Dienstag, 9. Juni 2015

Extra Bavaria non est vita ....

Das ist wohl die große Überschrift, die über diesem Wochenende steht - denn über's Wochenende war in Bayern die "große Politik" zu Gast und so durften wir uns freuen, was uns da so alles geboten wurde.

Natürlich haben die Medien im Vorfeld ein Riesen-Bohai veranstaltet, schließlich leben sie ja am besten von Katastrophen und es schien, dass nicht nur uns Münchnern, sondern der ganzen Region Schlimmes drohte.

Doch - Pech für die Berichterstatter - die Katastrophe blieb aus.
Wir feierten Fronleichnam so schön wie lange nicht mehr bei strahlendem Sonnenschein, mit Gesang und Gebeten folgten wir dem Allerheiligsten durch das Zentrum unserer Stadt.
Und diese positive Grundstimmung hielt an. Am Nachmittag zog eine Demo durch die Stadt - mit 30.000 Leuten, überwiegend grün und links - aber sie blieben brav. Für jeden wurde was geboten. Nicht nur die gesamte grüne Führungsriege marschierte vorne weg, sondern es tummelten sich auch einige Verschwörungstheoretiker darunter, die sich über die "Chemtrails" beklagten. Mit dabei auch einige Schauspieler, die für ihren Auftritt mit 600 Euro belohnt wurden. Roland Tichy hat dazu einen ausführlichen Bericht.
Allen verging dann aber, nach dem Gewaltmarsch durch die mehr als 30 Grad heiße Innenstadt wohl schnell die Lust, sich die ewiggleichen Texte nochmals anzuhören und so löste sich am Odeonsplatz alles schnell auf .... Aber für Samstag war ja die nächste große Versammlung angekündigt...
Am Freitag ruhten sich die Demonstranten aus, während man den Eindruck gewann, dass die Münchner, auch erschreckt durch die Panikmache der Medien, doch lieber die Flucht ergriffen haben. So leer habe ich die Stadt an einem "Brückentag" noch nie gesehen ....
Traumwetter auch am Samstag. Und diesmal sollte die "große Demo" in Garmisch-Partenkirchen starten. Eine Kleinstadt in Oberbayern als Zentrum der internationalen Demoszene. Genau! Und genau so absurd sah es dann auch aus: Rote Fahnen mit Hammer und Sichelmotiven prägten die Hauptstraßen von GAP.
So was hatten die Leute wohl dort noch nie gesehen, denn Bayern hat zwar die meisten Anarchisten, aber rote Fahnen brauchen die dafür nicht. Und so standen sie in ihren Vorgärten und schauten dem Umzug zu. Es hatten sich dann auch doch nicht so viele Demonstranten aufgemacht, wie erwartet (3.500 sollen es gewesen sein), die meisten waren wohl gar nicht über die Grenze gekommen. Das sorgte für einen entspannten Nachmittag - auch bei den 15.000 Polizisten, die den Demozug begleiteten und sich an der Musik und der lockeren Stimmung erfreuen konnten.
Währenddessen saßen die Medienvertreter in ihren diversen Pressezentren und warteten frustriert auf "Gewalt". Irgendwann am Abend war es dann soweit. Endlich! rasteten ein paar Demonstranten aus und versuchten mit Schlagstöcken, Flaschen, Feuerlöschern etc. gegen die Übermacht der Polizisten vorzugehen. Und es hätte so richtig was draus werden können - wenn nicht der Himmel seine Schleusen geöffnet hätte. Da war sie nun, die wahrhaftige Gewalt mit Blitz, Donner, Hagel und Wasserfall-Regen. Aus war's und die erwartete Schlägerei konnte nicht stattfinden ....

Doch am nächsten Tag strahlte die Sonne wieder, was dann zum berühmten Spruch des Verkehrsministers führte:
Und das sorgt bei den Linken heute immer noch für ein lautstarkes "Mimimi"

Derweil trafen die ersten Gäste des Gipfels ein und für den amerikanischen Präsidenten hatte sich die Kanzlerin was besonderes ausgedacht: Ein bayerisches Weißwurst-Frühstück in der Gemeinde Krün sorgte für gute Stimmung und Mr. President hatte großen Spaß:




Laut SZ ist er ja inzwischen so begeistert von Bayern, dass er gleich hierbleiben wollte .....

Auch die verbliebenen Demonstranten fassten ob des strahlend blauen Himmels wieder Mut und wollten nun endlich mal ihre Kampfstärke unter Beweis stellen. Die Garmischer sollten mal sehen, was ziviler Ungehorsam ist. Also versuchte man es mit Sitzblockaden auf der Bundesstraße. Sehr mutig, wenn man bedenkt, wie heiß so ein Asphalt wird, wenn da die Sonne draufknallt. So waren die meisten sicher froh, als die Polizei sie aufforderte, die Blockade zu beenden, und sie aufstehen konnten, bevor es Brandblasen am Allerwertesten gab. Die anderen wurden von der Polizei weggetragen und in Gewahrsam genommen.
Zur gleichen Zeit hatten sich andere auf den Weg Richtung Elmau gemacht. Da die Zufahrtsstraßen ja gesperrt waren, mussten sie die Wanderwege nehmen und kamen nach einem 3-stündigen Marsch dann endlich am Zaun an. Sie sollen nicht am Zaun gerüttelt haben und ob die Gäste in Elmau ihre "Revolution, Revolution"-Rufe gehört haben? Die Süddeutsche beschreibt die "Wanderung" in einem launigen Artikel.

Eine andere Gruppe zog derweil erneut durch Garmisch-Partenkirchen. Offensichtlich hatten sie einen "Sturm auf die Bastille" geplant, denn sie wollten ihre Gefangenen befreien. Das scheiterte aber, wie so oft an der Übermacht der Polizei. Alles friedlich - auch am zweiten Tag der groß angekündigten Proteste. Zwar hatte die Polizei es beklagt, dass am Sonntag irgendwie Musik und Trommeln fehlten, aber auch die Polizisten waren ja nicht auf Urlaub dort. Am frühen Abend zog die nächste Gewitterfront ins Tal, da hatten viele "Revoluzzer" schon ihre Sachen gepackt und sich auf die Heimreise begeben.

Das versprengte Häuflein, das am Montag noch übrig blieb, sagte dann die für heute geplante Demo mangels Teilnehmer ab. Der Blogger Rebellmarkt, der die örtlichen Gegebenheiten kennt, erklärt in einem lesenswerten Beitrag, warum das nix werden konnte mit der Gewaltdemo.

Eine Riesenklatsche für die Links-Grünen also, von denen man außer "Mimimi" immer noch nichts hört. Sie beklagen sich doch tatsächlich darüber, dass wegen des Riesenpolizeiaufgebots man nicht richtig hätte demonstrieren können. Am Nachmittag hat sich dann die SPD-GS aus der Deckung gewagt und wollte mit ihrem Vergleich von Bayern mit dem Disneyland sich schon mal für den Dummheitspreis des Jahres bewerben.
Wie sagte schon Papst em. Benedikt beim Geburtstagsbesuch der Gebirgsschützen: "...Wenn man sieht, wie Bayern sich treu bleibt, in verworrenen Zeiten..."
Und Tradition ist der SPD halt ein Dorn im Auge. Da können wir froh sein, dass die Bayerischen Wähler sie von der Macht fernhalten.
Inzwischen sind die Gäste alle wieder abgereist und auch Mr. President hat mit seiner "weiß-blauen" Airforce One den bayerischen Boden verlassen.

Business as usual also, denn Chaos und Gewalt haben keinen Platz in unserer "Terra Benedicta"! Jetzt kann der Sommer kommen!

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