Montag, 21. September 2015

Fidel Castro und die Päpste.....

rorate caeli fragt angesichts der Bilder und Nachrichten vom Besuch von Papst Franziskus beim "maximo lider" im Adidas-Trainingsanzug, ob die Kirche sich Fidel Castro unterworfen hat.
Sie gehen auch auf den Besuch ein, den der Papa emeritus, Benedikt XVI dem Ex-Revolutionsführer 2012 abstattete.
Hier das Video dazu:

                

Hier geht´s zum Originaltext von rorate caeli      klicken

                     "HAT SICH DIE KIRCHE FIDEL CASTRO UNTERWORFEN?"

"Wie die säkularen Medien lang und breit berichten, hat Papst Franziskus sich gestern mit dem Ex-Diktator Kubas, Fidel Castro, getroffen.
Aus sicherer Quelle wird berichtet, daß es Franziskus war- nicht Senor Castro, der dieses Treffen wollte,es war nicht auf dem offiziellen Terminkalender des Besuchs vorgesehen.
Franziskus hat Samstag Abend bei seiner ersten Rede auf Cuba besonders Fidel Castro seine Gefühle des besonderen Respekts und der Wertschätzung ausgedrückt und ihr aktuelles Treffen war- wie Pater Lombardi es ausdrückte "familiär und formlos", die beiden sprachen über Umweltschutz und die großen Probleme der gegenwärtigen Welt".
Lombardi bemerkte auch, daß der Austausch zwischen Franziskus und Castro "mehr war als eine Unterhaltung" (mit anderen Worten entspannter und herzlich)-verglichen mit dem Treffen zwischen Castro und Papst Benedikt XVI, als der erstere den letzteren mit Fragen bombardiert hatte.

Am Ende des halbstündigen Treffens schenkte Franziskus Castro etliche CDs und Bücher, einschließlich zweier Kopien seiner beiden Enzykliken und (wie einige Quellen berichten) ein von Castros altem Lehrer, dem spanischen Jesuiten Armando Llorente, geschriebenes Buch.
Als Gegengabe überreichte Castro Papst Franziskus eine Kopie von "Fidel und Religion"- 1985 veröffentlicht und auf einem Interview basierend, das Castro dem brasilianischen Befreiungstheologen Frei Betto gegeben hatte.



Einige Kirchen-Journalisten werden sicher versuchen das als Franziskus´ Versuch bis zum letzten Atemzug Castro zu bekehren zu "drehen" oder als Teil eines quid pro quo zu interpretieren, das es Franziskus ermöglichen sollte, sich vor den Augen der fortbestehenden kommunistischen Tyrannei mit den politischen und religiösen kubanischen Dissidenten zu treffen- oder als kleines Entgegenkommen für das Ego des Vaters der Cubanischen Diktatur, um der Kirche Erleichterungen in ihrem Kampf um größere Freiheit auf der Insel zu verschaffen.
Sollte geplant gewesen sein, den kubanischen Dissidenten so indirekt zu helfen, dann ist dieser Plan sofort gescheitert: viele kirchliche und säkulare Medien sprechen jetzt über 2 Dissidenten, die eingeladen waren, sich informell zweimal mit Franziskus zu treffen- Samstag und Sonntag Nacht.
Unglücklicherweise gelang es den beiden an keinem der Tage, weil sie von den Polizeikräften des Kommunistischen Regimes in Gewahrsam genommen wurden,
Als Katholiken hoffen wir sicher auf und beten für die Bekehrung Castros, aber wir machen uns keine Illusionen über die Schwierigkeiten, die da im Wege stehen,









 .  
Im Licht der öffentlichen Lobesworte von Papst Franziskus in seiner ersten Rede auf Cuba ist die vernünftigste Interpretation, die wir diesem Treffen geben können, daß es Ausdruck der tiefen Sympathie war, die Franziskus Fidel Castro entgegenbringt und vielem, für das er steht.
Da ist bisher absolut nichts in seinen bisher in Cuba gehaltenen Reden und Predigten, was zeigt, daß er möchte, daß die Kirche die Schandtaten des aktuellen Regimes rigoroser angeht.
Generelle Appelle zum Dienen und für die anderen zu sorgen, oder seine Erklärungen , daß Dienen keine Selbstbedienung bedeutet und daß Dienen niemals ideologisch ist, können und werden immer auf gegensätzliche Weise gelesen werden, die nicht alle unbequem für die Castros und ihr Regime sein werden.
Einige (wie John Allen) haben versucht, in den Worten des Papstes "eine sanfte Kritik" am Regime zu finden: wenn es sie denn gibt, ist sie so sanft, daß sie sich kaum wie ein Teil einer Kritik anfühlen.

                      

Es werden sicher Vergleiche mit Benedikt XVI gezogen werden, der sich während seiner Reise nach Cuba 2012 auch privat mit Fidel Castro traf (allerdings ohne, dass der Papst ihn auch nur einmal während seines Besuches öffentlich erwähnt oder gar gelobt hatte) .
Es gibt einen großen Unterschied zu Benedikt XVI- obwohl er auf dem Weg nach Mexico ( das er direkt vor Cuba besuchte) zu Journalisten sprach und dabei sanft- ja sanft- aber unmißverständlich und unzweideutig das kubanischen Marxismus-System verurteilte.
Frage: 
"Heiligkeit, lassen Sie uns nach Cuba schauen. Wir alle erinnern uns an die berühmten Worte Johannes Pauls II "möge Cuba sich der Welt öffnen und die Welt Cuba"
14 Jahre sind vergangen, aber es scheint, daß diese Worte immer noch passen. Wie Sie wissen- werden in Erwartung Ihres Besuiches viele oppositionelle und für die Menschenrechte kämpfende Stimmen laut. Planen Sie die Worte Johannes Pauls II aufzunehmen-sowohl was die innere als auch die internationale Situation Cubas betrifft?"

Benedikt XVI:
"Wie ich sagte, ich stimme völlig mit den Worten des Hl Vaters Johannes Pauls II überein, die sehr up-to-date sind,. Dieser Besuch des Papstes hat uns den Weg gepflastert für Zusammenarbeit und einen konstruktiven Dialog. Ein langer Weg braucht Geduld-aber er breitet sich vor uns aus.
Heute ist es offenischtlich, daß die marxistische Ideologie-so wie sie erdacht wurde- nicht mehr mit der Realität übereinstimmt. Es ist nicht länger möglich, auf diese Weise eine Gesllschaft aufzubauen oder auf ihre Bedürfnisse zu antworten. Es müssen neue  Modelle gefundern werden, geduldig und kontruktiv.
In diesem Prozess, der sowhl Geduld als auch Zielstrebigkeit verlangt- wollen wir im Geist des Dialoges helfen, Traumata vermeiden und Hilfe bei der Reise zu einer brüderlichen und gerechten Gesellschaft leisten, die wir für die ganze Welte  wünschen und wir wollen zusammen arbeiten, um das zu schaffen.
Es ist offensichtlich, daß die Kirche immer auf der Seite der Freiheit ist, Freiheit des Gewissens, Religionsfreiheit, Im Hinblick darauf tragen wir- wie die einfachen Gläubigen- zu dieser Reise in die Zukunft bei,"

Franziskus hat bisher nichts von gleicher Kraft und Klarheit gesagt, unmittelbar bevor oder während seines Besuches . Natürlich - als Katholiken hoffen und betet wir, daß er uns überraschen wird.
Nichtsdestotrotz müssen wir befürchten, daß der Cubanische Dissident, den der Guardian zitiert Recht hat:

Angel Moya  ein prominenter, prodemokratischer Aktivist drückte seine Enttäuschung aus, daß Papst Franziskus-anders als sein Vorgänger- nicht ausdrücklicher über die Menschnerechte gesprochen hat,.
"Johannes Paul sagte es klar heraus, aber der aktuelle Papst ist zu sanft im Hiblick auf die Menschenrechte Die Kubaner haben ein hartes leben, aber er war nicht klar genug, als er über die zivilen Rechte sprach," sagte er dem Guardian.
Moya und seine Frau Berta -Leiterin der dissidenten Gruppe der "Ladies in White"- gehörten zu mehreren Dutzend Personen, die am Sonntag von cubanischen Sicherheitskräften über mehrere Stunden festgesetzt wurden, um sie daran zu hindern, an der päpstlichen Messe auf dem Platz der Revolution teilzunehmen.
Moya, der 8 Jahre im Gefängnis war,- sagte, die Gruppe habe während des Papstbesuches keine weiteren Aktionen geplant, würde aber ihren Kampf fortsetzen,.
"Wir werden unsere Rechte mit oder ohne den Papst verteidigen. Er ist kein Befreier. Es ist Sache der Cubaner für unserer Freiheit zu kämpfen."
Quelle rorate caeli

  

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