Mittwoch, 4. November 2015

Eugenio Scalfari: "Das Papst-Interview", die Dritte

Pete Baklinski von der website lifesitennews berichtet über das dritte "Interview" , das der atheistische Herausgeber der Repubblicca mit Papst Franziskus geführt haben will- dem er die Sprengkraft einer Bombe attestiert. Jemand schockiert? Hier geht´s zum Original :  klicken

"ITALIENISCHER JOURNALIST: PAPST FRANZISKUS HAT MIR GESAGT, ALLE WIEDERVERHEIRATETEN GESCHIEDENEN, DIE DARUM BITTEN, WERDEN ZUR KOMMUNION ZUGELASSEN" 

"Der italienische Atheist Eugenio Scalfari hat ein weiteres Interview mit Papst Franziskus - mit der Sprengkraft einer Bombe veröffentlicht, und diesesmal behautpet er, der Papst habe ihm gesagt, daß alle Geschiedenen, die darum bitten, zur Kommunio zugelassen werden."

Nach den Schlußfolgerungen aus der letzten Familien-Synode befragt, sagte der Papst angeblich zu Scalfari, daß die Familie "sich fortwährend verändert" und die Art, wie "sie in der modernen Gesellschaft konzipiert werde, einige positive Aspekte beinhalte und einige negative."
"Er sprach dann weiter über die Situation der wiederverheirateten Geschiedenen und den Empfang der Hl. Kommunion: "Was die Zulassung der Geschiedenen zu  den Sakramenten angeht,  bestätigt die Meinung der Bischöfe , im Schlußdokument daß dieses Prinzip von der Synode akzeptiert wurde.
Das ist das Endresultat, de-facto wird es den Beichtvätern überlassen, aber am Ende des schnelleren oder des langsameren Weges - werden alle Geschiedenen, die darum bitten, zugelassen werden." - schreibt er in der Sonntagsausgabe der Repubblicca

Vaticansprecher Lombardi allerdings sagt dazu, daß Scalfaris Geschichte ungenau sei:
"Offensichtlich ist Herrn Scalfaris Bericht nicht richtig!" sagte er zu Lifesitenews "wie es bereits in der Vergangheit war, fügt Scalfari manchmal den genauen Worten des Papstes - in Anführungszeichen andere Worte als Zitat hinzu, die der Papst nie gesagt hat - sondern die seine eigene Interpretation sind. Er hat öffentlich erklärt, daß er die Aussagen der von ihm interviewten Personen niemals aufzeichne, was die Italienische Presse sehr gut weiß.....Deshalb können die Worte in Scalfaris Artikel absolut nicht als die Meinung des Papstes betrachtet werden."




Angesichts der immer wiederkehrenden Behauptungen des Vaticanischen Pressebüros, daß Scalfaris Geschichten über den Papst ungenau seien, fragen sich viele Katholiken, warum ihm der Papst dann immer weiter Interviews gewährt.
Edward Pentin vom National Catholic Register fragt beispielsweise "Warum spricht der Papst immer wieder mit jemandem wie Scalfari und diskutiert so sensible Themen mit ihm, wenn er weiß, wie unzuverlässig der ist und daß er ohne Mitschnitt oder Transkript über seine Worte berichten wird? "

Rorate Coeli geht aber noch weiter.
Sie argumentieren, daß die andauernde Beziehung zwischen Scalfari und dem Papst und die Tatsache, daß der Vatican das vorhergehenden Papstinterview veröffentlicht hat, dem Italienischen Journalisten sehr wohl Glaubwürdigkeit verleiht:
 "Es gibt keinen Grund, an der generellen Genauigkeit zu zweifeln. Wir sind weit davon entfernt, die generelle Genauigkeit der Scalfari-Zitate anzuzweifeln", schreiben sie - "Nicht jetzt, nachdem die Scalfari-Interviews mit dem Papst auf der Vatican-Website veröffentlicht wurden und sie von der LEV selbst publiziert worden sind."

In einem Artikel vom September 2013 hatte Scalfari berichtet, Papst Franziskus habe ihm gesagt, daß die Jugendarbeitslosigkeit und die Einsamkeit der Alten das dringendste Problem der Kirche und das schwerwiegendste der Übel seien, denen die Welt sich heute gegenüber sieht. Diese Behauptung überraschte und alarmierte viele Beobachter - im Angesicht der Schwere der Herausforderungen für die Moderne Gesellschaft - einschließlich des Glaubensverlustes, der weitverbreiteten Abschlachtung der Ungeborenen, der Zerstörung der natürlichen Familie und dem Martyrium der Christen durch Islamische Extremisten.

Der Vatican hat dann das Interveiw von der website genommen, aber erst nachdem Scalfari massiv dafür kiritisiert worden war, keine Aufzeichnung oder Notizen gemacht zu haben und seinen Text aus dem Gedächntis zu rekonstruieren,

Der Vatican hat die dem Papst zugeschriebenen kontroversen Bemerkungen nie geklärt. Statt dessen sagte Vaticansprecher Pater Lombardi damals: " Man kann das Interview als im generellen Sinn zuverlässig betrachten, es ist kein offizieller Text des Hl. Vaters."

Trotzdem publizierte die Libreria Editrice Vaticana 2013 ein Buch mit dem Titel "Interviews und Gespräche mit Journalisten" das auch enthielt, was sie die "anerkannten Interviews" mit Papst Franziskus nannte.

Der Papst wird als Autor des Buches gelistet. Im Buch war das 2013-Interview mit Scalfari enthalten.

Im März 2015 wurde der Papst von Scalfari mit der Leugnung der Hölle zitiert. "Es gibt keine Bestrafung, aber die Vernichtung dieser Seele. Alle anderen werden an der Seligkeit, in der Gegenwart des Vaters zu leben, teilnehmen. Die Seelen, die vernichtet werden, nehmen nicht am Mahl teil. Mit dem körperlichen Tod ist ihre Reise beendet." soll der Papst damals gesagt haben.

Wie im vorhergehenden Fall spielte der Vatican das Interview herunter. Pater Thomas Rosica - der englisch-sprechende Assistent des Presseamtes, sagte" diese Bemerkungen sollten nicht als offizieller Text angesehen werden" weil Scalfari sie aus dem Gedächtnis rekonstruiert habe."

Dem Schlußreport der Familien-Synode wurde von den führenden Gegnern von Kaspers Kommunionvorschlägen, wie Kardinal Pell, zugestimmt - er gefiel aber auch den Progressiven, die glauben, er erlaube eine Öffnung.

Einige Kritiker - unter ihnen Kardinal G.Pell - argumentierten, daß das Schlußdokument eine Anzahl von "Zeitbomben" enthalte, die zukünftig dazu benutzt werden könnten, die katholische Lehre zu Ehe, Scheidung, Ehebruch und zum Empfang der Hl. Kommunion im Stand der objektiven Sünde des Ehebruchs, zu untergraben.

Kardinal Raymond Burke gehörte zu ihnen - er sagte, der Schlußreport sei irreführend und es mangele ihm an Klarheit zur Unauflöslichkeit der Ehe. Zum Aufruf des Reports zur "Integration" der wiederverheirateten Geschiedenen bemerkte Burke, daß "Integration ein mondäner Begriff ist- theologisch zwiespältig."

"Ich sehe nicht, wie Integration der Schlüsselbegriff für die pastorale Begleitung derer, die in irrregulären ehelichen Verbindungen leben, sein kann." Dieser Interpretationsschlüssel muß die auf der Wahrheit der Ehe in Christus begründete Kommunion sein, die geehrt und praktiziert werden muß, selbst wenn einer der Ehepartner durch die Sünde des anderen verlassen worden ist" sagte er in einem Interview, nachdem die Relatio finalis der Synode veröffentlicht worden war.

Bei der Pressekonferenz an diesem Tag verkündete der Anführer der Progressiven Kardinal R. Marx, Erzbischof von München: "Ich bin sehr glücklich, daß wir diesen Schritt vorwärts gemacht haben...es sind Türen geöffnet worden, besonder für Leute in schwierigen Situationen...ich bin sehr sehr glücklich."

Ebenfalls am selben Tag sagte Kardinal Kasper :"Ich bin zufrieden, die Tür wurde geöffnet , daß den wiederverheirateten Geschiedenen der Empfang der Kommunion gestattet werden kann."

Die Lehre der Kirche zu Ehe und Scheidung entstammt den Worten Jesu im Evangelium, wo er sagt "Jeder, der sich von seiner Frau scheiden läßt und eine andere Frau heiratet, begeht Ehebruch und der Mann, der eine geschiedene Frau heiratet, begeht Ehebruch."

Das 6. Gebot, das Moses im Alten Testament gegeben wurde, und später durch Christus im Neuen Testament bestätigt wurde, sagt: "Du sollst nicht die Ehe brechen"

Die Katholische Kirche lehrt, daß Ehebruch objektiv eine Todsünde ist, die bewirkt, dass der, der diese Sünde begeht, sich von der heiligenden Gnade Gottes abschneidet. Die Kirche lehrt auch, daß jene, die im Stand der Sünde leben, sich nicht zum Empfang der Hl. Kommunion präsentieren sollen, weil das die Sünde des Sakrilegs - durch den unwürdigen Empfang des Herrn - hinzufügen würde.

Quelle:lifesitenews, Peter Baklinski, rorate coeli  

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