Samstag, 31. Oktober 2015

Vatican: fliegen die Raben wieder?

Gian G. Vecchi schreibt heute in "Cronaca  Roma"  im Corriere della Sera, daß eine vertrauliche Akte des Revisors der Kurie gehackt wurde- verdächtigt werden "Raben".
Hier geht´s zum Original, das wir bei raffaella gefunden haben:   klicken


"VATICAN: DIE VERTRAULICHEN AKTEN IN EINEM COMPUTER GEHACKT -VERDACHT GEGEN "RABEN"

"Es geht um den PC des Revisors der Konten der Kurie. Sofortige Anzeige bei der Gendarmerie. Der Täter soll keine Spuren hinterlassen haben.

CITTÁ DEL VATICANO: Es besteht der begründete Verdacht, daß die Raben in den Vatican zurückgekehrt sind- wie zu Zeiten von Vatileaks und Ratzingers Majordomus. Stand der Dinge ist, daß bei einem PC eine ziemlich delikater Datenklau aufgedeckt wurde, aus dem Rechner des  im Juni von Papst Franziskus ernannten Libero Milone, 67 jähriger Revisor des Hl. Stuhls.
Der Pressesaal des Vaticans hat am gestrigen Freitag die vorweggenommene Indiskretion durch Luigi Bisignani im Fernsehen und die Veröffentlichung bei Il Tempo so kommentiert :" Im Augenblick haben wir nichts dazu zu sagen."
Aber in Oltretevere erfährt man, daß die vaticanische Gendarmerie Ermittlungen eingeleitet hat, um aufzudecken, wer in den letzten Wochen -teilweise erfolgreich- versucht hat, die vertraulichen Akten auf dem PC zu lesen.

Die Anzeige
Libero Milone hat sofort bei der Gendarmerie Anzeige erstattet.Ihm hatte Franziskus die Aufgabe anvertraut-"in voller Autonomie und Unabhängigkeit" zu arbeiten und das neue Amt zu leiten, das die Reform der Finanzen und Wirtschaft im Namen der Transparenz und Kontrolle krönt.
Auf Grund seiner Statuten hat das Amt des Revisors die Aufgabe, die ihm anvertraute Revision der Dikasterien der Römischen Kurie, der mit ihr verbundenen Institutionen und der Administrationen, die dem Governatorato della Città vorstehen, durchzuführen.
Milone hat 32 Jahre in der Revisions- und Unternehmensberatungs-Sozietät  Deloitte gearbeitet, bis er zum Schluss delegierter Administrator für Italien wurde.
Das Amt des Revisors ist äußerst delikat, weil er kontrollieren kann, was er für opportun hält, er ist direkt dem Papst verantwortlich und das war vom ersten Tag des Pontifikates an beschlossene Sache, die die Generalkongregationen, die dem Konklave von 2013 vorausgingen, als eine Art Mandat für den neuen Papst diskutiert hatten: Schluss mit den Finanzskandalen, Schluss mit der Verschwendung von Ressourcen.




Der gehackte Computer
Wer einen Computer "hackt" , hinterläßt normalerweise Spuren. Im Verlauf der Ermittlungen könnten Spuren zu einem anderen PC gefunden werden. Es können Texte über die Revision, Dokumente über die laufende Reorganisation der Dikasterien weitergegeben worden sein.
Insbesondere zu diesem ganz besonderen Zeitpunkt, bedenkt man, daß nächste Woche die Veröffentlichung zweier Bücher vorgesehen ist, die unveröffentlichte "Dokumente", "Registrationen" und verschiedene "Papiere"  über die Vaticanfinanzen versprechen:  "Via Crucis" von Gianluigi Nuzzi und "Avarizia" von Emiliano Fittipaldi.

Wachsende Spannungen
In den letzten Monaten hat man über wachsende interne Spannungn im Wirtschaftssekretatriat gehört, das vom australischen Kardinal George Pell (hören wir da die progressistische Nachtigall trapsen, die eine Möglichkeit wittert, den unbequemen Purpurträger zu demontieren?) geleitet wird,  einem der konservativen Purpurträger, die zu Beginn der Synode einen Brief an den Papst geschrieben haben, in dem gesagt wird, man befürchte eine gelenkte Synode- und dessen Befugnisse neu definiert worden waren.
Vor wenigen Tagen hat der Papst einen Brief an den Staatssekretär Pietro Parolin geschrieben, in dem gesagt wird, daß " Einstellungen und Versetzungen des Personals innerhalb der durch die Organisationstabellen vorgegebenen Begrenzung durchzuführen seien und mit dem "nihil obstat" des Staatssekretariates.
Wenn man diesem die "Störaktionen" , die während der drei Synodenwochen- vom Brief der der Kardinäle (!) an den Papst  bis zur dementierten Notiz über eine Krankheit des Papstes- zufügt (die progressistischen Verschwörungstheoritker am Werk), kann man die Angst verstehen, daß jemand wieder ein gitftiges Klima schaffen möchte.
Aber in Oltretevere spricht  man von "großer Ruhe". Der Papst und seine Mitarbeiter sind entschlossen, Ordnung zu machen-wenn nötig eine Säuberung", Und man muß beachten, daß es Reaktionen gibt "Nicht alle sind mit dieser von Benedikt XVI begonnenen Umkehr zufrieden. Aber wir gehen vorwärts,"

Quelle: Cronana Roma, Corriere della Sera, Gian G. Vecchi






shadow G 
 

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