Freitag, 15. Mai 2015

ZDK? Wer ist das?

Also ich geb's ja zu. Als ich mich vor zehn Jahren entschloss, in die Kirche einzutreten, tat ich es eigentlich deswegen, weil ich von der Spiritualität der Kirche fasziniert war.
Papst Benedikt - und nicht zuletzt das Buch "Salz der Erde" machten mich neugierig und brachten mich auf den richtigen Weg. Für meinen Eintritt in die Kirche war ein dreimonatiger Glaubenskurs Voraussetzung ... und es war einfach nur schön, sich so langsam in die Glaubenswahrheiten der Kirche hineinzufinden.
Wir lernten viel über die Gott, Christus und den Heiligen Geist, die Bibel, den Katechismus, Maria und die Heiligen. Und es war eine wundervolle Erfahrung.
Am ersten April 2006 trat ich in die Kirche ein - und es war eine wundervolle Erfahrung, endlich in Gottes Kirche zu sein.

Ich geb's zu. In all den Monaten des Glaubenskurses habe ich kein einziges Wort über das "ZDK" gehört und in den Jahren, die darauf folgten, auch nicht. Ich war also einfach nur euphorisiert und die Kirche war ein Grund für meine "Schmetterlinge im Bauch". Die sind immer noch da, aber wie das halt so ist - lernt man den Partner nach einer längeren Beziehung halt dann genauer kennen. Bei mir ergab sich das beim Lesen und recherchieren im Internet. Plötzlich tauchte da ein ZDK auf: seltsame Figuren, die ich dachte, mit meinem Austritt aus der EKD ein für alle mal hinter mir gelassen zu haben. Wer ist das denn? dachte ich noch und merkte, alles Möchtegerns und Wichtigtuer, abgehalfterte Politiker und sogar Unternehmensberater - aber alle mit dem gleiche Ziel: Die Politik in die Kirche zu bringen. Doch was soll die denn da? Haben wir nicht schon genug Parteien, NGO's etc. wo sich dieses Völkchen tummeln und noch ein paar "wichtige" Pöstchen ergattern kann?

Ich erinnerte mich, wie begeistert ich war, als ich noch vor meinem Eintritt in die Kirche dieses Evangelium hörte:

Mt. 231Darauf wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger 2und sagte: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt. 
3Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen.  
4Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen. 
5Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang,  
6bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben,  

7und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi (Meister) nennen."
Ich weiß noch, wie ich mich damals im Dom gefreut habe, als ich dann auch noch die passende Predigt dazu hörte.
Aha dachte ich, ZDK, das sind also die, vor denen Jesus uns damals schon gewarnt hatte.
Das Wort des Herrn reicht - auch heute noch.
Und zur Zeit plustern sie sich ja gerade mal wieder mächtig auf. Wundert mich ja eigentlich nicht. Die Felle schwimmen davon, und die Pressuregroups fordern die Einlösung ihrer Agenda.

Man kann und sollte das ZDK weiterhin ignorieren. Ich mach's auf jeden Fall.

Vielleicht sollte man dem einen oder anderen dort einfach mal den Wechsel zur evangelischen Kirche empfehlen. Die können so tüchtige Leute dort gut gebrauchen ....

Kommentare:

  1. Tja, das Dumme daran ist nur, daß diese Herrschaften und (!) ihr Tun aus Kirchensteuermitteln unterhalten werden. Jeder Katholik muß also indirekt mitmachen am "Wirken" dieser Freund des Glaubens.

    Ich konnte das jedenfalls mit meinem katholischen Gewissen nicht vereinbaren und bin mittels Austritts aus der Steuezahlgemeinschaft diese Herrschaften losgeworden.
    Glücklicherweise hat das mit meinem Glauben nix zu tun. Wenn dies die DBK (wegen Simonie) auch anders sieht. Macht nix. Mein Geld kriegt die Petrusbruderschaft. Ist wohl besser so.

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    1. Ja, das sollte schnellstmöglich geändert werden, dass dieser "Verein" aus der Kirchensteuer finanziert wird. Wie wär's denn mal mit Mitgliedsbeiträgen.
      Es sind zwar "nur" 1,9 Mio im Jahr, aber selbst das ist rausgeworfenes Geld. Das sollte man dann lieber in die Kirchenrenovierung stecken.

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    2. Ich seh das mit dem Geld mittlerweile ganz gelassen, weil es nämlich ein Gericht gibt und dann diverse Leute ganz schön blöd gucken werden, wenn sie feststellen, dass ihre "guten" Werke vor Gott schon alleine deshalb nichts zählen, weil sie ja ihren Lohn schon erhalten haben und dazu noch darüber Rechenschaft ablegen müssen .
      Wenn ich soweit bin, dann tun mir diese Gestalten schon (fast aber nur fast) leid!

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