Samstag, 31. Januar 2015

Das liebe Geld? Wirklich?

Oder doch eher der Franziskus-Effekt oder Politisierung der Kirche?

Man erlebt ja so manche Überraschung in diesen Tagen. Da geistert ein WON-Artikel durch die katholischen Medien, in denen die Menschen mal wieder darauf vorbereitet werden sollen, warum so viele die Kirchen verlassen: Die Banken sind schuld, tönt es unisono aus den Leitungsbüros der katholischen und evangelischen Bischofssitze. Ist doch schön, wenn man einen Sündenbock gefunden hat und aller Welt mitteilen kann, dass die Kirchenaustritte im Jahr 2014 allein auf der Tatsache beruhen, dass die Banken Kapitalertragssteuer direkt an die Kirchen abführen müssen.
Da rechnen wir doch mal auf dem kleinsten Nenner: 800 Euro Kapitalertrag sind steuerfrei. Das was darüber liegt muss also mit 25% versteuert werden. 8 % darauf gehen an die Kirche. Man muss also schon ein sehr großes Vermögen haben, dass dieser Betrag überhaupt ins Gewicht fällt. Aber sei's drum. Die Ausrede mit den Banken lässt die Kirchenführer ruhig schlafen, denn gegen die "Geiz-Mentalität" kann man halt nix machen.

Nun, da möchte ich doch einigen Herren mal empfehlen, sich einmal die inzwischen mehr als 700 Kommentare unter diesem Artikel durchzulesen. Neben den üblichen linken Sprechblasen à la, die Kirche hat zuviel Geld und bekommt zuviel Geld (gääääähn), kommen da ganz andere Austrittsgründe zutage. Sehr oft hat man den Eindruck, dass die meisten mit der Politisierung der Kirche nicht einverstanden sind.

Auguri, Msgr. Marini

Guido Marini feiert heute seinen 50. Geburtstag. Wir gratulieren und wünschen noch viele gesunde Jahre und segensreiches Wirken an der Seite des Papstes.

Christus und die Armen

es schallt einem ja allüberall entgegen, Christus sei gekommen, weil wir von selber nicht auf die Idee kämen, dass man den Armen helfen täten müsse.
Meines Erachtens ist das so, wie es in Ausschließlichkeit  verkündet wird, schlicht  und ergreifend verkehrt und besonders verkehrt wird es dann, wenn sich dazu auch noch ausgerechnet auf Franz von Assisi berufen wird.
Franz von Assisi liebte die Armut, wollte sie lieben, lernte sie zu lieben, aber es ging ihm nicht  um die Armen!

Sandro Magister: "Die Civiltà Cattolica hat nicht immer Recht...das sagt ein Jesuit"

Sandro Magister scheint mit seinem Artikel "Die Bischöfe der Philippinen unter Druck, geprüft und verworfen" über die Kritik des Jesuiten Pierre de Charentay von letzter Woche (wir berichteten) an diesen Bischöfen in eine Art Wespennest gestochen zu haben. Während von halboffizieller Vaticanseite und der SJ -via Twitter- versucht wurde, zu behaupten, der zur Redaktion von Civiltà Cattolica gehörende Franzose habe überhaupt nichts über die Philippinen geschrieben (was erwartungsgemäß nicht aufrecht zu erhalten war, weshalb im Laufe des Abends die Tweets gelöscht wurden) gab es auch positive Rückmeldungen.
Den Brief, den der ebenfalls der Gesellschaft Jesu angehörende Pater Joseph Fessio ihm aus San Francisco schickte, hat Magister gestern bei www.chiesa im L´ Espresso veröffentlicht.
Schließlich ging es dabei, abgesehen von den theologischen Fragen, auch um nicht weniger als seine Reputation als "Doyen" der Vaticanisti.
Hier geht´s zum Original:   klicken

"DIE CIVILTÀ  CATTOLICA HAT NICHT IMMER RECHT. UND DAS SAGT EIN JESUIT!"
Pater Joseph Fessio SJ, distanziert sich von im Römischen Magazin der Jesuiten veröffentlichten Kritik an den philippinischen Bischöfen - schuldig der dezidierten Opposition gegen das "Gesundheitsgesetz"
Sandro Magister, Rom 29.1.2015

"Sie ist nicht unbemerkt geblieben, die harsche Kritik eines autoritativen Jesuiten, der bei der autoritativen "La Civiltà Cattolica" schreibt, an die Adresse der Bischöfe der Philippinen wegen ihrer entschlossenen Opposition gegen das Gesetz "für reproduktive Gesundheit", das erfolgreich vom katholischen Präsidenten Benigno "Noynoy" Aquino durchgesetzt wurde.
Der Jesuit, der die Bischöfe abkanzelte "rückständig" und "verschlossen" zu sein-und das nicht nur im Hinblick auf die Erfordernisse der Moderne sondern auch auf die Wünsche von Papst Franziskus, ist der Franzose Pierre de Charentay, ein früherer Präsident des Centre Sèvres, dem Pariser Institut für höhere Bildung der SJ in Paris, von 2004 bis 2012 Direktor von Études, dem Magazin der Jesuiten in Frankreich und seit letztem Jahr Redaktionsmitglied von "La Civiltà Cattolica" dem Magazin der römischen Jesuiten mit vaticanischem Imprimatur und unter der Leitung des Papst-Intimus Pater Antonio Spadaro.
Der Tadel für die Bischöfe der Philippinen erzielte noch größere Wirkung, weil er mit der Reise von Papst Franziskus in das Land zusammen fiel, das nicht nur in Asien das einzige mit einer katholischen Mehrheit ist, sondern sich auch auch durch eine starke Präsenz der Bischöfe in der Öffentlichkeit auszeichnet.
Als er den Papst in Präsidentenpalast empfing, nutzte der in der Jesuitenschule von Manila erzogene Benigno Aquino, die Gelegenheit, die Philippinischen Bischöfe zu kritisieren und zitierte als er seinen Gast willkommen hieß, aus der vorweihnachtliche Ansprache des Papstes an die Kurie (wir erinnern uns, die mit den 15 kurialen Krankheitsbildern) die Verurteilung jener, "die sich kraft ihrer Rolle selbst zu  Aussäern der Zwietracht machen",  die er gegen die Bischöfe verwandte.

Freitag, 30. Januar 2015

Gratismut - das neue Wahrzeichen von Köln..

Ach, was waren das noch für Zeiten! In Köln war der Karneval die 5. Jahreszeit und wehe, man versuchte einen Kölner am Rosenmontag vom Feiern abzuhalten - der hätte einen glatt einweisen lassen.
Köln, die bunteste Stadt Deutschlands, hat der ganzen Republik gezeigt, wie man richtig feiert und sie haben vor nichts halt gemacht, was anderen Leuten heilig ist.
Im Karneval, da durfte jeder alles. Berühmt berüchtigt waren die Stunksitzungen, wo man ohne Rücksicht auf Verluste gegen Papst und Kirche agieren konnte - und in diesem Zusammenhang Satire unterhalb der Gürtellinie machte. Denn es war ja so lustisch!! Jeder der für diese Art von Satire kein Verständnis hatte, war in Köln unten durch:
Beispiele gibt's genug, das hier sollte reichen:



Und dann Köln! Immer vorne dran, wenn's darum ging Unterhaltung-Protest-Veranstaltungen für ein ausgesuchtes Publikum auf die Beine zu stellen. Die Kölner Musiker, immer vorne dran, wenn sich irgendwo mal einer gegen die "Buntheit" der Stadt ausgesprochen hat. Da kannten die Kölner nix. Schließlich waren sie ja so gut und das mussten sie auch der Welt zeigen. "A....huh" hieß wohl die berühmteste "Demo" dieser Art. Irgendwann hat dann sogar die Kölner Kirche mitgemacht und sogar das Licht ausgeschaltet. Schließlich wollte man ja auch mal zu den "Guten" gehören, nachdem man ja so lange immer in die "böse konservative Ecke" gestellt worden war.
Diese "mutigen" Auftritte werden uns allen noch lange im Gedächtnis bleiben.

Denn ganz plötzlich hat die Kölner der Mut verlassen. Und dabei wollte man es im Rosenmontagszug all denen mal so richtig zeigen, die die "bunten Träume" zum plazten brachten. Sie wollten auch "Charlie" sein und es dem französischen Nachbarn gleichtun, die trotz Drohungen Millionen Menschen auf die Straße gebracht haben. Ein Motivwagen zum Rosenmontag sollte zeigen, wie sehr man auch Charlie ist. Doch dann haben sie wohl gemerkt, dass wahrer Mut nicht umsonst zu haben ist. Was bleibt, ist der Spott. Und den haben sich die Kölner auch verdient:

Der bekannte Karnevalist und Diakon Willibert Pauels äußert sich in einem Interview beim Kölner Domradio und traut sich, solche Worte wie "Weicheier" und "Warmduscher" in den Mund zu nehmen. Das Interview bereitet echtes Lesevergnügen und zeigt, was Karneval wirklich ist.


Fundstück

Gefunden bei : Christliches Forum - hier geht´s zum Original:  klicken

Die Nazikeule, eine der zur Zeit von der  *****presse* meistgebrauchten Waffen gegen stur gegen die
Selbstunterwerfung unter den Islam Kämpfende oder auch nur Mahnende, gegen jeden der dem Slogan ;"der Islam hat nichts mit dem Islam zu tun" nicht folgen mag, geht immer.
Was für die notorischen Benutzer dieser Keule, die man geschlossen dem linksgrünen Spektrum zuordnen kann,und die, wie es aussieht, glauben das Monopol für diese Schlagwaffe aus dem Arsenal des Homo Habilis zu besitzen, gar nicht geht, ist: wenn die "andere" Seite, sprich Konservative, Christen- besonders praktizierende und wirkliche Anhänger der Gedankenfreiheit ihre vermeintlichen Eigentumsrechte an der Bezeichnung "Nazi" verletzen und es gar- auf Indoktrinierungsmethoden der Obengenannten anwenden.
Dann ist die -durch einen Pawlow´schen Reflex unwiderstehlich ausgelöste- Empörung so groß, daß man auch nicht mehr genau hinsieht, wer es wann und wo gesagt hat- da gilt das Prinzip der Kollektivbeschuldigung,
Das durfte Dank der österreichischen Medien gerade beispielhaft Bischof Laun und mit ihm die Welt erfahren.

"Weihbischof Laun weist Vorwurf eines Nazi-vergleichs zurück."

Was war geschehen?
Wir erinnern uns:
Papst Franziskus hatte bei der fliegenden Pressekonferenz während des Rückfluges von Manila die Genderideologie verurteilt und die Art wie sie in Teilen der westlichen Welt in schulischen Lehrplänen den Kindern aufgezwungen werden soll mit den Indoktrinationsmethoden der Hitlerjugend verglichen und ihre Befürworter mit Nazis. Für unsere durchgegenderten Politik-und Medienvertreter eine äußerst bittere Pille, die aber nolens volens geschluckt wurde, weil sie den Pontifex ob seiner Ansichten zu Umwelt-& Wirtschaftsfragen zu ihrem unfehlbaren Idol gemacht haben. Doch diese Pille erwies sich dann für manche als unverdaulich - sie mußten also nach Linderung suchen, wo? Natürlich beim Erbfeind- dem Klerus, nur einige Hierarchie-Ebenen tiefer.

Da kam ihnen Weihbischof Laun gerade recht und ins Spiel.
Der hatte in Maria Wald in der Eiffel ebenfalls über die Genderideologie gesprochen, kein einziges mal das Wort "Nazi" benutzt,  aber sehr wohl die Freiheit verteidigt.
Dazu zitierte er den Erzbischof von Chicago, Kardinal George, der angesichts bestimmter Ideologien sagte:
„Ich sterbe noch im Bett, mein Nachfolger im Gefängnis und der Kardinal wird hingerichtet werden!“


Donnerstag, 29. Januar 2015

Kardinal Müller über die Bedeutung der bischöflichen Doktrinkommissionen

Lorenzo Bertocchi schreibt in La Nuova Bussola Quotidiana über das Treffen der Präsidenten der Doktrinkommissionen in Ungarn. Hier geht´s zum Original klicken

"Am 15. Januar endete das Treffen der Präsidenten der Doktrinkommissionen der europäischen Bischofskonferenzen, der task-force der Bischöfe, die über das depositum fidei wachen. In Gegenwart von Kardinal Gerhard L. Müller und Msgr. Ladaria und der Leitung der Glaubenskongregation ( Ex-Sant´ Uffizio) haben sich die europäischen Repräsentanten im religiösen Herzen Ungarns getroffen.Bevor mit den Arbeitssitzungen begonnen wurde, hat Müller einen Brief mit einer Botschaft von Papst Franziskus vorgelesen, in der er die Wichtigkeit dieser Organe betont " ihre Verantwortung für die Integrität und Einheit des Glaubens und nicht weniger für seine Weitergabe an die junge Generation".

         "MÜLLER WARNT : OHNE GLAUBEN WÄCHST DIE SAAT DES TEUFELS"

In seiner vom Osservatore Romano veröffentlichten Relatio unterstreicht der Kardinal, "daß die Glaubensdoktrin- weit davon entfernt ein abstraktes System zu sein- ein Kristall aus Ideen und Normen ist im Dienst am Leben, des guten Lebens, das von Gott kommt, des im vollen Sinne menschlichen Lebens, im Dienst am Leben der Kirche".
Sie stützt sich vor allem auf ein heute sehr verwirrtes Konzept, das aber Fundament bleibt beziehungsweise die Verbindung von Wahrheit und Erlösung ist, wie uns der Apostel Paulus erinnert "Gott will, daß alle Menschen gerettet werden und die Wahrheit erkennen." (1 Tim, 2,4)
Das ewige Schicksal des Menschen ist nicht von der Verkündung der göttlichen Wahrheit durch Jesus Christus unberührt, zwischen beiden besteht vielmehr eine unauflösliche Verbindung, die vom Menschen eine Entscheidung fordert.
"In diesem Zusammenhang" sagte Kardinal Müller, "erscheint die pastorale Dimension der Bewahrung des rechten Glaubens eminent. Eine pastorale Betreuung, die wirklich im Dienst der ewigen Rettung der Menschen stehen will, erfordert eine konstante Wachsamkeit für die Reinheit des Glaubens."

Wenn es nicht so wäre, wäre sie nur eine "Wellness-und-Komfort-Pastoral", die sich an diese Schatten des new-age anhängt, die unser spirituelles Leben durchdringen und sich lediglich am physisch-psychischen "Sich-Wohlfühlen" orientiert und nicht an einer ernsten und eschatologischen Perspektive.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Was man in Oltretevere flüstert. A. Socci faßt zusammen

Antonio Socci faßt im "Lo Straniero" im Libero zusammen, was in Oltretevere hinter den Vaticanischen Mauern und davor leiser oder oder lauter zu den während der letzten Reise gesprochenen päpstlichen Worten gesagt wird.
Hier geht´s zum Original  : klicken

"Auch die Bergoglianer sind durch Bergoglio erschüttert (und meine Antwort an die Kirchenrechtlerin zur Ungültigkeit des Konklaves 2013)"
Es gibt zwei wichtige Botschaften, die mich aus Oltretevere erreichen. Die erste ist diese: "Im Konklave haben wir alles gesehen".
Und die zweite diese Worte, die aus dem Vatican durchsickerten : "Wir raufen uns die Haare",  von jemandem ausgesprochen, der zuerst Bergoglianer war. Sie haben einen Bezug zur letzten Reise -aber nicht nur.

EINE ENTHÜLLENDE REISE
In diesen Tagen hat es päpstliche Entgleisungen gegeben, die Lärm und Skandal verursachten: der Fausthieb für die, die "schlecht von meiner Mutter sprechen" (ein erstaunlicher Kommentar zum Massaker von Paris) und die Katholiken, die wie die Kaninchen Kinder "machen" (unglücklicherweise kein einfacher Witz, weil der gesamte Kontext fragwürdig war)
Der Vorwurf an die Frau mit den vielen Kaiserschnittentbindungen hat ebenfalls Staunen hervorgerufen: hätte sie gesagt, sie benutze die Pille und sei geschieden, hätte Bergoglio geantwortet : "who am I to judge?".
Und jedesmal "war der Flicken schlimmer als das Loch."
Der Papst ging soweit, das Evangelium als Theorie zu definieren- etwas anderes als das menschliche Leben.
Aber es kam -auch die Doktrin betreffend-noch schlimmer.

In Manila beispielsweise hatte er den geschriebenen Redetext zur Seite gelegt und sagte: "das unschuldige Leiden sei die einzige Frage, auf die es keine Antwort gibt."
Die Kirche hat immer gelehrt, daß die Antwort sehr konkret ist: es ist der Gekreuzigte, der sich alles menschliche Leid auflädt, uns erlöst und Leid und den Tod besiegt und den Menschen den Weg zur ewigen Seligkeit öffnet.
Aber Bergoglio sagt, es gäbe keine Antwort, und selbst wenn er zu glauben scheint, daß das Wort Gottes davon weniger weiß als wir: "Erst als Christus weinen konnte, hat er unser Drama verstanden".
(Eine sehr gewagte christologische These)

Einige Stunden vorher, anläßlich des Besuches in einem buddhistisichen Tempel, hat Papst Franziskus Loblieder auf die Interreligiosität gesungen, also ein Gemisch aus den verschiedenen Religionen, die er als Gnade beurteilt hat.
Das hatte es noch nie gegeben, aber das Gebet und die Anbetung in der Moschee- nach Mekka gewandt und die nachgiebige Haltung gegenüber dem Islam und dem muslimischen Terror hatte es auch noch nie gegeben,.
Der seinem großen Amt gegenüber inadäquate Mensch Bergoglio ruft bei vielen von uns Verständnis hervor, das Unvorbereitetsein macht uns sogar mitleidig, aber seine Überzeugung Papst zu sein, die bedeutet, seinen persönlichen, eigenen Ideen zuzustimmen, lösen Schmerz und Spaltung aus.
Weil es die Kirche Christi ist. Und Simon darf niemals über Petrus siegen.

Sandro Magister über die Ermahnungen Pater Charentays an die philippinischen Bischöfe, sich zügig den Erfordernissen des Zeitgeistes anzupassen.


Sandro Magister :    "Die Bischöfe der Philippinen unter Druck, geprüft und verworfen."
Hier geht´s zur englischen Version des Originals:    klicken 

"Der Jesuit Pierre de Charentay tadelt in Civilta Cattolica die Bischöfe wegen ihrer hartnäckigen Opposition gegen Gesetze zur Empfängnisverhütung, Scheidung, und HS-Ehe. Und der Papst verteidigt sie nicht.
Die Wirkung der Philippinen-Reise von Papst Franziskus auf die öffentliche Weltmeinung wurde von seiner unglücklichen Bemerkung über die "guten Katholiken", die es "nicht wie die Kaninchen machen" überschattet.

                            "Franziskus, Kinder und Kaninchen. Ein Postscriptum"

In allen päpstlichen Reden während dieser Reise, sowohl den geschriebenen als auch den aus dem Stegreif gehaltenen, kann man nur wenig über die Besonderheiten dieses einzigartigen asiatischen Landes mit einer soliden katholischen Mehrheit finden.

Apostolische Reise vom 12.-19. Januar 2015
Die Katholische Kirche brachte es wegen ihrer führenden Rolle in der friedlichen Revolution des Volkes, die dem Marcos-Regime 1986 ein Ende bereitete, weltweit bis in die Nachrichten. Aber es gibt wenig Wissen darüber, was vor und nach diesem Ereignis geschah.

Ein bekannter Jesuit hat nun diese Lücken gefüllt: der Franzose Pierre de Charentay, der frühere Präsident des Centre Sevres, dem Pariser Institut für Höhere Bildung der SJ, von 2004 bis 2012 Direktor der Zeitschrift der französischen Jesuiten "Etudes" und seit letztem Jahr Mitglied des Redaktionsteams von Civiltà Cattolica, dem Magazin der römischen Jesuiten, das unter der Leitung des Papstintimus Kardinal Spadaro mit vaticanischem Imprimatur erscheint.

In Verbindung zur Reise des Papstes veröffentlichte Pater Charentay ein Buch über die Philippinen, das Pater Lombardi, Mitbruder des Autors und Direktor der vaticanischen Pressebüros den Journalisten vor der Reise zur Lektüre empfahl und von dem man glaubt, dass der Papst es gelesen hat:
"P. de Charentay: "Die Philippinen, asiatischer und katholischer Archipel", Lessius Éditions,Namur,

Das Buch profitiert von Pater Charentays persönlicher Kenntnis der Philippinen, die er seit 1982 mehrmals besuchte und auf denen er 2013 ein ganzes Jahr verbrachte.
Und wirklich, es ist spannend zu lesen wegen seines Reichtums an präzisen historischen Rekonstruktionen, der Schärfe seiner Analysen, der Flüssigkeit des Stils und der vielen Überraschungen, die es für den Leser bereit hält.
So prangert es die Art und Weise an, in der auf den Philippinen sogar jene öffentlich entschuldigt und juristisch voll rehabilitiert werden, die schwerwiegender Verfehlungen für schuldig befunden wurden ( unten einige Beispiele)
Ebenfalls erstaunlich ist Pater Charentays Beschreibung des größten Gefängnisses, das einem großen geschlossenen Dorf ähnelt, in dem die Insassen sich relativ frei bewegen und sich selbst verwalten.

In dieser Hinsicht könnte es von Interesse sein, zu erfahren, wie Papst Franziskus diese typisch philippinische Gnadenpraxis mit der Barmherzigkeit, die das Hauptmerkmal seines Pontifikates ist, in Verbindung bringt.
In einem weiteren sehr interessanten Kapitel beschreibt Pater Charentay den kürzlichen Konflikt zwischen den Bischöfen und der Regierung über das Gesetz zur Empfängnisverhütung.

Dienstag, 27. Januar 2015

Franziskus und die Medien

Mit Erlaubnis der bloggerin von "benoit-et-moi" geben wir hier die Übersetzung ihres Beitrages zum Thema "Die Medien und Papst Franziskus" wieder:   klicken
Als Illustration des letzten Gänswein-Interviews und im Zusammenhang mit den berühmten Karnickeln hat sie darin noch einmal einen Artikel vom Januar 2014 aktualisiert.

                                                 "Franziskus und die Medien"
"Die Worte des Papstes über die Kaninchen haben dem Szenario, das sich seit 2 Jahren in regelmäßigen Abständen wiederholt, noch mehr (als die eh schon reichlich vorhandene) Aufmerksamkeit beschert.
Angesichts der spontanen Kritiken, haben sich die üblichen diensthabenden "Feuerwehrleute" , weil diese Fälle sich häufen, von mal zu mal weniger gut gelaunt, in die Löscharbeiten gestürzt, in dem sie zum tausendsten mal beklagten, daß die Worte des Papstes aus dem Zusammenhang gerissen worden seien ( auch wenn es hier nicht auf den Zusammenhang ankam sondern auf die Ausdrucksweise) und daß die Medien absichtlich seine bewundernswerten  Reden, alle perfekt im Gleichklang mit der Lehre- verdunkeln, so auch die, die er kürzlich bekannterweise auf den Philippinen zur Familie gehalten hat ( eine ziemlich vorhersehbare Sache: der Papst DARF nicht öffentlich der Lehre widersprechen, wenn die Journalisten- selbst die religiösen- die Rede des Papstes lesen, das kann man seit langem wissen) kurz gesagt: ihr hättet verstanden, daß die Medien den Papst instrumentalisieren. Alles ist ihre  Schuld.

Nachdem ich die Behandlung, die die selben Medien Benedikt XVI  acht Jahre lang angedeihen ließen, verfolgt habe, habe ich zu dieser Frage ein eigene Idee. Die beginnt mit der simplen Feststellung, daß man die Behandlung durch die Medien, die Benedikt erlitten hat, nicht mit der durch Franziskus provozierten vergleichen kann.

Zur Zeit Benedikts XVI waren es die Medien, die jedesmal, ohne auch nur überhaupt auf die kristallklare Sicherheit seiner Lehre einzugehen, die Feuer entzündeten. Heute ist es der Papst selbst. Das ändert alles.
In dem Interview, das Georg Gänswein kürzlich einem deutschen Magazin gab, hat er starke Worte zum Verhältnis des Papstes zu den Medien gefunden:

Frage:  "Hat  Franziskus eine bessere Kontrolle der Medien als sein Vorgänger Benedikt XVI?"
Antwort "Franziskus behandelt die Medien offensiv. Er benutzt sie intensiv und direkt."
Frage: "Und auch geschickter?"
Antwort: "Ja, er benutzt sie sehr geschickt."
Man könnte nicht klarer sein.
Während einer Recherche bin ich auf eine "traditionelle" italienische Web-site gestoßen, die ich noch nicht kannte, "Una Vox" die verschiedene Beiträge verschiedener Autoren mit unterschiedlicher Zielsetzung enthält.
Unter den interessantesten Artikeln, die sich dort fanden, ist dieser, der aus dem vergangenen Januar stammt, also aus einer Zeit vor dem Februar-Konsistorium, bei dem der Papst ein ebenso überraschendes wie explizites Loblied auf Kardinal Kasper sang- und vor allem lange vor der Oktober-Synode.
Diese Erinnerung an die Chronologie macht die Analyse des Verhältnisses von Papst Franziskus zu den Medien ( gerade von Msgr. Gänswein bestätigt) anhand eines praktischen Falles umso überzeugender.
Quelle: benoît-et-moi 25.1. 2015


Das größte Geschenk Gottes an die Menschheit ...

... war die Geburt seines Sohnes und die daraus entstandene Kirche.

Dann hat er sich 1756 Jahre Zeit gelassen, um uns eine neue große Freude zu machen.

Am 27. Januar 1756 kam in Salzburg der bisher unerreichte Wolfgang Amadeus Mozart zur Welt.
Bereits im Alter von 4 Jahren fing er an zu komponieren, seine erste Messe schrieb er mit 12.
Das war die Missa Brevis in G, KV 49.

Hier ist das Gloria für das Geburtstagskind:

Montag, 26. Januar 2015

Es gibt so Tage

da braucht's des einfach.




Neue Angriffswelle der Kasperfront

Matteo Matzuzzi kommentiert die neue Angriffswelle der Kasperfront.
Hier geht´s zum Original bei La Nuova Bussola Quotidiana:     klicken

"Das Szenario ist das selbe wie vor einem Jahr: die Weihnachtsfeierlichkeiten und der Jahresbeginn sind vorbei, die Front der Erneuerer, die eine Änderung der bisher in der Katholischen Kirche gültigen Familiepastoral wünschen, läßt wieder die Muskeln spielen.
Zeitgleich mit einigen ihrer illustresten und abgehärtetsten Exponenten.
Der Unterschied ist, das dieses mal sehr viel mehr auf dem Spiel steht:  nach der Synoden im kommenden Oktober kommt der Augenblick der Wahrheit und die Zeit einen Schluss zu ziehen.
Und das wird der Papst tun, niemand anderes.
Schließlich sagte der Generalsekretär der Synode, Kardinal L.Baldisseri vor einigen Tagen in "Avvenire" : "Wir denken, daß diese Periode zwischen den beiden Synoden die wichtigste ist."
Vor einem Jahr war es Kardinal Walter Kasper, der mit seiner Relatio von theologischem Zuschnitt vor dem im Konsistorium versammelten Kardinalskollegium den Tanz eröffnete. Keine Antwort-aber so viele Fragen-hatte der deutsche Purpurtäger, auch wenn die Ausrichtung seiner Thesen ausreichend klar war und das nicht nur, weil Kasper zu  diesem Thema bereits vor 20 Jahren das Seine gesagt hatte.

Dieses mal war es Kardinal Reinhard Marx, dem Erzbischof von München-Freising und Präsidenten der Deutschen Bischofskonferenz vorbehalten, die alte Einladung aus den 90-er Jahren auf den Tisch zu legen.
In einem ausführlichen Interview in der in den USA herausgegeben Zeitschrift der Gesellschaft Jesu, "America", hat er die Probleme weiter gefaßt: es handelt sich nicht nur darum, zu entscheiden, den wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion zu erteilen , notwendig sei auch, so sagte er, "einen Sack voller Arbeit auf dem Gebiet der Theologie abzuarbeiten"
Um das Konzept klarer zu machen, erklärte Marx, daß es die Theologie der Ehe sei, die unter das Mikroskop der Synodenväter gelegt werden müsse: "Ich bin erstaunt, daß einige sagen, daß auf diesem Gebiet alles klar ist. Die Sachen sind nicht klar. Es ist nicht so, daß die Lehre der Kirche von der modernen Zeit bestimmt werden muß, aber es ist eine Frage des aggiornamento, um einen Begriff zhu wählen, den die Leute verstehen."
Es sei also nötig "unsere Lehre dem Evangelium und der Theologie anzupassen, so daß wir auf neue Weise den Sinn dessen, was Jesus gesagt hat, und die Bedeutung der Tradition in der Kirche und der Theologie finden usw. Es gibt viel zu tun."

Ein Mann wie Bayern - zum Tod von Georg Lohmeier.

"Am meisten wünsche ich mir eine Rückkehr zur lateinischen Liturgie...." antwortete Georg Lohmeier auf eine Interviewfrage.

Zeit seines Lebens war der Kirche eng verbunden und wollte zunächst sogar selbst Priester werden. Doch vor der niederen Weihe hat er sich anders entschlossen und begann Theaterwissenschaften zu studieren.
Er blieb aber seinem Freisinger Studienkollegen und Freund Josef Ratzinger verbunden - auch als er Papst wurde.

Das Bayerische Fernsehen hat ein sehr schönes Portrait des großen Königstreuen zusammengestellt: Klicken

Die Münchner Kirchennachrichten ehren den Verstorbenen mit einem schönen Beitrag, der sein Verhältnis zur Kirche und seine Freundschaft mit den Ratzinger-Brüdern beleuchtet. Schön ist vor allem das Bild von der Verleihung des Valentin-Ordens.

R.I.P. Georg Lohmeier. Möge ein schönes lateinisches Requiem seinen Weg in den Himmel der Bayern begleiten.

Fundstück heute im New Yorker Stadtrat: " Was wir hier heute gesehen haben, war nackter, blinder Judenhass! "

Anläßlich des 70.Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau wurde im New Yorker Stadtrat über eine Resolution-auch zu Ehren der dort ermordeten Juden- debattiert. Das konnten eine Gruppe von sogenannten "Aktivisten" nicht widerspruchslos ertragen und fühlte sich genötigt, mit Pöbeln und Schreien und dem Schwenken von Spruchbändern und palästinensischen Fahnen die Sitzung zu stören und das Andenken der Ermordeten zu verunglimpfen.
Auch wenn diese "Aktivisten" auf Nachfrage eine prinzipielle Judenfeindlichkeit immer leugnen und Rassismus nur als gegen sie- als ewige Opfer irgendwelcher finsteren Mächte-gerichtet sehen: jetzt haben sie vielleicht ungewollt der Welt bewiesen, wie es wirklich darum bestellt ist.
Die Wurzel zu dieser Judenfeindlichkleit, die die Araber im Nahen Osten schon mit den Nazis ( wir denken da an die Zusammenarbeit des Großmuftis von Jerusalem mit Hitler & Co zwecks Vernichtung der Juden im Hl. Land) gemeinsam hatten, liegt in den Hadithen (z.B. XXVIII, 18) zum Koran begründet, in denen ganz unverblümt vom Töten der Juden, wo man ihrer habhaft wird, gesprochen wird, heute in einer unguten Liaison mit einer islamophilen aber antisemitischen politischen Linken (die damit nicht hinter dem Berg halten, wie z.B. Boykottaufrufe à la "kauft nicht bei Israelis" beweisen).
Der demokratische New Yorker Stadtrat David Greenfield hielt daraufhin eine Rede, die elsa und blogger "tapferimnirgendwo" bereits veröffentlicht und verlinkt haben:      klicken    und   klicken

Hier der Redetext von David Greenberg

“Ich zittere am ganzen Leib. Ich bin wütend. Ich sage aber auch frei heraus: Ich bin froh darüber, was wir hier heute zu sehen bekommen haben.

Seit Wochen hören wir immer wieder die selben Beteuerungen: “Nein, wir hassen Juden nicht. Wir mögen nur den Staat Israel nicht. Wir haben kein Problem mit Juden. Wir wollen nur nicht, dass ihr nach Israel geht!” Wir wissen aber, dass das nicht der eigentliche Kern der Aussage ist. Heute wurde es bewiesen!

Während wir über eine Resolution gesprochen haben, die sich mit den Morden an 1,1 Millionen Menschen in Auschwitz-Birkenau beschäftigt, ich möchte betonen, neunzig Prozent davon waren jüdisch, aber die anderen zehn Prozent waren politische Dissidenten, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, dies waren die Menschen, die alle gemeinsam in Auschwitz-Birkenau ermordet wurden, während wir darüber gesprochen haben, besaßen diese Leute die Frechheit, die Chuzpe, die Verwegenheit, die Flagge Palästinas zu entfalten und uns anzubrüllen, während wir über Auschwitz sprachen!


Sonntag, 25. Januar 2015

Kardinal Maradiaga: Unumkehrbare Reformen.....

Kardinal Oscar A. Maradiaga, Koordinator des päpstlichen Kardinalsrates, hat in einer Rede in Silicon Valley die von Papst Franziskus beabsichtigte Totalreform der Kirche beschrieben. Dabei hat er auf einen eigenen Text zum Thema zurück gegriffen ("Die Kirche der Gnade mit Papst Franziskus") und läßt keinen Zweifel daran, daß die geplante "Erneuerung der Kirche" in jeder Hinsicht eine totale, unumkehrbare und unkorrigierbare werden soll. rorate-caeli berichtet: klicken

"Es gibt keine wahre kirchliche Erneuerung ohne Transformation der Institutionen, der Qualität und des Schwerpunktes ihrer Aktivität, der Mystik und der Spiritualität. Üblicherweise beginnen Erneuerungen mit den pastoralen Aktivitäten. Weil dort das Auseinanderklaffen eines bestimmten Kirchenmodells und der Realität zuerst erfahren wird. Die Missionare, die Evangelisierer an den Rändern der Kirche erfahren als Erste die Unzulänglichkeit der traditionellen Wege, die Kritik der Pastoral beginnt mit der Erfahrung der Mission in der Peripherie. Änderungen und Anpassungen beginnen dort.

Nach dem II. Vaticanischen Konzil ändern sich die Methoden und Inhalte der Evangelisierung und die Christliche Erziehung. Die Liturgie ändert sich, örtliche Sprachen werden eingeführt, einige Rituale und Symbole wechseln, Maßnahmen für eine größere Teilnahme usw. werden ergriffen.
Die Missionsperspektive ändert sich, der Missionar muß die Kultur, die menschliche Situation kennen, der Missionar muß einen Missionierungsdialog auf diesen Realitäten aufbauen. Das Soziale Handeln ändert sich, es ist nicht länger nur Wohltätigkeit und Entwicklungsdienst sondern auch der Kampf um Gerechtigkeit, Menschenrechte und Befreiung.
Um eine christliche Kohärenz zu erreichen, werden einige institutionelle und organisatorische Änderungen gleichzeitig angedacht, neue Funktionen brauchen passende Institutionen.

Anullierung? Scheidung? und die Lehre von den Sakramenten

Angeregt durch diesen Beitrag hier von Clamormeus, habe ich mir so meine Gedanken gemacht zur anvisierten Erleichterung der Annullierung der Ehe, die ja nicht, wie Luther das so dachte, ein weltlich Ding sei, sondern Sakrament, etwas was aus der Seitenwunde Christi gekommen ist, wie die gesamte Kirche und deshalb gesegnet ist, jedoch vom Kreuz, was man halt merkt und heutzutage nicht will, aber das ist soooo originell  nun auch wieder nicht.
Bloggerkollegin Frischer Wind stellt dann auch dort klar wie das mit den Sakramenten so ist, die wirken nämlich immer, auch wenn der Empfänger nicht die volle Einsicht hat

 Katechismus der katholischen Kirche:
1128 Dies ist der Sinn der Aussage der Kirche [Vgl. K. v. Trient: DS 1608], daß die Sakramente ex opere operato [wörtlich: „aufgrund der vollzogenen Handlung”] wirken. Das heißt, sie wirken kraft des ein für allemal vollbrachten Heilswerkes Christi. Daraus folgt: „Das Sakrament wird nicht durch die Gerechtigkeit des Menschen, der [das Sakrament] spendet oder empfängt, sondern durch die Kraft Gottes vollzogen” (Thomas v. A., s. th. 3,68,8). Sobald ein Sakrament der Absicht der Kirche gemäß gefeiert wird, wirkt in ihm und durch es die Macht Christi und seines Geistes, unabhängig von der persönlichen Heiligkeit des Spenders. (…)


Ich muss ehrlich sagen, seitdem ich die Diskussion verfolge, frage ich mich, wie das denn nun ist mit den Sakramenten?
Weil ich bislang dachte, wenn man ein Sakrament unrechtmäßig empfinge, dann würde man sich dadurch versündigen, außer wenn man Opfer arglistiger Täuschung würde, wobei sich dann der arglistig Täuschende versündigte.

"Anathema contra cuniculum?" ...oder die glücklichen Kaninchen

                            "Lieber Papst, wir Kaninchen  sind so glücklich....."
So überschreibt A.Zambrano seinen Artikel in La Nuova Bussola Quotidiano      klicken    und fährt dann so fort:

"Ich bin ein verantwortungsloses Kaninchen. Und um die Wahrheit zu sagen, schäme ich mich dessen nicht, weil ich mein ganzes Eheleben damit zugebracht habe, mit meiner Frau als schuldhafter Komplizin, die Kinder zu empfangen, die Gott uns gegeben hat, nach der einfachen kleinen, heute so aus der Mode gekommenen Formel.

Ich habe auch wirkliche Kaninchenfreunde, und vor zwei Jahren habe ich unter dem Holzhaus der Kinder im Garten einen Nestplatz für Kaninchen gebaut, die hier wie durch Osmose erschienen sind, sie sind offensichtlich angezogen worden.

Es-ist-schwer-sage-ich, während ich am Computer arbeite und gleichzeitig die Abnahme unseres Bankkontos beobachte, dann das Thermometer aus dem Ohr von Nr 3, Gabriele, nehme, meine Schuhe anziehe, um Nr.4, Giovannino, der an eine Liebe aus dem 18. JH erinnert, zu holen, nachdem ich im Vorübergehen den Tanzkursus von Nr. 2, meinem Liebling, den mir niemand anfaßt!-geregelt und die Laborergebnissse für Nr.1, den wir schon zu 3/4 bei Rui Costa spielen sehen, abzuholen.

Es ist schwer, aber es ist schön, so schön, daß ich mir ein Einzelgängerleben ohne das Geschrei, die ausgerissenen Haare, die auf dem Sofa ausgebreitet liegen, wie von einem hyperaktiven Verrückten (der an Manuel Neuer erinnert), nicht vorstellen kann.
Diese Operation multitasking bewältigt meine Frau besser als ich, sie beklagt sich, stöhnt, aber man sieht, daß ihr Leben erfüllt und nicht durch Überfluss "besetzt" ist. Sie ist eine wunderbare Kaninchen-Frau, die sich mit extremer Ungezwungenheit zwischen Arbeit und der kitchenaid aufteilt. Die Friseurin läßt sie ins Haus kommen und wenn sie sich eine Stunde Shopping gönnt, dann nicht, um mit einer Tüte von Furla wieder zu kommen sondern mit Paketen à 3x2 Frotteesocken.

Sie sagt, daß sie so wie es ist, glücklich ist: eine Kaninchenfrau ohne Strumpfband, glücklich und verantwortungslos. Pizza essen wir höchstens einmal im Monat, und nie in der Pizzeria, weil wir Krachmacher sind und die Nachbarn uns wie Marsmenschen ansehen, aber wenn es passiert, ist es ein Fest.

Samstag, 24. Januar 2015

Kehrwoche: Neue Sitten in Rom?

Der Gipfel der Bescheidenheit: Wie ein Preiß zum Schwaben wird.




Wir erleben es ja täglich und andauernd. Seit der Papst seine "Bescheidenheit" zum hehren Ziel erklärt hat, ist er auch Vorbild für die anderen. Wie wir es ja immer mal wieder mitbekommen, ist ja in Rom ein richtiger Wettstreit ausgebrochen, wer denn nun der Bescheidenste von allen ist. Offensichtlich verteilt der Papst persönlich (in der nächsten Weihnachtsansprache) die Bescheidenheitspünktchen und deshalb will niemand am Ende der Tabelle landen.
Besonders hervor tut sich da unser Münchner Erzbischof, der manchmal den Verdacht erweckt, dass ihm dieses schicke München mit all seinem Glanz und all seiner Pracht eigentlich gar nicht mehr genehm ist. Zudem muss er noch in all diesen prachtvoll barocken Münchner Kirchen die heilige Messe feiern, in einem Rokoko-Palais wohnen, sich in einem 7er umherfahren lassen ... Harte Zeiten, wenn doch grade das Gegenteil en vogue ist. Was also tun?

Franz von Sales über die Ehe

laut der Philothea des heiligen Franz von Sales, dessen Festtag heute ist,. ist die Frucht des Sakramentes der Ehe die Einheit, die Treue und die Kinder, was sich aber nicht automatisch einstellt, sondern als Pflicht gelebt werden muss:

Er erklärt zunächst,
Die Ehe ist ein großes Sakrament: „Ich sage das im Hinblick auf Christus und seine Kirche" (Eph5,32).

Die erste Wirkung dieser Liebe ist die unlösbare Einheit eurer Herzen. Leimt man zwei Fichtenhölzer aneinander, so verbinden sie sich, einen guten Leim vorausgesetzt, so fest, daß man sie viel eher an einer an= deren Stelle spalten kann als an der Verbindungsstelle. Gott aber hat Mann und Frau in seinem eigenen Blut vereinigt; deshalb ist diese Verbindung so stark, dass eher die Seele sich vom Leib trennen soll als der Mann von der Frau. Diese Verbindung betrifft aber nicht in erster Linie den Leib, sondern das Herz, seine Zuneigung und Liebe.

Liebe ist übrigens kein Gefühl, sondern eine Entscheidung, das aber nur nebenbei.

um dann eine zweite Wirkung zu fordern, wobei auch diese wie die erst Wirkung, die Einheit nicht einfach geschieht, sondern erarbeitet und erbetet werden muss, nämlich die Treue
 
 Die zweite Wirkung dieser Liebe muß die unverletzliche Treue zueinander sein

und um dann festzustellen, warum und wieso das alles sein muss, nämlich


Die dritte Frucht der Ehe ist die Zeugung und Erziehung der Kinder. Gott will die Zahl der Seelen vermehren, die ihn die ganze Ewigkeit hindurch loben und preisen dürfen. Es ist eine große Ehre für euch, ihr Eheleute, daß Gott euch dabei mitwirken läßt, indem ihr den Leib zeugt, in den Gott selbst die Seele, die er erschaffen hat, als himmlische Gabe senkt.
Bewahrt also euren Frauen eine zarte, beständige und herzliche Liebe, ihr Ehemänner!

  Deshalb wurde ja die Frau aus nächster Herzensnähe des ersten Menschen genommen, damit sie von ihm herzlich und zärtlich geliebt werde. Die körperliche und geistige Unterlegenheit der Frau darf in euch keinerlei Geringschätzung entstehen lassen, sondern ein gütiges und liebevolles Verständnis. Gott hat sie so geschaffen, daß sie von euch abhängig sei, euch Achtung und Ehrfurcht entgegenbringe, daß sie zwar eure Gefährtin sei, ihr aber zugleich ihr Haupt und Vorgesetzter.



Man kann nur sagen, hätte der Franz von Sales heutzutage gelebt, er wäre auf bischöfliche Veranlassung mit Schweigegebot  und Publikationsverbot belegt worden, sowie nach ganz weit weg versetzt worden.

 
 

Beten für das Licht in der Nacht

Gestern hat Antonio Socci in seinem blog "Lo Straniero" in einem Beitrag über die Papst-Messe in Manila (er schreibt auf die Kommunionausteilung bezugnehmend- "nicht nur die Super-Messe aller Zeiten sondern auch eine Schande") dazu aufgerufen, für unseren emeritierten Papa Benedetto zu beten klicken

Zunächst zitiert er aus dem Text, den der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal J. Ratzinger, für die Via Crucis 2005 geschrieben hat :

"Was kann uns der dritte Fall Jesu unter dem Kreuz sagen? Wir haben an den Sturz des Menschen insgesamt gedacht, an den Abfall so vieler von Christus in einen gottlosen Säkularismus hinein. Müssen wir nicht auch daran denken, wie viel Christus in seiner Kirche selbst erleiden muß? Wie oft wird das heilige Sakrament seiner Gegenwart mißbraucht, in welche Leere und Bosheit des Herzens tritt er da oft hinein? Wie oft feiern wir nur uns selbst und nehmen ihn gar nicht wahr? Wie oft wird sein Wort verdreht und mißbraucht? Wie wenig Glaube ist in so vielen Theorien, wie viel leeres Gerede gibt es? Wie viel Schmutz gibt es in der Kirche und gerade auch unter denen, die im Priestertum ihm ganz zugehören sollten? Wie viel Hochmut und Selbstherrlichkeit? Wie wenig achten wir das Sakrament der Versöhnung, in dem er uns erwartet, um uns von unserem Fall aufzurichten? All das ist in seiner Passion gegenwärtig. Der Verrat der Jünger, der unwürdige Empfang seines Leibes und Blutes, muß doch der tiefste Schmerz des Erlösers sein, der ihn mitten ins Herz trifft. Wir können nur aus tiefster Seele zu ihm rufen: Kyrie, eleison - Herr, rette uns "


Socci fährt dann mit seinem Gebetsanliegen fort:
"UNSER LIEBER, GROSSER PAPA BENEDETTO.....ICH MÖCHTE EUCH ALLE BITTEN, GLÜHEND FÜR IHN ZU BETEN, DASS DER HERR IHN NOCH LANGE UNTER UNS LÄSST : WIE EIN LICHT, DAS IN DER NACHT DER WELT ANGEZÜNDET WURDE."

Illustriert hat er seine befolgenswerte Bitte mit einem Video, das anläßlich des 60. Jahrestages der Priesterweihe der Ratzinger-Brüder zusammengestellt wurde, um-wie er schreibt-an das große Lehramt Benedettos und seine erleuchtete Person zu erinnern.
        

Quelle: Lo Straniero, A. Socci, Benboît-et-moi

Freitag, 23. Januar 2015

Karnickel und kein Ende!

Deshalb auch unser tweet des Tages:





Könnt ihr jetzt nicht mal aufhören, scheint der putzige Kerl auf dem Bild zu denken.

Nö, können wir nicht, ist ja das einzige lustige Thema der Woche. Und deshalb hat auch die FAZ noch einmal nachgelegt.

Es ist das höchste der Gefühle ....

... garantiert Kaninchen-frei:


Alexander Gnocchi: "Katholische Kaninchen Dank Interreligiosität? Nein Danke, ich ziehe es vor katholsch zu bleiben."

Alexander Gnocchi möchte auf die Freuden der neuen Interreligiosität verzichten, die Papst Franziskus nach seiner Ostasienreise so warm gepriesen hat. Er will katholisch bleiben. Wir auch.
Hier geht´s zum Original:   klicken

"Katholische Kaninchen Dank der Interreligiosität? Nein Danke, ich ziehe es vor, katholisch zu bleiben."

"Viel besser als "Je suis Charlie". Wenn die Idee nicht ein Gleichmaß an Mut verlangte und die Katholiken genügend Humor hätten, vor allem aber, wenn es genügend Gläubige gäbe, die sich der Schwere der Schläge bewußt sind, unter denen das Schiff Petri hin und her schwankt, jener Schläge, die ihm von dem zugefügt werden, der es führen sollte, würden sie sich beim nächsten Angelus mit dem Schild "Je suis lapin" präsentieren, ( wenn es also genügend Gläubige gäbe) wie es jene Väter und Mütter sind, die ohne die "verantwortliche Elternschaft" , die dem  vom Ende der Welt gekommenen Pontifex, der vom Ende der Welt kommt,  so am Herzen liegt, zu berücksichtigen, die christliche Zivilisation aufzubauen und zu verbreiten,

Aber das würde nichts nützen, es wäre als ob man gegen eine Gummiwand anrennt, dieser Papst ist das perfekte Abbild dieser Kirche.
Es genügt, einen Blick in die Zeitungen, Fernsehnachrichten und Internetseiten zu werfen, um zu entdecken, daß nicht einmal 2 Stunden nach der -zigsten Verlautbarung, die sich über die katholische Doktrin, die Devotion, die Jahrhunderte der Geschichte und des Glaubens mokiert, um am Ende unter dem kleinsten gemeinsamen Nenner des guten Geschmacks zu landen, alle schon dabei sind, diese zu dogmatisieren.
Da gibt es nichts familiäres-sei es über die Pastoral sei es Irrelevantes für das Lehramt- alles was er tut und sagt, der Generalissimus Franziskus, wird eo ipso zum Dogma.
Es gibt Pfarrer, die nachdem sie bis gestern gegen die Verhütung gewettert haben, heute bereits die Katholiken als debil bezeichnen, die mehr als 3 Kinder haben. Denn: der Papst ist der Papst ist der Papst.

Von der Repubblicca bis zu Avvenire gibt es keine Zeitung, die nicht vor dem Genie eines Pontifex niederkniete, der in der Lage ist, die Welt zu verblüffen.
Um so mehr als dieser Pontifex unglücklicherweise nicht die Welt verblüfft, sondern jene Katholiken, die beschlossen haben, ihrem Glauben treu zu bleiben,
Aber eigentlich verblüfft er auch die nicht, weil die Verfälschung der Lehre heute auf der Tagesordnung steht, und eine Konstante dieses Lehramtes ist, das zu reparieren immer schwieriger wird.
Sehr bald werden die Lügner, die versuchen, das was dieser Papst sagt und tut, als katholisch zu erklären, die Masken abwerfen.
Sie werden sich mit dem Lächeln von Stars auf der Bühne präsentieren und dem Publikum, das ihnen bis da gefolgt ist, verkünden:  "Willkommen in der neuen Religion!"

Donnerstag, 22. Januar 2015

Rokokofiguren aus Rott am Inn

An manchen Tagen könnte man soviel schreiben, über Kirchenführer, die sich der modernen Zeit anpassen wollen, weils gerade opportun ist oder über Grüne Politiker, die in ihre eigene Falle tappen (was natürlich keine Konsequenzen hat). Oder Möchtegern-Kirchenführerinnen, die aus "Karnickelgate" eine Freigabe sämtlicher Verhütungsmittel heraushören ...

.. an solchen Tagen sollte man sich besser mit den schönen Dingen beschäftigen. Und allen anderen Dingen ihren Lauf lassen.

Denn auch in früheren Zeiten war mehr Böses in der Welt. Trotzdem wurde schönes geschaffen, über das wir uns heute noch freuen können:


Mittwoch, 21. Januar 2015

Fundstück des Tages

Ohne Worte.
Gefunden bei rorate caeli, Dank dafür!

                       
                                       Tizian: "Die Madonna mit dem Kaninchen"

Um 1530 von Tiziano Vercellio im Auftrag des Herzogs von Mantua, Frederico Gonzaga,  im Stil der Hochrenaissance gemalt. Das Bild hängt heute im Louvre in Paris.

tweet zum Tage

Benedikt - sieht gut erholt aus und hat nach wie vor viel Freude an der Musik.



Freuen wir uns mit ihm!

Heute vor 222 Jahren auf der Place de la Concorde.....

Am 21. Januar 1793 fiel der Kopf von König Ludwig XVI unter dem Johlen der revolutionären brüderlich, freien und gleichen Massen in den Korb der Guillotine.
Seine letzten Worte sind so überliefert:
"Ich bete zu Gott, daß das Blut, das Ihr vergießen werdet, niemals auf Frankreich zurückfällt."

Viele der Jünger eines neuen, von ihnen proklamierten "Humanismus" ließen es ich nicht nehmen, Tücher und ihre Hände in eben dieses Blut des Hingerichteten zu tauchen.....
Daß ihm bald auch die Köpfe der Herren Jakobiner folgten, blieb für viele nur eine Randnote der Geschichte, die man lieber schnell vergißt.

                                         DAS TESTAMENT DES KÖNIGS

Im Namen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Ich, Louis XVI, des Namens König von Frankreich, der ich seit mehr als 4 Monaten mit meiner Familie von jenen, die meine Untertanen waren,  in der Tour du Temple in Paris eingekerkert und jeglichen Umganges -seit dem 11. dieses Monats- auch mit meiner Familie- beraubt, überdies in einen Prozess, für den es weder einen Vorwand noch irgendein bestehendes Gesetz gibt, verwickelt bin, dessen Ausgang angesichts der Leidenschaften der Menschen unmöglich voraus gesagt werden kann, erkläre heute am 25. Dezember 1792 im Angesicht Gott, außer dem ich keinen Zeugen für meine Gedanken habe und an den ich mich wenden könnte, meinen letzten Willen und meine Gefühle.

Ich überlasse meine Seele Gott, meinem Schöpfer. Ich bitte ihn, sie barmherzig aufzunehmen, sie nicht nach ihren Verdiensten zu richten sondern nach denen unseres Herrn Jesus Christus, der sich Gott, seinem Vater, als Opfer für uns andere Menschen, auch die Unwürdigen, von denen ich der erste bin, angeboten hat.

Ich sterbe in Einigkeit mit unserer Heiligen Katholischen Apostolischen und Römischen Mutter Kirche, die durch eine ununterbrochene Nachfolge des Heiligen Petrus, dem Jesus Christus sie anvertraut hatte, die Macht hat.
Ich glaube fest und bekenne alles, was im Apostolischen Glaubensbekenntnis und den Geboten Gottes und der Kirche, den Sakramenten und Mysterien -so wie die Katholische Kirche sie seit jeher lehrt- enthalten ist.
(.....)

Dienstag, 20. Januar 2015

Das Ungeheuer im Busch: das katholische Karnickel ...

Ich bin immer noch wütend, klar unser dickes Problem ist, wenn man so in eine der ortsüblichen Messen kommt: ein Gewusel,  ein Geschrei!
Überall kleine Kinder,  die auf dem Boden herumwuseln, von ihren verantwortungslosen Eltern frei im Gotteshaus krabbeln gelassen, dem Pfarrer an der Kasel zoppelnd, am Tischtuch des Altars ziehend, dahinten in der Bank hocken  die katholischen Karnickelmütter, und stillen das nächste der Würmer, (ich meine in der Sixtina ginge das ja, aber so im Gotteshaus, tz, tz)
Die im Kindergartenalter jagen sich rennend und johlend zwischen den Bänken, die Grundschulkinder tauschen lautstark Pokemon  Karten bzw drücken auf den Smartphones (jaja, so sind sie halt die Karnickelfamilien,  nie was geschafft, den ganzen Tag verantwortungslos im Bett herumgefallen und dann von unseren Steuergelden den Kurzen auch noch jeden Mist kaufen)
Im Hintergrund hocken die Teenager der katholischen Karnickel, spielen Karten und rauchen Zigaretten, während  die Teenagerinnen sich schminken und den Fortgang des Gottesdienstes permanent auf facebook dokumentieren ... und die älteste Schwester kommt schon mit einem dicken Bauch zum Gottesdienst gewackelt...

Halt Schnitt, wie nennt meine Freundin den ortsüblichen Gottesdienst? Ü70 Party, als ich das das erste mal gehört haben verstand ich es gar nicht, bis sie sagte, das habe ihr Sohn erfunden, wegen des Alterdurchschnitts der Messbesucher.

So scheint mir die Angst vor den katholische Karnickeln doch eher mit dem schwäbischen Umgang des derzeitigen Pontifex zusammen zu hängen, der dem Papst vielleicht in einer netten Stunde das Märchen von den 7 Schwaben erzählt hat und der es offensichtlich falsch verstanden hat.
Ich denke mal, der Papst hat die Geschichte nicht verstanden, deren Witz ist, (ich meine ist natürlich blöd einen Witz erklären) dass die 7 Schwaben denken, da wäre ein Ungeheuer und dabei ist es ein einfacher Hase und  gedacht das wäre eine ernsthafte Moralgeschichte, deren Moral lautet "Der Hase ist ein zu fürchtendes Ungeheuer!"


Von den Händen der gesamten intellektuellen Klasse und vieler Christen des Westens tropft das Blut der Christen des Ostens."

Das sind die Worte von Rabbi Laras, die er anklagend an die Europäer richtet, die die Christen in Muslimischen Ländern ungeschützt und allein lassen.
LESEN! LESEN! LESEN!
Worte wie Donnerhall, die auch christlichen Wortführern gut angestanden hätten und die besonders unseren politischen und intellektuellen "Eliten" mit Großbuchstaben ins Stammbuch geschrieben werden müssen.
Leider würde bei deren verstockter Blind-und Taubheit auch das nichts nützen.

Sandro Magister schreibt Tacheles darüber auf seinem blog im L´Espresso "www.chiesa".
Hier geht´s zur englischen Fassung seines Textes:  klicken

"CHRISTEN IN MOSLEMISCHEN LÄNDERN. SELIG SIND DIE VERFOLGT WERDEN "

"Sie werden allein und ungeschützt gelassen wie die Juden" - klagt ein Rabbiner. "Wegen der Illusion, daß man so leichter einen Frieden mit den Muslimen erreichen könne" . Die Beobachtungen eines israelischen Jesuiten.

                                         

"Die Reise von Papst Franziskus nach Asien hat seine erinnerungswürdigen Worte über das Massaker von Paris in den Hintergrund rücken lassen, mit denen er demonstrierte, daß er die gewalttätigen Reaktionen jener, die ihren Glauben als beleidigt betrachteten, verstehe und spottete: "Wenn jemand meine Mutter beschimpft, kriegt er die Faust zu spüren, das ist  normal."

Diese Worte lösten ein weltweites Echo aus und waren Musik in den Ohren vieler Muslime, die mit den Mördern der unfrommen Illustratoren von Charlie Hebdo sympathisieren.
In der selben Pressekonferenz jedoch sagte  Franziskus noch etwas anderes: "Für mich ist es das Beste immer milde zu antworten, milde zu sein, demütig wie Brot, ohne aggressiv zu werden."

Und diese Worte klangen wie ein Gebot für die Christen in muslimischen Ländern: die andere Wange hinzuhalten, selbst wenn der Feind sie nicht nur verletzt und verspottet, sondern sie im Namen Allahs tötet.

Zum heutigen Weltkaninchentag

Das Tatort-Kaninchen


Montag, 19. Januar 2015

Lord, was this really what you wanted?’

Der heutige Rückflug von Manila nach Rom ließ schlimmstes befürchten. Papst Franziskus, offensichtlich ausgeruht, nutzte die Zeit für eines seiner berüchtigten Interviews.

Die Bilder, die zur Zeit über die On-Board-Kommunikation in Umlauf sind, bestätigen die schlimmsten Aussagen. Und eine davon hat es auch schon in die TopNews geschafft:



Die deutschen Medien interpretieren die Papstaussage dann auch entsprechend, und ein Blick in die FAZ genügt, um zu sehen, wie man in deutschen Medien in die Schlagzeilen kommt.

Die internationalen Reaktionen sind nicht ganz so linksgedreht, hier tobt ein anderer Sturm in den katholischen Medien. Damian Thompson - eigentlich ein liberaler Katholik, hat sich über den erneuten Ausfall von Papst Franziskus bereits seine Gedanken gemacht.
Der Artikel ist sehr lesenswert, aber phänomenal ist seine Schlusssequenz:

Meanwhile, I have this vision of an elderly Bavarian gentleman with his head in his hands, asking: ‘Lord, was this really what you wanted?’

Dem ist nun wirklich nichts mehr hinzuzufügen, außer:
Bildquelle: klicken
Irgendwie scheint da tatsächlich etwas total schief gelaufen zu sein!

Zahlenspiele, die Massenmessen und ihre Gefahren- fast ein déja vue.

Die Besucherzahlen bei der päpstlichen Abschlussmesse in Manila , die Blüten ungekannter Euphorie in die vaticanische Pressearbeit und die freudige Wiedergabe sowohl durch die MSM als auch die Amateurcheerleaderportale katholischer Blogger und Forenbetreiber  bringt, schwanken je nach Quelle doch erheblich -die Differenz zwischen der höchsten und der niedrigsten Zahl beträgt immerhin 4 Millionen,
Immerhin ist noch in keiner Notiz die Fantastilliarde aufgetaucht.
Man kann nicht behaupten, dass die Übernahme der Regie über die päpstliche Kommunikation durch McKinsey dem Auftreten Pater Lombardis gutgetan hätte. das aber nur nebenbei.

Doch nun zunächst zu den Zahlen:  
rorate caeli liefert da etwas andere als die begeistert Herumgetwitterten :  klicken

Während seines Besuches auf den Philippinen feierte der Pontifex 3 öffentliche Messen, am 16. Januar in der Kathedrale von Manila, am 17. Januar in Tacloban und die Abschlussmesse am 18. Januar im "Rizal Park" Manila.
Die Philippinische Regierung in Manila gibt die Teilnehmerzahlen an der Schlussmesse, bei der 2500 Priester und 250 Bischöfe konzelebrierten, mit 4 Millionen an (zahlreiche online-Quellen erwähnen 6-7 Millionen, wenn aber der Philppine Star, eine der Top-Zeitungen des Landes Recht hat, muß man von 4 Millionen, die an der Messe teilnahmen ausgehen, weiteren 360.000 in der Umgebung des Messegeländes und 2 Millionen entlang der Route, die der päpstliche Konvoi von der Apostolischen Nuntiatur zum Rizal Park zurücklegen mußte.
Konservativere Schätzungen gehen von 3 Millionen, wenn nicht etwas weniger, im Rizal Park aus.
Dabei half es, dass alle Nachmittagsmessen für die dichtbevölkerte Erzdiözese abgesagt wurden ( viele Philippinos nehmen die Sonntagspflicht immer noch sehr ernst)

"Die Christen sind Charlie und die Moslems brennen die Kirchen nieder".*...

Damit ist eigentlich schon alles gesagt.
Die Christen sagen "ich bin Charlie" und die Muslime brennen die Kirchen nieder......( und da stört es dann auch nicht groß, wenn in den Kirchen-wie jetzt in Nigeria geschehen- noch einige Christen bei lebendigem Leibe verbrannt werden) .
Damit hat sich wieder einmal die Diagnose bestätigt, die Papst Benedikt XVI dem Islam in seiner Regensburger Rede stellte : dem Islam fehlt das Aufklärungsbad der Vernunft.
Immer noch wird Gewalt zur Ausbreitung des Glaubens und zu seiner vermeintlichen Verteidigung von einer Großzahl von Imamen und in ihrem Schlepptau moslemischer Politiker gerechtfertigt.
Und noch etwas hat sich gezeigt, die Bildungsfeindlichkeit nicht nur der Boko Haram trägt Früchte: das Differenzierungsvermögen, das ihnen vermitteln könnte, daß Charlie Hebdo zwar eine westliche Zeitschrift ist, aber dezidiert christen-und religionsfeindlich, fehlt.
Deshalb also muß vor allem die Katholische Kirche, Primärziel pubertärer Zotenzeichnungen bei Charlie, jetzt die durch die neue Mohammedkarikatur ausgelösten -und man darf das ruhig sagen- von interessierten Politikern der jeweiligen Länder instrumentalisierten Wut ausbaden: sie werden ermordet und die Kirchen niedergebrannt.
Wie Anna Bono, Autorin des Artikels mit dem oben zitierten Titel* bei La Nuova Bussola Quotidiana , schreibt: "man konnte das erwarten".
Über die Mitschuld der Verantwortlichen für den letzten Charlie-Titel am Tod von Christen und der Zerstörung der Kirchen kann man diskutieren, die Täter und wirklich Verantwortlichen aber sind die, denen jeder Vorwand Recht ist, Christen im Namen der Religion des Friedens und ihres Propheten zu töten, ihr Eigentum zu plündern, ihre Häuser und Kirchen zu zerstören.
Dafür kann es kein Verständnis geben, für die Wut der- weder Meinungsfreiheit noch Karikaturen gewohnten- Muslime schon.

Sonntag, 18. Januar 2015

Vittorio Messori : "Ein merkwürdiges Geschnatter"

Vittorio Messori -neues "bête noir" aller Kathoprogressisten im Verein mit Anhängern des Oberpriesters der neuheidnischen Gaia-Religion, Leonardo Boff- wehrt sich noch einmal gegen die Angriffe, die unqualifiziert zu nennen, doch arg euphemistisch wäre.
Er hat das nach seinen jüngsten Erfahrungen -um herausgeberischer Manipulation zu entgehen- in seinem eigenen blog "Il Timone" getan. Es ist interessant zu lesen, was ein Insider, der Opfer einer Medienkampagne wurde, aus seiner Kenntnis der Szene heraus dazu zu sagen hat.
Hier geht´s zum Original:     klicken
                               
                                        "MERKWÜRDIGES GESCHNATTER"

"Ich bin überzeugt, daß der Glaubende, besonders wenn er über religiöse Themen schreibt, Pflichten gegenüber seinem Leser hat. Pflichten- alles in allem- ihm zu versichern, daß das, was der als Leser ernst nimmt, auch von ihm seinerseits sehr ernst genommen wird. Die Pflicht, zu erklären, was er sagen wollte, weil er es gesagt hat (wenn es angezweifelt wird), weil er so denkt, in der Überzeugung sich nicht geirrt zu haben.

Hier bin ich also, um zu erklären (sicher nicht aus persönlichen Gründen, sondern aus Verpflichtung gegenüber denen, die mir in dieser Rubrik folgen) was zwischen Weihnachten und Epiphanias passiert ist, als ich mich unerwarteterweise im Zentrum einer Art medialen Sturmes wiederfand.
Ich habe während all dieser Tage geschwiegen, habe nicht geantwortet-außer in  zwei besonderen Fällen.

1. Als der Corriere della Sera, in dem ich den "skandalösen" Artikel veröffentlicht hatte (inzwischen bin ich ebenso wie der Direktor des Corriere, de Bortoli, davon überzeugt, daß er das keineswegs war) der Corrriere also, publizierte, nachdem er mich erst in letzter Minute gewarnt hatte, einen konfusen und beleidigenden Artikel von Leonardo Boff.
Wie man sich vielleicht erinnert, Leonardo Boff, der fast 80-jährige Führer der sogenannten Befreiungstheologie,  hatte-nachdem er vom Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal J. Ratzinger gewarnt und mehrmals von Papst Johannes Paul II ermahnt worden war-, beschlossen, den Franziskanerorden zu verlassen, um mit einer Gefährtin zusammen zu leben.
Nach wenigen Jahren jedoch, hat man vor seinen und den Augen seiner Kumpane und all der anderen Katholiken, Priester und Laien, die den Marxismus mit Enthusiasmus entdeckt hatten und glaubten, er sei die Zukunft, während er im Gegenteil abstarb, die Berliner Mauer abgerissen.
So wechselte der Ex-Frater, wie viele andere- unvorhergesehen aus der zerstörerischen roten Utopie vertrieben, in die grüne.
In Boff hat sich der "Verdismus" in einen wahren und eigenen synkretistischen Kult verwandelt, mit Mutter Erde -als Gaia angerufen- im Zentrum und mit starken new-age-Akzenten.
In jener brasilianischen Fazenda, in der er mit der Gefährtin und einigen Adoptivkindern lebt,  hat er sich eine Phantasieliturgie zusammengefälscht, in der er tauft, die Messe feiert, die Ehen segnet. Alles das zum Schweigen des brasilianischen Episkopates, insgesamt eine eigene pantheistische und grüne Kirche: von den katholischen Dogmen ( die er verabscheute) zu den marxistischen- um dann bei denen des Verdismus zu landen.

Des Pudels Kern, oder quod licet jovi, non licet bovi in Bezug auf den Islamismus

 

Gute und böse Islamophobie 
 Mir scheint, dass die Ereignisse der letzten Zeit uns lehren, eine gute und eine böse Islamophobie zu unterscheiden. Die gute Islamophobie besteht in der Verhöhnung des Islams durch Karikaturen, wie sie Charlie Hebdo praktiziert hat. Böse Islamophobie liegt dann vor, wenn Christen eine schleichende Islamisierung Europas befürchten. Die gute Islamophobie ist gut, weil sie von links kommt und alle Religionen verächtlich macht. Die böse Islamophobie ist böse, weil sie einen Unterschied zwischen den Religionen macht. Tolerant ist, wer alle Religionen für falsch hält. Intolerant ist, wer alle Religionen außer einer für falsch hält.

Der Text stammt von Pater E. Recktenwald von dessen "Portal zur katholischen Geisteswelt" von hier
und ist das treffendste, was mir bislang untergekommen ist, weswegen ich es einfach so zitiere,  Dank auch an die Kollegin Frischer Wind.

Samstag, 17. Januar 2015

Der Fels in der Brandung

Wir wollen ja nicht wieder einen neuen Wettstreit initiieren - der Geistbraus hat ja die Oscars in Sachen "Trotz dem Wetter" auch schon vergeben. Und wir haben daran - natürlich - nichts auszusetzen.

Deshalb haben wir jetzt die Freude, uns ausschließlich dem Sieger zu widmen.

The winner takes it all - Benedetto beim WJT in Madrid!













Man kann sich gar nicht sattsehen, deshalb haben wir auch drauf verzichtet, die Messe in Mariazell oder "Asperges von Berlin" hier auch noch im Bild darzustellen.

Papstkritik: in den USA aus anderen Gründen als in Europa

Im Blog "Lifesite-news "   schreibt Hilary White in Anspielung auf "A Tale  of Two Cities" von Charles Dickens unter dem Titel  "Die Geschichte zweier Kritiken"- über die politischen Gründe aus denen die US-Katholiken beginnen, Papst Franziskus zu kritisieren, während die Italiener sich dabei auf Glaubensfragen konzentrieren. Hier geht´s zum Original:      klicken 
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"In den 2 Monaten zwischen dem Ende der Familiensynode im Oktober und dem Jahresende hat es eine überraschende Verschiebung  in der Wahrnehmung des Pontifikates von Papst Franziskus durch die US-amerikanischen katholischen Kommentatoren gegeben.
Nach knapp 2 Jahren der Unterstützung oder nur stiller Kritik, häufen sich jetzt wegen seines politischen Engagements starke Worte gegen den Papst. Die unterscheiden sich von der wachsenden Kritik in Italien, bei der es um die Leitung der Kirche und seine Bemühungen zur Verteidigung der Katholischen Lehre geht.

Nach der Bekanntgabe des Weißen Hauses vom 17. Dezember, daß der Papst bei dem hochkontroversen Deal mit Kuba gewichtige diplomatische Hilfe leistete, hoben sich manche konservativen Augenbrauen.
Dem folgten Berichte, dass der Papst eine Umweltenzyklika plant, die-wie die Medien berichten- die Theorie des menschengemachten "Klimawandels" unterstützt.
Das scheint für manch konservativen US-Katholiken, die bisher Franziskus gegenüber größtenteils neutral oder vorsichtig positiv gegenüber gestanden hatten, so etwas wie der letzte Tropfen gewesen zu sein, der das Fass zum überlaufen brachte.
Die Enzyklika soll- wie gesagt wird- mit dem Ziel erscheinen, die nächste UN-Klimakonferenz in Paris zu beeinflussen.

Eine überraschend scharfe Kritik von Maureen Mullarkey, im glaubensbasierten amerikanischen Blog- Magazin "First Things" scheint so etwas wie der Prüfstein für die konservativen Bedenken gegenüber Papst Franziskus geworden zu sein.
Mullarkey hatte eine Reihe schwerere Vorwürfe gegen Franziskus erhoben, die einigen Staub aufwirbelten. Sie nannte ihn einen "Ideologen und aufdringlichen Egoisten", der "an sein Image gebunden ist" und der in der angekündigten Klimawandel-Enzyklika jedes "Differenzieren zugunsten eines apokalyptischen Alarmismus" aufgebe.
"Sein ungeschickte Einmischung im Mittleren Osten und seine verdeckte  Zusammenarbeit mit Obama bei Kuba machen das klar. Größenwahn läßt ihn ins geopolitische und jetzt ins meteorologischen "Unterholz" galoppieren, damit die Politik sakralisieren und die Theologie für voreilige, unausgewogene politische Vermerke zurechtbiegen" schrieb Mullarkey.

Die Tonart dieses Texte veranlaßte einen Disclaimer-Leitartikel durch den First-Things-Herausgeber R.R. Reno, der besagte, dass das ausschließlich Mullarkeys Meinung sei und nicht die von First Things. Er schrieb, daß Leser gefragt hätten, ob das Magazin, das lange das Sprachrohr der "moderat Konservativen" in christlichen US-Kreisen gewesen war,  nun zu einem Organ für Anti-Franziskus-Polemik geworden sei.
Gleichzeitig aber repräsentierte Reno die gemäßigtere Stimme der US-Kritik an Franziskus.
Mullarkeys Text mag übertrieben  und schlechtgelaunt gewesen sein, aber gleichzeitig  "Franziskus hat seine eigene Meinung-oft in unbedacht und manchmal in übertriebener und spalterischer Rhetorik geäußert, manches davon bedauert er jetzt sicher."

In viel gemäßigteren Worten hat der junge katholische Gelehrte Thomas Peters, Sohn des wohlbekannten konservativen Kirchenrechtlers Edward Peters, die Kritik der amerikanischen Katholiken an Franziskus politischem Engagement zusammengefaßt, indem er sagte: daß der Papst bzgl. des Klimas zuviel Vertrauen in die inkompetenten Vereinten Nationen setzt.

Google reagiert auf die "Punch back"-Aufforderung von Papst Franziskus

Seit Tagen taucht diese Werbung in meiner Twitter-TL auf:


Quelle: Screenshot-Google-Werbung via twitter


Ist doch einfach total süß, dass der kleine Kerl schon mal mit dem Training anfängt, damit er mal irgendwann seine Mutter verteidigen kann.



Der zugrundeliegende Irrtum im Umgang mit dem Islam

Irgendwo habe ich mich amüsiert darüber, dass jetzt der nächste Aufstand der Anhänger der 'Religion des Friedens' droht und zwar ausgerechnet bei Aldi Süd.
Berichtet doch die t-online Startseite, dass man (also die scheinbar neue Leitkultur) gar ned so amused wäre, über den Versuch von Aldi Süd mittels Produktdesign sich auf den Kundenkreis noch besser einzustellen.
Konkret geht es um die Abbildung eines Minaretts auf einer Seife.
Nun gut, könnte man sagen sowas blödes aber auch.

Aber ich nehm das einfach mal als Aufhänger um zu beschreiben, was meiner Meinung nach prinzipiell schief läuft.
Um es mal etwas platt zu sagen, die europäischen Freigeister, sind (mit einer Ausnahme, aber das kommt später), angetreten um die durchaus als positiv gewerteten  Werte des Christentums endlich in die Tat umzusetzen.
Also  Luther ging noch davon aus ( wobei Luther keineswegs der Vater der Demokratie und des freien Denkens war, sondern ein durch und mittelalterlicher sogar frühmittelalterlicher Mensch war,  aber das führt hier auch zu weit), er ging also davon aus, dass der Mensch prinzipiell böse ist, durch und durch böse , so böse, dass auch die Gnade da nix mehr dran ändern kann, sondern die Gnade sowas ist, wie ein  Mantel, ein goldener Käfig, ein Joch, welches das böse Tier bändigt und vor sich selber schützt und dazu noch schön aussieht.
Im Unterschied dazu, gehen die Aufklärer und ihre Nachbeter davon aus, dass der Mensch prinzipiell so richtig, richtig, gut ist. Und das, was ihn daran hindert, das auch zu sein, sind die bösen Menschen, die in der katholischen Kirche das Sagen haben, ergo muss sie abgeschafft werden, damit das Gute im Menschen zu Tage tritt.
So lassen sich, (das auszuziehen führt aber zu weit) die brutalen Säuberungen erklären, zu denen die Revolutionen neigen, weil man nämlich wieder und wieder feststellen muss, es funktioniert nicht.

Die Sache ist einfach die, dass die westlichen Atheisten christliche Atheisten sind, was man in jeder Diskussion merkt, wenn man fragt "Warum soll ich mich denn um meinen Nachbarn kümmern?" man kriegt dann immer zur Antwort "Also ich denke es reicht für eine Gesellschaft "Was du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem andern zu" und die  Frage "Warum sollen die Menschen das einsehen" wird mit Christentum ohne Gott beantwortet.

Richtig ist, dass die Gottesebenbildlichkeit und die Gottesgeschöpflichkeit  aller Menschen und das Gericht, das uns allen droht, eben Grund für die christliche Ethik ist.
Gibt es nämlich kein Gericht und keinen  Gott, ja dann "lasst uns doch essen und trinken und das Leben genießen, ohne Rücksicht auf Verluste, weil morgen sind wir tot", sagt Paulus und "nach mir die Sintflut" sagt der Volksmund.

Freitag, 16. Januar 2015

Magister: "Für die "Hartherzigen" gilt immer noch das Gesetz Mose"

"Für die Hartherzigen gilt immer noch immer das Gesetz Mose",
sagt ein berühmter Bibelexperte in einer neuen Interpretation der Worte Jesu über Ehe und Scheidung.
Aber die Katholische Kirche hat immer die Unauflöslichkeit der Ehe gelehrt-ohne Ausnahme. Wird sie jetzt eine zweite Ehe zulassen-wie im Osten?    Darüber schreibt Sandro Magister im L´Epsresso :     klicken

                                   


"Es gibt nicht nur die wohlbekannten Argumente von Kardinal Kasper zugunsten der Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene. Es gibt auch welche, die neue und originelle Wege beschreiten, gehorsam dem Auftrag der Synode vom letzten Oktober, nach der "diese Frage noch weiter untersucht werden muß".

Das ist der Fall bei dem berühmten Bibelwissenschaftler und Patristiker Guido I.Gargano, Camaldolenser Mönch,  früherer Prior des römischen Klosters San Gregorio al Celio und Professor am Päpstlichen Bibelinstitut und der Päpstlichen Universität Urbania.

In einem Artikel in der letzten Ausgabe des vierteljährlich erscheinenden "Urbania University Journals" zeigt Pater Gargano, wie die Worte Jesu über die Ehe vor allem durch die Worte Gottes aus dem Mund des Propheten Hosea entstanden: "ich will Barmherzigkeit nicht Opfer"
Und er kommt zu dem Ergebnis daß Jesus, wenn er bekräftigt, der Mensch soll nicht scheiden, was Gott zusammengefügt hat- deshalb nicht Gottes Worte mit der Härte der Herzen dieser Leute, denen Moses die Scheidung erlaubt hatte, zurücknehmen könne.


Vittorio Messori: "Die wahre Wurzel des Extremismus" , klarsichtig und illusionslos


Am 14. Januar hat Vittorio Messori im Corriere della Sera die Wurzeln des islamischen Extremismus analysiert.
Hier geht´s zum Original:    klicken

"Ich habe immer die Überzeugungen von Rabbi Giuseppe Laras wegen der Klarheit seiner Überzeugungen-als Fachmann für Kultur als auch wegen seiner religiösen Sensibilität bewundert.
Und so auch für seinen gestrigen Artikel in dieser Zeitung (Corriere d. S.), in dem er nicht zögert, zu betonen,, daß wir im Krieg sind, vielleicht erst am Beginn und daß wir das nicht zur Kenntnis nehmen wollen.
Als Realist neige ich dazu, ihm Recht zu geben: wegen des Zusamenbruchs und Verlassen des Schlachtfeldes durch den Feind, ist der Dritte Weltkrieg (der sogenannte Kalte Krieg, aber immer noch ein Krieg) zuende gegangen.
Und dann das neuen Pearl Harbour, an einem Morgen des 11. Septembers in New York, von Laras klar als Vierter Weltkrieg benannt.

Die Heuchelei der aktuell regierenden Vorherrschaft der politischen Korrektheit hat sich bemüht und bemüht sich noch um Exorzismen, und konstruiert zur Beruhigung und Ermutigung das Ideal eines moderaten Islam, und wiederholt unermüdlich das Mantra "Dialog."
Aber wer den Koran kennt, wer die Geschichte der Gesellschaft, die er seit eineinhalb Jahrtausenden geformt hat, kennt, weiß, daß die Muslime, (die wir nach westlichen Maßstäben Extremisten nennen)  die die Kalaschnikow in der Hand "Mohammed "schreien, ihn nicht verfälschen, und daß ein moderater Mohammed der falsche Mohammed ist.
Aber vielleicht ist es auch eine Niedertracht,  die Allah bestrafen wird.

Wieviele derjenigen, die sich darüber erregen, haben den Koran als Ganzes gelesen und vielleicht auch die Sammlung der Hadithen, die sogenannten Erklärungen des Propheten?

Donnerstag, 15. Januar 2015

Die Geschichtsblindheit der Journalisten, "Deutsche Christen" wieder salonfähig, ich fass es nicht!

Check ich meine mails, denk ich, ich fall in Ohnmacht, steht da doch dick und fett
Merkel appelliert an deutsche Christen

man muss es sagen, dass es so schnell geht hätte ich nicht gedacht, echt nicht.
Dabei, wen wunderts, war doch das Paradies der Deutschen Christen, (das waren nämlich nicht die Bonhoeffer und Bultmanns und Barths, die sich in den bekennenden Christen zusammenfanden, damals in de Zeiten zwischen 33 und 45) nicht gar so verschieden von dem des Islam und  das muss man ganz leise sagen, aber man folge einfach dem Link

Waren die deutschen Christen doch evangelische (aber auch das muss man ganz leise sagen) Christen die sich der Rassen- und Naziideologie ihrer Tage lieb Kind machten und staatstreu waren, ohne zu schauen wie der Staat denn grad mal so drauf war.

Wikipedia erklärt uns im Anfangssatz, dass es sich um einen Zusammenschluss protestantischer Christen handelte, mit dem Ziel den deutschen Protestantismus an die Ideologie des Natioanalsozialismus anzugleichen.
Zu diesem Behuf hatten sie am Ende als Enblem die Swastika mit dem Kreuz in der Mitte.
Man gucke hier 

Ich hoffe natürlich sehr, dass es sich bei der Überschrift einfach um Dummheit handelt, aber wie sagt der Volksmund so schön Bleede, Besoffene und Kinder sagen die Wahrheit.



Papst bei der Pressekonferenz: Religions-und Redefreiheit, Erinnerungslücken und was auf Beleidigungen folgt

Rorate caeli hat eine französische Mitschrift des Papstinterviews bei der fliegenden Pressekonferenz auf dem Flug von Sri Lanka zu den Philippinen gefunden und ins Englische übersetzt: hier geht´s zum französischen Original : klicken  und hier zum Originalartikel von rorateklicken

The Pope speaks on freedom to blaspheme: "If a close friend insulted your mother, you might punch him, right?"

Der Papst spricht über die Freiheit zur Blasphemie: "Wenn ein naher Freund deine Mutter beleidigt, kannst du ihm eine verpassen, richtig?"

Frage: 
"Gestern morgen, während der Messe  haben Sie über die Religionsfreiheit als fundamentales Menschenrecht gesprochen. Im Hinblick auf die verschiedenen Religionen, bis wohin können wir bezüglich der Redefreiheit gehen, die auch ein fundamentales Menschenrecht ist?"


Papst:
"Danke für diese intelligente Frage. Ich glaube, daß beides fundamentale Menschenrechte sind: Religionsfreiheit und Freiheit der Rede. Wir können nicht....Sie sind Franzose, richtig?...also dann lassen Sie uns nach Paris gehen, und klar reden. Wir können heute die Wahrheit nicht verstecken: jeder hat das Recht, seine Religion zu praktizieren, frei- ohne andere zu verletzen, wir alle wollen das tun-.

Zweitens-wir können im Namen der Religion, also im Namen Gottes nicht verletzen, Krieg führen, töten.

Das, was heute passiert, überrascht uns, aber denken wir immer an unsere Geschichte: wie viele Religionskriege haben wir gesehen? Denken Sie nur an die Bartholomäus-Nacht. Wie können wir das verstehen? Wir hatte auch unsere Sünder diesbezüglich, aber wir können nicht im Namen Gottes morden, das ist ein Irrweg. Im Namen Gottes zu morden, ist ein Irrweg, Ich glaube, da ist die Hauptsache bei der Religionsfreiheit: wir müssen sie in Freiheit praktizieren ohne zu verletzen, ohne sie aufzuzwingen oder zu morden.

Freiheit der Rede. Jeder Mensch ist nicht nur frei, er hat das Recht aber auch die Pflicht, zu sagen, was er denkt, um dem Gemeinwohl zu nützen. Wenn wir denken, daß das, was ein Parlamentsmitglied oder ein Senator sagt- und nicht nur sie sondern auch viele andere- nicht der gute Weg ist, daß er nicht mit dem Allgemeinwohl zusammen arbeitet, haben wir die Pflicht, das offen zu sagen. Diese Freiheit ist nötig, aber ohne zu verletzen. Weil es wahr ist, daß man nicht mit Gewalt reagieren soll, aber wenn Herr Gaspari ( der neben ihm stehende Reisemarschall des Papstes), der ein guter Freund ist, etwas sagt, das meine Mutter beleidigt, kann er einen Faustschlag erwarten. Das ist normal. Wir können nicht provozieren, wir können nicht den Glauben anderer beleidigen, wir können uns nicht über den Glauben lustig machen.

Papst Benedikt hat in einer Rede, an die ich mich nicht gut erinnere ( die Regensburger Rede!) über diese postpositivistische Mentalität, über diese post-positivistische Metaphysik gesprochen, die am Ende dazu führt, zu glauben, daß alle Religionen oder alle religiösen Äußerungen eine Art Subkultur sind, sie werden toleriert, aber sie sind irrelevant, sie gehören nicht zur Kultur der Aufklärung. Das ist das Erbe der Aufklärung.

Da sind so viele Leute, die schlecht über die Religionen sprechen, sich über sie lustig machen, die mit der Religion anderer spielen. Sie provozieren und dann kann das passieren, was Herrn Gaspari passieren würde, sollte er irgendetwas über meine Mutter sagen. Es gibt eine Grenze! Jede Religion hat ihre Würde, jede Religion, die das menschliche Leben und den Menschen respektiert. Und ich kann sie nicht lächerlich machen, das ist eine Grenze. Ich nehmen das Beispiel der Grenze um zu sagen. daß es bezüglich der Redefreiheit Grenzen gibt, wie im Fall meiner Mutter."
Quelle: rorate caeli, i.media