Donnerstag, 29. Oktober 2015

"Das Delirium der Schmeichler"- eine postsynodale Abrechnung


Giuseppe Rusconi rechnet nach der Synode auf "rossoporpora"  mit seinen Berufskollegen ab- was er über die italienischen Journalisten schreibt, gilt pars pro toto auch für alle anderen.
Rusconi sieht das Ergenbis der Synode als Niederlage der Progressisten und also als Sieg der Konservativen (was ihn z.B. in Gegensatz zu Roberto de Mattei bringt). Zu den Schmeichlern, die er Rauchfassträger (turiferari) nennt, zählt er all jene, die nicht informieren sondern nur zugunsten ihrer eigenen Ideen und Interessen berichten- sie sind vielzählig.
Hier geht´s zum Original: klicken


                "DIE REALITÄT DER SYNODE UND DIE RAUCHFASSTRÄGER"
"Die Bilanz der zweiten Familiensynode -bei der die konservative Mehrheit sich nicht von einer unerhört aggressiven Medienkampagne einschüchtern ließ.
Eine ausgeglichene, vertiefte relatio finalis, die aber bzgl. der wiederverheirateten Geschiedenen -aus Sorge die Einheit der Kirche nicht zu gefährden- einige Kommentare enthält, die zweideutig erscheinen können.
Die besiegten "Progressisten" versuchen das Resultat umzustoßen, indem sie ihre falsche Lesart aufzwingen und haben bereits für große Verwirrung in den Pfarrgemeinden gesorgt.

Die XIV. Vollversammlung der Bischofssynode ist also zuende gegangen- in Wirklichkeit der letzte Teil (im Augenblick noch) eines Zyklus´, der im Februaar 2014 mit dem Konsistorium  begann, das durch die "Eröffnungs"-Relatio des deutschen Kardinals Kasper geprägt wurde.
Die Relatio finalis (von den Vätern in ihrer ersten Fassung heftig kritisiert- den Vätern Donnerstags abends ausgehändigt- dann tiefgreifend modifiziert) wurde in allen Punkten mit der nötigen 2/3 Mehrheit approbiert und wurde -als Bestandteil für ein "Dokument über die Familie" Papst Franziksu übergeben, dem es in seiner Abschlussrede, die er in der Aula hielt- sicher wenig begeistert von dem Dokument, das ihm da präsentiert wurde- gefiel, diejenigen Väter zu geißeln (viele, eigentlich die Mehrheit), die mutig gezeigt hatten, daß sie einige seiner Projekte für eine "erneuerte"Kirche nicht mittragen.

Tatsächlich kann man die relatio finalis - journalistisch ehrbar- für die Progressisten  passend machen, die zu Beginn der Synode mit ihrer üblichen Überheblichkeit auftraten, ihrer offensichtlichen intelektuellen und moralischen Überlegenheit sicher, wie das Sprichwort von denen sagt, "die auszogen, um zu spielen, aber gespielt wurde" mit verheerenden Folgen für die Pfeifer und Trommler, Trompeter, Botengänger, Hauptleute, Infanteristen und Kavalleristen- mit ihre armen Gäule.
So sehr, daß in der Sala Stampa des Vaticans am Samstag Nachmittag ein wohlgebräunter  Progressist, sicher nicht aus der zweiten Reihe- sich untröstlich beklagte: "gescheitert, gescheitert... wozu haben diese 2 Jahre der Bemühungen gedient....wozu sind die Synodenväter 3 Wochen lang hierher gekommen? Wir haben nichts erreicht. Nichts!"




DIE RAUCHFASSTRÄGER AM WERK
Dennoch haben sofort andere -mediale-Progressisten damit begonnen, oft aus zweiter Hand, ihre Lesart des Dokumentes aufzudrängen.
Wer sind diese anderen?
Sie gehören einer zahlenmäßig nicht zu unterschätzenden Kategorie des italienischen Journalismus an,die präziser als die " Rauchfassträger" definiert werden.
Ein Rauchfassträger (aus dem Lateinischen  tus, turis = Weihrauch, ferre= tragen)  ist einer, der das Land mit dem Duft des Weihrauchs der Macht überschwemmt. Es gibt 3 Unterkategorien- den Rauchfassträger aus Berufung- immer und überall dem Willen des Chefs untergeordnet, den Rauchfassträger aus opportunistischen Gründen (oft große Steuermänner, manchmal gedankenvolle Mantel-nach-dem Wind-Hänger) und den Rauchfassträger aus Gründen der Notwendigkeit (und da verstehen wir, worum es sich handelt.)
Also: welche Lesart haben die zahlreichen Rauchfassträger in den Nischen ihrer Redaktionen (auch katholischen) der Printmedien, online, im Radio und im Fernsehen weiter gegeben?
Einige Beispiele für von ihnen den Lesern, Hörern, Zuschauern und dem Internet augezwungenen Titel:
"Die Hosite für die wiederverheirateten Geschiedenen kommt mit nur zwei Stimmen durch", "Synode- ja für die Geschiedenen mit einer Stimme", "Kommunion für die Geschiedenen: das Ja der Synode mit einer Stimme"...
Wir bemerken sofort die leichtsinnige Benutzung des Wortes "Geschiedene" -oft ohne das essentielle "wiederverheiratet". Aber besonders muß man die Falschheit der Nachricht unterstreichen, wie wir bald sehen werden.

In den Kommentaren -generell mit selbstgefälliger Befriedigung- ist viel Spott und Bissigkeit gegenüber den "Konservativen" -die als besiegt erklärt werden.  Auch da authentische Delirien.
Einige Beispiele: "Bei der Synode mediale  Marionettenpieler und Marionetten-- die diese verachtenswerte und unbarmherzige Militärtechnik anwenden". Welche? "Die Guerilla", anders gesagt- der Rückgriff auf den "Terrorismus, der Bomben wirft, Hinterhalte und Fallen auf dem Weg des Feindes errichtet, dem Tirumph vesprochen. Und das tun sie im Namen Gottes wie in Afghanistan, Im Irak und in Syrien".
Glauben Sie das das alles ist?
Nicht im Geringsten, hier ein anderes Beispiel: "Einmal mehr haben devote Atheisten, Theocons, sogenannte Traditionalisten, Reaktionäre, Christianisten ohne Christus, Ultrakonservative und andere  ihre Rechung ohne den Wirt ( man glaubt zu verstehen, daß diese Wirt Franzisksus ist) gemacht.
Und dann- gibt es unter den Rauchfassträgern die, die Kardinal Sarah gern hinter Gittern sähen, im gestreiften Pyjama (wg. der Synode, den HS-Paaren und der Kirche) "Im besten Fall gab es den Willen, nicht, sich dieser Frage zu widmen, im schlimmsten Fall hat man in der Synoden-Aula Reden gehört, die in bestimmten westlichen Demokratien strafrechtliche Folgen hätten."

DIE ABSCHLUSSREDE DES PAPSTES GEGEN DIE HARTHERZIGEN
Fragen wir uns- korrespondieren die Medien-Titel mit der Realität der Synode? Die "Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen " ist wirklich für sie gestimmt worden? Ist es wahr, daß die Mehrheit der Synode "grünes Licht" für die von Franziskus angekündigte "erneuerte Kirche" gegeben hat ?
Voilà für den Papst-wahrscheinlich nicht besonders begeistert durch den Schlussreport-angesichts der zahlreichen"gelben Karten" (vielleicht in Erwartung von roten Karten?), die von der Front der "Konservativen" verteilt wurden. Die in der Mehrheit waren.
Worauf gründen sie diese Zustimmung? Auf die Abstimmung zur Wahl des Synoden Rates und zum Abschlussdokument.

DIE "KONSERVATIVEN" VORN BEI DEN WAHLEN ZUM SYNODEN-RAT
Synodenrat : 12 der 15 Mitglieder wurden von der Synode gewählt, und die drei anderen vom Papst. Die Abstimmung, die am 22.Oktober stattfand, hat die Macht der "Konservativen" gezeigt: voran der Erzbischof von Philadelphiab Chaput, dann die Kardinäle Sarah, Pell, Napier (drei von den Unterzeichnern des berühmten Briefes, die Ziel frenetischer Angriffe der Schmeichler wurden -ein echter Bumerang für die angehenden medialen 'Mörder'), der kanadische Kardinal Ouellet (ein weiterer "konservativer"), der afrikanische aus Gabun Madega Lebouakehan. Die anderen, "Zentristen" oder  mehr oder weniger moderate "Progressisten", die Kardinäle Rodriguez Maradiaga, Tagle, Gracias, Schönborn, Nichols und der italienische Erzbischof Bruno Forte, der von einem Verfahrenstrick profitierte, weil seine beiden Mitbewerber, die konservativen Kardinäle Caffara und Scola- beide mit mehr Stimmen als er- sich gegenseitig blockierten.

IM ABSCHLUSSBERICHT-DIE MORALISCHE GEWISSENSVERPFLICHTUNG ZUM WIDERSTAND GEGEN ABTREIBUNG UND GENDER
Schlussdokument: wenn man den approbierten Text liest, wird man zuerst ein tiefes Aufatmen bemerken: die Familie wird in ihrer ganzen Komplexität, die wir täglich in unserer Gesellschaft sehen, in ihren positiven Aspekten und ihren Problemen aller Art, mit denen sie konfrontiert ist, betrachtet. Es wird überall wiederholt, daß die Familie von einem Mann und einer Frau- offen für das Leben- gebildet wird. Die vielen Familien, die leben, kämpfen und unter Schwierigkeiten, großen und kleinen, leiden und die versuchen, der katholische Lehre treu zu bleiben, werden hervorgehoben.

Die Gender-Ideologie, die "das anthropologische Fundament der Familie unterspült" wird kritisiert. In § 58 (mit 247 Stimmen gegen 14 angenommen) wird  "der Widerstand aus Gewissensgründen gegen Erziehungsprojekte, deren Inhalt im Widerspruch zur chrisltichen Vision des Menschen steht, " legitimiert.
§ 76 (mit 221 Stimmen gegen 37 zugelassen) fordert Aufmerksamkeit für Familien, in denen "Homosexuelle leben", und verweigert eine auch nur annähernde Analogie zwischen homosexuellen Lebensgemeinschaften und  dem "Plan Gottes für die Ehe und die Familie" und er betrachtet es als ist "inakzeptabel", dass die Ortskirchen "in dieser Hinsicht unter Druck gesetzt werden", und daß "internationale Organisationen die finanzielle Hilfe für arme Länder an die Einführung von Gesetzen, die die gleichgeschlechtliche" Ehe etablieren, binden". Und § 64 (mit 247 Stimmen gegen 11 approbiert), über die Abtreibung, präsentiert eine starke Mahnung an die im Gesundheitswesen Tätigen und erinnert sie an ihre  "moralische Verpflichtung zum Widerstand aus Gewissensgründen."

DIE PARAGRAPHEN ÜBER DIE WIEDERVERHEIRATETEN GESCHIEDENEN
Kommen wir nun zu den Paragraphen über die "wiederverheirateten Geschiedenen." Hier müssen wir uns erinnern, dass es unter den Synodenväter nicht weniger als 45 (17%, ein wahrer präzedenzloser Rekord) direkt von Franziskus berufen wurden, die weitgehend seine Idee einer "erneuerten"  Kirche " unterstützen (unter ihnen beispielsweise der äußerst umstrittene belgische Kardinal Daneels). Diese 45 haben bei den Abstimmungen über die diskutierten Fragen sicher Gewicht gehabt.
§85 (genehmigt mit 178 Stimmen gegen 80, mit einet Stimme mehr als die erforderliche Mehrheit) zitiert Nummer 84 aus "Familiaris Consortio" von Johannes Paul II:

"Die Hirten  müssen wissen, daß sie aus  für die Liebe zur Wahrheit, verpflichtet sind , die verschiedenen Situationen zu unterscheiden. Es gibt tatsächlich einen Unterschied zwischen denen, die aufrichtig versucht haben, die erste Ehe zu retten und zu Unrecht verlassen wurden, und denjenigen, die schuldhaft eine kanonisch gültige Ehe zerstört haben. Schließlich gibt es den Fall von denen, die eine zweite Ehe geschlossen haben, um ihre Kinder zu erziehen und die manchmal mit subjektiver Sicherheit ihres Gewissens glauben, daß ihre erste, irreversibel zerstörte Ehe, niemals gültig war."  

Das Schlussdokument  der Synode 2015 fährt fort:

"Es ist die Pflicht der Priester, diese Personen nach der Lehre der Kirche und den Orientierung durch den Bischof  auf dem Weg der Unterscheidung zu begleiten. In diesem Prozess ist es sinnvoll, eine Prüfung des Gewissens durchzuführen, Momente der Reflexion einzuhalten und zu betreuen. "

Das sind genau die Worte, die- unabhängig vom Willen derer, die für den Text gestimmt haben- sich an den Überlegungen von Johannes Paul II festhalten- die Soziallehre zur Ehe untergraben: "Einsicht" und "Gewissen".
In der Tat fährt Johannes Paul II in der selben Nummer 84 von Familiaris Consortio fort:

"Die Kirche wird jedoch bestärkt, ihre Disziplin, auf der Grundlage der Heiligen Schrift, beizubehalten, nach der sie die wiederverheirateten Geschiedenen nicht zur euncharistischen Kommunion zulassen kann. Sie haben sich selbst unfähig gemacht, zugelassen zu werden, weil ihr Status und ihre Lebenssituation objektiv im Widerspruch zur Gemeinschaft der Liebe zwischen Christus und der Kirche steht, wie sie  in der Eucharistie zum Ausdruck kommt und gegenwärtig gemacht wird. Es gibt auch noch ein anderes besonderes pastorales Motiv: wenn diese Menschen zur Eucharistie zugelassen würden, würden die Gläubigen in die Irre und Verwirrung geführt und würden die Lehre der Kirche über die Unauflöslichkeit der Ehe mißverstehen. "

Wie man festgestellen kann, hat das Zitieren von Papst Johannes Paul II, mit dem Ziel die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion zu rechtfertigen, keine Grundlage im Lehramt des polnischen Papstes. Es scheint klar, daß einer der Experten, die mit der Synoden-Kommission zusammen gearbeitet und den Text vorbereitet haben, aller Wahrscheinlichkeit nach den Text kannte und absichtlich verschwiegen hat, daß er diese  "progressive" Vulgata (dh ein explizites nein zur angegebenen Anforderung ) hätte verhindern können.
Es ist zweifelhaft, dass ein solcher Experte ein Außenstehender war. Es ist eher wahrscheinlich, daß es ein gut ins Sekretariat der Bischofssynode eingeführter Italiener war, ein fähiger Textgestalter im Dienst an der "guten Sache".
In diesem Zusammenhang gibt noch etwas "Merkwürdiges" im Instrumentum Laboris, den umstrittenen § 137 aus Humanae Vitae, Normen und individuelles Gewissen werden auf die gleiche Ebene gestellt, mit dem Ziel, sie in Einklang zu bringen. Im Gegenzug hat Humanae Vitae den umstrittenen Zusatz verloren und das Thema Gewissen und "Unterscheidungsvermögen" wurde komplett in die Paragraphen für die wiederverheirateten Geschiedenen verlagert. Ein taktisches Manöver im Dienste eines höheren Zieles?

Spektakulär ist dann, was sich im § 86 der Relatio finalis im Jahr 2015 abspielt, in dem es heißt:

"Der Weg der Begleitung und des Unterscheidens richtet die Gläubigen (Ed: die "wiederverheirateten Geschiedenen") auf das Bewußtmachen  ihrer Situation vor Gott aus. Das Gespräch mit dem Priester im forum internum  (bei der Beichte), zielt darauf ab, ein richtiges Urteil über das, was die Möglichkeit einer vollen Teilnahme am Leben der Kirche behindert, zu finden, und die Maßnahmen, die sie ermöglichen und wachsen lassen können. Vorausgesetzt daß es im Gesetz selbst keine Gradualität gibt,  kann diese Unterscheidung nie von der Wahrheit und der Barmherzigkeit des von der Kirche verkündeten Evangeliums der Nächstenliebe absehen.(...)."

Eine Frage: sehen Sie genau hin : finden Sie im Text irgendeine Erwähnung der Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion ?

Und dennoch inspiriert sich § 86 an einer Passage aus der Relatio des deutschen Arbeitskreises zum dritten Teil des Instrumentum laboris: "Der Weg der Reflexion und der Buße, im nüchternen Dialog mit dem Beichtvater können im internen Forum dazu beitragen, sich bewußt zu machen ob und in welchem ​​Umfang ein Zugang zu den Sakramenten möglich ist. (...) ".
Man kann nicht umhin, zu bemerken, dass jede Bezugnahme auf den Zugang zu den Sakramenten aus dem Synodentext verschwunden ist. Warum? Sie hätte nicht nur nie eine qualifizierte Mehrheit erhalten, sondern nicht einmal die absolute.

FAZIT: KONSERVATIVE MEHRHEIT  ABER POTENTIELL VERHEERENDEN PROGRESSISTISCHE VERFORMUNGEN 
Es scheint also kein Zweifel daran zu geben, dass die Mehrheit der Synode "konservativ" war- nach der Überprüfung der Abstimmungsergebnisse sowohl  für den Synodenrat, als auch für den Inhalt der Relatio finalis, vor allem das klare Nein zu jeder Form der kirchlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Verbindungen (ein Argument das nicht einmal in Betracht gezogen wurde), die Erinnerung an die Pflicht zum Widerstand aus Gewissensgründen im Hinblick auf die Gender-Ideologie und Abtreibung. Das Fehlen jeglicher Bezugnahme auf die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion.

Und doch ... die von der Sorge um die Einheit der Kirche gekennzeichnetetn Paragraphen ....
Beim Verlassen des Vatikan Pressebüros am Samstag 24- um 2 Uhr hat Kardinal Schönborn der Antwort, die er uns auf eine Frage beim aktuellen Pressebriefing gegeben hatte, eine Bemerkung hinzugefügt. Wir hatten ihn gefragt, ob er nicht eine "Protestantisierung" des Katholizismus befürchte, falls die angekündigte Dezentralisierung sich materialisiere (pastoralen Fähigkeiten und auch de facto doktrinale Aufgaben den Bischofskonferenzen auf kontinentaler, nationaler, diözesaner zu übertragen) und eine Schwächung der Einheit der Kirche? Im Saal hatte er eine solche Angst geleugnet. Aber außerhalb des Pressesaales stellte er fest, dass es sich in dieser Frage um einen "gerechtfertigte Sorge" handele.

Dies ist, wie wir glauben, die gleiche Sorge (eine öffentlich im wesentlichen geeinigte Kirche zu zeigen ), die einen Teil der konservative Synodenmehrheit dazu gebracht hat, die Paragraphen der Relatio finalis über die wiederverheirateten Geschiedenen zu akzeptieren. Noch einmal- man findet keinen Hinweis auf die Zulassung dieser Personen zur Kommunion. Aber die Termini "Unterscheidung" und "forum internum" haben den Progressisten unzweifelhaft, mit Hilfe der zahlreichen Rauchfassträger geholfen, das Blatt zu wenden
So gut, daß der General der Jesuiten, Pater Adolfo Nicolas bereits am Montag, 26. im Corriere della Sera, über die Schlussrelatio ankündigte  "Sie  ist ein Dokument, das Papst Franziskus die Hände frei läßt. Der Papst kann das tun, was er für gut, angemessen oder notwendig erachtet. In den Köpfen aller, in der Kommission (der Redaktion, vom Papst ernannt, mit einer hohen Mehrheit "Progressisten") gab es die Idee, ein Dokument vorzubereiten, das die Türen offen läßt: damit der Papst ein und ausgehen kann, wie er denkt."

Inzwischen haben die Rauchfassträger bereits schweren Schaden angerichtet- durch die Verbreitung von Gegenwahrheiten -ausgedacht "zum Guten der Sache".: in mehreren Pfarrgemeinden wissen die Pfarrer nicht mehr, was sie denen antworten sollen, die in einer kanonisch irregulären Situationen darum bitten, die Kommunion zu empfangen. Wenn sie antworten, daß das nicht möglich ist, würden sich sicher riskieren sofort zu den Hartherzigen und Franziskusgegnern gezählt zuwerden.
Dies ist objektiv eine Situation großer Verwirrung, die auch starke negative Reaktionen unter vielen praktizierenden Katholiken hervorruft, die bisher immer versucht haben, auch unter tausend Schwierigkeiten, der geltenden katholischen Lehre zu folgen.
Es ist ernst und die progressistischen Provokationen "nur wenige, sehr wenige, wenn überhaupt barmherzig" werden immer mehr. Es wird immer deutlicher, daß die Frage der Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion als ein echtes Trojanisches Pferd betrachtet werden kann, um zerstörerische Neuerungen in den Weltkatholizismus einzuführen.
Sind wir uns dessen bewußt?"

Quelle: Giuseppe Rusconi, rossaporpora




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