Mittwoch, 23. Dezember 2015

Fundstücke - den Kirchen ins Gebetbuch geschrieben

Ich liebe ja meine Kirche über alles und hier in München sind wir ja in der glücklichen Lage, diese ganze Politisiererei zu ignorieren und dort hinzugehen, wo Kirche noch Kirche ist.
Dass es immer mehr werden, die das so sehen, sieht man, dass es gerade dort immer voller wird, wo es gute Predigten und eine schöne Liturgie gibt. Das war in der Adventszeit sogar an Wochentagen zu beobachten.

Gestern abend im heutejournal muss dann mal wieder ein Interview mit einem evangelischen Kirchenvertreter stattgefunden haben - der beim AdG-Autor Martin Esser zu der Überlegung geführt hat, dass sich die Kirchen von ihrer Einmischung in die derzeitige Politik einen Bedeutungsgewinn erhoffen.
Dieser Satz kommentiert die Veränderung in unserer Kirche ziemlich deutlich:

"Deus caritas est hat mein alter Papst Benedikt gesagt - nicht res publica caritas est. Unter dem Nachfolger Franziskus, man kann ihn als netten Papa sehen, aber auch als linkspopulistischen Scharfmacher, da bin ich nicht schlüssig, da will man wieder Politik machen. Und die Konkurrenz um Käßmann will mithalten."

So wird das aber wohl eher nix. Da hat Alexander Kissler in Cicero mal wieder einen besseren Vorschlag:
"Weihnachten heißt auch Missionieren
Doch wer das größte Mysterium der Menschheitsgeschichte in der winzigen Münze der aktuell guten Gesinnung ausbezahlt, der hätte besser geschwiegen. Staatsfrommes Politisieren ist noch keiner Glaubensgemeinschaft bekommen.
Es bedeckt notdürftig eine missionarische Unlust. Wer an die Einmaligkeit dieser Menschwerdung glaubt – niemand muss es, aber von Kirchenleuten sollte man es erwarten –, der darf den missionarischen Imperativ von Weihnachten nicht beiseite schieben." 
Missionieren ist ja auch in früheren Zeiten die Aufgabe der Kirche gewesen. Über viele Jahrhunderte wurden Missionare in die Welt geschickt, um das Evangelium zu verkünden - und viele haben dabei ihr Leben verloren. Die vielen Märtyrer unter den Heiligen sprechen da eine deutliche Sprache.
Und heute, wo es so einfach wäre?
Da können wir wohl lange warten. Aber Weihnachten ist ja auch ein Fest der Hoffnung. Und die dürfen wir nicht aufgeben.


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