Sonntag, 25. Oktober 2015

Klarstellungen.

Der Catholic Herald hat sie durchschaut - die Deutschen, die's noch nicht so ganz wahrhaben wollen, dass die Synode nicht nach "ihrer Agenda" gelaufen ist.

Wir haben es ja zwischendrin erlebt - insbesondere die Ausraster von Kardinal Marx und dieser seltsame 1. Absatz der Zusammenfassung der deutschen Ergebnisse, was Paul Badde bereits in seinem CNA-Interview monierte.

Heute gehts lustig weiter. Nachdem die deutschen Medien gestern noch fast in Tränen ausgebrochen sind, ob der Tatsache, dass ihre Lieblingsthemen von der Agenda genommen wurden oder aber nicht in ihrem Sinne entschieden wurden, hat man heute die Tränen getrocknet, die Taschentücher entsorgt und macht sich jetzt an die Arbeit, die Ergebnisse der Synode zu interpretieren.
Kennen wir. Deshalb hat sich George Weigel, ein Beobachter der Synode, der täglich Berichte an den Catholic Herald übermittelt hat, auch schon mal Gedanken über die deutschen Befindlichkeiten gemacht.

Er titelt mit

"Those Three Paragraphs in the Synod Final Report or the German Spin Machine in Overdrive" -

man könnte es als "der Deutsche Schönredner-Motor auf der Überholspur" übersetzen.

In der einen oder anderen Onlinezeitung kann man schon die ersten zaghaften Triebe dieser Schönrednerei lesen - ganz schlimm wird's dann wohl morgen werden, wenn Kardinal Marx auf seiner Pressekonferenz seine "Wahrheit" mitteilen wird.

Der Artikel im Catholic Herald ist sehr lesenswert und bereitet uns vor, was uns da in den nächsten Tagen serviert werden wird.


Es geht natürlich um die bewussten 3 Artikel (84, 85, 86) - die lt. George Weigel doppeldeutig formuliert werden, damit jeder, der diese Doppeldeutigkeit will, es entsprechend interpretieren kann.

Mr. Weigel stellt aber klar:

  • Es gibt keinen Vorschlag in den drei Artikeln oder im Final Report, die sagen, dass die Lehre in der Sache der Kommunion für Wiederverheiratete Geschiedene von der Praxis getrennt werden kann
  • Der Kasper-Vorschlag wird in keinem der drei Artikel des Final Reports erwähnt, weil er von den Synodenvätern entschieden abgelehnt wurde.
  • Der Final Report enthält keinen "Lokale-Options-Katholizismus, z.B. die Übertragung der Autorität in dieser Angelegenheit zu regionalen oder nationalen Bischofskonferenzen oder gar zu den lokalen Bischöfen bzw. Priestern.
  • Der Final Report macht deutlich, dass "Gewissen", richtig verstanden, ein gut informiertes Gewissen ist, geformt durch die Lehre der Kirche und kein Ausdruck des Willens einer Person. Die Statements zum Gewissen in den Artikeln #84 - 86 sollten im Licht dieser Aussage verstanden werden.
Das trifft es dann wohl und wir können uns erst mal entspannt zurücklehnen und warten, was uns morgen von den Medien und auf den diversen Pressekonferenzen alles erklärt werden wird.


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