Mittwoch, 17. Juni 2015

Gedanken zu öko, bio und so, sowie ein Rückblick in meine Kindheit

Also ich red ja viel mit den Leuten, auch denen, die von gaaaanz woanders herkommen-und alle erzählen das gleiche:
Also als ich Kind war, gab es keinen elektrischen Strom, für Mädchen war es wichtig handarbeiten und hausarbeiten zu können...... es geht weiter mit Erzählungen, wie es im Winter war, ein Zimmer wurde geheizt und die Kinder angeschrien, wenn sie die Zimmertür nicht zumachten, weil dann die Wärme entweichen würde.
Da kann ich dann immer mitreden, ging mir auch so.
Wo ich auch  mitreden kann, ist bei der Versorgung aus dem Garten, 
Die Gartenfrüchte wurden im Haus gelagert, und ich zumindest wurde immer in den Keller abkommandiert, die fauligen Äpfel auszulesen. Ich erinnere mich, dass ein Schulkamerad in der Grundschule mal so einen richtig tollen, grünen Apfel, einen Granny Smith, dabei hatte, ich wollte auch so einen, da kam ich aber schlecht zuhause an!
Wenn es regnete, war man  nass und im Winter beim Schlittenfahren gab es keine Goretex Schuhe, sondern irgendwann, besonders bei Schmuddelwetter, bekam man nasse Füße und geschimpft, weil man schon wieder krank wurde........
Auto mit Klimaanlage? So was gab´s nicht! Überhaupt gab es kaum Autos, was dazu führte, dass man weniger mobil war, war das Wetter gut, so konnte man mit dem Fahrrad die Freundin vom Gymi, die 5 km weiter  weg wohnte besuchen, war das Wetter schlecht, ging das nicht, weil die Nahverkehrsverbindung halt schlecht war.
Wenn man die Kartoffelkäfer nicht las, dann hatte man weniger Kartoffeln und wenn es im Garten keine Erdbeeren mehr gab, dann gab es halt keine mehr!
Auf was ich hinauswill ist, vor 50 Jahren war man noch bedeutend abhängiger vom Wetter, und dem Klima als heutzutage.
Und von wegen nachhaltig betreffs Kakao und Kaffee, galt in unserem Teil der Welt bis vor 100 Jahren als absolute Delikatesse, und im Osten  unseres Landes, noch länger, von daher ist es ganz schön unnatürlich, all der exotische Kram mit und ohne Biosiegel.



Und trotzdem, obwohl oder gerade weil der Mensch es geschafft hat, sich davon unabhängig zu machen, man besuche mal eines dieser Schwarzwald- oder Franken- oder Lüneburger Heide Dörfer um sich anzugucken, wie die Menschen früher lebten, also obwohl wir doch recht über den Dingen stehen, so ein modernes Containerschiff muss nicht erst mal auf günstigen Wind warten und dem Flussschiff ist es egal, ob der Treidlpfad begehbar ist oder nicht, das braucht die Treidler nicht mehr, und und und, also obwohl das so ist, fürchtet sich der Mensch vor der Natur, in einem Maße, das man nur als Heidenangst bezeichnen kann.

Man kann es drehen und wenden, wie man will, der moderne Mensch traut sich selber nicht.
Er denkt sein Standard sei Norm und wenn man nur die ganze böse Industrie weglässt, dann wird alles gut!

Ich muss ehrlich sagen, mir ist es wurscht, ich bin in dem Alter, wo ich bis vor einigen Jahrzehnten schon langsam auf den Uromazustand zugegangen wäre, so sind noch nicht mal Enkelkinder in Sicht, und so sind wir beim anderen Thema der ganze Ökohysterie, also was seine eigene Natur angeht, da will der moderne Mensch, der sonst alles ganz natürlich haben will, dann nix mehr davon wissen, und verhütet, dass es kracht und gleichzeitig behauptet derselbe moderne Mensch, der alles ganz natürlich haben will, dass seine eigene geschlechtliche Natur nicht einfach ist, sondern nach Beliebigkeit variabel ist, was er aber andererseits Küstenlinien und Flussläufen nicht zubilligt, nein da will er vor lauter öko und bio- und cool, zufällige Oberflächenformen, die eben aufgrund geologischer und meteorologischer Launen entstanden sind, wie eben das Wattenmeer, und die Gletscher in den Alpen bis in alle Ewigkeit so haben wie er denkt, dass sie grad zu sein haben.
Naja wenns schee macht, kann man da nur sagen und aus gegebenen Anlass noch ein Psalm:

Warum toben die Heiden, und die Völker reden so vergeblich? (Apostelgeschichte 4.25-30) 2 Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen miteinander wider den HERRN und seinen Gesalbten: (Offenbarung 11.18) (Offenbarung 19.19) 3 "Lasset uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Seile!" (Jeremia 2.20) (Jeremia 5.5) (Lukas 19.14)
   4 Aber der im Himmel wohnt, lacht ihrer, und der HERR spottet ihrer. (Psalm 37.13) (Psalm 59.9) 5 Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken. (Jesaja 34.1) 6 "Aber ich habe meinen König eingesetzt auf meinem heiligen Berg Zion." 7 Ich will von der Weisheit predigen, daß der HERR zu mir gesagt hat: "Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget: (Psalm 89.27-30) (Apostelgeschichte 13.33) (Hebräer 1.5) (Hebräer 5.5) 8 heische von mir, so will ich dir Heiden zum Erbe geben und der Welt Enden zum Eigentum. (Daniel 7.13-14) 9 Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen; wie Töpfe sollst du sie zerschmeißen." (Offenbarung 2.27) (Offenbarung 12.5) (Offenbarung 19.15)
   10 So lasset euch nun weisen, ihr Könige, und lasset euch züchtigen, ihr Richter auf Erden! 11 Dient dem HERRN mit Furcht und freut euch mit Zittern! (Philipper 2.12) (Hebräer 12.28) 12 Küßt den Sohn, daß er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald entbrennen. Aber wohl allen, die auf ihn trauen! (1. Samuel 10.1) (Psalm 34.9) (Psalm 84.13) (Jesaja 30.18)  





Kommentare:

  1. Ja, es ist wirklich erstaunlich, wie wir diese (gerade von den Grünen so benannten "menschenunwürdigen") bio-öko-Zustände überhaupt überleben konnten. Vielleicht ist das der Grund, dass unsere Generation da gar nicht so gerne wieder hin möchte, während die Nachkommen (die von Beginn alles hatten) diese Zustände herbeiromantisieren. Ich denke unsere Mutter hätte auch gerne in der Früh eine Stunde länger geschlafen, anstatt aufzustehen, Feuer zu machen, damit wir Kinder es wenigstens etwas warm hatten. Den Regler an der Heizung hatten wir damals nämlich nicht. Da war Wärme noch echte Arbeit.

    AntwortenLöschen
  2. Öl für die Zimmer, Kohle für die Küche aus dem Keller, das Holz holten wir "hinter dem Haus" für die Küche.
    Wer's warm will, muss mit hinlangen. Und wenn die Kohlen zu schwer sind (waren sie!!!), dann mach das Ding halt nur halb voll (und geh entsprechend früher wieder in den Keller, um Kohlen zu holen).
    Ja, so war's!

    AntwortenLöschen