Montag, 19. Oktober 2015

A. Socci: Warum der Papst das Papsttum reformieren/demolieren will und der Rauch Satans in die Synode eingedrungen ist.

Antonio Socci ist kein Optimist. Er kommentiert heute in seinem blog die vorgestrige Rede des Papstes als anti-römischen Angriff eines alten Catho-Progressisten, der nicht weniger zur Folge haben könnte, als die Zerstörung der Kirche. Hier geht´s zum Original:  klicken

"WARUM BERGOGLIO JETZT DIE REFORM/ DIE DEMOLIERUNG DES PAPSTTUMS ANKÜNDIGT. ERZBISCHOF TOMASZ PETA BEI DER SYNODE:  HIER IST DER VON PAUL VI PROPHEZEITE RAUCH SATANS EINGEDRUNGEN"

"Vorgestern hat Papst Bergoglio nicht weniger als eine Reform des Papsttums angekündigt:

"Es ist nicht opportun, daß der Papst die örtlichen Episkopate beim Erkennen der Probleme ersetzt, die sich in ihrem Gebiet zeigen. In diesem Sinne, fühle ich die Notwendigkeit, mit einer gesunden Dezentralisierung fortzufahren."

Auch wenn er einen Satz von Johannes Paul II zitiert, plant Bergoglio in Wahrheit eine Operation, die der alten anti-römischen Idee der Katho-Progressisten folgt und die das Gegenteil von dem ist, was Papst Wojtyla wollte.
Es ist in der Tat kein Zufall, nachdem er es schon in Evangelii Gaudium vorgeschlagen hatte, daß der argentinische Papst heute diese Idee wieder aufgreift- mitten während der Synode, dieser hitzigen Familiendsynode. Der Grund ist klar.

Umzingelte Synode
Vor einigen Monaten - als absehbar war, daß die Kasper-Revolution von der Synode 2014 nicht approbiert worden war, hat der Präsident der DBK, Kardinal R. Marx, arrogant bekräftigt, daß der deutsche Episkopat keine Filiale Roms ist und so die Behauptung aufgestellt, er könne seinen eigenen Weg gehen (das sieht fast wie die Drohung eines Schismas "von links" aus).
Die vorgestern formulierte Idee dient Bergoglio dazu, die Synode zu umdribbeln ( bei der die Mehrheit katholisch bleibt) wie er es auch mit dem Motu Proprio gemacht hat, das die Scheidung in die Kirche einführte.
In der Praxis wird man den Bischofskonferenzen- wie eben der deutschen- die kontroversen Fragen (wiederverheiratete Geschiedene, Zivilehen und Homosexualität) delegieren.
Aber eine solche Wahl macht- anstatt sie zu lösen, die Probleme noch explosiver und schwerwiegender. Weil es bedeutet, die Kirche selbst zu zerstören.

Ende des Katholizismus
Tatsächlich hat Kardinal Müller, der Präfekt der Glaubenskongregation, im vergangenen März auf Marx geantwortet, daß die Idee, die doktrinalen oder disziplinären Entscheidungen zu Fragen der Ehe und Familie an die nationalen Bischofskonferenzen zu delegieren, absolut antikatholisch ist und die Katholizität der Kirche nicht respektiert.


Die Wahrheit verändert sich nicht mit dem Klima. Wenn die Wahrheit nicht überall gleich ist, ist sie nicht mehr die Wahrheit. Das wäre der Triumph der Diktatur des Relativismus-sogar in der Kirche und also ihr Ende.

Kardinal Burke hat das wiederholt.

"Es ist ganz einfach das Gegenteil des katholischen Glaubens und Lebens. Die Kirche folgt der Lehre unseres Herrn Jesus Christus und sie ist in der ganzen Welt eine. Es gibt keinerlei Änderungen in ihren Wahrheiten zwischen den verschiedenen Orten oder Epochen. Sicher- die Lehre und ihre Wahrheiten tragen den besonderen Erfordernissen jeder Region Rechnung. Aber das ändert nichts an der Lehre (...) die sogar noch bei den Themen mit den größten Kompromissen sehr stark sein muß."
Wird die Idee der regionalen Diversität, die der Synode ebenfalls präsentiert wurde, akzeptiert, ist die Kirche nicht mehr katholisch (universal). Das bedeutet- fügt Burke hinzu-daß sie nicht mehr "eine" ist-in ihrer Lehre in der Welt.
Wir haben einen Glauben. Wir haben ein Sakrament, Wir haben eine Leitung für die ganze Welt. Das bedeutet katholisch.
Eine Reform des Papsttums, die die Kirche in eine Föderation von Ortskirchen verwandelt, die jede für sich entscheidet- bezüglich der wiederverheirateten Geschiedenen und der Homosexualität, also über die Gebote und die Sakramente, würde die "göttliche Konstitution der Kirche- (die von Jesus Christus gegründete Kirche) beschädigen und eine solche Reform liegt nicht in der Macht eines Papstes. Weil der Papst nicht über Jesus Christus steht.
Wie man sieht, weil es bei der Synode immer klarer ans Tageslicht kommt und sich zeigt- geht es bei der wahren Konfrontation dort um die Fundamente des Katholischen Glaubens und das Überleben eben dieser Kirche, so wie Christus sie gegründet hat und wie sie seit 2000 Jahren existiert.

KIRCHE UND ANTIKIRCHE
Wenige begreifen die Reichweite dieser laufenden Kontroverse, weil es eine (von Bergoglio gewollte) Synode der verschlossenen Türen und vom Bergoglio-Establishment geknebelte und infiltrierte Synode sein sollte.
Und ein großer Teil der Medien singt sowohl im Chor als auch solo, was die Gesangslehrer wollen.
Wenn man also nachforscht, stellt man fest, daß es de facto ein Schisma gibt- nicht erklärt, aber offensichtlich.

Viele Synodenväter - die sich des Ungeheuren bewußt sind, das auf dem Spiel steht, zeigen sich sehr besorgt.
Das haben -wie so viele andere auch die 13 Kardinäle des berühmten Briefes getan - mit Loyalität und Respekt, aber von Bergoglio haben sie in der Aula eine extrem harte Antwort erhalten ( ein "nein" zu allem) und sahen sich dann als "Verschwörer" auf den Index versetzt- Dank eines, der den Brief an die Presse weitergegeben hat- und der das tat, um die Unterzeichner und auch die Nichtunterzeichner zu diskreditieren.
Besonders aber um Sandro Magister zu diskreditieren- einen dem akteullen Establishment unbequemen Journalisten- liquidiert als einer, der Komplotte alimentiert, obwohl er nur seine Arbeit macht (wenn denn eine Verschwörung existiert, geht die nicht gegen Bergoglio- sondern- wie Kardinal Dolan sagte- gegen die Familie, die bei der Synode anstatt verteidigt zu werden, in Gefahr ist, definitiv abgeschafft zu werden) .

Das ist das Klima.
Die amerikanische Vereinigung "Voice of the Familiy" behauptet, daß bei der Synode eine Begegnung von "Kirche und Gegenkirche" stattfindet, aber der Bergoglianische Erzbischof Cupich- dem diese Äußerung bekannt wurde- widerspricht  "ich bin nicht einverstanden. Den einen wie den anderen zuzuhören, ist von großem Wert"
Leider ist das nicht wahr, weil Bergoglio nicht auf Argumente hört und wie ein Panzerwagen auf sein Ziel zufährt.

Es gibt keinerlei Zuhören für die Stimmen der Katholiken, die zuerst lächerlich gemacht und dann deligitimert werden, wie man beim Brief der 13 genau sehen konnte.
Das ist auch dem gesamten polnischen Episkopat passiert, der die Katholische Lehre verteidigte, weil man im Land von Johannes Paul II mit Bestürzung der unvorhergesehen, in Rom betriebenen Demolierung seines Lehramtes zusieht.
Die Zeitschrift "Polonia Christiana" -die für die katholische Welt Polens repräsentativ ist, hat ein Video herausgegeben "Krisis.Wohin die Synode führen wird.", in dem Kardinäle und Bischöfe sprechen, und in dem man dramatische Äußerungen hören kann, nach denen die Häresie in der Kirche die höchste Ebene erreicht hat.

DER RAUCH SATANS"
"Er ähnelt den antiken Bekennern des Glaubens: Msgr.Tomasz Peta, Erzbischof von Astana, Kazachstan,: dessen Kirche sich aus Ex-Deportieren aus den kommnuistischen Lagern (sowohl Priester als auch Laien) zusammensetzt.
Bei der Synode hat er eine formidable und dramatische Rede gehalten:

"Der selige Paul VI sagte 1972: "durch einige Risse ist der Rauch Satans in den Tempel Gottes eingedrungen". Ich bin überzeugt, daß dieses Wort des heiligen Papstes, des Autors von Humanae Vitae  prophetisch war. Während der Synode des vergangenen Jahres hat der Rauch Satans versucht, in die Aula Paolo VI einzudringen."

An diesem Punkt listete der Erzbischof drei Fragen auf, die die Kirche erdbebengleich erschüttern und in denen man diesen Rauch spüren kann,. Hier wie der kazachische Prälat sie ansprach:

1. Der Vorschlag die Geschiedenen, die in einer zweiten, zivilen Ehe leben,  zur Kommunion zuzulassen
2. Die Bestätigung, daß Kohabitation eine Verbindung sein kann, die in sich selbst einige Werte hat
3. Das Plädoyer für die Homosexualität als etwas wahrscheinlich Normalem

Er erinnerte dann daran, daß genau diese drei Punkte von der Synode 2014 zurückgewiesen worden waren, aber von Bergoglio dennoch wieder in das Instrumentum Laboris für die jetzige Synode aufgenommen wurden.
"De facto"- fügt Erzbischof Peta hinzu- "habe man auch bei dieser Synode wieder damit begonnen, Ideen vorzubringen, die der 2000-jährigen Tradition der Kirche widersprechen, die im  Ewigen Wort Gottes gegründet ist.
Und leider kann man in einigen Passagen des Instrumentum Laboris und in den Reden mancher Synodenväter bei der diesjährigen Synode noch den Geruch dieses infernalischen Rauches wahrnehmen."
Der kazachische Erzbischof schloss so:  "Es gibt keinen Konsens, das Fundament der Kirche zu zerstören."
Eine exzessiv alarmistische Rede? Nein, eine realistische.

Es genügt, zu bedenken, was in den vergangenen Tagen passiert ist, als als Bergoglio-Establishment der Synode es schaffte, einen sehr unerfreulichen Vorfall- der objektiv betrachtet, eine Profanierung der Eucharistie war- als "bewegend" und "beispielhaft" zu feiern. 
Der Ernst dieser Tatsache beweist, daß wir für die Kirche Alarmstufe ROT haben.

Quelle: Il Foglio, Antonio Socci

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