Sonntag, 7. Juni 2015

Diplomatischer Schlamassel oder die "reproduktive" Gesundheit, Konsequenzen der Kultur des Todes

Sandro Magister hält uns im L´Espresso über die Entwicklung der Fehde zwischen Msgr.Sánchez Sorondo und Stefano Gennarini über die katholischen Grundwerte des Lebens auf dem Laufenden:
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         "SÁNCHEZ SORONDO UND DIE "REPRODUKTIVE GESUNDHEIT"

"Es ist ganz und gar falsch, daß die Kirche sich erlaubt, den Wortschatz der UNO zu verwenden.Wir haben ein eigenes Vokabular, um auszudrücken, was wir glauben."

Diese Äußerung Kardinal Sarahs paßt perfekt zu dem Wortgefecht, das zwichen dem argentinischen Bischof Marcelo Sánchez Sorondo, Kanzler der päpstlichen Akademien für die Wisenschaften und für die Sozialwissenschaft und seinem Kritiker jenseits des Atlantiks, Stefano Gennarini , ausgetragen wird, bezüglich des dem Wirtschftwissenschaftler Jeffrey Sachs und UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon vom Vatican für den nächsten Monat vorgeschlagenen Runden Tisches.
Beides engagierte Vertreter der Reduzierung der Geburtenrate-besonders in den armen Ländern- durch Empfängnisverhütung und Abtreibung, die sie auf breiter Basis propagieren.

Dieser Streit -der auf der kommenden "ökologischen" Enzyklika von Papst Franziskus basiert, hatte einen noch flammenderen zu Folge: besonders weil Gennarini auf die Erwiderungen von Sánchez Sorondo auf seine Kritiker geantwortet hat und zwar bei "First Things" einer der angesehnsten konservativen Plattformen des US-amerikanischen Katholizismus. Gennarinis Replik trug den Titel" Der falsche Weg Kritikern zu antworten" hier geht´s zum Original : klicken


Darauf ist die Engländerin Margaret Archer, Direktorin des Zentrums für Soziale Ontologie der Universität Warwick, in den Ring gestiegen um Bischof Sánchez Sorondo zu verteidigen.

Gennarini hatte leichtes Spiel gehabt, Msgr. Sorondo zu widersprechen.
"Ja , wir haben (mit Sachs und Ban Ki-moon) diskutiert über die Zurückweisung des Dokumentes "Ziele der nachhaltigen Entwicklung", weil in diesem weder über Abtreibung noch Geburtenkontrolle gesprochen wird sondern ausschließlich von "sexueller und reproduktiver Gesundheit und reproduktiven Rechten".
Die von Sorondo zu seiner eigenen Verteidigung zitierten Formulierungen sind exakt die, mit denen die UNO immer darauf drängte, Abtreibung als Teil einer Basisgesundheitsversorung zu etablieren, beginnend mit den Konferenzen von Kairo und Peking Mitte der 90-er Jahre.

Soviel ist wahr: die Diplomaten des Hl. Stuhl haben sich immer vehement gegen diese Formulierungen gewehrt, und auch mehrere Male deren Streichung erreicht und im Fall, das es ihnen das nicht gelungen ist, ihr Mißfallen öffentlich gemacht.
Bei "First Things" wirft Gennarini Msgr. Sánchez Sorondo besonders dessen Widerspruch zur konstanten Position des Hl. Stuhls vor, indem er die immer abzulehnenden Formulierungen der Abtreibungsbefürworter unterschrieb.

Aber auch Margaret Archer, die sich als letzte eingemischt hat, konnte den Kanzler der Päsptlichen Akademie, deren Präsidentin sie ist, in diesem kritischen Punkt nur minimal verteidigen.

In ihrem offenen Brief an Gennarini hat sie nichts Besseres gewußt, als ihn mit jenem vorgefertigten Vorwurf zu überschütten, mit dem man die Pro-life-Aktivisten schlagen will: dem Vorwurf, daß "sie sich nur für das Leben von den Empfängnis bis zur Geburt interessierten, aber für nichts, was danach komme-vonZwangsarbeit zu Jugendprostitution, zu Organhandel- also insgesamt des "Sklavenhandels",-Objekt bei jener Veranstaltung im Vatican, deren illustre Gäste Sachs und Ban Ki-moon gewesen waren."
Quelle L´Espresso, Sandro Magister






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