Freitag, 13. November 2015

Quo vadis....oder wohin der Weg des laizistischen Furors uns führt.

Alfredo Mantovano schreibt anläßlich der Ausstellung "Die Göttliche Schönheit" in Florenz bei La Nuova Bussola Quotidiana exemplarisch über den Furor der Laizisten et al gegen das Christentum. Er tut das anhand einer Manifestation haarsträubender Dummheit in Florenz, die sich aber jederzeit und an jedem Ort unseres ebenso "religionsneutralen" Landes (fest im Griff des Kulturrelativismus)  hätte zutragen können.
Hier geht´s deshalb zum Original:  klicken

"WOHIN UNS DER LAIZISTISCE FUROR FÜHREN KANN: CHAGALL UND VAN GOGH VERBIETEN, WEIL SIE DIE NICHTKATHOLIKEN VERSTÖREN"
"Man kann das auch als sublimes Beispiel einer bis zur Lächerlichkeit gesteigerten Dummheit abtun. Aber es ist passiert und ist an sich nicht neu.
Es ist den Kindern der 3. Klassse der Florentiner Matteotti-Schule verboten worden, bei ihrem geplanten Stadtrundgang die Werke der Ausstellung "Divina Bellezza " zu besuchen, unter ihnen die "Weiße Kreuzigung" von Chagall-von Papst Franziskus einige Tage zuvor am Rande seines Besuches bewundert-, die "Pieta" von Van Gogh, die "Kreuzigung von Guttuso" von L´Angelus di Millet und zahlreiche andere Werke. Aus welchem Grund?
In der Erklärung des Klassenrates vom 9. November heißt es:  "Der Besuch ist für alle Drittklässler gestrichen worden" so wurde es geschrieben "um der Sensibilität der nichtkatholischen Familien angesichts der religiössen Thematik der Ausstellung entgegen zu kommen"
Leitmotiv der Ausstellung ist tatsächlich die Beziehung zwischen der Kunst und dem Heiligen.

Wenn etwas dieser Art vorfällt, ist es- außer zu wiederholen "meine Dame, in diesem Punkt sind wir  uns einig"  legitim, sich zu fragen, warum es so weit gekommen ist.
Weil auch in Italien hier die Respektierung der Religionsfreiheit, die etwas in sich Positives ist, verweigert wurde mit dem Ziel mit der Zeit alle Symbole, die an eine religiöse Konfession erinnern, abzuschaffen, und weil das vor allem dann passiert, wenn diese Religion die christliche ist.
Im Namen der Laizität sind Kruzifixe in öffentlichen Räumen selten geworden, in vielen Schulen wurde Weihnachten durch das unwahrscheinlichste, am weitesten von der Reaität entfernte Fest ersetzt, und die Gewohnheit, sich vor einem Flug zu bekreuzigen, wird mit einer Mischung aus Verdacht und Mitleid betrachtet,

Warum? Dafür gibt es zwei Gründe. Der erste geht uns als Italiener alle an, der zweite nur die, die sich als Christen bezeichnen.



Es wird immer mehr vergessen, daß das Christentum unauflöslich mit unserer Geschichte verbunden ist, mit unserer Art zu denken, mit unserem täglichen Leben als Laien, bis zu dem Punkt, daß die Option der Matteotti-Schule in Florenz -wenn man sie logisch zuende denkt. unser Leben wirklich kompliziert machen wird.
Um im Vaterland Dantes bleiben zu können, sollten die Schulbusse rigoros die Straßen meiden, die an Kirchen vorbeiführen, oder nur an jüngeren Sakralbauten, weil die eher Fabriken oder Diskotheken ähneln, sie erzeugen keine Störung, ein Fahrzeug, das vor Santa Maria Novella vorbeifährt,  ist in ernster Gefahr- nicht mit anderen Fahrzeugen zu kollidieren, sondern mit der Sensibilität "nichtkatholischer Familien",

In der Schule sollte man die Einschreibung von Schülern mit Namen verweigern, in deren Namen Hauptgestalten unseres Glaubens auftauchen: Maria, Giuseppe, Francesco, Zöllner Matteo,
Das einfache Aussprechen dieser Namen in den Klassen während des Anwesenheitappells und die Erinnerung, warum sie gewählt wurden, ist sicher Grund für Störungen.
Warum soll der Ruhetag in der Schule mit dem Tag des Herrn (Domenica) zusammenfallen, dessen Name ein Vergehen darstellt, un der an jenen Herrn (Dominus) erinnert, den wir auf keine Weise mit uns (nobiscum) wollen?
Was ist dann zu den Ortsnamen sagen?  Weg - zuerst mit den Straßennamen, die Heiligen gewidmet sind oder an religiöse Symbole erinnern.
Und am Ende  wie sollte eine Person, die sich im Besitz eines gesunden Menschenverstandes wähnt,  auch wenn sie nicht glaubt, sich  vorstellen können, daß 2000 Jahre unserer Geschichte gecancelt werden sollen- in derem Inneren- ob es gefällt oder nicht- der Glaube eine zentrale Rolle spielte?

Für das Christentum geht die Überlegung noch schneller: wie groß ist unsere Trägheit und Indifferrenz gegenüber dem verweigerten Respekt für die Symbole unseres Glaubens?
Das erste mal, als- es ist schon einige Jahre her- in einer Grundschule das Krippenspiel  durch eine Vorstellung von Rotkäppchen ersetzt wurde, haben wir das für eine Merkwürdigkeit gehalten, aber etwas nicht besonders bedeutsames.
Wie oft haben wir jetzt Heilige Bilder in öffentlichten Demonstrationen verhöhnt und geschmäht gesehen, was wir ebenfalls als Folklore abgetan haben?
Die Angewohnheit das Erbe unsere Religion nicht als kostbaren Schatz zu betrachten und es zu schützen - das wäre das wenigste -es wertzuschätzen und erneut zu zeigen, wie es die Ausstellung in Florenz "Göttliche Schönheit" tut, und wie es das Lehramt der Päpste tut, wird eines Tage das Verbot hervorbringen, daß Kinder vor dem Glanz der Kunst staunen können, vor der Kunst, die auf dem Glauben beruht.

Es reicht nicht, sich über die laizistische Dummheit zu wundern und Skandal zu schreien. Um anzufangen, um nicht im Allgemeinen zu bleiben und nicht beim Fall, der gerade passiert ist, warum nicht einen Besuch der Ausstellung für die unglücklichen Kinder der dritten Klassen der Matteotti-Schule und ihre Eltern organisieren ?

Quelle: Alfredo Mantovano, la Nuova Bussola Quotidiana

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