Freitag, 31. Oktober 2014

Schiff ohne Steuer? Kardinal R.Burke spricht über die Kirche

Kardinal R.Burke: "Es besteht der starke Eindruck, daß die Kirche ein Schiff ohne Steuer sei"
Der Kardinal hat der "Vida Nueva" ein Interview gegeben. Nachdem er Manipulationen und Zensur bei der Synode beklagt hatte, fährt Kardinal Burke fort, seine Stimme zu erheben, ...so beschreibt der Lieblingsjournalist des Papstes A.Tornielli von La Stampa die Wortmeldungen des Amerikaners." klicken

Nachdem der bisherige Posten des Kardinals in der Kurie zur Disposition  zu stehen scheint und eine Abschiebung nach Malta droht, fühlt er sich frei, zu sprechen und sagt:
"In einem so kritischen Augenblick, in der der starke Eindruck besteht, die Kirche sei ein Schiff ohne Steuer, kommt es nicht auf die Motive an, weshalb jemand spricht, sondern mehr denn je darauf, unseren Glauben zu studieren, eine gesunde spirituelle Führung zu haben und ein starkes Glaubenszeugnis zu geben."
"Ich habe vollen Respekt vor dem petrinischen Amt"- fügt er hinzu- "und ich will nicht den Eindruck erwecken, eine Stimme gegen den Papst zu sein. Ich will mit allen meinen Schwächen ein Meister des Glaubens sein, die Wahrheit sagen, was heute von vielen vermieden wird. Sie leiden ein wenig unter Seekrankheit, weil ihrer Meinung nach die Kirche ihren Kompass verloren hat. Es ist nötig, den Grund dieser Desorientierung zu beseitigen, weil wir den Kompass nicht verloren haben. Wir haben die konstante Tradition der Kirche, die Lehre, die Liturgie, die Moral. Der Katechismus ändert sich nicht."
"Der Papst spricht richtigerweise von der Notwendigkeit, in die Peripherie zu gehen. Die Antwort der Menschen war sehr wohlwollend. Aber wir können nicht mit leeren Händen in die Peripherie gehen. Wir gehen mit dem Wort Gottes, mit den Sakramenten, mit dem tugendhaften Leben des Hl. Geistes. Ich sage nicht, daß der Papst das tun soll, weil das Risiko besteht, die Begegnung der Kulturen falsch zu interpretieren. Der Glaube kann sich nicht an die Kultur anpassen, sondern muß sie zur Umkehr auffordern. Wir sind eine Bewegung gegen die Kulturen, keine volkstümliche."
Quelle: Vatican Insider, LaStampa, A.Tornielli

 

Gegenüber CNS hat der Kardinal noch einmal über die Synode gesprochen und was jetzt getan werden müsse, um die Glaubwürdigkeit der Kirche und der Lehre zu bewahren :   klicken

Der Emeritus schreibt eine Grußbotschaft- oder Stille Post

Selbst glasklar formulierte Texte bieten so manchem breiten Interpretationsspielraum. Um jedem Lesekundigen klar erkennbare Inhalte auf den Kopf zustellen oder ihm einen anderen, vielleicht sogar konträren Sinn zu geben, genügt es, ihn durch das Prisma eigener Vorurteile und Vorlieben zu betrachten. Man wundert sich nicht, daß Goethe die Erkenntnisse bzgl. der Natur des durch ein Prisma gebrochenen Lichtes so vehement bekämpft hat. Wesentlich streufähiger als ein optisches Prisma sind allerdings die diversen Ideologieprismen, von denen postsynodal besonders die nachdrücklich Gebrauch machen, die ein Vaticanum II-Revival nebst Revolution und einen Zusammenbruch der Moral-& Ehelehre erwartet und erhofft hatten und nun bitter enttäuscht sind.

Nachdem also so viele Interpretationen und Umdeutungen der Grußbotschaft des Emeritus an die Teilnehmer der Wallfahrt von Coetus Internationalis Summorum Pontificum im medialen Umlauf sind, sahen sich dessen Vorsitzende zu einer Richtigstellung veranlaßt. Hier geht´s zum Original:  klicken

"Circa la lettera di Benedetto XVI"

" Rund um den Brief von Benedikt XVI an unseren Generaldelegierten"

Coetus Internationalis Summorum Pontificum
Komuniqué vom 29/10/2014
"Wir sind über die Verbreitung der Botschaft seiner Heiligkeit, des emeritierten Papstes, an unseren Generaldelegierten und durch ihn an alle Pilger des Volkes Summorum Pontificum, speziell die Jungen, sehr glücklich.
Überrascht sind wir allerdings über die zahlreichen, mehr oder weniger phantasievollen Interpretationen, angesichts der immer sehr klaren Absicht des Papstes, dem Meister der liturgischen Versöhnung.
Wir möchten unterstreichen, dass der Text Benedikts XVI eine Antwort auf unsere Einladung ist, an der Hl-. Messe teilzunehmen, die am vergangenen Samstag von Seiner Eminenz, Kardinal Burke, in Sankt Peter zum Abschluss unserer jährlichen feierlichen Prozession durch die Straßen Roms gefeiert wurde."

Die ganze Wahrheit über die Grünen

Grüner Grusel zu Halloween:


Wer bisher immer noch gezweifelt hat .... jetzt sind sie durchschaut:

Es ist SEINE Kirche!

Das war wohl der markanteste Satz von Kardinal Marx in seiner Ansprache zum Gebet des "Güldenen Rosenkranz". Er verband die Gesätze des Trostreichen Rosenkranzes mit der kürzlich zu Ende gegangenen Synode und ging darauf ein, dass es Jesus ist, der in seiner Kirche lebt und wirkt.
Kardinal Marx berichtete dann noch vom gemeinsamen Weg, der gefunden wurde, und der dann auch dazu geführt hätte, festzustellen, dass die Kirche eben kein beliebiger Verein ist, bei dem man über die Regeln mehrheitlich abstimmen kann. Schließlich sei die Kirche von Christus geführt  und deshalb nicht "unsere Kirche", sondern seine.
Ich habe mich dann gefragt, warum er diese Dinge nicht einmal auf einer DBK-Pressekonferenz sagt. Das würde doch einigen Leuten den Wind aus den Segeln nehmen.

Alle Jahre wieder- so auch heute: Hallo Wien!

                    Grüßen wir also die Donaumetropole an ihrem heutigen Festtag!                            

                 

tweets zum Tage

Es gelingt selten, alle Ereignisse des Tages in einem Satz zusammenzufassen!

Voilà:



Und weil's so schön ist, hänge ich den gleich noch hintendran. Denn der wahre Grusel ist meistens unerkannt:

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Reiche Kirche- leere Kirche?


Bei rorate caeli findert sich heute dieser Artikel

"Church of Germany, Church of Simony"   hier geht´s zum Original:    klicken
"Das ganze Gerede von Armut und Demut von den höchsten Würdenträgern der Kirche muß als irrelevant zurückgewiesen werden, solange der größte geldgebundene Skandal in der Kirche, das deutsche Kirchensteuersystem, seinen Platz behauptet. Keine andere Ursache ist so für die Instabilität der heutigen Kirche verantwortlich wie die "simonistische" Kirchensteuer, die sowohl jene deutschen Katholiken, die sich weigern, sie zu zahlen, exkommuniziert, als auch die deutsche Hierarchie dazu verleitet, ihren immensen Reichtum und ihre finanziellen Ressourcen zur Subversion und Erpressung der gesamten Universalen Kirche zu nutzen.
Ein System, das die Kirchen leerte, während ihr Reichtum zu einem Tumor wurde, dessen Wachstum die gesamte Kirche bedroht. Wenn ein Papst sie abschafft oder wenigsten entscheidet, das Kirchensteuersystem in Deutschland (und anderswo, wo es auf die selbe simonistische Weise funktioniert) gründlich zu überholen, wird das Reden von der Armut endlich glaubwürdig."
Soweit der Kommentar von rorate


                                    

Hier folgt nun der Artikel von Simone Varisco mit dem Titel


"Reiche Kirche, leere Kirche"
                                     
"Die Protagonisten der Synode: der Kontrast zwischen den Hauptexponenten der Deutschen Katholischen Kirche von Müller zu Kasper, von Brandmüller zu Marx, wird auch an ihren verschiedenen Sichtweisen auf die Krise in der Deutschen Katholischen Kirche und möglichen Lösungen gemessen.

Nach den neuesten Daten der Deutschen Bischofskonferenz waren im JAhr 2013 24,2 Millionen Deutsche Katholiken, ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (24,399), was 29,9% der Bevölkerung ausmacht (1990 vor der Wiedervereinigung waren es 42,7%, hauptsächlich in den südlichen Bundesländern, wie Saarland, 62% und Bayern, 54%)

Müller: "In meiner Kongregation: Dialog und Gruppenarbeit"


Das unterstrich der Kardinal und Wächter der katholischen Orthodoxie bei einer Rede anläßlich des Internationalen Kongresses "Omnes Gentes" in der Universität Louvain.
Vatican Insider berichtet, hier geht´s zum Original :   klicken

"Weil die Kirche sehr groß ist, muß die Arbeit der Glaubenskongregation  notwendigerweise von Gruppen erledigt werden, das heißt im Dialog, im Austausch der theologischen Tendenzen und im Hören auf den anderen." Das betonte Kardinal Gerhard L.Müller bei einer Rede, die er anläßlich des internationalen, von der belgischen Bischofskonferenz veranstalteten Kolloqiums "Omnes Gentes" in der Universität Louvain hielt- zum Thema: "Eine Kirche im Dialog, das II.Vaticanische Konzil neu lesen"
In seiner Eröffnungsrede, betonte der Purpurträger die "Notwendigkeit des Dialogs in der Kirche im Allgemeinen und in ihren Institutionen im Besondern" und beschrieb als Beispiel die Tätigkeit seines Dikasteriums, das "von vielen als eine Instanz des Nicht-Dialogs und der Dialogverweigerung betrachtet werde. Es scheint so, als ob das Lehramt einen authentischen Dialog unmöglich mache und ständig das Depositum Fidei beschwören würde und so definitiv die Tür für eine Diskussion der offenen Fragen verschließe und den Dialog ersticke. In Wirklichkeit"-so versichert er- "ist es nicht so."
"In der Tat," betont Müller, "werden die offenen Fragen kontinuierlich von den für die Dossiers Zuständigen analysiert, 40 Personen aus allen Kontinenten, um dann mit den Oberen der Kongregation bei den wöchentlichen Treffen behandelt zu werden. Darüber hinaus werden die komplexeren Probleme an 25 Berater weitergegeben, die sich regelmäßig treffen, um sie vom theologischen Standpunkt aus zu diskutieren.
Zuletzt werden die fundamentalen Entscheidungen von den Mitgliedern, ungefähr 30 Kardinälen und Bischöfen, der monatlichen Versammlung des Dikasteriums gefaßt und dem Papst im Verlauf einer "reservierten Audienz" vorgetragen."
Quelle: VaticanInsider/LaStampa

 




"Parteien und Verbände fordern ein Gesetz gegen Diskriminierung der Myopie"

vulgo Kurzsichtigkeit. Es kann nicht angehen, daß es Menschen gibt, die ohne Optikerhilfsmittel wie Brillen und Kontaktlinsen durch´s Leben gehen, während andere Brillen tragen müssen. Das ist eindeutig diskriminerend. Das Bestehen auf einer "normalen" Sehfähigkeit muß als fundamentalistisch und myopophob eingestuft werden. Daher ergeht folgender Beschluss, ab sofort muß jeder unabhängig vom Zustand seiner Augen eine Brille der Sehstärke minus 2 Dioptrien tragen. Kindern soll bereits im Kindergarten die Nutzung von Brillen, Lupen, Monokeln, Augenklappen durch Anschauung und praktische Übungen vermittelt werden und es soll frühzeitig darauf hingewirkt werden, daß sie sich schon einmal überlegen sollen, welchen Sehfehler sie bevorzugen wollen, alternativ zur Myopie wäre auch Weitsichtigkeit, Schielen, Amblyopie, Doppelbilder, Grauer und/oder Grüner Star oder Netzhautablösung für sie möglich, spätestens mit 12 Jahren sollten sie ihre Sehfähigkeitsidentität gewählt haben.

                                     
                                                             Bild wiki commons

Ähnlichkeiten zu real existierenden Gesetzesvorhaben und Bildungsplänen sind kein Zufall und beabsichtigt.
Parallel dazu plant die Regierungskoalition von Baden-W. neue Wege der Sexualerziehung zwecks endgültiger Zerstörung der traditionellen Familie. Damit hat sich Jan Fleischhauer vom Spiegel in seiner Kolumne befaßt:    klicken

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Zeit der Barmherzigkeit, Zeit der Exkommunikation. Und Sandro Magister und die deutschen Bischöfe.


In seinem blog Il settimo cielo in La Stampa überschreibt  Sandro Magister so seinen Artikel:  klicken und fährt fort:
"Es gibt etwas, was nicht in diese Zeit paßt, die als Zeit der Barmherzigkeit proklamiert wurde, mit dem quasi ungehinderten Zugang zur Eucharistie, ihn aber dennoch jenen strengstens untersagt, die neue Kapitalverbrechen begangen haben.
Das erste dieser Kapitalverbrechen, das die Exkommunizierung nach sich zieht, ist, an der Messe der von Erzbischof Lefebvre gegründeten FSPPX teilzunehmen und die Sakramente zu empfangen.
Die FSPPX hat einen Sitz in der Diözese Albano vor den Toren Roms und der Bischof dieser Diözese, Marcello Semerano, der auch der Sekretär des 9-Kardinäle-Rates ist, der Papst Franziskus beim Regieren der Universalen Kirche hilft, hat am vergangenen 14. Oktober eine Bekanntmachung herausgegeben, die seinen Gläubigen bei Strafe der Exkommunikation verbietet, eine Messe der Bruderschaft zu besuchen und die Sakramente zu empfangen.
"Jeder katholische Gläubige, der die Sakramente von der Fraternita San Pio X erbittet und empfängt, befindet sich nicht im Stande der Kommunion mit der Katholischen Kirche. Einer Wiederzulassung durch die Kirche  müßte ein entsprechender Versöhnungsvorgang nach der stabilen kirchlichen Diszilpin der Bischöfe vorausgehen."

Diese Exkommunizierung , von der einige Mitglieder der Lefebvre-Gemeinschaft 2009 befreit wurden, die vorher damit gestraft worden waren wurden, die bekannten 4 Bischöfe, trifft heute die Katholiken, die einfach nur bei ihnen in die Messe gehen.

Die Frage ist nicht neu. Schon 2013 hatte die Vaticanische Kommission "Ecclesia Dei" , die sich mit den Lefebvrianern beschäftigt, in einem vom Luxemburgischen Prälaten Camille Perl unterschriebenen Brief zwei Fragen, die aus den USA kamen, so beantwortet:

Briefwechsel zwischen London und Mater Ecclesiae

Antwortbrief des Emeritus an die nach Anglicanorum Coetibus errichtete Personalprälatur von Our Lady of Walsingham
Der Catholic Herald berichtet :    klicken

"Benedikt begrüßt das Wachstum der Ordinariate in England"
Benedikt XVI hat das Wachsen der Personalprälatur von Our Lady of Walsingham begrüßt und gesagt, er sei glücklich, dass ihre Kirche auf dem Grund der historischen Bayrischen Botschaftskapelle in London errichtet wurde.
Our Lady of the Assumption und St. Gregory´s stehen in der Warwick-Street, London, dort, wo sich einst die Kapelle der Bayrischen Botschaft befand, die bei den antikatholischen Ausschreitungen 1780 zerstört wurde.
Der em. Papst kommentierte das in seiner Antwort auf einen Brief, in dem Nicolas Ollivant, Vorsitzender der Freunde des Ordinariates von Our Lady of Walsingham, ihm seine Dankbarkeit für das Geschenk der Ordinariate ausgedrückt hatte. Er hatte auch eine kurze Geschichte von Our Lady of the Assumption und St. Gregory´s hinzu gefügt.
     
Am 4.November jährt sich die Veröffentlichung der Apostolischen Konstitution "Anglicanorum Coetibus", die die Schaffung von Personalprälaturen ermöglichte. zum fünften mal. Das Ordinariat erlaubt Gruppen früherer Anglikaner Teile ihrer Überlieferung innerhalb der Katholischen Kirche beizubehalten."
Quelle: Catholic Herald, 28.10.2014

Hier die englische Übersetzung des vollständigen, deutsch geschriebenen (aber so leider nicht verfügbaren) Briefes

"Dear Mr Ollivant,
Since I know that you read the German language without difficulty, I may answer your friendly letter of 1 September in my mother tongue, since my English would not quite suffice to do so.
Your thanks for the establishment of the Personal Ordinariate of Our Lady of Walsingham has greatly moved me, and I ask you to convey my thanks to all its members. Naturally, I am particularly glad that the former Bavarian Chapel has now become your Ordinariate’s church, and serves such an important role in the whole Church of God. It has been a long time since I have heard news of this holy place, and it was therefore with all the more interest and gratitude that I read the description with which you accompanied your letter.
Once more, many thanks, and may God bless you all.
Yours in the Lord,
Benedict XVI"
                                                   





Nach der Synode.....

"Nach der Synode sind die Gläubigen noch verwirrter"
so überschreibt Giorgio Carbon seinen Artikel bei La Nuova Bussola Quotidiana   :     klicken

10 Tage sind seit dem Abschluss der Synode vergangen und die Enttäuschung ist groß. Die Erwartungen vieler sind zerbrochen und die Pressekonferenzen haben die Debatten und Polemiken noch angeheizt. Aber nach dem ersten Eindruck scheint es, als ob es sich um eine "von einem Idioten erzählte Fabel " gehandelt habe, "voller Lärm und Wut, die nichts bedeuten", (um einen von Shakespeare in Macbeth verwendeten Ausdruck zu benutzen).
Die gerade beendete Synode kann von vielen Standpunkten aus betrachtet werden. Ich beschränke mich darauf, nur 2 in Betracht zu ziehen. Das erste, das Phänomen Synode, ist die äußere Darstellung der Synode, wie sie von einigen Mitgliedern der Presse gegeben wurde. Der zweite Aspekt ist die Synode der Dokumente, des objektiven Abschlusstextes, der Relatio Synodi.

Unter dem ersten Aspekt des Phänomens Synode, muß man bedenken, daß die Synode von Erwartungen belastet wurde. Einige sprachen von der Synode als von einer Art ökumenischen Konzils. Andere haben sich auf Papst Johannes XXIII berufen und das II.ökumenische Vaticanische Konzil heraufbeschworen, das von Papst Franziskus und der Familien-Synode zu Ende geführt werden würde.
Es war aber unausweichlich, daß alles diese Erwartungen schnell mit der Realität konfrontiert werden würden. Sie haben sich als schwer übertrieben und unbegründet erwiesen, weil-wie der Codex des kanonischen Rechtes bekräftigt: "Es ist Aufgabe der Synode der Bischöfe ist, über die Fragen zu diskutieren und abzustimmen, nicht um zu schlichten und Dekrete zu solchen Fragen auszuarbeiten, außer in den Fällen, die der Römische Pontifex bestimmt, der in diesem Fall plant, die Entscheidung der Synode zu ratifizieren, der er keine Beschlussfreiheit zugestanden hat." (Kan 343)

Viele haben epochale Neuerungen erwartet. Einige Journalisten sprachen von einer Revolution der Pastoral. Aber viele haben ganz leise an Kanon 343 erinnert, daß die Synodenversammlung "die vorgeschlagenen Fragen diskutiert" "Meinungen äußert", aber die Fragen nicht beilegt und keine Gesetze erläßt".

Benedikt XVI, ein großer Papst

So jedenfalls sprach der amtierende Pontifex bei der Enthüllung der Bronzebüste des Papa emeritus vor den Mitgliedern der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften

..."un grande Papa. Grande per la forza e penetrazione della sua intelligenza, grande per il suo rilevante contributo alla teologia, grande per il suo amore nei confronti della Chiesa e degli esseri umani, grande per la sua virtù e la sua religiosità. Come voi ben sapete, il suo amore per la verità non si limita alla teologia e alla filosofia, ma si apre alle scienze. Il suo amore per la scienza si riversa nella sollecitudine per gli scienziati, senza distinzione di razza, nazionalità, civiltà, religione; sollecitudine per l’Accademia, da quando san Giovanni Paolo II lo nominò membro. ..."
(La Santa Sede)



Fotos: Benoit-et-moi,  

"ein großer Papst,. Groß wegen der Kraft und Durchdringungsfähigkeit seiner Intelligenz, groß wegen seines bedeutenden Beitrags zur Theologie, groß wegen seiner Liebe zur Kirche und den Menschen, groß wegen seiner Tugend und Religiosität. Wie Sie gut wissen, begrenzt sich seine Liebe zur Wahrheit  nicht nur auf die Theologie und die Phuilosophie, sondern öffnet sich auch für die Wissenschaft. Seine Liebe zur Wissenschaft gilt-ohne Unterscheidung nach Rasse, Nationalität, Kultur, Religion auch den Wissenschaftlern und der Akademie , zu deren Mitglied der Hl. Johannes Paul II ihn machte...." 

Quelle: La Santa Sede, Discorsi 2014



WOW! - so geht Geldverbrennen

1,9 Mrd Dollar in ein paar Sekunden für ein paar spannende Bilder

Die NASA ist auch nicht mehr das, was sie mal war: In den 60ern hatten die halt noch eine Jeannie - da wär das nicht passiert.

Zum Glück ist sonst niemand zu Schaden gekommen.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Theater, Theater ....Dorftheater

Wir haben ja hier in den letzten Monaten des öfteren darüber berichtet, wie gerade mit den Christen im Nahen Osten umgegangen wird. Diese Menschen verlieren nicht nur alles, ihren Besitz, ihr Umfeld, ihre Heimat. Auch ihre Kulturgüter werden rücksichtslos vernichtet ... Wir alle müssen zusehen, wie die Wiege des Christentums unwiederbringlich zerstört wird.
Der ZDF-Beitrag, den Elsa verlinkt hat, zeigt die beklemmende Situation im Nordirak und einen Bischof, der seine Gemeinde, seine Kirche und sein Bistum verloren hat und deswegen die Welt anklagt.

Szenenwechsel: In Bayern gehen ja bekanntlich die Uhren anders und hier lebt man noch den Glauben mit all seinen Traditionen. Das ist auch so. Man darf nur nicht überall so ganz genau hinschauen. Sonst kommt man schon ins Grübeln, was von so manchem Bürokraten im Münchner Ordinariat so alles genehmigt wird. Ich denke da z.B. an das von den Münchner Kirchennachrichten bejubelte "Dschungelcamp" in der Heilig-Geist Kirche, das dann vorzeitig beendet werden musste. Angeblich, weil die Pflanzen gedacht haben, es sei schon Herbst und deshalb ihre Blätter abgeworfen hätte. Für mich sahen die Dinger aber ziemlich verlaust oder von sonstigen Schädlingen befallen aus ....

Hat man was draus gelernt? Nö. Deshalb gibt's jetzt zwar kein neues Dschungelcamp, aber ein bisserl Spaß muss trotzdem sein und deshalb durfte das Harthauser Dorftheater in die Wallfahrtskirche St. Ottilie einziehen. Wohlgemerkt, das ist eine geweihte Kirche, ein frühbarockes Kleinod. Aber wir ham's ja. Jeden weiteren Kommentar möchte ich mir ersparen. Interessieren würde mich allerdings, wer das genehmigt hat.



Ei da schau her

Es sind Ferien. Hinter mir wird Quizduell gespielt.
Und ich träume davon, dass irgendwann einmal der Strom ausfällt und man wieder face to face kommuniziert und nicht mittels Smartphone zu Smartphone.
Ab und an werde ich auch gefragt, und eben kam die Frage "Welche Kirche hatte in Deutschland 2011 die meisten Mitglieder"
Als Mensch der gewohnt ist zu denken "Deutschland: Land der Reformation" "Land in dem der Kulturkampf stattgefunden hat und immer noch so seine Anhänger hat" antwortete ich "Die Evangelische!" es war aber falsch! 2011 hatte die katholische Kirche in Deutschland, laut Quizduell, die meisten Mitglieder.

Montag, 27. Oktober 2014

Auf den Punkt gebracht! Ein Fundstück

In der Sparte "Entwurf" finden sich einige Fragmente von mir, wo ich versuche diesem seltsamen Phänomen auf den Grund zu gehen, das mich echt umtreibt.
Nämlich, warum der Westen so hilflos vor dem steht, was  er doch immer seinen Eltern vorgeworfen hat, (das hilflos und schweigend und wegguckend davor stehen)
Nun findet sich bei Echo Romero ein Beitrag zum Thema, der es auf den Punkt bringt und den ich hiermit empfehle einfach mal zu lesen.
Hier klicken
Wir sind die Voyeure unseres eigenen Untergangs und wenn wir merken, was wirklich geschieht, werden wir aus Angst alles mitmachen.
Man merkt es bereits, wir haben große Koalition, ich habe aber den Eindruck, wir haben eine 'ein Personen Regierung', außer Angela Merkel die neulich standhaft wiederholte "Multikulti ist klasse" (Subtext der IS will nur spielen, oder so) scheint es keine Politiker mehr zu geben. Insbesondere keine grünen und roten, außer in Thüringen, aber da geht es irgendwie um Posten und nicht um Politik.

"Komm Du mir nach Hause!!!"

Diese Drohung kennen wir ja alle noch aus unserer Kindheit. Wenn wir was angestellt hatten und unsere Eltern Wind davon bekommen hatten, wussten wir, dass zuhause eine Donnerwetter ansteht und wären am liebsten gar nicht nachhause gegangen.

So in etwa muss sich Kardinal Marx derzeit fühlen.  Seitdem er zurück ist aus Rom und jetzt aller Welt eingestehen muss, dass er auf der Synode nicht das "durchsetzen" konnte, was er den diversen "engagierten Katholiken" und den Medien versprochen hat, hetzt er von Interview zu Interview. Er redet von Ungeistern, Weltgeistern, dem Geist von Franziskus usw. Vorläufiger Höhepunkt ist das Interview (das ging ja schon in Rom los)  in der Zeit, das leider noch nicht online steht. Eine schöne(!) Zusammenfassung dazu gibt's bei den Münchner Kirchennachrichten.
Wie dieses Interview bei den Gläubigen angekommen ist? Die Mühe muss ich mir nicht machen, das rauszufinden.
Denn ein Bloggerkollege hat es schon getan. Friedlon hat mir mit seinem Beitrag auf seinem Blog "fodiam circa illam" die Worte aus dem Mund genommen. Besser geht's wirklich nicht! Einfach grandios"

Also: Unbedingt lesen. Er spricht vielen aus der Seele.

Benedikt XVI war ein großer Papst

"Groß wegen seiner Intellekt. Groß wegen seines signifikanten Beitrages zur Theologie. Groß wegen seiner Liebe zur Kirche und zu den Menschen. Groß wegen seiner Tugend und Frömmigkeit".
Mit diesen Worten segnete Papst Franziskus heute morgen eine Büste Benedikts, die in der Halle des Castels Pius IV plaziert wurde, dem Sitz der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften.
Weiter betonte der Papst in seiner Ansprache, dass die wissenschaftliche katholische Tradition auf der Kompatibilität mit der natürlichen Ordnung basiert, die wächst und sich weiter entwickelt. Unter dem Glauben, dass das Universum geschaffen wurde und nicht einfach "passiert" ist.
Hier findet sich ein kurzer Beitrag von news.va. Eine deutsche Übersetzung von Radio Vatikan gibt es noch nicht.
Mehr über die päpstliche Akademie der Wissenschaften gibt es hier
Leider gibt's das Video nur auf italienisch:



Die ersten Bilder werden inzwischen herumgezwitschert:



Sonntag, 26. Oktober 2014

Da berühren sich Himmel und Erde.........

da berühren sich Himmel und Erde......ist zwar der Refrain eines modernen geistlichen Liedes und abgesehen von dem seltsamen sonstigen Text und der Humptata Melodie, die nicht jedermanns Sache ist, ist es genau das, was ich immer denke, wenn ich in einer schönen Messe bin.
In so einer richtig feierlichen Messe in einer schönen Kirche mit wundervollem Chor, viel Weihrauch und anständiger Liturgie, ja da spürt man es schon, dass der Himmel und die Erde sich berühren.
Natürlich berührt der Himmel auch dann die Erde, wenn die Liturgie geschlampt ist, der Gesang greuslich und es sich um eine Kirche aus der 4B (, Beton, Batik, Bergkristall, basteln) Linie handelt und die Gemeindereferentin den Pfarrer grad noch die Wandlungsworte sprechen lässt und ansonsten in der Messe ihre Gruppenstunde hält, aber dann merkt man es halt nicht und bekanntlich ist der Mensch ja ein sinnliches Wesen!
Besonders in der tridentinischen Messe, merkt man, dass der Mensch mit all seinem Tun nur bis zur Wand kommt (M. Mosebach) und es Gott ist, der da handelt, weswegen das ja auch Gottesdienst heißt und nicht Menschendienst, auch wenn das Evangelium von Heute, oft dahingehend fehlinterpretiert wird, als müsse der Mensch sich jeden Sonntag selber feiern, was m.E jedoch das krasse Gegenteil der Nächsten- und Selbstliebe ist, weil der Mensch nur in der Größe Gottes wirklich er selbst und groß sein kann, weswegen das alte Paradox "Der Mensch ist dann am größten, wenn er kniet" einfach immer noch gilt.

So muss es absolut wundervoll gewesen sein, die tridentinische Messe im Petersdom, die als Abschluss der "Wallfahrt der Freunde des außerordentlichen Ritus nach  Rom" stattfand.
Wie wir berichteten , hat unser geliebter, immer noch schmerzlich vermisster, (zumindest von mir) Papa emeritus ein Grußwort geschickt.

Mit dabei war auch Father Z und mit dessen freundlicher Erlaubnis, stellen wir hier einige der wundervollen Bilder von seinem Blog herein.
Anschauen und sich freuen!


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Mehr Besuch: Sulmona bei Benedikt XVI

Benoit-et-moi berichtet über den Besuch des Chores der Cappella Panphiliana aus Sulmona am 23.10. beim Emeritus:  klicken

Der Chor der Cappella Panphiliana aus der kleinen Abruzzenstadt Sulmona, wohin er im Juli 2010 gekommen war, um Cölestin V die Ehre zu erweisen, wurde am 23. Oktober von Papst Benedikt XVI empfangen.

Am 4. Juli 2010 absolvierte Benedikt XVI anläßlich des 800. Geburtstages von Pietro del Morrone, Papst Coelestin V,  einen Pastoralbesuch in Sulmona in den Abruzzen. Papst Coelestin war mit 84 Jahren zum Papst gewählt worden, ohne vorher Kardinal gewesen zu sein, und trat 5 Monate nach seiner Wahl zurück. Er wurde 1313 kanonisiert. 
Man erinnert sich, daß Benedikt XVI bei seinem Besuch in der durch das Erdbeben teilweise zerstörten Kirche Santa Maria de Collemaggio am 28.4.2009 das Pallium, das er am Tag seiner Amtseinführung getragen hatte, auf dem Reliquiar mit den sterblichen Überresten Coelestins V niederlegte.

Sulmona ist also ein in die spirituelle und emotionale "Geographie"  Benedikts XVI eingravierter Name.
In diesen Tagen hat der von Maestro Alessandro Sabatini dirigierte Chor der Capella Panphiliana/Sulmona in Begleitung von Bischof Angelo Spina dem Papa Emeritus in Mater Ecclesiae einen Besuch abgestatte

   papa 1
   Foto: www.reteabruzzo com

Als Benedikt XVI lächelnd und mit langsamen Schritten aus der Tür des Klosters trat, um alle zu begrüßen und allen für den Besuch zu danken, wurde kräftiger Applaus hörbar. 
Der Bischof hat die Gruppe vorgestellt und an den historischen Besuch in Sulmona erinnert. Papst Benedikt antwortete: "Ich vergesse Sulmona nicht".
Bei der Begegnung waren u.a. auch der Bruder des Papstes, Msgr. Georg, der Präfekt des päpstlichen Hauses, Msgr.Georg Gänswein und Schwester Christina anwesend.

Mehr zur Synode : oder warum sie nach der sehr lesenswerten Meinung George Weigels außerordentlich war


Mehr zur Synode.....
Auf seinem blog "First Things" schreibt George Weigel Klartext zur Synode und man kann nur wünschen, daß möglichst viele der angesprochenen "Bischöfe, Theologen und Theologenbischöfe" das lesen. Hier geht´s zum Original : klicken

Eine außerordentliche Synode. In der Tat!
Im vaticanischen Sprachgebrauch ist eine außerhalb der geplanten Sessionen einberufene Bischofssynode eine außerordentliche.....
Bei der kürzlich beendeten Außerordentlichen Synode von 2014 passierten außerordentliche Dinge, im WOW-Sinne des Wortes. Und wenn die Aufgabe der diesjährigen Außerordentliche Synode war, die Agenda für die Ordentliche Synode 2015 vorzubereiten, dann verspricht die auch außerordentlich zu werden.

Wie war die Außerordentliche Synode von 2014 außerordentlich? Mit Bitte um Vergebung an den Barden, will ich es aufzählen:

1. Die 2014-Synode bekam außerordentliche Aufmerksamkeit durch die Presse. Leider- zuviel dieser Aufmerksamkeit beruhte auf dem Mißverständnis der Massenmedien, daß der "Große-Lange-Erwartete- Katholische-Zusammenbruch"  bevorstand: der Moment, in dem die Katholische Kirche, der letzte größere institutionelle Rückhalt gegen die sexuelle Revolution endlich ihren Irrtum zugeben und sich dem Run ins gelobte Land der sexuellen Befreiung anschliessen würde- symbolisiert durch den Einsturz der katholischen Ehe-Lehre. Was die Aufmerksamkeit der Welt verdient hätte- die Zeugnisse der Afrikanischen Bischöfe über die befreiende Kraft der Monogamie und der lebenslangen ehelichen Treue- bekam nur Kurzschrift, obwohl es die Frauen aus der Dritten Welt sind, die am meisten von der Wahrheit der Ehe, die die Kirche von Gott empfing, profitieren.

2. Die 2014-Synode demonstrierte ein außerordentliches Selbstbewußtsein der Bischöfe aus sterbenden Ortskirchen, die sich dennoch sehr wohl fühlen, wenn sie blühenden oder zumindest stabilen Ortskirchen pastorale Ratschläge erteilen. Viel Bischöfe und Theologen (und Theologenbischöfe) aus Nordeuropa handelten so, als seien die glückseligen Jahre, als sie die Agenda des II.Vaticanischen Konzils bestimmten, zurückgekehrt. Und diese selben Bischöfe und Theologen und Theologenbischöfe haben über den Zusammenbruch des westeuropäischen Katholizimsus in den letzten 5 Jahrzehnten präsidiert, was sie nicht im Geringsten zu kümmern schien. Die Glücklichen Tage sind zurück.

3. Die Synode 2014 war außerordentlich, jedenfalls behaupteten das wenigstens die Medien, wegen der präzedenzlosen öffentlichen Darbietungen und Disharmonie der Kardinäle. Vielleicht könnten jene, die das entweder präzedenzlos oder unziemlich fanden, Galater 2, 11 konsultieren, wo Paulus Petrus "ins Gesicht" zurückweist. Oder das heftige Wortgefecht zwischen den Nordafrikanischen Bischöfen während der Donatisten-Kontroverse. Oder sich den Streit zwischen Bischof Cyprian von Karthago, Kirchenvater, und Papst Stephan, Bischof von Rom, ansehen. Oder die Debatten der 1. Session des II. Vaticanischen Konzils durchlesen. Die 2014-Kontroversen waren in der Tat bemerkenswert, weil sonst intelligente Männer, deren Position bereits auf das Schönste von Mit-Gelehrten demontiert worden war, unfähig waren, zuzugeben, dass sie es falsch verstanden hatten. Aber nach näherem Hinsehen ist das nicht so neu.

4. Die 2014-Synode war außerordentlich weil eine Menge theologischer Verwirrung durch Altvordere der Kirche, die es wirklich besser wissen sollten, dargeboten wurde. Der Gedanke der Entwicklung der Lehre wurde von einigen mißbraucht. Natürlich entwickelt sich das Selbstverständnis der Kirche über die Zeiten, ebenso wie die pastorale Praxis. Aber der selige John H. Newman zeigte in der klassischen modernen Diskussion dieses Themas, dass alle authentische Entwicklung in organischer Kontinuität zur Vergangenheit geschieht, sie ist kein Bruch mit der Vergangenheit. Es gibt auch keinen Platz in der wahren katholischen Theorie der Entwicklung der Doktrin dafür, die Worte des Herrn neu zu schrieben oder die Treue zum vollen Text der Schrift als "Fundamentalismus" zu beschreiben.

5. Die 2014-Synode war außerordentlich darin, zu beweisen, daß zu viele Bischöfe und Theologen (und Theologenbischöfe) das Eherne Gesetz des modernen Christentums immer noch nicht begriffen haben: Christliche Gemeinden, die an ihren doktrinären und moralischen Grenzen  festhalten, können im kulturellen Säurebad der Moderne blühen. Christliche Gemeinde, deren doktrinäre und moralische Grenzen porös (und dann unsichtbar) werden, schwinden dahin und sterben.

6. Noch eine Sache: warum waren keine Repräsentanten des Päpstlichen Johannes Paul II Insitutes für Ehe und Familie zur  Familiensynode eingeladen?

Außerordentlic, in der Tat: sowohl in Vatican-Speak als auch in einfacher Sprache.

George Weigel,  senior fellow of the Ethics and Public Policy Center in Washington, D.C.

Samstag, 25. Oktober 2014

Antonio Socci & 3 Botschaften vom Papa Emeritus

Antonio Socci berichtet heute auf Facebook :
"Dieser Tage zwei weitere wichtige Botschaften von Benedikt XVI : zum "Alten Ritus" und zur Verteidigung des Lebens als Pfeiler des Friedens. Großes katholisches Lehramt.
Zusätzlich zu seiner Botschaft an die Urbania-Universität, in der er über die Pflicht und die Schönheit der christlichen Verkündigung spricht und die Beziehung zu den anderen Religionen, hat der emeritierte Papst in diesen Tagen zwei weitere wichtige Botschaften geschrieben.

Zunächst ein Grußwort an den Generaldelegierten der Pilgerfahrt "Populus Summorum Pontificum", in der man lesen kann:
"(....) Ich bin sehr glücklich, dass der usus antiquior jetzt im vollen Frieden der Kirche lebt, selbst bei den Jungen,  gestärkt und zelebriert von großen Kardinälen. Spirituell werde ich mit Ihnen sein. Mein Status als "Klausurmönch" erlaubt mir keinen Aufenthalt außerhalb.  Ich verlasse meine Klausur nur in besonderen Fällen und auf persönliche Einladung des Papstes.
In der Gemeinschaft von Gebet und Freundschaft-   im Herrn, Ihr Benedikt XVI"

 Foto: rorate caeli
Die spirituelle Anwesenheit, die er versichert, bezieht sich auf die Pontifikalmesse in Sankt Peter, die vom "großen Kardinal" Raymond Burke im alten Ritus zelebriert wird.

Die dritte Botschaft ist an die Internationale Konferenz  "Respekt für das Leben, Weg für den Frieden", gerichtet,  die in Medellín, Kolumbien, mit der Unterstützung der Vaticanischen Stiftung Joseph Ratzinger veranstaltet wird. Papst Benedikt schreibt:
" Das Engagement für den Frieden-so wichtig in unserer von Gewalt zerrissenen Welt- beginnt mit dem bedingungslosen Respekt für das Leben des Menschen, der als Abbild Gottes geschaffen ist und daher mit einer absoluten Würde ausgestattet. Der Glaube an den Schöpfergott ist das essentielle Fundament der Menschenwürde und unverzichtbarer Knoten jeder Rechtsordnung. Das Thema Frieden und das Thema Respekt für das menschliche Leben sind an den Glauben an den Schöpfergott als wahre Garantie unserer Würde gebunden."

"Das"-so schreibt Socci- "scheinen mir drei sehr bedeutungsvolle Botschaften zu sein."
Gefunden bei Benoit-et moi :klicken

Zur heutigen Prozession und Messe gab es ein paar schöne tweets mit beeindruckenden Bildern:







Die großartige Deutsche Kirche und ihre noch großartigeren Kardinäle

Wie der Rest der Welt auf das "Deutsche Kardinalsunwesen" blickt ... oder wer den Schaden hat...



Das Bild stammt vom Blog "Sword of Peter" und danke an Jeff B. Harris, dass wir es veröffentlichen dürfen. 

Botschaft von Papst em. Benedikt XVI an die Urbania-Universität, Fortsetzung

2. Die Religion ist in sich kein einheitliches Phänomen. In ihr gibt es immer mehrere Dimensionen. Auf der einen Seite ist die Größe des sich Ausstreckens von der Welt der Unendlichkeit entgegen. Aber auf der anderen finden sich auch der Geschichte der Menschen und ihrer Religionsausübung entsprungene Elemente. In der sowohl schöne und noble Dinge aber auch niedrige und destruktive wieder....können, da wo der Egoismus des Menschen sich der Religion bemächtigt hat und sie anstatt in eine Öffnung in eine Verschließung des eigenen Raumes verwandelt hat

Deshalb ist die Religion niemals einfach nur ein ausschließlich positives oder negatives Phänomen, beide Aspekte sind in ihr vermischt. In ihren Anfängen verstand die Mission besonders stark ausschließlich die negativen Elemente der heidnischen Religionen, die sie bekämpfte.
Aus diesem Grund befand sich die christliche Verkündigung in einem sehr kritischen Zeitpunkt dieser Religion. Nur durch die Überwindung ihrer Traditionen, die sie teilweise für ausschließlich dämonisch hielt, konnte der Glaube seine erneuernde Kraft entwickeln.
Auf der Basis von Elementen dieser Art stellte der evangelische Theologe Karl Barth Religion und Glauben einander gegenüber und beurteilte das Verhalten der Menschen, die  von sich selbst ausgehend, Gott greifbar machen wollten, absolut negativ.
Dietrich Bonnhoeffer hat diesen Ansatz übernommen und sich zugunsten eines "Christentums ohne Religion" ausgesprochen. Es handelt sich da ohne Zweifel um eine einseitige Sichtweise, die nicht akzeptiert werden kann. Es ist wohl richtig, zu bekräftigen, dass jede Religion, um richtig zu bleiben, immer auch kritisch gegenüber der Religion sein muß. Das gilt ganz klar von seinen Anfängen und seiner natürlichen Basis an auch für den christlichen Glauben, der auf der einen Seite mit großem Respekt auf die große Erwartung und den tiefen Reichtum der Religionen schaut aber auf der anderen auch auf das, was negativ ist. Es versteht sich von selbst, dass der christliche Glaube immer von Neuem solche kritischen Kräfte entwickeln muß, auch im Hinblick auf die eigene Religionsgeschichte.
Für uns Christen ist Jesus Christus der Logos Gottes, das Licht, das uns hilft zwischen der Natur der Religion und ihrer Verzerrung zu unterscheiden.

3. In unserer Zeit wird die Stimme derer immer lauter, die uns überzeugen wollen, daß die Religion als solche überholt sei. Nur an der kritischen Vernunft solle der Mensch sich orientieren. Hinter solchen Konzepten steht die Überzeugung, daß mit dem positivistisches Denken die Vernunft in all ihrer Reinheit endgültig das Feld erobert habe. In Wirklichkeit, ist auch dieses Denken historisch bedingt und an determinierende historische Kulturen gebunden. Sie als einzig gültig zu betrachten, wäre eine Herabsetzung des Menschen weil man essentielle Dimensionen seiner Existenz wegnähme. Der Mensch wird kleiner, nicht größer, wenn kein Platz mehr für ein Ethos ist, das auf Grund seiner authentischen Natur über den Pragmatismus siegt, wenn kein Raum mehr für den zu Gott erhobenen Blick ist. Der richtige Platz für die positivistische Vernunft sind die großen Handlungsfelder von Technik und Wirtschaft, aber dennoch füllen sie nicht den ganzen Menschen aus. Deshalb wird von uns, die glauben, erwartet immer auf´s Neue die Tore aufzureißen, die- über die bloße Technik und den reinen Pragmatismus hinaus-zur ganzen Großartigkeit unserer Existenz führen, zur Begegnung mit dem lebendigen Gott.

II
Diese vielleicht ein wenig schwierigen Überlegungen sollten zeigen, daß auch heute, in einer völlig veränderten Welt, die Aufgabe, anderen das Evangelium Jesu Christi zu verkünden, immer noch vernünftig ist.
Es gibt auch noch eine zweite, einfachere Art, um heute diese Aufgabe zu rechtfertigen. Freude will mitgeteilt werden. Liebe will mitgeteilt werden. Die Wahrheit will verkündet werden. Wer eine große Freude empfangen hat, kann sie einfach nicht für sich behalten, er muß sie mitteilen. Das selbe gilt für die Liebe und die Erkenntnis der Wahrheit, die sich gezeigt hat.

Als Andreas Christus begegnet, kann er nicht anders als zu seinem Bruder zu sagen "wir haben den Messias gefunden"  (Joh.1,41). Und Philippus, dem dieselbe Begegnung geschenkt wird, kann nicht anders, als zu Natanael zu sagen, daß er den gefunden habe, von dem Moses und Propheten schrieben ( Joh.1, 45).
Wir verkünden Jesus Christus nicht, um unserer Gemeinschaft so viele Mitglieder wie möglich hinzu zu fügen, noch weniger um der Macht willen. Wir sprechen von IHM weil wir die Pflicht fühlen, die Freude, die uns geschenkt wurde, weiter zu geben.

Seien wir glaubwürdige Verkünder Jesu Christi, wenn wir ihm wirklich in der Tiefe unserer Existenz begegnet sind, wenn uns durch die Begegnung mit IHM das große Erlebnis der Wahrheit, der Liebe und der Freude gegeben wurde.

Die fundamentale Spannung zwischen der mystischen Offenbarung Gottes, mit der  er uns völlig an sich bindet und der Verantwortung für den Nächsten und die von IHM geschaffene Welt, ist Teil der Natur der Religion.
Marta und Maria sind untrennbar, auch wenn der Akzent-von Fall zu Fall- auf die eine oder die andere gelegt werden kann. Im Treffpunkt der beiden Pole der Liebe, treffen wir gleichzeitig Gott und seine Kreaturen.
"Wir haben die Liebe erkannt und geglaubt", dieser Satz drückt die wahre Natur des Christentums aus. Die Liebe, die sich in den Heiligen aller Zeiten in vielen Formen verwirklicht und wiederspiegelt, ist der authentische Beweis für die Wahrheit des Christentums."

Benedikt XVI


B-XVI spricht

"Zwei Päpste sind mehr wert als einer. Ratzinger sendet eine proselytische und antirelativistische Botschaft"  

So überschreibt und beginnt Matteo Matzuzzi von Il Foglio seinen Kommentar zur Botschaft von Papa em. Benedetto XVI an die Lehrenden und Studierenden der Pontifikalen Urbania-Universität. klicken

"Benedikt XVI,emeritierter Papst, steigt für einen Augenblick vom Berge herab, auf den er vor eineinhalb Jahren, als Petrus auf dem Berg Tabor, gestiegen war und erinnert daran, daß auf die Wahrheit (die mit dem großen W *) zu verzichten, um sich aus vollem Herzen dem interreligiösen Dialog zu widmen, in der Hoffnung, den Frieden in der Welt realisieren zu können, etwas" für den Glauben Tödliches ist".
Proselytismus hat schließlich auch etwas Heiliges, auch wenn er gerade vom amtierenden Papst "nicht in Händen gehalten wird".
Sicher, die Kirche wächst durch Anziehungskraft, wie er vor 7 Jahren in Aparecida auch zu Kardinal Bergoglio sagte, der beauftragt war, das Programm für die lateinamerikanische Bischofskonferenz vorzubereiten, das danach sein Regierungsprogramm wurde, aber es ist auch wahr, daß Christus "seine Apostel und mit ihnen ihre Schüler aller Zeiten, damit beauftragte, seine Worte bis an die Grenzen der Welt zu tragen und alle Menschen zu seinen Schülern zu machen."
Vor einigen Tagen hat die Päpstliche Universität Urbania ihre Aula Magna nach dem theologischen Peritus, Präfekten der Glaubenskongregation und Summus Pontifex benannt.
Und er, Benedetto, hat eine Botschaft geschickt, die so viele lehramtliche Lektionen aus einem der bekanntesten Texte enthält: aus "Dominus Jesus" des Jubiläumsjahres, Erklärung der Glaubenskongregation, die wütende Polemiken innerhalb und außerhalb der Kirche entfesselte, auch bei Teilen der illustren Kardinäle, von denen heute die "Theologie auf Knien" gelobt wird.

                               
                                       Foto: La Presse

"Heute haben viele die Idee, daß die Religionen sich gegenseitig respektieren und im interreligiösen Dialog eine gemeinsame Kraft für den Frieden werden sollten." liest man in Benedettinischer Kürze.
So zu denken "beruhe meistens auf der Voraussetzung, daß die verschiedenen Religionen Varianten ein und derselben Wirklichkeit seien. Daß Religion das Allgemeine ist, das in den verschiedenen Kulturen verschiedene Formen annimmt, aber dieselbe Wirklichkeit ausdrückt"

Freitag, 24. Oktober 2014

Botschaft, die Papst em. Benedikt XVI an die in der Aula Magna der Urbania-Universität Versammelten richtete


RELIGION UND MISSION
Zuerst seiner Magnifizenz und den akademischen Autoritäten der Päpstlichen Universität Urbania. den offiziellen Persönlichkeiten und den Vertretern der Studenten  meinen herzlichsten Dank für ihren Vorschlag, der neu restaurierten Aula Magna meinen Namen zu geben. Besonders danken möchte ich dem Großkanzler der Universität, Kardinal Fernando Filoni, der diesen Vorschlag entgegen nahm.
Es ist für mich ein Anlass zu großer Freude, auf diese Weise immer bei der Arbeit der Pontifikalen Universität anwesend sein zu können.
Im Verlauf der verschiedenen Besuche, die ich als Präfekt der Glaubenskongregation machen konnte, bin ich immer von der Atmosphäre der Universalität, die diese Universität atmet, beeindruckt gewesen, in der sich die jungen Menschen, die praktisch aus allen Ländern der Welt kommen, auf den Dienst am Evangelium in der Welt von heute vorbereiten.
Auch heute, ich sehe es im Inneren vor mir, lassen uns die zu einer Gemeinschaft geformten jungen Menschen auf lebendige Weise in dieser Aula die wunderbare Realität der Katholischen Kirche erleben.
Katholisch, diese Definition der Kirche, die seit ältesten Zeiten zum Glaubensbekenntnis gehört, trägt etwas von Pfingsten in sich. Sie erinnert daran, daß die Kirche Jesu Christi sich nie nur an ein Volk, eine Kultur wandte, sondern von Anfang an für die Menschheit bestimmt war. Die letzten Worte, die Jesus zu seinen Aposteln sagte, waren: "Macht alle Völker zu meinen Jüngern" (Matth.28,19) und im Pfingstgeschehen sprachen die Apostel alle Sprachen und konnten so die Kraft des Heiligen Geistes und den ganzen Reichtum ihres Glaubens zeigen.

Seit damals ist die Kirche wirklich in allen Kontinenten gewachsen. Eure Anwesenheit, liebe Studentinnen und Studenten, spiegelt die Universalität der Kirche wider. Der Prophet Zaccharias hatte ein messianisches Reich angekündigt, das von Meer zu Meer reichen würde, ein Reich des Friedens. Und wirklich, wo Eucharistie gefeiert wird, ist etwas vom Frieden Jesu Christi anwesend, dieses Friedens, den zu errichten, in einer zerrissenen und gewalttätigen Welt immer dringender wird. 

Lesen!

Was? Den heutigen Beitrag "Roma locuta-causa finita?"  von blogger Theodor auf summa summarum zur Synode und ihren Folgen:
hier klicken

Aller Kampf in den Lüften findet seinen Widerhall auf Erden

da sagt Paulus irgendwo und er wird es wissen.
Interessant fand ich den Vergeblich von Friedelon, wo er den massiven Bau von Windrädern, die den Wind ja nutzen sollen. mit der Synode vergleicht, die ja auch den Heiligen Geist nutzen will.

Ja ich habe mir schon oft überlegt, ob und dass der massive Einsatz von Windrädern ja dem Wind definitiv Energie entzieht und zwar in einem Maße, dass man wiederum das tut, was man ja verhindern wollte, nämlich ins Klimageschehen einzugreifen.
Klima ändert sich nämlich, wie jeder weiß, der im Grundschulerdkundeunterricht ein wenig aufgepasst hat, so ist der für uns lebennotwendige Sauerstoff nix wie ein Abfallprodukt der die Erde zunächst und ausschließlich bevölkernden Pflanzen, und dergl. mehr.
Es ist wohl wirklich so, dass der Mensch so massiv ,wie er nun mal auftritt, auftreten muss, um zu überleben wirklich das Angesicht der Erde verändert, und das schon, als er noch als Steinzeitjäger Mammuts und Säbelzahltiger jagte und ja, er sollte ein wenig mehr Vernunft gebrauchen, eben selbiger Mensch, womit wir wieder bei der Klage des Mephistoteles wären, aber auch das führt hier vom Thema weg.

So erscheint es logisch, dass das massive Anzapfen der Sonne und des Windes eben auch Folgen hat, die Energie fehlt dem Wind und so ein großes, fettes Windrad, das entzieht mehr Energie als so ein kleines Kirmeswindrädchen, oder ein Windspiel. Völlig klar, all die vielen, vielen beeindruckenden Gigawattstunden sind umgewandelte Bewegungsenergie der Luftmoleküle die eben genau deshalb abgebremst werden.
Wie gesagt das geschieht immer, jede Hausmauer bremst Luftmoleküle, was dann zu den schon immer und ewig ausgenutzten mikroklimatischen Effekten geführt hat, das das Aprikosenbäumchen im geschützten Winkel das Gartens Frucht gebracht hat und dergl mehr.

"Demokratie ist etwas für Ungläubige"

sprach der Pressevertreter der ISIS in einem Spiegel-Interview .... 

Da hamma's wieda. Würde ein Königstreuer Bayer sowas sagen, gäb's in ganz Deutschland wieder Katholikenbashing. So aber trauen sich die Atheisten nicht aus ihren Löchern. Könnte ja irgendwann den Kopf kosten.

Dabei hat unser Kini immer noch viel mehr zu sagen, als so mancher heutige Politiker:



Protz und Prunk und gut katholisch. Ich bin dafür!

Synode, Franziskus´ geduldige Revolution, Sandro Magister

Sandro Magister kommentiert im L´Espresso einen ebenfalls im L´Espresso  erschienenen Artikel von Paul A.McGavin, Priester der Diözese Canberra,  zur Synode
Titel:   "Franziskus´geduldige Revolution"     klicken

Franziskus´ geduldige Revolution
"Es gab zu Homosexualität und Scheidung keine Übereinstimmung bei der Synode, aber am Ende wird es der Papst sein, der entscheidet. Und er hat schon die Veränderungen im Sinn, die er einführen will und setzt sie bereits in die Tat um. Ein Kommentar von P.A.McGavin
Von Sandro Magister

Rom, 24. Oktober 2014
"Es ist nicht wahr, daß Franziskus während der 2-wöchigen Synode stumm blieb. In seinen Morgenpredigten in Santa Marta hämmerte er jeden Tag auf die Zeloten der Tradition ein,  jene, die den Menschen unerträgliche Lasten auferlegen, jene die Gewißheit haben und keine Zweifel, die selben, gegen die er  in seiner Abschiedsrede vor den Synodenvätern ausholte.

Er ist alles außer unparteisch, dieser Papst. Er wollte, daß die Synode die Katholische Hierarchie auf neue Sichtweisen von Scheidung und Homosexualität ausrichtet und er hatte Erfolg, trotz der dürftigen Stimmzahlen für die Veränderung nach zwei Wochen hitziger Diskussionen.

Auf jeden Fall ist er derjenige, der am Ende entscheidet, erinnerte er die Bischöfe und Kardinäle, die daran vielleicht zweifelten. Um ihr Gedächtnis an seine "oberste, volle und unmittelbare Macht" aufzufrischen, brachte er nicht eine Handvoll raffinierter Passagen aus "Lumen Gentium" zum Einsatz sondern den felsenfesten Kanon des kanonischen Rechtes.

Es ist bereits bekannt, wie der Papst über die Kommunion für wiederverheiratete Geschiedenen denkt. Als Erzbischof von Buenos Aires autorisierte er "curas villeros" , die in die Peripherie entsandten Priester, allen die Kommunion zu erteilen, auch wenn 4/5 der Paare nicht einmal verheiratet waren. Und als Papst, am Telefon oder in Briefen, hat er keine Befürchtungen, einige Gläubige dazu zu ermuntern, die Kommunion ohne zu zögern, zu empfangen und ohne sich um diese "Bußpfade unter Anleitung durch den Diözesanbischof"  zu kümmern, wie ihn einige bei der Synode vorschlugen und ohne diese Neuigkeit, als sie bekannt wurde, auch nur im Geringsten zu leugnen.

Sottise des Tages

Urheber: das ZDF
Das ZDF hat der staunenden Fernsehnation gerade in seiner Sendung "Volle Kanne" sein neuestes Forschungsergebnis verkündet und endlich die Frage beantwortet, warum wir trotz aller zeitsparenden Hilfsmittel & Maschinen in Beruf und Alltag immer weniger Zeit haben und in einem Dauerzustand der Hetze leben.
Schuld hat die Kirche!
Wörtliches Zitat: "... im Mittelalter erklärte die Kirche die Faulheit zur Todsünde",  Arbeitseifer und unermüdlicher Fleiss wurden im Umkehrschluss zu Tugenden und deshalb hetzen wir heute wie auf der Flucht durch´s Leben, deshalb essen wir heute Fastfood und suchen unsere Lebenspartner beim Speed-Dating......
Da liegt aber bereits der  erste Fehler:  unsere wackeren Wir-stänkern-gegen-die-Kirche-wo-wir-können-ZDF-Fernsehmacher kennen den Unterschied zwischen Faulheit und Muße nicht (vieles andere auch nicht, aber das ist ein weites Feld), sie kennen z.B. die Ordensregeln, die den Lebensrhythmus in den Klöstern vorgeben, nicht (wissen wahrscheinlich gar nicht mehr, dass es solche gibt) -und das ist der grösste und gravierendste Fehler, Folge massiver Denkfaulheit, sie geben vor, dass in unserer westlichen Gegenwart, alle ängstlich und ohne Ausnahme den Vorgaben und Regeln des Christentums im Allgemeinen und der Katholischen Kirche im Besonderen folgen.
Schön wär' s, kann man da nur sagen und vielleicht verraten uns die Bildung-für-alle-ZDF-ler auch, wo sie solche erstrebenswerten Zustände angetroffen haben. Im Übrigen möchte man ihnen anraten, doch erstmal ein Bedeutungswörterbuch der deutschen Sprache zu Rate zu ziehen, das würde uns große Teile derlei zwangsgebührenfinanzierten Unsinns ersparen.


Donnerstag, 23. Oktober 2014

Fundstück

Vorsicht nichts für Zartbesaitete!  Riechsalz bereit halten ! Aus der Waffenkammer der Schweizer Garde. Auch wenn diese Waffen hier ziemlich  wirkungsvoll aussehen, ist die Garde auch mit Modernerem ausgerüstet.

                           IMG_2808.JPG

gefunden bei Father J.Zuhlsdorf

Zur Lage von Kirche und Nation, ein Gedicht

Vor ungefähr 2 Jahren fand ich die Lage der Nation schon recht seltsam, und wenn die Details sich auch gewandelt haben so scheint mir vieles nur noch skurriler geworden zu sein und nachfolgendes Gedicht, das noch älter ist, immer zutreffender zu werden.

Deshalb hier:

Das Narrenschiff


Den schwarzen Anker
gelichtet, die Leinen los
und abgelegt vom Pier
des sicheren Hafens.

Wie schmettern die
Klänge der Bordmusik:
Sie vertreiben dir alle
trüben Gedanken.

Nachts aber, nach Hummer
und Sekt, tief unter den
kreisenden Sternen,
kommen dir Fragen:

Der redselige Kapitän, wie
steht es um sein Patent?
Die Mannschaft, wer hat sie ausgewählt?

Und die anderen Gäste?
Verdächtig erscheint ihr
kreischender Frohsinn, ihre
Sucht nach Vergnügung.

Dich erfasst schwarze Unruh.
Du schluckst bittre Pillen. –
Geschaukelt von den Wellen, fällst
Du zuletzt in Schlaf.

Von Gerold Effert, mit freunlicher  Genehmigung des Corvinus Verlag

Alle leiden - alle leiden - alle leiden

unter dieser Kirche. Was müssen wir für ein furchtbarer Verein sein.
Gebote einzuhalten, kann man das wirklich in diesen Zeiten noch irgendjemandem zumuten?
Also wenn man sich diese Diskussion des BR ansieht, hat man ja das Gefühl, dass es unerträglich sein muss, katholisch zu sein.
Ist mir jetzt in all den Jahren noch gar nicht aufgefallen.

Der einzige, der mal von Gottes Willen gesprochen hat, war Notker Wolf, alle anderen sind der Meinung: Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.



Nehmen wir uns also dieses Himmelreich und schaun mer mal, ob wir Gott nicht daraus vertreiben können? Oder wie?
Eine Veranstaltung zum Gruseln mal wieder ... so werden die Menschen umerzogen, dass sie irgendwann damit einverstanden sind, dass aus der Kirche ein beliebiger Sozialverein wird.
Zum Gruseln.

Postsynodaler Katzenjammer. A. Gnocchi : "Mehr als die Hälfte der Synodenväter hat bereits die Religion gewechselt"

Was A, Gnocchi auf die Frage eines Lesers, wie es angehen könne, daß mindestens die Hälfte der bei der Synode vertretenen Prälaten den mit der Lehre der Kirche unvereinbaren Paragraphen der Schlussrelatio 52,53 und 55  zustimmten, antwortet. Hier geht´s zum Original:   klicken

"Mehr als die Hälfte der bei der Synode anwesenden Bischöfe und Kardinäle hat bereits die Religion gewechselt,"

"Unter unseren Beobachtungen bei der Synode ist eine, die zeigt, daß die reale Lage akut und dramatisch ist.: mehr als die Hälfte der bei der Synode anwesenden Bischöfe, wenn auch noch nicht 2/3 , aber fast, haben bereits die Religion (die wir als die unsere kennen) gewechselt. Vielleicht hat die noch vage etwas Christliches, aber sie ist weit davon entfernt, Katholisch zu sein.
Wir sehen uns einer Synode gegenüber, bei der die Mehrheit der Kardinäle und Bischöfe mindestens 3 Sakramente über Bord warfen: Ehe, Beichte und Eucharistie.
Die Kirchengeschichte lehrt uns, dass es schon aus wesentliche geringeren Gründen zu Schismen kam.
Der dramatische Punkt liegt in der Tatsache, daß es Bischöfe und Kardinäle gibt, die in der Substanz eine Rolle als Schismatiker spielen, weil ihnen auf Grund des Druckes, den Bergoglio in Richtung " des Neuen" ausübt, der Sinn zum Widerspruch abgeht.

Die Wahrheitsfrage, die Mission und eine nach Papst em. Benedikt XVI benannte Aula Magna,

der zu diesem Anlass eine Lectio Magistralis schrieb. Der Osservatore Romano berichtet: klicken

Die Aula Magna der Pontifikalen Urbania-Universität wurde nach Benedikt XVI benannt

Missione nella veritá
(Mission in derWahrheit)

" Eine Geste der Dankbarkeit für das, was er als Konzils-Peritus, während seiner Lehrtätigkeit als Dozent, als Präfekt der Glaubenskongregation und endlich -mit seinem kostbaren Lehramt für die Kirche getan hat"
Das war das Motiv für die Päpstliche Urbania-Universität ihre Aula Magna nach Benedikt XVI zu benennen. Die Zeremonie wurde am Vormittag der 21. Oktobers im Rahmen der Eröffnung des akademischen Jahres abgehalten- in Anwesenheit von Msgr. G.Gänswein, Präfekt des Päpstlichen Hauses, der eine Botschaft verlas, die der Papa emeritus. dessen persönlicher Sekretär er ist, zu diesem Anlass verfaßt hatte. 
Um die Universalität, die in der Urbania gelebt wird, zu unterstreichen, erinnert Benedikt XVI daran, daß "die Kirche sich nie nur an ein Volk oder eine Kultur gewandt hat" sondern "von Anfang an der Menschheit gewidmet war."

                                                  Joseph Ratzinger, il primo in alto a sinistra, ripreso a Nemi nella foto ricordo della commissione delle missioni (primavera 1965)

                                                   Bild:  cr osservatore romano

In diesem Sinne, betont er, macht sie sich zum sichtbaren Zeichen des Friedens, den Christus seinen Jüngern versprochen hat und den heute, in einer zerissenen und gewalttätigen Welt zu errichten, immer dringender wird,"


Mittwoch, 22. Oktober 2014

Perle des Tages: "Gott hat keine Angst vor den Erneuerern"

aber nicht vom Papst sondern von Roberto de Mattei über den Pontifex und die Synode:
"Die Kirche ist heute ein Schlachtfeld, so wie sie es viele Male seit Nicäa bis zum II.Vaticanum gab, wo es immer Zusammenstöße gab- nicht zwischen Konservativen und Progressiven  sondern zwischen den Katholiken, die kein Jota an der Göttlichen Überlieferung ändern wollten und denen, die Neuerungen in dieses Erbe einfügen wollten.
Papst Franziskus´ Satz: "Gott hat keine Angst vor Neuerungen"  sollte anders verstanden werden als es in der Absicht des Pontifex lag: es könnte einfach heißen daß Gott keine Angst vor den "Erneuerern" hat : er zerstört ihre Arbeit und vertraut die Aufgabe, sie zu besiegen, den Verteidigern der unveränderlichen Lehre der Kirche an."
Quelle: Roberto de Mattei. Corrispondenza Romana, 


Persönliche Hommage an den Hl. Johannes Paul II

Heute feiert die Kirche das Fest des Hl. Johannes Paul II

Bild Wikicommons
                                        Heiliger Johannes Paul II bitte für uns!

heute morgen hat Mitbloggerin Damasus schon einige Videos, von seinem Wirken und besonders von dem augebahrten Leichnam, sowie seinem Requiem online gestellt. Hier Klicken.
Vor einiger Zeit habe ich mir schon mal Gedanken über JPII gemacht, die ich aus dem Anlass seines 10. Todestages hier noch mal poste.
Ich muss sagen ich habe mich treu und brav durch alle Enzykliken JPII gequält und man hat denen angespürt,. das er am liebsten die ganze Welt umarmt hätte, das er am allerliebsten niemandem irgendwelche Vorschriften gemacht hätte und das er zutiefst davon überzeugt war, dass jeder Mensch, wenn er seinem gutem Willen nur freien Lauf lassen könnte, ganz von selber katholisch werden würde.
Das ist es, warum er so Sache wie Assisi hat machen können, "Only you could do this!" sage, wenn ich das richtig im Kopf habe, der Anglikaner zu ihm.
Als er nach Benin kam, kam in den Nachrichten, so ein Voodooberguru habe gesagt "Noch nie haben ich Gott gesehen, aber hinter diesem Mann habe ich Gott gespürt!"

Der FC Bayern gibt sich die Ehre

Schöne Bilder aus Rom:

Nach dem 7:1 Kantersieg gegen AS Rom folgten Spieler und Betreuer des FC Bayern einer Einladung von Papst Franziskus:




Als Fußballfan "outete" sich auch der Präfekt des Päpstlichen Hauses, Monsignore Gänswein.




Er wurde auf der Tribüne des Olympiastadions fotografiert. Hier gibt's weitere Fotos.

Katastrophal, beschämend, unfassbar

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR  kürzt aus Geldmangel ab sofort die Ausgaben für sein Food-Programm für die syrischen Flüchtlinge um 40%.
Das bedeutet, dass den vor den Schlächtereien der ISIS Geflohenen nur noch um 40% gekürzte Essensrationen (die so aber als überlebensnotwenig zusammengestellt worden waren) zugeteilt werden, nun also zu der teilweise mehrfachen Flucht und dem Verlust allen Besitzes noch eine Mangelversorgung mit ihren gesundheitlichen Folgen kommt.
Wegen Geldmangels der UNO- die uns alle repräsentiert, einer Weltorganisation, die augenscheinlich nicht in der Lage ist, die richtigen Prioritäten zu setzen. Das kann man nur als Schande-auch für uns- bezeichnen.
                           
                                                       Christus nobiscum state

Der beste Mythomane

Auch Rorate Caeli nimmt sich noch einmal Kardinal Kaspers an und verleiht ihm einen Preis.
Hier geht´s zum Original:     klicken.
Unter dem Titel:  "Kasper der Serienlügner- wieder beim Lügen ertappt" und den vielversprechenden Einleitungssätzen:  "Walter-meine-Barmherzigkeit-gilt-nicht-den Afrikanern-Kasper hat ein ernstes Problem. Er kann einfach nicht aufhören, zu lügen. Ist das der Mann, der eine gelassene Theologie auf den Knien betreibt?"  Jetzt wird ihm das Diplom als "bester Mythomane" verliehen

                 

                                                            Das von rorate caeli verliehene Diplom

Seine neueste Lüge:  gegenüber Franca Giansoldati von Il Messagero behauptete er vorgestern:"... ich habe bei der Synode nicht gesprochen, weil ich keinen Druck für meine Position ausüben wollte."

Matteo Matzuzzi von IlFoglio konnte anhand des offiziellen Bulletins des vaticanischen Presseamtes zeigen, daß er doch in der Synode das Wort ergriffen hat: am 8. Oktober nachmittags.
Was man bei rorate caeli  noch so denkt, auch über die Drohungen, jetzt die Katholische Presse gegen seine Kritiker in Stellung zu bringen, lese man dort. Es beginnt mit der Frage:
"Könnte es sein, daß Lügen die gesamte Basis seiner Theologie sind?"
Man kann nur hoffen, dass das nicht zu einer unendlichen Geschichte neuer Mythen& Lügen ausartet.

Auch wenn unser Olympier Friedrich Schiller für jede Lebenslage das passende Wort bereit hält, der Kardinal möchte diese, obwohl sie der Situation angemessen sind, nicht ausgesprochen wissen:

"Doch dem war kaum das Wort entfahren,
möcht er´s im Busen gern bewahren."

Aber er ist nicht der Einzige der Interviews oder auch Nichtinterviews gibt, noch ein päpstlicher Favorit und einer der präsynodalen Vordenker, engster theologischer Berater des Papstes und Rektor der Katholischen Universität von Argentinien, Erzbischof Victor Manuel Fernandéz ergriff in "La Nación" das Wort und verkündete, um das Scheitern der Doktrinrevolution zu erklären:
" Da war nur eine Gruppe von 6 oder 7 Fanatikern, etwas aggressiv, die nicht einmal 5% der Synodenväter repräsentierten.....wenn wir die Büchse der Pandora nicht öffnen, kehren wir den ganzen Schmutz unter den Teppich..."
Offensichtlich ist jedenfalls eines: der hohe Herr kennt den Mythos von Pandora und ihrer Büchse nicht.
Man kann schließlich nicht alles kennen....sollte dann aber vielleicht zu anderen Metaphern greifen.
Oder meinte er gar, was er sagte, daß es Aufgabe der Kirche sei, alles Schlechte in die Welt zu bringen? Das wollen wir doch nicht hoffen!

"Blaustrumpf ohne Füße" oder von Heinrich Heine, der die Bibel seinen "gottlosen Freunden" Marx, Feuerbach,Daumer & co zur Lektüre empfahl

Der schönste Satz in diesem schönen Heine-Text ist für mich : " ....die Schlange, diese kleine Privatdozentin, die schon sechstausend Jahre vor Hegels Geburt die ganze Hegelsche Philosophie vortrug. Dieser Blaustrumpf ohne Füße zeigt sehr scharfsinnig, wie das Absolute in der Identität vom Sein und Wissen besteht, wie der Mensch zum Gotte werde durch die Erkenntnis...." aber auch sein Kommentar zu Evas erstem Wunsch nach dem Erwerb der Selbsterkenntnis-der Wunsch nach einem Kleid.....
Zum Genießen:

"Wie oft seitdem denke ich an die Geschichte dieses babylonischen Königs, der sich selbst für den lieben Gott hielt, aber von der Höhe seines Dünkels erbärmlich herabstürzte, wie ein Tier am Boden kroch und Gras aß – (es wird wohl Salat gewesen sein). In dem prachtvoll grandiosen Buch Daniel steht diese Legende, die ich nicht bloß dem guten Ruge, sondern auch meinem noch viel verstocktern Freunde Marx, ja auch den Herren Feuerbach, Daumer, Bruno Bauer, Hengstenberg, und wie sie sonst heißen mögen, diese gottlosen Selbstgötter, zur erbaulichen Beherzigung empfehle. Es stehen überhaupt noch viel schöne und merkwürdige Erzählungen in der Bibel, die ihrer Beachtung wert wären, z.B. gleich im Anfang die Geschichte von dem verbotenen Baume im Paradiese und von der Schlange, der kleinen Privatdozentin, die schon sechstausend Jahre vor Hegels Geburt die ganze Hegelsche Philosophie vortrug. Dieser Blaustrumpf ohne Füße zeigt sehr scharfsinnig, wie das Absolute in der Identität von Sein und Wissen besteht, wie der Mensch zum Gotte werde durch die Erkenntnis oder, was dasselbe ist, wie Gott im Menschen zum Bewußtsein seiner selbst gelange. – Diese Formel ist nicht so klar wie die ursprünglichen Worte: »Wenn ihr vom Baume der Erkenntnis genossen, werdet ihr wie Gott sein!« Frau Eva verstand von der ganzen Demonstration nur das eine, daß die Frucht verboten sei, und weil sie verboten, aß sie davon, die gute Frau. Aber kaum hatte sie von dem lockenden Apfel gegessen, so verlor sie ihre Unschuld, ihre naive Unmittelbarkeit, sie fand, daß sie viel zu nackend sei für eine Person von ihrem Stande, die Stammutter so vieler künftigen Kaiser und Könige, und sie verlangte ein Kleid.[171] Freilich nur ein Kleid von Feigenblättern, weil damals noch keine Lyoner Seidenfabrikanten geboren waren und weil es auch im Paradiese noch keine Putzmacherinnen und Modehändlerinnen gab – o Paradies! Sonderbar, sowie das Weib zum denkenden Selbstbewußtsein kommt, ist ihr erster Gedanke ein neues Kleid! Auch diese biblische Geschichte, zumal die Rede der Schlange, kommt mir nicht aus dem Sinn, und ich möchte sie als Motto diesem Buche voransetzen, in derselben Weise, wie man oft vor fürstlichen Gärten eine Tafel sieht mit der warnenden Aufschrift: »Hier liegen Fußangeln und Selbstschüsse.«

Dienstag, 21. Oktober 2014

Die Lehre der böhmisch-veganen Kirche muss sich entwickeln

Der allgemeinen Entwicklungsvirus macht auch vor der alleineseligmachenden Kirche der Gesundheitsreligion nicht halt.
Kollege Clamormeus interviewte einen ranghohen Vertreter der böhmisch-veganen Kirche aus Deutschland, der bei der außerordentlichen Synode zur Ernährungsfloral in Böhmen mit von der Partie war.

Der Kollege hat sich ordnungsgemäß vorgestellt und sein Aufnahmegerät, während des gemeinsamen Essens, sichtbar auf den Tisch gelegt.........
Wir erlauben uns das Interview in voller Länge abzudrucken, mit der ausdrücklichen Erlaubnis des Interviewers.

Clamormeuspress sprach exklusiv mit einem ranghohen Vertreter der böhmisch-veganen Küche aus Deutschland, der bei der außerordentlichen Synode zur Ernährungsfloral in Böhmen mit von der Partie war.

Lassen Sie uns über Ihre Erwartungen an die Synode 2015 sprechen. Wird sich die böhmisch- vegane Küche für Fleischesser öffnen?
„Das wünsche ich mir auf jeden Fall!“

Was sagen Sie zu den ultraveganen Hardlinern, die Fleischesser die umliegenden Imbissse und Grills anempfehlen?
„Das ist hartherzig. Und unververschämt, anderen gleich die Veganität abzusprechen, nur weil sie Schweinshaxen essen. Vegans Botschaft gilt für alle Menschen“

Aber muß man dafür nicht die Speisekarte ändern?
„Nein. Aber sie muß sich entwickeln. Natürlich wird für die veganische Küche weiterhin gelten, daß man sich rein pflanzlich ernährt. Aber wir müssen neue Wege finden. Das sind die floralen Herausforderungen in einer zunehmend in einer zunehmend von “junk food“ dominierten Welt

Aber Vegan verbot tierische Anteile in der Nahrung!
„Vegan verkehrte auch mit Allesessern, in Güte lehrte er das Glück rein pflanzlichen Speisens. Und auch denen, die sich nachts wegschlichen, um einen Döner zu verschlingen, verzieh er“

Aber sagte er nicht auch zu ihnen: Eßt fortan kein Tier mehr?
„Das ist aber kein Verbot, eine brüderliche Aufforderung, es zu versuchen!“

Was könnte man an der veganen Praxis ändern?
„Ich könnte mir schon vorstellen, daß wir im veganen Restaurant künftig solchen Menschen sagen wir mal ein paar Schinkenröllchen anbieten, natürlich nicht auf der Tageskarte und vielleicht in einem Nebenraum. Aber das müssen wir weltvegan lösen, es kann nicht sein, daß einzelne Filialleiter eigenmächtig jetzt unter der Theke Currywurscht verkaufen “