Dienstag, 16. Juni 2015

Da ist es wieder: Das berühmte Blatt Papier oder Benedikt 2.0

BenedictII
Papst Benedikt II
Bildquelle Public domain via Wikimedia Commons
Wir hatten es ja gar nicht vermisst in den letzten Monaten, irgendwie war es etwas abhanden gekommen, weil die Medien vor lauter Synodenmanipuliererei ja zu nix mehr gekommen sind.

Aber: Es steht ein großer Moment an in dieser Woche - Papst Franziskus wollte auch einmal "etwas eigenes" haben und hat deshalb eine Enzyklika verfasst, die von der ganzen Welt mit großer Spannung erwartet wird. Seine erste Enzyklika wurde ja überwiegend noch von Benedikt XVI verfasst und deshalb gilt die ja nicht so richtig.

Doch am Donnerstag soll uns mit Pauken und Trompeten "Laudato si" präsentiert werden, die die Mutter Erde-Verehrung zum Thema hat. Den alten Traum der Linken sozusagen, dass der Mensch in der Lage ist, aus der Erde ein Paradies zu machen. Wir wissen, wie oft es gescheitert ist - wahrhaben will das aber niemand.

Gut, ich geb's zu: An Fronleichnam habe ich auch darüber nachgedacht, dass die Erde tatsächlich ein Paradies sein könnte, wenn alle katholisch wären. So viele Nationen, alle friedlich vereint hinter dem Leib des Herrn, knieend vor der Größe Gottes - es war wirklich ein paradiesischer Anblick! Aber, wie wir wissen hat uns Gott ja auch ob unserer Sünden auf die Erde verbannt und wir sollten nach wie vor die Gebote Gottes einhalten, damit die Erde wirklich ein Paradies wird. Einen anderen Weg gibt es nicht. Und deshalb sind wir weit davon entfernt.
Da hilft auch keine "grüne Enzyklika", die jetzt schon begierig von den linken Medien erwartet wird, um sich die Rosinen für eine weitere Linksgrüne Ideologisierung der Kirche herauszupicken.
Und man könnte schon fast den Eindruck gewinnen, dass auch den katholischen Medien nicht so ganz wohl ist bei der Sache, die sie da erwartet.

Also baut man schon mal vor. Die amerikanische katholische Internetseite "Crux" hat deshalb die alte Geschichte mit dem "Blatt Papier" wieder ausgegraben. Nur in diesen Zeiten, wo ja Papierverschwendung von den wirklichen Sünden ablenken soll, ist das natürlich nicht mehr opportun. Deshalb hat man jetzt bei Crux aus dem Franziskus den Benedikt 2.0 gemacht. Aha. Als Begründung wird dann die von Benedikt XVI initiierte und vorangetriebene CO2-Neutralität des Vatikan herangezogen, aber auch die Bundestagsrede vom September 2011. Diesen Satz "Ich würde sagen, daß das Auftreten der ökologischen Bewegung in der deutschen Politik seit den 70er Jahren zwar wohl nicht Fenster aufgerissen hat, aber ein Schrei nach frischer Luft gewesen ist....." hatten sich ja die Grünen schon herausgepickt, aber (wie auch Crux) nicht erwähnt, dass es eben so weitergeht:  "...und bleibt, den man nicht überhören darf und nicht beiseite schieben kann, weil man zu viel Irrationales darin findet. Jungen Menschen war bewußt geworden, daß irgend etwas in unserem Umgang mit der Natur nicht stimmt. Daß Materie nicht nur Material für unser Machen ist, sondern daß die Erde selbst ihre Würde in sich trägt und wir ihrer Weisung folgen müssen. Es ist wohl klar, daß ich hier nicht Propaganda für eine bestimmte politische Partei mache – nichts liegt mir ferner als dies."
(Katharina Szabo von der Achse hat daraus einen schönen Beitrag gemacht, der immer noch sehr lesenswert ist.)

Wir sehen also an diesem einen Beispiel, wie die päpstliche Enzyklika interpretiert werden wird. Es gibt noch ein paar andere, die die Kirche schon der UNO oder dem Weltklimarat unterstellt sehen (haben wohl noch nix von "non praevalebunt" gehört). Andere wiederum meinen, dass die katholischen Republikaner in USA, die nicht an die Klimareligion glauben, sich jetzt unterwerfen müssten. Sie vergessen dabei allerdings, dass der katholische Vizepräsidenzt Biden auch immer zur Kommunion geht, obwohl er die Abtreibungsgesetze unterschrieben hat.
Wir können uns also vorstellen, womit wir in den nächsten Tagen überrollt werden. Die Medien werden ihre Rosinen herauspicken, frei nach dem Motto "die Guten ins Töpfchen.....". Wir kennen das ja noch von "Evangelii gaudium". Am Ende wird nix überbleiben als ein "Benedikt 2.0". Seien wir also gewarnt und gewappnet. 



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