Donnerstag, 4. Juni 2015

Ein Fundstück über die Wiederkehr der alten Götter

Hier ist ein sehr langer und guter Artikel, der versucht, zu erklären, dass das, was wir gerade so erleben nicht das Etablieren neuer, besserer, schönerer Werte ist, sondern lediglich die Wiederkehr des alten Heidentums.
Der Titel lautet "Die paganistische Revolution" hier klicken

Alles was dazu zu sagen ist, ist schon lange gesagt, nur sei auch hier an Romano Guardinis Büchlein "Der Heilbringer" (in diesem Sammelband hier neu aufgelegt) erinnert, das er Weihnachten 1945/1946 schrieb und wo er feststellt, dass sich die Zeit von 1933 - 1945 durchaus als Rückkehr zum alten, durch Christus überwundenen Heidentum erklären lässt.
Man hat sich damals wohl, erschreckt von dem Schrecken, sich wieder in die Arme von Mutter Kirche geflüchtet, dann aber angefangen, neu zu zündeln und denkt, dass es diesmal besser gehen würde, um es mal  salopp zu beschreiben, wie ich das sehe mit der Idee, dass es gut wäre, wenn man es wieder mit dem Heidentum probieren täte.

In dem Büchlein Guardinis findet sich ein Zitat aus der Vorrede von Nietzsches Zarathrusta, das da lautet.
Ich beschwöre euch, meine Brüder, bleibt der Erde treu und glaubt denen nicht, welche euch von überirdischen Hoffnungen reden. Giftmischer sind es, ob sie es wissen oder nicht ...Einst war der Frevel an Gott der größte Frevel, aber Gott starb, und damit starben auch diese Frevelhaften. An der Erde zu freveln, ist jetzt das Furchtbarste, und die Eingeweide des Unerforschlichen höher zu achten als den Sinn der Erde.

Man sieht es gibt nichts Neues unter der Sonne, weil aber das angeblich superneue, absolut obercoole und so schrecklich moderne, viel älter ist, als der olle Nietzsche, sei hier nochmal der Link gegeben

und ein paar Zitate vorgestellt.
Der Autor nennt diese ganze grüne, linke obercoole Bewegung die allgegenwärtig zu sein scheint, und auch in der Kirche und bei den sogenannten Konservativen keinen nennenswerten Widerstand erfährt, Neopaganismus, was sich mit Neuheidentum (an was erinnert ich das nur, grübel?) übersetzen lässt und beschreibt das so:
Der Neopaganismus ist nicht einfach ein Herabsetzen von Religion. Er ist auch nicht einfach die Religion des wissenschaftlich-ideologischen Humanismus, .......... Die neopaganistische Spiritualität erscheint attraktiver, weil sie nur geringe moralische Anforderungen an den Einzelnen stellt. Sie ist „toleranter“ gegenüber menschlichen Unterschieden, offener für „Vielfalt“ und „alternative Lebensformen“. (Mit den Worten von Joseph Campbell: „Tu, was dich glücklich macht.“) Die Kehrseite ist: Paganistische Spiritualität  hat nur eine mangelhafte Vorstellung vom Wesen des Bösen............

Im Gegensatz dazu steht im Mittelpunkt der jüdisch-christlichen Lehre vom Leiden der Menschen der Begriff der Sünde. dann stellt der Autor fest, dass es heutzutage für die meisten Menschen eine Rückschritt darstellt, sich der absoluten Verwiesenheit auf Gott zu stellen, auch und obwohl sie nicht glücklich sind die modernen Menschen. Um dann aber festzustellen, es geht bei dem Glauben um die Frage nach der absoluten Wahrheit, dem Guten an und für sich!
Dann weißt der Autor ausführlichst nach, dass es sich  bei den wechselnden Wertesystemen in denen wir uns bewegen-  und jeder der mal versucht hat mit einem modernen Menschen ernsthaft zu diskutieren, hat das gemerkt, man erwartet von dem und dem Treue zum Wort, von sich selber aber nicht, aber in dem Fall schon gar nicht und dann wieder doch - einfach um das alte Heidentum mit seinen miteinander im Konflikt liegenden Göttern handelt.
 
Wen es interessiert: Rick Riordan hat das in seinen Percy Jackson Jugendbüchern gut aufgezeigt.

Es liegt also, so schließt Jeffrey Satinover seinen langen Artikel  vor jedem einzelnen die alte Entscheidung die Mose seinerseits am Sinai dem Volk vorgelegt hat:
Ich rufe heute den Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch auf: das Leben und den Tod habe ich dir vorgelegt, den Segen und den Fluch: So wähle das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen, indem du den Herrn deinen Gott, liebst und seiner Stimme gehorchst und ihm anhängst!  Denn das ist dein Leben und die Dauer deiner Tage, daß du in dem Land wohnst, das der Herr deinen Vätern geschworen hat, ihnen zu geben.“  (aus 5. Mose 30, 19–2016

Aufmerksam auf den Beitrag hat mich folgender Beitrag von  Felizitas Küble vom Christlichen Forum gemacht, der an dieser Stelle gedankt sei. 

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