Mittwoch, 30. Dezember 2015

Zwischen den Jahren, die stille Zeit

Die Zeit "zwischen den Jahren" meint die Zeit zwischen Weihnachten und Advent.
Und ja diese zeit hat, aller oft beklagten Weihnachtshektik zum Trotz dennoch eine gewisse Stille.
Die Festmähler sind gekocht, verspeist, die Geschenke verteilt, die Gottesdienste und Festkonzerte sind absolviert und das neue Jahr, in dem alles besser werden soll, das ist noch nicht da.
Es ist schon eine stille Zeit, wo vorher doch von der Stille eher so geredet und gesungen wird, dass es einem fast vorkommt wie Realsatire. Und da passt es doch, wenn es im Eröffnungsvers der Messe von heute heißt:


Als tiefes Schweigen das All umfing
und die Nacht bis zur Mitte gelangt war,
da stieg dein allmächtiges Wort, o Herr,
vom Himmel herab, vom königlichen Thron.
   


stammen tut das aus dem 18. Kapitel des Buches der Weisheit, Vers 14

die Fortsetzung allerdings, nun ja, die schmeckt uns eher weniger, erschreckt sogar, zumindest mich, und passt überhaupt nicht zur seligen Weihnachtsstimmung der "Stillen Nacht" sei aber dennoch hergeschrieben:

Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war,
da sprang dein allmächtiges Wort vom Himmel, vom königlichen Thron herab als harter Krieger mitten in das dem Verderben geweihte Land.
Es trug das scharfe Schwert deines unerbittlichen Befehls, trat hin und erfüllte alles mit Tod; es berührte den Himmel und stand auf der Erde. 17Plötzlich schreckten sie furchtbare Traumgesichte auf und ungeahnte Ängste überfielen sie.
Einer stürzte hier, ein anderer dort halb tot zu Boden und bekannte, aus welchem Grund er sterben musste.
Denn die erschreckenden Träume hatten es ihnen vorausgesagt; sie sollten nicht umkommen, ohne zu wissen, warum sie so Schlimmes erlitten.
Auch die Gerechten lernten eine Probe des Todes kennen:.........

Irgendwie versteht man dann die dringende Aufforderung zum Gebet so zahlloser Heiliger.

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