Freitag, 19. Juni 2015

Au revoir, Pierre

Am Sonntag in der Messe hörten wir, dass Pierre Brice ein sehr gläubiger Mensch war, der 3 mal täglich intensiv gebetet hat.

Heute konnten die Münchner von ihm Abschied nehmen. Sein Sarg war den vormitag über in der Kreuzkapelle aufgebahrt. Und als ich die Bilder in der Münchner Abendzeitung bzw. MKN gesehen habe,
wurden freudige Erinnerungen wach: Es war der Ort, in dem ich in die Kirche aufgenommen wurde, in dem ich meine erste Heilige Kommunion und das Sakrament der Firmung empfangen hatte. Und ich habe mich an diesen spirituellen und intensiven Moment erinnert, den Höhepunkt meines bisherigen Lebens. An die Freude und das Glück, das ich empfand in diesem großen Moment.

Manchmal ist es gut, solche Momente noch einmal zu durchleben, weil es vieles klärt.

Kurz vorher liefen die ersten Nachrichten aus Rom über meine twitter-TL und ich hatte noch gedacht, das kann doch eigentlich gar nicht wahr sein.


Es konnte - inzwischen hat der "Mülltrennungs-Papst" einen gewissen Ruf erlangt und er ist der "Star" der Karikaturisten. Auch unser Münchner Erzbischof, der ja seinen Ruf ohnehin schon ruiniert hat, war noch zu einer Steigerung fähig, indem ihm via twitter bescheinigt wurde, dass er mit solchen Aussagen in der "heute-Show" auftreten könne.




Und dann fängt man an, diese Ereignisse genau so wahrzunehmen. "Heute-Show", in der Kardinal Meisner zu einer Moderatorin einmal sagte: "Dazu haben Sie doch gar nicht die Figur".



Und so manch anderer, der dort auftreten könnte wohl auch nicht.

Beten wir in diesen Tagen für unsere Kirche, die genauso schlimm bedroht ist, wie unsere Glaubensbrüder in Syrien oder im Irak. Dort müssen die Menschen fürchten, dass man ihnen ihr Leben nimmt. Hier müssen wir befürchten, dass man uns den Glauben nimmt, wenn wir uns nicht wehren. Ich fürchte fast, wir sind hier in der schlimmeren Situation.

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