Samstag, 31. Oktober 2015

Ettore G. Tedeschi schreibt einen Brief an seine Enkelin

La Nuova Bussola Quotidiana hat heute -als Leitartikel-den Brief veröffentlicht, den Ettore G.Tedeschi (wir erinnern uns: der von Benedetto XVI eingesetzte und von Papst Bergoglio ad hoc geschasste Direktor der IOR) an seine vor einem Monat geborene Enkelin Olivia geschrieben hat, damit sie einmal versteht, warum die Welt, in der sie lebt, so ist wie sie ist, und er versucht, ihr u.a. die Klimaerwärmung zu erklären-was man gelesen haben muß- auch wenn das, oder gerade weil das zu einem Aufschrei der Gläubigen der Relativismus-und der Klimareligion führen wird, der wahrscheinlich noch in weit entfernten Galaxien zu hören ist-auch wenn das mit der Klimaerwärmung im übertragenen Sinn gemeint ist.
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            "GLOBALE ERWÄRMUNG? ES SIND DIE SEELEN IN DER HÖLLE"
Brief an meine vor einem Monat geborene Enkelin Olivia, in 20 Jahren zu lesen, um die Welt zu verstehen, in der sie sich befindet.

"Liebe Olivia,
in 20 Jahren denkst Du vielleicht daran, zu heiraten, aber welches dann das Sakrament der Ehe sein wird, hängt von uns Heutigen ab, oder besser- von der Entscheidung der Gläubigen via Referendum....
Eine Synode zur Ehe ist gerade vor einigen Tagen zuende gegangen und machte die Journalisten glauben, daß alle triumphiert haben (Progressisten und Konservative) genau wie wir es von Politikern nach Wahlen kennen.
Auch wenn man den Text des Synodensekretärs (Kardinal Baldisseri) im Corriere della Sera vom 27. Oktober liest, hat man den Eindruck, daß die, die darüber entscheiden, die Betroffenen ( das Volk Gottes) sein werden, die im Fragebogen zum sensus fidei nach ihrer Meinung befragt werden.
Weil die Herde ihren eigenen flair besitzt, um unterscheiden zu können, was die Kirche bei einem Problem tun soll, das sie betrifft.
Und dann klingt die Stimme des Hl. Geistes auch in der Stimme der Gläubigen wider-  natürlich. Um zu verstehen, welches Sakrament Dich erwartet, müssen wir- wie ich befüchte- auf die urteilende Versammlung der an der Sache interessierten Gläubigen warten.

Liebe Olivia,
jede Epoche hat immer ihre eigene Misere, ihre Tragödien und ihre Größe gehabt.
Das ist so, seit der Mensch versucht, seinem Leben und Handeln einen Sinn zu geben. Und das hat man immer so gesehen, weil die moralischen Autoritäten der verschiedenen Religionen die Gründe für das Gute und das Böse suchen und erklären wollten.



Deine Epoche ist in Gefahr, das Verschwinden der moralischen Autoritäten- relativiert und homogenisiert in der globalisierten Welt- zu erleben- unter dem Vorwand, Konflikte zu vermeiden- hervorgerufen durch die Bestätigung von Dogmen, und von Fundamentalismen- besonders und speziell im Kontext der Evangelisierung. Ich fürchte, daß die moralischen Autoritäten nicht mehr die selben sein werden, und das aus dem Vorurteil des Erkennens der Wahrheit und der Eroberung des Glaubens heraus.
Das wird Dir in einigen Jahren bewußt werden, wenn Du zum Katechismusunterricht gehst.

Wem soll man die Verantwortung geben für das alles, wenn nicht der Gnosis, die überall siegt?
In der Philosophie ist es ihr gelungen, alles zu relativieren, selbst das, was absolut ist. In der Anthropologie ist es ihr gelungen, zu bewirken daß der Mensch sich selbst eher auf ein Tier reduziert, mehr oder weniger intelligent, aber ein Krebsgeschwür für die Natur.
In der Ökonomie ist es ihr gelungen, glauben zu lassen, daß es die ökonomische Misere ist, die die moralische Misere provoziert. Bei Wissenschaft und Technik ist es ihr gelungen, die Leute glauben zu lassen, daß beide moralisch autonom sein müßten.
Die moralischen Autoritäten ( er verschiedenen Religionen) reagieren auf unterschiedliche Weise auf diese Operation der Redimensionierung.
In bestimmten Milieus, in bestimmten Kulturen reagieren sie mit Gewalt. In anderen lassen sie sich einschüchtern-aus Angst, isoliert zu werden und- um nicht als Fundamentalisten betrachtet zu werden, schaffen sie es sogar geschickt, Sünde, Fehler und Unordnung zu tarnen.

Olivia,
die Welt in der Du groß wirst, wird die Evolutionstheorie bestätigen -aber auf den Kopf gestellt: der Mensch- Geschöpf Gottes- entwickelt sich in einen Zustand der Wildnis. In dieser Welt, in der Du groß wirst, wirst Du einigen Risiken begegnen und um die zu überwinden, mußt Du gut vorbereitet sein.

Das erste Risiko wird sein, daß man nicht verstehen kann, ob die Wahrheit vor oder nach der Freiheit kommt, sie zu suchen und ob sie aus dem Dialog mit anderen Wahrheiten entsteht oder nicht.

Das zweite Risiko wird sein, nicht verstehen zu können, was der Ursprung des Bösen ist, das den Menschen
quält, ob es wirklich die ökonomische Ungleichheit ist oder die moralische Ungerechtigkeit.

Eine andere Gefahr wird sein. die subtile Schwierigkeit zu verstehen,  zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu wählen, wenn sie in Konflikt miteinander zu stehen scheinen.

Die Gefahr besteht daß diese und viele andere Probleme gefährlicher werden, wenn die moralischen Autoritäten die Wasser vermischen  und darauf verzichten, die Gedanken und das Verhalten der Menschen zu inspirieren und zu korrigieren- sondern sich ihnen im Gegenteil anpassen, entschuldigend und inklusiv, anstatt an Umkehr zur denken. Und das -indem  sie sich an die Zeit anpassen, die eine evolutive Dynamik im Verstehen der Naturrecchts reklamiert.

Sicher, die Heilige Kirche, im Lauf der Zeiten konnte sie- dank der Heiligen- Änderungen bewirken, um die Irrtümer (der Menschen) zu korrigieren: es genügt an die Häresien zu denken, an den Protestantismus, den Modernismus.
Aber heute gelingt es der Gnosis sogar die Wahrheit da zu leugnen, wo sie sein sollte und die Gewissenssfreiheit dahin zu positionieren, wo sie nicht sein sollte. Die Gnosis schafft es heute, der Kirche das Recht zur Evangelisierung abzusprechen (aus Respekt vor den anderen Kulturen)  und fordert von ihr, das Gewissen (schlechter geformt als je)  entscheiden zu lassen, was gut oder böse ist. Das ist so, als ob man einen Blinden bitte, an einer Verkehrsampel die Straße zu überqueren, wo er das Rot nicht sehen kann und in Gefahr ist, überfahren zu werden.
Man verlangt von der Kirche, dem Menschen die Freiheit zu lassen, mit seinem Gewissen zu entscheiden, was gut für ihn ist, ohne zu überlegen, daß das gleichbedeutend ist wie eine Maus vor ein Stück Käse in einer gut getarnten Falle zu setzen.
Man verlangt von der Kirche, die Hirten über die Reife des Gewissens der Gläubigen entscheiden zu lassen, um zur Herde zurückzukehren, obwohl es die selben Hirten sind, die sie sich entfernen ließen.

Also- erlaube mir, Dir alles das zu erklären, liebe Olivia, weil die Klimaerwärmung wirklich da ist. Sie ist da-wegen der dysproportionalen Zahl an Seelen, die in der Hölle brennen werden- auf Grund der Verwirrung über die Lehre.  
Quelle: la Nuova Bussola Quotidiana, Ettore G. Tedeschi



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