Dienstag, 3. November 2015

Nervenflattern.

Als wir Ende September mit unserer St. Michaels Novene begannen, hatten wir viele Gründe, den Erzengel um seine Hilfe zu bitten. Er ist ja nicht nur der Beschützer unserer Kirche sondern auch der Schutzpatron Deutschlands.

Auch nach der Novene habe ich nicht aufgehört, den heiligen Michael um seine Hilfe zu bitten. Das St. Michaels Gebet ist seitdem der Abschluss aller meiner Gebete und ich bete es jetzt auch nach jeder Heiligen Messe.

Wir konnten also darauf vertrauen, dass unsere Gebete erhört werden.

Da erstaunt es uns nicht, dass die Synode ähnlich chaotisch verlief, wie im letzten Jahr - nur, dass die glaubenstreuen Bischöfe besser vorbereitet waren und am Ende doch die Mehrheit stellten. Das Abschlusspapier indes sorgte für Enttäuschungen auf allen Seiten, wobei die "progressive Seite", also die, die die Gebote Gottes aushebeln wollten, dann doch das größere Nachsehen hatten.

Die Bischöfe reisten ab und es schien etwas Ruhe eingekehrt in unserer "Kirchenzentrale".  Doch der heilige Michael scheint mit dem Ergebnis der Synode nicht besonders zufrieden zu sein. Und deshalb brechen neue Stürme über den Vatikan herein

Es ist ja noch nicht so lange her (2012), als der erste "Vatileaks"-Skandal die Medien weltweit in Aufruhr versetzte. Deshalb hier ein kurzer Rückblick:



Die Schadenfreude, mit der damals die säkulare Presse über den Fall herfiel, scheint jetzt zurückzukommen. Denn diesmal wurden nicht nur ein paar harmlose Briefe an die Öffentlichkeit gegeben. Sondern der Computer des FinanzRevisors wurde gehackt und einige brisante Informationen über die Finanzen des Vatikan gelangten an die Öffentlichkeit.

Mittendrin im Skandal: Mgr. Jucio Angel Vallejo Balda, der Leiter der vatikanischen Finanzrevision und Signora Chaouqui, die besondere Freundin des Papstes - von ihm persönlich in einen einflussreichen Posten des vatikanischen Finanzbereiches erhoben. Der Verdacht gegen die beiden war übrigens so groß, dass sie das letzte Wochenende im vatikanischen Gefängnis verbringen mussten - "Halloween" auf vatikanisch sozusagen:




Signora Chaouqui hatte sich ja schon im Vorfeld einiges geleistet. Denken wir nur an ihre Geschwätzigkeit, die sie besonders mit tweets über Vatikan-Interna untermauerte. Oder die "tolle Party" auf der Dachterrasse eines Vatikangebäudes während der Messe zur Heiligsprechung von Johannes Paul II und Johannes XXIII.

Da ist ordentlich was durcheinandergeraten im Vatikan und man könnte fast glauben, es kann nicht mehr viel schlimmer kommen. Doch es kam schlimmer. Denn Papst Franziskus hat wieder eins seiner berühmt-berüchtigten Interviews gegeben. Die Szenerie ist nicht neu. Sein Lieblingsjournalist, Signore Scalfari, Chef vom Linken Blatt "La Repubblicca", durfte die päpstlichen Gedanken zur Synode in diesem großen italienischen Medium verbreiten. "Jeder Geschiedene darf die heilige Kommunion verbreiten", stand dann in einem der größten italienischen Medien. Dass eine solche Aussage nicht nur die italienischen Gemüter bewegt, sollte uns in Zeiten des Internets auch nicht neu sein. So fand die "gute Nachricht" auch recht schnell Verbreitung in den englischen und amerikanischen Medien und Blogs, z.B. hier, hier,

Und so dauerte es auch nicht lange, bis der offizielle Pressesprecher des Vatikan (inoffizielle gibt es ja jede Menge) vor die Presse treten und die Aussage dementieren musste. Wieder mal das alte Spiel. Dem Versuchsballon folgt das Dementi, z.B. hier beim NCR und ganz aktuell hier oder dem Catholic Herald. Das immer gleiche Vorgehen in solchen Situationen beschreibt 1Peter5 in seinem Blog.

Auf jeden Fall tut sich was. Und das allgemeine Durcheinander am "Renaissance-Hof", der keiner sein will ist nicht zu übersehen. Wir beten, dass die positiven Kräfte dort wirken und siegen werden. Wie sie das machen, überlassen wir ihnen.

Christus vincit!

Auf jeden Fall sollten wir weiterbeten:

„Heiliger Erzengel Michael,
verteidige uns im Kampfe;
gegen die Bosheit und die Nachstellungen
des Teufels, sei unser Schutz.
‚Gott gebiete ihm‘, so bitten wir flehentlich;
du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen,
stoße den Satan und die anderen bösen Geister,
die in der Welt umherschleichen,
um die Seelen zu verderben,
durch die Kraft Gottes in die Hölle.
Amen."

1 Kommentar:

  1. Jeder Geschiedene darf die heilige Kommunion verbreiten EMPFANGEN!

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