Donnerstag, 31. Juli 2014

Zum Tag des heiligen Ignatius von Loyala

Zum Abschluss des Tages ehren wir den großen Heiligen, der mit seinen Jesuiten die Gegenreformation betrieb und dafür sorgte, dass der europäische Norden nicht vollends dem Protestantismus anheim fiel.



"Der Heilige Ignatius von Loyola
Der hl.Ignatius von Loyola war vor allem ein Mann Gottes, der an die erste Stelle in seinem Leben Gott, die grössere Ehre Gottes und den größeren Dienst für Gott setzte; er war ein Mann des tiefen Gebetes, dessen Mittel-und Höhepunkt die tägliche Eucharistiefeier war.Auf diese Weise hat er seinen Schülern ein kostbares geistliches Erbe hinterlassen, das nicht verloren gehen oder vergessen werden darf. Gerade weil er ein Mann Gottes war, war Ignatius ein treuer Diener der Kirche, in der er die Braut des Herrn und die Mutter der Christen sah und verehrte. Und aus dem Verlangen heraus, der Kirche auf möglichst nützliche und wirksame Weise zu dienen, ist das Gelübde des besonderen Gehorsams gegenüber dem Papst entstanden, das er selbst als "unser Richtmaß und Fundament" bezeichnete."

Quelle: Ansprache an die Teilnehmer einer Pilgerfahrt der Gesellschaft Jesu im April 2006.

So kann man es auch sagen:

"Wir erleben den Papst hier als jemanden, der sich sehr klar aber gleichzeitig auch differenziert äußert und das gibt Orientierung."

Der Satz stammt aus einem Interview, das Radio Vatikan mit dem Vorsitzenden von Missio Deutschland, Aachen führte. 
Die haben nämlich gerade eine grandiose Aktion auf den Weg gebracht, um darzustellen, dass Religionsfreiheit ein Menschenrecht ist. 

Inzwischen hängen die Poster an 700 Kirchen in Deutschland. Hier kann man die Bilder abrufen.

Nicht vergessen! Gebetstag für die verfolgten Christen

Morgen am 1. August wird weltweit für die verfolgten und tödlich bedrohten Christen des Mittleren Ostens gebetet. Wenigsten das können wir für sie tun- ohne wenn und aber und ohne jede falsche "Neutralität".
Wir sind wie sie Nazarener, wir haben nur das "Glück", nicht in den Ländern der allerersten  Christenheit geboren worden zu sein, wie z.B. in Mosul, Missionsgebiet des Hl-Apostels Thomas, in dem noch heute die Sprache Jesu -Aramäisch- gesprochen wird, und deswegen jetzt nicht ob unseres Glaubens für unser Leben fürchten zu müssen. Wenn wir das Vater Unser auch nicht wie Kardinal Barbarin in Aramäisch beten können, so wollen wir es doch in unserer Sprache umso eindringlicher tun.
                                                               
                                                            Christus nobiscum state


Er ist einer der mächtigsten Kardinäle der neuen Kurie, aber er zelebriert die Hl. Messe nach dem Usus Antiquior....

Aus dem  für uns- weit von Rom und dem Vatican Lebenden- undurchdringlichen Dickicht von Nachrichten über die Hl. Messe im Usus Antiquior, Motiv für die rigide und beinharte Kommissionierung der FFI, die einer Zerschlagung des florierenden Ordens gleichkommt, und der deutlichen Aversion, die Kard. Braz de Aziz gegen sie zu Schau trägt, dringen widersprüchliche Meldungen zu uns.
Zuerst hören wir, daß der kommissarische Leiter der FFI, Alfonso Bruno, der dem Orden sofort jede Feier der Alten Messe verbot,  gegen den Buch- und blogautoren Colafemmina und gleich auch noch im Sinne der Sippenhaft gegen dessen Ehefrau Anzeige wg. Beleidigung erstattet hat, weil der die Vorgehensweise des Kommissars kritisch begleitete (da soll wohl eine Art Exempel im Sinne eines Denkverbotes statuiert werden) dann lesen wir jetzt bei Sandro Magister, daß einer der ranghöchsten unter den Kardinälen, Kardinal Pell, die Messe im Usus Antiquior zelebriert.
Nebenbei bemerkt könnte auch das Meinungsgewirr über die Wertigkeit der sakramentalen Ehe innerhalb des Kardinalskollegoiums nicht größer sein (richtungsweisend der erbitterte Stellvertreterkampf der beiden deutschen Kardinäle, dem Präfekten der Glaubenskongregation Müller und dem ehemaligen Küng-Assistenten Kasper). Allein diese beiden Themen beschäftigen ganze Kolonnen von Interpreten, Schönrednern, und Weichzeichnern in der vaticanischen Kommunikationskette.

Hier nun zu dem, was Sandro Magister in seinem blog settimo cielo in der ital. Tageszeitung L´Espresso schreibt:     klicken

"Er ist die Nummer eins der neuen Kurie, aber er zelebriert die Messe nach dem Usus Antiquior"

"Sie wird vom 23.- 25. Oktober stattfinden, die dritte Wallfahrt nach Rom- organisiert von "Coetibus internationalis Summorum Pontificum" der weltweiten Vereinigungen von Teilen der Kirchen, die sich in ihren eigenen Ländern um die Umsetzung und Durchführung von "Summorum Pontificum" bemühen, dem Motu Proprio, mit dem Benedikt XVI 2007 der 1962 vom Hl. Johannes XXIII promulgierten präkonziliären Messe "volles Bürgerecht" zuerkannte.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Christliche Bruderliebe- von Kardinal Barbarin und der Delegation der französischen Bischöfe im Irak vorgelebt

Die Diözese Lyon hat unter "storyfy" eine Dokumentation der Reise einer Delegaion des französischen Episkopates unter der Leitung ihres Erzbischofs, Kardinal Barbarin in den Irak online gestellt. Es lohnt sich hineinzuschauen:           klicken

Chronik der Irakreise von Kardinal Barbarin, dem Primas der französischen Kirche

Vor mehr als einem Monat, Donnerstag 26. Juni, unterzeichnete Kardinal Philippe Barbarin im Figaro einen Aufruf , der die Franzosen wegen der Tragödie, die die Christen des Orients erleiden, aufrütteln sollte.  

24. Juli der Pressesprecher der französischen Bischöfe , Msgr. Bernard Podvin kündigt die Abreise einer Delegation der Katholischen Kirche Frankreichs in den Irak an.
Am selben Tag vertraut der Kardinal auf TV-web der Diözese Lyon dieses Projekt dem Gebet aller an.
Video der Hl. Messe für die Christen des Mittleren Ostens in Notre Dame Paris:  

        


und Msgr, Pascal Gollnisch, Direktor von L´Oeuvre d´Orient erklärt auf KTO warum er in den Irak aufbrechen wird. ".....Diese Situation ist nicht akzeptabel, nicht tolerierbar, es ist keine unumstößliche Tatsache, sie ist nicht endgültig."       klicken

Freitag, 25.Juli  Kardinal Barbarin wird von Radio CF eingeladen und erklärt: "Wenn ein entfernt lebendes Familienmitglied leidet, müssen wir unsere Nähe zeigen."

Samstag 26. Juli  in Lyon findet zusammen mit der regionalen Gemeinde der assyrisch-chaldäischen Kirche der Region eine Demonstration zur Unterstützung der Christen im Irak statt.

"Deine Brüder lassen sich töten, und Du, was machst Du?

                         

            

Sonntag 27. Juli   Kardinal Barbarin feiert einige Stunden vor seiner Abreise eine Hl. Messe für den Frieden, Msgr. Gollnisch bezeugt sein Engagement für die Christen im Orient "Die Christen sind die Einzigen die nicht zu den Waffen gegriffen haben"



Schreibtischtäter

Schreibtischtäter gibt es wie bei jedem Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord auch bei den Christenmassakern der ISIS  in Syrien und im Irak.
Wir können sie z.B. in deutschen Amtstuben  in NRW finden, wo sie seelenruhig zugeschaut haben, wie amtsbekannte jugendliche Intensivtäter aus Bonn mit deutlich soziopathischen Zügen sich islamistischen Terrorsympathiesanten anschlossen haben, zum Islam konvertierten und zu "Kämpfern für Allah" ausgebildet wurden.
Darauf wurden sie auch des öfteren von besorgten Nachbarn und Moscheevorsitzenden hingewiesen.
Leider- befanden sie- können man da gar nichts machen, ihre jungen Schützlinge seien ja nicht gewalttätig geworden - und lehnten sich zufrieden in ihren Schreibtischstühlen zurück.
Jetzt können sie auf zahlreichen Videos, die ihre ehemaligen Schützlinge, jetzt Gotteskrieger der Terrortruppe ISIS, von sich aufgenommen haben, sehen, zu welchem Tun sie durch ihr Wegsehen beigetragen haben.
Da sieht man die nun  mit arabischen Kampfnamen ausgestatteten ehemaligen Landeskinder NRWs ( u.a.) grinsend vor Leichenbergen posieren. Es gibt auch einige Videos mit prahlenden Selbstauskünften der Neuen Gotteskrieger. Man kann, wenn man nicht ganz blind ist, erkennen, daß diese Männer nur aus einem einzigen Grund zum Islam konvertiert sind: sie wollten ungehindert und ungestraft so viele Menschen wie möglich ermorden. Dabei kommt es diesen psychotischen Serien-und Massenmördern nicht darauf an, wen sie da töten, sondern auf  lustvolles, möglichst grausames Töten, für das sie dann von ihren neuen Glaubensbrüdern auch noch gefeiert werden.
Für pathologische Persönlichkeiten dieses Kalibers das Paradies auf Erden.
NRW-Sozialbetreuer u.a. machten es möglich. Aber von einem Fernsehteam dazu befragt, konnten sie beim besten Willen keinerlei Fehler bei sich entdecken
Schreibtischäter wären auch die vielen foren-user, die den Christen aus Mosul hämisch die Schuld an ihrer Vertreibung und Abschlachtung zuerkennen, weil es vor 800 und mehr  Jahren die Kreuzzüge gab, aber da fällt  eine Schuldfähigkeit wg  erwiesener Debilität weg.

Unser tweet zum Tage...

.. kommt aus Frankreich:

Ein Zeichen für die Welt und die verfolgten Christen in Mittleren Orient


Der Pfarrer der Gemeinde Cervia in Italien, Pierre L. Cabantous hat an seinem Pfarrhaus ein Banner mit dem Nun angebracht, um -wie er sagt-  ein Zeichen der Verbundenheit mit allen unseren Brüdern zu geben, die in diesem Moment in Syrien und im Irak und nicht nur dort massakriert und gekreuzigt werden. "Auch wir sind Jünger des Nazareners"
Das Banner sei von der Gemeinde sehr gut aufgenommen worden, erzählt er in einem Gespräch mit tempi.it. klicken


Pater Cantabous sagte : 
"Ich habe der Gemeinde in der Predigt am Sonntag das Zeichen erklärt, von Meriam (...) und Asia Bibi (...) gesprochen. Die Kirche ist ein einziger Leib, gerade jetzt leiden Teile dieses Leibes. Können wir da gleichgültig bleiben? Mutter Theresa hat gesagt: die schwerste Sünde ist die Gleichgültigkeit..."

Auf die Frage welchen Wert dieses Zeugnis für die verfolgten Christen habe, antwortete Pater Cantabous:
"Diese Brüder erleiden das Martyrium aus Hass auf den Glauben. Ihr Zeugnis rüttelt uns auf, auch aus unserem etwas verbürgerlichten Glauben und läßt uns fragen: "was kostet es uns, Christen zu sein? ich denke, es kostet uns auch hier im Westen ein bißchen. Weil auch wir vielleicht ein bißchen gekennzeichnet werden - jedenfalls kulturell."
Auf die Frage, ob er glaube, daß jemand seiner Geste folgen wird, antwortete Pater Cantabous:
"Ich weiß es nicht und es ist nicht wichtig. Das Traurige ist, daß man niemanden auf der Strasse sieht, wie vor Jahren als der Irak-Krieg begann und so viele mit Friedensfahnen demonstriert haben.
Wo sind diese Pazifisten heute?  Wo sind die Regenbogenfahnen? Ich bin nur ein Provinzpfarrer, aber es stört mich ein wenig, diese gewisse Resignation in Italien zu sehen."

Gibt es ein Gegenmittel gegen diese Resignation ?
"Ja, das erste Gegenmittel ist das Gebet, in der Hoffnung, daß durch das Gebet auch unsere Stimme der Solidarität von den politisch Verantwortlichen der Nationen, ihnen zu helfen,  gehört werden.
Vergessen wir nicht, eines der kostbarsten Rechte dieser Welt, die Religionsfreiheit, steht auf dem Spiel .
Das Kalifat begeht Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
In Frankreich haben sie ihre Solidarität mit den Christen gezeigt und haben sich in großer Zahl auf den Vorplätzen der Kathedralen Notre Dame in Paris  und von Lyon versammelt. Und wir in Italien?

Dem fügen wir hinzu: und wir in Deutschland? Wo sind die Banner vor Kirchen und Pfarrhäusern? Wo die österlichen Friedensmarschierer, die Menschenrechtsgruppen, wo die sonst bei jeder Fliege an der Wand Empörten?
Quelle: tempi.it

                                                       Christus nobiscum state



Unfassbar: Christenmobbing in deutschen Asylbewerberheimen

Der schon angekündigte Bericht von Report München:




Über den BR-Blog gibt es noch viele Zusatzinformationen und man kann dort auch kommentieren.

Interessant auch, was der stv. Bundestagspräsident Singhammer dazu zu sagen hat.

Dienstag, 29. Juli 2014

TV-Tipp für heute abend

Der Report kommt heute vom BR und die Programmankündigung verspricht uns, dass ein heißes Eisen angepackt wird.

Mit dem Thema "Verfolgen und Mobben christlicher Flüchtlinge durch Muslimische Flüchtlinge ("Islamisten") in den Asylbewerberheimen" ist man ja bisher eher schweigend umgegangen. Offensichtlich scheint es jetzt aber doch zu einem drängenden Problem zu werden.



Heute um 21.45 in der ARD gibt es einen interessanten Bericht mit Interviews von Christen, die aus Syrien und dem Irak nach Deutschland geflohen sind und es sich hier gefallen lassen müssen, in den Asylbewerberheimen weiter bedroht zu werden.

Bin mal gespannt, ob und wie sich unsere Hirten dazu äußern. Sie sind doch eigentlich dafür verantwortlich, dass gerade die Christen hier willkommen geheißen werden.

Mut

unser Tweet des Tages

"Aus Hass auf den Glauben"

So überschreibt der Erzbischof von Ferrara-Comacchio, Msgr. Luigi Negri sein Urteil über die blutige Christenverfolgung in Syrien und im Irak.   Hier geht´s  zum Original :     klicken

"Aus Hass auf den Glauben. Und die Verantwortlichen sollen klar benannt werden."
"Er ist eine ungeheure Tatsache, dieser gigantische  Massenexodus der Christen, die aus den Orten vertrieben werden, in denen das Christentum von Anbeginn an- also seit Jahrtausenden präsent war, aus dem einzigen Grund, weil sie Christen sind. Also das, was die katholische Lehre  "Hass auf den Glauben" nennt.
Und das muß ausdrücklich gesagt werden: sie werden nicht nur aus ihren Häusern verjagt, ihres Hab und Gutes beraubt, aller ihrer Rechte beraubt- und deshalb auch der Möglichkeit zum Lebensunterhalt.
Die Christen und die Kirche können nicht umhin, das als schrecklich und gleichzeitig großartig zu empfinden, weil es das Martyrium ist.
(......)
Kardinal Kurt Koch, hat in einem Interview mit dem Osservatore Romano seine schmerzlichen Gedanken zu diesem Geschehen geäußert.
Man versteht nicht, warum das eine Shoah genannt wird, ein Wort das eine entsetzliche und unvernünftige ideologische Gewalt gegen den anderen, weil er einer anderen, von der eigenen verschiedenen Religion angehört, ausdrückt-  für dieses aber nicht.
Der Kardinal besteht auch auf einem Aspekt, der in der katholischen Welt nicht an erster Stelle steht.
Es geht darum, daß eine ausdrückliche Denunziation sehr schwer fällt.
Nicht nur die Epigonen dieser kriminellen Ideologie  haben Vor-und Nachnamen, auch die jetzigen Täter.
Das derzeitige Geschehen- so der Erzbischof-  habe "eine jahrhundertealte Tradition seit der Anwesenheit des Islam im Mittleren Osten und in Europa."
Heute müssen wir mit der Namensnennung mutiger sein, sagt der Kardinal.
Der Mut ist immer eine fundamentale Voraussetzung für christliche Präsenz,  mehr denn je aber in einem Augenblick wie diesem.
Der Mut ist ein Aspekt des christlichen Zeugnisses und ein fundamentaler Aspekt der Wirkung auf die Realität der Welt und der Menschen, die in ihr leben.
Die Verantwortlichkeit muß also klar benannt werden, weil ohne die Denunzierung der Täter und ohne den Willen, die schreckliche Lage unserer Brüder zu teilen, sind sie in Gefahr, zerstreut zu werden.

Montag, 28. Juli 2014

Betreuungsgeld und Chesterton

Gilbert Keith Chesterton bezeichnet irgendwo die Versuche, die schon zu seiner Zeit unternommen wurden, den Armen die Kinder wegzunehmen, natürlich nur mit den allerbesten Absichten, wie die der Bildung, des Schutzes vor Krankheiten, um der besseren Erziehung willen und dergleichen mehr, als versuchten Raub, nämlich als den Versuch den Armen ihren einzigen Reichtum wegzunehmen, nämlich ihre Kinder.
Ja und man muss sagen, besonders originell ist das alles nicht, lief es mir doch schon als Kind eiskalt über den Rücken, wenn ich in den frommen Geschichten meiner Kindheit, von irgendwelchen Missionaren las, die durch die Dörfer irgendwo im Dschungel oder der Pampa zogen und den Leuten nicht Christus, sondern Bildung brachten und zu diesem Behuf irgendwo Internate errichteten, wo die Kinder dann fern von ihren Familien lebten und eben Bildung erhielten.
Womit wir auch wieder bei Chesterton wären, der irgendwo anders behauptet, dass neun von zehn neuen Ideen nichts anderes sind,  als alte Irrtümer.

Caserta: eine evangelikale Grußbotschaft der besonderen Art an den Pontifex Maximus.

Die italienischen evangelikalen und pfingstlichen Glaubensgemeinschaften haben vor dem Besuch des Papstes bei seinem Freund, dem evangelikalen Prediger Traettino  in Caserta eine gemeinsame "Gruß"botschaft veröffentlicht. Hier kann man die englische Version lesen : klicken  und hier die italienische:  klicken
Diese von den Repräsentanten der Gemeinschaften, die in Italien allesamt nicht allzu erfolgreich sind ( außer bei Immigranten), vor wenigen Tagen in der Nähe von Caserta verfaßte Erklärung ist zwar so gewohnt feindselig wie deutlich, aber sie schafft immerhin Klarheit über den Stellenwert der vielen Privatkontakte des Vaticans mit einzelnen Vertretern einzelner dieser Pfingst"kirchen" in den Augen der aus fünf Glaubensgemeinschaften gebildeten Alleanza Evangelica Italiana

Hier  ein Ausschnitt aus der Erklärung:


"..im Hinblick auf die Katholische Kirche und ihren gegenwärtigen Pontifex- ohne ein Urteil über den Glauben des individuellen katholischen Gläubigen zu fällen- halten wir sie, die sich selbst zur Vermittlerin der Erlösung erklärt und andere Figuren zu Vermittlern der Gnade, obwohl die Gnade Gottes nur aus dem Glauben an Jesus Christus kommt- ohne Werke ( Eph. 2,8) und ohne Intervention anderer Vermittler (Tim.2, 59), auch weiterhin  für unvereinbar mit der Lehre der Schrift der einen Kirche.
Weiterhin inkompatibel mit der Lehre der einen Kirche ist das Hinzufügen von Dogmen (wie die marianischen) zum ein für allemal den Heiligen offenbarten Glauben....
..ebenso, daß das Herz der Katholischen Kirche ein politischer Staat ist, Erbe der imperialen Kirche, mit Titeln und Privilegien....Christliche Kirchen müssen sich vor der Nachahmung der "Könige der Völker" hüten und dem Beispiel Jesu folgen, wer kam, um zu dienen und nicht um bedient zu werden.  (.....) 
Deshalb sind einige Ähnlichkeiten zwischen dem evangelikalen Glauben und katholischer Spiritualität kein Grund zur Hoffnung auf einen wahren Wandel. 
Betrachtet man die unversöhnlichen und absoluten theologischen und ethischen Divergenzen, die weiter bestehen, sind wir nicht in der Lage, irgendeine ökumenische Initiative zur Katholischen Kirche zu beginnen oder fortzusetzen und wir laden alle ein, sich nicht von Einigungsängsten, die der Bibel widersprechen, leiten zu lassen sondern ihre Bemühungen zu verstärken, das Evangelium in die Welt zu tragen ."  19. Juli, Aversa (Caserta)

Quelle: roranatecaeli, www.alleanzaevangelicale, AEI

Trotzdem wurde Papst Franziskus in Caserto mit großer Freundlichkeit empfangen, wie man hier sehen kann:




News.va meldet heute, dass der Papst für seinen "privaten Besuch" in Caserta den Hubschrauber nutzte. Hier scheint also eine gewissen Normalität eingezogen zu sein.

Es ist schon wieder zwei Wochen her:

Einfach faszinierend, dieser Film




.
Einfach anschauen und genießen.

Sonntag, 27. Juli 2014

Du, im Weinberg des Herrn !

Um ihm ihre Dankbarkeit und ihre Verbundenheit mit dem Papa Emeritus zu bezeugen, haben mexikanische Katholiken eine "Karaoke"-Botschaft aus Bildern aus Benedettos Pontifikat und dem Lied, das die Gläubigen während seiner Mexikoreise zu seinen Ehre sangen, zusammengestellt. "Wir sind mit Dir auf dem Berg"

                 

"Wie schwer es ist"-so schreiben sie- "die Auswahl für ein Video zu treffen, die Abertausenden von Gläubigen gefällt, die Benedikt XVI danken möchten. Dir- im Weinberg der Herrn!
Wir haben es mit einem "Karaoke"-Video mit dem Lied "Bote des Friedens", das die Gläubigen während der Apostolischen Reise 2012 in Mexiko sangen, gemacht.
Eine kleine, aber aus dem Herzen kommende Hommage , mit der wir uns dem größten in unserer Zeit lebenden Kirchenlehrer nahe fühlen können."

Einige Zeilen aus dem Lied:
"Als alles grau und dunkel war...bist du in meinem Leben erschienen,
wie ein Leuchtturm hast du mich geführt, mein Inneres erhellt....(....)
Du warst ein Bote des Lichtes und der Wahrheit, ein Bote des Friedens, ein Bote des Glaubens ein Bote der Liebe."

Worin besteht die Kopfsteuer?

Ich war bei Freude am Glauben und dort gab es einen sehr interessanten, und mich zumindest, schwer mitnehmenden Vortrag über die Lage der Christen in Syrien, dem Irak, Ägypten und überhaupt dem Nahen und Mittleren Osten.
Viel wäre zu berichten, aber ich möchte auf eines reflektieren, wenn wir das Wort "Kopfsteuer" hören, dann denken wir an sowas, wie eine auf die Lohnsteuer zu entrichtende Sonderabgabe, die irgendwie auch die Zahlungsfähigkeit des einzelnen berücksichtigt, sowas wie Kirchensteuer, dem ist aber nicht so.
Diese Kopfsteuer besteht aus 17 Gramm Gold, oder dem Gegenwert in Geld, oder dem Gegenwert in Land, oder der Tochter, der Mutter, der Frau, oder dem Leben!
Man überlege, was das für eine Denke ist!
Und ich schrieb es schon und dachte es in dem Zusammenhang schon zig mal. "Wo bleibt der Aufschrei, derjenigen, die sonst immer und überall Sexismus, Frauendiskrimierung und dergl. sehen, nur weil irgendwer die -Innen vergisst extra zu erwähnen, oder  ich erinnere an der Aufstand von wegen der Bemerkung des Herrn Brüderle"
Um die Sache noch konkreter zu benennen, diese Steuer heißt Kopfsteuer, nicht weil sie pro Kopf zu entrichten ist, sondern, weil, so sie nicht bezahlt wird, nach den Bedingungen s.o., der Kopf abgeschlagen wird (schön langsam und schmerzhaft, getreu den Vorschriften der Scharia) und dann auf einem Zaun auf dem Marktplatz zur Schau gestellt wird.
Es wäre auch noch anderes zu berichten.
Es ist nicht nur die Kopfsteuer, sondern von Mosul bis Aleppo, im Namen Allahs: das Kalifat der Brutalität.
wie der Osservatore neulich titelte.


Bekehrung durch Zerstörung?

Das Zerstören und Morden im Namen der Religion des Friedens geht weiter. Deren Vertreter haben bei uns merkwürdigerweise zwar gegen die israelische Militärintervention mit phantasievollsten Parolen und
"blumenreichen" Klagetönen ( die eine bemerkenswerte Ähnlichkeit zur Volksverhetzung aufweisen)  - nach Frieden rufen, haben derlei Bitten aber bisher mit keiner Silbe an die Söldner des Kalifats und seine Unterstützer und Geldgeber gerichtet. Was ihnen in ihrem Eroberungswahn entgangen ist- das Christentum werden sie so bis zum jüngsten Tag nicht besiegen können.


                         
Beten wir für die so schwer geprüften Christen im Irak und in Syrien.

                                                        Christus nobiscum state



                                   


Samstag, 26. Juli 2014

Pilgern auf dem Jakobsweg

Als "Nachschlag" zum gestrigen Tag des heiligen Jakobus hat das Münchner Kirchen-TV uns noch ein schönes Video geschenkt:




und noch ein Pilger am Zielort in der Kathedrale von Santiago de Compostela

Freitag, 25. Juli 2014

Der Heilige Apostel Jakobus

Heute feiert die Kirche das Fest des  Heiligen Apostels Jakobus.
Jakobus der Ältere, Sohn des Zebedäus und älterer Bruder des "Lieblingsjüngers" Johannes, Fischer am See Genezareth. Jesus gibt den Brüdern wegen ihres Eifers den Beinamen "Donnersöhne". Mit Petrus und Johannes ist er bei der Verklärung Christi anwesend., wie auch im Garten Getsemani als Jesus von Todesfurcht gepackt wird und sie bittet, mit ihm zu wachen.
Nach Pfingsten verkündet Jakobus die Frohe Botschaft in Jerusalem und Samaria.

Quelle Wikicommons gemeinfrei
                                       
Im Jahre 43 erleidet er als erster der Apostel das Martyrium.  König Herodes Agrippa II ordnet seine Hinrichtung an. Auf dem Weg zum Richtplatz heilt er den Zauberer Hermogenes, der von Dämonen besessen war und tauft einen seiner Häscher, Sosias, der daraufhin mit ihm zusammen enthauptet wird.

                             

In Spanien, wo er Nationalheiliger ist, soll er der Legende nach schon gleich  nach der Himmelfahrt Christi gepredigt haben. Die zu seinen Ehren erbaute Kirche von Santiago de Compostela wurde bald ein Eckpfeiler der Reconquista, er wurde der Schutzpatron der christlichen Kämpfer, denen er zu Pferde in der Schlacht zur Seite stand und die ihm bald den politisch wenig korrekten Beinamen "Matamoros" gaben, Maurentöter.
Schließlich führte er den asturischen König Ramiro zum entscheidenden Sieg.

Zu Ehren des Hl.Jakobus des Älteren  komponierte Guillaume Dufay im 15. Jahrhundert für die Basilica San Giacomo Maggiore in Bologna diese Renaissance-Motette:

                  


                                  HEILIGER JAKOBUS BITTE FÜR UNS! 





Diese Italiener! - Einfach hinreißend ....

Wenn der italienische Ministerpräsident sich mit englisch versucht:

Es gibt Kardinäle.....

Unser Mann des Tages:




... und es gibt Kardinäle:


Kardinal Marx predigte gestern im Münchner Dom:
hier klicken.

War das schon die Bewerbungspredigt für Berlin?




Donnerstag, 24. Juli 2014

Mosul heute: die ISIS-Kämpfer sprengen die Kirche mit dem Grab des Propheten Jona

Die uralte assyrisch-katholische Kirche in Mosul (dem antiken Ninive) beherbergte u.a. das Grab des alttestamentarischen Propheten Jona, der durch seine Predigt vermocht hatte, die Bewohner Nineves zur Reue und Umkehr und zur Anerkennung des Gottes Israels zu bewegen . Nach der Eroberung der Stadt durch die Moslems war sie in eine Moschee umgewandelt worden (daher das Minarett)
Nachdem Mosul vorige Woche in die barbarischen Hände der ISIS-Krieger gefallen war, wurde sie durch Vandalismus schwer beschädigt, allerdings trauten unserer wackeren Verkünder der Religion des Friedens diesem Ritual nicht ganz, befürchteten wohl, daß der alte, auf der alttestamentarischen jüdischen Tradition fußende christliche Geist stärker sein könnte und beschlossen daher, sie " als Stätte des Götzendienstes" vorsichtshalber ganz zu zerstören.
Heute haben sie sie gesprengt:.


                       

Sie haben damit nicht nur bis zu 3000 Jahre altes Kulturerbe sondern auch das spirituelle Erbe der Assyrer zerstört. "Allah hu akbar" haben sie dabei gerufen -und vielleicht auf ein Zeichen göttlichen Dankes gewartet.
Aber wie Jesus zu den Pharisäern und Saduzäern sagte: "....ein böses Geschlecht fordert ein Zeichen. Aber kein anderes Zeichen wird ihm gegeben als das Zeichen des Jona." (Matth. 16,4)
Quelle: rorate caeli blogspot.com

                                                         Christus nobiscum state



Caserta wirft seine Schatten voraus oder Papst Franziskus und die Evangelikalen

Rom, 23.7. 2014 Sandro Magister schreibt:       klicken
"Franziskus´ heimlicher Freund in Caserta"
"Er ist kein Katholik, er ist Pfingstkirchler, Teil jener kirchlichen Gemeinschaften, die sich atemberaubend schnell über die ganze Welt verbreiten.
Der Papst trifft sich mit ihren Führern,  mit einem nach dem anderen. Statt ihr Rivale möchte er ihr Freund werden, bis zu dem Punkt, sie um Vergebung zu bitten.
Als die Neuigkeit publik und von Pater Lombardi bestätigt wurde, daß Papst Franziskus plane, einem Freund in Caserta einen privaten Besuch abzustatten, dem Pastor der örtlichen Evangelikalen Gemeinde, war der Bischof der Stadt, Giovanni d´Alise wie vom Donner gerührt. Ihm hatte man kein Wort gesagt.

Und nicht nur das- der Papst hatte seinen Besuch für den selben Tag geplant, an dem die Stadt ihre Schutzheilige, die Hl. Anna feiert.
Als sie sich so dupiert sahen, drohten einige Gläubige mit einem Aufstand. Es bedurfte einer guten Woche bis der Papst seinen Plan änderte und den Ausflug in zwei Teile unterteilte: zuerst in einen öffentlichen mit den Gläubigen von Caserta am Samstag, 26. Juli  und dann in einen privaten mit seinem Freund am darauf folgenden Montag.

Jorge Mario Bergoglio hatte das Treffen mit ihm schon Monate vorher ausgemacht. Das erwähnte er auf dem Petersplatz nach einer Generalaudienz gegenüber einer Gruppe von Pilgern aus Caserta.
Und am 19. Juni sprach er mit einigen evangelikalen Pastoren, unter denen auch sein Freund aus Caserta war, wieder darüber. Sein Freund, Giovanni Traettino, den er - damals noch Erzbischof der Stadt- 2006 in Buenos Aires während einer Diskussion kennen gelernt hatte.

Das Treffen mit Pastor Traettino ist in der Tat keine isolierte Episode, sondern Teil der Bemühungen, die Papst Franziskus unternimmt, weltweit die Gunst der Führer jener Evangelikalen und Pfingskirchlichen Bewegungen zu gewinnen, die besonders in Latein-Amerika die am meisten zu fürchtende Konkurrenz für die Katholische Kirche sind, von der sie eine enorme Zahl von Gläubigen abwerben.
Die Evangelikalen und Pfingstkirchen, die sich vor 100 Jahren aus protestantischen  Kreisen bildeten, weisen eine spektakuläre Ausbreitung auf. Es wird geschätzt, daß sie heute fast ein Drittel der weltweit cirka 2 Milliarden Christen auf der Welt ausmachen und Dreiviertel der Protestanten. Aber man findet sie auch in der Katholischen Kirche. Am vergangenen 1. Juni traft sich Papst Franziskus im Römischen Olympiastadion mit 50.000 Mitgliedern von "Erneuerung im Geiste", der wichtigsten charismatischen katholischen Gruppe in Italien.

Verwunderte Fragen zur Bedrohung durch den Klimawandel

Also irgendsoein  Institut hat die Zusammenarbeit mit irgendsoeinem Professor gekündigt, weil der der Ansicht  war, es gäbe wichtigere Probleme als den Klimawandel. Hier kann man das lesen, wenn man will.
Mir geht das mit der Panikmache vor dem Klimawandel langsam sowas von dermaßen auf die Nerven, dass ich es nicht mehr hören kann, um es mal ironisch zu formulieren:
Klar ganz schlimm mit dem Klimawandel! damit sind primitive Steinzeitjäger und wilde germanische Barbaren und überhaupt die Menschheit schon immer und ewig fertiggeworden, Kulturen und Zivilisationen auf die wir ansonsten naserümpfend herabschauen,  aber wir, die wir ja soooo toll sind, alles viiiiiel besser wissen, und behaupten jedes in der Vergangenheit aufgetreten seiende Problem viiiiiiiil besser hätten lösen können, natürlich nachhaltig, fairgehandelt,  unter Berücksichtigung aller möglichen Quoten, fern aller Diskriminierung in Bild, Wort und Gelächter, und gesetzlich geregeltem Krümmungsradius etwaiger zu ziehenden Stangenbohnen, kurz aller uns beschäftigender Luxusprobleme. .........Wenn wir nur damals gelebt hätten. Und gehen dann vor so ein bisschen Klimaveränderung in die Knie: das ist vorbronzezeitliche furchtbesetzte Verehrung der Erdmutter, die fast unglaublich ist und eines denkenden Menschen unwürdig.
Für Katholiken ist übrigens die Frage was das wichtigste Problem der Menschheit sei,  in der ersten Katechismusfrage beantwortet:

Meriam ist frei !

Schöne Bilder aus Rom!


Die BBC hat einen kurzen Bericht.

Und hier ist ein schönes Bild dazu

Mittwoch, 23. Juli 2014

Was Patriarch Louis Raphael I Sako den Christen im Irak, speziell aber denen aus Mosul sagte

Der Patriarch der chaldäisch-katholischen Kirche, Louis Raphael I Sako hat am vergangenen Sonntag als Hirte zu den ihm anvertrauten irakischen Christen, besonders aber zu den aus Mosul vertriebenen gesprochen:            klicken  

                           Patriarch Sako’s Speech to the Iraqi Christians and Mosul's Christians Particularly

"Ich beginne meine Rede mit dem Wort Christi, weil SEIN Wort unsere Quelle der Stärke und der Rettung ist, der Armen dieser verlorenen Welt: "Fürchte dich nicht du kleine Herde!"
Unser gegenwärtiger Schmerz hat mit unserem Christsein und mit dem Oster-Mysterium zu tun.
Unser Leiden ist an das Leiden unserer Erlösers Jesus, des Schmerzenmannes, gebunden, das sich in einen Segen und in unsere Rettung und die Rettung anderer verwandeln wird.
Und den gegenwärtigen Herausforderungen kann mit mehr Glauben, Hoffnung, Gebet und Solidarität und Rettung für uns und andere begegnet werden.
Seid tapfer dem gegenüber, was euch begegnet, habt keine Angst. Ihr habt tiefe Wurzeln im Irak, gebt nicht aus Frustration und Verzweiflung auf, vertraut auf das "weil alle die das Schwert ziehen, durch das Schwert umkommen werden"  ( Matth. 26,52) und das Böse dauert nicht an.
Ihr seid das kleine Senfkorn, der Herr wird euch nicht fallen lassen. Er ist heute, morgen, übermorgen und alle Zeit bei euch.

Wir sind eure Hirten und wir werden mit unserer vollen Verantwortung euch gegenüber bis zum Ende bei euch bleiben, was immer das Opfer sein wird. Ich wiederhole: habt keine Angst, bleibt so stark, wie ihr mit eurem Glauben, eurer Hoffnung und eurer Liebe seid. Wir danken Gott für eure Sicherheit, weil euer Leben keinen Preis hat.
Gottes Segen über euch."
Patriarch Louis R.I Sako

Und es gibt auch gute Nachrichten aus dem Irak und sehenswerte Bilder :   klicken
In der Kirche Mar Gorgis ( des Hl.Georg) kamen Christen und Muslime zu einem Solidaritätstreffen mit den Christen Mosuls zusammen, auch Patriarch Sako war anwesend. Um ihre Verbundenheit mit ihren christlichen Nachbarn zu zeigen, hielten viele der Muslime Plakate hoch, auf denen stand "Ich bin Iraker, ich bin Christ"
Das macht Hoffnung.
Es lohnt sich die Bilder anzuschauen.
Quelle:saint-adday.com, rorate-caeli.blogspot.
                                                       
                                                             Christus nobiscum state





Die "Eroberung" des Klosters Mar Behnam


Christus nobiscum state


Das in der Nähe der Stadt Qaraqosh gelegene antike Kloster Mar Behnam stammt aus dem 4. JH n.Chr. und gehört der syrisch-katholischen Kirche. Es wurde am vergangenen Sonntag von den Kalifats-Milizionären der Religion des Friedens  "erobert" und bis jetzt gibt es noch keine Nachrichten über das weitere Geschehen dort, aber es gibt auch nicht den geringeten Grund zum Optimismus oder zu glauben, daß die ISIS-Barbaren dort nicht ihrem gewohntes Zerstörungsprogramm  folgten.




Vorigen Sonntag also bekam einer der Mönche von den Djihadisten diese Aufforderung:
"Du hast hier keinen Platz mehr. Ihr müßt sofort verschwinden" .
Die Mönche baten darum, die Reliquien zu verschonen und ihnen zu gestatten, sie oder wenigstens eine mitzunehmen. Das lehnten die Terroristen ab und ordneten an, daß die Mönche das Kloster zu Fuß und mit nichts außer ihrem eigenen Habit verlassen müßten.
In der Region (Qaraqosh wird (noch) von einer christlichen Mehrheit bewohnt) lebende Christen berichteten der französischen Nachrichtenagentur AFP, daß die Mönche viele Kilometer auf der Wüstenstraße gingen und dann von kurdischen Pesh-Mergakämpfern "aufgesammelt" und sicher nach Qaraqosh geleitet wurden. 
Am Wochenende hatten auch die letzten christlichen Familien Mosul- (das antike biblische Ninive- schon gleich nach dem ersten Pfingsten christlich geworden, wo auch der Hl. Apostel Thomas lehrte) verlassen, womit es zum ersten mal  in der Geschichte "christenfrei" wurde.
Das Kloster Mar Behnam wurde zur Zeit des Kaisers Julian Apostata cirka 352 n.Chr. von Mönchen gebaut, die vor den Christenverfolgungen des heidnischen Kaisers geflohen waren. Der Legende nach aber vom assyrischen König Sanherib II, als Sühne dafür, daß er seine Kinder Behnam und Sarah tötete, weil sie Christen geworden waren. Geschichtlich ist das nicht möglich, weil Sanherib viele Jahrhunderte vorher lebte.
Es war dann -bis jetzt- eine wichtige christliche Pilgerstätte im Irak, in der die örtliche Gemeinde und die Pilger traditionellerweise für Heilung und Fruchtbarkeit  beteten.
Wie man inzwischen via Twitter erfahren konnte, hat die ISIS begonnen, der Stadt Qaraqosh die Wasserzufuhr zu kappen, weil sie denken, daß Allah Gefallen daran finden wird, wenn die Christen dort verdursten.
Quelle: VoxNews, ASP, ASCA   

Die Verfolgung der Christen im Irak und das Schweigen der Welt

Zur Ehre der französischen Presse hat sich der Figaro ausführlich diesem Thema gewidmet- schreibt Klartext und verzichtet, etwas was man als außergewöhnlich betrachten muß, auf alle multi-kulti-gutmenschlichen Beschwichtigungen, Euphemismen, so verlogenen wie leider üblichen Verniedlichungen und das auf der Titelseite.

                             

Der Leitartikel trägt den Namen "Das Golgatha der Christen im Irak" und darunter steht ein Editorial von Etienne de Montety mit dem Titel: "Ruhe. Wir verfolgen!", das sich in harten Worten mit dem Schweigen der Welt auseinandersetzt.
Es beginnt so: "Der Islamische Staat hat den Christen von Mossul den Krieg erklärt. Sie werden aufgefordert, das Kalifat zu verlassen oder sich der Ungläubigensteuer zu unterwerfen und Ziel öffentlicher Racheakte zu werden. Durch das "Nun" für Nazarener an ihren Häusern, als Jünger Christi zu Bürgern zweiter Klasse erklärt, die nur die Wahl haben, zu konvertieren oder durch das Schwert umzukommen" und endet mit der Frage, die genau so auch für uns gilt "Was muss passieren, damit die Welt Kenntnis nimmt? Müssen die Sommerferien zu ende sein, die Tour de France?....."

Wie eine Anklage liest sich die Überschrift eines weiteren Beitrages im Figaro:
"Warum soviel Gleichgültigkeit?"     klicken

Ein weiterer Beitrag trägt die Überschrift
: "Die Verfolgung der Christen.....Verbrechen gegen die Menschlichkeit"   klicken
"...En Irak, les actes commis par l'Etat islamique peuvent être considérés comme un «crime contre l'humanité». Ce sont les termes employés dimanche par le secrétaire général de l'ONU Ban Ki-Moon, qui a «condamné de la manière le plus ferme possible la persécution systématique des minorités en Irak par l'Etat islamique (EI) et les groupes armés qui lui sont liés»."
"Die Taten die im Irak vom Islamischen Staat ( gemeint ist sie ISIS) begangen werden, müssen als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" gewertet werden", sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon. der die systematische Verfolgung der Minderheiten durch die ISIS und die mit ihnen verbündeten bewaffneten Gruppen auf das Schärfste verurteilte."

Und der Artikel fragt : "Warum schaltet sich die UNO nicht ein?" 
Außer den Christen (vor der Einverleibung in das neue Kalifat lebten in Mossul 35.000 Christen, jetzt ist die Stadt christenfrei , was irgendwie stark an ein Vorbild aus unserer jüngeren Geschichte erinnert) werden von den islamischen Missionierern der ISIS auch Schiiten, Turkmenen und andere verfolgt, verschleppt, getötet.

Dienstag, 22. Juli 2014

Mitmachen!

Wenn wir unseren Brüdern und Schwestern im Glauben, die in den urchristlichen Ländern Syrien und Irak von den barbarischen Fanatikerhorden der ISIS mit einem grausamen Tod ( genauer gesagt der rituellen Schächtung) bedroht sind, falls sie nicht freiwillig zur Religion des Friedens konvertieren & Kopfsteuer bezahlen, schon nicht helfen können, sollten wir der nur mäßig interessierten Öffentlichkeit wenigstens zeigen, daß die so Bedrohten nicht die einzigen Nazarener auf der Welt sind. Wir sind mehr als eine Milliarde, wenn man nur die Katholiken zählt- und wir werden sehr genau hinsehen-und hören, was die Imame, Muftis u.ä. zum Christenmassaker im Namen Allahs sagen und was sie tun, um ihren christlichen Landsleuten zu helfen..

Mitmachen!   Das  NUN- muß auf die blogs, die Websites, auf die Titelseiten der Kirchenblätter

der blog rorate caeli hat diesen Aufruf auf eine Inititative der FSPP veröffentlicht    klicken

DRINGEND:  WIR BITTEN ALLE KATHOLIKEN,  SICH AM FREITAG DEN 1. AUGUST ZU EINEM TAG DES GEBETS, DER ANBETUNG, UND DER SOLIDARITÄT FÜR DIE VERFOLGTEN CHRISTEN IM IRAK  IN SYRIEN UND IM MITTLEREN OSTEN MIT UNS ZU VEREINIGEN!


                                                      Freitag, 1. August 2014

 Aus dem Aufruf der Petrusbruderschaft

"The Priestly Fraternity of St. Peter asks all of its apostolates around the world to dedicate Friday, August 1 to a day of prayer and penance for the Christians who are suffering terrible persecution in Iraq, Syria and elsewhere in the Middle East.

August 1 is the First Friday of the month and the Feast of St. Peter in Chains, which is celebrated as a Third Class Feast in FSSP houses and apostolates. It is the feast in which we read of the great power of the persevering prayer of members of the Church: “Peter therefore was kept in Prison. But prayer was made without ceasing by the Church unto God for him.” (Acts 12:5) ....."

Angriff ist die beste Verteidigung, oder? Bischof N. Galantino ist verstimmt.


Wir erinnern uns, es war der Sekretär der Italienischen Bischofskonferenz, Bischof Nunzio Galantino, der sich mit der Bemerkung, er könne sich nicht mit den "ausdruckslosen Gesichtern der Rosenkranzbeter vor den Abtreibungskliniken identifizieren" internationale mediale Aufmerksamkeit und zweifelhafte Berühmtheit erlangte. Allerdings brachte ihm sein Bekenntnis auch reichlich negative Kommentare in den Medien, bei Facebook und in den Internet-foren ein.
Wie nun reagierte unser Bischof darauf, der von Marco Tosatti zu den päpstlichen Bauchrednern gerechent wird? Hat er den von ihm so Verunglimpften sein Bedauern ausgesprochen, sich entschuldigt?
Nein, natürlich nicht. Er ist zum Angriff übergegangen, stilisiert sich selbst als Opfer, greift wieder die Rosenkranzbeter an und beschuldigt im Übrigen die Presse an allem Schuld zu sein.
Bei rorate caeli lesen wir u.a. dazu, hier im Original:         klicken

"...Jetzt, in dem was man eine Übung "in intellektueller Schamlosigkeitsakrobatik" nennen könnte, sagt er, daß er nicht sagte, was er sagte. Er beleidigte Millionen gläubiger Katholiken und nun behauptet er, daß er es war, der beleidigt wurde."

Dann folgt die lesenswerte Antwort Tosattis auf die bischöfliche Klage mit dem Titel:
                                         "Galantino: Flecken und Löcher"
"Das alte Spiel "es ist immer die Schuld der Journalisten" funktioniert manchmal nicht. Und manche Therapien sind schlimmer als die Krankheit"


Und von dieser tschechischen Website klicken stammt diese schöne Fotomontage, die

                       

die nicht ausdruckslosen Gesichter der militanten  Abtreibungsbefürworter und des Bischofs  zeigt.

Quelle: roratecaeli.blogspot. und MarcoTosatti, www,st,joseph.sz

Fundstück: Das (vorerst) letzte Wort zu einem Interview,

überlassen wir Father Finigan.  Wie er die Sache sieht,  kann man hier lesen :    klicken

Quelle:the-hermeneutic-of-continuity blogspot.de

Christus vincit


                                                   Auch wir sind

                     In hoc signo vinces

Wir beten für die Christen im Irak und in Syrien, die sich der akuten Gefahr eines Genozids gegenüber sehen und deren Häuser von den Kämpfern der Religion des Friedens mit dem Buchstaben Nun gekennzeichnet werden, Kämpfer für ein neues Kalifat, die sich als gelehrige Schüler der Völkermörder des 3. Reiches erweisen, von denen sie gelernt haben, daß man seine Opfer schneller töten kann, wenn man ihre Häuser und Wohnungen markiert. Auch wir sind Nazarener.

Montag, 21. Juli 2014

Zur kommenden Synode: Beunruhigendes und eine fundierte theologische Bewertung des Kasper-Theorems. Ein Fundstück


Auf dem blog rorate caeli lesen wir, daß  "wie aus einer zuverlässigen Quelle zu erfahren war, "ein deutscher Bischof* sehr besorgt ist im Hinblick auf die kommende Synode, weil  auf Betreiben der Unterstützer Kardinal Kaspers und seiner These, der Einfluss Kardinal Müllers, des Präfekten der Glaubenskongregation, erfolgreich habe eingeschränkt werden können."
Hier geht´s zum Original :     klicken

In der Zwischenzeit veröffentlichte die Zeitschrift Nova et Vetera die Antwort acht amerikanischer Theologen auf die Vorschläge Kaspers. 7 von ihnen Dominikaner, die meisten Professoren an theologischen Fakultäten päpstlicher Universitäten, die- verständlicherweise- die von Kardinal Kasper vorgeschlagenen Neuerungen zurückweisen und Punkt für Punkt zeigen, wie sie der jahrhundertealten Tradition der Kirche widersprechen.

Hier geht´s zur deutschen Fassung ihrer Bewertung mit dem Titel :"Neue Vorschläge für die pastorale Sorge bezüglich der Geschiedenen und Wiederverheirateten: Eine theologische Bewertung"        klicken

Quelle roratecaeli.blogspot./ Nova et Vetera
* leider ist es uns nicht gelungen, den Namen dieses Bischofs in Erfahrung zu bringen.

Der Krieg im Nahen Osten und das Friedensgebet

Nur wenige Tage nach dem interreligiösen Friedensgebet in den Vaticanischen Gärten brach im Hl. Land ein neuer Krieg aus, der von beiden Seiten in aller Härte geführt wird.
Nun fragt sich so mancher Gläubige, was das von Anbeginn -auch wegen des Imams, der unangekündigt eine Koran-Sure mit der Bitte um den Sieg über die Ungläubigen betete, - umstrittene Gebet gebracht habe.
In einem Interview mit der katalanischen Zeitung "LaVanguardia"  hatte Papst Franziskus seinen einsam und spontan gefaßten Plan zu diesem Gebet, gegen den es - wie man hört-  aus dem Staatssekretariat massive Bedenken gab, noch so gepriesen:  im Vatican hätten 99% Bedenken dagegen gehabt, aber das beharrliche 1% habe sich durchgesetzt.
Wer dieses 1 % war, kann sich jeder leicht selber ausrechnen.

Der spanische Kirchenhistoriker  Francisco de la Cigoña, hat in seinem blog in La Gaceta kritisch dazu Stellung genommen. Hier geht´s zum Originaltext:     klicken

Am 19.Juli veröffentlichte er seine Stellungnahmen unter dem Titel "Der Papst und das Heilige Land"
Er verstehe, den Wunsch des Papstes Frieden ins Heilige Land zu bringen, das gehöre zu seinem Amt.
Der Papst solle eine Rolle aber nicht übertreiben.
Diese sei weit von der Supermans entfernt - wie de la Cigoña wörtlich schreibt.
Das Gebetstreffen sei gut inszeniert gewesen, es habe bei manchen den Eindruck erwecken können, daß etwas Wichtiges geschehe und der Papst eine wichtige Rolle in der internationalen Diplomatie spiele. 
Aber nach knapp 24 Stunden sei alles zusammengebrochen.

"Gesegnet sei der Papst für seine Friedensbemühungen. Und für sein Gebet." -fährt de la Cigoña fort. - "nur seien Erstere sehr entbehrlich gewesen. "Und das Gebet?" "Das wisse Gott allein."
De la Cigoña  schreibt, er denke, "daß diese Erfahrung dem Papst klar gemacht habe, daß er in der Weltpolitik nicht relevant sei" und das sei gut so.....und daß "Grußbotschaften zum Ramadan gar nichts bringen".
Im nachhinein wirke die groß inszenierte Umarmung vor der Klagemauer angesichts der Kämpfe und der Toten nur noch grotesk.
Und er beendet seinen pessimistischen Text mit dem Satz:
Komplizierte Dinge werden nicht dadurch gelöst, daß man einen Tango singt, so sentimental dieser auch klingen mag. Der Freund eines Rabbis zu sein, bringt noch nichts in Ordnung. Es kann aber durcheinander bringen."

Quelle: http://www.gaceta.es/cigona/papa-tierra-santa-19072014-1220

 


Achse des Guten über den merkwürdigen Schulterschluß von Hamas, Linken und Rechten

Achse des Guten berichtet von einer Demo gegen Israel, und stellt fest:

Dabei entstehen verstörende Bilder: Linke Aktivisten lassen bei anti-israelischen Demonstrationen ihren Ressentiments Seite an Seite mit Hamas-Unterstützern und Neonazis freien Lauf. In mehreren Städten kam es zu Ausschreitungen gegen jüdische Einrichtungen 

um dann die Ausschreitung genauer zu beschreiben, es ereignete sich nämlich in Berlin, und wir lesen über den Ort folgendes: 

Erst am Mittwoch zog wieder ein solcher Mob mit lautem Geschrei und Morddrohungen gegen Juden durch Berlin-Mitte, nahe der Neuen Synagoge. Genau dort also, wo vor einigen Jahrzehnten SA-Leute mit ähnlichen Parolen aufmarschierten.
um dann festzustellen, dass sich Geschichte  nie 1:1 wiederholt, weil die Parole sich geringfügig geändert hat, und zu schließen mit
Vielen selbsternannten Pazifisten in Deutschland fällt dazu wenig bis gar nichts ein – und einige mischen sogar noch kräftig mit. Das kann man wohl nur als moralische Bankrotterklärung werten. 

Man lese den kompletten Beitrag   hier
und lese hier den Bericht über ausufernde Demonstrationen die "Juden ins Gas" forderten.

Sonntag, 20. Juli 2014

Nomen est omen

Gefunden haben wir diese lesenswerte Zusammenstellung bei cooperatoresveritatis  hier geht´s zum Original klicken - Dank dafür!-und haben sie für uns und unsere Leser übersetzt.
Heute also die erste von 16 Folgen

"Nomen omen- kurze Geschichte der 16 Päpste mit dem Namen Benedikt"
"Das Jahr der zwei Päpste, sogar drei, Johannes XII, Leo VIII und Benedikt V - das gibt es also nicht nur heute- damals war es noch schlimmer.
Die Wahl eines Laien auf den Stuhl Petri.....
Und dann noch das : energisch, resolut, schmerzloser und tapferer Krieger, Mann des Glaubens:  so wurde Benedikt VIII beschrieben, der das Volk Italiens vereinigen konnte, um sich der islamischen Invasion entgegen zu  stellen.
Es tröstet, daß der Herr, der die Zügel der individuellen und kollektiven Geschichte den Händen der Menschen überläßt, am Ende und immer dafür sorgt, dass sein Projekt fortgeführt wird, während die Pläne der Menschen, wenn sie nicht mit denen des Höchsten übereinstimmen, immer enden und untergehen, auch wenn  sie oft eine Spur von Leichen und Leiden hinter sich zurück lassen,.

Ruhig! Wir haben nicht die Absicht, Sie mit langweiligen Biographien anzuöden.
Das, was wir Ihnen anbieten wollen, ist ein an Anekdoten reicher Spagat, um Ihnen zu helfen, die Rolle des Vikars Christi zu lieben. Sehen Sie hier:
Und die Idee ist ernsthaft betrachtet nicht von uns:
"Eine kurze Aufzählung der Päpste, die den Namen Benedikt tragen, muß einige Kriterien erfüllen. Diese Chronologie erscheint die objektivste zu sein: wenn auch kurz so ist sie doch faszinierend, weil sie in die Geschichte der Kirche einführt, die ein Beispiel für die Geschichte ist. Und in der Tat, wegen des Versprechens des Herrn selbst,  ist es für uns faszinierend und sehr lehrreich, dem Was und Wie ihrer Werke zu folgen."
Wir wollen die Argumente vertiefen und sie mit wichtigen Episoden anreichern.

Beginnen wir sogleich mit dem ersten Papst, der den Namen Benedikt trug (575-579)


Der offene Brief von Kardinal Brandmüller (an seinen Nachhilfeschüler Scalfari) II

Fortsetzung

 ..."Berühmt ist beispielsweise die scharfe Auseinandersetzung, die sich im 11. JH zur Zeit der sogenannten gregorianischen Reform zutrug, als es in diesen schwierigen Zeiten zu einer Spaltung kam, die besonders in Deutschland und Frankreich so groß war, daß in Deutschland Prälaten den Passauer Bischof Altmann aus seiner Diözese verjagten. In Frankreich wurden die päpstlichen Gesandten, die mit der Überwachung und Durchsetzung der Disziplin des Zölibats beauftragt waren, mit dem Tode bedroht. Bei einer Synode in Paris wurde der später heiliggesprochene Abt Walter von Pontoise von den Bischöfen, die gegen den Zölibat waren, geschlagen und ins Gefängnis geworfen. Trotzdem war die Reform erfolgreich und es gab einen neuen religiösen Frühling.

.Es ist interessant zu sehen, daß die Bekämpfung des Zölibats immer mit Zeichen des Zerfalls in der Kirche einherging, während in Zeiten eines erneuerten Glaubens und kultureller Blüte der Zölibat gestärkt wurde.
Und es sicher nicht schwer, aus diesen Beobachtungen heraus, eine historische Parallele zur aktuellen Krise zu ziehen.

Die Probleme der Ostkirche

Zwei Fragen, die oft gestellt werden, bleiben unbeantwortet. Da ist die eine, die die Praxis des Zölibats in der Katholischen Kirche zu Zeiten des byzantinischen Kaisers betrifft und die des Östlichen Ritus, die die Ehe für Bischöfe und Mönche verbietet, sie aber für Priester und Diakone erlaubt-unter der Voraussetzung, daß sie vor dem Empfang des Sakramentes verheiratet waren.
Indem sie genau diese Praxis als Beispiel anführen, fragen manche, ob man sie nicht auch für die Lateinische Kirche übernehmen könne.

Dabei muß man betonen, daß es zuerst die Ostkirche war, die die Praxis des abstinenten Zölibats als bindend vorschrieb. Und erst während des Konzils von 691, dem Trullanischen, als die religiöse und kulturelle Dekadenz des Byzantinischen Kaiserreiches evident war, wurde der Bruch mit der apostolischen Überlieferung vollzogen. Diess Konzil wurde maßgeblich vom Kaiser beeinflußt, der eine neue Gesetzgebung wollte, die Ordnung in die Beziehungen brachte, und das von den Päpsten nie anerkannt wurde.
Es war genau zu dieser Zeit, daß die Ostkirche diese Praxis übernahm.
Als später, im 16. und 17. JH  und später, verschieden orthodoxe Kirchen zur Kirche des Westens zurück kehrten, stellte sich in Rom das Problem, wie man mit dem verheirateten Klerus dieser Kirche umgehen solle.
Die verschiedenen Päpste entschieden zum Guten und zur Einheit der Kirche, keine Änderungen ihres Lebensstiles von den Priestern zu verlangen, die zur Mutter Kirche zurückgekehrt waren.

Die Ausnahme in unserer Zeit

Es gibt ähnliche Motivationen hinter der Gewährung eines päpstlichen Dispenses vom Zölibat- beginnend mit Pius XII für die protestantischen Pastoren, die zur Katholischen Kirche konvertierten und geweihte Priester werden wollten. Diese Regel wurde kürzlich von Benedikt XVI auf die vielen anglikanischen Prälaten angewandt, die sich in Übereinstimmung mit der Apostolischen Konstitution Anglicanorum Coetibus mit der Katholischen Mutterkirche vereinen wollten. Mit diesem außerordentlichen Entgegenkommen anerkennt die Kirche die lange, manchmal sehr schmerzhafte Reise dieser Männer des Glaubens an, die durch die Konversion ihr Ziel erreichten.

Theorie und Praxis, aus ernstem Anlass

auf Twitter gibt es beunruhigende Nachrichten, die die Serie beunruhigender Nachrichten, die uns seit Monaten  aus Ägypten, Syrien und Israel erreichen, nur fortsetzen.

Nachdem vor einigen Tagen die Meldung, von der Kopfsteuer die Christen zahlen müssten, herumging , es dann hieß die Christen stünden vor der Alternative Flucht oder Tod,
so ist die "Religion des Friedens" (ist ironisch gemeint) nun  zur Tat geschritten, wie man hier sieht

und hier ein Tweet , der auf eine französische Quelle verweist:



fast wie Hohn kommt einem dann folgende Passage aus Evangelii Gaudium vor:

Samstag, 19. Juli 2014

Sandro Magister: "Der Papst spricht, Scalfari überträgt es und Brandmüller weist es zurück."

So überschreibt Sandro Magister das Tohuwabohu um das Papst(Nicht) Interview, dessen Inhalt E.Scalfari nach eigenem Gutdünken wiedergegeben hat.
Hier geht´s zum Originaltext aus L´ Espresso    klicken

Und Kardinal Brandmüller schrieb einen offenen Brief an E.Scalfari
Als Kirchenhistoriker weist der deutsche Kardinal die These, nach der der Zölibat eine Erfindung des 10. Jahrhunderts sei zurück. Nein-widerspricht er- er hat seinen Ursprung bei Jesus und den Aposteln. Und er erklärt in einem offenen Brief warum.

"Wir Priester, Zölibatäre wie Christus"
von Walter Brandmüller

Sehr geehrter Dottore Scalfari,

auch wenn ich nicht das Privileg habe, Sie persönlich zu kennen, möchte ich mich Ihrer Äußerung über den Zölibat zuwenden, die in der Wiedergabe ihrer Unterhaltung mit  Papst Franziskus am 13. Juli 2014 veröffentlicht und deren Authentizität unmittelbar danach vom Direktor der Sala Stampa dementiert wurde, weil ich Ihnen als "alter Professor", der 30 Jahre an der Universität Kirchengeschichte lehrte, den aktuellen Stand der Forschung zu diesem Thema nahe bringen möchte.

Besonders und hauptsächlich muß unterstrichen werden, daß der Zölibat keineswegs 900 Jahre nach dem Tod  Christi erfunden wurde. Es sind vielmehr die Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas, die uns die entscheidenden Worte vor Augen führen.
Matthäus schreibt (19,29) "Wer in meinem Namen Haus, Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder und Felder verläßt, der wird 100 mal mehr erhalten und das Ewige Leben." 

Sehr ähnlich schreibt auch Markus (10,20) "Wahrlich ich sage euch, wenn einer nicht Haus oder Brüder und Schwestern, oder Vater und Mutter oder Kinder und Felder um meinetwillen verlassen hat, wird er nicht das 100 fache bekommen,"

Noch präziser ist Lukas (18,29f.) "Wahrlich ich sage euch: wer um des Reiches Gottes willen Haus oder Frau, Geschwister, Eltern oder Kinder verlassen hat, wird schon jetzt dafür viel mehr erhalten und in der künftigen Welt das ewige Leben"
Jesus richtet diese Worte nicht an die breite Masse, wohl aber an die, die er beauftragt, das Evangelium und die Ankündigung des Reiches Gottes zu verbreiten. um dieser Mission gewachsen zu sein, ist es nötig, sich von allen irdischen Bindungen zu lösen. Es ist ersichtlich, daß diese Trennung den Verlust dessen bedeutet, was aufgezählt wurde, Jesus verspricht eine mehr als angemessene "Entschädigung".

An diesem Punkt wird behauptet, daß das "alles verlassen" sich nur auf die Dauer der Verkündigung seines Evangeliums beziehe und daß die Jünger danach zu ihren Familien zurückkehren könnten. Aber davon gibt es keinerlei Spuren im Text der Evangelien, vom Ewigen Leben ausgehend, spricht er hingegen von etwas Endgültigem.     
Heute wissen wir, daß die Evangelien in den Jahren zwischen 40 und 70 n..Chr. geschrieben wurden, ihre Autoren hätten sich in ein schlechtes Licht gesetzt, wenn sie Jesus Worte zugeschrieben hätten, mit denen ihre Lebensführung dann nicht übereinstimmte, Jesus verlangte, daß die, die an seiner Mission teilnahmen, auch seinen Lebensstil teilten.

Tweet zum Tage

Heut soll's heiß werden ....

... da kann ein kühles Bier nicht schaden.

Freitag, 18. Juli 2014

Das tut weh!

Heute hat die DBK die Kirchendaten für 2013 veröffentlicht. Die Gesamtzahlen wurden ja schon fleißig rumgetwittert. Auch wenn man schon wieder im einen oder anderen Artikel liest, daran sei der "böse" TVE schuld, ist es doch interessant, sich mal die einzelnen Bistümer anzuschauen und sie miteinander zu vergleichen. Das geht natürlich mit den absoluten Zahlen nicht, deshalb gibt es erstmal Beiboot-Exkluxiv eine Liste, in der die Austrittszahlen in Relation zur Bistumsgröße gesetzt wurden.
Deutlich ist daran zu erkennen, dass es den absolut höchsten Wert in Berlin (1,6%), dicht gefolgt von Hamburg (1,5%) gab. Wahre Musterbistümer sind dabei die Bistümer Passau und Regensburg (jeweils 0,4%). Und das, obwohl doch der SPON heute im Zusammenhang mit einem weiteren Nachtret-Artikel über Bischof Tebartz-van Elst schrieb: ".... So nennen sie in Kirchenkreisen die Domstadt Regensburg. Hier, wo die katholische Kirche noch etwas konservativer ist als andernorts, wo einst Joseph Ratzinger lehrte ...." .... hier hat man also offensichtlich alles richtig gemacht und darauf verzichtet, die Kirche weiter zu protestantisieren. 

Weit unterhalb des Durchschnitts liegen auch noch die Bistümer Erfurt, Münster, Osnabrück und Paderborn. 
Kirchenaustritte 2013 in Prozent. Quelle: DBK
Wir könnten uns jetzt Gedanken darüber machen, woran das liegt. Vielleicht ist es wirklich der "Franziskus-Effekt", der dazu geführt hat, dass die Links-Grünen, die zu Benedikts Zeiten eingetreten sind, um die Kirche mit ihrem Marsch durch die Institutionen zu "demokratisieren und dem Zeitgeist anzupassen" sich nach der Wahl von Franziskus am Ziel wähnten und gleich wieder ausgetreten sind. Denn wer fest im Glauben steht, tritt nicht wegen Personen aus der Kirche aus. 


Beten für Scalfari


Das neue Papst"Interview" des Eugenio Scalfari schlug in Italien hohe Wogen, die sich zunächst nicht so einfach glätten ließen, auch wenn dieses mal die Reaktion des päpstlichen Presseamtes mit "Überschallgeschwindigkeit" erfolgte, wie A. Socci in seiner Stellungnahme formuliert.


Die Tageszeitung "Libero" veröffentlichte ein sehr lesenswertes Interview mit Vittorio Messori zum Thema. Hier geht´s zum ital. Original  klicken,

Libero titelte:
Messori über Scalfari, der vom Vatican widerrufen wurde: "Man muß für ihn beten".

Antonio Mastino führt ein ausführliches Gespräch, mit dem sowohl in Kirchengeschichte als auch in der speziellen Geschichte des Zölibats bestens bewanderten Autor Vittorio Messori.

Dabei stellt Messori anhand der Untersuchung Kardinal Sticklers glasklar heraus, daß der Zölibat apostolischen Ursprungs ist und beschreibt wie es zur unterschiedlichen Praxis der Orientalischen Kirche kam ( daß die verheirateten Priester der unteren Ränge und Diakone nur dann geweiht wurden, wenn sie schon vorher verheiratet waren, Priester und Bischöfe aber ausschließlich aus den Reihen der zölibatären Mönchsorden kommen)- also kein Argument für eine Lockerung des Zölibats in der Römische Kirche liefern können und unterstreicht, daß nur auf Wunsch des byzantinischen Kaisers, der bei den Konzilen Mitspracherecht hatte,  und unter dem Protest zahlreicher Bischöfe, erst bei der Trullanischen Synode von 691 die Grenzen für die Orientalische Kirche weiter gezogen wurden, während vorher auch in dieser Frage kompletter Gleichklang zur Römischen Kirche bestand.
Bei dieser Synode, deren Ergebnissen Papst Sergius nur unter Vorbehalt und in den Punkten, die der römischen Lehre nicht widerprachen zustimmte, wurde der Primat Roms gegenüber dem Patriarchat von Konstantinopel , das dann an zweiter Stelle folgte, anerkannt.
Es ist sicher, sagt Messori, daß Zölibat und Enthaltsamkeit in den orientalischen Kirche der ersten Jahrhunderte ungeteilt wie in der Westkirche praktiziert wurde.

Messori interpretiert die dann erfolgte partielle und eingeschränkte Lockerung so:
"Aber eine solche Verpflichtung, die so im Widerspruch zur Natur steht und deshalb so schwer zu befolgen ist, bedurfte einer Autorität, einer Organisation, ständiger Kontrolle eines energischen Lehramtes, alles was der Ostkirche in Ermangelung eines Papsttums fehlte."

Und er zeigt auf, daß über die Frage des Zölibats hinaus auch hinsichtlich der Enthaltsamkeit und Keuschheit sehr früh ganz klare Aussagen getroffen wurden:
So wurde beim Konzil von Karthago 390 n. Chr. in voller Einheit aller Kirchen einstimmig beschlossen:
"Es wird vereinbart, daß alle die dem Göttlichen Sakrament dienen (Bischöfe, Priester, Diakone) in allem enthaltsam leben, damit sie das, was die Apostel gelehrt haben und was die Vergangenheit bewahrt hat, befolgen."
Und die Väter des Westens, die Hl. Ambrosius, Hieronymus und Augustinus sind sich einig, Unberührtheit, Zölibat und Enthaltsamkeit nicht nur für die Priester sondern auch für Diakone.

Soviel also zu den Aussagen Scalfaris- und denen -vielleicht untergeschobenen -des Papstes zur Geschichte und theologischen Begründung des Zölibates.  Einen Tip dazu hätten wir. nie mehr ohne Aufnahmegerät.
Inzwischen ist die italienische Presse wieder zum Tagesgeschäft übergegangen, was bezüglicher der Kirche lautet: Kardinalsbashing

Wer den Mastino-Artikel und das Messori Interview aus dem "Libero" lesen möchte, sollte hier weiterlesen

das Konradsblatt mal wieder zur kommenden Synode

Vor mit liegt das neueste Konradsblatt und schon das Titelbild verheißt nix Gutes.
Auf dem Titelblatt, dass   die Volksmassen auf dem Petersplatz zeigt, prangt die Überschrift
Der Spürsinn des Gottesvolkes
und die Unterüberschrift
Die Gläubigen wollen und sollen in Fragen der Glaubenslehre konsultiert werden.

Leider siegte dann meine Neugier  über meine Vorahnungen und ich las auf den Seiten 20-22, die Ergüsse.
Nun ja, man wird ja bescheiden! Es war nicht alles dummes Zeug,was da drin stand, fing sogar ganz harmlos an, erwähnte den alten Streit um die Naturen in Christus, wo diverse kirchliche Würdenträger versuchten irgendwelche verschwurbelten Kompromisse zu machen, wegen der Macht, dem Kaiser oder sonst wem und das Volk (steht so im Konradsblatt, ich habe keine Ahnung ob das stimmt) einfach katholisch bleiben wollte, und so man vom Arianismus dann doch liess
Man streifte John Henry Newmann, und kam dann doch zur Sache, ja wen wundert´s, die Geschichte mit der Etage untendrunter (frei nach Bernhard von Clairveaux. Beim manchen ist der Gott der Bauch, bei anderen sitzt er noch 'ne Etage tiefer)
Zunächst wurde die provokante  Frage gestellt: "Überzieht das Lehramt, wenn es Sexualität, Familie und Ehe zusammenbindet" und anstatt die Antwort gleich mitzuliefern wird auch diese wieder in Frageform gekleidet, nämlich: Oder ist sie [die Kirche] die einsame Ruferin in der Wüste, die mit ihren Mahnungen Recht hat?
Und dann kommt der im Grunde Oberknaller, anstatt zu sagen,
"da gibt es nichts zu diskutieren, natürlich gehört der Sex ausschließlich in die Ehe und dort hat er einen Zweck, nämlich Kinder zu zeugen und in der Familie zu erziehen, und sich dadurch gegenseitig zu heiligen"
und das eventuell zu belegen Humane Vitae, Familiaris Consortio und ich vermute die Kirchenväter haben dazu ne Menge zu sagen und z.B.  eine Hildegard von Bingen äußert sich recht drastisch und eindeutig zum Thema, aber nein, das schreibt man natürlich nicht, sondern man schreibt "darüber muss offen gesprochen werden".