Sonntag, 31. Mai 2015

Was man so im allgemeinen von der Ehe hält, Gedanken aus gegebenem Anlass

Beim Nachdenken über das irische Referendum, das deshalb so verstörend rüberkommt, weil die Iren ja in der Tat, für ihren katholischen Glauben Schweres erduldet haben...
Aber wie es halt scheinbar so ist, was die Unterdrückung nicht fertig bringt, das gelingt dem schnöden Mammon locker, oder die Sache mit dem Tropfen Honig, der die Fliegen, im Gegensatz zum Fass Essig, massenweise anzieht, das funktioniert anscheinend ganz wertneutral.
Es wundert mich kein Stück, dass das Referendum so ausgegangen ist, wie es ausgegangen ist, ist die Lage des Glaubens in Europa schon länger ein Trauerspiel, einfach weil man ihn, wie noch ein Hans Urs von Balthasar an den jungen Professor Ratzinger schrieb, nicht vorsetzte, sondern voraussetzte! Was laut Hans Urs und Kardinal Ratzinger ein Fehler ist.
Man könnte auch feststellen, dass man JPII zwar heilig gesprochen hat, aber von seinem Wort: "der Neuevangelisation Europas" nichts mehr zu hören ist, was irgendwie seltsam ist.
Wir sollen verkünden und nicht davon ausgehen, dass es eh klar ist.
Meines Erachtens steckt die Idee, dass das Gute von sich aus einsichtig und stark ist, dass jeder das Gute will und tut und nicht nur sieht und gut heißt, dabei dem Schlechten folgt, wie die alten Römer wussten, dass das Wahre, Schöne, Gute, eh selbstverständlich ist, also diese, durch keinerlei persönliche oder historische Erfahrungen gedeckte Idee, die steckt m.E. hinter ner Menge innerkirchlicher und politischer Irrtümer.
Aber darum soll es grad nicht gehen.
Hier  habe ich mir ja schon Gedanken zum Thema gemacht, ausgehend von der wundervollen Analyse Klaus Kelles zum "Jeföhl" das jeden Fakt und jeden folgerichtigen Gedanken als böse, oder zumindest irrelevant zur Bewertung von richtig und falsch abstempelt.
Und hier habe ich mich gefragt: Warum ist für manche gut, was für alle schlecht ist? Erstaunte Fragen zu Irland
Diese Frage ist mir wieder in den Sinn gekommen, als mir wer den Link zu einem "Stern" Artikel über das Thema: "was Männer wirklich über die Ehe denken" schickte.


Klar Stern hihi, eh blödes Blatt,  wissen wir......... aber ich denke er trifft das, was die Leute denken, ich meine, man ist doch modern  und überhaupt... und deshalb ist sowas wie Ehe ein alter Hut, aus Ururgroßmutters Spinnstube.
Also was uncooles, uninteressantes, altbackenes, etwas worüber man Witze macht, was was für echte Männer genau nix ist, und für echte Frauen auch nicht. “Wir lieben uns doch, da brauchen wir doch nicht….”
“Die wollen uns wohl mit Steuerklasse 3 “kaufen” und ich muss dann mit Steuerklasse 5 “dafür bezahlen” bin doch nicht blöd!”
“Wir sind doch glücklich miteinander, das wollen wir doch nicht ändern, indem wir uns den Stress des Heiratens antun!”
Und wenn dann doch welche heiraten, dann lästert die beste Freundin hinterher und die Mutter erzählt dann irgendwann treuherzig:
“Also die Y wollte ja nicht, wir haben denen dann aber den Bauplatz (das Haus) überschrieben, und die Hochzeit bezahlt, die Flitterwochen finanziert…. und dann hat der X gesagt “Mache mer halt, is doch nix dabei!” ”
Oder selbst alte Leute erzählen Witze wie “und kaum war ich verheiratet, stellte ich fest: ”draußen läuft das Meissener Porzellan herum und ich hatte den olle Scherbe!” alles lacht zustimmend und die unverheirateten sind froh und stolz das Meissener Porzellan zu haben.
Alte Damen, die zuviel Fernseh gucken, entschuldigen sich ernsthaftestens, dass sie sich nicht haben scheiden lassen, dass sie überhaupt geheiratet haben, weil früher musst man halt… ging nicht anders….. aber heutzutage: die haben es ja viiiiiiiiel besser………
Von daher ist es echt nicht zu verstehen!

Was aber noch weniger zu verstehen ist, ist das Rumgeeier der Kirche, und m.E rächt sich hier jahrlanges, jahrzehntelanges, sich in die eigene Tasche lügen und immer noch der Ansicht sein, der Investiturstreit sei nie gewesen und als deutscher Bischof so tun, als sei man von der Regierung eingesetzt und nicht vom Papst.
Wir müssen uns mit der Tatsache auseinander setzen, dass die Volkskirche am Ende ist, und man die paar verbliebenen Frommen, denen es um den lieben Gott ging, vertrieben hat mit all den liturgischen  Mätzchen  und dem unerträglichen Rumgesülze, wo man hätten klar reden müssen und dem überall mitreden und mitmischen müssen, wo es ehrlicher gewesen wäre, es zu lassen.
Hat schon ein Kardinal Ratzinger gesagt "Es gibt Zeiten wo die Kirche sich von ihren Gütern trennen muss, um ihr Gut zu bewahren!" Ein Papst Benedikt hat dann in Freiburg die Entweltlichung angemahnt und vorher festgestellt, dass Agnostiker, die von der Frage nach Gott umgetrieben werden; Menschen, die unter ihrer Sünde leiden und Sehnsucht nach dem reinen Herzen haben, sind näher am Reich Gottes als kirchliche Routiniers, die in ihr nur noch den Apparat sehen, ohne dass ihr Herz davon berührt wäre, vom Glauben. 
ja das ist wohl das Problem es geht den Herren ums wichtig sein, ums hofiert werden, darum einen grünen Ministerpräsidenten, der nichts getan hat, was ihn als katholisch auszeichnet, eher das Gegenteil, irgendwie mit einem Posten zu betrauen, es geht darum mitzuspielen beim Spiel der Mächtigen, und wen interessiert da schon so ein Wunderrabbi aus Nazareth, der nette Sachen gesagt hat, aber auch weniger nette?

Es wäre schon lange an der Zeit gewesen, die Welt grad machen zu lassen, was sie will und selber zu tun was Gott will.

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