Donnerstag, 19. Juni 2014

Erich Kästners Petrus zum neuesten Forschungsvorhaben der Ruhr Uni Bochum

Okay, der berühmte Professor Klaus Berger, lässt sich in seinem Jesus Buch auch etwas über den akademischen Elfenbeinturm und dessen Ergebnisse aus und berichtet, dass er seiner Frau, wenn die nicht einschlafen könne, einfach aus seiner Doktorarbeit oder auch der Habil vorlesen täte, nach 10 Minuten ruhe seine Gattin dann regelmäßig in Morpheus´ Armen.
Wobei die Gattin eigentlich ebenfalls vom Fach ist und zwar ist sie Professorin für Altphilologie (wenn ich mich recht erinnere).
Nun hat das Institut für angewandte Pastoraltheologie (oder wie das heißt) der Ruhr Uni Bochum, das ist da  wo unser Pillen-Margotsche eine Honorarprofessur in irgendwas (schätze mal Theologie oder Genderstudien) hat, die katholischen Blogger entdeckt und steht davor, uns zu vermessen und zu erforschen, unter der Maßgabe "das missionarische Potential der Blogozese" auszuloten und  pastoral fruchtbar zu machen.
Eigentlich könnte ich jetzt das, was ich geschrieben habe mit unserem Label "das Narrenschiff, Satire und Humor" versehen und gut wär, weil es schon von der Idee her total komisch ist.



Es ist im Grunde doch irgendwie absurd, seitdem wir Pastoraltheologie haben, läuft in den Pfarreien (so es sie noch gibt), alles mögliche nur keine Sorge der Hirten für die Schäfchen, wollen doch die Hirten nicht erst seit Papst Franziskus (das muss jetzt sein), einfach Schaf unter Schafen sein, außer was das Gehalt angeht (auch das musste sein).
Vor lauter Pastoral und Plänen und Papieren, muss der, der gerne mal über geistige Dinge sprechen möchte, da auch Fragen hat, sich entweder ein kluges Buch, (möglichst aus der Zeit vor der Erfindung der Pastoralpläne) besorgen, oder zusehen, dass er an eine nette Freikirche gerät oder eben zusehen, dass er im Cyperspace Kontakte knüpft. Die Pfarreien lösen sich vor lauter Pastoral einfach auf, und werden zu Superseelsorgeeinheiten, und dieser Niedergang wird dann noch großartig gefeiert und mit ausgesuchten Euphemismen verschleiert, und das alles ohne rot zu werden!

Was nun das geplante Projekt der Ruhr Uni betreffs der Blogozese angeht, so fällt mir spontan nur ein "lebt doch euer eigenes Leben!"
Oder etwas ausführlicher: "Werte Studenten, die ihr euch, wohl weil die Idee auf dem Mist eurer Doktoren oder gar Professoren gewachsen ist, mit der Blogozese wissenschaftlich befassen sollt, also wenn ihr mich fragt, "lasst es einfach! Haltet euch an den Rat der Kästeners  Petrus im "Fliegendem Klassenzimmer" den allzu neugierigen Schülern gibt: "Forscht wo ihr was zum Forschen findet, das Unerforschbare  lasst unergründet!"
Wenn ihr da mehr drüber wissen wollt, macht es einfach mal selber! Lebt euer eigenes Leben auch im Cyperspace!" 
Und noch was, es geht beim Bloggen darum, der Freude am Glauben Ausdruck zu verleihen, und das tut jeder so, wie es ihm grad geht und nicht wegen der Pädagogik oder aus psychologischen Erwägungen betreffs möglicher Anfragen, möglicherweise zu missionierender, suchender Zeitgenossen.
Und werte Professoren, die sich solcherlei Unfug ausdenken, "einfach selber glauben" und nicht die Glaubenden "narrisch" machen mit wissenschaftlichem Brimborium täte dem Glauben, denke ich, sehr gut.
Kollege Geistbraus  hat sich des Themas auch angenommen. Hier klicken

7 Kommentare:

  1. Das ist jetzt aber ein komischer Zwiespalt:
    Einerseits wird auf den wissenschaftlichen Elfenbeinturm eingedroschen, der ja sooo lebens- und weltfremd sei, dass man durch seine Ergebnisse in den Schlaf gewogen wird.
    Und wenn dann mal eine wissenschaftliche Arbeit explizit aus dem Elfenbeinturm ausbricht und sich konkret mit dem beschäftigen will, was einen selbst betrifft, ruft man den armen Forschern zu: "Lasst es!"

    Da kann man ja nur Fehler machen oder das Falsche tun ...

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    1. Das ist nur für den der den wissenschaftlichen Elfenbeinturm für ein Instrument der Wahrheitsfindung hält, ein Widerspruch!
      Und von mir aus können die ja forschen was sie wollen, wobei ich mir da immer denke "nee, für was alles Geld da ist, tz, tz" aber prinzipiell halte ich all diese Verwissenschaftlichung, die ja daher kommt, als die neue Religion, für irgendwie komisch und das gerade dann, wenn sie praktisch sein will.
      Der Elfenbeinturm hat weltfremd zu sein, und wenn die Weltfremden in die Praxis kommen,. mei, mei, darum geht es, auch Herr Professor bleib doch bei deinen Leisten und versuch nicht Kaffee zu kochen!

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    2. Die wissenschaftliche Methodik IST ein Instrument zur Wahrheitsfindung, auch wenn die damit gefundene Wahrheit eine andere Qualität besitzt als bspw. die Selbstoffenbarung Gottes. Wer die Fülle der Wahrheit will, der kann weder auf das eine noch auf das andere verzichten.

      Wo die wissenschaftliche Wahrheit gegen die Wahrheit des Glaubens in Position gebracht wird, auf dass die eine die andere ersetze (und das funktioniert in beide Richtungen!), da wird die Wahrheit insgesamt verfehlt. Der Logos wird damit auseinander gerissen, und die hypostatische Union aus Gott und Mensch zugunsten des einen oder des anderen aufgegeben.

      Lassen wir uns die Wissenschaft nicht von Gnostikern und Arianern klauen!

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    3. wie gesagt Kästner "Forscht wo ihr was zum Forschen findet....." und Gott ist nicht erforschbar, siehe William von Orkham dessen Rasiermesser nur dann sinnvoll ist, wenn es sich nicht auf das Sein udn die Existenz udn Selbstoffenbarung Gottes angewendet wird.
      Oder ausführlicher JPII der in seinen Enzykliken alles lobt, solange es in seinem Gebiet bleibt!

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    4. Damit gehe ich weitgehend d'accord, auch wenn ich mit Thomas von Aquin die Erforschbarkeit Gottes etwas differenzierter betrachten würde.

      Das Problem mit dem Kästner-Zitat ganz unabhängig davon ist aber: Die Blogözese ist nicht Gott, sondern Menschenwerk - und insofern durchaus erforschbar. ;)

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    5. Man beachte bitte die Labels unter denen der Post veröffentlicht wurde.

      Davon aber mal ganz abgesehen ich möchte nicht erforscht werden, halte das auch für schwer grenzwertig Menschen zu erforschen, womit wir durchaus wieder beim Kästnerzitat wären!
      Die Blogozese besteht nämlich aus Menschen von denen gesagt wird, sie seinen der Tempel Gottes, (auch wenn ich da bei mir selber so meine Zweifel habe).

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  2. Man kann zu wissenschaftlichen Untersuchungen stehen wie man will. Wenn man diese ablehnt, muss man einen solchen Fragebogen ja nicht ausfüllen – die Teilnahme beruht schließlich auf Freiwilligkeit. Was aber gar nicht geht, sind persönliche Diffamierungen gegen die Personen, die die Umfrage konzipiert haben und durchführen! Bevor es hier zu ausführlich wird, habe ich in meinem Blog eine eigene Einschätzung der Situation geschrieben: http://www.durchgedacht.net/2014/07/wenn-die-theologie-mit-fuen-getreten.html

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