Samstag, 24. Oktober 2015

Paul Badde's Sicht auf die Synode.

Die deutsche CNA-Seite führte heute ein sehr interessantes Interview mit Paul Badde, der den möglichen Ausgang der Synode aus seiner Sicht bewertet.

Er geht darin auch noch einmal besonders auf die Rede des Papstes vom letzten Samstag ein, die ja durch den Begriff Synodalität eine besondere Aufmerksamkeit erhielt und insbesondere in den deutschen MSM schon wieder Kirchenzerstörungsträume aufkommen lies.

Paul Badde erklärt in seinem Interview, was der Papst wirklich gemeint hat und dass in keinem Fall geplant ist, die Auslegung der Lehre der Kirche an die einzelnen Bischofskonferenzen zu delegieren.
Badde äußerte sich dementsprechend: "Die Kirche ist kein Konzern. Eine falsch verstandenes „flat Management“ an der Autorität des römischen Lehramts vorbei würde in  der katholischen Kirche ungeheure Fliehkräfte freisetzen und einen ihrer größten Schätze aufs Spiel setzen und letztlich verspielen. Das ist ihre Einheit. 
Wir können uns natürlich vorstellen, dass der eine oder andere deutsche Bischof bereits diese Allmachtsphantasien hatte. Wird wohl nix. Gut so.

Auch zu diversen anderen Vorschlägen der deutschen Synodenväter hat Paul Badde eine klare Meinung. Kardinal Marx, der in seiner Rede noch die ganzen deutschen Forderungen aufs Tapet brachte, wurde wohl ordentlich zurückgestutzt, denn im Schlusspapier tauchte keine seiner Forderungen mehr auf. Dazu Badde:
Diese Rede ist überholt worden von dem einstimmig verabschiedeten Schlusspapier des deutschen Sprachzirkels. Offensichtlich haben in der Synode alle in den letzten Wochen voneinander gelernt, und alle zusammen vom Heiligen Geist. Dieses Schlusspapier aber ist in sich schlüssig und nahezu vollkommen – bis auf einen ganz unverständlich unversöhnlichen, zornigen und unnötigen ersten Absatz voll „großer Betroffenheit und Trauer“ – in dem nicht genannte Synodenväter für nicht genannte Äußerungen heftig kritisiert wurden.  

Das Interview ist sehr lang und sehr lesenswert - auch weil Paul Badde noch viele andere Themen aufgreift, die eben auf die Lehren Benedikt XVI zurückgehen.

Inzwischen wurde bekannt gegeben, dass das Schlussdokument zur Synode mit allen Artikel mit einer 2/3-Mehrheit angenommen worden. Jetzt warten wir auf die Übersetzungen und darauf, was der Papst damit macht.


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