Montag, 31. März 2014

Was BMW (angeblich) so alles treibt!

Oder die wundersame Autobestellung, die keiner gemacht hat.

Die Autoindustrie in Deutschland hat eigentlich einen guten Ruf. Seltsame Geschäftspraktiken, wie sie ja von diversen Medien betrieben werden, z.B.
  • Probeabo des Spiegel oder der SZ, das sich dann automatisch verlängert, wenn man nicht rechtzeitig kündigt
  • oder eine Meinungsumfrage, mit der man automatisch ein günstiges 3-Monats-Abo bekommt, das dann weiterläuft, wenn man es nicht kündigt  
ist mir von der Autoindustrie bisher nicht zu Ohren gekommen.
Und gerade BMW, die auf ihre Seriösität größten Wert legen, wirft man jetzt solche dubiosen Geschäftspraktiken vor? Wie man z.B. aus den Ordinariaten in München und Regensburg weiß, bekommen die dortigen Erzbischöfe/Bischöfe sogar kostenlos ein Oberklasse-Modell von BMW zur Verfügung gestellt, weil es für das Unternehmen eine Ehre ist, wenn sie dem jeweiligen Oberhirten ein Fahrzeug zur Verfügung stellen dürfen. BMW ist auch das einzige deutsche Autounternehmen, das nach bayerischer Tradition neue Werke oder sonstige Bauwerke weltweit während der Einweihungsfeier durch einen Priester segnen lässt.

Und jetzt kommen uns da so seltsame Geschichten zu Ohren, die man eigentlich nicht glauben kann. Wer mit einem Dienstwagen egal welcher Marke unterwegs ist, oder in der Fuhrparkverwaltung eines Unternehmens arbeitet, weiß ja, wie das normalerweise mit Leasing-Verträgen läuft:

Schlechte Nachrichten für Limburg

Wer gedacht hatte, wir würden ab jetzt, nach dem von seiner Gemeinde so herbeigesehnten Rücktritt ihres "Protzbischofs" von weiteren Empörungsmanifestationen, nervtötenden Nörgeleien und diffusen Kampfansagen der Limburger Kirchgänger verschont, hat sich-leider-sehr geirrt.
Nein, die streitbaren Limburger - einmal auf den Plan gerufen - stellen ihren Kampf gegen alles, was nicht Wisiki-und ZDK-abgesegnet, mit dem Plazet des umstrittenen FAZ-Polemikers Deckers und dem nihil-obstat der Eminenz aus Mainz nebst Domdekans von Eltz geadelt ist- nicht einfach ein.
Das Wegmobben Bischofs Tebartz war nur ein Etappensieg. Nun geht es gegen neue Gegner: gegen Tradition und Lehre der Kirche, gegen die 10 Gebote, am Ende gegen Gott selbst (aber bis sie soweit sind an der Lahn, dauert es noch etwas) zu allererst aber gegen das Lateinische.
Warum dauert es?
Und u.a. deshalb- weil ihnen, den mangelversorgten Produkten hessischer Schulpolitik,  in ihrem meistenteils viele Jahre, gar Jahrzehnte währenden Katholikenleben noch nie jemand die Bedeutung des lateinischen Vaterunsers (das pater noster für sie ein gänzlich unverständliches und fremdes "Gedicht"), der Wandlungsworte, des Segens erklärt hat.
Jetzt sind sie sicher zu Recht empört, daß nun im St. Georgs-Dom zu Limburg an der Lahn immer noch (obwohl Bischof TvE geschickt entsorgt wurde) Teile der Liturgie in lateinischer Sprache (horribile dictu) gefeiert werden. Da liegt es doch nahe, dieses tiefe Leid sogleich dem -so zufällig(?) wie praktisch gerade anwesenden HR-Reporter- ins Mikrophon zu klagen- und kämpferisch auch da sofortige Abschaffung, Neuordnung und Zeitgeistorientierung weit in die Zukunft hinein zu fordern. Bei Zuwiderhandlung des Klerus -siehe die causa Tebartz.
Über die Anwesenheit des hr im Dom gibt es einen Augenzeugenbericht bei "Demut Jetzt!" klicken
Natürlich wird zumindest notdürftig versucht, sich hinter dem Papst und seiner Unkonventionalität zu verstecken- aber, lieber Limburger- da  gibt es aus Rom schlechte Nachrichten für Euch:
Auch Papst Franziskus betet während der Heiligen Messe immer wieder in lateinischer Sprache und bei der Generalaudienz das Vater Unser lateinisch - und, das sollte euch nun wirklich zu denken geben, der lateinische Twitter-account des Pontifex hat deutlich mehr follower als der deutsche.
Mein Tip an Euch : lernt Latein!
Latein hat Zukunft! Bei der deutschen Sprache, ist das so klar nicht.
Und falls das für euch zu schwierig ist -und tröstet euch . aller Anfang ist schwer, per aspera ad astra- Euer Pfarrer erklärt Euch sicher gern die wenigen lateinischen Sätze, die ihr kennen müßt. Nur Mut!

Ein BMW, Limburg & die Medien. Eine unendliche Geschichte

Wie sich nun herausstellt- in klitzekleinen Meldungen, ganz vorsichtig und kleinlaut- wird nun zugegeben, daß die großaufgemachte, vermeintlich so skandalöse coup-de-grace-Story vom Luxus-BMW, den der im Kloster weilende Bischof angeblich frecherweise kaufte, falsch war und ist. Einfach nur falsch.
Wir sind durch den Kreuzknappen darauf aufmerksam geworden      klicken
Die erwünschten und angepeilten Resultate ließen denn auch nicht lange auf sich warten- endlich gab es Morddrohungen und Todeswünsche gegen den verhaßten Hirten.
Kleinlaut sickert es nun aus dem Limburger Ordinariat heraus: der Leasing-Vertrag für die bischöflichen Limousine sei abgelaufen, man habe vergessen, ihn zu erneuern, der Bischof war ja außer Haus-wie wir uns erinnern. ja und da sei es eben passiert und dann der klassische Satz : man habe von nichts gewußt.
Über jede Kachel jede Fugendichtung im Bischofshaus wußte man bis ins Detail alles-und plauderte es bereitwillig aus- nur vom Leasingvertrag wußte man praktischerweise nichts. Und die Erde ist eine Scheibe.
Kann ja mal passieren.....
Wir lehnen uns jetzt entspannt zurück und warten darauf, ob beipielsweise die vor Empörung tiefende BILD eine Korrektur ihrer Protzanklage in gleicher Größe und Aufmachung bringt- und natürlich auch alle anderen medialen Mitankläger.

Erbarme - die Hesse komme !

Ach ja, so ein Reporterleben ist schon schwer. Kaum ist mal schönes Wetter im meist nebligen Hessen, schon wird man vom Arbeitgeber zu einem heiklen Auftrag geschickt.
Sonntags in die Kirche? Wenn draußen schönes Wetter ist? Dem Mann muss es furchtbar gestunken haben, dass es ausgerechnet ihn getroffen hat.
Es muss eine Zumutung gewesen sein: am Sonntag morgen, ab in die Provinz. Und er hat sich übelst gerächt an den Limburgern, die ihm das angetan haben.
Die Limburger, stolz wie Bolle, ob der medialen Aufmerksamkeit, die ihnen in den letzten Monaten zuteil wurde, haben gar nicht gemerkt, dass sie von dem Rot-Funk-Mitarbeiter unbewusst mal so richtig vorgeführt wurden.
Schön muss es also gewesen sein, im Limburger Dom. Ein richtig schönes Hochamt wo einem das Herz vor Freude hüpft. Aber - wer sich mal ans Nörgeln vor laufenden Kameras gewöhnt hat, will damit natürlich nicht mehr aufhören. Also dann, folgen wir dem O-Ton nach dem Hochamt am gestrigen Sonntag:
"Vielleicht lag es an diesem Wunsch nach Ruhe, dass das erste Hochamt nach dem spektakulären Rücktritt nur mäßig besucht war – viele Reihen im Georgsdom waren leer geblieben. "

Sonntag, 30. März 2014

Ein Fundstück zur Genderei

Als im letzten Schweizer Kanton das Frauenwahlrecht eingeführt wurde, hat man alle möglichen Frauen zur Causa interviewt.
Die meisten sagten was in der Richtung  "Wurde ja auch Zeit, rückständige Schweiz, ts, ts!"
Aber eine alte, gestandene Bäuerin sagte "Ist mir egal ob ich wählen darf oder nicht, solange die auf meinem Hof machen, was sie sollen!"
Ich selber habe mal, als die Müllabfuhr im Stadtteil auf Mülltrennung umgestellt wurde, und das ganz und gar nicht funktionierte, so ganz und gar nicht, dass am helllichten Tag die Ratten auf der Straße herumliefen,  zusammen mit anderen versucht, der Stadt beizubringen, ihrem Job zu machen. Das Ganze gipfelte in einer Diskussionsveranstaltung mit dem Oberbürgermeister, dem Chef der Stadtreinigung, diversen städtischen Parteigrößen  und anderen Koryphäen.
Es fiel mir dann zu, das Schlußwort zu sprechen und darauf kamen 2 Studentinnen auf mich zu und lobten mich für die pure Tatsache, dass eine Frau (also ich) das Schlußwort gesprochen habe und erst sekundär ging es darum, dass es gut war, was ich gesagt hatte. Ich muss sagen ich fand das komisch und seltsam.
Als ich so richtig jung war, ging es immer darum, dass Frauen ja anders seien als Männer, empathischer, multitastkingfähiger, mehr mit dem Blick fürs Ganze und dergl. mehr und deshalb manches besser und anders als Männer machen würden.
So sehr manches an dieser Argumentation auch übertrieben war, so sehr basierte die auf der Verschiedenheit der Geschlechter und auf der Tatsache, dass Frauen auf Kinderkriegen und Kindergroßziehen gepolt sind und deshalb eben anders ticken als Männer.
Mittlerweile hat man sich von dieser Art Argumentation verabschiedet,

Laetare

Wie Papst Benedikt XVI am Sonntag Laetare 2011 beim Angelus das Evangelium von der Heilung des Blindgeborenen auslegte:

...." Freue Dich Jerusalem! Seid fröhlich zusammen mit ihr, alle die ihr traurig wart.
Freut euch und trinkt euch satt an der Quelle göttlicher Tröstung!   (Jes. 66, 10-11)
Was ist der tiefere Grund für diese große Freude? Den finden wir im heutigen Tagesevangelium: Jesus heilt einen Blindgeborenen.
"Glaubst du an den Menschensohn?" , fragt Jesus den von ihm Geheilten.  "Ich glaube, Herr" antwortet dieser, der von einem einfach Sehenden zu einem Sehenden des Glaubens geworden ist. Er hat den Weg des Glaubens beschritten. Am Beginn dieses Weges begegnet er Jesus als einem Menschen unter vielen, dann hält er ihn für einen Propheten, nun weiß er, es ist der Herr, der Messias.
Das Gegenbild dazu ist die Verhärtung der Herzen der Pharisäer. Die anwesende Menge diskutiert das Geschehene, bleibt aber distanziert und indifferent, selbst die Eltern des Geheilten haben Angst vor dem Urteil der anderen.

         

Und wir? Welche Position nehmen wir gegenüber Jesus ein?
Wir, die wir durch die Ursünde Adams blind geboren werden, sind durch die Taufe erleuchtet. (....)

In Jesus Christus finden wir-bestärkt durch den Heiligen Geist-die Kraft, das Böse zu besiegen und das Gute zu tun. Das christliche Leben ist eine fortgesetzte Anpassung an Jesus Christus, Bild des Neuen Menschen, der in der vollen Einheit mit Gott lebt. Er ist das Licht der Welt, weil sich in ihm die Glorie Gottes widerspiegelt. (...)
Wenn unser Leben sich vom Licht Christi erhellen läßt, fühlen wir die Freude, von allem, was das Leben bedroht und verdunkelt. befreit zu sein." ......

Samstag, 29. März 2014

Neidhammel-Video presents: BMW 5er

Damit der kleine gelbe Neidhammel noch gelber werden kann (Vorsicht, dass es keine Gelbsucht wird, denn damit ist nicht zu spaßen)



Wir grüßen mit diesem schönen Video die deutschen Kleingeister und den ihnen angeschlossenen Mob. Wer ko, der ko, heißt es in Bayern .... aber Kleingeister und Mobber kenna hoid ned.

Eine neue Droge : Empörung

In den letzten Wochen mußten wir das Auftauchen einer neuen Droge miterleben, die sehr schnell süchtig zu machen scheint- das jedenfalls legen die Befunde bei den betroffenen Usern nahe. Da diese einer ziemlich einheitlichen, homogenen sozialen Gruppe angehören, kann man das Wirkungsspektrum gut studieren.
Als schwer süchtig machend hat sich die Empörung entpuppt, erkennbar an den nach Absetzen der Droge -durch den Rücktritt des Limburger Bischofs, massiven Entzugserscheinungen des medialen Jagdkollektivs. Kein empörungsauslösender Nachrichtennachschub mehr, die Dealer wie vom Erdboden verschluckt. Was also tun in der Not? Ein Surrogat, eine Ersatzdroge muß her. Gesagt- getan!
Man erfindet einfach neue empörungsauslösende Meldungen über bisher verborgen gebliebene Untaten des bereits vom neuen -diesmal medialen-Volksgerichtshof abgeurteilten Delinquenten TvE -oder wenn das zu sehr auffällt, manipuliert und fälscht man an sich harmlose Vorgänge ( wie die Unterschrift unter einen Leasingvertrag nach Ablauf des alten, die man flugs zum Neukauf einer Luxuslimousine umstylt) in verurteilungswürdige , möglichst Abscheu erregende Untaten um- und schon hat man das schönste Methadonäquivalent für sich und seine Co-Abhängigen. die alle auch das Surrogat gierig konsumieren: die Leser und Zuschauer, und die angefixten Foren-User, die sich als besonders gefährdet herausgestellt haben, bewirkten doch bei ihnen schon vergleichsweise kleine Dosen der Empörung schwere zerebrale Funktionsstörungen, wie ihre beklagenswerten Wortmeldungen nur zu deutlich beweisen..
Wie und ob man die Betroffenen einem Entzug und einer Rehabilitation zuführen kann- ist noch ungewiss, ebenso ihre soziale Prognose.

Vor 2 Jahren

Die Apostolische Reise Papst Benedikts XVI nach Mexiko und Kuba
CTV hat die schönsten Momente in einem Video zusammengestellt.



Es beginnt am 23. März 2012 mit dem Flug nach Mexiko.
Bei der fliegenden Pressekonferenz hebt der Heilige Vater die Aufgabe und Verantwortung der Kirche hervor, das Gewissen der Menschen zu formen, das Böse und die Lüge zu demaskieren, die Idolatrie des Geldes zu demaskieren, die den Menschen versklavt.

Bei späteren Reden, Ansprachen, Predigten:
"Ich rufe alle auf, die Kinder zu beschützen, damit ihr Lächeln nie erlischt und sie vertrauensvoll in die Zukunft schauen und voller Vertrauen leben können."

"Eine reines Herz, ein neues Herz ist das, das seine eigene Machtlosigkeit erkennt und sich den Händen Gottes anvertraut und auf seine Versprechen hofft..."

"Viele Familien leiden unter einer durch Emigration erzwungenen Trennung, unter Armut und Korruption, häuslicher Gewalt, Werteverfall, Kriminalität und Drogenhandel. Vertrauen wir uns Maria an und suchen bei ihr Trost und Hoffnung."

Sandro Magister schreibt über die Popularitätswerte von Päpsten

"Francesco, il primo papa osannato dall'opinione laica"


Franziskus, der erste Papst der von der öffentlichen Meinung (mit Hosianna)  gefeiert wird
So überschreibt Sandro Magister, Vaticanist von La Stampa und L´Espresso seinen Artikel   klicken

"Das ist die wirkliche Neuheit in diesem Pontifikat.
Auch Johannes Paul II und Benedikt XVI hatten sehr hohe Popularitätswerte, vielleicht sogar höhere. Aber nur bei den Gläubigen. Von außen hatten sie harte Gegner. März 2014: Papst Franziskus hat die Werte seines ersten, von ungeheurer Popularität getragenen Amtsjahres noch übertroffen. Aber darin ist nichts Neues. Auch Benedetto hatte 2008 gleiche Zustimmungswerte erreicht. Johannes Paul II war noch populärer und das viele  Jahre hindurch.
Die Neuigkeit ist eine andere.
Mit Franziskus wird seit undenklicher Zeit ein Papst zum ersten mal nicht nur von den Gläubigen bejubelt sondern sogar noch stärker von außerhalb der Kirche, von der öffentlichen  Meinung, den weltlichen Medien, von Regierungen und internationalen Organisationen
Sogar der UNO-Report, der die Kirche in den ersten Februartagen vehement attackierte, spart ihn aus und verbeugt sich so vor seinem " who am I to judge?", das als Motto dieses Pontifikates für die "Öffnung" gelten kann.
Bei seinen beiden Vorgängern- nein! Ihren Popularitätsgipfel hatten sie beim Volk Gottes. Die anderen hatten sie gegen sich. Es war so: je mehr der Zeitgeist die Päpste angriff, desto größer wurden sie.

Das Times-Magazin erkannte 1994 Johannes Paul II den Titel "Mann des Jahres" zu, in dem Jahr der von ihm quasi allein gegen den Rest der Welt geschlagenen Schlacht gegen die Geburtenkontrolle, die von der amerikanischen Administration während und nach der UNO-Konferenz von Kairo  propagiert wurde und vom Papst als "systematische Tötung der Ungeborenen" gebrandmarkt wurde.
Karol Wojtyla hatte das Jahr 1994 zum "Jahr der Familie" gemacht, weil er die Familie bedroht und angegriffen sah, während ein neues Jahrtausend herannahte, in dem -so die Vision des Papstes- die Menschheit zum Beginn der Schöpfung zurückkehren sollte. Zurück zum biblischen : "Mann und Frau- seid fruchtbar und vermehrt euch" und zu: "der Mensch soll nicht trennen, was Gott vereint hat".
Noch im selben Jahr 1994 schrieb Johannes Paul II einen Brief an die Bischöfe, in dem er das Nein zur Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen bekräftigte.
Ein weiteres Nein kam zur Priesterweihe der Frau. Im Jahr vorher hatte er in der Enzyklika "Veritatis Splendor" die natürlichen und übernatürlichen Fundamente der moralischen Entscheidungen gegen das Urteil des individuellen Gewissens betont. Im Jahr darauf veröffentlichte er eine Enzyklika gegen Abtreibung und Euthanasie: "Evangelium Vitae".
Nicht nur.

Freitag, 28. März 2014

Wir bieten mehr: Zwei Päpste beim Beichten!

Der Kreuzknappe denkt, er hätte eine Weltsensation:

Der Papst lässt sich beim Beichten von der Kamera begleiten. Leider hat der Kameramann den "Ton ab"-Knopf nicht gedrückt und so wurde uns das Interessanteste vorenthalten.

Doch - zum Glück gibt es das Bayerische Fernsehen, das wie man sieht, immer noch einen sehr guten Draht in den Vatikan hat - obwohl mit dem Rücktritt Benedikts das BR-Büro im Vatikan geschlossen wurde.

Es ist zwar tragisch, dass sich der BR nicht an das Beichtgeheimnis gehalten hat, aber in diesen Zeiten, wo die Medien immer sensationsgieriger und respektloser werden, auch wieder kein Wunder. Denen ist halt nix mehr heilig.



... und ja, es sieht so aus, als müsste man heute aus allem ein Show machen!



7 Anmerkungen zu denen, die meinen, dass Bischof Tebartz van Elst ein ganz böser Mensch sei


  1. Geld macht keinen satt, will heißen, wenn ich plötzlich anfange zu knickern wie blöd, hilft das keinem.
  2. zählt Geiz zu den Quellsünden, Verschwendung jedoch nicht, wohl aber Völlerei, aber das kann man diesem mageren Hänfling nun echt nicht unterstellen
  3. auch Neid zählt zu den Quellsünden und es ist Neid, wenn ich meinem Nächsten sein Klopapier mit Diamantenstaubbordüre nicht gönne
  4. gab es einen Apostel der schwer gegen Verschwendung war, mit dem hat es aber gar kein gutes Ende genommen. Jesus sagt sogar von ihm, es wäre besser gewesen, er wäre nie geboren worden!
  5. stell ich mir unter brüderlicher, christlicher Nächstenliebe was anderes vor und
  6. freu ich mich schon, auf den Himmel, wenn dann nämlich unsereins in Sekt, Champagner, Hummer, Kaviar, erlesenen Früchten, echten argentinischen T-Bone Steaks, Rebhuhn , Samt und Seide, wundervoller Musik, gespielt von den besten Musikern aller Zeiten, in wundervollen Gebäuden, die von den besten Architekten aller Zeiten, mit  den "Schätzen der Völker, die ins himmlische Jerusalem gebracht wurden" ausgestattet wurden, schwelgen und all die, die aktuell lautstark verkünden, dass Prunk und Protz "ih pfui bäh" ist, draußen sitzen und sich  von Brot und Wasser in einer Turnhallenecke, wo sie ihren Schlafsack unterbringen durften, nähren. Weil nämlich, das was man nicht will und als böse tituliert, wird man ja wohl im Himmel dann auch nicht wollen
  7. Mir fällt echt nix mehr ein, echt nichts mehr!

Moderate Töne aus Rom und Limburg

Während in den offiziellen katholischen Internetportalen noch die Krokodilstränen zum Thema Tebartz-van Elst fließen: Heul, heul, er war doch so ein guter Mensch = Gott sei Dank, dass wir ihn los sind, kommen aus Rom allmählich neutralere Töne.

So hat sich der Chef der deutschen Sektion von Radio Vatikan vor Kardinal Müller gestellt, der in diversen Medien und dem angeschlossenen Forenprekariat ja auch schon in die Sippenhaftung genommen wurde, weil er es gewagt hatte, gegen den Strom zu schwimmen und Bischof Tebartz-van Elst zu verteidigen und die Hatz der Medien beim Namen zu nennen.

Zwischenzeitlich hat Radio Vatikan einen weiteren Beitrag veröffentlicht, in dem auf die allgemeine Situation im Bistum Limburg eingegangen wird. Radio Vatikan bezieht sich auf ein Interview, des Kölner Domradios mit Barbara Wieland. Daraus lernen wir:

"Im Prüfbericht der Deutschen Bischofskonferenz, der am Mittwoch bekannt wurde, werden auch dem Domkapitel und dem Vermögensverwaltungsrat des Bistums schwere Versäumnisse und Fehler vorgeworfen. Sie hätten niemals exakte Vorgaben für die Gebäude auf dem Domberg gemacht; eine Steuerung des Bauprojekts sei unterblieben. Laut Wieland hat der laxe Umgang mit bestehenden Regeln leider Tradition in Limburg:

Fazit: erste unverhüllte Manifestation der Mediokratie

Roma locuta, causa Limburg finita.
Bleibt nur, sich noch einmal genau mit der Rolle der Medien in diesem inszenierten öffentlichen (-rechtlichen) Schauprozess zu beschäftigen. Muß das sein?
Ja, es muß sein, weil sich hier erstmals- zumindest öffentlich- eine ganz neue "Qualität" der Zusammenarbeit verschiedener Medien präsentiert hat.
Das Investigativteam ( manche nennen es auch Rechercheverbund), von dem wir, besonders auf dem Gebiet der Menschenjagd -Gott sei´s geklagt - in Zukunft noch viel zu erwarten haben.
Aus welchen Teammitgliedern besteht dieser Verbund? Aus der SZ, dem NDR und dem WDR.
Hier kann man´s nachlesen:    klicken
Erst bestätigte es also die BZ ( aus dem Hause DuMont, was ja schon Bände spricht), dann plauderte es der naive MoMa-Moderator aus, als er von einem "Rechercheverbund" aus den Obengenannten sprach.
Da stellt sich die Frage, ob eine solche Zusammenarbeit zweier öffentlich-rechtlicher , zwangsgebührenfinanzierter Sender, die gesetzlich zu weltanschaulicher Neutralität verpflichtet sind ( wie die Realität da aussieht, steht auf einem anderen Blatt) mit einem kommerziellen Nachrichtenmedium, wie der ideologisch stramm auf Neojakobinerkurs segelnden SZ, überhaupt zulässig ist.
Fraglich auch deshalb, weil ich als Gebührenzahler gezwungen werde, von ihnen auf der Basis ihrer Teamarbeit verfaßte Mitteilungen mitzufinanzieren und ansehen- und hören zu müssen.

Donnerstag, 27. März 2014

Die Frohe Botschaft hat kein Verfallsdatum

Unmittelbar nach dem mittlerweile berühmt-berüchtigten Konsistorium hatte Kardinal Brandmüller zum Kasper-Theorem gesagt. " Weder die menschliche Natur, noch die 10 Gebote, noch das Evangelium haben ein Verfallsdatum"
Quelle: M.Tosatti/ LaStampa

Nun hat sich Kardinal Brandmüller in der italienischen Zeitung Il Foglio mit knappen aber präzisen Worten zu den Modernisierungssehnsüchten, die den ein oder anderen Kardinal oder Bischof bezüglich der katholischen Lehre, insbesondere aber der Moral-und Sexuallehre befallen haben, geäußert.
Die KNA/ katholisch.de  berichten:   klicken

Wenig schmeichelhaft beklagt der Kurienkardinal, daß unter Bischöfen, Predigern, Katecheten vor allem aber "unter Moraltheologie-Professoren oft keine oder nur mangelnde Kenntnis der Moral-und Sexuallehre herrsche". Deshalb sei angesichts der aktuellen Debatte über Ehe und Familie die "unverfälschte katholische Lehre" in Gefahr. Zu der Verwirrung unter den Gläubigen trügen auch die Bischöfe bei, die behaupten, die katholische Morallehre sei "nicht mehr zeitgemäß".
Namentlich erwähnt der Kurienkardinal Bischof Ackermann, der in einem Interview mit der Mainzer Allgemeinen sagte, es gäbe Veränderungsbedarf für Moral und Sexualethik der Kirche.
Brandmüller dazu : "Ackermann könne Recht haben, wenn er gemeint habe, die Gläubigen müßten stärker zu einem Leben nach der katholischen Lehre motiviert, diese besser erklärt werden, Unrecht jedoch hätte er, falls er gesagt haben sollte, dass die katholische Lehre nicht mehr zeitgemäß sei.
Quelle: KNA

Und hier äußerst sich Father G.Murray, Pfarrer der Holy Familiy Church/ NY und Kirchenrechtler bei "The Catholic Thing"  zum Thema:     klicken

Was die Bischofsjäger schamhaft verschweigen

Der vermeintliche große Triumph der Limburger Bischofsjäger und ihrer medialen Schergen ist bei genauem Hinsehen doch eher ein Pyrrhussieg.
Papst Franziskus hat nämlich nicht nur das Rücktrittsgesuch von Tebartz van Elst angenommen und ihn nicht amtsenthoben ( ein feiner aber wichtiger Unterschied)- sondern mit dem gleichen Schlag eben auch das Limburger Domkapitel entmachtet, das sich in der nun abgeschlossenen causa Tebartz weiß Gott nicht mit Ruhm bekleckert hat, und der Diözese einen Administrator "von außen" vorangestellt- der nur dem Vatican gegenüber rechenschaftspflichtig ist.
Das Domkapitel, das in nicht unerheblichem Ausmaß am Bischofshaus-krieg beteiligt war, konnte also nicht aus den eigenen Reihen einen Administrator nach seinem Geschmack wählen und kann bis zur Wahl des neuen Bischofs nichts entscheiden. Das ist vielleicht ganz gut, weil die Herren dann Zeit haben, die Worte des Pontifex an die Limburger etwas gründlicher zu lesen und zu bedenken und seinen Ermahnungen Taten folgen zu lassen.

So ein genaueres Hinsehen täte auch den Limburgern gut, die nun senderaus-senderein als glückstrahlende Sieger präsentiert werden, und sich teilweise mit ihren Glücksbekundungen recht merkwürdig ausnehmen. Auch sie sind angesprochen- auch ihnen und besonders ihnen gilt die dringende Bitte des Papstes, doch "zu einem Klima der Barmherzigkeit und Versöhnung zurück zu kehren"
Ja, wenn sie denn auf den Mann in Weiß im fernen Rom hören würden, ja, wenn sie Barmherzigkeit und Versöhnung nicht längst aus ihrem Verhaltensrepertoire gestrichen hätten.
Dass der umstrittene Frankfurter Stadtdekan von Eltz gar nichts begriffen hat und lauthals - von Drohgebärden untermalt- Forderungen nach Rom posaunt, zeigt, daß für den Vatican auch am Main noch Handlungsbedarf besteht.
Bei katholisches.de hat man seinen verbalen Fanfaren Raum gegeben :        klicken

echo romeo hat das Ganze auf seine Weise kommentiert:   klicken

Aus Rom hört man, daß Bischof Tebartz morgen eine Audienz bei Papst Franziskus hat.

Zitat des Tages


"Der größte Erfolg des Teufels besteht darin, den Einruck zu erwecken, dass es ihn nicht gibt."

Sel.Johannes Paul II

Neues vom Mittelalter: Klostermedizin

Die linksgrünen Spießer, die ja immer nur das wiederholen, was in ihre Ideologie passt, werden's nie begreifen, aber für uns ist das Mittelalter der Beginn von Wissenschaft und Forschung in Europa:

Mittwoch, 26. März 2014

Mein Mitbruder

Es gibt tatsächlich noch Bischöfe in Deutschland, die das "Fürchtet Euch nicht" unseres Herrn leben:


"Mein besonderer Dank gilt der Abtei Metten und ihrem Abt Wolfgang Hagl für die erwiesene Gastfreundschaft. Zum christlichen Gebot der Barmherzigkeit und der Nächstenliebe gehört es, dass mein Mitbruder auf dem Boden der Diözese Regensburg ein gern gesehener Gast war und auch stets bleiben wird."

Danke an Bischof Voderholzer, für diese Aussage, die zeigt, was Glaube und Christsein wirklich ist.

Schließen wir den Regensburger Bischof schon mal in unsere Gebete ein. 

Den ganzen Text gibt es hier: Klicken

Aus gegebenem Anlass aus dem Buch Maleachi

Wer versteht, versteht warum ich das hier poste und wer es nicht versteht, der kann ja ein bisschen drüber nachdenken.

Was ihr über mich sagt, ist kühn, spricht der Herr.  Doch ihr fragt: Was sagen wir denn über dich?
Ihr sagt: Es hat keinen Sinn, Gott zu dienen. / Was haben wir davon, wenn wir auf seine Anordnungen achten / und vor dem Herrn der Heere in Trauergewändern umhergehen?
Darum preisen wir die Überheblichen glücklich, /denn die Frevler haben Erfolg; sie stellen Gott auf die Probe / und kommen doch straflos davon. -
Darüber redeten die miteinander, / die den Herrn fürchten. Der Herr horchte auf und hörte hin / und man schrieb vor ihm ein Buch, das alle in Erinnerung hält, / die den Herrn fürchten und seinen Namen achten.
Sie werden an dem Tag, den ich herbeiführe /spricht der Herr der Heere -, / mein besonderes Eigentum sein. Ich werde gut zu ihnen sein, / wie ein Mann gut ist zu seinem Sohn, der ihm dient.
Dann werdet ihr wieder den Unterschied sehen /zwischen dem Gerechten und dem, der Unrecht tut, zwischen dem, der Gott dient, / und dem, der ihm nicht dient.
Denn seht, der Tag kommt, er brennt wie ein Ofen: / Da werden alle Überheblichen und Frevler zu Spreu und der Tag, der kommt, wird sie verbrennen, / spricht der Herr der Heere. / Weder Wurzel noch Zweig wird ihnen bleiben.
Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, /wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen / und ihre Flügel bringen Heilung. Ihr werdet hinausgehen und Freudensprünge machen, / wie Kälber, die aus dem Stall kommen.
An dem Tag, den ich herbeiführe, /werdet ihr die Ruchlosen unter euren Fußsohlen zertreten, sodass sie zu Asche werden, / spricht der Herr der Heere.

Vorbilder in unser Kirche

Gesagt ...

Aus der Ansprache zur Generalaudienz von Papst Franziskus heute, 26.3.
Radio Vatikan fasst zusammen: Das zweite Merkmal des Bischofs, Priesters und Diakons sei „die leidenschaftliche Liebe zur Kirche“. Gebet, Schriftlesung, tägliche Eucharistie und häufiger Empfang des Bußsakramentes seien - drittens - den Geweihten aufgetragen, andernfalls „verlieren sie den echten Sinn ihres Dienstes aus dem Blick“, so der Papst. Er rief die Gläubigen dazu auf, ihren Hirten in dieser Hinsicht zu helfen.

Aus einer Ansprache des Papstes an Journalisten am 22.3.: 
"Flieht bitte vor diesen drei Todsünden: üble Nachrede, Verleumdung und Desinformation."


"Es ist vollbracht"

Hier der offizielle Text des Vaticans zur Annahme des im Oktober des vorigen Jahres von Bischof Tebartz-van Elst eingereichten Rücktrittsgesuches und der Einsetzung eines Diözesanadministrators:

"Pressemitteilung hinsichtlich der Diözese Limburg (Deutschland)
Im Hinblick auf die Verwaltung der Diözese Limburg, in Deutschland, hat die Kongregation für die Bischöfe eingehend den Bericht jener Kommission studiert, die nach dem Willen des Bischofs und des Domkapitels eingesetzt wurde, um eingehende Untersuchungen im Hinblick auf die beteiligten Verantwortlichkeiten beim Bau des Diözesanen Zentrums „St. Nikolaus" vorzunehmen.
Angesichts der Tatsache, dass es in der Diözese Limburg zu einer Situation gekommen ist, die eine fruchtbare Ausübung des bischöflichen Amtes durch S.E. Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst verhindert, hat der Heilige Stuhl den mit Datum vom 20. Oktober 2013 durch den Bischof angebotenen Amtsverzicht angenommen und hat einen Apostolischen Administrator ernannt in der Person von S.E. Mons. Manfred Grothe.
Der scheidende Bischof, S.E. Mons. Tebartz-van Elst, wird zu gegebener Zeit mit einer anderen Aufgabe betraut werden.
Der Heilige Vater bittet den Klerus und die Gläubigen des Bistums Limburg, die Entscheidung des Heiligen Stuhls bereitwillig anzunehmen und sich darum zu mühen, in ein Klima der Barmherzigkeit und Versöhnung zurückzufinden.
Aus dem Vatikan, 26. März 2014"



Diese Entscheidung war wohl unvermeidlich, wenn man bedenkt, daß der Papst auch eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Bischöfen hat und Bischof Tebartz unmöglich in dieses Limburger Vipernnest zurückschicken konnte.
Die phantasievollen und realitätsfernen Vorabmeldungen und Behauptungen der siegestrunkenen Lohnschreiber-Jagdmeute, die nun endlich ihr Halali blasen konnte, lassen wir mal unkommentiert und undokumentiert, J. Bordat hat dazu schon alles Notwendige geschrieben.
Auch wenn die so zuverlässig katholikenfeindliche ZEIT mit ihren Vorabspekulationen anscheinend zur "Prawda des Vaticans" avancieren möchte.


Fundstück des Tages

Josef Bordat bringt es auf den Punkt:

Hetze lohnt sich


und damit ist alles gesagt.

Und nun der Präfekt der Glaubenskongregation zum gleichen Thema

"Dem Papst dienen, sich nicht des Papstes bedienen"
unter diesen Titel hat Radio Vatican Deutschland ein Interview  nun auch mit dem Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal G.L.Müller zum mittlerweile vielkommentierten Thema und den Äußerungen des ein oder anderen Kardinalskollegen veröffenticht.
Hier kann man das im Originaltext lesen:    klicken
Dabei ist der folgende Satz des Kardinals ein Kernstück seiner Aussage, an der es auch für den erneuerungsseligen Purpurträger Kasper und seine treu ergebenen Hilfstruppen in deutschen Bistümern und Redaktionen nichts zu deuteln und nichts zu rütteln gibt, so schwer ihnen das zuzugeben auch fallen mag.
Er antwortet auf die Frage "Was ist Ihre Beteiligung an der Debatte. Was fordern Sie in der Debatte, die ja weit  über die Kongregationen im Vatikan hinaus geht?"

"Ich bin daran nicht beteiligt als Privattheologe, sondern eben in dieser Funktion. Die Glaubenskongregation ist ja die einzige der römischen Kongregationen, die am Lehramt des Papstes unmittelbar Anteil hat, während andere, die sich hier melden, auch wenn sie im Kardinalsrang sind, einfach nur für sich selber sprechen und nicht eine offizielle Aussage treffen können."

Quelle: Radion Vatican/news.va

Nicht nur dem Kardinal fällt auf, daß sich plötzlich auch alle die Gruppen auf den Papst berufen, die das Papstamt bisher vehement bekämpften.

up-date:  Es gibt noch einen interessanten Bericht über den Verlauf des Februarkonsistoriums in LaStampa, danach sagte Kardinal C.Ruini, daß ~ 85% der anwesenden Kardinäle gegen die Kasper-These waren.
Hier geht´s zu einer lesenswerten Übersetzung des italienischen Textes ins Englische   klicken

Anullierung, die katholische Scheidung, oder was meint Kardinal O'Malley?

Kardinal Kasper ist ja bekanntlich vorgeprescht, und will endlich, endlich, die Scharen der jeden Sonntag heulend in der Bank sitzenden und vor Sehnsucht nach der Begegnung mit dem eucharistischen Herrn sichtlich lechzenden,  wiederverheiraten Geschiedenen (wvhG's) zu Kommunion zulassen.
Wenn dem so wäre, mit der tiefen Sehnsucht, was für eine Gnade würde der Herr aus der Sehnsucht wachsen lassen!
Aber darum geht es ja nicht. Es geht genau darum, dass alles zur Kommunion rennt, und das Ganze als ein, im Grunde, merkwürdiges Gemeinschaftsritual,  gesehen wird, wie eben das überhaupt nicht merkwürdige Ritual der Bürogemeinschaft, dass der Erste der kommt, die Kaffeemaschine anschmeißt,   wo man nicht verstehen kann, warum man da nicht mitmachen darf!
Schon Kardinal Ratzinger hat festgestellt, dass das Problem sich nicht so scharf stellen würden, wenn jeder das Pauluswort "Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn. Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken." (1Kor, 11, 27ff) beherzigen würde und nicht einfach so mirnixdirnix zur Kommunion rennen täte.
Ohne im Einzelfall zu richten, muss man sich ja wohl eingestehen, dass gerade an hohen Fest- und Feiertagen, oder am weißen Sonntag, wenn die Kirche mal wieder voll ist und keiner was von Schlangen vor den Beichtstühlen gesehen hat, die Mehrzahl derer, die da "vor rennen" wohl besser in der Bank geblieben wären.
Vielleicht wäre es wirklich besser zu erklären, dass es sogenannte Kirchengebote gibt, die auch eingehalten werden müssen, und deren Nichteinhaltung erst mal gebeichtet werden muss, bevor man zur Kommunion geht.

Dienstag, 25. März 2014

Kardinal Bagnasco und die Genderideologie

Anläßlich eines für die Feldzüge zur Ausbreitung der Genderideologie typischen Zwischenfalles bei einer geplanten öffentlichen Diskussion im Lyzeum von Modena, hat Kardinal A.Bagnasco, der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferen CEI,  Klartext gesprochen:
"Die Schule wird zu einem Umerziehungslager reduziert"
Zu einem -nach Annahme des Lunacek-Berichtes durch das Europäische Parlament- nicht nur in Italien gesetzlich unterstützten Umerziehungslager im Sinne der Gender-Ideologie in ihrem Krieg gegen die Familie, die traditionelle Ehe und letztendlich die Kinder- und in ihrer Dekonstruktion des Menschen.
Ein Unterfangen, das an - wenn auch rhetorisch getarnter- Menschenverachtung nicht leicht zu übertreffen ist.
Für ein "wehret den Anfängen" ist es längst viel zu spät.

Quelle:  A.Zambrano /La Bussola Quotidiana

Verkündigung des Herrn


Zum Fest Verkündigung des Herrn:  Antiphon und Magnificat

    

Montag, 24. März 2014

Was wollen die Schlangen vor den Beichtstühlen?


Wie man immer wieder aus Rom hört, haben sich seit Beginn des neuen Pontifikates in den Kirchen - besonders in Italien - viele Schlangen vor den Beichtstühlen versammelt. Ein bísher einmaliges Phänomen. Keiner weiß, was die Reptilien in Scharen dorthin treibt.
Wegen des Beichtgeheimisses konnten die Beichtväter nichts dazu sagen, allerdings befürchtet so mancher wackere Gemeidepfarrer, daß der Anblick der versammelten Kriechtiere doch dem einen oder anderen treuen, frommen Mütterlein auf´s Herz schlägt und diese gar vor Schreck tot aus der Kirchenbank fallen.
Eine weitere Frage stellt sich, ob unter den Schlangen auch jene aus dem Paradies ist, die sich mit ihren Nachfahren Vergebung erhofft, nun wo Barmherzigkeit und Liebe und das who-am-I-to -judge (gilt das nicht auch für Schlangen?) vorherrscht und Gebote, und seien sie auch direkt göttlichen Ursprungs wie im Paradies, hintangestellt sind? Will sie also beichten, daß sie Eva verführte vom Baum der Erkenntnis zu essen, das nun bereut und gelobt, das nie wieder zu tun?
Leider werden nicht einmal zu Hilfe gerufene Herpetologen diese Frage beantworten können. Und so werden wir möglicherweise weiterhin solche Szenen erleben, wenn wir ahnungslos in die Kirche gehen.

Aber vielleicht hilft es auch, wenn ein Mitglied des Kardinalskollegiums den Schlangen mitteilt, daß sie das mit den Schlangen vor den Beichtstühlen falsch verstanden haben.
Zoologen haben unseren bußwilligen Kriechtieren inzwischen die Gattungsbezeichnung serpens confessionalis gegeben.



Fastenrezepte: Biersuppn

Die Mönche haben ja das Starkbier erfunden, um über die Fastenzeit zu kommen ... deshalb gilt Bier in Bayern auch als Fastenspeise. Gut zu sehen, was man alles draus machen kann:


Sonntag, 23. März 2014

Beten im Nachmittagsprogramm der ARD

Wo? In der Endlostelenovela "Sturm der Liebe"
Was passiert? Zwei junge Leute, die um das Leben ihres Geliebten/ Freundes bangen gehen in ihrer Verzweiflung in die Kapelle, knien vor dem Altar, um zu beten.
Person A : "Hilft das? ich hab´ noch nie gebetet"
Person B : " Ich auch erst ein paarmal...."
Person B beginnt: "Lieber Gott..."
Person A fällt ihm drohend guckend ins Wort "Wehe, wenn du ihn sterben läßt"
Danach fühlen sie sich nach eigenem Bekunden besser.
Fazit das Bittgebet aus dem Gebetbuch de ARD zur Rettung des Geliebten lautet also : "Wehe, wenn du ihn sterben läßt!"
Wir sehen, es gibt noch viel aggiornamento-Bedarf für die Kirche.


Benedetto und die Samariterin

Zur heutigen Lesung

Angelus am 3. Fastensonntag 2008
Liebe Brüder und Schwestern,
an diesem dritten Fastensonntag nimmt die Liturgie einen der schönsten und tiefsten Texte der Bibel auf: den Dialog zwischen Jesus und der Samariterin ( Joh. 4,5-42) . Der Hl. Augustinus, von dem ich in der Mittwochskatechese gesprochen habe, war von dieser Erzählung zu Recht so fasziniert, dass er einen bemerkenswerten Kommentar dazu schrieb.
Es ist unmöglich in einer kurzen Zusammenfassung den Reichtum dieser Seite aus dem Evangelium wiederzugeben. Man muß sie persönlich lesen und meditieren, sich in diese Frau versetzen, eine die eines Tages wie viele andere zum Brunnen ging und Jesus traf, der dort-müde von der Reise in der mittäglichen Hitze- saß : " Gib mir zu trinken" sagte er zu ihrem Erstaunen. Es war in der Tat völlig ungewöhnlich, daß ein Jude das Wort an eine Samariterin richtete, zumal eine Unbekannte. Aber die Verwunderung der Frau sollte sich noch steigern. Jesus sprach vom "lebendigen Wasser", daß fähig ist, den Durst auszulöschen und in ihr eine Quelle des Wassers zu werden, das für das ewige Leben sprudelt.
Er zeigt, daß er ihr Leben kennt. Er offenbart ihr, daß die Stunde gekommen ist, den einzigen, wahren Gott im Geist der Wahrheit anzubeten. Und er vertraut ihr an- eine äußerst seltene Sache- der Messias zu sein.
Das alles geht vom Erlebnis des real zu spürenden Durstes aus. Das Thema Durst zieht sich durch das ganze Johannes-Evangelium:  von der Begegnung mit der Samariterin über die große Prophezeiung während des Laubhüttenfestes (Joh.7, 37-38)- bis hin zum Kreuz, wo Christus, bevor er stirbt, gemäß der Schrift sagt: "mich dürstet". (Joh.19,28)
Der Durst Christi ist eine Zugangstür zum Mysterium Gottes, der sich durstig macht, um unseren Durst zu stillen, so wie er sich arm macht, um uns reich zu machen. Ja, Gott dürstet nach unserem Glauben und unserer Liebe. Wie ein guter und barmherziger Vater wünscht er für uns das Beste und dieses Beste ist er selbst. Die Samariterin dagegen repräsentiert die existentielle Unzufriedenheit derer, die das, was sie suchen, nicht gefunden haben: sie hatte 5 Ehemänner und lebt jetzt mit einem anderen Mann zusammen. Ihr Gang zum Brunnen, um Wasser zu holen, drückt ein sich immer wiederholendes und resigniertes Leben aus. Aber alles ändert sich Dank ihrer Unterhaltung mit dem Herrn an diesem Tag für sie, eine Unterhaltung, die sie so erschüttert, daß sie ihr Schöpfgefäß zurück läßt, um in die Dörfer zu laufen und den Menschen davon zu berichten. "Kommt um den Mann zu sehen, der mir alles gesagt hat, was er getan hat und daß er vielleicht der Messias sei."

Liebe Brüder und Schwestern, öffnen auch wir unsere Herzen, um gläubig das Wort Gottes zu hören, um Jesus wie die Samariterin zu begegnen, der uns seine Liebe offenbart und uns sagt: "der Messias, dein Erlöser: ich bin es, ich, der zu dir spricht." Diese Gabe erbitte uns Maria, die erste und perfekte Schülerin des fleischgewordenen Wortes.

Quelle: Libreria Editrice Vatican


            
       Begegnung mit der Samariterin am Jakobsbrunnen,  XI JH, Abtei Sant´Angelo in Formis

und:

Der Kaspersche Eisberg

In "Inside the Vatican" wurde kürzlich der Brief des us-amerikanischen Theologen Fr.Brian Harrison, O.S. veröffentlicht, den er dem Herausgeber des Magazins, Dr. Robert Moynihan, zu dessen Bericht "Brief aus Rom" über das Konsistorium schrieb. Hier geht´s zum "Brief aus Rom" Original:    klicken

Unter dem Titel
"Genau jetzt erschüttert Satan mit diesem Scheidungsthema die Kirche in ihren Grundfesten"
stellt M. Donelly unter dem Pseudonym "Deacon Augustine" dem Brief diese Einleitung voran:

"Ich denke, daß die Bischöfe, die für dieses Sakrileg (die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion) sprechen, einfach nicht die Konsequenzen ihres Vorschlags durchdacht haben. Der Theologe Fr.Brian Harrison hat im Februar einen exzellenten Brief an das "Inside the Vatican" Magazin geschrieben, der ganz klar die Schwere der aktuellen Situation herausstellt. (....)

Hier ein Ausschnitt aus dem Brief, der mit der Anrede: "Dear Dr. Moynihan" beginnt:

"In ihrem letzten "Brief aus Rom" kommentieren Sie die Neuernennungen zum Kardinalskollegium und berichten ziemlich nonchalant daß " Erzbichof G.Müller sagte, daß man die Position der Kirche in der Frage der Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zum Sakrament der Eucharistie nicht ändern könne und das auch nicht tun werde. Aber andere deutsche Kirchenführer, einschließlich Kardinal Kasper, gingen mit der Aussage an die Öffentlichkeit, man könne und werde die Lehre ändern.
Ihr kurzer Tatsachenbericht von dieser Kontroverse erinnert mich an die Spitze eines Eisbergs. Man erwähnt ihn, enthüllt aber nicht seine Riesenhaftigkeit, die lauernde Gefahr, dass er das Schifflein Petri zu treffen, zu durchbohren und zu zerbrechen droht.
Die schockierende Größe der doktrinalen und pastoralen Krise, die unter diesem mit höflichen Worten geführten Disput zwischen gelehrten deutschen Prälaten lauert, kann kaum überschätzt werden.
Was hier auf dem Spiel steht, ist die Treue zur Lehre Jesu Christi, und berührt direkt das Leben von 100 Millionen Katholiken: die Unauflöslichkeit der Ehe..."

Es  lohnt sich den ganze Text zu lesen, der auf der nächsten Seite folgt. Insbesondere das, was er über die deutschen Bischöfe schreibt.



Über den Unterschied zwischen Geschiedenen und Wiederverheirateten Geschiedenen

Also wir hören es und in letzter Zeit immer wieder, man will von der Kirche, dass sie doch endlich, endlich die wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion zulässt.

Drei  Anmerkungen dazu, die Sache ist ja die, dass man überhaupt nicht davon redet, dass Wiederverheiratete Geschiedenen, solange sie am Vollzug der wiederverheirateten Ehe festhalten, überhaupt nicht beichten gehen können (weil sie ja auch die zweite Ehe beichten müssten und eine Beichte halt nur dann gültig ist, wenn man den festen Willen hat sich zu besseren und den angerichteten Schaden wiedergutzumachen, und das genau nicht geht, wenn man beichtet, um dann am nächsten Sonntag als wiederverheiratetes Paar zur Kommunionbank zu schreiten)
Man kann es drehen und wenden wie man will, es hat noch keiner das Kirchengebot aufgehoben wenigstens einmal im Jahr beichten gehen zu müssen und bevor man nach langer Abstinenz wieder zu Kommunion geht, müsste man ja schon mal wieder beichten gehen.........
Davon redet aber keiner, man will und muss also im Sinne Kardinal Kaspars,  den Wiederverheirateten Geschiedenen eine Extrawurst braten, indem man sie so sogar bevorzugt behandelt.

Der Zweite Punkt ist, der,. dass man immer so tut, als sei es das gleiche, ob  der Mensch nun geschieden ist, oder wiederverheiratet geschieden und als dürfen beide nicht zu Kommunion.
Im Grunde wird hier die Methode der Schlange angewandt, die fragt "Dürft ihr wirklich von keinem Baum des Gartens essen?"
So wird gesagt, "Darf der, der unschuldig verlassen wurde, wirklich nicht zur Kommunion?"
Und ja man lässt sich dann, genauso wie Eva und dazu schweigend wie Adam auf die Diskussion ein und am Ende ist man dann ganz versessen drauf, die verbotene Frucht zu pflücken.

Der dritte  Punkt ist der, da hört man immer wieder, ja die arme, vom bösen Gatten (oder rumgedreht) verlassene Frau, die mit drei kleinen Kindern alleine dasitzt und ich, böse, böse will der ihr Glück nicht gönnen.
"Klar sag ich da immer, das kennen wir, ja , da arrangieren die Eltern die Hochzeit mit einem unmöglichen Mann, und sobald sich der vom Acker gemacht hat, kommt auf weißem Pferd der Märchenprinz geritten, die wahre, große Liebe!"
Oder ich sag "Klar die arme sitzengelassene Frau ist ja völlig hilflos und braucht ja einen, weil wir ja bei den Eskimos leben, wo die Frau unbedingt einen Jäger braucht, und alleine mitsamt ihren Kindern dem Hungertod überantwortet ist"

Samstag, 22. März 2014

"Irrtum"

Kardinal Raymond Burke versus Kardinal Kasper

In einem EWTN-Interview zu den Kasper-Thesen zur möglichen Wiederzulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Eucharistie, erteilt auch Kardinal Burke, Präfekt der Apostolischen Signatur und Kirchenrechtler, wie vor ihm schon Kardinal Caffarra, deren Urheber eine deutliche Abfuhr.



"Ich bin sicher"so sagt er, "daß der Fehler in seiner Herangehensweise immer klarer erkannt wird."
Er kritisiert auch, daß Kasper den Text, den er in einer nichtöffentlichen Sitzung beim Konsistorium vortrug, schon veröffentlichen ließ, bevor alle Kardinäle ihn in ihrer Sprache vorliegen hatten. Und er berichtet, daß diese Sitzung durchaus stürmisch verlief und es Widerspruch gegen die Kasper-Thesen gab.
Als Kirchenrechtler betont er, daß es den von Kasper vorgeschlagenen Weg nicht geben könne, weil "wir die Wahrheit nicht ändern können (...) die auf dem Wort Jesu Christi selbst beruht."
Und er warnt vor der zu erwartenden schweren Enttäuschung derjenigen Gläubigen, bei denen so falsche Hoffnungen geweckt wurden.



Tweet zum Tage

Freitag, 21. März 2014

Unruhe macht sich breit

Etwas mehr als ein Jahr des Franziskus-Pontifikates ist vergangen und so langsam werden die Fans aus der außerkatholische Ecke aber auch die Anhänger der Umstürzler-Theologen, Häretiker und Aggiornamentisten, die den Zeitgeist zu ihrem Leitmotiv erkoren haben, unruhig.
Noch ist kein einziger der sicher geglaubten, erhofften, geforderten Kahlschläge in der Lehre gefallen, kein Jota der verhaßten Doktrin wurde verändert, nicht alle Bischofsernennungen sind den Vorstellungen der Wunschträumer gefolgt. Es macht sich also Unruhe breit.
Während die einen ( unter ihnen altbekannte Vaticanisti und so mancher auf das Katholische spezialisierte Zeitungsschreiber) die noch beruhigende Version ausgeben, der Papst aus Argentinien könne nicht so, wie er wolle ( nämlich so wie sie) , er würde von einer Phalanx traditionsbesessener Prälaten, Bischöfe und Laien in der Kurie, in katholischen Medien und blogs durch mehr oder weniger offenen Widerstand gehindert und blockiert, Gedankengänge die eine unübersehbare Nähe zu Verschwörungstheorien aber auch große Ähnlichkeit mit einem Placebo haben, fragen sich andere schon bänglich, ob der Bischof von Rom vielleicht doch gar nicht so "progressiv", befreiungstheologisch, sozialistisch, Laissez-faire-mäßig, revolutionär ist, wie sie sich dachten. Einige von denen, die so denken, drohen schon mal ganz offen mit Ungehorsam bzw.. Mißfallenskundgebungen, sollte sich das bewahrheiten. Zu ihnen zählen auch ganze Domkapitel in Deutschland, die sich mit unmißverständlichen Worten die "Einmischung" des Papstes in "ihre" Bischofswahl verbitten. Auch die causa Limburg treibt die absonderlichsten Blüten, da wirft auch die Eminenz aus Mainz ( wundert das jemanden?) den roten Handschuh in den medialen Ring. Und zeigt ganz offen und echauffiert : "he ist not amused".

Popularitätskonkurrenz für den Papst?

Ja, Bitte!

Die TV-Formate, wo völlig Unbekannte lossingen und dann das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinreißen, sind weltweit populär und haben auch schon den einen oder anderen Star hervorgebracht. Wir erinnern uns z.B. an Paul Potts in England ..

Jetzt ist ein ähnliches Wunder in Italien passiert - eine singende Nonne mit einer "Riesenstimme".
Auf die Frage, ob der Papst denn so was erlauben würde, meinte sie, er hätte doch alle aufgefordert, das Evangelium an die Ränder zu bringen. Hoffentlich gelingt es ihr und hoffentlich bringt es die eine oder andere Berufung.

Dem Volk auf's Maul gschaut

München hat gewählt am Sonntag. Wie's genau ausgegangen ist, wissen wir immer noch nicht. Der künftige OB muss in die Stichwahl und die "Riesenwahlzettel" sind auch noch nicht genau ausgezählt.
Deshalb sagen die Münchner derweil anderweitig ihre Meinung:

Zu Papst Franziskus



und zum neuen Vorsitzenden der DBK



Gottesdiensbesucher nach dem Pontifikalamt am "Papstsonntag".



Ich lass die 1000 Leute beim Papstsonntag jetzt mal unkommentiert, erinnere mich aber gerne, dass zu Zeiten Benedikts viel mehr als doppelt so viele da waren ...

"Aus Bologna mit Liebe. Haltet ein !" Fortsetzung & Schluß



Kardinal Caffarra versus Kardinal Kasper

Immer häufiger wird das Verhältnis zwischen Beichtvater und Beichtendem thematisiert, auch als mögliche Lösung gegen das Leid derer, deren Lebensplan gescheitert ist.  Was denken Sie darüber?
"Die Tradition der Kirche hat immer unterschieden, unterschieden- nicht getrennt- zwischen dem lehramtlichen Auftrag und dem des Beichtvaters. Benutzen wir ein Bild: sie hat immer zwischen Kanzel und Beichtstuhl unterschieden. Eine Unterscheidung, die nicht eine Doppelfunktion will, auch wenn die Kirche von der Kanzel aus über die Ehe spricht, bezeugt sie eine Wahrheit, die nicht zuerst eine Norm, ein Ideal ist, dem man nachstreben soll. Hier greift liebenswürdigerweise der Beichtvater ein, der dem Beichtenden sagt: Was du von der Kanzel gehört hast, ist deine zerbrechliche und verletzte Wahrheit.
Der Beichtvater führt den Beichtenden auf den Weg zur Fülle des Guten. Es ist nicht so, daß das Verhältnis zwischen Kanzel und Beichtstuhl das zwischen dem Ganzen und dem Einzelnen ist. Das denken die Kasuistiker- vor allem die des 17. Jahrhunderts. Angesichts des Dramas des Menschen ist es nicht die Aufgabe des Beichtvaters, sich auf die Logik zurückzuziehen, die vom Ganzen zum Einzelnen kommen kann. Das Drama des Menschen findet sich nicht im Übergang vom großen Ganzen zum Einzelnen. Es spielt sich im Verhältnis zwischen der Wahrheit seiner Person und seiner Freiheit ab.

Donnerstag, 20. März 2014

Herzlichen Glückwunsch und Gottes reichen Segen, Exzellenz!

Der emeritierte Münchner Weihbischof Franz Josef Dietl feiert heute seinen 80. Geburtstag.
Dazu gratulieren wir herzlich und wünschen Gottes reichen Segen! Ad multos Annos.



Weihbischof Dietl ist ein treuer Weggefährte von Papst Benedikt.
Ich durfte ihn damals "live" erleben, als sich 2010 nach den permanenten Angriffen gegen die Kirche und gegen Papst Benedikt XVI  im besonderen "Deutschland pro Papa" formierte.
Am Tag des heiligen Benedikt, am 11.Juli 2010 gab es deshalb eine "Gebetsdemo, die unserem Papst in Rom unsere Verbundenheit bekunden sollte. Mehr als 3000 Menschen beteten und sangen auf dem Odeonsplatz in München für Papst und Kirche. Bei den angekündigten 34 Grad im Schatten konnte man in der Sonne noch mal 10 Grad hinzuzählen und es war so heiß, dass mir die Schuhsohlen wegschmolzen. Weihbischof Dietl verlas auf der Empore eine Grußbotschaft von Kardinal Marx und betete anschließend mit uns den Rosenkranz. Dass er in seiner Soutane keinen Kollaps bekommen hat, ist schon fast ein Wunder. Er hielt durch - und wir auch.
Ein unvergessliches Erlebnis!. Danke dafür und Vergelt's Gott!!


"Aus Bologna mit Liebe. Haltet ein!" Fortsetzung


Fortsetzung von hier

Kardinal Caffarra versus Kardinal Kasper

Man spricht von der Möglichkeit die wiederverheirateten Geschiedenen wieder zur Eucharistie zuzulassen. Eine von Kardinal Kasper vorgeschlagenen Lösungen sieht vor, daß sie nach einer Zeit der Buße wieder im vollen Rahmen zugelassen werden. Ist das eine unausweichbare Notwendigkeit oder eine Anpassung der Lehre an die Umstände?

"Wer diese Hypothese aufstellt, hat bis heute noch nicht die ganz einfache Frage beantwortet:  was geschieht mit der ersten Ehe?
Wenn die Kirche sie ( die wiederverheirateten Geschiedenen) zur Eucharistie zuläßt, muß sie die zweite Ehe legitimieren. Das ist logisch. Aber- das frage ich- was nun mit der ersten Ehe machen? Die zweite- so wird uns gesagt, kann keine echte Ehe sein, wenn man bedenkt, daß Bigamie dem Wort des Herrn entgegensteht. Was also mit der ersten? Ist sie aufgelöst? Aber die Päpste haben immer gelehrt, daß ihre Vollmacht so weit nicht geht, daß der Papst keine Macht über die gültige und vollzogene Ehe hat. 
Die vorgeschlagene Lösung läßt uns denken, daß die erste Ehe bleibt, aber daß es auch eine zweite Art der Kohabitation gibt, von der Kirche legitimiert. Da legitimiert die Kirche also eine Form des Auslebens außerehelicher Sexualität, damit aber wird der Grundpfeiler der Sexualdoktrin der Kirche verleugnet. An diesem Punkt kann man dann fragen:  warum wird dann nicht freies außer-oder voreheliches Zusammenleben akzeptiert? Warum nicht gleichgeschlechtliche Beziehungen? "
Eine einfache Frage also- aber niemand antwortet. Johannes Paul II sagte 2000 in einer Rede vor der Rota, daß die Lehre der Kirche besagt, dass der römische Pontifex keine Gewalt über die rechtmäßige und vollzogene Ehe hat, so wie sie von der Doktrin gelehrt wird, an die man sich zu halten hat. Der Ausdruck "sich halten" bedeutet, daß es keine Diskussion zwischen den Theologen und keine Zweifel bei den Gläubigen zu diesem Thema mehr geben kann

Jetzt wissen wir's: Was die Protestanten wirklich von uns halten

Wir haben es ja schon immer gewusst: Nix als Neid und Missgunst





Warum wollen jetzt aber unsere Hirten unbedingt unsere Kirche protestantisieren?

Ein Ausschnitt aus dem heutigen Singspiel zum Starkbieranstich auf dem Nockherberg...


Mittwoch, 19. März 2014

Sex sells ...

... oder auch nicht ...


Auch die großen Sünden bestraft der Herr manchmal sofort.

Der "Cicero" zählt ja eher zu den seriösen, konservativen Magazinen. Deshalb ist "Cicero" auch eines der wenigen Blätter, denen ich auf twitter folge.
Aber, die lassen ja online auch öfter mal Kollegen von anderen Blättern ran und da kann man auch schon mal einen Missgriff erleben.
So geschehen gestern. Da hat sich eine Furie vom Tagesspiegel via Cicero mal tüchtig ausgetobt und die Abtreibung schon mal als Frauenrecht bezeichnet. Sie wetterte gegen die Regierung in Spanien, die die Abtreibung wieder verbieten will und gegen Kliniken und Ärzte, die sich weigern, Abtreibungen durchzuführen, oder andere Ärzte in dieser "Kunst" auszubilden ...
Bebildert war das ganze mit einem "Femen-Auftritt" vor dem Reichstag in Berlin ...
Wir hatten uns beim Lesen dieses Artikels schon überlegt, was man dieser Frau wohl angetan hat, dass sie gar so tobt.

Aber dann:

Die Bären sind los!

Knuddel-Alarm!!


Heute durften die Münchner Eisbärenkinder erstmals die Luft der Freiheit schnuppern.... und die sind doch richtig gut drauf, die zwei.






Und die gute Nachricht ist: Wie man sehen kann, brauchen Eisbären weder Schnee noch Eis, um sich richtig wohlzufühlen.
Die Fotos von Greenpeace mit den traurigen Bären auf der Eisscholle sind mal wieder komplett gelogen.

"Haltet ein!" Fortsetzung

Fortsetzung von hier

Kardinal Caffarra versus Kardinal Kasper.....

"Viele Bischofskonferenzen haben unterstrichen, daß aus den Antworten auf den Fragebogen für die Vorbereitung der kommenden Synode hervorginge, daß die Lehre von Humanae Vitae nur Verwirrung stiftet. Ist das so oder ist sie im Gegenteil ein prophetischer Text?
Am 28. Juni 1978, etwas mehr als ein Monat vor seinem Tod, sagte Paul VI "Für Humanae Vitae werdet ihr Gott und mir danken."
Nach ungefähr 46 Jahren, sehen wir in der Zusammenschau, was aus der Institution der Ehe geworden ist und wir werden uns bewußt, wie prophetisch dieses Dokument war und ist.
Indem der untrennbare Zusammenhang von ehelicher Sexualität und Zeugung negiert wird und somit auch die Lehre aus Humanae Vitae, ist der Weg der Trennung zwischen Zeugung und ehelicher Sexualität geebnet worden- der zu  Sex ohne Babies- und dann zu Babies ohne Sex führte.
So ist das Fundament der menschlichen Zeugung auf dem Grund der ehelichen Liebe fortschreitend verdunkelt und langsam die Ideologie konstruiert worden, daß jeder ein Kind haben könne.
Single-Männer und Single-Frauen, Homosexuelle, möglicherweise durch eine Ersatzschwangerschaft. So ist man von der Idee des Wunschkindes zur der des programmierten Kindes als Rechtsanspruch gekommen. Man sagt, daß es ein Recht auf ein Kind gebe. Denken wir an das kürzlich ergangene Urteil des Mailänder Gerichtes, das ein Recht auf Elternschaft  feststellte, wie das Recht eine Persönlichkeit zu haben.
Das ist unglaublich. Ich habe das Recht, Dinge zu besitzen, nicht Personen.
Fortschreitend wird ein symbolischer Rechtskodex konstruiert, sei er ethischer oder juristischer Natur, der der Familie und der Ehe die Privatheit ihres Gefühlslebens aberkennt - indifferent für die Folgen für das soziale Leben.
Es gibt keinen Zweifel, daß die Anthropologie, die Humanae Vitae stützte, als die Enzyklika veröffentlicht wurde, sehr fragil war  und es in ihrer Argumentation nicht an einem gewissen Biologismus fehlte. Das Lehramt Johannes Pauls II hat sich große Verdienste in der Konstruktion einer adäquaten anthropologischen Basis für Humanae Vitae erworben.  Die Frage, die wir uns stellen müssen ist: ob und in welchem Maße Humanae Vitae heute angewandt werden kann oder ob sie im Gegenteil Quelle der Verwirrung ist. Nach meiner Beurteilung, ist die wahre Frage aber eine andere.
Welche?

Gedanken Papa Benedettos zum Heiligen Joseph

und weil die Worte, die Namensträger Joseph Ratzinger beim Angelus am 18.12.2005 zum Hl. Joseph fand, so erinnerungswürdig und schön sind- hier auch noch einmal das Video dazu:



Papst Benedikt XVI sagte: " ....ich möchte heute den Blick auf den Hl. Joseph richten, den der Evangelist Lukas als Ehemann der Hl. Jungfrau, der aus dem Hause Davids stammt, vorstellt. Der Evangelist Matthäus streicht heraus, dass der Hl. Joseph Jesus, indem er ihn als sein Kind annahm, in die legale Zugehörigkeit zu eben diesem Haus Davids stellte, als dessen Abkömmling nach den Propheten der Messias kommen werde.
Aber seine Rolle beschränkt sich sicher nicht auf die diese legalen Aspekte. Er ist das Modell des "gerechten Menschen", der in perfekter Harmonie mit der ihm angetrauten Hl. Jungfrau lebt, den menschgewordenen Sohn Gottes empfängt und über sein Heranwachsen als Mensch wacht.
(....) Johannes Paul II, der sich dem Hl. Joseph in besonderer Weise verbunden fühlte, hebt in "Redemptoris Custos" als besonderen Aspekt das Schweigen des Hl. Josephs hervor. Ein Schweigen, in dem er auf Gott, auf den Willen Gottes hört, der jeden seiner Gedanken und Schritte lenkt.(...) Diese Stille im dauerhaften Gebet und der Meditation der Worte Gottes, der Verehrung seines göttlichen Willens und die totale Hingabe an seine Vorsehung zeichnen den Hl. Joseph aus.
Man übertreibt nicht, wenn man denkt, daß Jesus vom Hl. Joseph die innere Stärke gelernt hat, die Voraussetzung für die authentische Gerechtigkeit, die übergeordnete Gerechtigkeit ist, die er eines Tages seine Jünger lehren würde.
Lassen wir und von dieser Stille des Hl. Josephs anstecken, wir sind ihrer so bedürftig in einer Welt voller Lärm, kultivieren wir die innere Sammlung, um Jesus in unserem Leben zu empfangen und zu hüten. Angelus Domini..."

Wir gratulieren allen Josefs, Sepps, Jupps, Peps ...

... und allen Josefinen, Josefas zum heutigen Namenstag.


Früher haben die Josefs in Bayern's Gaststätten zum Namenstag immer ein Bier umsonst bekommen. Das gibt es heute nicht mehr.

Aber an einen ganz besonderen Bayern wollen hier auch gesondert denken:

Zum Tag des heiligen Josef

Ein Gebet für uns und die Kirche von Papst Leo XIII,
das vom seligen Johannes Paul II seiner Kirche wieder sehr ans Herz gelegt wurde:

Bei dir, heiliger Josef, suchen wir Zuflucht.

Wir haben deine heiligste Braut um Hilfe angefleht

und bitten nun vertrauensvoll um deinen väterlichen Schutz.

Um der Liebe willen, die dich mit der unbefleckten Jungfrau

und Gottesmutter verbunden,

um der väterlichen Liebe willen, mit der du das Jesuskind umfangen hast, bitten wir dich flehentlich: 

Schau gütig herab auf die Kirche, die Jesus Christus durch sein Blut sich erworben hat, und komm unseren Nöten durch deine Macht zu Hilfe.
Du hast in treuer Sorge gewacht über die heilige Familie;
schütze nun auch die auserwählten Kinder Jesu Christi.


Liebreicher Vater, halte fern von uns jede Ansteckung durch Irrtum und Verderbnis.

Du starker Beschützer, steh uns vom Himmel aus gnädig bei

in unserem Kampf gegen die Mächte der Finsternis.

Wie du einst das Jesuskind aus höchster Lebensgefahr gerettet hast, so verteidige jetzt die heilige Kirche Gottes gegen alle Nachstellungen ihrer Feinde und gegen jede Widerwärtigkeit.


Jeden von uns aber nimm unter deinen beständigen Schutz,

damit wir nach deinem Beispiel und mit deiner Hilfe heilig leben,

gut sterben und die ewige Glückseligkeit im Himmel erlangen.

Amen.

Dank an Zeit zu beten für die wunderschöne Sammlung an Gebeten zum Heiligen Josef.

Dienstag, 18. März 2014

Zu Unrecht angegriffen?

Es ist Fastenzeit und da sollten Leberwürste eigentlich nicht auf den Tisch kommen.... Denkt man.
Aber so mancher Medienvertreter mag sich nicht dran halten und nutzt die Saison, um mal endlich die beleidigte Leberwurst rauszukehren. Ist ja auch gemein. Im Prinzip sind's die Medienvertreter, die ordentlich austeilen dürfen ... und die glauben sie seien sakrosankt.
Tja, wie wir wissen, Fastenzeit ist Bußzeit. Nachdem sich der D.D. in den letzten Tagen (genau nach der Rüge der "seriösen FAZ" durch den Presserat) ein Bußschweigen verordnet hat, hört man die anderen schon wieder klagen. Was für eine Gemeinheit aber auch. Der Kardinal Müller sagt ihnen, was er von ihnen hält und das auch noch mit drastischen Worten...
Volltreffer! Herr Kardinal! Endlich hat mal einer mit deutlichen Worten ausgesprochen, wie sich die Medienvertreter hier in den letzten Jahren aufgeführt haben. Der deutliche Hinweis auf ein Agieren der Presse "wie in dunkelsten Zeiten" ist berechtigt und sollte den einen oder anderen Schreiberling eher mal zum Nachdenken bringen, als zum Auspacken der diversen Standard-Floskeln mit gleichzeitigem Spielen des Unschuldslamms.


Zwischendurch bemerkt ..

... oder Medien-Dummheit des Tages.

Bei ZeitOnline gibt es jeden Tag ein Wissensquiz über aktuelle oder etwas zurückliegende Geschehnisse... und meistens ist das auch sehr intelligent und interessant.

Aber heute haben sie mal gezeigt, wie "Stille Post" funktioniert - oder was passiert, wenn man keinen Experten "an Bord" hat (oder der Verstand beim Thema "Sex" einfach ein paar Etagen tiefer rutscht)


Quelle: Screenshot aus dem Zeit-Online Wissenstest vom 18.3.2014
Ich hatte ja bisher immer gedacht, dass es bei der "Umfrage" um eine Standortbestimmung im Vorfeld der Bischofssynode zur Familienpastoral ging. Aber unsere Zeitungen wissen das natürlich besser.

Haltet ein!


"Aus Bologna mit Liebe. Haltet ein!"  
so titelt Vaticanist Matteo Matuzzi in IlFoglio   Originaltext hier: klicken

"Das Plädoyer von Kardinal Caffarra nach dem Konsistorium und der Rede Kaspers.
Rührt nicht an die christliche Ehe. Man entscheidet nicht Fall für Fall, man segnet die Scheidung nicht. Heuchelei ist nicht Barmherzigkeit.

Bologna. Zwei Wochen nach dem Familien-Konsistorium veröffentlicht Kardinal Carlo Caffarra, Erzbischof von Bologna, seine Gedanken zu den Themen der außerordentlichen Synode im kommenden Oktober und der ordentlichen Synode von 2015: Ehe, Familie, die Lehre der Enzyklika Humanae Vitae, Buße.
Die Enzyklika "Familiaris Consortio" von Johannes Paul II ist in ein Diskussionkreuzfeuer geraten. Auf der einen Seite sagen sie, das Lehrschreiben sei das Fundament des Evangeliums für die Familie, auf der anderen, das sei ein überholter Text. Ist seine Anpassung ans heute denkbar?

"Wenn von Gender und der sogenannten HS-Ehe gesprochen wird, dann ist es wahr, daß das zu Zeiten von Familiaris Consortio nicht der Fall war. Von allen anderen Problemen aber, insbesondere über die wiederverheirateten Geschiedenen wird seit langem geredet. Dafür bin ich ein direkter Zeuge, weil ich bei der Synode von 1980 Consultor war. Es ist nicht wahr, wenn gesagt wird, daß "Familiaris Consortio" in einem von heute gänzlich verschiedenen Kontext entstand.
Nachdem ich das erklärt habe, sage ich zuerst, daß Familiaris Consortio uns gelehrt hat, wie man sich den Fragen der Ehe und der Familie nähern muß. Die Verwendung dieser Methode ist unauflöslich mit einem Referenzpunkt verbunden. Welche Methode?
Als Jesus gefragt wurde, zu welchen Bedingungen es zulässig sei, eine Ehe zu scheiden- von einer solchen Erlaubnis sprach man zu  dieser Zeit nicht- tritt Jesus nicht in die casuistische Problematik ein, aus der die Frage entstanden war, sondern zeigte in die Richtung, in die wir schauen sollen, um zu verstehen, was die Ehe ist und als Folgerung- die Wahrheit der Unauflöslichkeit der Ehe.
Es war, als sage Jesus : " Seht her, ihr müßt aus dieser casuistischen Logik heraus und in eine andere Richtung schauen, der des Prinzips. Ihr müßt dahin schauen, wo Mann und Frau in die wahre Existenz ihres Seins in Fülle eintreten, Mann und Frau aufgerufen sind, ein Fleisch zu werden.

Perlen aus Ezechiel, Timotheus Briefe, die Enzyklika Veritatis Splendor und meine Großeltern

Ich möchte voraus schicken, ich erwarte von keinem Kleriker, und auch nicht vom Papst, ein superschlauer Bursche zu sein, der den Inhalt seiner 80tausend Bücher, die er gelesen hat, auch noch auswendig hersagen kann.
Meine Großeltern, denen ich meinem Glauben verdanke, waren einfachste Leute, die das Wort Meditation nicht schreiben konnten, aber durch das  lebenslange Versuchen, in allem Elend Christus nachzufolgen, sehr weise geworden waren.
Von meiner Großmutter habe ich als Leitmotiv immer wieder gehört "Fürchte Gott und scheue niemand" und aber, auch damals, als  wir im Zuge der 68'er und wie man es halt in der Jugend so macht, anfingen über alles und jedes zu lästern und uns jeder, der eine, wie auch immer geartete, Autorität hatte, von vorneweg verdächtig vorkam, mich immer wieder ermahnte "Kind kümmere dich um deinen eigenen Kram!"
Beide haben mich immer wieder, wenn ich (berechtigte) Klage über die Eltern, die Lehrer, später die Chefs führte, ermahnt, "Sei zufrieden! Bedenke, die haben es auch nicht leicht" Wobei letzterer Satz unter den Bedingungen eines Dorfes, wo jeder jeden kannte, verstanden werden muss.
Aber sie wussten bei aller Frömmigkeit und allem frommen Dulden, dass wir noch nicht da sind, wo gilt 
 "man tut nichts Böses mehr auf meinem ganzen heiligen Berg!" und das es von daher richtig und wichtig ist, das Böse böse und das Gute gut zu nennen.
Bei allem vor der eigenen Tür kehren, doch Gott zu fürchten und niemanden zu scheuen, weil bei allem immer das "katholischste" Wort das berühmte "et...et" ist.

Montag, 17. März 2014

"Der Papa emeritus betet, aber berät auch"


Heute veröffentlichte Sandro Magister auf dem blog www. chiesa diesen Artikel    klicken 
man kann den Text auch als unbeabsichtigten Kommentar zu unserem vorhergehenden Beitrag lesen )

"Der Papa emeritus betet, aber er berät auch"
Während Papst Franziskus regiert, lobt Benedetto Johannes Paul II und besonders seine Enzyklika  "Veritatis splendor" zu den Fundamenten der Morallehre. "Er war ein Papst"- so sagt er- "der keine Angst hatte, wie seine Entscheidungen aufgenommen werden würden."


"In seinem Interview mit dem Corriere della Sera hat Papst Franziskus enthüllt, daß er sich mit Joseph Ratzinger auf eine aktive Rolle für den emeritierten Papst geeinigt habe, die ohne Präzedenz in der Kirchengeschichte ist.
"Der emeritierte Papst ist kein Denkmal in einem Museum. Er ist eine Institution. Wir waren nicht daran gewöhnt. Vor 60 Jahren existierte der emeritierte Bischof auch noch nicht. Der kam nach dem Konzil. Heute ist er eine Institution. Das gleiche soll auch mit dem emeritierten Papst passieren. Benedetto ist er erste, aber vielleicht wird es mehrere geben. Wir wissen es nicht. Er ist diskret, demütig, er will nicht stören.(.....) wir haben darüber gesprochen und gemeinsam entschieden, dass es besser wäre, wenn er Menschen sieht, hinausgeht und am Leben der Kirche teilnimmt." (....)

Gesagt- getan. Vor wenigen Tagen ist eine unveröffentlichte Schrift Benedikts XVI als Buch erschienen, Und es handelt sich nicht um irgendeinen Text. Sondern es ist das Urteil, das der vorletzte Papst- während sein Nachfolger regiert- über seinen Vorgänger Johannes Paul II spricht. Es ist ein wirklich öffentliches Urteil nicht nur über die Person sondern auch über die Leitlinien dieses erinnerungswürdigen Pontifikates.
Man muß unterstreichen, daß dieses mit der aktuellen Lage der Kirche konfrontiert wird.

Einige Medien haben, um diese Schrift des Emeritus bekannt zu machen, die Passage hervorgehoben, in der aus der ersten Zeit des Pontifikates berichtet wird, als Karol Wojtyla sich mit der Frage der Befreiungstheologie befaßte.


Die "neue" Kasper-Doktrin

Kardinal Caffarra, Moraltheologe und Erzbischof von Bologna, hat die Pläne Kardinal Kaspers zur Wiederzulassung der wiederverheirateten Geschiedenen, die unter der Barmherzigkeits-und-Pastoral-vor Doktrin-Flagge segeln, kommentiert.
Er sagt: "Wenn die Kirche sie zur Eucharistie zuläßt, muß sie die zweite Ehe legitimieren. Das ist logisch. Aber- das frage ich- was nun mit der ersten Ehe machen? Die zweite- so wird uns gesagt, kann keine echte Ehe sein, wenn man bedenkt, daß Bigamie dem Wort des Herrn entgegensteht. Was also mit der ersten? Ist sie aufgelöst? Aber die Päpste haben immer gelehrt, daß ihre Vollmacht so weit nicht geht, daß der Papst keine Macht über die gültige und vollzogene Ehe hat. 
Die vorgeschlagene Lösung läßt uns denken, daß die erste Ehe bleibt, aber daß es auch eine zweite Art der Kohabitation gibt, von der Kirche legitimiert. Da legitimiert die Kirche also eine Form des Auslebens außerehelicher Sexualität, damit aber wird der Grundpfeiler der Sexualdoktrin der Kirche verleugnet. An diesem Punkt kann man dann fragen:  warum wird dann nicht freies außer-oder voreheliches Zusammenleben akzeptiert? Warum nicht gleichgeschlechtliche Beziehungen? "
Kardinal Caffarra legt den Finger auf den wunden Punkt der Kasperschen Doktrin: die - und das nicht zufällig- nicht weniger bedeutet, als in einem Aufwasch die gesamte Kirchendoktrin zur menschlichen Sexualität und das Ehesakrament zu Fall zu bringen. Und sie bedeutet nicht weniger- auch wenn der Kardinal diesen Ausdruck händeringend aus der Diskussion fernhalten möchte- als eine Revolution der tradierten Lehre.
Quelle TMNews Italy

3 Tage für einen ganz besonderen Heiligen!

Wie in jedem Jahr ist München immer ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, mit den vielen in der Stadt lebenden Iren den St. Patricks Day, den irischen Nationalfeiertag zu feiern. Und wie immer gibt es hier die größte St. Patricks Day Parade in Europa außerhalb Irlands. Dieses Jahr hat auch das Wetter mitgespielt, zumindest blieb es trocken. Über die Leopold- und Ludwigstraße zogen Iren, Schotten Amerikaner, Bayern ... eine wahre Pracht.

Begonnen hatte alles - wie immer - mit einer schönen heiligen Messe am Samstag abend in St. Michael. Die Messe wurde live über Radio Horeb ausgestrahlt und so konnten viele Hörer die Messe mitverfolgen. Und man kann feststellen, die Münchner gewöhnen sich allmählich an dieses irische Fest und besonders an die Messe, denn das Mitsingen fällt immer leichter:
Das Eingangslied "Hail Glorious St. Patrick", gesungen von Frances Lucey, und den mitsingenden Mitgliedern der Gemeinde.




Sonntag, 16. März 2014

Zum zweiten Fastensonntag:

"Meditabor in mandatis tuis, quae dilexi valde: et levabo meas ad mandata tua, quae dilexi"

"Ich sinne über deine Gebote nach, ich liebe sie von Herzen, ich erhebe meine Hände zu deinen Geboten, die ich liebe."


Das sang die Schola heute zum Offertorium.


Einfach nur schön!

4 ist mehr als nichts, auch wenn es um Blätter Papier geht!

Also ich finde ja immer, wenn man sagt zwischen Papst Benedikt und Papst Franziskus passe theologisch kein Blatt Papier, so ist das, wie wenn man sagt "Zwischen die Klavierspielkunst eines Rubinsteins und einer Ester passt kein Blatt Papier"
Ester drückt ja genau die gleichen Tasten, wenn sie auf dem Klavier rumspielt, wie Rubinstein, also wenn Ester ein "C" spielt, dann drückt sie genau die gleiche Taste, die Rubinstein drückt.
Und damit ist alles gesagt, wenn man es durchdenkt.
Rubinstein ist brilliant und Ester unmusikalisch, und hat sich nur aus Gründen der Familientradition an dem blöden Klavier rumgequält und konnte es nicht verhindern, dabei was gelernt zu haben.
Papst Franziskus, sagt, das sei der Ehrlichkeit halber festgestellt, ab und an mal absolut geniale Sachen, die richtig, richtig gut sind, aber auch Kardinal Ratzinger hat spontan geredet (z.B.  im Interview Buch "Salz der Erde") und das hat alles Hand, Fuß und Sinn, naja wir wissen es alle.
Das Kriterium sind also nicht die Umstände der Reden, sondern der Inhalt. Bei dem einen merkte man, das ist komplett sinnvoll "Hermeneutik der Kontinuität," jahrelanges Nachdenken über Theologie, bei dem anderen geht es darum, dem Menschen was Nettes zu sagen. "Hermeneutik des Feldlazarettes"

Bis hierhin ist der Text ein unveröffentlichter  Entwurf,den ich letztes Jahr im August  geschrieben habe, und den Arbeitstitel "Päpste, Blätter Papier, ganze Wälder und die Macht der Illusion" gegeben habe,  dann nicht gepostet habe, weil ach ja, weil alle Welt behauptete es passe definitiv kein Blatt Papier zwischen Papst Franziskus und Papst Benedikt und der Weltjugendtag, die Begeisterung und überhaupt......

Interessant finde ich, dass mittlerweile die Meldung durchs Netz geistert, dass laut dem Präfekten des päpstlichen Hauses, mindestens 4 Blätter Papier zwischen Papst Benedikt und Papst Franziskus  passen.
Gefunden habe ich die Meldung hier
Man kann es, so man es nicht glaubt, hier in diesem Video auf dem ZDF Blog Papstgeflüster, ab Minute 7 selber hören, und ab Minute 8:30 sagt Bischof Gänswein, dass es sich um 4 schreibmaschinengeschriebene Blätter gehandelt habe.