Sonntag, 8. November 2015

So sprechen die wahren Männer Gottes

Antonio Socci  auf  Lo Straniero über die wahren Männer Gottes. Hier geht´s zum Original klicken


" SO SPRECHEN DIE WAHREN MÄNNER GOTTES UND DIE WAHREN HIRTEN (ANDERS ALS DIE DEMAGOGEN, DIE SIE DAUERND HERABSETZEN, UM SICH SELBST ZU ERHÖHEN)"

"Was kann uns der dritte Fall Jesu unter dem Kreuz sagen? Wir haben an den Sturz des Menschen insgesamt gedacht, an den Abfall so vieler von Christus in einen gottlosen Säkularismus hinein. Müssen wir nicht auch daran denken, wie viel Christus in seiner Kirche selbst erleiden muss? Wie oft wird das heilige Sakrament seiner Gegenwart missbraucht, in welche Leere und Bosheit des Herzens tritt er da oft hinein? Wie oft feiern wir nur uns selbst und nehmen ihn gar nicht wahr? Wie oft wird sein Wort verdreht und missbraucht? Wie wenig Glaube ist in so vielen Theorien, wie viel leeres Gerede gibt es? Wie viel Schmutz gibt es in der Kirche und gerade auch unter denen, die im Priestertum ihm ganz zugehören sollten? Wie viel Hochmut und Selbstherrlichkeit? Wie wenig achten wir das Sakrament der Versöhnung, in dem er uns erwartet, um uns von unserem Fall aufzurichten? All das ist in seiner Passion gegenwärtig. Der Verrat der Jünger, der unwürdige Empfang seines Leibes und Blutes, muss doch der tiefste Schmerz des Erlösers sein, der ihn mitten ins Herz trifft. Wir können nur aus tiefster Seele zu ihm rufen: Kyrie, eleison - Herr, rette uns (vgl. Mt 8, 25)."

Joseph Ratzinger, Papst Benedikt XVI, Karfreitag 2005

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"....Es wäre gut, mit dieser Überlegung sofort auf dem richtigen Weg zu beginnen, um zwei mögliche und gefährliche Umwege zu vermeiden. 
Der erste Umweg wäre der, zu glauben, daß das Konzil eine Ära eröffnet habe, die so neu ist, daß sie zu einer Entwertung der Tradition und einer Distanzierung und Intoleranz gegenüber der Kirchentradition ermächtigt habe.


Bei vielen gibt es einen seelischen Zustand der radikalen Intoleranz gegenüber dem "Gestern" der Kirche: gegen Menschen, Institutionen, Gebräuche, Lehren - alles wird sofort beiseite geschoben, wenn es den Stempel der Vergangenheit trägt.

Und so gibt es einen kritischen, unversöhnlichen Geist, der diese unkontrollierbaren Innovatoren das ganze kirchliche System von gestern verurteilen läßt, sie sehen nur noch Fehler und Mängel, Unfähigkeit und Ineffizienz als Ausdruck Katholischen Lebens der Vergangenenheit.

Mit Konsequenzen, die zu vielen und ernsthaften Überlegungen führen und den historischen Sinn des Lebens der Kirche verdunkeln würden, der das kostbarste Wesensmerkmal unserer Kultur ist.
Er wird durch einfache Sympathie für alles, was außerhlab der Kirche ist, ersetzt: der Feind wird sympathisch und beispielhaft, der Freund wird unsympathisch und unerträglich.

Wenn dieser Prozess nicht gemäßigt wird,  wird er am Ende zu der Überzeugung  Grund geben, daß es legitim sei, sich eine hypothetische Kirche vorzustellen, die völlig von dieser unserer heutigen verschieden ist: eine erfundene Kirche - sagen wir - für die neue Zeit - in der jedes lästige Band des Gehorsams abgeschafft ist,  jede Grenze der persönlichen Freiheit und jede eindrucksvolle Form der Heiligkeit.
DIese Deviation ist nur allzu möglich. Aber es ist zu hoffen, daß ihre offensichtliche Maßlosigkeit den Irrtum bloßlegen wird: das aggiornamento - also die Erneuerung der Kirche - die das Konzil wollte - tendiert sicher nicht zu dieser Loslösung von der historischen, institutionalisierten und bewährten Realität."......

Papst Paul VI (Januar 1970)

Quelle: LoStraniero, Antonio Socci


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