Freitag, 20. November 2015

A. Socci zu den Erkenntnissen von Papst Franziskus über Terror und Krieg

Die Rede des Papstes zum Pariser Blutbad und zum Thema Krieg hat A. Socci -wie er uns in seinem blog Il Straniero unverblümt mitteilt, gar nicht gefallen - und er nennt sie die "Große Banalität". Und natürlich fehlt auch hier nicht der Querverweis auf die Regensburger Rede, wie wir ihn landauf landab überall - außer in Deutschland - dieser Tage in den Ländern des Westens finden.
Hier geht´s zum Original:    klicken

DIE GROSSE BANALITÄT (ANLÄSSLICH DER HEUTIGEN REDE DES PAPSTES ÜBER DEN KRIEG)"
Wir haben ein Wort erwartet, von Papst Bergoglio, das über das Gestotter des Interviews bei TV 2000 zum Pariser Massaker  hinaus geht - und heute hat es eine Rede gegeben.
Aber noch einmal werden wir enttäuscht von der Oberflächlichkeit und der Doppeldeutigkeit der Dinge, die er sagt, die keinen wirklich katholischen Blick auf die Welt kommunizieren.
Und so kommt es, daß in diesen dramatischen Momenten, die wir erleben, das einzige Licht fehlt, das den Horizont aller erhellen könnte: die wahre und profunde Stimme der Kirche.
In der Rede von heute ist das einzige von ihm formulierte Konzept dieses: "verflucht der, der Krieg macht, die Schuld ist bei dem, der die Waffen verkauft."
Wenn das wahr wäre, würde es genügen, die Waffenfabriken zu schließen und die Welt würde ein irdisches Paradies. Als würde das Alteisen das Problem sein- und nicht das menschliche Herz, das dieses Alteisen benutzt, so wie es Knüppel, Macheten und die bloßen Hände benutzt, um das Böse zu tun.
Aber wie kann man den Krieg  immer und nur mit dem selben alten marxistischen Lied von den ökonomischen Interessen erklären: ALS OB DIE WIRTSCHAFT UND DER WAFFENHANDEL ALLES ERKLÄREN KÖNNTEN und das wäre dann das Geheimnis der menschlichen Geschichte?
Über alles andere hinaus kommen wir aus einem Jahrhundert der Genozide, wo die Massaker und die Kriege das antiökonomischste waren, was man tun konnte. Und wir haben Völkermorde gesehen, wie den in Ruanda, wo sie sich mit Macheten niedergemetzelt haben, also ganz ohne Verkauf von Gewehren und Kanonen.

Das Böse ist im Herzen der Menschen! 
Heute sehen wir in der Welt die vom Bösen, das in den Herzen der Verfolger quer durch die Länder entsteht, und ihren nutzlosen Gesetzen verfolgten und massakrierten Christen -  nicht direkt durch die Waffen, die sicher nicht von allein schießen, sondern hinter denen ein mörderisches Herz stehen muß.
Und so viele Unschuldige werden unbeschreiblichen Grausamkeiten unterworfen, ohne einen einzigen ökonomischen Beweggrund, sondern nur wegen eines bösartigen Willens zur Unterdrückung.

Hat Bergoglio nie von der Ursünde und der Präsenz Satans in der Welt gehört? Weiss er nicht, daß das Gift eher da liegt? 
Die islamischen Terroristen z.B. sind Selbstmordattentäter, die keiner weltlichen Bequemlichkeit nachjagen, ihre fanatische Wut hat keinerlei wirtschaftliche Interessen, es ist ein rein religiöser und ideologischer Fanatismus. Warum spricht Bergoglio nicht über diesen Fanatismus?



Seine Worte erklären nicht, warum z.B. in diesem Moment der Petersplatz, der Vatican und andere katholische Orte mögliche Ziele von Gewalt und Attentaten sind. Der Heilige Stuhl führt mit niemandem Krieg, warum wird er dann von schweren Anschlägen bedroht? Es ist diese dramatische Realität, die die Inkonsistenz der Reden, wie Bergoglio sie gestern gehalten hat, zeigt.
WARUM SPRICHT ER NICHT ÜBER DEN UNGELÖSTEN KNOTEN DER VERNUNFT UND DER GEWALT IM ISLAM, WIE ES BENEDETTO IN REGENSBURG GETAN HAT?
WARUM ERINNERT ER DEN WESTEN NICHT AN SEINE CHRISTLICHEN WURZELN? WARUM VERURTEILT ER DIE DURCH DEN IDEOLOGISCHEN HASS AUF DIESE WURZELN HERVORGERUFENEN DESASTER NICHT?
Warum erkennt Bergoglio nicht, daß das ganze 20. Jahrhundert durch die antichristlichen Ideologien zerstört worden ist. die Abermillionen Tote gekostet haben?

Und welche Logik ist in seiner Rede? Ein Leser schrieb mir zu den gestrigen Worten Bergoglios :
"Sehen wir mal, ob ich das richtig verstanden habe: man muß den ungerechten Aggressor stoppen, aber ohne ihn zu bombardieren. Auch keinen Krieg gegen ihn führen, weil, wer Krieg führt, verflucht ist. Sicher, es kann viele Rechtfertigungen geben, einen Krieg zu führen, aber für diesen dritten Weltkrieg gibt es keine Rechtfertigung. Jesus weint, bitten wir auch für uns um die Gnade des Weinens. Unter dem Hauptaspekt fehlt eine kohärente Lesart der Realität. (das so gelobte Prinzip des Nichtwidersprechens) Als Konsequenz daraus fehlt eine Stellungnahme, eine Antwort. Die Antwort wäre das Weinen. Das sich - ohne ein kohärentes Verstehen der Realität - in eine rein deklamatorische und emotionale Geste verwandelt. Das kann man nicht verteidigen."

Und von der Sünde und der Notwendigkeit der Umkehr zu Christus  sollte der Papst sprechen. Nicht diese banalen Überlegungen eines Fernseh-Salons anstellen.
ES IST DIE VON CHRISTUS GEBRACHTE ERLÖSUNG, DIE WIR ALS VERKÜNDIGUNG HÖREN MÜSSEN! DIE WAHRE TRAGÖDIE IST, CHRISTUS NICHT  ZU HABEN UND DESHALB DEN WERT DES LEBENS NICHT ZU KENNEN!
DIE GRÖSSTE TRAGÖDIE DERETWEGEN DAS HERZ JESU CHRISTI BLUTET, IST DER EWIGE VERLUST DER MENSCHEN! IST ES MÖGLICH, DASS EIN PAPST NICHT WAGT DAS ZU SAGEN?
Hier eine erleuchtende Seite von Bruce Marshall, einem großen katholischen Schriftsteller, die zeigt was DIE WAHRE Sicht  der Kirche ist:
"Die Kirche, Pfarrer Smith, ist sehr alt und sehr mutig, sie hat das Evangelium in Eis und Feuer gepredigt, in Hitze und Kälte. man wundert sich nicht, in der Welt Sünde und Unordnung zu sehen, man wundert sich, dort die Tugend zu finden. Und sie weiß, weil sie die Realität im Spiegel Gottes sieht, daß es EINE SACHE GIBT, DIE SCHLIMMER IST ALS EINE MILLION JUNGER TOTE AUF DEM SCHLACHTFELD - DER TOD EINES EINZIGEN ALTEN IN SEINEM BETT IM ZUSTAND DES ENDGÜLTIGEN NICHTBEREUENS."
Antonio  Socci



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