Freitag, 28. Februar 2014

Heute vor einem Jahr, Teil 3

Abschied von den Einwohnern Castelgandolfos



" Danke, von Herzen Danke!  Liebe Freunde, ich bin glücklich bei Euch sein zu können, umgeben von der Schönheit der Schöpfung und Eurer Sympathie, die mir sehr gut tut, von Eurer Freundschaft und Eurer Liebe. Ihr wißt , daß mein heutiger Tag sich von den vorherigen unterscheidet, ich bin nicht mehr der Summus Pontifex der Kirche, ich bin nur noch ein einfacher Pilger der die letzte Etappe seiner Pilgerschaft auf dieser Erde beginnt.
Aber ich will noch mit meinem Herzen, meiner Liebe, mit meinem Gebet und meinen Gedanken mit all meinen innere Kräften für das Wohl aller und das der Kirche arbeiten-ich fühle mich durch Eure Sympathie sehr gestärkt, gehen wir gemeinsam mit dem Herren vorwärts für das allgemeine Wohl und das Wohl der Kirche. " Es folgen der Segen und der Danke an alle.  " Grazie a voi tutti, buona notte!"

Um Punkt 20:00 Uhr wurde das Portal des Apostolischen Palastes von Castelgandolfo geschlossen und begann die Sedisvakanz

  

Heute vor einem Jahr , Teil 2

                 Abschied aus dem Vatican und Helicopterflug nach Castelgandolfo






Heute vor einem Jahr

Der Abschied von den Kardinälen :




Danke gleichfalls!

Der Tweet zum Tage: 28. Februar 2013





Donnerstag, 27. Februar 2014

Weil sie keine Kirchensteuer zahlen wollten...

haben die Dietfurter im Altmühltal den "Chinesenfasching" erfunden. Er erstand aus einer Anekdote:

Der Bischof von Eichstätt schickte einst seinen Kämmerer nach Dietfurt, damit er dort die Steuern eintreibe. Die Dietfurter ließen ihn aber nicht durch die Stadttore, deshalb berichtete der Kämmerer dem Bischof, die Dietfurter würden sich verschanzen, wie die Chinesen hinter ihrer Mauer. 

Und heute wurde dort zum 60. Mal der Chinesenfasching gefeiert. Der BR hat noch mehr Infos.

Und wer mitmachen will ... hier gibt's die "Bauanleitung" für ein echtes Chinesenmadl:





Außer Spesen nichts gewesen, oder der Steuerzahler hat's ja?!?

Wie wir gleich am Anfang teils wütend beschimpft, weil wir so einen definitiv bösen, superbösen Menschen verteidigen, vermutet haben ist nun hochrichterlich bestätigt.
Es liegen keine Beweise dafür vor, dass Christian Wulff sich von irgendwem eine goldene Badewanne und diamantenbesetzte Pantoffeln (oder waren es eigentlich immer nur ein Paar Weißwürschte auf dem Oktoberfest) hat bezahlen lassen, damit dieser dann den Auftrag für ein Bushäuschen in einem Kuhdorf in Niedersachsen erhält.
Man lese, wenn man es nicht glaubt (und man glaube mir, dass es mich langsam nervt, die Cassandra vom Dienst zu sein) hier und hier
Recht  hat jedoch der Präfekt der Glaubenskongregation Müller gehabt der, man lese hier nach, bereits am 14.12. 2013 lt. Radio Vatikan  sagte 
Wer nur ein wenig Gerechtigkeitssinn hat, kann den juristischen und finanziellen Aufwand um 700 Euro nicht verstehen“,  „Es ist auch nicht zu tolerieren, dass Personen in ihrer Menschenwürde so verletzt und gekränkt werden dürfen, besonders wenn die Vorwürfe gar nicht bewiesen sind“, 
Man könnte sich nun beruhigt zurücklegen, weil nach langem Hin und Her die Gerechtigkeit doch noch gesiegt hat, wenn nicht ein schaler Geschmack blieb und niemand aber auch niemand von den Verleumdern, der genau Wissenden was für ein bösen, böser Mensch dieser Christan Wulff doch ist, dafür nun bezahlen muss; wenn niemand aber auch niemand auf die Idee kommt, dass nun der Herr Gauck eigentlich zurücktreten müsse und man den Christian Wulff feierlich wieder ins ein Amt einführen müsse, dann ja dann bleibt die bittere Erkenntnis:

Grazie Benedetto!


Mittwoch, 26. Februar 2014

Hellau!, oder der Träger des Ordens wider den tierischen Ernst übt schon mal ne Büttenrede

Via eines katholischen Internetmagazins erfahren wir, der Kardinal Lehmann sei mit dem Papst Aufzug gefahren, finde ich nett, wobei ich bislang nicht wusste, dass das soooooo außergewöhnlich ist, ging ich doch davon aus, dass Papst und Regierungsmannschaft,. welche ja die Kardinäle sind, schon öfter was miteinander zu tun haben  und sich kennen.
Auf jeden Fall findet sich im Bericht des Meeenzer Kardinals folgender Satz:
 der Papst habe sofort gesehen, «dass wir Kardinäle eine ganz internationale Truppe sind
Nee ehrlich kann ich da nur sagen, dass hat der Papst vorher nicht gewusst, dass die Kardinäle eine ganz internationale Truppe sind?
Sind bislang die Päpste davon ausgegangen, dass die Kardinäle, (wer ernennt die? und wer überreicht denen die Ernennungsurkunde? Der Hausmeister? der Chef der Schweizer Garde? der Devotioanlienverkäufer in den Kolonnaden? ) lauter Italiener oder lauter Polen oder ausschließlich Deutsche sind?

Naja der Kardinal Lehmann ist ja Meenzer, und dieses Statement bedarf einfach eines Narrhallamarsches. Hellau!
Und noch ein Hintertreppenwitz, wie man hier auf dem eingetteten Video sehen kann ist der Komponist des Narrhallamarsches, ein Herr Zulehner.

Mei, is des herzig:

"Neeeeeiiiiinnnn ich will nicht  Papst werden...."







Kinder eben - so sind sie ... einfach zum freuen.

Letzte Generalaudienz des Pontifikates

Am 27.2. 2013 waren auch wir auf dem Petersplatz und werden die Atmosphäre, die mit Händen greifbaren Emotionen, die über den Platz dem Pontifex zuströmende Liebe nie vergessen.

Teil I




Teil II



die Begrüßung der deutschen Pilger beginnt bei Minute 7:02.


Und weil's so schön war, hier noch mal die Links zu unseren "Live-Artikeln" zur letzten Generalaudienz:
"Die Bayernhymne auf dem Petersplatz"
"Questa Fortuna"


Dienstag, 25. Februar 2014

Sahnehäubchen

Ein kleiner Nachtrag zum Konsistorium am Samstag.
Wem es geht wie uns - wir können uns an den schönen Bildern aus Rom gar nicht satt sehen -
hier noch ein Bericht des Münchner Merkur. Wenn man etwas nach unten scrollt, kann man eine Bildergalerie anklicken, die zeigt, wie herzlich Benedetto von den anwesenden und neuen Kardinälen begrüßt wird.

Wirklich - die Freude des Tages!

Watschn für den Intrigantenstadl?

Am letzten Wochenende durften wir in Rom wahrhaft große Momente erleben:

Die Bilder gingen um die Welt und es gab wohl keine Nachrichtensendung und auch keine Zeitung, die nicht über das Konsistorium und die Anwesenheit von Papst Benedikt berichtet hätte.

Weltweit war die Begegnung von Papst Franziskus mit dem emeritierten Papst Benedikt das Bild des Tages... Wie schön!

In einem Kurzinterview mit dem BR betonte der frisch kreierte Kardinal Müller dann auch, wie sehr er sich darüber gefreut hat, dass sein Vor-Vorgänger im Amt des Präfekten der Glaubenskongregation bei diesem wichtigen Ereignis dabei war.

Anschließend wurde gefeiert - im Garten des Sant Uffizio. Und diese Feier wollen wir nutzen, für ein bisschen Spekalatius - weil uns doch einiges seltsam erscheint ...

Wie sich inzwischen herumgesprochen hat, waren bei der Feier die beiden deutschen Bischöfe Mixa (vormals Augsburg) und Tebartz-van Elst (Limburg) anwesend. Was von den bekannten Medien mit einigen Irritationen bedacht wurde.
Hier ist eine umfassende Bildergalerie des Wochenblattes mit 96 Bildern und man kann sich darüber freuen, in welch gelassener Atmosphäre dort alle gefeiert haben.

Inzwischen berichtet u.a. die Mittelbayerische Zeitung, dass Kardinal Müller heute morgen mit seinen Gästen am Altar der Kathedra Petri eine heilige Messe feierten, bei der die Bischöfe Mixa, Tebartz-van Elst und Voderholzer (Regensburg) konzelebrierten.


Montag, 24. Februar 2014

Qualitätsjournalismus oder Abenteuer in Rom

Die Sensation von Rom war wohl nicht das Konsistorium und auch nicht die Tatsache, dass Papa emerito Benedikt dem Konsistorium beiwohnte.
Offensichtlich war man in der Medienlandschaft echt geschockt, dass der Bischof von Limburg nicht nur beim feierlichen Konsitorium im Petersdom anwesend war. Er war auch Gast bei der anschließenden Feier im Garten der Glaubenskongregation, wie z.B. hier ausführlich berichtet wird.

Besonders glücklich wähnte sich der Vertreter von n-tv, Peter Gümpel, dem es sogar gelang ein gemeinsames Bild mit dem Limburger Bischof zu schießen.
Die Freude darüber muss ihn wirklich überwältigt haben, denn in seinem Bericht zeigt er ganz eindeutig, dass er nicht mehr wusste, wo er sich überhaupt befand .... Er berichtet nämlich von einer Feier im Garten der deutschen Botschaft beim Vatikan.

Wir fragen uns jetzt, was ist mit dem Mann passiert? Konnte der Limburger Bischof den Geist des Reporters derart verwirren (man sagt ihm ja so vieles nach). Oder war er mit ihm Verlies der Inquisition, wo der Reporter beim Anblick der Folterinstrumente seine Orientierung verlor?
War's vielleicht doch nur das starke Regensburger oder Weltenburger Bier, von dem der Reporter etwas zu viel erwischt hatte, so dass er am Ende nicht mehr wusste, wo er war?

Vielleicht gab's aber auch im Garten der deutschen Botschaft eine Parallelveranstaltung, auf der zur Belustigung der deutschen Qualitätsjournalisten die Doppelgänger der prominenten Gäste incl. des neuen Kardinals anwesend waren ...

Wir werden es wohl nie erfahren.

Matussek trifft mit Worten

Der Mann gehört geklont, denn von seiner Qualität brauchen wir eine ganze Menge.

Vor ca. 1 Woche schrieb Matthias Matussek einen Artikel in WOn, in dem er sich der diversen Bildungspläne, insbesondere in BW annahm.
Das kam - wir können es uns denken, bei seinen Kollegen nicht so gut an. Die finden das nämlich gar nicht gut, wenn jemand eine andere Meinung hat als sie selbst. Und schon wurde mit vereinten Kräften verbal auf Matussek eingedroschen.
Doch - so kennen wir ihn - Matthias Matussek hat sich nicht weggeduckt, sondern adäquat geantwortet.
Die Artikel hier und hier bieten hohes Lesevergnügen, sowohl von Inhalt als auch Sprachqualität.

Da wird wohl einigen MSM-Schreibern die Luft weggeblieben sein. Und wir können nur hoffen, dass die  Krankenhäuser etwas Kapazität vorhalten können, um die daraus folgenden Ohnmachten schnell zu behandeln. Denn nicht nur Matussek hält ihnen den Spiegel vor: heute ist ja das neue Sarrazin-Buch erschienen, der wohl auch die Medienhetzmeute ordentlich abwatscht. Und wenn sie dann Mitte April gerade wieder normalen Puls haben, wird "Deutschland von Sinnen" erscheinen, das neue Buch von Akif Pirincci, das alleine bei Frau C.R. den Taschentuchverbrauch in ungeahnte Höhen treiben wird.

Antonio Socci: Zwei Päpste im Petersdom, ein in 2000 Jahren Kirchengeschichte nie zuvor gesehenes Ereignis

 Auf seinem blog "Il Straniero" schreibt A. Socci diesen interessanten Beitrag :

"In der 2000 Jährigen Geschichte der Kirche hat keiner jemals zuvor in Sankt Peter zwei Päpste gemeinsam gesehen, die sich wie Brüder umarmen. Das ist während des Konsistoriums passiert, an dem teilzunehmen Franziskus Papa em. Benedetto XVI einlud.
Franziskus hat die Eingangsprozesssion verlassen, um ihn zu begrüßen ( danach wieder beim Auszug aus der Basilika, um sich ihm zuzuwenden und einige Worte zu wechseln).
Es ist das dritte mal, daß die Medien ihre Umarmung unsterblich machen- zuerst im letzten März, in Castelgandolfo, dann in den Vaticanischen Gärten bei der Segnung der Statue des Erzengels Michael.

Sie sind sich auch zu anderen Gelegenheiten begegnet und sie treffen sich privat zum Essen- weit entfernt von den Journalisten.
Aber gestern- das war ein besonderer Fall, weil es sich um eine feierliche, öffentliche Zeremonie in der Petersbasilika handelte. Es war ein höchst wichtiges Kirchenereignis, weil es sich um die Kreierung von 19 neuen Kardinälen handelte.
Deshalb hatte die Teilnahme Papa Ratzingers eine besondere Bedeutung: es ist das erste mal, seit dem Tag seines Rücktritts, daß er an einer öffentlichen offiziellen Zeremonie teilnahm.
Doppelt bedeutsam war seine gestrige Anwesenheit, weil die Kirche gestern das Fest der Kathedra Petri, also das Fest des Papsttums, feierte.

DAS GEHEIMNIS DES RÜCKTRITTS

Bevor man sich fragt, was dieses Konsistorium der beiden Päpste ( wie es sofort definiert wurde) bedeutet, muß man feststellen, daß Benedikt XVI in guter körperlicher Verfassung erschienen ist.
Über seine  intellektuelle Kraft gibt es keine Zweifel, und wer sie hatte, der sah sie sich im letzten September angesichts der formidablen Antwort, die Ratzinger auf das Buch von Piergiorgio Oddifreddi gegeben hat, zerstreuen.
Eine öffentliche Antwort in der er- mit seiner bekannten Höflichkeit- ihm eine wahre Lektion erteilte.
Wenn man zu den Seiten des Briefes zurückkehrt, kann man feststellen, daß Ratzinger nicht nur die klarste ( und rechtgläubige) Intelligenz der Kirche besitzt sondern auch zu den erleuchteten Geistern unserer Epoche gehört.
Deshalb bringt die Feststellung, daß er in guter körperlicher Verfassung und von perfekter intellektueller Klarheit ist wieder tausend Fragen zu den Motiven seines Rücktritts zurück.
Tatsächlich haben alle Päpste der vergangenen Jahrhunderte die letzten Jahre ihres Pontifikates unter den durch ihr fortgeschrittenes Alter sehr verminderten Kräften gelitten ( es genügt, sich an den großen Johannes Paul  II zu erinnern, der die letzte Phase seines Petrusdienstes zu einem Zeugnis des Kreuzes machte)

So ist dieser "Rückzug" eines Papstes wie Benedetto XVI,  der im Großen und Ganzen gesund und von perfekter Effizienz ist, unerklärlich.
Zieht man den erbarmungslosen Krieg in Betracht, der ihm - auch innerhalb der Kurie und der Kirche- seit seiner Wahl 2005 -erklärt und bereitet wurde, ist es legitim, zu argwöhnen, daß es äußeren Druck gab, der ihn zum Rückzug zwang. Oder auch, daß Bedingungen geschaffen worden sind, die ihm einen Stoß zu diesem Schritt versetzten.


Vorgestern im Petersdom

Ein kleiner Nachtrag zum Konsistorium

                     

Sonntag, 23. Februar 2014

Am 24.2.2013 der letzte Angelus

Vor einem Jahr erschien Papst Benedikt XVI zum letzten mal am berühmten Fenster in der Tertia Loggia des Apostolischen Palastes, um mit den auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen den Angelus zu beten.
Noch einmal legte er das Tagesevangelium aus:  die Transfiguration Jesu Christi, die geschah während ER betete. Hatte ER vorher den Jüngern seinen Tod und seine Auferstehung angekündigt, so ließ ER jetzt Jacobus, Petrus und Johannes eine Vorwegnahme seiner kommenden Glorie sehen. Daß als Vertreter des Gesetzes und des Alten Bundes Moses und Elias bei IHM stehen, bedeutet, daß auch der Alte Bund, das Gesetz und der Exodus ins Gelobte Land auf die Vollendung durch Christus hin ausgerichtet waren. Wie schon bei der Taufe  im Jordan erklingt die Stimme des Vaters: dies ist mein auserwählter Sohn, auf IHN sollt ihr hören.
"Auch das christliche  Leben ist ein beständiges Gehen auf den Berg, zum Gebet und der inneren Zwiesprache mit Gott, um dann wieder herabzusteigen und den Menschen das Wort Gottes zu bringen.
Heute nun ruft mich der Herr zu sich auf den Berg,(....) damit ich künftig der Kirche so dienen kann, wie es meinem fortgeschrittenen Alter und meinen Kräften entspricht."
Die Grüße an die deutschsprachigen Pilger ab Minute 8:53

Samstag, 22. Februar 2014

Reform im Sinne König Théodens? Ja, bitte!

Vorhin  haben meine Leut sich den dritten Teil von "Herr der Ringe" zu Gemüte zugeführt und das Ganze, um zu rechtfertigen, warum man am helllichten Samstagnachmittag vor der Glotze hängt, auf Englisch mit englischen Untertiteln "weißt du das ist gut, für den Englischunterricht!"
Auf jeden Fall, als ich ins Wohnzimmer kam, traf gerade König Théoden mit seinen Rohirrim am Schlachtfeld vor Minas Thirith ein.
Als die Orks und Olifanten die Reihen der Rohirrim angriffen und selbige in Unordnung gerieten, ritt König Théoden an der Front entlang und rief immer dasselbe "re-form the line" "re-form the line"...
Und plötzlich ging mir auf, was der ursprüngliche, eigentliche Sinn des Wortes Reform ist:
Die Form wieder herstellen, also einen schlechten aktuellen Zustand wieder in der früheren, besseren Form wieder herstellen!
Jawohl ich bin auch für Reform, Wiederherstellung einer echten Verehrung und Wertschätzung der Familie, der Eucharistie, der Priester! Widerherstellung einer anständigen, feierlichen, würdigen Feier der Liturgie!
Wiederherstellung des Beichtsakramentes! Wiederherstellung der christlichen Ehe, als Sakrament das Gott gestiftet hat zur gegenseitigen Heiligung und zur Zeugung und Erziehung von Kindern! Wiederherstellung der feierlichen Ausübung des Papstamtes! Und Reform der bischöflichen Kleiderordnung, also her mit der cappa magna!

19 neue Kardinäle und eine große Freude

Hier gibt es nochmal ein kurzes Video mit der Zusammenfassung des Konsistoriums



Inzwischen gibt es weitere Berichte aus Rom:
Radio Vatikan berichtet vom Empfang, den Gerhard Ludwig Kardinal Müller nach dem Ende des Konsistoriums gegeben hat. Bayerisch zünftig ging's zu in den Räumen und im Garten des Sitzes der Glaubenskongregation. Darüber hatten wir ja schon vor einigen Tagen einen kurzen Beitrag. Und wir geben's zu, was die Gästeliste angeht, lagen wir wohl etwas daneben, denn unter den Gästen waren u.a. auch die deutschen Kardinäle Joachim Meisner und Paul Josef Cordes, der Schriftsteller Martin Mosebach, der frühere Augsburger Bischof Walter Mixa und der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst.

Hoffen wir, dass das bayerische Fernsehen auch hier mit Kamera und Mikrofon dabei war und dass es noch das eine oder andere Video vom Empfang gibt.

Werfen wir vorab mal einen kurzen Blick auf die Titularkirche des neuen Kardinals:

Parione - s Agnese in Agone 1020587
Die Kirche Sant'Agnese in Agone a Piazza Navona ...
ein Schmuckstück des Barock ...
Quelle: 
Lalupa via Wikimedia commons


Parione - s Agnese in Agone interno 1020592
Ein Prachtbau - auch innen
Quelle: Lalupa via Wikimedia commons

Das feierliche Konsistorium in voller Länge!

Wunderschöne, erfreuliche Bilder aus rom!

Und hier ist das erste Video

Der Tweet des Tages

Ohne Worte - einfach nur genießen ...

Frühlings- und andere Gefühle

Sind wir unbemerkt in die präkonziliären Zeit der 60-er Jahre zurück gekehrt ?
Wenn  ältere Herren in die Jahre kommen, werden sie manchmal von Gefühlswallungen oder auch mal von einem Dejà vu überrascht. Die einen glauben den zweiten Frühling zu erleben, eine zweite Jugend gar und wenn sie Purpurträger sind, so wie Kardinal Kasper, dann kann es auch mal ein Zweites-Vaticanisches-Konzils-Gefühl sein, das ihnen einen Streich spielt. Genau das überkam ihn beim derzeitigen Konsistorium in Rom, da sangen die Vöglein, der Tiber floß so mild daher, die Sonne wärmte die alten Knochen und da war es: das hat er schon einmal erlebt, der Genius Loci tut das Seine: er erkennt blitzartig, die Kirche befindet sich wieder in der Situation wie vor Beginn des II. Vaticanums- nur diesmal muß es gelingen!
Diesmal muß die Kirche zuverlässig und dauerhaft auf´s weltgefällige Zeitgeistgleis gesetzt werden, die Lehre, die nicht mehr ins Heute paßt- wann hätte sie das je?- muß nun endlich drangegeben und den Bedürfnissen des modernen, geschieden-wiederverheirateten Menschen angepaßt werden.
Dass da die Bibel stellenweise mal kurz umgeschrieben werden müßte- nun der Mensch wächst mit seinen Aufgaben. Am, Besten gleich beginnen und zwar mit der Genesis. Mit Verboten erreicht man in der Pastoral gar nichts, hätte Gott doch wissen können. Also in der Neufassung: kein diskriminierendes Verbot vom Baum der Erkenntnis zu essen, dem Bedürfnis Adams und Evas Raum geben, natürlich auch keine Strafe, ebenso wenig für die Schlange, die schließlich nur ihrem Gewissen gefolgt ist....da ist viel zu tun- bis hin zu Jesu Christi Rede von den Ehebrechern. Der hatte einfach keinen rechten Durchblick, was eine zünftige Patchworkfamilie als allererstes und auch eigentlich einziges braucht: den Zugang zum Sakrament der Eucharistie. Als Rechtsanspruch.
Gleich nach dem Umschreiben der Hl. Schrift, wird sich unser ehemaliger Kurienkardinal sicher an die Änderung der Lehre, des Kirchenrechts, insbesondere  der Sakramentenlehre machen. Welches der 10 Gebote dann als nächstes als unzeitgemäß fällt, wird man sehen. Das 5.?, das 6.? oder das 3.?
Wir bedanken uns für den Einblick, den uns der Kardinal in seine 60-er Jahre Nostalgie gewährt hat. Danke, Danke!

Freitag, 21. Februar 2014

Papst Paul VI : Wunder anerkannt

Im laufenden Seligsprechungsverfahren für Papst Paul VI hatte Papa em. Benedetto ihm am 20.12.2012 den Heroischen Tugendgrad zuerkannt.
Die Kongregation für die Heiligsprechungen gab nun bekannt, daß die Heilung eines Kindes durch die medizinische Kommission unter der Leitung von Professor Patrizio Polisca als das zur Seligsprechung noch fehlende Wunder bezeichnet und von den Konsultoren des Seligsprechungsverfahrens anerkannt wurde.
Postulator Pater Antonio Marrazzo hatte unter 3 Vorschlägen- passend zur Theologie und der Verteidigung des werdenden Lebens-den Fall eines gesund geborenen Kindes ausgewählt, bei dem während der Schwangerschaft schwerste zerebrale Mißbildung und Schäden diagnostiziert wurden. Die Ärzte rieten der jungen werdenden Mutter -als einzigen Ausweg- zur Abtreibung. Diese lehnte das ab und wandte sich direkt an Papst Paul VI mit der Bitte, für sie und ihr Kind bei der Hl. Jungfrau und bei Gott im Gebet zu "intervenieren", was dieser ihr zusagte.
Das Kind wurde gesund geboren, ist gesund aufgewachsen und wies auch bei Untersuchungen im Erwachsenenalter keinerlei Gehirnschädigungen auf.
Dieses Wunder geschah in der Zeit, in der die Enzyklika Humanae Vita geschrieben und veröffentlicht wurde.

Quelle:  VaticanInsider/La Stampa    klicken

Fundstück des Tages

Es passiert ja eher selten, dass sich englische Wirtschaftsmagazine den Kopf über unsere Kirche zerbrechen .... Aber der POY hat da wohl Türen geöffnet ...

Deshalb erklärt jetzt der "Economist" seinen Lesern, was es so mit den katholischen Kardinälen auf sich hat:

"They will be addressed as “Eminence” and often described as “princes of the Church.” This is no idle flattery: Pope Urban VIII decreed in 1630 that their secular rank was equivalent to that of a prince."

Aah, das entlockte mir dann doch ein Lächeln. Und den Rest kann man sich denken ... oder einfach mal bei Alipius gucken!

Wie leere ich eine Kirche?

Neulich  waren wir mal wieder "vor Ort" in der Messe.
Das wir das selten tun, hat eine Reihe von Gründen, zu denen auch eine gewisse Bequemlichkeit gehört.
So hat  man superintelligent und immer bestreben die Menschen dort abzuholen wo sie nun mal sind, und ihnen ständig entgegen zukommen, die Gottesdienstzeit auf 9 Uhr verlegt um das auch für die Jugend, die ja niiiiiie Samstag abends weggeht, attraktiv zu machen. (ist ironisch gemeint)
Das ist zwar nicht der alleinige Grund, würde ich durchaus Samstag halt etwas früher ins Bett gehen, wenn, ja wenn ich mich nicht immer so furchtbar ärgern müsste.
Auf jeden Fall, als ich vor 25 Jahren wieder anfing, an Gott zu denken und mich auf den Weg zur örtlichen Kirche machte, da gab es eine Vorabendmesse und 2 Sonntagsmessen und wenn auch die erste
Sonntagsmesse  um 8:30 Uhr  reichlich  schwach besucht war, so war sie doch so gut besucht, wie heutzutage die einzige Sonntagsmesse, die es noch gibt.
Gut, der Niedergang hat diverse Gründe, die ich gar nicht aufdröseln will, aber auffällig ist, mit dem  Priestermangel hat es wohl nix zu tun, eher mit dem Nichtwahrhabenwollen der Abstimmung mit den Füßen, sprich einem Gläubigenmangel.
Der alter Pfarrer war als stockkonservativ verschrien, das war er auch in der Tat und es lässt sich nicht leugnen, einigen war das überhaupt nicht recht, die sind dann woanders hingegangen.
Jedoch sind diese Leute damals ebenfalls jeden Sonntag zur Kirche gegangen. 
Diese Leute wurden immer ins Feld geführt, wenn all die stockkonservativen Errungenschaften (wobei das ja eigentlich das falsche Wort ist, richtiger wäre wohl Beibehaltenschaften oder sowas) Stück für Stück "rückgebaut " wurden.
Zunächst kamen auch all die "woandershingehenden" Pfarreiangehörigen wieder, jedoch, als sich dann herausstellte bei uns ist es jetzt so wie überall, sind diese Leute einfach Sonntags zuhause geblieben, weil es ja nun nichts mehr gab wogegen man protestieren konnte, oder so.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Mensch oder Nicht-Mensch, das ist hier die Frage.

Letztes Wochenende hatte ich mal wieder Besuch aus der protestantischen Provinz. Das sind alles liebe und nette Menschen und ich freu mich immer, wenn sie mal kommen. Es war ein schönes Wochenende, zumal ja auch das Wetter gehalten hat, was uns versprochen wurde.
Aber wie's halt so ist mit den Protestanten, für die Kirche und für unseren Glauben haben die sich nie besonders interessiert - und verstehen tun sie's auch nicht. Und wir haben auch genügend andere Gesprächsthemen, so dass das bisher nie wichtig war.

Protestanten beschäftigen sich ja normalerweise nicht mit uns - wenn man mal davon absieht, dass sie gerne auf die Katholiken herabsehen, weil der bessere Mensch ist nun mal Protestant. Und wir sind ja so altmodisch usw. Doch diesmal war alles anders. Seitdem Papst Franziskus hin und wieder mal die Schlagzeilen beherrscht, kennen ihn auch die Protestanten - und es wundert uns nicht, sie sind ganz begeistert von diesem Papst. Nun muss ich aber anfügen, dass meine Verwandten nun ihr Wissen nicht aus den herkömmlichen Magazinen wie Spiegel oder Focus, Stern etc. haben. So was lesen die von Haus aus nicht. Die sitzen - wie schon vor aller Ewigkeit abends um 8:00 vor dem Fernseher und gucken die Tagesschau oder wenn das Abendessen vorher fertig ist, auch schon heute, danach folgen die regionalen News aus der Hessenschau usw., bis es dann wieder mit dem heutejournal und den Tagesthemen weitergeht...

Früher war alles besser ...

... da hat der Peter Maffay einfach nur gesungen .... und war mit tollen Liedern Dauergast in den Hitparaden




Und jetzt plaudert er über Gott und die Welt .... also ehrlich: Singen kann er besser!

Mittwoch, 19. Februar 2014

Apologetik oder ein frischer Zweig aus dem abgehauenen Baumstumpf Volkskirche

Einer meiner Lieblingspadres irischer Nationalität pflegt zu sagen:
Der Unterschied zwischen den Deutschen und den Iren ist: Die Deutschen sagen "die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos" und meinen das eher so, dass es eher auch noch hoffnungslos ist, während die Iren sagen "die Lage ist hoffnungslos, aber das ist nichts Ernstes", und es auch so meinen.
Auf jeden Fall bin ich Deutsche und daher denke ich, dass die Lage der Kirche in Deutschland ernst und fast hoffnungslos ist.
Ich bin mal im zeitigen Frühjahr immer an einem frisch abgehauenen Baum vorbeigekommen, und es hat mich immer fasziniert, wie sehr dieser Baum noch geblüht hat, jedoch eben keine Frucht mehr entwickelt hat und immer war er mir ein Symbol für die Kirche in Deutschland.
Wie sagte mein alter Pfarrer, R.I.P., mal ganz knapp im privaten Gespräch, "Die Volkskirche ist am Ende. Punkt."
Nur war es wie bei dem abgehauenen Baum, man konnte immer noch argumentieren, "Nee, nee, da sind ja noch Blüten und  frische Blätter" sprich sich im Brustton der Überzeugung, als Beschwichtigungshofrat von St. Kamillentee gebärden.
Nun, man hört von diesen Herrschaften  schon länger nix mehr, mittlerweile hat es sich auch in das behäbige Ordinariat herumgesprochen, dass wir ein Problem haben und die vor ca. 10 Jahren mit großen Getöse und der Beteuerung besagter Hofräte, dass das diiiiiiiiie große Chance sei, weil ja Aufbruch im Umbruch, zum Durchbruch aus der Krise, die ja immer und immer und immer nur diiiiie Chance ist, eingeführten Seelsorgeeinheiten, es  auch nicht rausgerissen haben, weil wir ja mittlerweile schon  zu den Superseelsorgeeinheiten fortgeschritten sind.

Ich persönlich bin schon der Ansicht, dass Gott auch einen Ausweg aus dem gegenwärtigen innerkirchlichen Schlamassel hat, nur bin ich a) der Ansicht das ist, wie alle Wege Gottes, ein Kreuzweg, und b) Gott eröffnet uns diesen Weg erst dann, wenn wir anfangen einzusehen, dass wir uns verrannt haben, und c) solange wir Gott in jeder Fürbitte versichern, dass wir genau  wissen, was zu tun ist  und er uns gefälligst dazu zu segnen hat, wird er genau das tun und uns weiter auf unserem breiten Weg, des "wir wollen so sein wie alle Welt" laufen lassen.

Um aber wieder zu meinem Baum zurückzukommen, aus dem Stumpf, wuchsen, lange, gagelige schwache Triebe, die kamen mir immer vor, wie die neuen Bewegungen, Gemeinschaften und Initiativen.
Ich kenne die Kritik an selbigen  und teile sie teilweise auch,  jedoch kommt mir viel Kritik vor wie jemand, der die Schösslinge  mit dem gefällten Stamm vergleicht und im Grunde nicht realisiert, dass der Stamm halt gefällt ist.
Wobei auch hier festzustellen, ist, die jungen Priester, sind meist sehr konservativ, was ja auch nicht verwundert, wachsen sie doch aus dem Wurzelstock heraus.

Interview

Erzbischof Gänswein im Interview mit dem italienischen Fernsehsender Rai 1

                   

"Als sich das Tor des Apostolischen Palastes schloss- zeigte das auch symbolisch das Ende des Pontifikates an, eines nicht so kurzes, eines sehr bedeutenden und eindrucksvollen Pontifikates"....
Kardinal Sodano verabschiedet sich im Namen des Kardinalskollegiums mit den Worten: "Bleiben wir uns nah und segnen Sie uns"
Der Interviewer fragt, ob der Mißbrauchsskandal, die damit verbundene oftmals so heftige wie ungerechte Kritik an der Person des Pontifex eine Rolle bei seiner Entscheidung gespielt habe, ob er sich verraten gefühlt habe.
EB Gänswein antwortet. daß es wahr ist, daß der  Papst sich aus Altersgründen zu schwach fühlte, das Pontifikat weiter zu führen, daß es nicht wahr ist, daß er geflohen sei.
Dann sprechen sie über den letzten Tag, den 28.2., den bewegenden Abschied aus dem Vatican, wo er die Tränen nicht zurückhalten konnte, den unvergeßlichen Hubschrauberflug über Rom nach Castel Gandolfo, bei dem kaum gesprochen worden sei, es habe ein beredtes Schweigen geherrscht, auch als sie im Inneren das Apostolischen Palastes das Schließen des Portales hörten, sei kein Wort gefallen, es habe keine adäquaten Worte gegeben.
Gleich nach seiner Wahl habe Papst Franziskus, als er im Gehorsam schwor, gefragt, wie es dem Emeritus gehe und gesagt, er wolle mit ihm sprechen, er solle das bitte vermitteln. (....)
Auf die Frage, wie Papa Benedetto die Tage im Kloster Mater Ecclesiae verbringt, berichtet der Erzbischof u.a. von den täglichen Spaziergängen, bei denen sich ihnen oftmals die vaticanischen Katzen anschließen. Diese seien aber nicht die Katzen des Papstes sondern freie Katzen, das würden sie, die kommen und gehen wie es ihnen passe, auch immer wieder klar erkennen lassen.

Mut in schweren und dunklen Zeiten

Dafür gilt besonders hier in München der selige Pater Rupert Mayer als Vorbild.
Er war einer der 9.000 Priester, die auch zu Zeiten des Nazi-Terrors fest im Glauben standen und danach handelten.
Derzeit entsteht in München ein Film über das Leben und Wirken des Jesuiten-Paters.



Der Film kommt Anfang März in die Kinos. Ich freu mich drauf.

Schön, dass ausgerechnet in diesen Zeiten, wo sich viele Kirchenmänner schon vor Negativschlagzeilen in den MSM fürchten einmal nachverfolgt werden kann,  wie wichtig ein Leben und Handeln nach dem Glauben gerade in schwierigen Zeiten ist.

Dienstag, 18. Februar 2014

Heute vor 450 Jahren

am 18. Februar 1564 starb in Rom einer der Größten:  Michelangelo.

Bis wenige Stunden vor seinem Tod-auch die Nacht hindurch- hatte der 79-Jährige an seiner Pietà Rondanini gearbeitet, während Rom den Karneval feierte.

                                 File:Pieta Rondanini.jpg
                                 Quelle: wikicommons

3 Pietàs hat er in seinem künstlerisch so fruchtbaren Leben geschaffen, im jugendlichen Alter von 24 Jahren die Pietà des Petersdomes, mit reifen Alter, 50 jährig die Florentiner Pietà und im Alter die Rondanini Pietà, die heute in Mailand im Museum Castello Sforzesco steht.
Dabei sollte man auch die wunderbare Marmorplastik Maria mit dem vor ihr stehenden, kleinen Jesusknaben, nicht vergessen, das die Bürger von Brügge für ihren Liebfrauendom beim Meister bestellten, bezahlten und das heute in Brügge steht.
Rom kann aber als Mittelpunkt seines Schaffensraumes betrachtet werden, allein dort finden sich Kuppel, Tambour und Vierung des Petersdomes, die Fresken der Sixtinischen Kapelle-an Decke und Altarwand, das Jüngste Gericht, das er zwischen seinem 60. und 65. Lebensjahr schuf, das Grabmal Papst Julius´ II, mit dem Moses, den Auferstandenen Christus in Santa Maria Sopra Minerva und den Kapitolsplatz als Gesamtkunstwerk.
Der 1475 in Caprese geborene Michelangelo Buonarotti, genialer Bildhauer, genialer Maler und genialer Architekt ist als die Inkarnation eines Renaissancekünstlers in die Geschichte eingegangen.

Eine neue, ganz besondere Perle

Es vergehen ja nur wenige Tage, an denen wir nicht mit einer Perle aus der pontifikalen Wundertüte überrascht werden. Als Frohbotschaft aus dem Kirchenstaat oder der Casa Santa Marta wird uns nun stolz, vor allem aber bis ins kleinste Detail ( wg. der Bescheidenheit & Demut) ausgeschmückt, berichtet, der Bischof von Rom habe seinen argentinischen Paß erneuern lassen,- und oh stupor mundi!- habe zu diesem Zweck ein Digitalfoto, das in 15 ( in Worten fünfzehn für die Annalen des Vaticanischen Archivs) Minuten fertig war (revolutionär) anfertigen lassen und verzichte- obwohl Staatsoberhaupt und Bürger des Kirchenstaates- auf seinen vaticanischen Paß.
Er wolle in aller Demut- so hören wir- seine apostolischen Reisen um die Welt als argentinischer Privatmann in Weiß, namens Jorge M. Bergoglio, antreten.
Vorsichtshalber sollte er aber seinen Diplomatenpass doch mitnehmen, wenn er beispielsweise nach Großbritannien reist, sonst könnte dem Paradeatheisten R.Dawkins doch gelingen, was ihm bei Papst Benedikt XVI verwehrt war- ihn verhaften zu lassen.

Kirchenrechtler und Kenner der Verfaßtheit des Kirchenstaates und des Italien-Vatican-Konkordates bitte nach vorn: wie ist dieser spektakuläre ( natürlich, was auch sonst!) Schritt rechtlich zu bewerten und was bedeutet er in der Konsequenz ?

Quelle: VaticanInsider  Titel "Ich will als Argentinier reisen"   klicken

Montag, 17. Februar 2014

Für die Modeliebhaber

und alle, die nicht von ihrer Modefixierung lassen wollen oder können, selbst Renaissanceprinzen und -prinzessinnen und Barockfürsten -und fürstinnen dürfen sich dieses kleine Video zum Thema anschauen.  

       

es stammt von hier:    klicken

Samthandschuhe oder Boxhandschuhe ... Der Duft des kleinen Unterschieds

Hättest Du mal mitgemacht, wär Dir nix passiert.
So dachten viele in Deutschland in den dunkelsten aller Zeiten zwischen 1933 und und 1945, und noch bis 1989 im Osten. Wer immer schön dem Mainstream folgt, der hat nichts zu befürchten.
Besonders, wenn er zu den "Guten" gehört.
Und richtig schön kann man das immer wieder in den Kommentaren des SZ-Chefredakteurs Heribert P. verfolgen, so wie in den letzten Tagen. Und heute hat er uns wieder einmal einen Unschuldsengel geschenkt!
Wie wunderbar! Ein modernes Märchen nimmt seinen Lauf:

Es war einmal ein SPD-Politiker, der ganz hoch hinaus wollte. Deren gibt es viele, aber es gibt auch ein paar besondere. Ein politisches Amt hatte er angestrebt - obwohl er sich denken konnte, dass seine dunklen Neigungen seiner Karriere nicht allzu förderlich sind. Ja, er hoffte, dass er die Unterstützung der Medien bekommen würde und sah sich gar schon auf einem Ministersessel.
So weit so gut. Doch dann wollte es das böse Schicksal ganz anders. Bevor er auf dem Ministersessel Platz nehmen konnte schlug es gnadenlos zu. Seine "Kindergeschichten" kamen an die Öffentlichkeit und das war dann doch nicht so appetitlich. Sollte man meinen.
Aber die gute Fee meinte es wohl gut mit ihm. Sie schickte ihm ein paar Helferlein. Einer davon heißt Heribert P. und ist seines Zeichens Chefaufklärer des angesagtesten Märchenblattes der Stadt. Und der tat sein bestes und konnte dem in Bedrängnis geratenen auch sofort unter die Arme greifen. Wir lesen und hören plötzlich so seltsame Worte wie "Unschuldsvermutung" und der Herr P. schreibt wörtlich:
"Zum Kern der Sache: Edathy hat kein Haus angezündet. Er hat auch nicht im Suff einen Menschen totgefahren. Edathy hat kein Verbrechen begangen. Nach allem, was bekannt ist, ist das, was er getan hat, womöglich gar nicht strafbar. Aber das entlastet ihn nicht. Was hat er getan? Er hat sich Filme schicken lassen, auf denen Minderjährige nackt zu sehen sind. Die Darstellungen liegen unter der Strafbarkeitsschwelle, sagt das Bundeskriminalamt; dann kann Edathy kein Beschuldigter sein."

Tiefer, schlimmer, heuchlerischer- oder Ablenkung tut not.

Tiefer, schlimmer, heuchlerischer: das ist der antiolympische Geist, der sich augenscheinlich so mancher deutschen Redaktion bemächtigt hat. Zum Wettbewerb angemeldet haben sich u.a. die SZ, der Spiegel und die FAZ -womit wir die heißen Favoriten auf die Goldmedaille schon genannt haben.
Warum präsentieren sie uns in edlem Wettstreit eine neue Höchstleitung in der Heuchel-Manipulations-kombination?
Warum muß just jetzt die causa Limburg erneut instrumentalisiert werden, warum müssen jetzt angeblich aus dem Abschlussbericht der DBK "durchgesickerte" neue Vorwürfe gegen ihr Lieblingsjagdziel Bischof Tebartz van Elst hochgejazzt, manipuliert und veröffentlicht werden? Der habe angeblich ruhende Stiftungsgelder, die für "die Armen" (wir sind zu Tränen gerührt) gedacht gewesen seien, für die Bauausgaben verwendet. Mit vielen Konjunktiven.
Warum also diese neue Attacke? Nun, Ablenkung tut not!
Auf  Biegen und Brechen muß der Herr Edathy aus dem Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit genommen werden- und dafür genügen jetzt keine Beschwichtigungen mehr,  nachdem der untersuchende Staatsanwalt öffentlich verkündete, der SPD-Mann, Vorsitzender des Gutmenschenflügels- und somit erklärter Liebling unserer Kombattanten- habe seit 2005 bei dem inkriminierten kanadischen Anbieter Fotos und Filme unbekleideter Jungen im präpubertären Alter gekauft. Jetzt sind große Geschütze gefragt. Und was bietet sich da -jedenfalls für die o.g. wie von selbst an?
Eine weitere Runde konzertierten Schlammwerfens, an-den-Pranger-Stellens ihres Lieblingsopfers.
Etliche Zusatzpunkte für Heuchelei und Doppelmoral kann sich die SZ auf´s Punktekonto schreiben, hat doch einer ihrer Reporter gestern in der Talkshow von Günther Jauch großes Mitgefühl für Herrn Edathy demonstriert, der Arme, der keine Straftat begangen habe ( weil der Erwerb besagter Fotos nicht so definiert wird) habe ins Ausland fliehen müssen und stehe vor den Scherben seiner Karriere und seines Lebens und in gekonnt larmoyantem Ton wiederholte er ein auf´s andere mal geradezu weinerlich: auch für Herrn Edathy muss die Unschuldsvermutung gelten.
Das war nun wirklich erstaunlich, gehörte dieser Rechtsbegriff doch bisher nicht ins Arsenal des Prantl-Journals. Wenn es da um Bischof Mixa oder den Limburger Bischof ging und geht- wurde er jedenfalls nie verwendet- man könnte sogar sagen, das Gegenteil war der Fall. Für beide galt da immer die Schuldvermutung.
Mit der Medaillenvergabe warten wir auf das Ende des Wettbewerbs.

Kardinal Ratzinger in "Zur Lage des Glaubens" zur Genderei

 Angeregt durch ein Twitter Gespräch, wo sich Leute überlegt haben, wo es hinführt die Genderei, und darauf gekommen sind, am Ende sind wir alle Gartenzwerge oder so, habe ich mich auf die Suche nach dem gemacht, was Kardinal Ratzinger im Gespräch mit Peter Seewald zum Thema gesagt hat.
Fündig geworden, bin ich zwar in meinem Bücherschrank, aber hier auf Seite 4, wo es zwar darum geht, warum es keine Frauenpriester in der katholischen Kirche geben kann, wird die entsprechende Passage aus "Zur Lage des Glaubens" abgedruckt, dessen Kernsätze lauten:

Gerade die Frau büßt am härtesten für die Folgen der Verworrenheit und der Oberflächlichkeit einer Kultur, die die Frucht männlicher Geisteshaltungen, männlicher Ideologien ist, die die Frau täuschen, sie zutiefst entwurzeln,aber vorgeben, sie befreien zu wollen... Auf den ersten Blick erscheinen die Forderungen des radikalen Feminismus nach einer totalen Gleichstellung von Mann und Frau äußerst edel und jedenfalls vollkommen einsichtig.

und dann beschreibt der gelehrte Kardinal die Haltung die uns heute als "Gender" überall entgegen brüllt, wie folgt:

 „Mann oder Frau? Das sind Fragen, die für einige bereits als überholt, sinnlos, wenn nicht gar als rassistisch gelten. Die Antwort des gängigen Konformismus lässt sich vorhersehen: Die Frage, ob männlich oder weiblich, ist von geringem Interesse, wir alle sind einfach Menschen. In Wirklichkeit ist das folgenschwer, auch wenn es zunächst sehr schön und großzügig erscheinen mag: Es bedeutet in der Tat, dass man nicht mehr von einem Verwurzeltsein der Geschlechtlichkeit in der Anthropologie ausgeht, und es bedeutet, dass das Geschlecht nur noch als beliebig austauschbare Rolle gesehen wird.

Sonntag, 16. Februar 2014

14.2.2013 Abschied vom römischen Klerus

 Am 14.2.2013 nahm Papst Benedikt XVI  in der Aula Paolo VI Abschied vom Klerus seiner Diözese

        

"Es ist eine Freude zu sehen, wie lebendig die Kirche Roms ist, daß sie einen wirklich universellen katholischen Klerus  hat, (....) daß die Kirche der Stadt Rom, die sich um das Grab des Apostels Petrus schart, robust ist, viele Berufungen hat."
Er habe in diesen bewegten Tagen nicht die Kraft und nicht die Zeit gehabt, eine große Rede vorzubereiten, es werde also statt dessen eine kleine Plauderei über das II.Vaticanische Konzil geben - frei vorgetragen

So erzählt er, wie nach dem von ihm, dem jüngsten Peritus, ausgearbeiteten Vortrag, den der Kölner Erzbischof beim Konzil gehalten hatte, Kardinal Frings zu Papst Johannes XXIII gerufen wurde. Der habe, als er sich vorbereitete und den Kardinalspurpur anlegte, zu seinem Sekretär gesagt:"vielleicht trage ich den Purpur heute zum letzten mal" , weil er fürchtete, zum Ärger des Papstes zu weit gegangen zu sein, vielleicht sogar aus den Rängen des Kardinalskollegiums ausgeschlossen zu werden. Es sei aber ganz anders gekommen, Papst Johannes XXIII habe ihm gedankt, der Kardinal habe seine Gedanken in Worte gefaßt-für die er selbst nicht gefunden habe.

17.2.2013

Der vorletzte Angelus des Pontifikates

         
"Die Fastenzeit ist immer auch ein Kampf. Ein Kampf gegen das Böse, weil der Geist des Bösen sich natürlich immer unserem Heiligwerden entgegenstellt und versucht uns vom Weg Gottes abzubringen."

Der Gruß an die deutschen Pilger:  ab Minute 9:29

Auf den Punkt gebracht

hat Kardinal Elio Sgreccia die Bedeutung, die das Kinder-Euthanasiegesetz Belgiens hat.  Er hat für dieses monströse Konstrukt den Ausdruck "Autogenozid" geprägt- den Völkerselbstmord, das den Selbstmord Europas beschleunigen werde. Und er urteilt, es sein kein Recht, was da im neuen Gesetz formuliert wurde, sondern das Ende des Rechts.
Europa haßt seine Kinder, es bedroht sie - so sie nicht von vornherein "verhütet" werden-vom Tag der Empfängnis an durch Abtreibung, PID, immer engmaschigeres Screening auf mögliche Fehler und Spätabtreibung und jetzt auch nach ihrer Geburt durch einen bei schweren Erkrankungen und Behinderungen allzeit drohenden "schönen" Tod aus der Hand des Arztes.
Dass jetzt versichert wird, der "schöne Tod" solle die ganz große Ausnahme bleiben, ist bestenfalls blauäugig, angesichts der Tatsache, daß sich in Belgien seit Legalisierung der Euthanasie für Erwachsene im Jahre 2002 die Zahl der jährlich durch aktive "Sterbehilfe" herbeigeführten Todesfälle verfünffacht hat.
Quelle: Tempi  klicken

up-date:
Der französische Philosoph und Ethik-Professor Jean Francois Mattei sagt in einem Le Figaro-Interview zum Thema:
"Wir sind in einer todbringenden Zivilisation, die unter dem Deckmantel des Humanismus und eines Humanitarismus gestörte, verstörende Individuen, Schwache und Kranke eliminieren will, weil die nicht den Kriterien eines liberalen Individuums genügen. Hinter alle dem verbirgt sich eine utilitaristische Perspektive, besonders in den Arbeiten des Australischen Philosophen Peter Singer entwickelt, der von Neugeborenen als "Nichtpersonen" und von Euthanasie und selbst vom Kindesmord ( Infantizid) an diesen "Überflüssigen" spricht. Jean Monod hatte das vorausgesehen.
Als er 1965 den Biologie-Nobelpreis erhielt, sagte er: "Die moderne Welt wird der Eugenik nicht entkommen."
Hier geht´s zum Interview :   klicken
Quelle Le Figaro

Samstag, 15. Februar 2014

Freuen wir uns über die guten Nachrichten

Wenn am 22. Februar die Heilige Messe mit der Erhebung der neuen Kardinäle beendet ist, darf im Palazzo del Sant’Uffizio gefeiert werden. Der Amtssitz des Präfekten der Glaubenskongregation wird aus diesem Anlass zu einer weißblauen "Partylocation": 
Der neu erhobene Kardinal Müller plant laut eines Artikels der Mittelbayerischen Zeitung ein zünftiges Bayerisches Grillfest. Den geladenen 600 bis 1000 Gästen werden bayerische Schmankerl serviert.  Backschinken in Honigkruste, Leberkäs, Bratwürstl und Halsgrat stehen auf der Speisekarte. Dazu gibt's Bier aus der Brauerei Bischofshof und "Weltenburger Barock Dunkel" aus dem Benediktinerkloster Weltenburg. Die Lieferanten aus der ehemaligen Diözese des künftigen Kardinals freuen sich sehr, dass sie zur Feier des Tages beitragen dürfen und sind schon eifrig mit Logistik und Vorbereitung beschäftigt.

Noch interessanter als die Speisekarte dürfte aber die Gästeliste für diese bayerische Feier sein.
Klatschen, tratschen und munkeln (auch wenn's grad nicht opportun ist) wir doch ein bisschen, wer wohl kommt und wer nicht ... 
Sicher werden viele Regensburger anreisen, um ihren ehemaligen Bischof nicht nur mit ihrem Gebet zu begleiten, sondern auch mit ihm zu feiern. Der Mainzer Kardinal wird seinem ehem. Studenten sicher auch gratulieren wollen ... aber wird sich auch der Münchner Kardinal blicken lassen? Zünftigem essen und trinken ist er ja nicht abgeneigt - aber das wenig flexible Umfeld ist ja wohl seine Sache nicht.

Entlassungswelle 2.0


Ein weiteres Opfer der Entlassungswelle: Dottore Dino Boffo, bis zum 14.2.2014 langjähriger Direktor der Fondazione communicazione e cultura della CEI ( CEI= ital. Bischofskonferenz).
Die erste Amtshandlung des kürzlich von Papst Franziskus zum Generalsekretär der CEI (unter Umgehung einer eigentlich vorgesehenen Wahl durch die Bischöfe) ernannten Nunzio Galatino, nachdem er am Vortag vom Pontifex empfangen worden war, war die Absetzung Dino Boffos am St.Valentinstag.
Weder der Vorsitzende der CEI Kardinal A. Bagnasco, Erzbischof von Genua noch sein Stellvertreter Kardinal G.Bassetti, Erzbischof von Perugia, waren an dieser Entscheidung beteiligt.
Vielleicht muß man diese Absetzung auch als Frucht der mit millionenschweren Honoraren erkauften Beratertätigkeit der derzeit im Vatican wirkenden Multi-Firmen à la Mc Kinsey ansehen.

Quelle:  L´Espresso, S.Magister   klicken

Laienstatement zur neuesten Stufe auf der Leiter nach unten

Ja sie haben es getan, die Belgier haben den nächsten Schritt auf dem Weg in die Kultur des Todes gesetzlich abgesegnet!
Vorhin hatte ich einen aufgeregten mailkontakt und davor diverse Telefonate, weil in der Schule im Rahmen einer Schulhofprügelei, eine Schürfwunde entstand.
Ja, davor müssen wir unsere Kinder schützen! und mein Satz "Kindheit ohne Schrammen ist keine" stößt immer mehr auf Widerspruch, genauso wie der von Chesterton, der Jungen beschreibt:  And I have found that by some primordial law they all tend to three things; to going about in threes; to having no apparent object in going about at all; and, almost invariably speaking, to suddenly attacking each other and equally suddenly desisting from the attack.(Chesterton Autobiografie 1. Kapitel)
Neulich hatte ich ein Gespräch mit einer jungen Dame aus der Verwandschaft über ihre berufliche Zukunft. Ich meinte, lern doch was vernünftiges, Krankenschwester, oder studier Medizin, krank werden die Leute immer, oder lern was Praktisches!
Naja sie träumte aber von einem Job wo sie als Frau Wichtig in der Weltgeschichte herumjetten könne, wobei ich mir nicht sicher bin, wie lange das alles noch gut geht, auf jeden Fall meinte sie dann total obercool, dass die Renten meiner Generation den Staat zu massiver Verschuldung bringen würde.
Ich meinte dann genauso obercool, dass der Staat ja schon längst verschuldet wäre und ich eh die ganze Diskussion um die Euthanasie und die Hospize als Theaterdonner empfände, weil ich denke, es läuft eh drauf raus, dass man in einigen Jahren ab, sagen wir mal 75, sowieso  keine Medikamente und Therapien mehr von der Kasse bezahlt kriegt, und statt dessen  ein paar Zyankalikapseln überreicht bekommt.
Wobei  ich allerdings  fürchte, es wird auf den Zwang hinauslaufen die Dinger auch zu schlucken!

Freitag, 14. Februar 2014

Entlassungswelle...

ist vielleicht ein großes Wort, wenn man bedenkt, daß Professor Roberto de Mattei, Kirchenhistoriker von Rang, erst (?) der Dritte innerhalb eines Dreivierteljahres vom Sender Radio Maria entlassene Mitarbeiter ist.
Vor ihm wurden Alessandro Gnocchi und Mario Palmaro, die wie er eine eigene Sendung bei Radio Maria betreuten, nach dem Artikel "Christus ist keine Option unter vielen, schon gar nicht für seinen Stellvertreter auf Erden. Warum uns dieser Papst nicht gefällt" in IlFoglio entfernt.
Bei allen wurde als Grund ihre kritische Haltung gegenüber Papst Franziskus, der angeblich Widerspruch und freie Diskussion schätzt, angegeben. Eine andere Seite des aktuellen Pontifikates mußten auch schon die FFI erleben und so nimmt es nicht wunder, daß auch der jetzt entlassene Roberto de Mattei zu den Verteidigern der Tradition der Römischen Kirche gehört-übrigens wie alle bisher auch offiziell aus ihren Ämtern entfernten oder in ihnen nicht bestätigten Vertreter des Klerus .
De Mattei hat bei Radio Maria jahrelang die Reihe "Christliche Wurzeln" gestaltet- unentgeltlich.
Nun versteckt sich der Leiter des Senders, Pater Livio Fazanga, in seiner Antwort auf die Nachfrage de Matteis zu den Entlassunsggründen hinter den Hörern, die hätten sich beschwert und ihn auf den bei Corrispondenza Romana veröffentlichten, inkriminierten Artikel "Motus in fine velocior" aufmerksam gemacht.
De Mattei schreibt an Pater Livio, er habe den Artikel daraufhin noch einmal überprüft und keinerlei Respektlosigkeit gegenüber Papst Franziskus entdecken können.
In "Motus in fine velocior" , der sich mit dem Rücktritt Papst Benedikts befaßt, nimmt der Geschichtsprofessor die antike These auf, daß sich am Ende einer Epoche das Tempo beschleunigt und untersucht das seit Februar 2013 vergangene Jahr unter diesem Aspekt.
Darauf folgte die sofortige Kündigung:
Hier kann man u.a. den Briefwechsel und den Text finden:     klicken 
hier geht´s direkt zur englischen Übersetzung von "Motus in fine velocior"     klicken

Diesen ins Englische übersetzten Satz mit dem de Mattei seinen Brief an Fanzaga, in dem er ihn warnt, der immer schneller werdende Wirbel der Ereignisse könne demnächst auch ihn und seinen Sender treffen, beendet,  wollen wir so übernehmen:
"May the Holy Spirit help me never to succumb to any pressure or flattery, and never cease to state the truth, and to state it as loud as the silence of those who should be giving voice to it."
Jetzt stellt sich eigentlich nur noch die Frage, ob auch Professor de Mattei einen Anruf aus Santa Marta erhält.

Quelle: Messa in Latino

EB Gänswein bei Radio Vatican zum 1. Jahrestag

Radio Vatican  und Vatican News.va  haben heute ein Interview mit EB Gänswein zum ersten Jahrestag des Papstrücktritts veröffentlicht     klicken

Zwar sei der 11.Februar 2014 ein Tag wie jeder andere gewesen, aber für alle, die den 11. Februar 2013 miterlebt hätten auch ein unvergeßlicher und historischer.
Papa emeritus Benedetto lebe zwar zurückgezogen aber nicht isoliert. Er empfange Besucher und führe eine lebhafte Korrespondenz, es kämen so viele Anfragen aus Italien und der ganzen Welt, daß es unmöglich sei, auch nur annäherungsweise für alle einen Besuchstermin zu organisieren.

Quelle: Radio Vaticana, news.va











 














Der Tweet zum Tage ...

... kommt diesmal von Kardinal Dolan:

Heiliger Valentin - Deine Geschichte berührt uns.

St-valentine-baptizing-st-lucilla-jacopo-bassano
Der heilige Valentin tauft die heilige Lucilla

Quelle: public domain via Wikimedia commons
Ich geb's zu, es ist mir nix eingefallen zum Tag des heiligen Valentin, dessen Fest fast schon an den Weihnachtsrummel erinnert.
Dann bin ich gerade auf eine Meldung aus New York gestoßen ... und das ist wirklich eine ganz großartige Geschichte:
"Der heilige Valentin bittet in einer berührenden Ansprache um die die Rückgabe seines Tages!
In einem bewegenden Auftritt in einer Morning Show des amerikanischen Fernsehens richtete der dem 3. Jhd. entstammende Heilige Valentin eine Bitte an die "Kidnapper seines Festes".
Valentin bat das Publikum unter Tränen, damit aufzuhören, Teddybären, herzförminge Ballons, überteuerte Blumen, Unterwäsche zu verschenken und dafür lieber Fürbitten zu ihm zu senden."

Den ausführlichen Bericht dazu gibt es hier.

Und ich kann dem heiligen Valentin da nur zustimmen. Denn heute morgen hatte der Kommerz, der im Namen des Heiligen an diesem Tag veranstaltet wird, auch mich überrannt...

Gegenspieler oder Mitarbeiter? EB Müller spricht Klartext.

In einem Interview, das er kathpress gab, betonte der Präfekt der Glaubenskongregation Erzbischof L. Müller wenige Tage bevor er am 22. Februar das Kardinalsbirett aus der Hand des Papstes empfangen wird, daß er nicht dessen konservativer Gegenspieler sei.
EB Müller wies zugleich auch Spekulationen zurück, der Pontifex stehe vielleicht in einigen moralischen Fragen nicht voll zur katholischen Lehre. Seine Lehre umfasse und enthalte den gesamten katholischen Glauben,"
Wochenlang waren sowohl in einigen Diözesen als auch in diversen Journalen diesbezüglich Phantasie-Szenarien konstruiert worden, an deren Bau sich auch einige Bischöfe beteiligten, die immer an ihren alten Glaubensbauplänen aus den 70-er Jahren hängen und die sie irrtümlicherweise für modern und zeitgemäß halten.

Hier geht´s zum kathpress-Text   klicken

Donnerstag, 13. Februar 2014

Sie haben es getan

Das belgische Parlament hat heute das Gesetz, das die aktive Sterbehilfe bei Kindern nach Vollendung des 1. Lebensjahres erlaubt, verabschiedet. Der Zusatz, wenn die Kinder dieses wünschten, führt sich jedenfalls bei den Kleinen wohl selbst ad absurdum. Niemand, der die Vorgehenweise zur scheibchenweise Einführung von Euthanasie am Anfang und Ende des Lebens, der zwangsweisen Implementierung der Kultur des Todes, verfolgt hat, wundert sich, daß die Debatte und Abstimmung mit den üblichen Propagandafilmen, -Videos und Fotos von Kindern, die unheilbar krank doch viel besser gestorben wären, hätte man sie rechtzeitig getötet.
Bevor das Gesetz rechtswirksam wird, muß der König es unterschreiben.
Eine Petition an den König der Belgier, Philippe, er möge das nicht tun, kann man hier unterschreiben:   hier geht´s zur Petition  klicken
Da hat sich seit dem Euthanasiepropaganda-Nazi-Film "Ich klage an"  von Wolfgang Liebeneiner nichts geändert, derlei Streifen werden jetzt bei internationalen Filmfestspielen preisgekrönt, Zuschauer und Kritiker weinen vereint über die starrsinnigen Verweigerer des instrumentalisierten Todes, der legalisierten Tötung durch Menschenhand und versichern treuherzig, daß eine Situation, in der solche Gesetze mißbraucht und zum Mordinstrument in den Händen Einzelner oder vieler würden, sicher nicht eintreten könne, oder? Und immer führen sie Worte wie Mitleid, Menschlichkeit, Barmherzigkeit im Munde, die sie sonst eher nicht verwenden, passen sie doch nicht ins moderne Bild, das der selbstbestimmte Mensch von sich selber hat.
Man nennt das auch einen Kulturbruch.
Und wir dürfen sicher sein, daß die beiden Euthanasieländer Belgien und die Niederlande nur die Vorreiterrolle für Reste-Europa übernommen haben.

Zwischendurch was für die Sinne: Bier vom "heiligen Berg"

Kein Klosterbier ist weltweit so gefragt, wie das "Andechser". Selbst in Russland und Japan wird es getrunken.

13.2.2013


Predigt zum Aschermittwoch 2013

         

Papa Benedetto beginnt seine Predigt damit, daß er das Heute mit dem Allezeit der römischen Kirche und ihrer ungebrochenen Tradition verbindet. Er sagt :
" Wir haben wieder den 40-tägigen Weg der Fastenzeit begonnen, der uns zur Freude, zum Pascha des Herrn, dem Sieg des Lebens über den Tod führt."
"Dem uralten römischen Brauch der Stationes Quaresimales folgend findet heute die erste Statio wie jeher in der Basilica di Santa Sabina auf dem Aventin statt." (.....)
"Wir haben in der Lesung gehört, was nach dem Propheten Joel der Herr zu seinem Volk sagt:  kehrt mit ganzem Herzen zu mir zurück.
Ist so eine Rückkehr möglich? Ja. Die Rückkehr mit ganzem Herzen geht vom Herzen Gottes aus, krfat seiner Barmherzigkeit und Großzügigkeit. Kehren auch wir Kraft unseres Glaubens zur Barmherzigkeit Gottes zurück.
Joel -in seinem Aufruf an das Volk- sagt : Gott ist barmherzig und mitleidig, von großer Liebe....zerreißt euer Herz, zerreißt nicht eure Kleider!"

La "génération réac"

oder wenn "alte Säcke", die sich durch ihren Ultra-Liberalismus ewige Jugend und ewiges Leben erworben zu haben glaubten, feststellen müssen, daß nachdem sie jahrzehntelang den Diskurs bestimmten und die einzig zugelassene ( was ja zu ihrem Lippenbekenntnis zum Liberalismus in krassem Widerspruch steht) Meinung beherrschten, feststellen müssen, daß eine junge Generation, den alles dominierenden und letztendlich entwertenden, zum Goldenen Kalb erhobenen Relativismus ablehnt und sich einer konservativen Interpretation des überkommenen Wertekanons zuwendet. Man ist beleidigt.
Da hilft den -insgeheim- ins Mark Getroffenen nur noch Spott und Abwertung, aber wohl auch nur ihnen.
So reagieren nun die von den Manif-pour-tous-Demos, deren Teilnehmer eben nicht die Großelterngeneration war ( die war auch vertreten) sondern die Jungen- unter ihnen von der ersten Stunde des Widerstandes an zu allem Überfluss auch noch viele überzeugte Katholiken- Überraschten mit hilfloser Polemik, die sie unter nicht wirklich gelungenen Witzigkeitsversuchen verbergen wollen.
Um ihr Up-to-date-sein zu beweisen haben sie die hippe Bezeichnung "génération réac"  erdacht, man sieht sie hier auf dem Titelblatt des Nouvel Observateur:                                    

die wird aber schnell zum positiven Markenzeichen werden, die Schlagworte der abgehalfterten Alles-ist-möglich-und alles ist-gut"-Generation schüchtern nur noch die wenigsten und Ängstlichsten ein. Die Waffe ist durch übermäßigen Gebrauch stumpf geworden.
Hier kann man mehr dazu lesen:       klicken
Freuen wir uns also über die Generation "réac" in Frankreich und hoffen auf Nachahmung bei uns. Unseren Nachbarn hat gerade ihr Präsident, Vorreiter der Familien-und Wertezerstörung, kleiner Möchtegern-Jakobiner und Revolutionsvollender- wohl unfreiwillig das negativste Beispiel für seine eigenen Überzeugungen gegeben.
  

Mittwoch, 12. Februar 2014

Ein Brief an Papst Franziskus

Gnocchi und Palmaro und Gleichgesinnte haben einen bei Il Foglio veröffentlichten Brief an Papst Franziskus geschrieben. Sie bitten den Pontifex, klar gegen die Erpressungsversuche rabiater Säkularisten, ihre Ideologie auch der Kirche aufzuzwingen, Stellung zu beziehen. Dabei beziehen sie sich auf den jüngst veröffentlichten UNO-Bericht zum Mißbrauch und seiner ( als mangelhaft gerügten) Prävention durch den Vatican und dessen alsbaldige Ausschlachtung durch die entsprechenden Lobbys und Interessengruppen.
hier die englische Version     klicken

Quelle: Il Foglio

Dienstag, 11. Februar 2014

11. 2. 2013 Blitz aus heiterem Himmel


          

Hommage

                   

                     

Chronik eines Rücktritts

Unter dem Titel: 
"Chronik eines Rücktritts , die Geheimnisträger des Papstes. Die Zeugen eines großen Abschieds. Vom Manuskript zum Staunen der Kardinäle. Die 24 Stunden, die die Kirche veränderten"
schreibt Gian Guido Vecchi  in Cronache/ Corriere Della Sera eine lesenswerte Beschreibung des bewegten Tages:     klicken

"Montag, 11. Februar 2013, Palazzo Apostolico.
Im dritten Stock steht Papst Benedikt XVI kurz nach 6:00 auf, um 6:50 verläßt er sein Zimmer, um vor dem Frühstück zur täglichen Feier der Hl. Messe mit der kleinen päpstlichen Familie, den Sekretären Georg Gänswein und Alfred Xuereb und den 4 Memores Loredana, Carmela, Cristina und Rossela, die den Haushalt führen, in die Privatkapelle zu gehen.
Um 9:00 betritt der Papst sein Arbeitszimmer. Alles geht seinen normalen täglichen Gang. In Rom kündigt sich ein Gewitter an, wenige Stunden später geht ein Foto um die Welt, das zeigt, wie ein Blitz in die Kuppel von Sankt Peter einschlägt. Von einem Blitz aus heiterem Himmel wird auch Kardinal Angelo Sodano, Dekan des Kardinalskollegiums, mit heiserer Stimme sprechen, der als Erster, nachdem Benedikt XVI um 11:41 seinen Rücktritt angekündigt hat, das Wort ergreift.
"Fratres carissimi, non solum propter tres canonizationes ad hoc consistorium vos convocavi, sed etiam ut vobis decisionem magni momenti pro Ecclesiae vita communicem...."
Der Papst hatte die Kardinäle zur Kanonisation der 183 Märtyrer von Otranto, die am 14. August 1480 von den Osmanen getötet worden warfen und zweier weiterer Seliger zusammen gerufen und fuhr unbeirrbar im Programm fort. Aber am Ende ergreift er noch einmal das Wort, zieht zwei Blätter hervor, um leise- fast flüsternd in die absolute Stille hinein vorzulesen.

"Geliebte Brüder, ich habe Euch zu diesem Konsistorium zusammengerufen- nicht nur wegen der Kanonisationen sondern auch, um Euch eine Entscheidung von großer Bedeutung für das Leben der Kirche mitzuteilen....."
Während Joseph Ratzinger seine Erklärunrg vorträgt, sind im 2. Stockwerk des Palastes, unter den unter den Fresken Raffaels aufgereiht sitzenden Kardinälen einige, die sich bestürzt ansehen und andere, die nicht begriffen haben " declaro me ministerio renuntiare" , der Biblist Gianfranco Ravasi  wird berichten, wie das zeige, daß die Kenntnis der Lateinsichen Sprache auch in der Kurie schwinde, oder vielleicht ist es nur die Ungläubigkeit: "aber, was hat er gesagt....?
Sodano spricht im Namen aller und interpretiert den Stupor aller, der wenig später den Planeten ergreift.
Der Kardinal ist einer der wenigen, der sich bewußt ist, was sich da vorbereitet.

Fratres carissimi



Wie ein Blitz aus heiterem Himmel trafen die am 11.2.2013  im Konsistoriumssaal versammelten Kardinäle die folgenden, am Ende des Konsistoriums von Papst Benedikt XVI mit leiser Stimme vorgetragenen Worte:

"Fratres carissimi, non solum propter tres canonizationes ad hoc consistorium vos convocavi, sed etiam ut vobis decisionem magni momenti pro Ecclesiae vita communicem...."  " declaro me ministerium renuntiare"

          


          

Der reale Blitz sollte am Ende des Tages folgen.

Miserere Mei, Deus




Herr erbarme Dich!

Montag, 10. Februar 2014

Licht und Finsternis, Hausfrauenphilosophie, oder als Papst Benedikt sich auf JPII berief

Es ist viel und Gutes über das Thema 'Christus, Licht der Welt' geschrieben worden und üblicherweise stellt man sich das mit dem 'Licht das aufleuchtet, um allen zu leuchten die in Finsternis sitzen' so ähnlich vor, wie einen Sonnenaufgang in einer wunderschönen Landschaft.
Und in der Tat sowas ist wunderschön, die Blätter und Blüten leuchten, das Meer, so vorhanden, ebenfalls, die Berge gewinnen Farbe und Form, alles glänzt und die Vögel jubilieren dazu.
Ein wunderbares Bild, ein faszinierendes Bild und ein verkehrtes Bild dazu.
Weil, wenden wir uns der Realität zu, da ist es üblicherweise schon so, dass es schön ist, wenn die Sonne aufgeht, aber das bedeutet auch aufstehen, an die Arbeit gehen, und all das sehen, was die Dunkelheit zugedeckt hat.

Also z.B. sehen, dass im Garten hinterm Haus, die Bagger zugange waren, weil die Wasserleitung neu verlegt werden musste, all den Dreck, die Unordnung und die viele Arbeit, die zu schaffen ist, wieder sehen.
Oder ein noch krasseres Bild, wer kennt das nicht, man hat gefetet, eventuell im eigenen Wohnzimmer oder auch in einem angemieteten Saal.
Schön wars, lustig, naja zuviel getrunken hat  man, und egal ob wilde Fete oder gesittetes Beisammensein für ältere Semester,  mit Häppchen, Champagner, und  Finger Food; es sieht am nächsten Morgen verheerend aus. Das ist nun  einerseits dem mehr oder wenige angeschlagenen Zustand geschuldet, andererseits aber auch dem Widerspruch zwischen der netten, oder ausgelassenen, gemütlichen (man setze das Adjektiv ein, das man selber mit einer gelungenen Party verbindet) und dem wegzuräumenden Dreck. Man sieht plötzlich das umgefallene Glas und die Spur, die der Inhalt hinterlassen hat, in der Küche vermischt sich der Duft von Zaziki Resten mit dem von Mousse au chocolat schwer unvorteilhaft und und und.

Und so ist es denke ich mit dem Licht Christi, man sieht in seinem Licht, im Grunde, den gefallenen Menschen, den, der das Paradies verspielt hat und jetzt sich trotz Herbiziden und Vollerntern immer noch mit den Disteln und Dornen herumschlagenden Menschen, auch, die Frauen, knabbern, trotz Emanzipation und Gendermainstream immer  noch, oder bei Licht betrachtet, gerade deshalb, an dem Fluch, der sich in Genesis 3 nachlesen lässt.

Fundstück des Tages

Das Pastoralbingo . Wo? bei catholicism-wow. Hier   klicken   und zum Vergrößern auf das Bild klicken.
Das Pastoralbingo wird für eine erhebliche Erleichterung der Pastoral sorgen und ist außerdem viel praktikabler als ein Gummiwurstabstimmungsmarathon nach Freiburger Muster- und überdies CO2-neutraler.
Quelle: catholicism wow

75. Todestag

Heute vor 75 Jahren, am 10.2.1939, starb Papst Pius XI
Kurz vorher, auf die Nachricht hin, der Pontifex schreibe an einer Enzyklika, in der der Faschismus, der Antisemitismus und die aus Deutschland übernommenen Gesetze, die Juden in Italien rechtlos machten, hatte Mussolini Papst Pius XI offen einen baldigen Tod gewünscht.
In seinem 17 Jahre währenden Pontifikat veröffentlichte er 26 Enzykliken, darunter 1937 "Mit brennender Sorge". Der Text, der in Deutschland nur illegal gedruckt werden konnte, ist hier zu lesen:  klicken 
Eine andere vielbeachtete Enzyklika , die sich mit sozialen Themen befaßte, trug den Titel "Quadragesimo Anno". Hier die englische Version  klicken

                                              File:Bundesarchiv Bild 102-01279, Papst Pius XI..jpg
                                                            Quelle Wikicommons

In die Zeit seines Pontifikates fiel 1929 der Abschluss des Konkordates zwischen Italien und dem Vatican und 1931 wurde auf sein Betreiben hin Radio Vatican gegründet.

          

Die zwar unterschriftsreife Enzyklika zum Faschismus und Antisemitismus gilt als "verloren". Zunächst trug der Jesuitenpater, dem der Pontifex sie anvertraut hatte, sie lange mit sich herum, übergab sie dann seinem Ordensoberen, der sie der Redaktion von Civilta Cattolica- als sie schließlich in den Apostolischsn Palst zurückgebracht wurde, einige Tage vor dem Tod Achille Rattis, war es zu spät. Sie verschwand für immer in den Vatikanischen Archiven.

Sonntag, 9. Februar 2014

Quack oder Quietsch?

Das ist die einzige Frage, die nach dem heutigen Versuch der SpON-Panorama-Redaktion, ein zweiter Dan(in) Brown(in) zu werden, noch offen ist:

Die Enten verlassen das sinkende Schiff
Bildquellen: Quietsche-Ente: Public domain via Wikimedia commons
Spiegel-Gebäude: Gerhard Kemme via Wikimedia commons
Aber wenigstens ist die Rechnung, den Sonntagsfrust-schiebenden Atheisten ein Forum zu bieten und dadurch die Klickzahl zu steigern, aufgegangen. Eine Win-Win-Situation.... für alle.
Der, der eigentlich mit diesem Twilight-Fantasy-Artikel beeindruckt werden sollte, hatte sicher derweil "Buon Pranzo".

Angelus

am 10.2.2013  - einen Tag vor der Rücktrittsankündigung

       

Auf die Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Lukas-die Berufung der ersten Apostel und die vorhergehende Predigt vom Boot Simons aus an die Menge- eingehend, die sich am See Genezareth versammelt hatte, sagte Papa Benedetto: "Der Herr hat sie zweimal aufgerufen, als Fischer die Netze auszuwerfen."
Einmal vor der Passion. Die Fischer und unter ihnen Simon hatten nichts gefangen- nun nach seiner Predigt-gebot er ihnen, noch einmal hinauszufahren und die Netze wieder auszuwerfen- und sie fingen wunderbarerweise eine unglaublich große Menge von Fischen. Petrus, der im Vertrauen auf Jesus und gegen seine eigene Skepsis gehorchte hatte, sprach Jesus nach diesem Erlebnis nur noch mit "Herr" an, vorher hatte er ihn Meister genannt.
Der zweite Ruf, die Netze auszuwerfen- und das bis an die Grenzen der Welt- erging nach der Auferstehung an die Jünger- und so sollten auch wir die Netze zur Verbreitung des Glaubens auswerfen und uns nicht von Mißerfolgen entmutigen lassen. Der Herr schaue bei diesem Ruf nicht auf die Verdienste der Gerufenen sondern auf ihren Glauben.
Ab Minute 9:49 der Gruß an die deutschen Pilger

Kleine Anmerkung vor dem 1. Jahrestag

Es wird zum Jahrestag des Papstrücktritts sicher auch nicht an giftigen Beiträgen von interessierter Seite fehlen, sei es von den untreuen, intriganten oder sogar verräterischen "Mitarbeitern" und Medienzuträgern in der Kurie, sei es von den aus der Ferne agierenden Kirchengrößen, Möchtegerngrößen und ihren medialen Gefolgsleuten, die im Nachhinein versuchen werden, sich entweder zu rechtfertigen oder reinzuwaschen und Bedauern und Hochachtung zu heucheln oder ganz aus dem Ruder zu laufen und nun gleich den Rundumumsturz der Kirche und ihre Umwandlung in ein ihrem Ego kompatibles Zeitgeistkonstrukt zu fordern, wie beispielsweise Daniel Deckers von der FAZ- dem ja schon von anderen bloggern seine Therapiebedürftigkeit attestiert wurde, die wir nur bestätigen können.
Sie werden nach Kräften versuchen, diese Tage der Erinnerung zu vergiften. Wir wollen weder hören noch lesen, wie sie das tun und sie deshalb auch in den nächsten Tagen nicht weiter erwähnen.
Ganz abgesehen davon, daß wir ihnen ihr Zutun zu diesem bedauernswerten Schritt weder je vergessen noch je verzeihen werden.
Die ersten reagieren schon ganz ängstlich, weil Kardinal Bertone- gerade auch im Hinblick auf die schmerzlichen Erfahrungen der Jahre 2012/13 - ankündigte, seine Memoiren schreiben zu wollen- er habe ein wohlgefülltes Archiv, aus dem er dazu schöpfen können.
Und so halten wir es auch mit der Kommentaren. Wir lassen die Kommentarfunktion geschlossen : wir wollen in diesem Fall die nörgeligen Besserwisserwortmeldungen einfach nicht lesen.
Aber alle die sich mit uns freuen und erinnern wollen, bitten wir um Verständnis und mit uns für und mit Benedetto zu beten.

up-date : die notorischen & frustrierten Nörgler und Jammerer, die jetzt ihre Wortmeldungen zum Thema nicht loswerden können, dürfen getrost davon absehen, die statt dessen off-topic bei anderen Beiträgen unterbringen zu wollen, da sie von dort sofort im virtuellen Nirwana verschwinden.

Samstag, 8. Februar 2014

In diesen Zeiten

Muss man sich immer mal wieder daran erinnern:
Die Liste, an die das gerichtet ist, wird immer länger. Hoffen wir, dass die überhaupt noch denken können....also an die UNO und wen es sonst noch angeht:



Danke dafür an St. Peters List und für weitere Motive, die wir sicher in den nächsten Wochen gut gebrauchen können

Heute vor einem Jahr: der 265. Nachfolger spricht über den ersten Bischof von Rom

Am 8.2.2013 traf sich Papst Benedikt XVI letztmalig ( was da noch keiner wußte) mit "seinen" Seminaristen und hielt ihnen eine Lectio Divina zum 1. Petrusbrief. Dabei ging er auf Zweifel mancher Exegeten an der Urheberschaft des Fischers aus Galiläa ein, begründete, warum er Petrus dennoch für den Autor dieses in Rom geschriebenen Textes hält- wenn der vielleicht auch einen oder mehrere Helfer gehabt habe.
Diesen Brief, der eigentlich die erste Enzyklika der Kirchengeschichte sei, habe der Hl.Petrus als erster Bischof von Rom geschrieben, und mit ihm den Primat der Römischen Kirche grundgelegt. Der Papst beschreibt den Seminaristen die Person des Simon Petrus und warum Christus trotz gewisser Mängel an ihm festhielt und ihm die Schlüssel übergab. Dann spricht er über die beiden Apostel Roms- Petrus und Paulus. Es gäbe zwar einen Unterschied zwischen der petrinischen und der paulinischen Theologie-ebenso wie zwischen den Charakteren der beiden Apostel-aber keinen Gegensatz.

                      

Und wir erinnern uns gern und mit Wehmut an die gelehrten und klaren Worte des deutschen Theologieprofessors auf der Kathedra Petri.

Freitag, 7. Februar 2014

Beten mit & für Benedikt

Gebetstag für den Emeritus
zum 1. Jahrestag des Pontifikatsendes- am 28.2.- hat blogger Vigna del Signore zu einem "Tag des Gebetes für Benedetto mit Benedetto" aufgerufen.  Als Einladung dazu hat er schon einmal dieses Video online gestellt. Zum Anschauen auf: "auf youtube ansehen" klicken

                         

Über den in diesem Tweet angegebenen Link kann man das Libretto in Deutsch downloaden:




Und über diesen Link kommt man direkt auf die download-seite des deutschen pdfs:

Es empfiehlt sich, es schnell downzuloaden, da der Link auf 3 Tage begrenzt ist.




Die Italiener bleiben am Ball

In Italien ist der ominöse UNO-Bericht zu den Mißbrauchsfällen in der Kirche nicht so auffällig schnell wieder in den Archiven oder im Vergessen verschwunden wie bei uns.
Dort hat man sehr viel besser und genauer erkannt, worauf dieses Papier wirklich zielt, deshalb titelt auch das Internet-Portal La Nuova Bussola Quotidiana:  "Die UNO erklärt der Kirche den Krieg " und führt aus. daß das Ziel der öffentlichen Vorwürfe nichts Geringeres ist, als die Kirche auf den Familien-Gender-Abtreibungs-UNO-kurs zu zwingen.
Hier der Artikel:   klicken

"Tempi" überschreibt seinen ausführlichen Beitrag zum Thema : "Nicht nur Pädophilie. So sollte sich die Kirche nach Meinung der " unabhängigen Experten der UNO" "entwickeln."
Dann wird der Vertreter des Hl. Stuhls, Msgr.Tomasi, in Genf zitiert, der sofort nach Bekanntwerden des Textes sagte: "Es handelt sich um das Aufzwingen einer Ideologie".
Das verrät das Dokument der Kommission durch den breiten Raum, den es in der Auswertung seiner "Untersuchungen" der Mißbrauchsfälle den Themen, HS, HS-Ehe, Genderideologie, Recht auf Abtreibung widmet und der Forderung, die Kirche möge sich den ideologischen Vorgaben der UNO anpassen, alles Dinge, die mit dem ursprünglichen Thema nichts zu tun haben.
Die Änderungen der katholischen Morallehre werden von den Autoren des Berichtes : "mit allem Nachdruck von der Kirche gefordert"
Hier geht´s zum Text.  klicken
Quelle: LaNuovaBussolaQuotidiana, IlTempi


Up-date  nun hat sich auch Pater Lombardi zu Wort gemeldet : "Das Komitee überschreitet seine Kompetenzen ...und hat die Strukturen des Hl. Stuhls nicht verstanden."
hier geht´s zum Text von Radio Vatican      klicken