Dienstag, 10. November 2015

Kultur: München leuchtet - und manchmal nicht!

Es ist immer der erste Montag nach Allerseelen, wenn die Mitglieder des königlichen Hauses Wittelsbach sich in der Münchner Theatinerkirche treffen, um den Verstorbenen der Familie zu gedenken und für sie zu beten.

Natürlich sind auch alle anderen Münchner eingeladen, das Requiem mitzufeiern und in diesem Rahmen nicht nur für die Familie sondern auch um Schutz für unser Land Bayern zu beten.
Und weil es in diesen Zeiten besonders wichtig ist, war ich heute auch schon zum Rosenkranzgebet dabei.

Danach füllte sich die Kirche - und auch dort, wo nicht für die Familie reserviert war, waren die Bänke gut besetzt. Der Chor begleitete die Liturgie mit J.G. Rheinbergers Requiem, dem Ave Verum von Mozart und Bachs "Jesu meine Freude".

Vor dem Segen baten wir noch die Patronin unseres Landes um ihren Schutz und ihre Fürbitte: "Maria breit den Mantel aus". 

Es tut gut, in diesen Zeiten für unser Land so viel wie möglich zu beten. Denn man spürt die Kraft, die von diesen Gebeten ausgeht. 

Aber dann gab es ja noch die "Bunten". Das sind die, die so gut sind, dass sie das Recht haben, sich überall und zu jeder Zeit daneben zu benehmen.

Leider hat es diesmal uns getroffen.


Und alle waren sie wieder dabei: Drei Münchner Bürgermeister u.a. auch der zweite Bürgermeister Schmid, dem es als Katholik sicher besser angestanden hätte, in der Kirche für Land und Leute mitzubeten, anstatt sich in die Gruppe der Störer einzubinden, dazu auch ein paar Künstler der diversen Münchner Theater und wohl auch ein paar "Musiker", die den Vergleich mit Mozart glatt verloren haben, egal wie laut sie "gesungen" haben. Das muss so manchem draußen ja echt in den Ohren weh getan haben.
Nun, schon bald nach dem "Pater Noster " wurde es ruhiger und als die Messe vorbei war, wurde auf dem Odeonsplatz schon zusammengepackt. Ich machte mich also auf den Heimweg - der sich dann auf den ersten Metern als Beinahe Adventure entpuppte: Schon in der Residenzstraße kamen mir die ersten Polizeiautos entgegen - die mit lautlosen Elektromotoren fuhren, so dass man das Gegröle der hinter ihnen herlaufenden Roten Fahnen besonders gut hören konnte. Sie liefen gerade über den Max-Josef Platz, als die ersten festlich gekleideten Opernbesucher auf dem Weg in die Vorstellung waren. Da begegneten sie sich plötzlich. Die, die laut riefen "Nie wieder Deutschland" usw. und die anderen, deren Steuergelder dafür hergenommen werden, um den Roten Fahnen solche Auftritte zu ermöglichen .... Ein herrlicher Anblick, wär's nicht so dunkel gewesen, hätte ich jetzt eine Menge lustiger Fotos.

Den Rest erfuhr ich dann aus den Zeitungen. In der FAZ konnte man schon am Vormittag lesen, dass es wohl mit dem Verbot und der Genehmigung einer Demo ein ziemliches Chaos gegeben habe. Und bis zum Nachmittag war der Stand wohl auch so, dass die Bunten Kindergeburtstag auf dem Odeonsplatz feiern und das Requiem stören durften - obwohl sie gar keinen "Gegner" hatten. Die Roten Fahnen zogen dann unter Begleitung von 500 Polizisten durch die Innenstadt, um mit den Bunten Richtung Schwabing zu ziehen.
Inzwischen war nämlich doch per Gerichtsentscheid eine Demo von ca. 100 (!) Pegida-Teilnehmern genehmigt worden - allerdings an der Münchner Freiheit. Und wenn man dann heute z.B. in der SZ liest, dass es den 3000 Bunten +Roten gelungen sei, die 100 Pegidas "zu stoppen", kann man nur noch sagen "Reschpekt"!!!
Hat sich ja voll gelohnt, das ganze: Ein Requiem zu stören, die U-Bahn tw. lahmzulegen, Straßensperren in der Rush hour, 3 Bürgermeister beschäftigen, die mit 0,18% der Stadt-Bevölkerung "bunt" sein wollen. Während der Rest die Messe besucht oder in die Oper geht, ins Kino geht oder beim Shoppen ist, im Restaurant auf's Essen wartet oder selbst kocht. Den Kindern eine Gute-Nachtgeschichte vorliest oder sich vom Fernsehen berieseln lässt, im Fitnessstudio oder im Sportverein trainiert, sich mit Freunden trifft oder im Internet surft. Kurz: 99,8% von München leuchtet - aber nicht bunt, sondern ganz normal. Hoffen wir, dass es so bleibt!


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