Donnerstag, 19. November 2015

Gänsehaut

Der Krieg war noch nicht lange vorbei, viele Münchner lebten in Trümmern und fragten sich, wie sie den nächsten Tag überleben sollen - es gab nicht viel zu essen und so mancher fragte sich, was wohl der Winter bringen würde.
Aber es gab Hoffnung:

Am 18. November 1945 (vor 70 Jahren) wurde auf dem Marienplatz die Mariensäule erneut geweiht. Die Statue war während des Krieges in den Dom in Sicherheit gebracht worden und "überlebte" den Krieg mit einigen Schrammen.

Die Münchner Kirchennachrichten haben einen sehr schönen Bericht mit einigen Originaldokumenten im pdf-Format und einigen Bildern von der Weihe auf dem Marienplatz.



Mehr als 20.000 Menschen waren dort, saßen und standen auf den noch nicht weggeräumten Trümmern und beteten zur Gottesmutter um Schutz und Frieden.


Es ist wirklich beeindruckend, diese Bilder zu sehen - wie tief der Glaube und das Vertrauen der Münchner in die Fürsprache der Gottesmutter war. Und wie sehr Maria geholfen hat und es immer noch tut.

Schön, dass auch in unserer Zeit die Menschen immer noch zur Mariensäule zum Gebet kommen und manchmal sogar ganz offiziell, z.B. zur Stadtmaiandacht und zum Stadtrosenkranz (wenn das Wetter mitspielt). Jetzt sind es nicht mehr so viele, die kommen - aber jetzt sind ja auch alle Kirchen wieder aufgebaut und besonders in den Innenstadtkirchen wird der Rosenkranz täglich gebetet.

Freuen wir uns also und danken der Gottesmutter für ihren Schutz und ihre Fürsprache, die uns 70 Jahre Frieden beschert hat.

1 Kommentar:

  1. Sehr schön - erinnern wir uns auch an P. Rupert Mayer +1.11.1945: http://annotatiunculae.blogspot.de/2015/10/der-apostel-munchens.html

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