Samstag, 14. November 2015

Antonio Socci, der Papst und Don Camillo

Nicht nur über das Neue Testament, die christliche Ehe und die Sakramente, nicht nur in ihrem Verständnis des Papstamtes sind Antonio Socci und Papst Franziskus verschiedener Meinung, sondern -wie sich jetzt zeigte- auch über Don Camillo. In seinem heutigen Beitrag für Il Foglio bringt Socci das sehr deutlich zum Ausdruck. Hier geht´s zum Original:   klicken

"SO MANIPULIERT BERGOGLIO AUCH DON CAMILLO ( ABER DER IST EIN KATHOLISCHER PRIESTER. ER IST NICHT WIE DON FRANCESCO-CHICHI ) "
"Es ist nicht allzu verwunderlich, daß Bergoglio in Florenz auch Don Camillo  manipuliert und instrumentalisiert hat, das tut er auch mit dem Evangelium- und läßt sie das Gegenteil von dem sagen, was da geschrieben steht (z.B. über Jesus, die Pharisäer und die Moralthemen)
Aber komisch ist, daß Bergoglio, während er die italienische Kirche einzuschüchtert, sich aus der Politik herauszuhalten (sie einschüchtert, vor der Macht niederzuknien und die Taktierer nicht zu stören) als Beispiel Don Camillo wählt, der genau das Gegenteil tat.
Don Camillo ist in Wirklichkeit das Symbol dieser tausende mutiger italienischer Priester, die -auch wenn sie ihr Leben riskierten- vor und nach 1948 zusammen mit Pius XII in der epochalen Schlacht gegen den Nachkriegskommunismus Italien buchstäblich gerettet haben, indem sie die eigenen Leute bis in die Wahlkabinen begleiteten, um das Land in die Freiheit und in den Westen zu führen. Sie haben das Christentum gerettet und verhindert, daß die PCI Togliattis und Stalins an die Macht kam.

MANIPULATIONEN
Im Übrigen ist die Art und Weise wie Bergoglio Don Camillo zitiert, insgesamt mißverständlich: er macht aus ihm quasi einen Kathokommunisten.
Hier buchstäblich seine Worte: "Denken wir auch an die Einfachheit der erfundenen Persönlichkeiten wie Don Camillo, der mit Peppone ein Paar bildet. Mich macht in den Geschichten Guareschis betroffen, wie das Gebet eines guten Pfarrers sich mit der offensichtlichen Nähe zu den Menschen vereint"
In diesen Worten scheint Don Camillo ein schüchterner, spiritueller Assistent der von Peppone geleiteten kommunistischen Partei-Zelle gewesen zu sein, und die kommunistische Indoktrinierung des Volkes im Gebet begleitet zu haben.
Das ist eine groteske Verzerrung der Personen Guareschis. 
Don Camillo- wie die Kirche Pius´ XII- wußte klar, daß das kommunistische Imperium, das sich nach 1945 des halben Europas bis nach Triest bemächtigt hatte und Italien direkt bedrohte, die mächtigste und blutigste Inkarnation des Antichrist war, der die Kirche in 2000 Jahren begegnet war.
Deshalb ist es lächerlich, zu sagen, Don Camillo bilde mit Peppone ein Paar: sie waren eher wie zwei Boxer, die sich mit heiligem Zorn gegenseitig solide Prügel verabreichten, weil Don Camillo- weit davon entfernt, sich nur auf das Gebet zu beschränken, mit Klauen und Zähnen gegen die zerstörerische kommunistische Propaganda kämpfte, und sogar versuchte der Partei Peppone und seine Familie zu entreißen und sie in die Kirche zurück zu führen.
Tatsächlich bräuchten wir -jetzt- neue Don Camillos, die mit der ihm eigenen Energie, das Volk vor den neuen (unmenschlichen) Ideologien von heute, Töchter jener von gestern- verteidigen.


EIGENTOR BERGOGLIO
Kehren wir zu Bergoglio zurück. Nach diesem zweideutigen Satz, zitiert er als Beispiel das, was Don Camillo von sich selber sagt : ich bin ein armer Landpfarrer, der seine Pfarrkinder eines um das andere kennt, sie liebt, ihre Schmerzen und Freuden kennt und mit ihnen lachen kann."
Ein optimales Zitat.
Allerdings nur, wenn man hinzufügt, daß das das exakte Gegenteil dessen ist, was Bergoglio tut, der die Christen herabsetzt, besonders die tapfersten, um sich am Ende zu weigern, in Privataudienz die wirklich armen Familienangehörigen von Asia Bibi  (der christlichen Mutter, die in Pakistan wegen ihres Glaubens zum Tode verurteilt wurde und über die Bergoglio nie ein einziges Wort gesagt hat) zu empfangen,
Während derselbe Bergoglio -in der herrschafltlichen Residenz, in der er wohnt, fortfährt, den reichen und mächtigen "Priesterfresser" Scalfari liebenswürdig zu empfangen und sich mit ihm zu unterhalten und ihm seine außerhalb der katholischen Tradition liegenden Ideen anzuvertrauen. Und der- glücklich- revanchiert sich, indem er Bergogio Monumente in La Repubblicca errichtet.
Auch der Bergloglio, der- ganz zufrieden- im Vatican das furchtbare Geschenk von Morales trägt- mit dem auf Hammer und Sichel gekreuzigten Jesus Christus, hätte Don Camillo erschaudern lassen.

Das muß klar sein, Don Camillo kannte die Armut sehr gut, die viele Arme dazu brachte, an das illusorische Paradies des Kommunismus zu glauben und verstand ihre Sorge um eine soziale Emanzipation (tatsächlich antwortet er dem progressistischen Priesterlein, der die Armut preist: "Armut ist ein Unglück, kein Verdienst") aber er bekämpfte den Kommunismus, weil er wußte, daß er der schlimmste Betrug an den Armen war. Und er pedigte das soziale Königtum Christi als das einzige Ideal, auf dem man eine gerechtere Welt aufbauen kann.

DER KOMMUNISMUS
In der Einleitung zu "Genosse Don Camillo" ( in dem erzählt wird, wie der Priester aus der Bassa incognito in die UdSSR reist und ein Chaos anrichtet) ist 1963 geschrieben worden, zwischen der Pracht des Wirtschaftswunders und dem Unglück der "sozial-sexuellen Literatur der Linken", wie Guareschi sie nennt, der in dieser Einleitung vor allem die in Italien davor warnt, sich mit den Kommunisten zusammen zu tun, " und so zu versuchen, einen furchtbaren Mischmasch aus Teufel und Weihwasser zu schaffen, während eine große Formation junger linker Priester (die kein bißchen wie Don Camillo sind) sich darauf vorbereitet, im Namen Christi die Roten Banner des Antichrist zu segnen.


Guareschi hat sein Buch den amerikanischen Soldaten gewidmet, die in Korea getöte wurden ( im Krieg gegen die Kommunisten), den letzten heldenhaften Verteidigern des belagerten Westens (...) "Und ich widme es den italienischen Soldaten, die getötet wurden, als sie in Russland kämpften und den 63.000, die als Gefangene in die Hände der Russen fielen, in den schrecklichen Sowjet-Lagern verschwanden und ihrem immer noch unbekannten Schicksal überlassen wurde. Ihnen speziell ist das 10. Kapitel "Drei Weizenhalme" gewidmet. Meine Geschichte"- fügt Guareschi hinzu-"ist auch den 300 Priestern der Emilia Romagna gewidmet, die während der blutigen Tage der "Befreiung" von den Kommunisten ermordet wurden, und Papst Pius XII, der dem Kommunismus und seinen Komplizen die Exkommunikation entgegenschleuderte. Gleichzeitig ist es auch dem Primas von Ungarn, dem unbezwingbaren Kardinal Mindszenty und der heroischen Märtyrerkiche gewidmet. Ihnen ist besonders Kapitel 8 zugeeignet " Der Geheimagent Christi"."

Wir sind hier bei den Antipoden der Bergoglismus. Sogar aus menschlicher Sicht ist Don Camillo das genaue Gegenteil Bergoglios.
Auf der einen Seite haben wir den nach dem Katechismus des Hl. Pius X geformten Priester, der im Namen Christi mit Kühnheit und großzügiger Menschlichkeit von der Kanzel und auf der Piazza der großen Täuschung des Kommunismus entgegen tritt, die Gott aus den Herzen der Menschen gerissen hat, um ihn durch eine unmenschliche Ideologie zu ersetzen.
Auf der anderen Seite haben wir einen schlauen Jesuiten, der heiter unter den Obristen in Südamerika lebte und dann- nach Beendigung dieser Ära- mit der Befreiungtheologie (im argentinischen Stil) flirtete und in Rom mit der Scalfari-Welt, das Evangelium verdünnt und die "nicht verhandelbaren Werte" ausverkauft und so den Feinden der Kirche Freude bereitet.

DON CHICHI
Guareschi war wütend über die postkonziliare Verwüstung und in seinem letzten Buch "Don Camillo und die Jugend von heute" beschreibt er den "clash" zwischen Don Camillo und progressiven Priestern wie Don Chichi, dessen Name-merkwürdig genug- Francesco war.

Hier ist Guareschis Beschreibung : "Der progressive junge Priester, den die Kurie geschickt hatte, um Don Camíllo wieder auf´s Gleis zurückzubringen, hieß Don Francesco, wurde aber wegen seiner drahtigen und nervösen kleinen Gestalt, wegen seines eng anliegenden Clergymans, seines dauernden Zappelns und Scharwenzelns von den Leuten in Don Chichi umbenannt. Ein  Spitzname, der keine besondere Bedeutung hat, aber die Idee perfekt wiedergibt. Don Chichi entmystifizierte die Kirche äußerlich, hatte mit einer Serie von Predigten, die eine einzige andauernde und passionierte  Anklage gegen die Schlechtigkeit und Fehler der Reichen waren, einen Angriff in die Tiefe gestartet. Viel Leute verließen die Messe."

Guareschi war vorausschauend. Tatsächlich entfremdeten die postkonziliaren Katastrophen viele Leute von der Kirche, auch in Italien, aber besonders in Südamerika, wo Priester wie Don Chichi und Bergoglio die Oberhand gewannen. Dort- wo sie mehr wie (schlechte) Gewerkschaftsführer denn als Priester Christi sprachen, haben sie seit Jahrzehnten Menschen verloren- mit einem großen Blutverlust an Sekten oder andere Konfessionen.
Stark in seinem pastoralen Scheitern, will Bergoglio jetzt einer Kirche wie der Italienischen, die Dank Johannes Paul II und Ratzinger dagegen die Kirche des Volkes erhalten hat und immer noch erhält, Lektionen erteilen. Es gibt ein berühmtes Sprichwort: "der, der weiß, handelt- der, der nicht weiß, lehrt" Bergoglio, der bereits in Argentinien gescheitert ist, will sein Rezept der ganzen Kirche aufzwingen. Um im Untergang zu landen."

Quelle : A. Socci, IlFoglio









   

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