Sonntag, 27. September 2015

Confiteor


Dieser tweet kam mir dieser Tage ganz recht, als ich mal wieder einen dieser namenlosen Gleichstellungsbeauftragten aus der Internationalen Blogozesen Beobachtungsgruppe in meiner Kommentarfreischaltmailbox hatte. Sie arbeiten sich ja schwer an uns ab, wie an so vielen anderen Bloggern auch. Und - sie haben es immer noch nicht verwunden, dass wir vor einem Jahr einen Schwester-Robusta-Preis erhielten und haben sich darüber sogar schon bei Pater Hagenkord beschwert.
Oh mei - wenn sie dazu noch wüssten, dass dieser Preis mit 100.000 Euro dotiert ist, und vom Papst höchstselbst  - natürlich in den geheimen Kellern des Vatikan - verliehen wird. Die würden sich ja gar nicht mehr einkriegen. Ich müsste die 100.000 Euro doch tatsächlich dafür hernehmen, um hier einen "Anonym-Kommentarlöscher" zu beschäftigen.


Letztens war mal wieder so ein putziges Kerlchen bei uns zu Besuch - und hat sich auf unseren Gebetsaufruf zur St. Michaelsnovene "verirrt".
Die Gebete zur Novene beginnen mit dem Confiteor und das ist ja etwas, was sie eigentlich gar nicht verstehen. Ging dann auch gleich los mit den üblichen Beschimpfungen (Andersdenkende sind halt nicht so beliebt in diesen Tagen) und dass wir es doch verdient hätten, endlich mal unsere Sünden zu erkennen und zuzugeben, dass alles unsere Schuld ist ... jo mei, Linke halt - bei denen sind nämlich immer die anderen schuld.

Ich denke mal, die wenigsten von denen haben schon mal eine Messe besucht, und wenn dann eher dort, wo es "liberaler" zugeht, und wo man die Sünde und demzufolge das Sündenbekenntnis bereits abgeschafft hat. Solche Kirchen gibt es auch in München. Aber da geh ich halt nicht hin, weil das "Confiteor" doch ein ganz wichtiger Bestandteil der sonntäglichen Messe ist.
Denn danach bittet der Priester , dass der Herr uns die Sünden nachlässt und uns zum ewigen Leben führt. Dies bekräftigen wir im "Kyrie" Und erst dann sind wir bereit, den Herrn zu empfangen.

Ich empfinde es als wichtigen Bestandteil meines Glaubensleben, dass ich meine Sünden bekennen "darf" und nicht bekennen "muss" - aber die Mitglieder der Internationalen Blogozesen Beobachtungsgruppe sehen das natürlich als "Höchststrafe", die uns da sonntäglich zuteil wird. Und uns zeigt es, welches Kirchenverständnis sie haben.
Es liegen halt Welten zwischen dem Sozialverein (den so mancher gerne aus SEINER Kirche machen würde) und der einen heiligen katholischen Kirche und ihrer Lehre.



Kommentare:

  1. Schon schade manchmal daß es nicht hier auch einfach einen "Gefällt mir"-Button gibt. :)

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    1. Danke, den könnte ich ja einrichten, aber bei googel geht nur sowohl als auch. Dann würden sich so manche Linke die Finger wundklicken, um den "gefällt mir nicht-Button" zu drücken. Daran möchte ich dann doch nicht schuld sein. ;-)

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  2. Ach, wie schön das zu lesen. Gerade eben wurde mir auch wieder erläutert, es sei viel zu extrem und übertrieben ständig an Schuld und Sünde zu denken. Gott sei doch schließlich ein liebender Gott..Ich verstehe nur nicht, wie das eine das andere ausschließt...Sind denn z.B. Eltern, die ihren Kindern Regeln vorgeben, keine liebenden Eltern?

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  3. Wie könnten wir leben, wenn wir nicht die Hoffnung auf einen liebenden Gott hätten? Aber für viele ist es schwer zu begreifen, dass er uns die Gebote nicht aus Bösartigkeit gegeben hat, sondern als "Anleitung für ein glückliches Leben". Da ist der Vergleich mit den Eltern, die ihren Kindern Regeln geben, sehr gut.
    In diesen Zeiten aber, wo "anything goes".... ist das nicht mehr so einfach zu vermitteln. Man muss es selbst erfahren.

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