Freitag, 4. Dezember 2015

Klimawandel: Schweigen ist Gold.

Pater Jorge Gonzales Guadalix, Priester in Madrid, schreibt bei infocatolica über die Klimakonferenz und den Klimawandel aus Sicht der Kirche. Hier geht´s zum Original, das wir bei Benoît XVI-et-moi gedunden haben :   klicken  Lesen!

                 
                        "KLIMAWANDEL: SCHWEIGEN IST GOLD"

"Heute ist mir wieder eine der Gemeindeversammlungen eingefallen, bei denen man über so ungewöhnliche Dinge - wie die Option für die Armen - spricht. Einer der Teilnehmer, ein Versammlungsexperte mit Theologiestudium - der aber nicht bis zur Ordination gelangte - sagte uns, daß während wir, die Reichen, Rinderfilet äßen, Entrecôtes und Meeresfrüchte, sie - die Armen sich mit einigen Sardinen begnügen müßten, die zudem noch ihre Gesundheit ruinierten.
Kurz also solche Sachen.
Jahre sind vergangen und man läßt uns entdecken, daß Sardinen sehr gesund sind, wirklich sehr gesund. Und schlecht, aber wirklich schlecht sei es, rotes Fleisch zu essen und Meeresfrüchte.
Gut, ich sage das, damit wir verstehen daß es eine Sache ist, daß die Armen das Recht auf ein würdiges Leben haben, das die Ernährung einschließt, Freizeitvergnügen, Kultur, Gesundheit und alles, was man will, daß es aber eine andere Sache ist, uns in einer Debatte zu engagieren, ob wir Sardinen oder Steak essen sollen - da geraten wir in Konfusion.
Das scheint mir auch bei dieser ganzen Affäre mit dem Klimawandel so zu sein. Die ganze Welt - besonders die sich selbst als katholische Progressisten oder Ökologisten definieren, wie der berühmte Leonardo Boff, verbringt den Tag damit, zu uns von der Ozonschicht und ihren Löchern zu sprechen, von Umweltverschmutzung, Kernenergie nein Danke, von Kohlendioxyd und der Erwärmung des Planeten.

Ich denke, daß ein Katholik immer dahin kommen kann, zu bestätigen, daß die Schöpfung gut ist - als Werk Gottes - und daß es notwendig ist, sie zu pflegen, sowie aus der Welt einen bewohnbaren Ort zu machen, in dem wir in Frieden voran gehen können. Gedankenstrich.
Der Rest - ob es besser oder weniger schlecht ist, Kernkraftwerke, Wasserkraftwerke, thermische- und Windkraftwerke abzuschaffen,  zum natürlichen Leben einer Tomate zurück zu kehren und sich im Fluss zu waschen, oder auf organische Brennstoffe zurück zu greifen, sollen Wissenschaftler entscheiden.




Die Experten sagen, daß der Planet Erde Eiszeiten und brüske Temperaturanstiege erlitten hat und daß heutige Wüsten Ozeane waren. Unter ihnen sind sicher auch Katastrophiker. Andere sind relativ ruhiger.
Sie haben das Wissen. Sie sollen forschen, um aus dieser Welt eine liebenswerte Welt zu machen.

Die Kirche hat eine andere Mission. Was den Gläubigen ansteht - besonders unserer Hierarchie - ist, an die Schöpfungstheologie zu erinnern und die moralische Verpflichtung, sich um den Planeten zu kümmern.
Der der unsere ist, ist darum daran zu erinnern, daß der Mensch über dem Gewinn um jeden Preis stehen muß.
Es ist unsere Aufgabe, nicht den ausgewogenen Blick zwischen Fortschritt und Menschwürde zu verlieren, damit wir wissen, daß Fortschritt um jeden Preis nicht möglich ist und daß man eine Harmonie bewahren muß. Und das ist alles.

Uns in die Belange der Ozonschicht einzumischen, in die Erwärmung des Planeten, die CO2-Verschmutzung, daß man mit Kernkraftwerken Schluss machen muß oder sie fördern, die Probleme der Korallenriffe lösen, oder einen Appell gegen die Nutzung fossiler Brennstoffe lanzieren, ist nichts weiter als ein Fehlen des normalen Menschenverstandes und uns das Leben aus unsinnigen Gründen schwer zu machen, ob wir Pfarrer das tun oder die Theologen oder sonst wer.
Weil wir es nicht wissen und weil die Dinge absolut nicht klar sind und wir folglich riskieren, uns mit sonstwas konfrontiert zu sehen.
Deshalb bekräftige ich, daß bei diesen Themen Schweigen Gold ist!
Pflegen wir die Schöpfung, beschäftigen wir uns damit, die Menschenwürde zu beschützen. Erinnern wir uns an das notwendige Gleichgewicht zwischen der Pflege der Schöpfung, der Menschenwürde, dem menschlichen Fortschritt und der Gerechtigkeit
Aber lassen wir die Wissenschaftler sich über den Weg, das zu tun, einigen. Und wir als Priester - oder mehr - glauben wir nicht, daß wir sofort überall Brücken bauen können.

Haben wir Galileo schon vergessen?  Vorsicht also, und jeder bleibe bei seinem Metier.

Quelle: Pater Jorge G.Guadalix, infocatolica, BenoîtXVI-et-moi 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen