Dienstag, 23. Juni 2015

Gedanken zur Klimaenzyklika

Also alles,was ich bislang von der Enzyklika gelesen habe, hat bei mir die Reaktion ODMG das darf doch nicht wahr sein, hervorgerufen.
Gestern twitterte wer, der Anstand verbietet es, den armen Kerl zu benennen,  zustimmend herum
Es wird keine neue Beziehung zur Natur geben ohne einen neuen Menschen. 118
Ich dachte zuerst, das sei ein Witz, fragte nach, aber das steht da wohl wirklich so drin.
Daraufhin dachte ich, "lies halt das Ding" aber ich habe es nach kurzem aufgegeben, einfach weil mir grüne Parteiprogramme schon zu Zeiten schwer fielen zu lesen,  als ich noch selber grün war.

Man fragt sich also voller Erstaunen, was der Käse soll, der neue Mensch, das ist in der Sprache der Kirche, der getaufte, der der Christus angezogen hat. Der Mensch der für die Neue Schöpfung geschaffen ist.
Diese Neue Schöpfung ist aber das Sein bei Gott und um dahin zu kommen, muss sich erst die Vollzahl der Geretteten erfüllt haben und diese Neue Schöpfung, wo der in Christus neu gewordene Mensch leben wird, die ist nicht, definitiv nicht, diese Welt.
Um zur Neuen Schöpfung zu gelangen, müssen wir entweder sterben, oder lebend den jüngsten Tag erleben und dazu noch zu den Geretteten, zu denen die sich erlösen haben lassen, gehören.



Von daher ist völlig klar, dass man diese Welt nicht einfach so zerstören kann und darf, einfach weil sie noch notwendig ist, damit die Seelen, die gerettet werden sollen, überhaupt erst ins Leben kommen können.
Und damit sind wir beim Punkt: es ist in der Tat im Interesse der Kirche, dass viele, viele kleine Kinder geboren werden, und getauft werden, damit viele, viele Seelen gerettet werden, weil das ist Aufgabe der Kirche, die Rettung der Seelen!
Und damit die Seelen gerettet werden können, müssen ihre Träger eine Ahnung von Gott bekommen und die bekommt man am besten durch die Schönheit, die bekanntlich die Welt retten wird, von daher muss die Kirche dafür sein, dass es Frieden und Kultur und Bildung und eben Schönes gibt, gerade die klassischen Flur- und Fronleichnamsprzessionen sind ja Ausdruck der Naturverbundenheit und Liebe, die die Kirche schon immer gelebt hat.
Erde singe... und dergleichen Lieder mehr, drücken das ja aus.
Weil nun Seele und Leib auf dieser Welt eine Einheit bilden und auch in der kommenden Welt, nur wird es ein verklärter, aber nichtsdesdotrotz unser Leib sein, der da in der Neuen Schöpfung sein wird, muss die Kirche sich auch um den Leib kümmern, und das tut sie auch. Nicht umsonst wirft man es ihr ja wieder und wieder vor, frei nach Ludwigs Thomas Gedicht einer Wallfahrt, dass von "hocherhabener Stelle die Kneipe nebst Kapelle grüßt" es also beim Wallfahren auch um die leiblichen Genüsse geht.

Aber dennoch gehören die Dinge dieser Welt zur Welt und werden mit dieser vergehen, wenn die Neue Schöpfung, der neue Himmel und die neue Erde kommen werden.
Himmel und Erde werden nämlich vergehen, sagt Jesus der Christus höchstpersönlich, aber seine Worte, die werden nicht vergehen!
Es werden Welten vergehen, aber Christi Thron steht fest, das gilt für all die Welten im Sinne der Reiche die schon vergangen sind, aber auch für die Welt anundfürsich.

Also wir halten fest, diese Welt und ihre Existenz ist notwendig, damit die Menschen geboren werden und leben können, weil nur so können sie in den Himmel kommen, wie die Beantwortung der ersten Katechismusfrage lehrt (Frage: Warum sind wir auf Erden? Antwort: Um Gott zu erkennen, ihn zu lieben, ihm zu dienen, um dermaleinst mit ihm im Himmel zu sein)
Also die Erde ist wichtig, aber nicht das Ziel des Seins. Sie ist Mittel zum Zweck, vergänglich und wird vergehen.
Nebenbei, im AT wird immer wieder als Wesen des Götzendienstes festgestellt, das Geschöpf statt des Schöpfers anzubeten, und das wird auch im NT nicht besser, mal lese den Römerbrief, bevor er verboten wird.
(weil wir in so seltsamen Zeiten leben, in denen ja immer spezialgelagerte Sonderfälle aufs Tapet gebracht werden,  um nachzuweisen, dass die Regeln nicht gelten, ja für nichtgeborene, gestorbene  Kinder kann man nur hoffen, dass Gott auch da seine Heilswege hat, aber darum geht es hier nicht).
Nebenbei ich las mal im Krankenhaus liegend, in der herumliegenden Bibel und da stand dann in den Fußnoten der Satz, dass bei Gott einen einzige Seele, (meine, bzw deine) wichtiger ist, als die ganze Schöpfung. Dass Gott alles was es in der Schöpfung gibt, alles was er wunderbar geschaffen hat, vergehen lässt, um die Seelen zu retten und dass er das auch täte, wenn er nur eine einzige Seele retten könne.
Mich hat das damals getroffen und ich finde sorum ist es richtig.

Von daher frage ich mich schon, was das mit der Enzyklika soll, weil sagen wir einfach mal so, der Heulerei ist ja viel, und schon lange!
Ich erinnere mich daran, im Jahre des Herrn 1970, selbiges Thema, im Rahmen einer Schulprojektwoche (ist vielleicht ein Grund warum mich der neue BaWü Bildungsplan so kalt lässt, das  haben wir in meiner Schulzeit schon alles gehabt ....) auf der Bühne bearbeitet.
Dazu haben wir uns mit der Club of Rome Prognose auseinandergesetzt, um es kurz zu machen, ich war ja schon damals gespannt, wie das werden würde mit den ausgehenden Rohstoffen, aber die Prognose hat sich als verkehrt erwiesen.
Dazu kommen die ganzen Horrorszenarien., mit denen man mich in meiner Schulzeit genervt versucht hat, zu sensibilisieren, die gingen ja von stetigem Wachstum, sprich einer e-Funktion aus, die eben irgendwann einmal, jedes Maß sprengend, einfach wächst und wächst und wächst.
Das haben wir noch in Mathe und sonstwo, wo es passte oder auch nicht, gelernt.
Also Atomkrieg,  Umwelltkollaps,  Hungerkatastrophen ungeahnten Ausmaßes, Verkehrskollaps, Umkippen aller Gewässer, Absterben aller Wälder, allgemeines Siechtum, Elend und Not, sollte uns alle treffen und was ist geworden?
Naja sagen wir mal so, es fanden sich immer wieder Lösungen, ich bin Anfang der 80er, damals mit dem Zug, nach Athen gefahren (lange Geschichte) und blamierte mich unsterblich, als wir so stundenlang über das Festland fuhren und dann plötzlich am Horizont ein großer brauner Berg sichtbar wurde. Ich fragte erstaunt was das denn wäre, da brach das ganze Abteil in wieherndes Gelächter aus und erklärte mir, das sei die Smogglocke über Athen!
Mittlerweile, wurde mir glaubhaft versichert, ist die verschwunden!
Atomkrieg ist auch ausgefallen, Benzin gibt es immer noch, und auch die Gewässer sind wieder sauberer und vor dem Verzehr von Flussfischen warnt keiner mehr, der Wald hinterm Haus, ist grüner denn je, und von wegen allgemeines Siechtum, die Leute werden sowas von dermaßen alt und sind dabei noch sowas von dermaßen lange fit, das hat es noch nie, in so einem Ausmaß, gegeben!
Also klar,  irgendwann kriegt  auch der rüstigste Alte ein Wehwechen und Demenz ist ein Thema das sehr, sehr belastend sein kann, aber man muss bedenken, dass in früheren Zeiten die Leute überhaupt nicht so alt wurden, um all die geriatrischen Krankheiten zu kriegen, die heutzutage so im Schwange sind.
Also die Zunahme von Diabetes, Schlaganfällen, kaputten Gelenken, Demenz, und was es da sonst noch alles so gibt, die liegt nicht daran, dass die Lebensbedingungen so schlecht sind, und  die Leute dann  früh an all diesen Krankheiten sterben, sondern daran, dass die Lebensbedingungen so gut sind, wenn man die Sache bei Licht betrachtet.
Auch was die dritte Welt angeht, also sagen wir mal so, da wo wir wohnen haben wir ja schon genug Flüchtlingsströme gesehen, das waren die Vietnamesen, die Türken, die Deutschrussen, die Polen, die Flüchtlinge aus Ex Jugoslawien, und sonst noch alle möglichen Nationalitäten, aber so chique, gesunde  und wohlgenährte Flüchtlinge wie derzeit, die hatten wir noch nie!
Will heißen, auch wenn eben immer Mephistoteles leider recht hat mit seinem "...zum Gelde drängt..." es hat sich viel zum Besseren geändert, wenn man nur die Augen aufmacht.
Auch und wenn völlig klar ist, dass Jesu Wort "die Armen habt ihr immer bei euch" immer gilt.
So und jetzt wären wir beim Thema: neben all den Horrorszenarien, die seit Jahrzehnten ventiliert werden, und von denen man immer wieder feststellen muss, dass der Weltuntergang dann doch ausgefallen ist, wegen ist nicht. Und auch in den Schulen es sich mittlerweile rumgesprochen hat, dass natürliche Wachstumsprozesse ganz natürlich auch ihre Antagonismen hervorrufen, weswegen man heutzutage solche Dinge mit sogenannten Logistischen Funktionen zu beschreiben versucht und nicht mehr mit der ungehindert wachsenden e-Funktion.
(Es geht einfach darum, dass entweder das Ausgangsmaterial sich verbraucht und/oder eben auch Abbauprzesse stattfnden, also im klassischen Beispiel  zwar Hefezellen sich exponentiell vermehren, dabei aber Alkohol entsteht, was wiederrum zum Absterben der Hefezellen führt.)
Ganz spannend, und im Grunde der mathematische Versuch, die alte Bauernweisheit, dass Bäume nicht in den Himmel wachsen, zu beschreiben.
Neben all den Horrorszenarien, also wo man sich fragen muss, ob die wirklich zu befeuern und zu bestätigen, Aufgabe eines Papstes ist, haben  sich  für die Christenheit 2 schreckliche Entwicklungen ergeben, die Gegenstand päpstlicher Sorge sein müssten, von denen aber nicht die Rede ist.
Das eine ist die zunehmende Entchristlichung Europas, Stichworte Hedonismus, Relativismus und der Gott ne Etage tiefer, das andere die zunehmende Entchristlichung des Nahen Ostens, wegen der IS!

Gerade unter diesem Hintergrund fragt man sich schon, aber das verbiete ich mir zu denken, was einem da für Gedanken kommen.
Und wie ich das grad so schreibe, kam mir die Idee mal nach dem Tagesevangelium zu gucken und eh voilá passt und das kann ich ganz beruhigt hinschreiben, also:
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Gebt das Heilige nicht den Hunden, und werft eure Perlen nicht den Schweinen vor, denn sie könnten sie mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.
Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.
Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm.
Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn

P.S weil man nicht immer nur meckern soll, sie hier nochmal positiv angemerkt, dass auch ein Papst Franziskus den an verzweifelter Innerlichkeit leidenden Apologeten, der modernen Zeit nicht das geliefert hat, was diese  gerne hätten, nämlich die Zustimmung der Kirche zu Abtreibung, Verhütung und all den anderen Sünden rund ums 6. Gebot.
Er kann es auch gar nicht liefern, weil er nur der Hausmeister ist und keinerlei Möglichkeit hat am Bauwerk etwas zu ändern, was  nicht Gottes Wille ist.
Er, der Papst, jeder Papst, kann zwar Zimmer zu sperren und andere verkommen lassen, vor dem Haus ein Zelt aufbauen und behaupten das sei das Haus und dergleichen mehr, aber am Bau selber was ändern, das kann er nicht. Deo Gratias!

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