Samstag, 21. November 2015

Die Bischöfe der USA und der Machtwechsel

Sandro Magister hatte bei www. chiesa bereits auf eine gewisse Abkühlung der Begeisterung für Papst Franziskus bei den US-amerikanischen Katholiken - ( im Gegensatz zu den Nichtkatholiken & Nichtgläubigen des liberalen politischen Spektrums) hingewiesen. Jetzt kam es auch bei der Vollversammlung der US-amerikanischen Bischöfe zu bemerkenswerten Entscheidungen.
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"ZWISCHEN DEN BISCHÖFEN DER USA UND DEM MACHTWECHSEL" UND WAS DARAUS WIRD:"


  

"Wie wir hier schon gesehen haben nimmt die Popularität von Franziskus bei den Katholiken der USA seit einiger Zeit ab. Aber auch unter den Bischöfen des Landes scheint die Linie Jorge Mario Bergoglios - trotz der energischen "Injektion" der von ihm vorgenommenen Nominierungen, die ganz klar einen "Machtwechsel" bewirken sollten, nicht so begrüßt zu werden. Das hat sich bei der Bischofskonferenz des US-amerikanischen Episkopates vom 16.-19. November in Baltimore bestätigt.
Bei der strategisch wichigsten Abstimmung - die ausdrücklich so definiert worden war - bei der die Prioriäten für die Pastroal von 2017-2020 festgelegt wurde, haben die Unterstützer der Linie von Papst Franziskus eine krachende Niederlage erlitten - mit nur 4 gegen 233 Stimmen.
Hier die approbierten Prioritäten:
Evangelisierung,
Familie und Ehe
Leben und Menschenwürde
Berufungen und Formung
Religionsfreiheit
Sehr verschieden von dem was die Geschlagenen auf der Welle des aktuellen Pontifikates wollten:
Armut, Immigration, soziale Gerechtigkeit, Umwelt. (sic!)



Auch das ausgearbeitete Dokument (das weit zurück greift - bis 2007 - mitten in die Ära Ratzinger) um für politische Entscheidungen "Die Gewissen der Gläubigen zu formen",  hat eine breite Zustimmung gefunden - gegen den vergeblichen Widerstand der Bergoglio am nächsten stehenden Bischöfe. Die Endabstimmung erbrachte das Ergebnis von 217 zu 16 Stimmen für das Einleitungkapitel und 210 gegen 21 für den Text des Dokumentes.
Dann wurden die Wahlen für die verschiedenen Ämter durchgeführt, um die auch die 4 gerade vom Papst frisch nomonierten Kandidaten konkurrierten: George Murry, Youngstown, McElroy San Diego, F.Cacciagano Bridgeport und J. Wester Santa Fe.

Der Einzige, der diese Wahl überstanden hat ist Murry, der mit 132 zu 106 Stimmen dem Erzbischof von St. Louids R.Carlson vorgezogen wurde. Murry ist Jesuit und ist persönlich von Papst Franziskus zur Teilnahme an der vergangenen Synode berufen worden.

Der neue Stern McElroy dagegen wurde von Bischof von Venice Frank Dewande mit 128 zu 111 Stimmen geschlagen, Wester wurde vom Erzbischof von Los Angeles J.Gomez vom Opus Dei mit 140 zu 58 Stimmen überrundet (hier gab es noch einen dritten Kandidaten) und Caggiano vom Erzbischof von Philadelphia C. Chaput mit 141 zu 98 Stimmen.

Es sind auch einige Bischöfe gewählt worden, die man als Bergoglio-nahe bezeichnen kann, die aber nicht von ihm ernannt wurden.Das ist z.B.beim Erzbischof von Indianapolis J. Tobin der Fall, der bereits Sekretär der vaticanischen Ordens-Kongregation ist - am Ende des Pontifikates Benedikts XVI aus Rom verjagt, weil er zu viel Verständnis für die wegen modernistischer Exzesse kommissionierten Amerikanischen Schwestern aufbrachte. Er hat mit 144 zu 96 Stimmen den Erzbischof von Denver S. Aquila hinter sich gelassen.
Und das ist auch der Fall beim Erzbischof von Atlanta W. Gregory, der mit 124 zu 114 Stimmen den Bischof von Allentown, J.Barres, Opus Dei schlug. Gregory war von 2001-2004 Vorsitzender der US-amerikanischen Bischofskonferenz, der letzte einer Reihe, an deren Spitze Kardinal J.Bernardin stand, der unvergessene Führer der progressistischen Zeit des amerikanischen Episkopates, der seine----in den 80-er Jahren hatte.
Die Bergoglio-Paladine betrachten das baldige, von ihnen dringend herbeigesehnte Ausscheiden des aktuellen Nuntius in den USA, Carlo M. Viganó , der sich der Altersgrenze nähert, als ihren Erfolg (haben sie ihn schneller altern lassen?)
In seiner-wahrscheinlich letzten Rede an die amerikanischen Bischöfe hat Viganó verbal auf die Schulen und Universitäten der USA, die nur noch ihren katholischen Namen behalten haben, eingeschlagen.
Und er hat zur causa Kim Davis geschwiegen, der Standesbeamtin im Staatsdienst, die mit Gefängnis bestraft worden war, weil sie sich geweigert hatte eine gleichgeschlechtliche Ehe zu schließen und der er eine persönliche Begegnung mit Papst Franziskus in Washington ermöglicht hatte. Diese Audienz war von Pater Lombardi als eine "Begegnung mit vielen" heruntergespielt worden und -schlimmer - von verschiedenen progressistischen Stimmen gerüchteweise als eine "Falle" verurteilt, die Viganó zum Schaden des Papstes gestellt habe.
Bleibt die Tatsache, daß das Plenum der amerikanischen Bischöfe gezeigt hat, daß es dieser Version nicht glaubt, wenn man nach der zweifachen, wärmsten standing ovation urteilt, mit dem es Nuntius Viganó begrüßt hat."

Quelle: Sandro Magister, www. chiesa






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1 Kommentar:

  1. Orlando furioso21.11.15, 12:47

    die Agenda der amerikanischen Bischöfe :
    Evangelisierung, Familie und Ehe. Leben und Menschenwürde, Berufungen und Formung, Religionsfreiheit
    der Agenda der Bergoglianer gegenübergestellt: Armut, soziale Gerechtigkeit, Immigration, Umwelt - bedarf wohl keines weiteren Kommentares.

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