Samstag, 28. November 2015

Afrika ist nicht gleich Afrika oder alles ist relativ.

Es war Anfang Oktober - also kurz vor der Synode, als das Prantlhausener Tagblatt (formerly known as Süddeutsche Zeitung) über einen Riesenskandal in einer bayerischen Kleinstadt berichtete.  Da kam es zu einem Streit zwischen einem CSU-Funktionär, der CSU-Ortsvorsitzenden und dem Pfarrgemeinderat. Es ging um Flüchtlinge. Die CSU-Frau war dagegen, noch mehr aufzunehmen und der grün-dominierte PGR verlangte daraufhin von der CSU, doch den Kirchturm aus dem Logo der örtlichen CSU zu entfernen. Der Streit eskalierte, dass sich sogar der Pfarrer einmischte. Der Pfarrer stammt aus dem Kongo. Er ist nicht nur ein kluger Mann - und das auch noch amtlich bestätigt mit einem Professoren- und mehreren Dr.-Titeln - sondern er hat auch einen sehr guten Draht zu seinen Mitmenschen. In der Hitze des Gefechts hat dann der Bürgermeister das berüchtigte "N"-Wort in die Runde geworfen. Und schon stürzte sich das Prantlhausener Tagblatt auf den "Fall" und produzierte Artikel um Artikel. Das rief auch den Münchner Erzbischof auf den Plan, der den CSU-Bürgermeister richtigerweise aufforderte, das sofort zurückzunehmen und sich vor den Pfarrer stellte. Auch in den MKN gibt es deshalb einige Artikel dazu. Nun hat der CSU-Funktionär sich entschuldigt, die Vorsitzende ist zurückgetreten und alles ist wieder gut .... und auch der Münchner Erzbischof war zufrieden ....
Doch damals wusste er noch nicht, dass die Afrikaner ihn bei der Synode wieder so richtig "ärgern" würden und ihm seine hochfliegenden Pläne in Sachen WVGHSF austreiben würden ....
Und dann war da auch noch die Papstrede beim Ad limina-Besuch der deutschen Bischöfe in Rom.
Das musste doch einige Wutausbrüche ausgelöst haben. Denn sonst hätte man den Björn Odendal nicht so einen Standpunkt schreiben lassen. Der Artikel ist so dumm und inzwischen in der katholischen Welt rum, deshalb muss ich das hier nicht noch mal wiederholen. Interessant an der Sache ist ja auch nur, dass dieser "Standpunkt" sogar in die internationale Welt Eingang gefunden (à la "am deutschen Wesen...."). Die renommierte katholische Zeitung Catholic Herald berichtete zuerst. Inzwischen gibt es Artikel in aller Welt. Nur die deutschen Medien schweigen. Warum?
Macht es einen Unterschied, ob ein CSU-Funktionär einen sehr gebildeten Pfarrer aus dem Kongo beleidigt oder ob ein katholisch.de-Redakteur einen ganzen Kontinent (besonders die Christen dort) als dumm bezeichnet. Waren zu viele kluge Bischöfe bei der Synode? Sollte das etwa eine Retourkutsche sein? Oder eine Fortsetzung des Angriffs, den Kardinal Kasper ja schon vor einem Jahr gegen die Afrikaner gestartet hatte und auch damals haben die deutschen Medien geschwiegen.
Von Rassismus also keine Spur, solange sich die Kirchenmänner "linientreu" verhalten?

Da reiben wir uns erstaunt die Augen ... was in diesen Zeiten so alles möglich ist.

Einmal mehr eine gute Gelegenheit, den Afrikanern für ihre Glaubenstreue und die Rettung der Lehre zu danken. Sie sind das Zeichen dafür, die Hoffnung niemals aufzugeben!



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