civilta Cattolica" und mit Mario Toso, Sekretär des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden prahlt.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Kardinal Burke im Interview

hier geht´s zum Video   klicken

und hier zur Mitschrift:   klicken

Frage: "Eminenz, Sie sind vor dem II.Vaticanischen Konzil aufgewachsen. Wie erinnern Sie sich an diese Zeit?"
Antwort: "Ich wuchs in seiner sehr schönen Zeit in der Kirche auf, in der wir sorgfältig im Glauben unterrichtet wurden, sowohl zu Hause als auch in der katholischen Schule, besonders mit dem Baltimore-Katechismus. Ich erinnere die große Schönheit der Heiligen Liturgie, sogar in unserer kleinen ländlichen Stadt, mit den schönen Messen. Und ich bin meinen Eltern natürlich sehr dankbar, die mir in meiner Erziehung zeigten, wie man als Katholik leben soll. Es waren sehr schöne Jahre."

"Einer meiner Freunde, der nach dem Konzil geboren wurde, sagte immer:"nicht alles war gut in den alten Tagen, aber alles war besser." Was denken Sie darüber?

"Ja, wir müssen in welcher Zeit auch immer leben, die der Herr uns gibt. Sicher habe ich sehr schöne Erinnerungen an das Heranwachsen in den 50-er und frühen 60-er Jahren. Ich denke, was sehr wichtig ist, daß wir die organische Natur des Katholischen Glaubens wertschätzen und die Tradition würdigen, durch die der Glaube zu uns gekommen ist."

"Haben Sie die großen Veränderungen nach dem Konzil mit Begeisterung begrüßt? "
"Ich war zu der Zeit im Vorseminar und wir verfolgten, was beim Konzil passierte, aber die Erfahrungen nach dem Konzil waren so stark, manchmal sogar gewaltsam, daß ich- sogar als junger Mann zu fragen begann, ob das wirklich das war, was das Konzil wollte, weil ich sah, daß wundervolle Dinge plötzlichaus der Kirche verschwunden waren oder als nicht mehr schön betrachtet wurden. Ich denke z.B. an die große Tradition des Gregorianischen Gesanges, oder den Gebrauch der Lateinischen Sprache bei der Feier der Heiligen Liturgie. Dann beeinflußte -natürlich- der sogenannte "Geist des Konzils" auch andere Gebiete, wie die Moral, so viele Nonnen ließen das religiöse Leben hinter sich. Es gab also definitiv Aspekte des postkonziliaren Lebens, die Fragen aufwarfen."

"Sie wurden 1975 zum Priester geweiht. Dachten Sie, daß irgendetwas in der Kirche falsch gelaufen war?"
"Ja das glaube ich. In gewissem Sinne haben wir den Sinn für die Zentralität der Heiligen Liturgie verloren und deshalb auch für das priesterliche Amt und den Dienst in der Kirche. Ich muß sagen. ich bin so stark im Glauben aufgezogen worden, und hatte ein so tiefes Verständnis für die Berufung, daß ich mich niemals weigern würde, zu tun, was der Herr von uns erbittet. Aber ich habe gesehen, daß etwas definitiv schief gegangen war. Ich erlebte z.B. als junger Priester die Leere der Katechese, die Katechesetexte waren so dürftig. Dann erlebte ich die liturgischen Experimente- an manche davon will ich mich lieber nicht erinnern- den Verlust des .....Lebens, der Besuch der Sonntags-Messe war im ständigen Niedergang: alles das waren Zeichen für mich, dass etwas falsch gemacht wurde."

Jetzt muß Papst Pius XI herhalten.....

"Sie verdrehen Pius XI, um Kasper zu rechtfertigen."

Wie wir bei La Nuova Bussola Quotidiana lesen können, geben Kardinal Kasper, dessen Seligkeit anscheinend von der Wiederzulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion abhängt, in Wirklichkeit will er wohl eher als der Kardinal in die Kirchengeschichte eingehen, der 2 der 10 Gebote abgeschafft hat ( 6 und 8), die Lehre als veränderbar und umstößlich und die Worte Jesu als aggiornamentabel erwiesen hat,- (Kasper also) & seine Kampfgenossen nicht auf.
Nachdem ihnen das Ratzinger-Zitat (dessen Lehrmeinung sie sonst meiden wie .....das Weihwasser)  nun versperrt ist, die Kardinäle Müller, Burke & Brandmüller ihnen sowohl  ihre geschichtsfälscherischen Behauptungen zu Praktiken der frühen Kirche als auch ihre theologischen Fehlinterpretationen, und die Kenner der Orthodoxie ihre Mißdeutung der orthodoxen "oikonomia" bewiesen und so alle Argumente aus der Hand geschlagen haben, haben sie nach neuen Schlupflöchern und anderen möglichen Tricks gesucht und versuchen es jetzt mit der Behauptung, daß die Lehre doch von Päpsten verändert werden kann.
Um das zu beweisen, haben sie sich Papst Pius XI und seine Enzyklika  "Casti Connubi"ausgeguckt.
Hier geht´s zum Original bei La Bussola:  klicken

Giorgio Carbone und Renzo Pucceti schreiben dazu :
                         
                        "Sie verdrehen Pius XI, um Kasper zu rechtfertigen."
"Das klare Ziel ist die Rechtfertigung der Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen bei der kommenden Familiensynode. Was also tun? Man zeigt, daß die Doktrin auch in der näheren Vergangenheit weiterentwickelt wurde, so daß das, was vorher verboten war, nun erlaubt wurde.
Und so kam es, daß der angebliche Theologe Gianni Gennari, der bei Avvenire täglich den Hüter der Rechtgläubigkeit, in anderen Zeitungen aber den Erneuerer gibt,  behauptet. daß die Enzyklika "Casti Connubi" von 1931 jene natürlichen Familienplanungsmethoden absolut verbietet, die später von Pius XII gefördert wurden und die Paul VI dann so lobte. Schade nur, daß das eine glatte Lüge ist."

Pius XI verdammt die natürlichen Methoden? Falsch
von Giorgio Carbone
Ein Artikel bei Vatican Insider schreibt der Enzyklika Casti Connubi zu, was man nicht hätte schreiben dürfen. 1931 nämlich waren die natürlichen Methoden zur Fertilitätsteuerung noch gar nicht voll entwickelt. Und in jedem Fall waren Paul VI und Johannes Paul II vollkommen mit dem von Papst Pius XI in Kraftgesetzten auf einer Linie.

Bei der Empfängnisverhütung: keinerlei Änderung
Renzo Pucceti
Zu behaupten, daß Pius XII die von Papst Pius XI erlassene Doktrin zu den natürlichen Methoden der Fruchtbarkeitsregulierung verändert habe, ist eine Lüge. Die vom angeblichen Theologen Gianni Gennari aufgestellte These, ist die, der sich die Gegner von Humanae Vitae seit jeher bedient haben und die heute wieder entstaubt wird, um eventuelle Änderungen der Doktrin zu rechtfertigen.
Quelle: LaNuovaBussola Quotidiana, Carbone, Pucetti

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Apostolische Visitationen: Die amerikanischen Nonnen und die FFI

Kann es eine noch größere Diskrepanz geben? Auf der Suche nach passenden Vergleichen kommt einem da die Verkehrte Welt in den Sinn, wo alles genau umgekehrt ist ( gut = böse, schwarz=weiß etc) -natürlich immer unter dem so wohlig wärmenden Deckmantel des "who am I to judge?", oder einer an die Medienwünsche perfekt angepaßten Tarnkappe.

Matteo Matzuzzi hat seine Meinung dazu bei La Bussola Quotidiana kund getan:   klicken


rorate caeli hat hier alles Wissenswerte dazu geschrieben   klicken


und damit jeder weiß worum es geht und sich nach der Zurkenntnisnahme der Beurteilung fragt, warum eigentlich Papst Benedikt XVI im Jahre 2008 eine Apostolische Visitation anordnete, hier ein Foto aus dem "Leben einer Nonne" in den USA, nebst ihren Schwestern, die jetzt in allem gerechtfertigt sind, was man von den betenden, die Hl. Messe gern nach dem Usus Antiquior feiernden Schwestern und Brüder der FFI nicht sagen kann.
Also tief durchatmen :  Nonnen, wie sie dem Lehramt wohl gefallen

                  

Hier der Matzuzzi Text:

"Suore americane "eretiche": «Va tutto bene»"
Matteo Matzuzzi
17-12-2014
"Häretische" amerikanische Schwestern: "Alles ist gut."

Alles, was gut endet, ist gut. Nach 6 Jahren Untersuchung, hat die präzedenzlose Apostolische Visitation der 341 religiösen Institutionen im apostolischen Dienst auf dem gesamten Territorium der USA ein positives Ende gefunden. Das Urteil der Kongregation für das Geweihte Leben und die Gesellschaft des apostolischen Lebens ist gestern morgen während der Pressekonferenz der Sala Stampa im Vatican bekannt gegeben worden. An ihr nahmen der Präfekt Kardinal J. Braz de Aviz , der Sekretär des Dikasteriums, Msgr. J.R. Carballo, und die Visitatorin Mutter Mary C. Millea , die Koordinatorin des Rates der Oberinnen der Frauenorden, Schwester Agnes M, Donovan, und dessen Präsidentin Schwester Sharon Holland teil. 
2008 hatte der damalige Präfekt, der slowenische Kardinal Franc Rodé die Visitation angeordnet, weil in Rom beunruhignede Signale  über im Inneren der verscheidenen örtlichen weiblichen Vereinigungen herangereifte Abweichungen ankamen. Rodé erklärte bei Radio Vatican, daß, in einem gewissen Sinn, in dissen religiösen Familien sich eine säkularistische Mentalität ausbreite, vielleicht sogar eine gewisse feministische Mentalität. 
Darüber hinaus präzisierte der Purpurträger war die Visitation nötig, um den in den letzten Jahrzehnten registrierten drastischen Rückgang der Berufungen in Nordamerika zu untersuchen. "Unter dem Einfluss des II.Vaticanischen Konzils, verweigerten die Nonnen Buße und Askese als Relikte der Vergangenheit, sie fühlten sich benachteiligt, wenn sie den Habit anziehen sollten -woraus sie die Spitze ihrer sozialen und politischen apostolischen Aktion formten."  fügte er noch hinzu. 
Aber in Rom haben sich die Dinge verändert. Rodé ging in Pension, an seine Stelle trat der weniger "feindselige" Braz de Aviz, Fokolare aus Brasilien und sicher nicht mit der unbeugsamen Position seines Vorgängers auf einer Linie.


Fundstück des Tages:

Es gibt wirklich noch Journalisten, die nicht das schreiben, was ihnen vorgekaut wird, sondern das, was Sache ist:


"Kein tapferer heute-show Clown, der die Mörder mit billigen Witzen enttarnen will, kein heute-journal-Moderator, der das Treiben der islamistisch-vereinigten, globalen Widerwärtigkeit nicht mit sozialromantischem Dreck entschuldigen würde."

Heute hatte ich diesen Satz mehrfach in meiner twitter-TL mit  diesem Link zur Achse des Guten, wo Katharina Szabo ihrem Unmut über die verlogene deutsche Linke einmal tüchtig Luft gemacht hat.

Eigentlich sollten in diesen Tagen alle Medien voll von solchen Kommentaren sein - aber die Journaille fühlt wie ihre politischen Pendants: Lieber schweigen.


Krise der Kirche. Notwendig: Heiligkeit!

Der Erzbischof von Ferrara-Comacchio, Luigi Negri zur Kirchenkrise:     klicken

                "Die Krise der Kirche, und die Notwendigkeit der Heiligkeit"
"Die Kirche lebt man. Wir müssen von dieser Gewißheit ausgehen, um den Augenblick, den Kirche und Gesellschaft gerade durchleben, zu verstehen. Man spricht über die Kirche nicht wie über ein Objekt, indem man von seinen eigenen Vorurteilen,- seien sie ideologischen, kulturellen, philosophischen oder anderen Charakters ausgeht.  Die Kirche lebt man. Mit der Kirche leidet man, freut man sich und versucht, einen wichtigen und kreativen Beitrag für sie zu leisten.

Also, der Skandal der Situation der heutigen Kirche- ich benutze das Wort Skandal absichtlich- ist, dass die Kirche der Presse zum Fraß vorgeworfen wird. Die Kirche ist ein manipulierbares Instrument und wird von der Presse manipuliert, von einer Presse, die in Italien zu 90% unter laizistischem und antikatholischen Einfluss steht.
So stehen wir dem Paradoxon, daß die laizistische Mentalität sich zur Herrin in unserem Haus aufschwingt gegenüber und die vorgibt, zu entscheiden, wer die wahren Rechtgläubigen sind, welches die Heterodoxen, welches die richtige Position ist und welche die des Hl. Vaters, weil jeder von ihnen behauptet oder davon spricht, beim Papst eine Sonderstellung zu haben. Deshalb erleben wir machtlos eine demütigende Manipulation, die den Glauben unseres Volkes herabwürdigt.
Unser Volk besitzt eine reale und persönliche Glaubenserfahrung die nichts mit den Gedanken von Eugenio Scalfari und anderen gemeinsam hat.

Diese (die Medien) können Instrumente der Bestärkung sein, aber der Dialog, wie Benedikt XVI mehrmals während der Synode zur Evangelisation sagte, ist Ausdruck einer starken Identität. Nicht stark an Mitteln sondern stark an Argumenten. Hat man eine starke Identität, ist es klar, daß diese einen in Widerspruch zu Menschen, Situationen, Bedingungen, Problemen bringt und ermüdet,  wenn man in einen Dialog mit Menschen eintritt, die eine andere Überzeugung haben.
Gibt es keine Identität, ist der Dialog eine Illusion. Der Dialog ist die Folge einer Identität, sie kann nicht sein Ziel sein. Das Ziel ist die Evangelisierung."

Dienstag, 16. Dezember 2014

Das Video zum Tage:

Soviele Bananen und keiner rutscht aus - na ja sind ja wahrscheinlich auch keine Katholiken

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn

Weiter sagte Jesus: 

"Ein Mann hatte zwei Söhne.
12Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf. 13Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. 14Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land und es ging ihm sehr schlecht. 15Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. 16Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon. 17Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen und ich komme hier vor Hunger um. 18Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. 19Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner. 20Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. 21Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. 22Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand und zieht ihm Schuhe an. 23Bringt das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. 24Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern. 25Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. 26Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. 27Der Knecht antwortete:

Mit Leib und Seele: Münchner Rokoko, der himmlische Rausch

Seit 12. Dezember kann man in der Münchner Kunsthalle in der Theatinerstraße eine Ausstellung anschauen, die man lt. Aussage des Leiters Roger Diederen in den nächsten 50 Jahren so nicht mehr sehen wird. In Zusammmenarbeit mit dem Erzbistum München und Freising ist es gelungen, diese einzigartige Ausstellung zusammenzustellen. Viele Figuren, stehen normalerweise in den Münchner Kirchen, andere entstammen dem Museum der Erzdiözese.
Aber so zum Greifen nah sieht man sie selten. Ein Muss also für alle, die sich an Putten, Heiligenfiguren, Engeln und reichverzierten Christus- und Marienfiguren nicht sattsehen können.
Interessant, die Aussage im Text des BR-Films: Das Rokoko diente auch dazu, dass die Kirche sich mit diesen Blicken in den Himmel und viel Protz und Prunk gegen die Aufklärung durchsetzen und die Menschen für die Kirche zurückgewinnen wollen. Noch interessanter, dass die sich heute wundern, dass die Menschen die Kirche in Scharen verlassen, wenn sie ihre heiligen Messen in unheiligen Garagenkirchen feiern müssen.
Der Film des BR ist ein einziges Fest für die Sinne:




Montag, 15. Dezember 2014

Frankreich: Großwildjagd auf "zu katholische" Bischöfe


       Großwildjagd auf "zu katholische" Bischöfe in Frankreich
Messa in latino hat diesen Beitrag von "nocristianofobia." veröffentlicht und ein Bild seltsamer Vorkommnisse in den französischen Diözesen gezeichnet, wo nach Art schönster Gesinnungsschnüffelei diffamiert und denunziert wird:
Adressat der Denunziationen: Papst Franziskus. Erfolg: die gewünschte Reaktion.   klicken

"Und nicht nur in Frankreich. Man denke an das auf Msgr. Olivero eröffnete Feuer- provoziert von Priester-"Raben"  (ein Wort das uns aus der Vatileaksaffäre noch wohlbekannt ist) seiner eigenen Diözese.
Vorwärts also Msgr. LeVert, Castet und Aillet: ihr seid auf rechte Weise katholische Bischöfe!
"Selig seid ihr, wenn sie euch um meinetwillen schmähen und verfolgen und euch alles lügnerische nachsagen. Freut euch und jubelt, den euer Lohn ist groß im Himmel."  (Matth.5, 11)
Quelle: Roberto, Messa in Latino

Daß in der Kirche ein "progressistischer Flügel" existiert und agiert ist nicht nur ein Etikett, eine Redensart, sondern Realität: deren Existenz zu kodifizieren, hat sich der Papst selbst bei der Synode bemüht. Und es ist genau dieser Teil des "Gottesvolkes", der hauptsächlich seine Stimme erhebt, auch in den sozialen Netzwerken zu Wort meldet und sich sowohl von der Hierarchie als auch aus anderen Sphären besser verstanden, betreut, beschützt und zuletzt ermutigt fühlt.

So scheint in Frankreich die Jagd auf die Feinde des Modernismus, besonders in Gestalt der Bischöfe, eröffnet zu sein: Msgr. Le Vert, dessen Kopf viele wollten, gezwungen, sich zurückzuziehen, durch den auf ihn vom postkonziliären Fundamentalisten, Msgr. Castet, abgefeuerten Schuss. und jetzt der Bischof von Lescar-Oloron-Bayonne, Msgr. Marc Aillet, gegen den sich die liberalste Front der Diözese erhoben hat, wie die Wochenzeitung Sud Ouest erklärt.

Im Sommer konstituierte sich die aus cirka 150 Personen bestehende Gruppe " Ergreifen wir in der Kirche das Wort" und traf sich, um ein aus 21 Punkten und Beschwerden bestehendes Manifest aufzusetzen, das denen, die es interessierte, unterbreitet wurde.

Fuchs, Du hast die Gans (nicht) gestohlen ...

.... oder was passiert, wenn der Mensch zu viel Naturschutz betreibt ...





Noch ein Fundstück

Es ist selten in diesen Tagen, dass ein bekannter Journalist einmal aus der Phalanx seiner Kollegen ausbricht und einen Kommentar schreibt, der die augenblickliche Situation der Medien im aktuellen politischen Umfeld ungeschminkt und sprachlich so brillant darstellt. Ein twitter-Kommentator meinte dazu, das sei wie wenn einer nach langer Zeit einmal ein Fenster aufmacht und tüchtig durchlüftet.

Dieser Kommentar von Roland Tichy auf seinem Blog "Tichy's Einblick" dürfte wohl der derzeit meistverlinkte Artikel sein.
Klicken - es lohnt sich.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Ein Fundstück Joseph Ratzinger: "Die Seele Europas" Für Menschenwürde, Ehe und Familie und das Heilige

Irgendwie ist ein alter Artikel aus dem Jahre 2005 wieder aufgetaucht, der zunächst in der Süddeutschen Zeitung abgedruckt war, und in dem sich der damals noch Kardinal seiende Josef Ratzinger mit der Lage in Europa auseinandersetzt.
Der vollständige Artikel kann hier, bei Zenit, gelesen werden .
Zunächst konstatiert der Kardinal das, was mittlerweile die Spatzen von den Dächern pfeifen und was allem Kindergeld und allen Krippen, Horten und Elterngeld zum Trotz (mich wundert es ja nicht, verstärkt all das ja die Tendenz, das Kinder was lästiges sind, aber darum geht es grad nicht) nicht besser wird, indem er schreibt:

 Es gibt in Europa eine seltsame Unlust an der Zukunft. Am deutlichsten ist dies daran zu erkennen, dass Kinder als Bedrohung der Gegenwart angesehen werden; sie werden weithin nicht als Hoffnung, sondern als Grenze der Gegenwart empfunden. Europa scheint ausgerechnet in der Stunde seines äußersten Erfolgs von innen her leer geworden, gleichsam von einer lebensbedrohenden Kreislaufkrise gelähmt, auf Transplantate angewiesen. Diesem inneren Absterben der tragenden seelischen Kräfte entspricht es, dass auch ethnisch Europa auf dem Weg der Verabschiedung begriffen erscheint.


Ein bisserl Nostalgie - zum Genießen.

Sonntag - Gaudete am 16. Dezember 2012.

Papst Benedikt XVI betete den Angelus und segnete die Bambinelli.




Der Heilige Phillip Neri zum Tage, oder besser kann man den Widerspruch zwischen Welt und Gott nicht darstellen

Bei meinem Verdauungsspaziergang durchs Internet, bin ich via Demut jetzt auf die Seite des Oratoriums Phillip Neri gestoßen, und dort auf den Spruch Phillip Neris zum heutigen Tage, der da lautet:

Wenn ein Mensch irgend etwas kaufen will, sollte er es nicht aus Anhänglichkeit zu dem Ding tun, sondern weil er es braucht oder notwendig hat. Es ist nicht gut, Anhänglichkeiten zu kaufen.

Ein auf den ersten Blick harmloser Spruch, der sich so richtig gut anhört.
Aber wenn man den Spruch etwas abklopft lässt er sich dahingehend zusammenfassen, dass unsere Wirtschaft bestimmt nicht funktionieren würde, wenn unsere Welt etwas christlicher im Sinne Phillip Neri's wäre.

Samstag, 13. Dezember 2014

Franziskus-Effekt, wie ihn Pietro De Marco sieht


"DER FRANZISKUS EFFEKT:  "DEMOKRATISCHE  TYRANNEI" GEGEN ANDERSDENKENDE"
"Ich habe den Text erhalten"-schreibt Sandro Magister -"und veröffentliche ihn. Der Autor ist emeritierter Professor für Religionssoziologie an der Universität Florenz und der Theologischen Fakultät von Zentral-Italien."   Hier geht´s zum Original:    klicken

                 "Das Klima des Pontifikates ist eine neue Lust am Knüppel."

von Pietro De Marco

"Sie haben mir diesen Fall vor kurzem erzählt, der für das Klima, das zur Zeit in der Katholischen Kirche herrscht, bezeichnend ist: ein historischer Verein in Florenz- hat vor einigen Monaten-Mitglieder rausgeworfen, weil sie Papst Bergoglio kritisert hatten.
Wie es aussieht, sind die Beweise dafür aus den sozialen Netzwerken durchgesickert, wo sie ihren Dissenz offen ausgesprochen und herausgeschrien hatten. Ein Rauswurf ohne Prozess, ohne Erwiderungsmöglichkeit, der auf Artikeln der Vereinsstatuten basierte, zu denen die Beschuldigten keinen Zugang hatten.

Auch aus anderen Gebieten der Toskana kommen Zeichen der Bereitschaft, Sanktionen gegen das Festhalten an der Tradition zu verhängen. Aktionen, die in der Vergangenheit niemals gegen Ideen und Verhaltensweisen verhängt wurden, die sich wirklich gegen die Institution richteten, wenn nicht sogar umstürzlerisch gegen Ritus und Dogma. Wer in der Kirche gelebt hat, erinnert sich an die verdeckte- über Jahrzehnte dauernde -Feindseligkeit gegenüber der Person von Papa Wojtyla oder Papst Ratzinger, an die Toleranz der katholischen Autoritäten (wenn es sich um Bischöfe oder Führer laikaler Vereinigungen handelte) dafür, die sich formal Rom angeglichen hatten.
Einzigartig ist, daß so eine -damals unbewaffnete-Angleichung, sich heute in einer "dolchbewehrten" Verteidigung des regierenden Papstes manifestiert, nur um orthodoxe Umfelder und Persönlichkeiten zu strafen. Diese schwerwiegenden Fälle -nicht weniger auch die kleinen -werden von Papst Franziskus legitimiert

Natürlich wird-wie bei jeder Unterdrückung, die respektiert wird, keiner "ausgestoßen". Diejenigen, sagt man, haben sich schon selbst entfernt, es ist unwichtig ( wenn nicht erschwerend) daß sie in ihrer Polemik gegen die flüssige Religiosität, die Predigten, Praxis und die katholische Ethik durchdringt, opponieren,

Es ist ein mächtig Ding ....

... das Gold, das Gold!



Manchmal kann so ein kleiner Scherz ja voller Wahrheit sein.

Nachdem man sich nach der Bischofssynode und dem Auftritt der Beteiligten aus Deutschland ja besonders im europäischen Ausland über die "Deutsche Kirchensteuer" echauffiert hatte, haben wir natürlich einen kurzen Beitrag darüber machen müssen ... Heinrich Haffenloher mit Geldkoffer, der einem kleinen Journalisten mal zeigen wollte, dass eben jeder käuflich ist. Wir hätten ja nie gedacht, dass es in der Kirche tatsächlich so zugeht ... ist doch Demut und Bescheidenheit gerade sehr angesagt in Rom.
Aber wie man hier lesen kann, ist das wohl nur die Außenfassade, um den Medien etwas vorzugaukeln.
Denn Pater Hagenkord bestätigt:  "..Der Münchner Oberhirte profitiere dabei von seinen Erfahrungen mit der institutionalisierten deutschen Kirche, die über viel Geld und Mitarbeiter verfüge. Diese Praxiserfahrung „wird er einbringen und auf die wird sicherlich der Papst vor allen Dingen hören..“.
Jede Satire hat eben auch ein Stückchen Wahrheit. Aber bei den Wahrheiten, die uns da derzeit so peu à peu aus Rom überbracht werden, fällt es schwer, das noch als Satire zu übertreffen ....

Freitag, 12. Dezember 2014

Fundstück

Elsa veröffentlicht heute einen Beitrag des Historikers Michael Heesemann, der einer Rede des Düsseldorfer Bürgermeisters die historischen Fakten entgegensetzt. Ein Klasse-Beitrag in diesen Zeiten.

Unbedingt lesen: Klicken!

Weihnachten mit 2 Päpsten, noch ein Interview


Ignazio Ingrao hat für "Il mio Papa" ein auführliches Interview mit Erzbischof Georg Gänswein geführt.
Hier geht´s zum Original:  klicken
                    (credits: Getty Images)
                    "Mein Weihnachten mit zwei Päpsten"
"Die Geschichte hat ihn gerufen, ein entscheidender und diskreter Zeuge nie zuvor erlebter Ereignisse zu sein. Zuerst der untreue Majordomus, der Dokumente von Schreibtisch des Papstes stahl, um sie der Presse zu übergeben. Dann der Rücktritt Benedikts XVI. Danach die Wahl des argentinischen Papstes. Die Koexistenz zweier Päpste im Vatican. Und er ist die "rechte Hand" beider geworden.
Wir sprechen von Msgr. Georg Gänswein, vor 58 Jahren in einer kleinen Stadt im Schwarzwald (Riedern am Wald, Erzdiözese Freiburg) geboren, der, ohne es zu wollen, vor den Kameraobjektiven der ganzen Welt landete.

Für die Presse ist er Pater Georg, der schöne Sekretär von Papst Benedikt XVI, der George Clooney der Kurie. Bewundert und begehrt von allen Frauen. 
Es genügt, ein wenig mit ihm zu sprechen, um feststellen zu können, wie weit er von diesem Stereotyp entfernt ist. Unerreichbar für die Sirenen der Mondänität, streng mit sich selbst, lebt Don Georg Kirche als einen Dienst und die letzten Jahre haben auch ihn mit schwerem Leid gezeichnet, wegen all dessen, was Papst Ratzinger passierte. Er empfängt uns ( Il mio Papa) in einem Salon neben seinem Büro in der Präfektur des Päpstlichen Hauses.

Es ist das Herz der ausgeklügelten und komplexen Maschinerie der Papstaudienzen, Besuche der Staatschefs, des Protokolls, diplomatischer Begegnungen. Die Kreuzung, die Zutritt zum Pontifex verschafft. Eine enorme Arbeit, die mit Takt und Diskretion ausgeführt werden muß. Eine vertrauensvolle Arbeit. An die sich abends sein alter Dienst als Sekretär von Benedikt XVI anschließt, der im Kloster Mater Ecclesiae auf dem Vaticanischen Hügel residiert. Franziskus lächelt uns aus einem Bilderrahmen an der Wand zu. An einer anderen Wand ein wunderbares mittelalterliches Triptychon mit der Hl. Jungfrau und dem Kind : wirkungsvolle Synthese dessen, was die römische Kurie ist, wo Vergangenheit und Zukunft harmonisch zusammenwirken, wo Tradition und Reform zusammen gehören."

Frage:  "Exzellenz, am letzten Sonntag war Adventsbeginn. Was empfehlen Sie den Lesern von "Il mio Papa", um sich am besten auf Weihnachten vorzubereiten?"

Antwort: "Der Advent ist eine Vorbereitungszeit. Sie hat keinen Wert an sich sondern durch die Beziehung zu einem Ziel. Dem Ziel, das wir ansteuern: die Geburt des Herrn gut zu leben. Aber wir sind nicht aus reinem Geist gemacht, wir sind Menschen aus Fleisch und Blut.
Deswegen ist es wichtig in diesen Wochen, die Weihnachten vorangehen, 2 oder 3 konkrete Punkte festzuhalten, die wir verbessern oder ändern wollen.
Zuerst-würde ich sagen- der inneren Stille mehr Zeit zu geben. Uns etwas mehr Zeit vorzubehalten für Gebete oder die Lektüre der Hl. Schrift. Gute Werke tun, jemanden begleiten, der Hilfe braucht, einen Kranken besuchen, etwas von sich selbst denen zu geben, die bedürftig sind, dort um Verzeihung zu bitten, wo wir geirrt haben."

Frage: "In Italien, aber nicht nur, ist dieses Weihnachten ein schwieriges, mit vielen wirtschaftlichen Problemen. Bedeutet das, dass es vor allem im Zeichen der Armut gelebt werden muß?"

Antwort:  "Der weihnachtliche Geist ist ein Geist der Dankbarkeit und Hoffnung. Aber Vorsicht: es ist nicht so, daß die Situation an einem anderem Ort oder in einer anderen Zeit besser war, Ich will sagen, es gibt immer ein konkretes Bedürfnis, eine versteckte Armut, wo man helfen kann, eine Einsamkeit, ein Schmerz, der Trost verlangt. Weihnachten schenkt uns den Mut, die Niederlage zu aktzeptieren: die Freude das Kind Jesus zu finden, den Herrn, der zu uns kommt-in allen Situationen, mit denen wir konfrontiert sind."

Frage: "Wie feiert Papst Franzisksus Weihnachten?"

Antwort: "Ich muß zugeben, daß ich die persönlichen Weihnachtstraditionen von Papst Franziskus nicht kenne. Wir wissen, daß er ein Mann des Gebetes ist. Das zeigt er uns jeden Tag. Deshalb denke ich, daß er Weihnachten noch mehr Zeit suchen wird, dem Herrn zu begegnen, mehr Gelegenheiten der Sammlung. Dabei sind die schönen und nährenden Liturgien eine Hilfe."

Frage: "Und Papst Benedikt XVI, wie wird er die Feiertage verbringen?"

Antwort: "Papst Benedikt empfindet die Weihnachtszeit sehr stark. Da ist zunächts die reiche Liturgie, die die Tage charakterisiert und den Gebeten eine spezielle Note gibt. Jetzt hat er auch mehr Zeit, um über das Geheimnis der Geburt des Herrn zu meditieren,"