Sonntag, 6. Dezember 2015

Licht, mehr Lichter, Lichterfülle und eines für den nächsten Schritt, das genügt

Ich komm gerade von draußen und ja es sind nicht mehr nur die Tannenspitzen, auf denen goldene Lichtlein blitzen.
Sondern die Städte, Schaufenster und Häuser werden von wahren Lichtvorhängen geziert und ich muss sagen, auch wenn immer noch gilt. "Die größten Atheisten haben die schönsten Weihnachtsfenster" und man oft das Gefühl hat, es geht um Kitsch as Kitsch can, es gefällt mir einfach!
Dennoch scheint es so, als wäre trotz oder wegen, oder völlig unabhängig davon, der Glaube am Niedergehen.
Manche freut es, viele halten es für überfällig und wenn man so in die Welt hineinschaut, scheint es, trotz der Lichterfülle, allüberall an Erleuchtung zu mangeln.

Nun besonders originell ist das nicht, wie schon John Henry Newmann vor knapp 200 Jahren feststellte,

Lead, Kindly Light, amidst th'encircling gloom,
Lead Thou me on!
The night is dark, and I am far from home,
Lead Thou me on!
Keep Thou my feet; I do not ask to see
The distant scene; one step enough for me.

I was not ever thus, nor prayed that Thou
Shouldst lead me on;
I loved to choose and see my path; but now
Lead Thou me on!
I loved the garish day, and, spite of fears,
Pride ruled my will. Remember not past years!


So long Thy power hath blest me, sure it still
Will lead me on.
O'er moor and fen, o'er crag and torrent, till
The night is gone,
And with the morn those angel faces smile,
Which I have loved long since, and lost awhile!

Meantime, along the narrow rugged path,
Thyself hast trod,
Lead, Saviour, lead me home in childlike faith,
Home to my God.
To rest forever after earthly strife
In the calm light of everlasting life."

Es scheint wirklich so, daß je mehr  man selber sehen, bestimmen und machen will, umso mehr verlischt das Licht des Glaubens, aber dennoch steckt in allem weltlichen Streben  die Sehnsucht nach des Engels Ansicht, dass ich geliebt habe, und dann verloren habe, aber dennoch immer geliebt habe.

Freundliches Licht inmitten der mich umzingelnden Finsternis, Führ du mich an....

Ein wunderschönes Lied.
Führ mich heim im, oder auch in, einen  kindlichen Glauben, heim zu meinem Gott, Um immer zu ruhen nach diesem irdischen Streit im ruhigen Licht des ewigen Lebens.

So ist es ganz adventlich das Lied, auch wenn man einwenden könnte, dass Advent ja meint, dass das Licht zu uns kommt, aber auch hier muss man sehen, dass Gott uns im Advent entgegen kommt, weil wir es; trotz aller wahren Sehnsucht nach dem Wahren, Schönen, Guten, dem Göttlichen, nicht schaffen das Licht für den nächsten Schritt zu sehen und statt dessen den  anderen Lichtern, den Irrlichtern,  folgen.

Hier eine gesungene Version anlässlich des Pastoralbesuchs Papst Benedikts XVI in England, wo er John Henry Newmann selig sprach.


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