Montag, 30. Juni 2014

Ein Fundstück über den Papst und die frommen Omas

Als unsere Pfarreien, egal ob im Ruhrpott oder im Schwarzwald, noch nicht Sankt Kamillentee waren, gab etwas, was doch anders war als heute und zwar- ich zitiere:
Wie konn­te man nur in der Zeit ka­tho­lisch sein? Trotz der we­ni­gen Nach­rich­ten aus Rom, wa­ren die Men­schen da­mals gläubig und vie­le wußten vom Glau­ben mehr, als heu­te, wo uns al­le In­for­ma­ti­ons­an­ge­bo­te of­fen ste­hen. (Frei­lich, gab es da­mals gab noch Ka­te­chis­mus­un­ter­richt für Kom­mu­nion­kin­der statt grup­pen­dy­na­mi­scher Dis­kus­si­ons­run­den.)
Die Men­schen könn­ten heu­te über al­les in­for­miert sein, aber ge­ra­de in Glau­bens­din­gen, gibt es einen Wis­sens­ver­lust wie es ihn lan­ge nicht mehr gab. Die Nach­rich­ten sind da, aber sie kom­men nicht an und zu Her­zen ge­hen sie schon drei­mal nicht...


Sie waren und sind nicht Thema des Dialogs

Wir verbeugen uns vor den neuen Märtyrern, die für ihren Glauben an Jesus Christus im neugeschaffenen Kalifat im irakisch-syrischen Raum grausam zu Tode gefoltert wurden, manche von ihnen gekreuzigt. Sie haben die Krone des Lebens errungen.
Das beredte Schweigen des europäischen Gutmenschentums und der ihm hörigen MSM, die in ihrer verblendeten Orientromantik und ihrem Fürwahrhaltenwollen des Euphemismus von der "Religion des Friedens" verharren, spricht für sich. Wir werden es nicht vergessen.
Und die Oberhirten der Kirche, deren Kinder diese Märtyrer waren, haben sie durch ihren zum Dialog umdeklarierten Monolog gegenüber einem nicht fassbaren, amorphen  "Gesprächspartner" aus den Reihen der Glaubensführer des Islams etwas Wirkungsvolles zu ihrem Schutz gesagt oder getan?
Diese Art des Dialogs beschreibt der Philosoph Marcello Pera so:

..."jetzt wird über den Dialog gesprochen, der eine Begegnung zwischen Stummen bedeutet oder präziser gesagt, die Begegnung zwischen jemandem der eine sehr starke Meinung von sich selbst hat und schreit und dem Westen, der keine Meinung hat und auch keine haben will und deshalb stumm bleibt. Und niemand regt sich über das zunehmende Martyrium der Christen in der Welt auf."

Der Chaldäische Patriarch des Iraks, Louis Raphael I Sako hat, wie wir in La Stampa lesen können, klickenvon den Islam-Führern eine Fatwa gegen die Gewalt der Sektierer der Isis gefordert und hat zusammen mit seinen Amtsbrüdern in den benachbarten Ländern, die dortigen Politiker aufgefordert, zum Schutze der Christen einzuschreiten. 

Freude!

Quelle: Screenshot von der Website des Erzbistums Freiburg

... und nochmals Glückwünsche in die Erzdiözese Freiburg aus der Nachbar-Erzdiözese München.

Wir freuen uns mit den Freiburgern über den neuen Erzbischof!

Und beim SWR gibt es inzwischen dieses Video, das man aber leider nicht einbetten kann.

Auf der Website des Erzbistums gibt es eine schöne Zusammenfassung des Tages und einen Link zur pdf-Fassung der Ansprache von Erzbischof Burger.

Soccis Philippika "Die pauperistische Kirche" Teil 2

Fortsetzung der Abrechnung Antonio Soccis mit dem Vorsitzenden der Italienischen Bischofskonferenz, Bischof Galantino und dem aktuellen Kurs der Kirche (erster Teil hier:  klicken)

"Will er besser sein als Jesus?"
"Damit plante Galantino, sich tapferer zu zeigen als Jesus selbst, der sich nicht bei der Welt dafür entschuldigte, daß er gekommen ist, um sie zu entlarven und um die Sünder zu stören.
So hat Jesus bekannt : "Glaubt nicht, daß ich in die Welt gekommen sei, um den Frieden zu bringen: ich bin gekommen, das Schwert zu bringen nicht den Frieden...." (Matth. 10,34)
Und wirklich: Jesus muß die Nichtglaubenden dermaßen aufgestört haben, daß sie so außer sich gerieten, daß sie ihn auf bestialische Weise aus dem Weg schafften. Auch in den anderen Jahrhunderten fuhren sie fort, Märtyrer zu ermorden, bis auf den heutigen Tag.
Aber Galantino ist weder am "christlichen Kampf" noch an christlichen Märtyrern interessiert.
Bei all den großen Reden über unsere klerikale Welt in den letzten Wochen, hat man ihn nicht ein einziges Wort zu Meriam sagen hören, der jungen, im Sudan in Ketten gefangen gehaltenen Schwangeren, die zu 100 Peitschenschlägen und zum Tod durch den Strang verurteil wurde, weil sie Christin ist und einen Christen heiratete.*
Über solche Sachen regt sich Galantino nicht auf.
Gleichwohl werden die Zeugnisse von Meriam oder Asia Bibi für die Ewigkeit bestehen. Während seine Galantinismen um 12 Uhr Mittags bereits im "Salat der Supermärkte" ranzig geworden sind.

Wie sagte Chesterton?  "Wir brauchen keine Kirche, die sich mit der Welt bewegt. Wir brauchen eine Kirche, die die Welt bewegt." 
Quelle: LoStraniero.Il Blog. Antonio Socci klicken
* inzwischen gehen die Meldungen zwischen : "sie ist frei, sie ist wieder in Haft" hin und her.

Sachen gibt's: "Backen für den Frieden"

Hermannteig oder "Vatikanbrot"....


Das kommt uns gerade recht in diesen Zeiten: Die Rezepte aus den 70ern. Der BR ist da voll im Trend.
.. und a bisserl katholisch is es a noo...weil's ja angeblich der Vatikan erfunden hat, aber vor sehr langer Zeit. 



Und hier gibt's die Rezepte zum Ausdrucken.

Also ich muss sagen, "Backen für den Frieden" ist bei uns am Land völlig bei uns vorbeigegangen.
Und als ich dann Mitte der 70er nach Frankfurt zog, war da eher "Steinewerfen" in als "Friedensbrot".
Aber vielleicht hat der Joschi ja auch gar nicht mit Steinen geworfen, sondern mit hart gewordenem Friedensbrot?

Tweet des Tages!

Wir freuen uns über den neuen Freiburger Erzbischof Stephan Burger!


Sonntag, 29. Juni 2014

Und der Himmel weinte dazu! oder per aspera ad astra!

Wenn ich was nicht leiden kann, sind es politische Reden, und wo ich selbige gar nicht leiden kann, ist in der Kirche!
So fuhren wir heute zur Bischofsweihe nach Freiburg, die wunderbar war, wenn nicht am Ende lauter Leute, die mit der Kirche nix am Hut haben, das Wort ergriffen hätten.

Naja ich weiß schon, das muss sein, wegen bla blubber, aber in der Schrift stehen schreckliche Sachen, so auch das Wort:
Ich sage euch: Über jedes unnütze Wort, das die Menschen reden, werden sie am Tag des Gerichts Rechenschaft ablegen müssen; (Matt 12,36)

Ich bin ja immer der Ansicht, dass all diese Politiker und Laberköpfe im Fegefeuer solange das eigene Geschwätz anhören müssen, bis sie einsehen, was für einen Blödsinn sie zusammen geschwätzt haben.
(Ja, ja ich weiß, es gibt Leute die denken bezüglich meiner virtuellen Ergüsse dasselbe, freut mich, wenigstens, was die Idee des Fegefeuers, angeht, eine gemeinsame Basis zu haben, könnt euch die Kommentare sparen).

Ein weiterer Kardinal wirft seinen Hut in den synodalen Ring

Sandro Magister berichtet:    klicken

"Reiner Wahnsinn:  Kardinal Collins und der Feldkurat"
Nach Müller, Brandmüller, Caffarra und De Paolis hat ein weiterer Kardinal das Schlachtfeld der großen Kontroverse um die Thesen ihres deutschen Kollegen Kardinal Kaspers zur Wiederzulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion  im Februar-Konsistorium betreten.
Es ist der 66-jährige Kanadier Thomas Collins, Erzbischof von Toronto und aufgehender Stern im Sacro Collegio, der von Papst Franziskus u.a. in die neue Kardinalskommission zur Überwachung der IOR berufen wurde.
Kardinal Collins hat Brandon Vogt im katholischen amerikanischen blog "The World on Fire" ein ausführliches Interview gegeben, das am 25.Juni, am Vorabend der Bekanntgabe des "Instrumentum Laboris", also des Basistextes für die kommende Familiensynode veröffentlicht wurde.
Titel des Interviews: "Marriage, Divorce and Communion"   klicken   (die englische Version)
In einer Passage des Interviews argumentiert Collins zur Unmöglichkeit, den wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion zu spenden, so:
"Die katholischen wiederverheirateten Geschiedenen können die Hl. Kommunion von dem Augenblick an nicht mehr empfangen, in dem sie- wie ihre persönliche Disposition oder die Gründe für ihre Situation- und nur Gott bekannt- auch sei, eine Lebensführung fortsetzen, die objektiv im Gegensatz  zu einem klaren Gebot Jesu steht. Das ist der Punkt. 

Heute

vor 63 Jahren wurde Papa emeritus Benedetto XVI, Joseph Ratzinger von Kardinal Faulhaber im Dom zu Freising zum Priester geweiht

                     

hier noch einmal das berühmte und wiedersehenswerte Video:

Samstag, 28. Juni 2014

Ein Fundstück, über das richtige Tun im falschem Leben, oder über die Schwalben, die kein Sommer sind

Ja ich denke es haben schon viele erfahren, dass es manchmal gut sein kann, der erste Schritt hin auf dem Weg zu Gott, einen guten Akt zu setzen.
Deshalb darf man das nicht gering achten, wenn einer, versucht gut zu sein.
Nur beschreibt die Mystikerin Hildegard von Bingen und andere, die Sache folgendermaßen:
Wenn die Seele anfängt sich aus der Kumpanei der bösen Mächte zu lösen, sich aufmacht auf den Weg zum Licht, dann merken das die bösen Mächte und merken, dass ihnen sichere Beute entschlüpfen will und versuchen, die fliehende Seele wieder in ihre Gewalt zu bekommen.
Es ist also nicht so, dass eine gute Tat, ein richtiger Gedanken, den nächsten nach sich zieht, und das fast automatisch geht, sondern es muss sich bewähren, auch wenn Gott genau die Gnade gibt, die nötig ist, um sich bewähren zu können.
Ist ja auch im wirklichen Leben so, den Berg hinuntergeradelt sind wir schnell, wieder hochsteigen ist schwieriger.
Ausführlicher finden wir hier bei frischer Wind Gedanken von Pater Deneke zum Thema, der auch wundervoll erklärt, warum die Kirche durch Lockerung ihrer Essentials keinem einen Gefallen tut. http://frischer-wind.blogspot.de/2014/06/es-gibt-kein-richtiges-leben-im-falschen.html

Zur Synode im Oktober, ein passender Witz

Demnächst soll sie also stattfinden, die Synode über die Familien, wo, wie einige hoffen, endlich, endlich das Sündigen erlaubt wird, und vielleicht sogar bestimmtes Sündigen als besser als Nichtsündigen erklärt wird.
Ja so träumen manche, aber ich vermute mal es wird zugehen wie in dem alten Witz:

Bekanntlich war Mose sehr lange auf dem Berg Sinai.
Als er dann, mit den Gesetzestafeln unterm Arm,  wieder runter kam, sagte er.

"Also Leute, ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht!"
Die gute Nachricht ist: "Ich habe IHN runterhandeln können auf 10 "
Die schlechte ist : "Ehebruch ist immer noch bei den Verboten!" "

Freitag, 27. Juni 2014

Tweet des Tages

GoDi - die Abkürzung des Tages

Hätte man einfach Gedenkmesse geschrieben, hätte es dieser "Vergewaltigung" nicht bedurft:


Mittwoch, 25. Juni 2014

Wo der Herr Alipius zu Hause ist

Schön!




Die arme Kirche...Antonio Socci meldet sich zu Wort und redet Klartext

Die pauperistischen Bischöfe (wie Galantino, der sich in der CEI als Herr aufspielt) verzichten um der Kohärenz willen auf 0, 8 %.

"Die Kirche will" ärmer an irdischen Gütern sein und reicher an evangelischen Tugenden, sie braucht keinen Schutz oder Sicherheitsgarantien."
Das wiederholt er auf jede Weise und sagte es auch gestern wieder, Msgr. Galantino, der von Bergoglio als neuer Generalsekretär der CEI erfunden wurde, um Kardinal Bagnasco zu "kommissionieren" und zu strafen (schuldig, im Konklave nicht für den argentinischen Prälaten gestimmt zu haben)
Wenn also die Worte einen Sinn haben, nimmt die Kirche die Zahlung der 0,8 % nicht mehr gern an.
Bei einer anderen Gelegenheit hatte Galantino noch getönt : "Aber was wollt ihr mit einer Kirche, die heute in unserer Welt damit beschäftigt ist, ihre eigenen Positionen zu verteidigen ( manchmal die wahren und eigenen Privilegien)."
Man weiß, daß es die Laien des linken politischen Spektrums sind, die die Privilegien der Kirche als die 0,8%,  die Steuerbefreiung der Ici und der (katholischen) Schulen ( die dem Staat andererseits einen Sack voll Geld sparen) definieren.
Jetzt tut das -im Namen der CEI- auch Galantino, der den Beifall von der öffentlichen "scalfarianischen" Meinung begehrt.
An diesem Punkt:  warum ihm also den Verdruß bereiten, der Italienischen Kirche Millionen von Euro zu geben?
Es müßte ihn befriedigen ,,wenn auch schweren Herzens wegen der Probleme, die so viele tapfere Priester mit ihrer schönen und großen Mission bekommen würden,  die vielen caritativen Einrichtungen zu schließen und dem Staat die Aufgabe zu überlassen, den Hilfsbedürftigen zu Hilfe zu eilen.
Es ist richtig, das brennende Verlangen nach Armutnvon Galantino & Co zu erfüllen, die die Privilegien und Gelder der Kirche verabscheuen.
Auch wenn einige Äußerungen glaubwürdiger wären, wenn -nanders als  mit Worten - der Sekretär der CEI, selber die Abschaffung der 0,8 % vorschlüge.
Wenn wir die 0,8 % Zuschüsse aus der Staatskasse nicht annehmen, würden wir vielleicht einige Steuern sparen (wie sagte Ezio Greggio. "0,8 %? Nein, nein ich kämpfe für mich selbst, und das ist schon hart genug.")

Antikatholisches Fernsehen
Einmal arm geworden, müßte die  CEI einsparen. Auch ihren Fernsehsender TV 2000 ( eine Struktur, die ihre eigenen Kosten verursacht) , die Tageszeitung Avvenire und die Agentur Sir (mit 427 Journalisten, Technikern  und Verwaltungsangestellten).
Das kann Galantino nicht verstanden haben, weil er - im Hiblick auf die Medien - in den letzten Tagen, mehrere Direktoren einbestellt hat, um sie darüber zu informieren, daß er selbst einen Masterplan erstellt habe, um alle diese Medien wie "ein Mann" unter seiner weisen Führung werden zu lassen. Er will kommandieren. Allen.


Dienstag, 24. Juni 2014

Sudanesische Christin erneut verhaftet

Seit Gestern landen  immer wieder jubelnde mails in meinem Postfach, des Inhalts, dass die Sudanesische Christin aus ihrer Todeszelle entlassen und begnadigt wurde.
Nun erreichte mich via JoBo die  BBC Meldung, dass sie bei dem Versuch der Ausreise mitsamt ihrer Familie (ihr Mann ist US Bürger) erneut verhaftet wude.
Angeblich waren die Papier nicht in Ordnung und sie würde bald wieder frei sein, werden offizielle sudanesische Stellen in der BBC Meldung zitiert.
Update: Mittlerweile ist die Meldung auch in Deutschland angekommen, hier z.B.
Beten wir weiter!

Montag, 23. Juni 2014

Drittes Update: Bayerische Schmankerl für den Papst ...

... zwei Päpste für den Bayerischen Ministerpräsidenten.


Hier ist jetzt endlich das erste Video!

Und hier das zweite:



Wie man sieht, hat sich der Papst am meisten über das Bier gefreut. Und das war romereports dann sogar die Headline wert.

Noch mehr schöne Bilder (aber keine neuen) aus dem offiziellen Channel der Staatskanzlei:



Der bayerische Ministerpräsident Seehofer wurde heute mit seiner Delegation von Papst Franziskus empfangen. Was besprochen wurde, wissen wir noch nicht und hoffen aber, dass wir in den nächsten Stunden noch mehr darüber erfahren, als wir im Moment beim BR nachlesen können.
Auf jeden Fall hat sich der Ministerpräsident in Sachen Gastgeschenk an den Besuch der Queen erinnert (sie brachte dem Papst ja britische Spezialitäten aus Königs-eigenen Gütern mit) erinnert und dem Papst ein Paket mit bayerischen Schmankerln überreicht. Unter anderem waren Bier, Brezn, Senf und Obstler in dem Geschenkpaket. Und wir wissen ja, dass Papst Franziskus seit seinem legendären Mittagessen mit Kardinal Müller seinen Gefallen an bayerischen Spezialitäten bekundet hat. Sehr gut gedacht, Herr Ministerpräsident.
Ein Geschenk machte sich Herr Seehofer dann selbst, als er den emeritierten Papst Benedikt aufsuchte.
Der Merkur schreibt darüber: "Diese Kombination hatte vor ihm noch kein Politiker, auch die Kanzlerin nicht, eine Extrawurst für die Bayern."
Ja mei, wer ko, der ko.
Update:
Inzwischen sind zumindest einige Details über den Besuch Seehofers bei Papst Benedikt durchgesickert. Seehofer berichtete, dass Papst em Benedikt Bayern nicht mehr besuchen wird:

"Er hat Nein gesagt. Er hat sich eine Regel gegeben: Er ist jetzt Mönch, und diese Regel möchte er nicht aufgeben."


Der Papst im Dialog mit den jungen Mitgliedern der Franziskaner der Immacolata



Wie A. Tornielli in La Stampa berichtet, traf sich Papst Franziskus am 10. Juni in der Kapelle von Santa Marta mit cirka 60 Fratres und Novizen des von Pater Stefano Manelli gegründeten Ordens der  FFI .
Das Treffen dauerte 90 Minuten und fand trotz einer Indisposition des Pontifex statt, deretwegen er seine sonstigen Termine abgesagt hatte. Hier geht´s zum Originalartikel :    klicken

"Papst Franziskus  hat sich mit den Mitgliedern des Ordens, der mit dem Ziel interne Zwistigkeiten zu schlichten, seit letztem Jahr unter kommissarischer Leitung steht -aber auch wegen fast exklusiver Messfeiern im Usus antiquior und der ordenseigenen Interpretation des II. Vaticanums getroffen. Anwesend waren um die 40 Seminaristen, Novizen oder Theologiestudenten gemeinsam mit ihren Lehrern und dem päpstlichen Kommissar Fidenzio Volpi.
Die Franziskaner rezitierten das Ave Maria von Fatima und  haben dem Papst ihre völlige Hingabe an die Immacolata in die Hand versprochen. Dann wurden dem Papst Fragen über die dornigen, das Innenleben der Institution betreffende Fragen gestellt. Papst Franziskus zeigte sich sehr gut über alles informiert, hatte die Vorgänge von nahem verfolgt und Pater Volpi mehrfach seine Zufriedenheit ausgedrückt, und widerlegte so die Annahmen, die Aktionen des Kommissars und seiner Mitarbeiter könnten ohne päpstliches Wissen erfolgt sein.
Nach der Einsetzung der kommissarischen Leitung und der Restriktion der Messe nach dem Usus antiquior- entgegen der vom Motu Proprio "Summorum Pontificum" etablierten Regel, daß dieser ohne Antrag oder Autorisierung durch Ordensobere oder Vorgesetzte genutzt werden dürfe, waren Fratres und Seminaristen aus dem Orden ausgetreten. Ungefähr 40 von 400 Ordensmitgliedern weltweit hatten um Dispens von ihrer Profess gebeten, die Hälfte von ihnen Seminaristen, die noch Studenten waren und erst die zeitliche Profess abgelegt hatten.

Zum  Motu Proprio sagte Papst Franziskus, er wolle sich nicht von der Linie Benedikts XVI entfernen, und hat bekräftigt, daß auch den Fratres der FFI die Freiheit, die Messe im alten Ritus zu feiern bliebe, auch wenn im Augenblick angesichts der Polemiken um den ausschließlichen Gebrauch dieser Meßform, einem Element, das nicht zum Gründungscharisma des Institutes gehört habe, ein gewisses Unterscheidungsvermögen durch die Oberen und mit dem Bischof nötig sei, ob es sich um die Feier in einer Gemeindekirche, einem Heiligtum oder in Seminaren handele. Der Papst hat unterstrichen, es müsse die Freiheit für alle geben, die Hl. Messe nach dem alten oder dem neuen Ritus zu feiern, ohne daß eine ideologische Fessel daraus würde.

Fronleichnam in München

Auch wenn's schon ein paar Tage her ist, ein bisserl Nachschlag muss heute sein:

Da fang ich doch mal mit einer Vorschau von TV-München an:



Der ideologische Relativismus siegt

In der Hansestadt Hamburg wird zukünftig der Religionsunterricht an Schulen nicht mehr konfessionsgebunden unterrichtet, deshalb können und sollen z.b. Muslime den christlichen Glauben evangelischer Denomination unterrichten. Auch die Jüdischen Gemeinden beteiligen sich an dieser interreligiösen Unterweisung, bei der der jeweilige Glaube nur noch relativ ist, so gut wie jeder andere und austauschbar. Man könnte auf die Idee kommen, ein gewisser Tübinger Alttheologe habe mit seinem "Weltethos" Pate gestanden. Wie die Erzdiözese mitteilt, nimmt die Katholische Kirche an diesem Programm nicht teil und besteht weiter auf ihrem konfessionellen Unterrichtsrecht.
Man möchte den Urhebern dieser Idee die Aussagen Marcello Peras über Europa und seine kulturellen Wurzeln nahe  legen, aber das wäre sicher verlorene Liebesmüh.

Quelle: Hamburger Abendblatt :"Hamburger Pilotprojekt...."  klicken  online leider nur für Abonennten lesbar.

Samstag, 21. Juni 2014

Difficile est satiram non scribere! Über das sleep-in in Santa Maria Maggiore und das Schweigen des Ideengebers

Jedesmal wenn ich das Wort Bauernkriege höre, rutscht mein Hirn in den Satz "Wider das sanftlebende Fleisch zu Wittenberg...."
Was war geschehen?
Nun in aller Kürze: Es trat ein Mann in Deutschland auf, mit dem Namen Martin Luther und die Bauern verstanden ihn so, wie sie ihn verstanden und probten im Vertrauen auf den von Luther, dem der die Bibel sich selber auslegt, verheißenen Beistand, den Aufstand.
Es waren wirre Zeiten und, man muss es dem Luther wirklich zugute halten, dass er sich um Schadensbegrenzung mühte, auch wenn es nichts nutzte, versuchte er den Bauern doch zu erklären, dass evangelisch sein, keineswegs bedeutet, den weltlichen Fürsten nicht zu gehorchen, im Gegenteil!
Aber das jetzt aufzudröseln führt zu weit.
Jedoch, und eigentlich wollte ich nie mehr was zum Thema schreiben, aber wie das halt so ist mit den Vorsätzen, spielt sich aktuell in Rom etwas ähnliches ab.
Wir haben einen Papst, der es liebt zu den Rändern zu gehen und je fertiger der an den Rändern ist, um so lieber ist er dem Papst, wenn ich das richtig verstanden habe, - wobei ich ja immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben habe, es sind nur die Medien, die das verdrehte Bild in den Köpfen zementiert haben.-
Er erklärt ja bekanntlich ständig, dass wir, sprich die Kirche, sprich Europa, jeden aufzunehmen hätten, der an unserer Tür klopft und auch dafür zuständig wären, dass es den Leuten dann auch gut geht, und wird es nicht müde, denen an der Peripherie die Botschaft zuzurufen "Ihr seid okay, wir sind es nicht, und wir müssen euch Gutes tun, damit wir auch okay werden. Und ihr, ihr dürft so bleiben wie ihr seid!" das Ganze dargeboten als sei der Hauptzweck der Kirche, die Sozialarbeit, und in die Welt und unter dem griffigen Bild eines  Feldlazarettes (wohl so wie hier ) gesetzt.

Nun, irgendwie ist das Folgende ja  fast komisch, wenn auch tragisch, weil es nicht um fiktive Leute,  sondern um ganz konkrete Menschen geht,  und erinnert doch an den Zauberlehrling (nur hat selbiger ja auch versucht, die Folgen seines dummen Gebabbels (sprich des Zauberspruchs) wieder, wenn auch vergeblich,  gut zu machen, während, und ich merke, es sträubt sich mir immer noch die Tastatur, aus dem Vatikan nur Schweigen zu hören ist.

Freitag, 20. Juni 2014

Marcello Pera : Mein Freund Joseph Ratzinger


Ein ausführliches Interview , das das katholischew Wochenmagazin Inside the Vatican mit dem  Ex-Präsidenten des Italienischen Senats, Marcello Pera, über die Ursprünge und den Bestand der Freundschaft mit dem bayrischen Kardinal , dann Papst führte, die Bitterkeit über seinen Rücktritt und den Europäischen Relativismus.

Wer ist Marcello Pera?
Der 71-jährige Philosoph und Politiker ist für seine in seiner Zeit als Präsident des Italienischen Senates zwischen 2001 und 2006 entstandene Freundschaft mit dem damaligen Kardinal Joseph Ratzinger bekannt. Es ist die fortbestehende Freundschaft, erst jetzt im Monat Juni durch einen Besuch in Mater Ecclesiae dokumentiert, zwischen einem Nichtglaubenden und einem Glaubenden, beide um ein Europa besorgt, das seine christliche Seele mißachtet und zu einem großen Meer des Relativismus geworden ist.
Wir besitzen 3 Proben ihrer Zusammenarbeit:
1. "Ohne Wurzeln" ( 2004 bei Mondadori erschienen) in denen beide abwechselnd über Themen wie Europa, Relativismus, Christentum und Islam schreiben.
2. Das  2005 bei Cantagalli erschienene "Europa des Hl. Benedikts" aus der Feder Joseph Ratzingers mit einem Vorwort Peras
3."Warum wir uns Christen nennen müssen"  2008 von Marcello Pera mit einem einleitenden Brief Papst Benedikts XVI - ebenfalls bei Mondadori herausgegeben.
Wir haben Pera in Rom im ersten Stock des Palazzo Giustiniani , in seinem üppigen Büro, das ihm als emeritiertem Senatspräsidenten zusteht, getroffen und haben mit ihm über die Entwicklung der Freundschaft, ihre Inhalte, den Verzicht auf das Papstamt und über den traurigen politischen und kulturellen Zustand des heutigen Europas gesprochen.

Frage: "Senator Pera, wie haben Sie Joseph Ratzinger kennen gelernt?"
Antwort: " Ich habe ihn in seinem Büro als Präfekt der Glaubenskongregation aufgesucht, weil ich von seinen vielen Schriften beeindruckt war. Besonders sein Buch "Glaube, Wahrheit, Toleranz" hatte mich berührt.Ich glaubte noch nicht, daß der Relativismus bereits in Bereiche der Christlichen Theologie eingedrungen sei und er hat mich darüber aufgeklärt und beunruhigt. Wenn auch die Christen auf den Gedanken der Wahrheit verzichten, zu was reduziert sich dann unsere Religion? Und welche Konsequenzen für unsere Identität hat ein solches nur auf eine "Erzählung", die so gut ist wie jede andere, reduziertes Christentum?"

Frage: " Was hat Sie am Kardinal am meisten beeindruckt?"
Antwort: " Der Mensch und der Intellekutelle. Ich habe ihn sofort als Persönlichkeit auf höchstem Niveau wahrgenommen. Lichtvoll, klar, direkt, mit systematischem und klar artikuliertem Denken. Er hörte seinem Gesprächspartner aufmerksam und respektvoll zu und es ergab sich keinerlei Problem. Er spricht einfach, wie er schreibt, nicht für Predigt oder Katechismus sondern mit einem Konzept und strenger Argumentation.
Er hörte auf die Fragen und hat sich keiner Schwierigkeit entzogen.Ich habe mich immer wohl gefühlt, wie mit einem Lehrer. Ich habe in meinem Leben manche Größen kennen gelernt, wie Popper und er ist einer von ihnen. Er ist nicht nur Theologe sondern auch ein großer Philosoph, offen, kritisch, tief mit einer weiten Kultur. Und er hat eine persönliche Gabe, die nur die Großen besitzen: er ist mit einer intellektuellen Bescheidenheit begabt, die ihm erlaubt, seinen kritischen und selbstkritischen Verstand mit der Wahrheit, an die er glaubt, zu verbinden.
Und dann der persönliche Aspekt : er ist höflich, hilfsbereit, aufmerksam und sorgfältig. Und darüber hinaus frei und ehrlich. Als wir angefangen hatten, über die Frage des Relativismus zu sprechen, für die ich mich am meisten interessierte, bemerkte ich vorsichtig, daß ich von der Kirche eine stärkere Reaktion erwartet hätte. Er erstaunte mich mit seiner Antwort: "Vielen unserer Bischöfe fehlt der Mut". Ich dachte das, aber er sagte es."

Donnerstag, 19. Juni 2014

Erich Kästners Petrus zum neuesten Forschungsvorhaben der Ruhr Uni Bochum

Okay, der berühmte Professor Klaus Berger, lässt sich in seinem Jesus Buch auch etwas über den akademischen Elfenbeinturm und dessen Ergebnisse aus und berichtet, dass er seiner Frau, wenn die nicht einschlafen könne, einfach aus seiner Doktorarbeit oder auch der Habil vorlesen täte, nach 10 Minuten ruhe seine Gattin dann regelmäßig in Morpheus´ Armen.
Wobei die Gattin eigentlich ebenfalls vom Fach ist und zwar ist sie Professorin für Altphilologie (wenn ich mich recht erinnere).
Nun hat das Institut für angewandte Pastoraltheologie (oder wie das heißt) der Ruhr Uni Bochum, das ist da  wo unser Pillen-Margotsche eine Honorarprofessur in irgendwas (schätze mal Theologie oder Genderstudien) hat, die katholischen Blogger entdeckt und steht davor, uns zu vermessen und zu erforschen, unter der Maßgabe "das missionarische Potential der Blogozese" auszuloten und  pastoral fruchtbar zu machen.
Eigentlich könnte ich jetzt das, was ich geschrieben habe mit unserem Label "das Narrenschiff, Satire und Humor" versehen und gut wär, weil es schon von der Idee her total komisch ist.

Corpus Christi



 "Die Krippe von Bethlehem war die erste Monstranz"
In Bethlehem, dessen Name Haus des Brotes bedeutet, in einer armen Krippe, einem Platz der Stille und des Friedens, empfängt Jesus die Anbetung durch Maria und Joseph, einiger Hirten und der Könige, weisen Männern aus dem Morgenland, während die Engel im Himmel die Glorie Gottes besingen und den Menschen den Frieden, der von Gott kommt, verkünden.
Werden wir nicht bei jeder Anbetung des Hl. Sakramentes, bei jeder Segnung zum heiligen Stall zurück gebracht ? (...) die sakramentale Präsenz gewährt uns, mit den Bewohnern und Besuchern des Stalles verbunden zu sein.
Laß uns in der Schule der Hirten lernen, anzubeten, lass uns unsere Anwesenheit beim gesegneten Sakrament erneuern. Die erste Monstranz war eine Krippe, weil kein Raum war in der Herberge."

Aus der heutigen Predigt des Abtes von Notre Dame de Fontgombault, Dom Jean Plateau

Quelle: Rorate Caelklicken

Dienstag, 17. Juni 2014

Achse des Guten hat es mal wieder getroffen! Ein Fundstück!

Bei Achse des Guten findet sich ein wundervoll bissiger Artikel, der anhebt mit: Allmählich wird es eng für Vollzeit-Pazifisten und Teilzeit-Käßmannisten. Von Nigeria und Kenia über Gaza bis hin nach Kabul bringt sich mittlerweile jede sadistisch veranlagte Gestalt in Stellung, .....Die Frage, ob man da mit Boko Haram, Hamas oder doch wie gewohnt den Taliban beten soll, ist keineswegs leicht zu beantworten....
und sich dann dem Vormarsch der ISIS Kämpfer im Irak und zu dem Lob, dass die SZ diesen spendet, zuwendet.
Man hatte ja den Eindruck, dass langsam aber sicher die Taten  der Gotteskrieger, die sich wegen schwer fleischlichen Lohnes so aufführen, irgendwie doch durch diverse rosarote Brillen und Scheuklappen dringen. Nebenbei: wie sieht das eigentlich mit dem Lohn für die dort kämpfenden Gotteskriegerinnen aus?
Hielt ich doch bislang Frauen  für längst nicht so auf die Etage unten drunter fixiert, wie die Männer, aber man lernt ja nie aus!
Auf jeden Fall verblüfft mich immer und immer wieder die Ähnlichkeit und der Unterschied zwischen germanischen und islamischen Jenseitsvorstellungen, für tapfere Krieger und das bezieht sich nicht auf die Haar- und Augenfarbe.
Ich meine ich finde germanische Sagen gruselig und brutal, Thor aus dem Film ist dagegen echt harmlos und richtig nett.
Und auch sonst gibt es, vom Schweinefleisch, dem Tischgeschirr und anderen Dekoelementen, mal abgesehen, schon auffällige Ähnlichkeiten mit den Zuständen in Wallhall und dem islamischen Paradies für im "Dschihad" Gefallene.
Wobei es auch hier eigentlich, theoretisch  so ist, dass der kriegerische Dschihad, der kleine Dschihad ist und der richtige, der große Dschihad bedeutet gegen das Böse in sich selber zu kämpfen, und das kann man durchaus auch ergoogeln. Aber das nutzt den Leuten in Syrien, im Sudan, im Irak, in Kenia wenig und nutzte den Kopten in Ägypten damals auch wenig und scheint, doch wie ein Blick in die Geschichte zeigt, echt Theorie zu sein, die wenige interessiert.

Fronleichnamskranzl

Die Kathi erklärt Fronleichnam - und vor allem, was man dazu alles braucht. In München wird wohl niemand so ein Kranzl tragen, aber bei den schönen Prozessionen auf dem Land sieht das sicher sehr fesch aus zum Dirndl. Schön, dass man das dann segnen lassen kann - vor allem, damit die Hexen und das schlechte Wetter fernbleiben - das ist doch in diesen Zeiten besonders wichtig.

Gestatten: Calidris Canutus, afrikanisch-sibirischer Knutt

Die Riege der von den grünen Bauvorhabenverhinderungstruppen rekrutierten Tiere ist um ein weiteres Mitglied als Verstärkung für Kröten & Frösche, Juchtenkäfer, die Zierliche Tellerschnecke und Misgurnus Fossilis ( Europäischer Schlammpeitzger) aufgestockt worden: den afrikanisch-sibirischen Knutt, calidris canutus.

                               Knutt (Calidris canutus) im Brutkleid

Dieser cirka drosselgroße Schnepfenvogel verbringt den Winter in Afrika und kehrt im Frühling in seine Brutgebiete in Europa und Asien zurück. Einige wenige brüten in den Elbmarschen ( die weitaus meisten in anderen Marsch-und Wattgebieten) und da entdeckten sie die unermüdlichen grünen Hindernis-Suchtrupps, die mit allen bisherigen Einsprüchen gegen eine Elbvertiefung für den Hamburger Hafen gescheitert waren.
Umgehend erfolgte eine durch Fragen nach eventuellen Befindlichkeitsstörungen bestimmter Elbfische (z.B. Schnäpel) und einem möglichen Gefährdungspotential für im aufgelassenen, alten Holzhafen brütende Gänse und Enten verstärkte Klage, die inzwischen beim Bundesgerichtshof anhängig ist.
Ein weiteres Kapitel einer nun schon unendlichen Geschichte.

Geschichte und Geschichten

Es ist ja noch nicht so lange her, dass ich in die Kirche eingetreten bin - und davor hatte ich Erfahrungen mit allem, was halt derzeit so "in" ist.
Ich habe schon immer über die "materielle Ebene" hinausgelebt und durch meine Kontakte mit  Musikern aus Californien bin ich Ende 70er auch mit der gerade damals populären Esoterik in Kontakt gekommen. Ich erinnere mich gerne an die Faszination, als die "Tarot Suite" von Mike Batt (der damit eigentlich nix am Hut hatte und nur die Bilder schön fand) auf den Markt kam und ich losrannte, um mir Tarot Karten zu besorgen. Das war die Einstiegsdroge. Danach folgten Astrologie und all die "wissenschaftlichen" Bücher über positives Denken, die "Zauberbücher" (LOL) oder die "Bestellungen ans Universum" und alles, was damit zusammenhängt, bis hin zum Buddhismus. Aber alle Phasen, die ich da so durchgemacht habe, hatten mehr oder weniger immer eine Gemeinsamkeit: Die 10 Gebote!!!
Es wurde zwar nicht so direkt ausgesprochen, aber das Grundprinzip allen spirituellen Denkens war halt doch: Wer sich nicht an die Vorgaben Gottes (oder je nach dem "des Weltgeistes") hält, darf keine "Geschenke Gottes" erwarten.
So weit so gut .... nach diverser buddhistischer Literatur habe ich dann heimgefunden. Denn Christus hat alles gesagt. Vertieft wurde diese Entscheidung durch Papst Benedikt XVI und natürlich durch seine Predigten und Bücher.

Montag, 16. Juni 2014

Bischofsweihe in Freiburg an Peter und Paul, das Program.

Bekanntlich hat Freiburg einen neuen Erzbischof und auch, ja wenn man Kummer gewöhnt ist, freu ich mich immer noch und auch wenn ich weiß,es sind nie einzelne, die etwas ändern, frei nach Berthold Brecht  aber es ist nun mal so, dass der Bischof in der Nachfolge der Apostel steht, die Jesus selber erwählt hat.
Im  Katechismus steht:

1555 „Unter jenen verschiedenen Diensten, die von den ersten Zeiten her in der Kirche ausgeübt werden, nimmt nach dem Zeugnis der Überlieferung das Amt jener einen hervorragenden Platz ein, die, zum Bischofsamt bestellt, durch die von Anfang an fortlaufende Nachfolge Sprossen apostolischer Saat besitzen" (LG 20).

1556 Um ihre hohe Sendung zu erfüllen, „wurden die Apostel mit einer besonderen Ausgießung des Heiligen Geistes, der über [sie] kam, von Christus beschenkt, und sie selbst übergaben ihren Helfern durch die Auflegung der Hände die geistliche Gabe, die in der Bischofsweihe bis auf uns gekommen ist" (LG 21).

1557 Das Zweite Vatikanische Konzil lehrt, „daß durch die Bischofsweihe die Fülle des Weihesakramentes übertragen wird, die ja sowohl im liturgischen Brauch der Kirche als auch mit der Stimme der heiligen Väter das Hohepriestertum, die Höchstform [summa] des heiligen Dienstes genannt wird"

Das Erzbistum Freiburg hat ein tolles Programm auf die Beine gestellt, man klicke hier 
Die Bischofsweihe ist netterweise nachmittags um 14:30 und wird auf den Münsterplatz übertragen, wo dann im Anschluss ein Fest der Begegnung stattfindet.

Ich habe beschlossen zu kommen, und werde auch dann berichten, nur wenn noch wer aus der Blogozese käme, könnten wir ein kleines Bloggertreffen veranstalten.
Man möge mir eine kleine mail an die "Bootsadresse" (s. Impresssum) schreiben und so man sich in Freiburg auskennt einen Treffpunkt vorschlagen.



Illuminati...oder die Weisheitslehre des Adam Weishaupt

Die Illuminati beschäftigen, nachdem das "Geheimwissen" um sie zunächst nur den berühmten "Eingeweihten" vorbehalten war, in unserer "aufgeklärtem" und angeblich dem rationalem Denken so zugetanen Zeit die Verschwörungstheoretiker aller Sparten, besonders aber die, die im Vatican und da wiederum in seinen Geheimarchiven und Kellern den Hort ungezählter und ausschließlich finsterer Geheimnisse mit "an Erkenntnis grenzender Sicherheit" vermuten. Letztere scharen sich um ihren us-amerikanischen Guru Dan Brown, dessen Hirngepinste sie an bibelstatt gläubig rezipieren.
Die müssen jetzt alle mal sehr tapfer sein.
In einem Berliner Archiv wurde bereits vor Jahren ein Manuskript von Adam Weishaupt, dem Gründer der Geheimgesellschaft, gefunden, aber jetzt erst der Öffentlichkeit bekannt gemacht.
In diesem Fragment umreißt Adam Weishaupt die Umrisse seiner Geheimgesellschaft, der Titel Illuminaten wird darin noch nicht verwendet. Zunächst geht es um eine "Schule der Menschheit".
Weishaupt lehrte seine Anhänger, alle Mitglieder von Freimaurerlogen, "wahre Weisheit müsse im Geheimen weiter gegeben werden", auch um sie vor Zensur und vor Verfolgung durch die weltliche Obrigkeit und die katholische Kirche zu schützen.
Der Text des Fragmentes, das cirka 3 Jahre vor Ausbruch der Französischen Revolution in Bayern entstand, lautet:
"Unter dem Beystande des allmächtigen Gottes haben wir Endesunterschriebene ein festes und bis ans Ende unseres Lebens unzertrennliches Bündniß, unter dem Nahmen einer Schule der Menschheit, mit dem Wahlspruch "Homo sum, humani nihil a me alienum puto."  unter uns aufgerichtet. Durch diese Schule würde "der Mensch von seinem Fall sich erholen, Fürsten und Nationen werden ohne Gewalttätigkeit von der Erde verschwinden, das Menschengeschlecht wird dereinst eine Familie und die Welt der Aufenthalt vernünftiger Menschen werden."
("Ich bin ein Mensch und nichts Menschliches ist mir fremd")


Manchmal ist ein Protest doch erfolgreich, Msgr. Schroedel bleibt und die DBK wahrt ihr Gesicht.

Es ging durch die Blogozese, die unverständliche Entscheidung der DBK den einzigen Seelsorger für die deutschen Katholiken in Ägypten abzuziehen.
Es hat sich nun eine Lösung gefunden, die ich zwar irgendwie nicht Fisch und nicht Fleisch finde, weil ich mich immer immer wundere, warum unsere Oberhirten es nicht über sich bringen, zu sagen "Okay wir haben da was verkehrt gemacht! Wir nehmen das zurück!" aber eine Lösung mit der alle leben können.
Pfarrer Schroedel geht in den Ruhestand, aber bleibt in Ägypten und verrichtet seine Aufgaben eben als Pensionär.
Katholon berichtete hier .
Es ist auf jeden Fall gut, dass den eh schon schwer besorgten und bedrängten Mitbrüdern in Zunge und Glaube in Ägypten der Seelsorger erhalten bleibt.
Lebt doch der Mensch nicht von Brot alleine und kann keiner, das Wort das ihm hilft sich selber sagen.
Danken wir Gott!

Tweet zum Tage


... und dann gibt es immer noch Leute, die behaupten, ein "Zurück in die Steinzeit" könnte bei uns ja nie passieren.

Wirklich? Die SZ bezeichnet die afghanischen Terroristen als "Kämpfer". Die FAZ meldet, dass es beim Abitur immer bessere Noten, aber immer weniger Wissen gibt. Die Kirche setzt auf Friede, Freude, Eierkuchen, lässt sich auch schon mal auf der Nase rumtanzen, macht sich Sorgen.. und schimpft auf die "böse Waffenindustrie".
Jetzt hat sich am Wochenende der Erzbischof Schick mal nach vorne gewagt und folgendes gesagt:
"Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick schloss ein internationales militärisches Eingreifen im Irak nicht aus. Gebet und politisches Handeln gegen Krieg und Terror, das auch militärische Einsätze einschließe, seien miteinander verbunden, sagte er dem epd. Schick ist Vorsitzender der Weltkirche-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz. Unterdessen erwägen die USA einen neuen Militäreinsatz. Nach dem Irakkrieg waren 2011 die letzten US-Truppen aus dem Land abgerückt."
Das kann man hier nachlesen. Und ich bin mal gespannt, wann er wieder zurückgepfiffen wird. Denn das passt ja gar nicht in unsere schöne Welt, wo alle so lange "mitmachen", bis die Schrecken offensichtlich werden. Ob sich die Schrecken aber ein weiteres mal so leicht beheben lassen, wie nach 45, darf bei der systematischen Verblödung unserer Schüler bezweifelt werden. 



Reigen seliger Geister

Schon Goethe wusste es: Es gibt viele Geister, die man rufen kann. Sie kommen und wenn man das richtige Wort kennt gehen sie auch wieder. Beim Zauberlehrling hat's nicht so ganz geklappt, wie wir in der Schule noch lernen durften. Die "Bezaubernde Jeannie" war da schon einfacher zu händeln. Sie ging einfach in ihre Flasche, wenn man es ihr gesagt hat. So eine hatte ich mir auch immer gewünscht. Von den anderen Geistern, die da heutzutage so durch die Welt geistern ganz zu schweigen.
Christoph Willibald Gluck hat diesen Geistern in seiner Oper "Orfeo ed Euridice" ein wunderschönes Denkmal gesetzt:



Aber sind wir doch mal ehrlich. All diese guten Geister sind doch nicht zu vergleichen mit dem Heiligen Geist. Der Heilige Geist, als Teil unseres dreifaltigen Gottes ist ein wichtiger Bestandteil unseres Glaubens. Ich bemühe da jetzt mal Wiki und schau mal, was da so ganz objektiv über den Heiligen Geist steht:


Sonntag, 15. Juni 2014

Deppen gibt's

Da kann man nur mit dem Kopf schütteln ...


In Pentling hat doch tatsächlich jemand versucht, in das "Papsthaus" einzubrechen. Im ehemaligen Wohnhaus von Papst Benedikt gibt es sicher viele wertvolle Dinge. Dinge, die auf den ersten Blick eher unscheinbar wirken, aber aufgrund der Tatsache, dass es eben Eigentum von Papst Benedikt ist, einen hohen ideellen Wert besitzen.

Die Ignoranten, die versucht haben, ins ehem. Haus von Papst Benedikt einzubrechen, wussten wohl nicht, welche "Beute" sie dort machen würden. Nun ja, vielleicht hätte sie das eine oder andere Ratzinger-Buch zum Glauben gebracht und sie hätten alles wieder zurückgegeben. Die Polizei hat sie aber vorher erwischt. Pech auf der ganzen Linie.
Der BR hat einen kurzen Artikel darüber - und das Anschauen lohnt sich - besonders wegen der schönen Bildergalerie.

Trinitatis

Es ist viel passiert heute, schönes und gutes - aber auch Dinge, über die man sich den Kopf zerbrechen muss.

Aber heute feiern wir das Fest der Dreifaltigkeit. Vater, Sohn und Heiliger Geist - der Dreieinige Gott, den wir im Credo bekennen.

Schön für uns, dass Mozart für diesen Tag die "Trinitatis-Messe" komponiert hat - und noch schöner fü uns, dass wir sie heute hören durften.
Eine meine Lieblingsmessen und die einzige Messe, bei der Mozart auf Solostimmen verzichtet hat - und die einzige vom Chor gesungen wird.

Hier ist das Credo:

Samstag, 14. Juni 2014

Ich kann die deutsche Bischofskonferenz nicht verstehen!

Das sagt die eine Frau aus der ägyptischen deutschen katholischen Gemeinde.

Es soll ja Touristen geben, die sich auf der Bildungsreise zu den Pyramiden auch in die deutsche Gemeinde zu den Borromäerinnen verlaufen haben.
Ich habe immer nur Gutes darüber gehört.
Nun hat die Auslandsabteilung der DBK beschlossen, die Schäflein ohne Hirt zu lassen, weil die Lage so schwierig sei!
Es ist so, der abberufene Pfarrer ist der einzige katholische, deutschsprachige  Priester in Ägypten, und wie man im Video sieht, macht er viel und wird gebraucht,  man sollte ihm eher einen Mitbruder an die Seite stellen!
Im Grunde sagt die DBK. "Also liebe Leute, es ist schwierig, und ja jetzt seht halt zu, wo ihr bleibt"
Es ist absolut unverständlich, ich denke, wenn man wo einen Pfarrer braucht, dann doch wohl dort, wo es schwierig ist.
Wie sagt der Konsul. Sehr christlich ist das nicht!


Man schaue sich das Video an:

 man kann nur vermuten, dass der Pfarrer Schroedel einfach zu katholisch ist:

Was will Papst Franziskus uns damit sagen? oder wie klein ist eine kleine Minderheit?

Ich muss es jetzt einfach mal so in den Raum stellen.
Ich habe mich treu und brav durch alle Enzykliken JPs II gequält und gerade bei seinen Statements zur Ökumene dann doch schwer schlucken müssen, so z.B in "Ut unum sint" wo er es immer und immer mit der Sehnsucht, die die getrennten Christen nach der Einheit mit uns hätten, hat, von der ich bislang noch nix mitgekriegt habe . Aber trotzdem wird JPII nicht unrealistisch, sondern erklärt dass a) sich jeder Dialog auf dem Gebet gründen müsse und man auch sehen müsse, dass der Weg schwierig bis unmöglich sei, und nur gegangen werden kann, weil der Heilige Geist das so will, man aber trotzdem immer aufpassen müsse (meine Worte) dass man den eigenen Vogel nicht für den Heiligen Geist hält.

Wie gesagt, ich bin es gewöhnt, mit päpstliche Aussagen so meine Schwierigkeiten zu haben und halte auch jedem Papst zugute, Mensch und Kind seiner Zeit zu sein,  und keineswegs ein alleswissender, immer Recht habenden spiritueller Überflieger, so ne Art guter Übermensch.
An was ich aber fest glaube und was man bei JPII gut hat sehen können, ist die Führung durch den Heiligen Geist, die zumindest bei JPII dazu geführt hat, dass er immer wieder die Kurve hin zum Katholischen gekriegt hat, bzw. klar hat gesagen können, dass er fest auf dem Boden der Kirche und des Glaubens steht, und worin dieser Boden besteht. Auch und gerade weil  man ihm angemerkt hat, dass er am allerliebsten die ganze Welt umarmt hätte, oder an die äußerste Grenze gegangen ist, so war dennoch  klar: katholisch ist gut und richtig und es ist Christus, der am Kreuz für die Sünden aller gelitten hat, auch wenn es nur viele sind, die das annehmen.

Warum die Vorrede? Nun es geistert durchs Netz eine Art Erklärung betreffs des Friedensgebets, die unser derzeitiger Papst in  Interviewform  gegeben hat, die doch Fragen aufwirft.
Also wie wir bereits gestern  Mittag  berichteten, erklärt unser Papst dort:
 „Die verfolgten Christen sind eine Sorge, die mir als Hirte sehr nahe geht. Ich weiß sehr viel über Verfolgungen, kann aber aus Vorsicht nicht darüber sprechen, um niemanden vor den Kopf zu stoßen. Aber es gibt Orte, an denen es verboten ist, eine Bibel zu besitzen oder den Katechismus zu lehren oder ein Kreuz zu tragen.“

Okay jetzt zerpfücken wir das mal. Es geht zunächst um verfolgte Christen!
Unter verfolgten Christen stell ich mir zumindest vor: von allem ausgeschlossen, an Leib und Leben, Hab und Gut bedroht, von allen verachtet, an jedem Unglück schuld  und da auch schon genug Übergriffe erlebt. ALso das was unsere Brüder in Pakistan, Ägypten, Syrien, dem Sudan, in Nordkorea und anderswo erleiden müssen.
Man klicke sich mal durch die entsprechenden Meldungen auf Radio Vatican oder mache sich bei open doors schlau.
Dann sagt der Papst, er könne aus Vorsicht nicht drüber sprechen, was ja suggeriert, wenn er es anprangert, wird es noch schlimmer.
Um dann die Sache im nächsten Satz zu relativieren und lediglich festzustellen, dass es Orte (also nicht Länder sondern nur ein (paar) Dörfer, oder Gebäude) gäbe, wo es verboten sei, ein Kreuz zu tragen.
Je nun, nach diesem Kriterium kann ich auch die Türkei als Land definieren, wo Moslems verfolgt werden, ist es doch in der Türkei in öffentlichen Gebäuden den Frauen verboten, ein Kopftuch zu tragen, weswegen Erdogans Töchter in der USA studierten, weil sie dort nämlich mit einen Kopftuch in die Vorlesungen gehen konnten.
Was nun das Verbot einer Bibel angeht, auch das müsste man erklären, Abtreibung ist schließlich auch verboten in Deutschland und wenn man es trotzdem machen lässt geschieht von staatlicher Seite gar nichts!
Will heißen ich weiß schon, dass es Länder gibt z.B Nordkorea wo Leute für den Besitz einer Bibel umgebracht werde bzw im Lager landen, aber so wie es gesagt wird, ist das Verbot einer Bibel erstmal nichts Lebenbedrohendes, und erklärt auch nicht, warum man deshalb schweigen müsse, aus Vorsicht!

Die Verwirrung geht weiter:

Freitag, 13. Juni 2014

Öko ist sauber und tut dem Menschen gut. Der Witz des Tages

Das Folgende ist teilweise nicht ganz ernst gemeint, aber teilweise schon.
Vorhin, beim checken meiner Mails stieß ich auf folgende Schlagzeile:
Yoghurtbecher auf gar keinen Fall ausspülen! ist nämlich umweltschädlich, weil man ja zum Ausspülen wieder Wasser verbraucht und so.
Leute, Leute, kann man da nur sagen.
Ach ja und dann wird in der Meldung behauptet, der Müll würde (ich zitiere wörtlich)
Der Müll wird für die Wiederverwertung auf dem Müllentsorgungshof gereinigt und ein Teil des Abfalls wird für die Energiegewinnung sowieso verbrannt.

Tja da kieke, staune und wundere ich mir, also weil bei uns, in einer der heimlichen Ökohauptstädte der Republik, wird der gelbe Müll auf den Wertstoffhöfen lediglich zusammengepresst, damit er halt nicht soviel Volumen braucht.
Im Grunde ist mir der ganze Ökokram ja total egal, aber ich habe mal mitgekriegt, dass die "gelben Säcke" im Grunde von Hand sortiert werden.
Und von daher finde ich es eine Zumutung und unmenschlich dazu aufzurufen, das Zeug doch bitte, bitte dreckig in den gelben Sack zu tun.

Der Wink mit dem Zaunpfahl?

Heute empfing der Papst den Präsidenten der Dominikanischen Republik zu einem Besuch im Apostolischen Palast.
Wie immer wurden am Schluss des Gespräches Geschenke ausgetauscht:



Präsident Danilo Medina überreichte dem Papst einen Rosenkranz aus Bernstein - ein für die Karibik-Insel typisches Produkt.
Vielleicht war es aber auch ein diskreter Hinweis, gerade in diesen Zeiten das Rosenkranzgebet wieder mehr in den Mittelpunkt des Glaubenslebens zu stellen.

Eine musikalische Antwort auf ein spezielles Friedensgebet

"arm, arm ye brave!.....the Allmighty JEHOVA will strengthen your hands"
wir sind sicher, daß alle den Text aus Händels Judas Maccabäus - in dem zu den siegreichen Waffen gerufen wird, gebetsspachenmäßig richtig verstehen: als Friedensgebet ( und ganz nebenbei die Musik ist auch um so vieles schöner als der Gesang im Vaticanischen  Garten, selbst wenn man die rosarote Hörbrille der Orientromantik aufsetzt).

                      

                                           "Arm, arm ye brave! A noble cause,
                                            The cause of Heav´n your zeal demands.
                                            In defence of your nation, religion and laws
                                            The Almighty Jehova will strengthen your hands!"

                                             "We come, we come, in bright array,
                                              Judah your sceptre we obey,"

Was soll man denn davon halten?

Bisher hatte ich ja immer noch den Glauben, wir leben in einer Demokratie, in der es auch eine Meinungsfreiheit gibt und man kann dort sagen, was man sagen will. Und ich bin davon ausgegangen, dass das nicht nur für alle westlichen, sondern auch für alle christlich geprägten Gesellschaften gibt.

Nun hat Papst Franziskus wieder mal ein Interview gegeben.

Diesmal der spanischen Zeitschrift "La Vanguardia".

Die deutsche Seite von Radio Vatikan hat wesentliche Aussagen übersetzt, was man hier nachlesen kann.

Es ist sehr interessant, und es enthält einige wichtige Aussagen. Was mich allerdings jetzt sehr irritiert ist die folgende Aussage des Papstes:

„Die verfolgten Christen sind eine Sorge, die mir als Hirte sehr nahe geht. Ich weiß sehr viel über Verfolgungen, kann aber aus Vorsicht nicht darüber sprechen, um niemanden vor den Kopf zu stoßen. Aber es gibt Orte, an denen es verboten ist, eine Bibel zu besitzen oder den Katechismus zu lehren oder ein Kreuz zu tragen.“

Gebet des heiligen Antonius

Heute, am 13. Juni feiern wir den Tag meines besten Freundes, des
heiligen Antonius von Padua.
Wir er wirklich ausgesehen hat, konnten wir in den letzten Tagen an den veröffentlichten Bildern und Videos sehen.
Wie er wirkt und hilft, das konnte ich in den letzten Jahren immer wieder erfahren. Und ich denke immer, was würde ich ohne seine Hilfe machen?

Ein Helfer in der Not, wie wir ihn dringend brauchen.
Einer armen Frau, die Hilfe gegen die Versuchungen des Teufels erbeten hatte, hat er das folgende Gebet geschenkt:
Ecce Crucem Domini!
Fugite partes adversae!
Vicit Leo de tribu Juda,
Radix David! Alleluia!


Donnerstag, 12. Juni 2014

Ohne Worte

Das Bild des Tages





Hier noch ein Vor-Ort-Bericht der die Situation beschreibt. Mal wieder sind die Christen auf der Flucht.


Tweet des Tages

Willkommen in Regensburg?

Bischof Tebartz-van Elst wird im September nach Regensburg ziehen. Und da hat das Regensburger Stadt-TV schon mal eine kleine Umfrage gestartet, was man in Regensburg davon hält:



Wir lernen daraus, dass es in Regensburg noch ein paar Leute gibt, die selbst denken und ein paar die das nicht tun, und deshalb das Nachplappern, was sie in der Zeitung gelesen haben.

Die Regensburger können stolz sein auf ihren Bischof Voderholzer, der sich der allgemeinen Hetze auf Bischof Tebartz-van Elst nicht angeschlossen hat und in ihn immer noch seinen Mitbruder sieht.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Liebe und Verständnis, Gedanken zum vatikanischen Friedensgebet

es ist ja irgendwie fast süß, wie man sich müht den Iman, der es wagte in den Vatikanischen Gärten, um den Sieg über die Besitzer eben selbiger Gärten zu beten, irgendwie zu relativieren.
Zunächst leugnete man und als das nicht mehr ging, erklärte man, dass man das verstehen müsse, die Psalmen seinen viiiiel, viiiel schlimmer.
Wobei ich mal Google gefragt habe, in den Psalmen geht es um den Sieg über Feinde und das Verjagen selbiger und das Erretten vor bösen Menschen und dass die gefälligst mal merken sollen, indem sie es am eigenen Leib erleben, was sie einem da nun mal antun.
Es ist ja keineswegs so, dass es mich in irgendeiner Form überrascht, was der Iman sich da geleistet hat, lebe ich ja schon lange genug mit unseren Mitbürgern mit Migrationshintergrund zusammen.
Ja, es ist in der Tat streng zu unterscheiden zwischen Menschen und deren Überzeugungen, schon klar, aber diese Religion ist wie eine Mausefalle, einmal drin führt kein Weg hinaus, wie auch das Beispiel der vom Tode bedrohten sudanesischen Ärztin zeigt.
Für unser Denken ein Unding, für den Islam logisch und richtig.
Ja man kann es nun verstehen, dass gerade Christen sich mühen, zu Leuten, die in solch echt fesselnder (im Wortsinn) Religion gelandet sind, nett zu sein.

Erzbischof G. Gänswein schreibt im Osservatore Romano über die großen Reden Benedikts XVI

Fortsetzung & Schluss

"Aus der Gottessuche haben sich wichtige profane Wissenschaften & Fähigkeiten entwickelt, die uns den Weg zur Sprache weisen: Das Schreiben, das Studium der Grammatik, die Bibliothek, die Schule.
Alles Komponenten des Benediktinischen Mönchstums.

Quaerere Deum : Das Gebet konnte sich nicht allein in Worten ausdrücken, es brauchte die Musik. Und so ist aus dem Bedürfnis zu Gott zu sprechen und zu singen die große westliche Musik entstanden. Dabei handelt es sich nicht um eine private "Kreativität", in der das Individuum sich selbst ein Denkmal errichtet und dazu als einzigen Maßstab die Wiedergabe seines eigenen Ichs nimmt.
Es handelt sich vielmehr darum, "mit den Ohren des Herzens aufmerksam die der Musik innewohnenden inneren Gesetze der Schöpfung selbst zu hören, die essentiellen Formen der Musik, die der Schöpfer seiner Welt und dem Menschen eingegeben hat und so eines Gottes würdige Musik ist, die damals wie heute des Menschen würdig ist und auf reine Weise seine Würde zum Klingen bringt."

Quarere Deum : In der griechischen Welt wurde die körperliche Arbeit als Aufgabe der Diener betrachtet. Ganz anders in der jüdischen Tradition. alles großen Rabbiner übten auch einen Handwerksberuf aus.
Das Mönchstum hat diese Tradition übernommen: die manuelle Arbeit ist Teil des christlichen Mönchstums.
Eine Kultur der Arbeit macht zusammen mit der Kultur des Wortes einen Teil dieses Mönchstums aus, ohne das die Entwicklung Europas, sein Ethos, seine Formung der Welt undenkbar sind.
Sprache, Schrift, Grammatik, Musik, Gemeinschaft, Schule, Handwerk:  eine ganze Zivilisation ist aus der Energie der Männer wiedergeboren worden, die hauptsächlich eines wollten: sich bemühen, das zu finden, was für immer gültig ist, das Leben selbst.
In der Perspektive Benedikts XVI gibt es also zwischen Vernunft und Glauben eine tiefe Freundschaft, eine Beziehung, in der keiner der beiden Freunde versucht, den anderen zu unterwerfen.
Die Geschichte der europäischen Zivilisation ist von unzerstörbaren Zeichen dieser vitalen und funktionierenden Begegnung zwischen Vernunft und Glauben gekennzeichnet.
Klar klingen die in Westminster gesprochenen Worte wieder: "Die Welt der Vernunft und die Welt des Glaubens- die Welt der rationalen Säkularität und die Welt des religiösen Glaubens brauchen einander, und sie können ohne Angst für das Wohl unserer Gesellschaft in einen tiefen und fortgesetzten Dialog eintreten.
Mit anderen Worten: die Religion ist für die Gesetzgeber kein Problem, das sie lösen müssen sondern ein Faktor, der auf lebendige Weise zum öffentlichen Diskurs einer Nation beiträgt."

Quelle: Osservatore Romano,Erzbischof G.Gänswein

Gestern in Padua: so sah der Heilige Antonius (mit großer Wahrscheinlichkeit) aus

Kurz vor dem Fest des Heiligen Antonius von Padua haben Wissenschaftler des Anthropologischen Institutes der Universität Padua der Welt das nach den neuesten Erkenntnissen der forensischen Anthropologie rekonstruierte Gesicht des Heiligen vorgestellt.
Über die Arbeit daran haben wir hier berichtet  : klicken
Cantuale Antonianum, von dem wir den Hinweis auf die "Wiedererschaffung" hatten, zeigt uns jetzt das Ergebnis:  klicken

Inzwischen gibt es auch ein kurzes Video der "Enthüllung":



und auch der  Avvenire  hat eine schöne Bildergalerie

Friedensgebet 2.0

die Wogen gingen hoch, es wurde kräftig gerudert.
Aber glücklicherweise gibt es ja bei Radio Vatican und ewtn die Video-und Tonmitschnitte aus dem Vaticanischen Garten:  die Aufnahme von ewtn ist hier zu finden:     klicken   
Nach dem übersetzten, gesprochenen Gebet fügt der Imam noch einen unangemeldeten, teils gesungen teils gesprochenen Teil an - der dann auch unübersetzt blieb. Ungefähr bei Minute 11:27 kommt eine Form des Wortes kafir:  kafireen ( die Ungläubigen, die Allah nicht liebt, die Verworfenen) vor. Jeder kann sich also mit Hilfe eines Dolmetschers diesen Text übersetzen lassen und selber prüfen, ob der Imam die Worte vom Sieg über die Ungläubigen gesagt ( "gesungen") hat oder nicht.
Und für alle, die sagen:  "ja, aber kein arabischer Sender hat berichtet, deshalb glauben wir das nicht "
hier klicken 
al arabia berichtet sehr wohl mit mehreren Beiträgen und zeigt das Video mit dem unangekündigten und unübersetzten Gebet ( kafireen bei Minute 3:56) des Imams.

Dienstag, 10. Juni 2014

Heute vor 100 Jahren

Am 10.6.1914 starb der Hl. Papst Pius X.
Der Patriarch von Venedig, G. Kardinal Sarto verdankte seine Wahl zum Nachfolger Petri im August 1903 dem Veto des ungarisch-österreichischen Kaisers Franz-Joseph gegen Mariano Rampolla, der zunächst die meisten Stimmen im Konklave auf sich versammelt hatte.



Der Vatican feiert diesen 100. Todestag mit einem Studientag über Giuseppe Sarto, der mit der Präsentation eines neuen Buches über das Wirken dieses großen Papstes abgeschlossen wird.    klicken
Er war übrigens der erste Papst, der in das Apartemento im 3. Stock des Apostolischen Palastes zog.

Bitte für uns Heiliger Pius X !

Friedensgebet? Fundstück

Zum Friedensgebet haben wir das beim Kreuzknappen gefunden:     klicken
Nach Aussagen des Politologen und Arabisch-Muttersprachlers Hamed Abdel-Samad , der sich nicht auf eine "offizielle", vorab eingereichte, englische Version der Gebete verlassen muß, sondern mit eigenen Ohren hörte, was der Imam betete,  hat dieser sein Gebet mit den Worten:
"Möge Allah uns zum Sieg über die Ungläubigen verhelfen!" beendet.
Wie friedenbringend das klingt, möge jeder selbst entscheiden.



up-date:  inzwischen hat Michael Hesemann bestätigt, daß der Imam diese Worte benutzte und sagt, der Vatican sei getäuscht worden.

Montag, 9. Juni 2014

Regensburg: Hoher Besuch aus Rom

Es gibt Dinge, die lässt sich auch der Präfekt der Glaubenskongregation nicht entgehen. Dazu zählt der Kötztiner Pfingstritt, der auch in diesem Jahr von Kardinal Müller angeführt wurde.
Schöne Bilder und eine gute Hintergrundinfo dazu hat der BR in diesem Video zusammengetragen.

Eine realpolitische Einordnung des Friedensgebets aus Israel "Es erinnert mich an den Händedruck von Rabin und Arafat"

"Das Testament Shimon Peres´ :  Dialog mit den Palästinensern, auch mit der Hamas"
Der Jerusalemkorrespondent von La Stampa interviewte für Vatican Insider den israelischen Schriftsteller Abraham Yehoschua zum Gebetstreffen im Vatican.
"Es erinnert mich an den Händedruck zwischen Rabin und Arafat." Hier geht´s zum Originaltext:  klicken . Er sei auch Pater Hagenkord empfohlen.

"Aus den Vaticanischen Gärten hat Shimon Peres als Erbe für Israel seine letzte Botschaft als politischer Führer geschickt, in der er einen Blick auf die Zukunft des Mittleren Ostens wirft.
Auf dem Sofa seines Apartments in Tel Aviv hat der Schriftsteller Abraham B. Yehoshua mit besonderer Aufmerksamkeit die Bilder, die direkt aus dem Vatican kamen, verfolgt, weil der 90-jährige israelische Präsident am Ende seines Mandates angekommen ist."

Frage :  "Welche Botschaft hinterläßt Peres Israel ?"
Antwort: "Díe Anerkennung der von Abu Mazen mit der Hamas geschaffenen Einheitsregierung. Morgen wird die Knesseth seinen Nachfolger wählen. Wir stehen vor dem Epilog der siebenjährigen Amtsdauer von Peres, der sein langes öffentliches Leben der Sicherheit und der Prosperität Israels gewidmet hat und wir sehen uns vor der letzten Geste eines Statisten, der seine Pflicht erfüllt hat. Es handelt sich um einen symbolischen Moment von hohem politischen Wert. Peres erkennt die Fatah-Hamas-Regierung an, und schlägt Benjamin Netanyahu vor, das Gleich zu tun."

Frage:" Warum glauben Sie, daß bei einem solchen interreligiösen, symbolbeladenen Event dieser politische Aspekt überwiegt?"
Antwort: "Aus dem einfachen Grund, weil es nicht so viele Begegnungen zwischen  israelischen und palästinensischen Politikern gibt. Der Händedruck im Garten des Vaticans ruft bei denen, die ihn gesehen haben, jenen zwischen Rabin und Arafat im Rosengarten des Weißen Hauses zum Vertrag von Oslo in Erinnerung. Das war 1993. Zur Zeit Bill Clintons, aber weder dieser amerikanische Präsident noch die anderen sind danach weitergekommen oder konnten die Parteien zu einer Übereinkunft über den  finalen Status bringen. Ich bezweifle, daß der Papst darin Erfolg haben wird. Um das erreichen zu können, müssen die beteiligten Parteien zu Entscheidungen und konkreten Gesten, wie jener, die Shimon Peres vollzogen hat, kommen."

und EB Gänswein berichtet, wie es Papa Emeritus Benedetto geht

Wann immer Erzbischof G.Gänswein bei einer Pressekonferenz oder sonst in der Öffentlichkeit erscheint, wird er gefragt, wie es dem Papa emeritus gehe. Hier seine Antworten

Erzbischof G.Gänswein schreibt im Osservatore Romano.......

die Fortsetzung:

...."Das ist die große Herausforderung, vor die Benedikt XVI die Menschen stellt, die in öffentlichen und kulturellen Institutionen arbeiten: daß die Vernunft wieder offen werden müsse, offen, ohne Grenzen und Vorurteile, bereit anzuerkennen, welche Folgen Entscheidungen und Veränderungen nicht nur für das natürliche Umfeld sondern auch für den Mensch selbst haben.
Es solle ein offener Geist herrschen, bereit anzuerkennen, das die Wirklichkeit mehr enthält als die Vernunft ausloten kann.
Durch das Bild des Bunkers und die aufgerissenen Fenster, die frische Luft herein lassen, will Benedikt XVI eine Korrektur des modernen Rationalismus anstoßen, der bereit sein müsse, die richtige Relation zwischen Vernunft und Wirklichkeit wieder herzustellen.
Eine positivistische oder sich selbst genügende Vernunft ist nicht in der Lage, sich aus dem Sumpf der Ungewissheiten zu ziehen. Je mehr der Mensch in das Erkennen der Realität vordringt, sei sie physisch oder sozial, desto mehr sprudelt die Quelle dieses offenen, objektiven Geistes, die Quelle aus dieser zugrunde liegenden Struktur, aus der sich dann unausweichlich die Frage erhebt, mit der Benedikt XVI seine Rede vor dem Deutschen Bundestag in Berlin beendete :
"Ist es wirklich sinnlos, darüber nachzudenken, ob die objektive Vernunft, die sich in der Natur manifestiert, nicht eine schöpferische Vernunft, einen Schöpfergeist voraussetzt?"

Die Wechselbeziehung zwischen Vernunft und Glauben
Wir müssen uns noch mit einer anderen Frage auseinandersetzen, die diese Betonung der Vernunft durch den Papst aufwirft. Ist die Idee von Vernunft und Glauben nur den Christen, den Gläubigen im allgemeinen zueigen? Dürfen wir voraussetzen, daß eine solche Annäherung an Politik und Rechtssystem bestimmte religiöse Hypothesen oder Glaubensinhalte anderer Art erfordert?
Hat der Papst sich, als er in diesen Institutionen sprach, an eine spezielle katholische oder christliche Zuhörerschaft, oder an Angehörige spezieller religiöser Konfessionen gewandt?
Absolut nein.
Der Gedanke einer vernünftigen Textur, die aus Fäden der physischen und der sozialen Realität gewebt ist, ist schon vor dem Christentum entstanden.

Sonntag, 8. Juni 2014

Vor dem Friedensgebet und danach

Bevor sie mit dem ebenfalls angereisten ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus, gemeinsam in einem Bus in den Vaticanischen Garten zum Friedensgebet aufbrachen, begrüßte Papst Franziskus zuerst den israelischen Präsidenten Shimon Peres, anschließend M. Abbas, dann trafen und begrüßten sich die beiden Politiker sozusagen unter den Augen des Pontifex.
Vielleicht ist das ja schon ein Fortschritt in der verfahrenen Situation im Heiligen Land.



Gartenarbeit für den Frieden

Erzbischof G. Gänswein schreibt im Osservatore Romano über die politischen Reden Benedettos

die Fortsetzung:

Ein solches Christentum (das aus der Forderung, Religion zur reinen Privatsache zu deklarieren, resultiert) erlaubt den Gläubigen weder, sich von den Mühen zu erholen, noch sich ihres Verstandes zu bedienen, indem es sich hinter einem Autoritätsprinzip versteckt oder sich hinter Vorschriften und religiösen Geboten tarnt.
Um seine Überzeugung zu bekräftigen, daß es möglich ist, das Göttliche, als Logos in der vernünftigen Suche nach Wahrheit zu finden, zögert Benedikt XVI nicht, den Gläubigen zu raten, mit Instrumenten, die universell zugänglich sind, in den öffentlichen Dialog einzutreten: Vernunft in innerer Verknüpfung mit der Natur.
Aus dieser Perspektive im öffentlichen Raum von Religion zu sprechen, bedeutet nicht, wie manche fälschlicherweise argwöhnen, dem Dialog ein deistisches Prinzip aufzuzwingen, noch sich mechanisch religiöser Rezepte zu bedienen, um soziale, politische oder rechtliche Probleme zu lösen.
Der wichtigste und fundamentale Beitrag Benedikts XVI ist das Erinnern an die Tatsache, daß die letztendliche Quelle des Rechtes in der Vernunft in Verbindung mit der Natur zu finden ist und nicht in einem Gebot, von wem auch immer es stamme.
Das Originelle der Position Papst Benedikts in der Frage der öffentlichen Präsenz der Christen wurzelt in einer Vision des Christentums als universeller, für alle offenbarten Religion, die auf die Möglichkeit vertraut, dass der Verstand "sich selbst transzendiert" -wie er es mit den Worten des Heiligen Paulus ausdrückt:
"Wenn die Heiden, die kein Gesetz haben, von Natur aus die Vorschriften des Gesetzes erfüllen, so sind sie, die kein Gesetz haben, sich selber Gesetz. Sie zeigen, dass das Gesetz in ihr Herz geschrieben ist , wovon ja auch ihr Gewissen Zeugnis ablegt."  ( Rm2,14)
Dieser Gedankenansatz Benedikts XVI, dass die Urquelle rechtlicher Normen nicht eine Offenbarung- von wem auch immer- ist, sondern Vernunft und Natur, löst das Problem an der Wurzel.

Vernunft und Natur
Was ist Vernunft? Was ist Natur? Kann es eine innere Beziehung zwischen beiden geben? Und wenn ja, zu welchen Bedingungen?
In dieser Frage steht das Schicksal der demokratischen Institutionen und ihre Fähigkeit zur Schaffung des Allgemeinwohles auf dem Spiel, das ist auf der einen Seite die Möglichkeit mit Mehrheit über große Teile der zu regelnden Materie zu entscheiden und auf der anderen Seite, sich immer wieder zu verpflichten, das, worüber man nicht abstimmen kann, anzuerkennen und zu achten.


Allen ein gesegnetes Pfingstfest!

                                            Veni Sancte Spiritus

                  

       aus dem Libero Graduale Romano :  gesungen von der Scola Gregoriana Mediolanensis


Samstag, 7. Juni 2014

Erzbischof G.Gänswein schreibt im Osservatore Romano über die 5 großen Reden Papst Benedikts XVI

Das Fundament der Gerechtigkeit
Aus den politischen Reden Benediks XVI
Hier geht´s zum Original :  klicken

"Während seines Pontifikates war Benedikt XVI immer wieder aufgerufen, mit führenden Persönlichkeiten aus Politik und Kultur vieler europäischer Länder  und der wichtigsten Internationalen Institutionen zusammen zu treffen.
Aus diesen Begegnungen ist eine konsistente Zusammenschau seiner Gedanken zur Politischen Ordnung und zur Rechtsordnung entstanden, die die Grundlagen der Gesellschaft berühren: das Verhältnis zwischen Glaube und Vernunft, zwischen Gesetz und Recht, zwischen Justiz und Religionsfreiheit.
Es gibt 5 große Reden von Benedikt XVI.
An jede von ihnen, ihren Inhalt und Kontext, wird sich eine bestimmte Zuhörerschaft erinnern.

1) Die Regensburger Vorlesung. (12. September 2006)
Sie wurde im akademischen Umfeld gehalten und stellte die Beziehung zwischen Glaube und Vernunft ins Zentrum. Das Konzept der Rede basierte auf dem Verhältnis von Glaube und Vernunft bei der Begegnung des griechischen Geistes mit dem christlichen und deshalb auf "diesem Gott, der sich als logos gezeigt hatte und als logos handelte und handelt."

2) Die Rede vor den Vereinten Nationen in New York ( 18.4.2008)  
In dieser Rede hat der Papst seine Wertschätzung für das Menschenrechtsprojekt ausgedrückt, das sich besonders nach dem 2. Weltkrieg nach der Annahme der Universalen Menschenrechtserklärung von 1948 entwickelte.

3) Die Rede im Collège des Bernardins in Paris (12. 9. 2008) 
Dieser Diskurs richtete sich an die kulturellen Eliten eines Landes, Frankreichs, und behandelte eine säkularistische, der Religion gegenüber mißtrauische Kultur. In diesem Zusammenhang beschrieb Benedikt XVI anhand des Wirkens der Benediktinischen Klöster den Beitrag, den der christliche Glaube zur Entwicklung der europäischen Zivilisation geleistet hat.

4) In London, in der Westminster Hall  (17.9.2010) 
sah sich Benedikt XVI vor die Aufgabe gestellt, zum Parlament der ältesten westlichen Demokratie zu sprechen, wo allerdings auch Thomas Morus wegen religiöser Differenzen zu einem grausamen Tod verurteilt wurde. Dort hat der Pontifex Worte der lebhaften Wertschätzung für die freie demokratische Tradition geäußert, ohne die Sorgen und Befürchtungen zu verschweigen, daß im Westen auch heute eine authentische Religionsfreiheit- frei von jeder noch so subtilen Bedrohung, gewährleistet werde."

 5) In der Rede vor dem Bundestag in Berlin (22. 9. 2011)
ging er an die Wurzel des Problems, indem er das Fundament der rechtliche Ordnung  und die Grenzen des in ganzen Europa des 20. Jahrhunderts dominierenden Rechtspositivismus,  behandelte.

Verschiedene Themen für verschiedene Zuhörer erdacht und formuliert, aber aus einer Folge der Schlüsselgedanken Benedikts XVI,  in organischer und kohärenter Weise entwickelt und zusammengesetzt.
Und es gibt einen weiteren, allen Reden gemeinsamen Punkt: alle sind an Institutionen in Demokratien gerichtet, denen die Prinzipien der rechtlich-politischen Zivilisation  gemeinsam sind, die zur westlichen Tradition gehören.


Der Geist weht wo er will, oder Mosebach in katholisch.de

Manchmal denke ich, der Wind hat sich gedreht.
So habe ich mich neulich lobend über das Konradsblatt äußern dürfen und nun bringt der Internetauftritt der katholischen Kirche in Deutschland  eine Zusammenfassung eines Interviews mit Martin Mosebach, das einfach gut ist.
Man klicke hier und freue sich  und staune.