Sonntag, 31. Mai 2015

Kardinal Sarah: Klartext zur kommenden Synode. Den Kasperianern ins Stammbuch.

Matteo Matzuzzi schreibt in seinem blog "il timone" über einige Wortmeldungen von Kardinal R. Sarah
Hier geht´s zum Original  klicken
rorate caeli hat den Artikel übersetzt   klicken, wir haben ihn dort gefunden: Dank dafür!


"KARDINAL SARAH: TÄUSCHT DIE MENSCHEN NICHT MIT DEM WORT GNADE, GOTT VERGIBT SÜNDEN NUR, WENN WIR SIE BEREUEN"  

"Wenn die Eucharistie einfach als Mahl betrachtet wird, das wir teilen und niemand davon ausgeschlossen werden kann, geht der Sinn des Mysteriums verloren". Das sagte Kardinal Robert Sarah, der neue Präfekt der Liturgiekongregation in einer Rede , die er im Johannes-Paul II Institut für Familie und Ehe zum Thema "Die Familie- eine andauernde Arbeit" hielt- anläßlich der Präsentation einer Sammlung von Essays, die der Verlag Cantagalli im Hinblick auf die kommende Synode herausgegeben hat.

Eine Sammlung, die die Diskussion der "heißen" Themen Homosexualität, Sexualität, Scheidung, in-vitro-Fertilisation, Euthanasie und Zölibat anregen soll.
Die Sammlung besteht aus 3 Bänden, zwei von ihnen wurden von Professoren des Johannes-Paul-II Institutes geschrieben: "Eucharistie und Scheidung: ändert sich die Lehre?" von José Granados (der zum Konsultor für die Bischöfe ernannt wurde) und "Verschiedene Familien: unperfekte Formen des selben Ideals?" von Stephan Kampowski.
Der dritte Band "Was denkt Jesus über die wiederverheirateten Geschiedenen?" ist das Werk von Luis S. Navarro, Ordinarius für Neues Testament an der Universität San Damaso, Madrid,.
Il Foglio hat am vergangenen 15. April Auszüge aus den Büchern der Professoren Granados und Sanchez veröffentlicht.

"Der Westen"- sagte Kardinal Sarah in einer Stegreifantwort auf einige der Fragen, die ihm aus dem Auditorium gestellt wurden -"passt sich an seine eigenen Illusionen an". Das Hauptproblem, bemerkte der Prälat mehrmals, ist der Glaube. (Il Foglio hat das in einem ausführlichen Auszug aus dem in Frankreich bei Fayard erschienenen Buch "Dieu ou rien" vorausgenommen) "Wenn man bedenkt,  daß das Wort Glaube sogar beim Taufritus nicht mehr erwähnt wird, wenn die Eltern gefragt werden, was sie von der Kirche Gottes für ihr Kind erbitten, wird die Bedeutung dieses Problems sehr klar" fügte der Kardinal hinzu, der auch die heutige Lehre des Katechismus kritisierte " Die Kinder zeichnen und lernen nichts- sie gehen nicht zur Messe."


[The new rite and the most vacuous and obvious response in the history of the liturgy (which, as always, is optional and replaceable, even by 'faith').]

Traditioneller Römischer Taufritus                                       Neuer Taufritus (Paul VI)
Priester: Was erbittest du von der Kirche Gottes?         Zelebrant: Was erbittest du von Gottes Kirche?
Eltern: den Glauben                                                      Eltern: die Taufe
Priester: was bietet euch der Glaube an?
Eltern: das Ewige Leben

Angesichts der kommenden Synode lädt uns Kardinal Sarah ein, uns keine Illusionen bzgl. epochaler Veränderungen zu machen: "Die Leute glauben, daß es eine Revolution geben wird, aber das kann nicht passieren. Die Doktrin gehört niemandem- sie gehört Christus allein."
"Nach dem Treffen im vergangenen Oktober" notierte der Kardinal in seiner Präsentation der 3 Bände "war es klar, daß die wahre Crux der Sache nicht nur die Frage der wiederverheirateten Geschiedenen war, sondern, ob die Doktrin der Kirche als unerreichbares Ideal betrachtet wird- eine Unmöglichkeit, die deshalb an den Abwärtstrend angepaßt werden müsse, um sie der heutigen Gesellschaft anzubieten. Wenn das die Situation ist, brauchen wir eine Klarstellung, ob das Evangelium die Frohe Botschaft für den Menschen ist oder eine nutzlose Bürde, die nicht länger lebensfähig ist.""Die Reichtümer des Katholizismus"- fügte er hinzu-"können nicht durch Ideen , die von einer Art Pragmatismus und allgemeinen verschwommenen Gefühlen geprägt sind, offenbart werden. Ihre Verkündung zeigt der Menschheit den Weg zur Ganzheit und zum Glück. Diese Tatsache zu ignorieren"-bekräftigte er-"würde bedeuten, daß wir die Fundamente der Erlösungstat Christi selbst überdenken müßten, die durch die Sakramente vollendet wird."

Das Problem sind auch jene "Priester und Bischhöfe, die dazu beitragen, dem Wort Christi mit ihren eigenen Worten zu widersprechen." "Und das"-sagte Kardinal Sarah-" ist extrem schwerwiegend."
Auf einer bestimmten diözesanen Eben zu erlauben, was die Synode noch nicht authorisiert hat (der Hinweis bezieht sich auf die Praxis in manchen zentral- und nordeuropäischen Ländern) bedeutet "Christus zu profanieren" ."Es hat nur geringen Wert, die Gnade zu beschwören. Wir täuschen die Menschen, wenn wir von Gnade sprechen, ohne zu wissen, was das Wort bedeutet. Der Herr vergibt Sünden, aber nur, wenn wir sie bereuen."
"Die Spaltung die man im letzten Oktober sehen konnte, kam nur aus dem Westen. In Afrika sind wir standhaft geblieben, weil es auf diesem Kontinent viele Menschen gibt, die ihr Leben für den Glauben verloren haben."

Der Kardinal apellierte gegen die ungenaue Sprache, die einige Mitglieder des Klerus gebrauchen:
"Es ist falsch für die Kirche, das Vokabular der UNO zu gebrauchen. Wir haben unser eigenes Vokabular"
Er wollte dann noch eine der Maximen, die seit 2013 populär geworden sind, klarstellen: die über das "Gehen in die Peripherien".
Offensichtlich ein guter Vorsatz, aber unter einer Bedingung.  
"Es ist leicht in die Peripherien hinaus zu gehen, es hängt aber davon ab, ob wir ihnen Christus bringen. Es erfordert heute mehr Mut mit Christus am Kreuz zu sein, was Martyrium bedeutet. Unsere Pflicht ist es, gegen den Strom (mainstream) - als Ausdruck der Zeitmode- zu sein und dagegen, was "die Welt sagt". 
Und nebenbei: "Wenn die die Kirche aufhört, das Evangelium zu predigen, ist sie am Ende. Sie kann das mit Worten der augenblicklichen Mode tun, aber mit Festigkeit."

Und zuletzt ein Wort zu den abnehmenden Berufungen in der Welt."Die Frage ist nicht, daß es zu wenig Priester gibt, sondern ob diese Priester treue Priester für Christus sind."

                       Sarah: non ingannare la gente con la parola «misericordia». Dio perdona i peccati, ma se ci pentiamo
Quelle: www.iltimone. Matteo Matzuzzi, rorate caeli

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